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Erziehungssünden... ich mach den Kindern Angst!

Erziehungssünden... ich mach den Kindern Angst!

19.05.2017 um 09:18
@Alari


Beeindrückt hat diese geschichte bestimmt auch so manche!

Ich hoffe es kommen jetzt nicht wieder welche die sich deswegen entrüsten.

Weil wenn die ganz würze weggenommen wird aus dem Leben, kann es langweilig werden, besonders für jungs.

ich unterscheide immer noch gerne ;-)


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Erziehungssünden... ich mach den Kindern Angst!

19.05.2017 um 09:22
@waterfalletje3
Es gibt sehr sensible Kinder, die solche Geschichten tatsaechlich in die Realitaet tragen, aber das sind doch eher Ausnahmen. Ich war ein eher aengstliches Kind, aber Maerchen und Geschichten a la Struwwelpeter haben mich nie beeindrucken koennen. Es waren eben nur das - Geschichten!

Hat eine voellig andere Dimension, als ein Elternteil, das eine Gruselfigur in die Wirklichkeit zieht!


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19.05.2017 um 13:55
Ich bin auch mit Struwwelpeter groß geworden, empfand es aber damals eher als Bestätigung meines Gefühls, dass die wahren Monster die Erwachsenen sind und Kinder nichts wert sind, wenn sie sich den Vorstellungen der Eltern nicht anpassen wollen.

Ich bin bei dem Thema ja leider schon früh in eine Art Zwickmühle geraten. Meine Mutter hat sich einerseits mordsmäßig was darauf eingebildet, dass sie ihren Kindern nichts vom Christkind und Osterhasen vorlügt, weil die gibts ja nicht, und sie lügt ihre Kinder nicht an, blablabla....hat uns dann aber jahrelang zu den Zeugen Jehovas geschleppt, wo nicht weniger dumm dahergelogen wurde. Die Welt ist ja voller Dämonen, die mitten unter uns weilen und tagtäglich versuchen, uns zu manipulieren und zu beeinflussen.

Mir wurde zB erklärt, dass wenn meine Spielkameraden versuchen würden, mich zu etwas unartigem zu überreden, dass sie in dem Moment unmittelbar vom Teufel oder seinen Dämonen beeinflusst werden, vielleicht spricht sogar Satan selbst in diesem Moment zu mir, durch den Mund meiner kleinen Spielplatzfreundin. Das klingt für ein Kind nicht viel besser als Monster im Schrank oder Hexe unterm Bett.

Die Angst hat mich fast verrückt gemacht am Anfang. Aus Selbstschutz hat mein Kopf irgendwann einen gewaltigen Schritt in die andere Richtung getan. Weg von dem Glauben, aber auch weg von allem, was mich emotional noch damit verbinden könnte. Mein Verstand sagte mir: Du musst den Quatsch nicht glauben, aber du kannst auch nicht den Menschen vertrauen, die ihr ganzes Leben nach diesem Mist ausrichten.

Das und andere Vorfälle haben dazu geführt, dass ich schon sehr früh kein Vertrauen in meine eigenen Eltern hatte. Ich erinnere mich noch, wie sie versucht haben, mir schwimmen beizubringen und es nicht schafften, weil ich davon überzeugt war, dass sie mich untergehen lassen würden.

Meine Mutter wäre auch heute noch die letzte Person, die ich um Hilfe oder Beistand bitten würde, wenn es mir schlecht geht.


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19.05.2017 um 16:39
Meine Eltern haben mir nie Angst gemacht.
Natürlich hieß es, "steig' nicht zu Fremden ins Auto", etc.
Aber das verstehe ich nicht unter Angst machen.
Vielleicht taten sie es nicht, weil sie selber schlechte Erfahrungen gemacht haben?
So geau können sie es mir nicht sagen, sie taten es einfach nicht. Wofür ich sehr dankbar bin, denn meine Mutter hatte als Kind Angst vorm "Mann mit den Bratwurst-Augen". (Fragt mich nicht...)


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19.05.2017 um 17:00
Kinder durch solche Horrormärchen gefügig machen, halte ich für absolut kontraproduktiv. Im Prinzip ist das nichts anderes als Gehorsam erzwingen durch Angst. Da muss ich, denke ich, gar nicht mit großen pädagogischen Argumenten kommen, um das deutlich zu machen.
Es war eine einfache Methode um Kinder dazu zu bringen, etwas zu tun, ohne lange auf sie einreden oder sie überzeugen zu müssen. Wer sich nicht anders zu helfen weiß oder einfach keinen Bock hat, sich mit dem Kind auseinanderzusetzen, der greift dann eben darauf zurück. Ist mir absolut unverständlich.

Jedoch kommt nunmal irgendwann bei vielen Kindern der Moment, in dem sie etwas mitbekommen, etwas sehen, das ihnen Angst macht. Im Fernsehen, im Kindergarten, etc.

Wenn diese Angst vor Kreaturen etc. da ist und das Kind abends beispielsweise nicht schlafen lässt, dann ist es das Bescheuertste, das man machen kann, zu sagen
sunshinelight schrieb:dass es keine gibt
Für das Kind ist es in dem Moment real und alles, was man ihnen damit suggeriert ist, dass man sie nicht ernst nimmt.

Ich finde die Lösung, die @Stonechen hier beschrieben hat sehr gut (und witzig in meiner Vorstellung, du darfst in Zukunft auch meine Wölfe vertreiben :D), da sie ihren Kindern somit zeigt, dass sie sie ernst nimmt und ihre Ängste nicht einfach abtut. Das ist eigentlich das Beste, das man machen kann. Dem Kind eine Lösung für seine Angst präsentieren. "Der böse Mann kann nicht kommen, wenn wir im Kinderzimmer ein Nachtlicht an machen, er hat nämlich Angst vor Licht." - "Ich hab jetzt mit der gruseligen Frau geredet und sie hat gesagt, dass sie mir versprochen hat, dich in Ruhe zu lassen, weil sie sonst ganz viel Ärger mit mir bekommt, wenn sie dich nochmal besucht." usw.
Das mag nicht immer von einen Tag auf den anderen helfen, aber es hilft doch zumeist.


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19.05.2017 um 17:46
sunshinelight schrieb:Es ist ja nichts neues, dass Eltern mal zu Methoden greifen, um ihre Kinder gefügig zu machen,
Also, dieser Satz liest sich etwas gruselig für mich.
Ich hab doch keine Kinder um sie gefügig zu machen, solche Wörter sehe ich eher in der SM-Szene,
oder so...
Eltern, die ihre Sprösslinge auf skurrile Art und Weise versuchen durch suggerieren von Angst,
durch altbewährte "Horrorfiguren" oä.in den Schlaf zu bekommen, haben entweder keine Fantasie, kein Interesse, oder sind einfach nur ungeeignet mit ihrem Nachwuchs umzugehen.
Das braucht kein Kind, sie brauchen Liebe, Geduld und Verständnis, auch wenn uns (Eltern) das schlaflose Nächte,
das verpassen unserer Lieblingsserie, ein geiles Fussballspiel, oder die Zweisamkeit mit dem Partner kostet.
Scheiss drauf es sind unsere Kinder :)


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19.05.2017 um 17:55
Schrecklich und total unsensibel, wenn Eltern ihren Kindern absichtlich pure Angst einjagen.

Hab mal von ner Frau auf dem Spielplatz gehört, das ihre Bekannte ihrem Sohn erzählte, Schatten würden ihn angreifen, wenn sie abends die Kinderzimmertür offen lassen würde.

Ich war total entsetzt und empört, als ich das hörte.
Wie abgrundtief krank muss diese Bekannte sein, fast schon sadistisch!

@kilroy90

Sie haben Dir keine Angst mit Schreckensgeschichten eingejagt, weil sie Dich geliebt haben u. es Dir keinesfalls antun würden, genauso wie bei meinen Eltern.
kilroy90 schrieb:Natürlich hieß es, "steig' nicht zu Fremden ins Auto", etc.
Kann mich noch gut an so "Sprüche" erinnern, trotzdem wäre ich als Kind bei Fremden ins Auto gestiegen (Mann und Frau, sie fragten nach dem Weg u. baten mich, einzusteigen). Gottlob war meine Schwester dabei, die mich zurück zog, denn die Autotür hinten stand schon offen.


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19.05.2017 um 18:51
borabora schrieb:Kann mich noch gut an so "Sprüche" erinnern, trotzdem wäre ich als Kind bei Fremden ins Auto gestiegen (Mann und Frau, sie fragten nach dem Weg u. baten mich, einzusteigen). Gottlob war meine Schwester dabei, die mich zurück zog, denn die Autotür hinten stand schon offen.
Da wurde ich gut geimpft, das hätte ich nie getan.
Da war meine Mutter auch so brutal ehrlich und sagte auch, dass es nicht jeder gut meint und es zu schlimmen Dingen kommen kann.

Es hört sich hart an, wenn das einem Kind erzählt wird, aber es war zu der Zeit in den 90ern, als man oft in den Nachrichten solche Geschichten hörte.


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19.05.2017 um 18:54
kilroy90 schrieb:Natürlich hieß es, "steig' nicht zu Fremden ins Auto", etc.
Aber das verstehe ich nicht unter Angst machen.
Ist auch kein "Angstmachen", sondern ein natürlicher Schutzmechanismus, den wir Eltern auch haben
und den Kleinen unbedingt nahebringen sollten.


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19.05.2017 um 20:00
Bei mir brachte der Nikolaus Kindern, die nicht brav waren, eine Rute. Bis ich so sieben oder acht war, war ich offenbar nie brav, egal, wie sehr ich mich auf ch angestrengt habe. Fand ich immer blöde, denn wofür genau ich dieses Jahr wieder ne Rute kassiert habe, wusste ich nie. 
Bei meiner Tochter bringt der Nikolaus keine Rute, auch wenn sie nicht brav war. Ruten und die Einteilung in braves Kind und böses Kind sind abgeschafft. Zum Glück lernt auch der Nikolaus dazu. 
Der Struwwelpeter ist übrigens gar nicht als Kinderbuch konzipiert, sondern soll Erwachsenen die bedenklichen Verhaltensweisen ihrer Kinder verdeutlichen, damit sie mit Erziehung vernünftig etwas dagegen unternehmen. Sinn des Buches war nie, es Kindern zu geben und zu sagen "Guck, wenn du am Daumen lutscht, kommt der Schneider". Das war die Idee der Eltern. 
Warum man Schreckgestalten braucht, damit die eigenen Kinder sich benehmen, ist miteinander Rätsel. Besonders mag ich "wenn du nicht lieb bist, kommt die Polizei und sperrt dich ein", um am nächsten Tag zu erzählen " wenn du Hilfe brauchst, kannst du immer einen Schutzmann fragen". 


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19.05.2017 um 23:35
ahri schrieb:Für das Kind ist es in dem Moment real und alles, was man ihnen damit suggeriert ist, dass man sie nicht ernst nimmt.
Ok :note:
So vieles, was man beachten muss.^^
Ich glaube, ich schick dann lieber die Mutti. :D


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20.05.2017 um 02:11
Ilvareth schrieb:Besonders mag ich "wenn du nicht lieb bist, kommt die Polizei und sperrt dich ein", um am nächsten Tag zu erzählen " wenn du Hilfe brauchst, kannst du immer einen Schutzmann fragen". 
Das habe ich auch schon erlebt! Ich war gerade auf dem Balkon und habe folgende Szene beobachtet: 
Ein Mädchen mit ca. 5 Jahren wollte nicht ins Auto einsteigen und es gab eine riesen Schreierei. 
Die Mutter drohte dem Kind zuerst mit dem schwarzen Mann - das Mädchen hat dann angefangen zu weinen, eingestiegen ist es aber nicht. 
Anschließend hat sie mit der Polizei gedroht, dass die das Mädchen abholt, wenn sie nicht endlich brav ist.
Da ist mir dann der Kragen geplatzt und ich habe die Mutter angesprochen, was sie sich überhaupt dabei denkt, mit dem schwarzen Mann und der Polizei, eigtl Dein Freund und Helfer, zu drohen. Die war dann so perplex, dass sie das Kind geschnappt hat und weg waren sie.
Ilvareth schrieb:Bei mir brachte der Nikolaus Kindern, die nicht brav waren, eine Rute. 
Ich bin mit Nikolaus und Krampus groß geworden.
Der Nikolaus kam jedes Jahr und hat uns zuerst für die Dinge gelobt, die wir gut gemacht haben und uns dann für die schlechten getadelt.
Im Anschluss kam dann der Krampus in das Wohnzimmer und hat uns Kinder geschüttelt, an uns gezogen und versucht, uns mitzuschleifen. Einmal hat ein Krampus meine Cousine in seinen Tragekorb gesteckt und mitgenommen. 
Wir alle sind jedes Jahr aufs Neue 1000e Tode gestorben.
Diese Angst hat mich fast 30 Jahre verfolgt, erst danach habe ich sie nach und nach in den Griff bekommen.
Damit Ihr Euch ein Bild von diesem Brauchtum machen könnt, hier ein Video von einem Krampusumzug

Youtube: Krampus in Osttirol 2012


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20.05.2017 um 04:42
@LucyFee
Genau das meine ich ja, was diese Angst auch alles verursachen kann.
Es ist schon recht heftig, wenn man sowas Kindern erzählt.
Schon geil, Horrorfilme dürfen sie nicht sehen, aber man erzählt ihnen sowas.
Schon verrückt.
kilroy90 schrieb:Meine Eltern haben mir nie Angst gemacht.
Das ist gut. :Y:
borabora schrieb:Hab mal von ner Frau auf dem Spielplatz gehört, das ihre Bekannte ihrem Sohn erzählte, Schatten würden ihn angreifen, wenn sie abends die Kinderzimmertür offen lassen würde.
Ja, sowas ist unfassbar.
NaPalmkatzl schrieb:Ich bin mit Nikolaus und Krampus groß geworden.
Bei uns heißt er Knecht Ruprecht.


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20.05.2017 um 09:54
Der Krampus... welch schauderhafter Mythos/Sage

Den gab es bei uns in Berlin gott sei dank nicht. 
Und wenn es das gegeben hätte, hätte ich bei diesen Umzügen die da immer stattfinden, jedes Vieh davon höchstpersönlich ins Gebüsch geschubst Oo 

Meine Geschwister in Bayern sind mit dem Krampus groß geworden...und die ticken alle nicht ganz richtig.
Nun weiss man ja auch warum :D 

Sowas hat in Kinderköpfen einfach nichts zu suchen.
Weder als Gruselgeschichte um ihnen benehmen beizubringen (was sowieso nicht funktioniert) noch als Garant dafür, dass Kinder sich irgendwelcher Traditionen zu beugen hätten. Widerlich !!


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20.05.2017 um 09:59
@Stonechen
Es ist ja sonnenklar, dass Kinder nicht immer ganz brav sein können, es sind ja Kinder. Sie müssen noch viel lernen.
Wie sollen die das denn schaffen, wenn wir es noch nicht mal schaffen?
Das ist auch ein wenig heuchlerisch, finde ich.^^

Der Krampus... Da gabs mal eine tolle Folge bei American Dad. :D


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20.05.2017 um 10:19
@sunshinelight

Über den Krampus gibt es auch einen Horrorfilm (den ich gsrnicht so schlecht fand) - da zeigte sich auch einfach, wieviel Einfluss eine Erzählung haben kann. 
Kann ich jedem Elternteil nur empfehlen, sich den Film mal anzuschauen. Natürlich ALLEIN. 
sunshinelight schrieb:Es ist ja sonnenklar, dass Kinder nicht immer ganz brav sein können, es sind ja Kinder. Sie müssen noch viel lernen.
Wie sollen die das denn schaffen, wenn wir es noch nicht mal schaffen?
Das ist auch ein wenig heuchlerisch, finde ich.^^
Sie müssen sogar Fehler machen..wie sonst, sollen sie draus lernen, dass das Leben viele Wege hat? 
Aber bis sie 18 Jahre alt sind, stehen wir Eltern in der Pflicht, sie zu stützen. Wenn ein Fehler passiert und zB schlimme Auswirkungen hat.. dann bedarf es unserer Hilfe. 
Wie bei einem Bäumchen, das gepflanzt wurde.. das hat auch so ein viereckiges Stützgerüst um sich herum,was einfach dafür sorgt, dass das Bäumchen gerade nach oben wächst. Und wenn das Bäumchen schief wachsen möchte, ist da diese Begrenzung die es unmöglich macht. 
Aber es steht um das Bäumchen herum...und ist nicht daran getackert ^^ 
Da sein wenns drauf ankommt ! 
Fehler sind wichtig... und die bringen Erkenntnis. 
Stichwort : hinfallen 
Man muss dem Kind nicht immer hochhelfen und es vom Unfallort wegtragen. Manchmal reicht auch die Frage "gehts Schatz? Kommste allein hoch?" Und meistens kommen sie das... und wenn nicht, bin ich da !! 
Stichwort : der erste Liebeskummer
Den haben wir Eltern ernst zu nehmen. Die Kinder sterben da das erste Mal 1000 seelische Tode. Und nicht selten rutscht uns lapidar raus "da kommt ne bessere" 
Empfinden die Kinder in dem Moment nicht so. 
Als gute Mutter hast du da ne Tonne Eis stehen, Kitschfilme und heulst gefälligst mit deinem Kind mit solang wie es nötig ist. 
Ansonsten...wächst da ganz schnell eine irreperable Verlustangst im Kind heran die sich bis ins Erwachsenenalter bemerkbar macht. 
Stichwort : Offenheit und Ehrlichkeit (was jetzt dann zum Topic führt) 
Lüge ich mein Kind in den ersten Jahren schon an bezüglich irgendwelcher schwarzen Männer...Kobolde what ever...bekomme ich die ersten 2 Beispiele schon nicht mehr hin. 
Das Kind lässt garnicht zu, dass ich ihm hochhelfen darf, wenn es fällt- weil es mir nicht mehr vertraut.
Und beim Liebeskummer wird es nicht offen mit mir reden, weil es glaubt, ich würde es nicht ernst nehmen. 

Unsere Erziehungsmethoden haben tragweiten.
Wenn ich meinem Kind angst mache... DANN HAT ES ANGST. Und Angst macht dumm, wenn man keine Lösungen ausarbeiten kann. 
Fehlendes Vertrauen sorgt dafür, dass das Kind nicht in der Lage ist unsere Vorschläge als Lösungen in Betracht zu ziehen. 
Auch wenn das alles sehr theoretisch ist..und garantiert nicht immer klappt (dacon kann ich ein Lied singen) aber wenn man das im Hinterkopf behält und wenigstens einmal am Tag daran denkt es einzuhalten..dann ist den Mäusen schon viel geholfen.


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20.05.2017 um 10:34
@Stonechen
Ja, Liebeskummer unbedingt ernst nehmen.
Das Leid verschwindet ja nicht sofort und diese Gefühle müssen verarbeitet werden, das dauert halt.
Aber man beschleunigt es, wenn man es zulässt und aktiv leidet, statt zu versuchen, es zu verdrängen.
Also fühlen, fühlen, fühlen.
Und hat das Kind seine Mutter, die ihr Kind aufrichtigt liebt und mitleidet und versteht, sich bemüht und sorgt, dann beschleunigt das sehr gut.
Stonechen schrieb:Lüge ich mein Kind in den ersten Jahren schon an bezüglich irgendwelcher schwarzen Männer...Kobolde what ever...bekomme ich die ersten 2 Beispiele schon nicht mehr hin. 
Das Kind lässt garnicht zu, dass ich ihm hochhelfen darf, wenn es fällt- weil es mir nicht mehr vertraut.
Und beim Liebeskummer wird es nicht offen mit mir reden, weil es glaubt, ich würde es nicht ernst nehmen. 
Ja, auch, weil da eine Angst dahinter steht.
Der Weihnachtsmann ist ja auch eine Lüge, sobald sie das merken, verstehen sie, man wollte ihnen Freude bereiten und etwas “magisches“ geben.
Bei Gruselgestalten, die ihnen Albträume bescheren und das nur, damit sie tun, was man sagt, das ist dann beim Kind nicht mehr ganz so hoch angesehen.
Stonechen schrieb:Über den Krampus gibt es auch einen Horrorfilm (den ich gsrnicht so schlecht fand) - da zeigte sich auch einfach, wieviel Einfluss eine Erzählung haben kann. 
Kann ich jedem Elternteil nur empfehlen, sich den Film mal anzuschauen. Natürlich ALLEIN. 
:'D Habe den Trailer gesehen. Ja, vielleicht sollte ich den mal gucken. Obwohl ich mir den gar nicht so gruselig vorstelle. Aber wer weiß.^^


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20.05.2017 um 10:44
sunshinelight schrieb:Ja, auch, weil da eine Angst dahinter steht.
Der Weihnachtsmann ist ja auch eine Lüge, sobald sie das merken, verstehen sie, man wollte ihnen Freude bereiten und etwas “magisches“ geben.
Bei Gruselgestalten, die ihnen Albträume bescheren und das nur, damit sie tun, was man sagt, das ist dann beim Kind nicht mehr ganz so hoch angesehen.
Ja wobei ich beim Weihnachtsmann auch zwiegespalten bin. Der Grund einer Lüge, macht ja die Lüge nicht ungeschehen. Sie bleibt... eine Lüge. Und sowas rüttelt immer am Vertrauensverhältnis.
Ein Problem, was ich selbst auch gerade habe weil der Weihnachtsmann hier eingeführt wurde und meine Kinder ihn sogar am Himmel haben fliegen sehen. (Das war ein abgestürzter Satelit, der Heiligabend um 17.30-45 Uhr ..und einen Schweif zog beim Eintritt in die Erdatmosphäre) sah halt original wie der Weihnachtsmannschlitten aus. DAS war so magisch und nun, nachdem sie ihn sogar haben fliegen sehen vor Jahren.. weiss ich nicht wie ich da raus komme ^^ 

http://m.focus.de/panorama/welt/heiligabend-raetselhafter-lichtschweif-am-himmel_aid_697242.html


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20.05.2017 um 10:55
@Stonechen
Es wird ihnen dämmern, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, aber für eine gewisse Zeit werden sie trotzdem daran festhalten. Bei uns wächst zur Zeit die Schultüte meiner Tochter traditionsgemäß am Baum. Klappt aber nur, wenn man mit Zuckerwasser gießt. Man merkt meiner Tochter an, dass sie genau weiß, dass das Quatsch ist, aber trotzdem mit ganz viel Fantasie auf die Sache einsteigt, weil dieser "Zauber" so schön ist. Da finde ich auch nichts verwerfliches dran. 


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20.05.2017 um 10:56
Stonechen schrieb:(Das war ein abgestürzter Satelit, der Heiligabend um 17.30-45 Uhr ..und einen Schweif zog beim Eintritt in die Erdatmosphäre) sah halt original wie der Weihnachtsmannschlitten aus. DAS war so magisch und nun, nachdem sie ihn sogar haben fliegen sehen vor Jahren.. weiss ich nicht wie ich da raus komme ^^
:'D
Geil. Das nenne ich mal einen super Zufall.^^
Irgendwann merken Kinder das ja, sie wachsen da raus und das wirklich Sensationelle ist ja, die machen einem keinen Vorwurf.
Das verrutscht einfach unter dem Teppich.
Auch nicht schlecht.

Negatives bleibt mehr in den Köpfen. Das saugt sich fest und das verzeiht man nicht.
Manche Kinder sind ja auch wirklich sehr sensibel und da kann sich auch ernsthaft was aufbauen, was der Entwicklung schadet.
Wie ich schon erwähnte, eventuell auch eine Angststörung.
Das will ich auf keinen Fall riskieren.
Mein Kind soll keine Einschränkungen in der Entwicklung haben.
Man kann leider nur nie alles kontrollieren, was das Kind zum Beispiel im Kindergarten mitkriegt. Da muss man dann, wenn man sowas spitzkriegt, dass das Kind vom schwarzen Mann redet, direkt eingreifen und sagen, dass man keine Angst haben brauch, oder sowas.


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