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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

415 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Partner, Ekel, Abneigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 12:26
Zitat von BeckyBecky schrieb:Solche narzisstischen Typen verstehen es hervorragend, dir was vorzuspielen und dich zu manipulieren. Als Außenstehender sieht man dann oft sehr viel früher, dass das keine gesunde Beziehung sein kann, aber bis das ankommt...
@Becky
Das dauert. Das dauert soooo lang bis es ankommt.


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 12:32
@Black_Canary

Ja, mitunter Jahre. Schlimmstenfalls solange, bis man selbst total kaputt ist und kein Selbstwertgefühl mehr hat und deswegen umso mehr an der Beziehung festhält, denn der Partner ist ja der einzige, der einen will.

Bei mir hats auch ewig gedauert, bis es "klick" gemacht hat und danach habe ich mich so unsagbar dumm gefühlt. Heute weiß ich, dass ich ausgenutzt wurde und der Kerl mir kein bisschen gut getan hat, ohne Beziehung wäre ich besser dran gewesen. Ohne Beziehung hätte ich nicht meine Freunde aufgegeben und nicht mein Leben auf einen Menschen ausgerichtet, der mich wie Dreck behandelt und mir einredet, dass er nur so handelt, weil ich ihn dazu bringe und mich doch sonst niemand will, denn es wäre ja nicht jeder so geduldig wie er usw.

Die typische Spirale aus einem Mangel an Selbstwert, Selbstbewusstsein, emotionaler Abhängigkeit und Manipulation. Er hat genau gewusst, was er sagen und tun muss, damit ich bleibe.


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 13:35
@Wesir
Vielen Dank. Es tut gut, meine Erfahrungen mit euch zu teilen.
Wir sind Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und Verständnis, da tut ein Austausch immer gut. Den hatte ich damals leider nicht so, wie ich ihn gebraucht hätte. Auch wenn wir nur irgendwelche virtuellen Personen sind - Solange es dir danach besser geht, freut mich das :)
Zitat von BeckyBecky schrieb:dumm gefühlt
Das kenne ich zu gut. Auch ich habe mich danach gefragt, was ich hier eigentlich gemacht habe, was ich mir angetan habe. Die Antwort ist relativ simpel, denn es ist vor allem der Selbstwert, der unter der bereits erwähnten Abhängigkeit leidet, demendsprechend vernachlässigt man sich. Ich habe auch sehr lange Zeit gebraucht, bis all das, was in mir drin gebrochen war zu reparieren. Unglücklicherweise habe ich mich dann in zwei hintereinanderfolgende Flirts auf Allmy gestürzt (Grüße, falls einer von euch heimlich mitliest ;) ), die mich beide am Ende bitter haben fallen lassen. Nagte natürlich noch mehr an mir. Hat mich aber, nach gründlichem Nachdenken und Analysieren der Situation noch stärker und vorsichtiger gemacht. Ich musste nur immer darauf aufpassen, dass ich nicht zu kalt werde und meine Menschlich- und Freundlichkeit beibehalte. War ein Balanceakt, lief aber sehr gut.

Das ganze Leben ist einfach eine Entwicklung. Wofür? Darüber kann man nur spekulieren. Denke, das Wichtigste ist, am Ende sagen zu können, dass man alles nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat, nichts bereut (etwas gemacht oder nicht gemacht zu haben) und keine Schuld ungetilgt bleibt. Ich möchte möglichst mit einem leichten Herzen sterben. Falls das möglich ist ^^


@Becky
Das ist mitunter sehr schwer zu begreifen, dass es einem ohne Partner oftmals besser geht, als an einer kaputten Beziehung festzuhalten. Oder an einem Partner, der einem deutlich macht, dass man selbst nicht viel wert ist
Als Außenstehender sieht man dann oft sehr viel früher, dass das keine gesunde Beziehung sein kann, aber bis das ankommt...
Dann ist es in einer Situation wahrscheinlich umso wichtiger, dass Außenstehende einem sagen, dass der jetzige Partner einem nicht gut tut. Obwohl man das wahrscheinlich nicht hören will. Menschen, vor allem Frauen so scheint mir neigen ja doch dazu, großzügig über die Fehler ihrer Partners hinwegzusehen, damit das schöne Gesamtbild nicht kaputt geht. Wobei so ein Hammerschlag gegen die rosarote Brille doch wahre Wunder wirken kann...

Das Thema Kinder ist für dich so wichtig, dass es die Gefühle zu deinem Partner auf Dauer verringert hätte? Das ist wieder etwas, was ich nicht nachvollziehen kann, aber das könnte auch an meiner persönlichen Einstellung zum Thema Kinder liegen. Nichtsdestotrotz wundere ich mich - Wenn du deinen Partner doch liebst, dann kann doch kein drittes, nicht einmal existierendes Wesen eure Bindung so beeinträchtigen? Aber wie gesagt, das liegt wohl an mir. Kenne viele Frauen, die sich auf's Bitterste Kinder wünschen und ihre Partner danach sortieren. Dabei sollte es bei der Partnerwahl doch um den Partner, den Menschen gehen und nicht um das, was ihr erzeugen könntet...? *grübel*
Ist nicht provokant gemeint, ich hoffe, du verstehst das nicht falsch.
Normalerweise kann ich für alles irgendwie Verständnis aufbringen - Nur gerade dafür nicht :x:


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 15:00
Ich halte es schon rund ein Vierteljahrhundert mit einer "Starken Frau" aus. Wenn zwei Alphatiere aneinander geraten, dann wird es machmal anstrengend - aber nie langweilig. Irischer Dickschädel vs. Hamburger Sturkopp. Sieg oder Tod! Oder, wenn's denn gar nicht anders geht, notfalls Kompromiss.

Also, wenn meine Partnerin 100%ig wie ich wäre (nur ohne Bart), so fände ich das langweilig.

Ich schätze ihre Spontanität, ihre Emotionalität, ihre Sorg- und Achtlosigkeit, die "Nimm das Leben nicht so schwer..."-Mentalität. Ja, durchaus auch eine gewisse "katholische Wurstigkeit" und "irische Schlampigkeit" - aber auch andererseits die Klarheit im Wissen, was man will und was nicht, sowie die spannende Mischung aus Flippigkeit (wenn's geht) und Disziplin (wenn's drauf ankommt).

Ich bin eher der klassische wortkarge norddeutsche Schwerdenker, der preussisch-protestantische Pedant mit ausgeprägter Arbeitssucht, das ganze gewürzt mit einem Hauch von Pessimissmus.

Da lobe ich mir mein Schätzchen: Immer 110%, immer etwas zu laut, zu albern, zu sexy, zu gesprächig und für jeden Blödsinn gut, as long as it is shocking!


Aus einem älteren Beitrag:

Stelle Dir eine Mischung aus Bette Midler (in jünger und schlanker), Fran Drescher (in rotblond), Ina Müller (ohne Gesang) und Amy Winehouse (ohne Tattoos, aber lebendig) vor. Dann hast Du eine grobe Vorstellung von meiner Eheliebsten. Niemand ausser mir wollte sie heiraten. :D


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 15:14
Zitat von DoorsDoors schrieb:Ich halte es schon rund ein Vierteljahrhundert mit einer "Starken Frau" aus.
Dann wirst du die Frage, die uns hier unter anderem umtreibt, doch beantworten können: Killt die Zeit die Leidenschaft? Müssen wir uns zwischen einer dauerhaften, monogamen Beziehung und einem erfüllenden Sexleben entscheiden?


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 15:17
@dazed

Natürlich haben wir auch miteinander Sex obwohl wir verheiratet sind. Ebenfalls miteinander. :D
Und zwar schon fast ein Vierteljahrhundert.


Eine Beziehung ist mehr als blosses sexuelles Interesse. Sexualität ist ein Aspekt unter vielen. Liebe ist deutlich mehr als Sexualität: Vertrauen, Geborgenheit, Zusammengehörigkeit, Füreinandereinstehen, Unterstützung, gemeinsame Ansichten, Ideen und Pläne... Eine ganze Menge mehr eben als das pure alte ReinRaus-Vergnügen.
Liebe hält auch noch, wenn sexuelles Interesse nachlassen sollte - oder sich verlagert.
Sexualität ist eine Form der Kommunikation - wie Reden, Tanzen oder Schachspielen. Abgesehen davon, dass sie Spass macht, lernt man sonst kaum Leute ungeschminkter kennen als beim Sex.

Eine offene Beziehung hat als Basis, wie eine geschlossene auch, Vertrauen, allerdings ohne den Aspekt des Misstrauens, der Eifersucht. Wir wissen, wir lieben uns, wir bleiben zusammen, wir haben gemeinsame Ideale, gemeinsame Träume, gemeinsame Ziele, gemeinsame Projekte, gemeinsame Aufgaben - auch über gemeinsame Kinder hinaus.

Jeder hat das Recht, seinen Lebensstil zu wählen. Allerdings ist es in einer Partnerschaft wichtig, dass man da einer Meinung ist. Es kann ja nicht der eine alle Freiheiten für sich reklamieren und für den anderen ausschliessen. Grundsätzlich finde ich einen offenen Umgang damit besser, als verklemmte Seitenspringerei, von der niemand erfahren darf, oder Männer, die sich heimlich in den Puff schleichen.

Grundsätzlich gilt, dass solche Freiräume das Leben natürlich anstrengender und auch unsicherer machen. Das gäbe ich zu. Aber das ist der Preis der Freiheit, den man zu zahlen bereit sein muss - und in unserem Falle auch ist.

Eifersucht ist die Angst vor dem Vergleich. Sie/er könnte jemanden finden, der/die besser ist als ich. Besser aussieht, mehr Geld hat, besser im Bett ist oder netter zu den Kindern. Statt darin, in dieser Konkurrenzsituation, einen Ansporn zu sehen, selbst "besser" zu werden, und sich der Konkurrenz zu stellen, verweigert man sich dieser praktischen Kritik des Partners, in dem man eifersüchtig ist, was im Extremfall dazu führen kann, den Partner von der Aussenwelt abzuschotten, in dem man ihn einsperrt, ihn aber wenigstens permanent in seinem sozialen Umgang kontrolliert. Dann wird Eifersucht zu einem Wahn, der Beziehungen und Menschenleben zerstört.

Habe ich die nötige Stärke, mich der Konkurrenz zu stellen, mich, um im Wirtschaftsbild zu bleiben, dem Markt zu stellen, weil ich besondere Qualitäten habe, Alleinstellungsmerkmale, die meine Kunden an mir schätzen, ich leistungsstark, wartungsarm und günstig im Preis-Leistungs-Verhältnis bin, darüber hinaus innovativ und kreativ, dann macht mir die Konkurrenz keine Angst. Dann stelle ich mich mit Freuden dem Wettbewerb, weil ich daraus nur lernen und letztlich profitieren kann. Natürlich hat auch mein Partner etwas davon: Freiheit. Die Freiheit der Wahl - und den Anspruch auf meine Weiterentwicklung.

Ich schätze meinen Partner, in dem ich ihm vertraue, ihm die Freiheit zur Entscheidung überlasse.

Das Schöne an einer freien und gleichberechtigten Beziehung ist nach meinen Erfahrungen aus fast einem Vierteljahrhundert: Die Verbindung ist um so enger, je offener sie ist. Das klingt paradox, ist aber so. Je länger die Leine, desto treuer der Hund. Weil der Hund weiss, was er an seinem Herrchen/Frauchen hat. Katzen brauchen überhaupt keine Leine. Sie kommen und gehen, wann sie wollen. Sie kommen zurück, weil sie Dich lieben. In über zwanzig Jahren hat es keine Aussenbeziehung geschafft, die Binnenbeziehung zu irritieren - und in über zwanzig Jahren haben wir als Aussenbeziehung die Binnenbeziehungen anderer stets respektiert, nie in Frage gestellt. Das geht, wenn man weiss, dass Menschen frei sind.

Der Grundsatz einer Beziehung bedeutet: Klarheit und Gemeinsamkeit in den wesentlich Fragen. Dazu bedarf es einer Menge Diskussionen und Kompromisse. Wenn sich beide Partner entschliessen, eifersüchtig zu sein, dann ist das ebenso in Ordnung, wie es in Ordnung ist, wenn sie beide auf Eifersucht verzichten. Sonst ist es keine gleichberechtigte Beziehung, sondern sie hat einfach einen Interessenskonflikt und ein Machtgefälle. Das ist dann schlecht für alle Beteiligten.


Der Text ist gebraucht, aber noch gut erhalten. Ich muss das Rad nicht jedesmal neu erfinden und erklären. :D


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

28.11.2017 um 15:20
@Doors
Zitat von DoorsDoors schrieb am 27.09.2017:Ich frage mich manchmal, ob man die "Abneigungen" nur in der wenig stabilen, weniger vom Kopf als vom Genital gesteuerten Anfangsphase einer Bezieung entwickelt, und sich im Laufe der Jahrzehnte vielleicht an die Ticks gewöhnt wie an das Ticken der Standuhr. Irgendwann nimmt man das nur wahr, wenn es nicht mehr tickt. Da fehlt einem etwas.

Ich habe die - zumindest für mich - perfekte Partnerin!

Ich schrieb es schon einmal in einem anderen Thread. Aber weil alte Männer sich ständig wiederholen (sich ständig wiederholen, sich ständig...), hier noch einmal:

Ohne Differenzen in der Partnerschaft wäre das Leben ja ödest langweiligst (wie meine Tochter das superlativieren würde) - praktisch sein eigenes Spiegelbild zu lieben, also jemanden, der genau so ist wie ich, stelle ich mir nicht nur ziemlich narzistisch, sondern auch noch höchst uninteressant vor.

Nur, weil es in einer Partnerschaft unterschiedliche Meinungen gibt, muss dies ja nicht gleich die Beziehung killen.

Im Gegenteil - ich finde unterschiedliche Meinungen, Vorstellungen, Temperamente durchaus belebend.

Ich liebe ihren irisch-katholischen Schlendrian und ihre Schlampigkeit und Verschwendungssucht im privaten Bereich, ihre ausgefallenen Wünsche hinsichtlich Freizeitgestaltung und Sexualität.
Im Privatbereich lässt sie es so ruhig angehen wie im Job hektisch.

Schlampigkeit ist meiner Meinung nach eine Reaktion auf den Zwang, im Job ständig perfekt zu wirken. Und ausserdem stehe ich auf Schlampen, so lange sie geile Schlampen sind!

Ich kann schlechter einparken und schiessen als sie, dafür aber schneller bügeln und meine Deutschkenntnisse sind besser. Meine Frau kann geschickter mit der Kettensäge und dem Gewehr umgehen, dafür kann ich geniessbarer kochen und preiswerter einkaufen.

Seit fast einem Vierteljahrhundert ertrage ich St. Patrick's Day und sie "german gemutligkeit". Ich liebe ihre irisch-katholische Schlampigkeit und sie meine preussisch-protestantische Pedanterie.

Ihr Engagement in der SPD und meines in der Linken führt zu lebhaften Diskussionen.

Man muss sie einfach lieben. Sonst schlägt sie einem die Zähne aus. (guter, alter irischer Pub-Brauch).

Ich nerve meine Frau mit frühem Aufstehen,entsprechend früh, d.h. vor Mitternacht ist der Tag für mich gelaufen.

Ich nerve meine Frau mit meinen Perfektionsansprüchen an mich und an andere.

Ich nerve meine Frau damit, dass ich nicht lache.

Ich nerve meine Frau damit, dass ich angeblich das Leben nicht so unbeschwert geniessen kann.

Ich nerve meine Frau, weil ich keinen Alkohol konsumiere.



Meine Frau nervt mich im Gegenzug mit Schlampigkeit,Verschwendungssucht, Trödelei und ausgefallenen erotischen Ideen.

Beispiele gefällig?
Wenn sie von einer Geschäftsreise nach Hause kommt, zieht sich eine Spur von Schuhen und Bekleidungsstücken von der Haustür bis zum Bad. Es sieht aus, als hätten Hänsel und Gretel eine Partie Strip-Poker gespielt - und ich liebe es, beim Wäsche waschen klebrige Slipeinlagen aus ihrer Unterwäsche zu fummeln.

Es gibt Menschen, die sind bereit, ihr Seelenheil und viel Geld für Schnick-Schnack aus dem Fenster zu werfen. In der Garage ruhte bis vor einiger Zeit ein rund 40 Jahre altes Jaguar E Cabrio, und wenn ich dessen Unterhalts- und Reparaturkosten auf die Laufleistung umrechne, komme ich auf Betriebskosten pro Stunde wie für einen Tornado.

Aber gnä' Frau hängen daran. Ihr Kindheitstraum und mein Trauma. Wie oft habe ich diese Krücke irgendwo abgeschleppt. Ersatzteile dafür werden vermutlich von Bill Gates persönlich in Platin handgefertigt. Glücklicherweise haben wir die Karre zwischenzeitlich an einen reichen Trottel verhökert.

Vor einigen Jahren erstand meine Liebste in London eine Sonnenbrille für rd. 500 Euro und liess sie nach einer Stunde in einem Strassencafe liegen. Da geht Madame dann nicht zurück ins Cafe, sondern schnurstracks zurück zum Brillenladen und kauft eine neue. Während ich dann Schaum vorm Mund produziere. Ihr Kommentar: Komm, immerhin habe ich zwei Leuten eine Freude gemacht: Dem Finder, der eine Brille "for free" hat, und dem Ladenbesitzer, der doppelt verdient. Juchhu, Deppinnen sorgen für den Aufschwung im UK!

So pünktlich meine Frau in ihrem Geschäftsleben ist, zuverlässig wie eine Schweizer Uhr - im Privatbereich wird das kompensiert. "Als Gott die Zeit machte, hat er genug davon gemacht", offenbar in Irland ein stehender Begriff. Wer uns zur Sylvesterfeier einlädt, der kann gegen Ostern mit unserem Eintreffen rechnen. Solange dauert es, bis sich die Liebste zurecht gemacht hat, und wenn dann noch das Telefon klingelt, oder ihr etwas wichtiges einfällt... Hätte das Auto keine Standheizung, wären die wartenden Kinder im Winter schon längst erfroren.

Über den letzten Punkt nur soviel: Es gibt Frauen, die kompensieren Stress durch Schokolade - andere durch ausgefallene Anwandlungen. Ich danke ihrem katholischen Internat dafür. :D


Trotzdem sind wir seit nunmehr fast 25 Jahren ein ziemlich glückliches und, wie ich finde, auch ganz "normales" Ehepaar.

Differenzen beleben den Alltag - und zwischen kreativer Streitkultur und hirnlosem Zank liegen Welten
Jetzt blieb mir tatsächlich für ein paar Sekunden die Luft weg, denn ich dachte für einen Moment mein Mann würde hier schreiben 😂... bei uns ist es exakt gleich. Nur bin ich nicht Irisch sondern trage - oton Ehemann - das rassige südländische Gen in mir. Er ist die ruhige aber humorvolle deutsche Ergänzung.😉
Und ich lasse nach einem perfektionistischen Berufsalltag zwar keine Slipeinlagen im Slip, sondern ziehe die Strumpfhose und die Socken in einem aus -auf dem Weg zur Dusche nach Feierabend... meine Arbeitstage sind sehr lang und auch anstrengend in einem anspruchsbollen konstruktiv creativen Job, in welchem es um Pingeligkeit und Zuverlässigkeit geht....
Mein Mann kringelt sich jedes Mal vor Lachen wenn er frisch gewaschene Wäsche sortiert und ab und an ein Socken von mir noch an der Strumpfhose oder Hose hängt. Beruflich bin ich sehr penibel, trage viel Verantwortung und bin dafür privat eine absolute Chaotin... wir sind ebenfalls extrem unterschiedlich wie es unterschiedlicher nicht sein kann... zudem fast 25 Jahre glücklichst zusammen. Und wir sind tatsächlich beide der Meinung, dass wir auch gleichzeitig unsere allerbesten Freunde sind... wir gehen täglich zusammen "Pferde stehlen" und die Beziehung ist nach wie vor extrem prickelnd und aber auch humorvoll... Fremde denken oft wir wären frisch Verliebte und noch nicht so lange zusammen... verliebte Blicke eben...
Wenn mein Mann eine Kringellocke von mit in der Dusche findet, ekelt er sich nicht, sondern rettet sie und beobachtet sie, damit ihr nichts passiert... ( er liebt jede Locke meiner wilden eigensinnigen Mähne). Er ist dann fast entrüstet, wenn ich sie finde und natürlich entsorge.

Ich denke Respekt vor einander ist hier ein ganz wichtiges Stichwort...Leute, habt Mut. Solche Beziehungen gibt es wirklich 😊... dachte ich vorher auch nicht.
Mein Mann beschreibt es oft so: er liebt es, von mir regelmässig aus der alltäglichen Bahn geworfen zu werden.Meine Spontanität. Er sagt, es wird nie langweilig, denn er hat durch mich jeden Tag eine neue Frau...😂😂


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28.11.2017 um 15:22
@Kreativa

Ist doch immer wieer schön zu hören, dass es auch funktionierende Langzeit-Partnerschaften gibt. Glückwunsch!


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28.11.2017 um 15:50
Zitat von DoorsDoors schrieb:Die Verbindung ist um so enger, je offener sie ist
Da gebe ich dir insofern recht, als beide Partner dann auch entsprechend tolerant mit ihrem Wissen umgehen. Ansonsten bedeutet Ehrlichkeit und Offenheit im schlechtesten (oder besten) Fall die Trennung. Im Grunde keine schlechte Strategie. Ich bin auch eher für Offenheit, schon weil Lügen viel zu anstrengend sind auf Dauer.

Ich habe meinen Mann allerdings tatsächlich einmal vorsichtig nach seiner Meinung in Sachen offene Beziehung gefragt. Zumal ich weiß, dass er sich auch gern die Anerkennung fremder Frauen gönnt.

Er hat mir bis heute nicht geantwortet.


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28.11.2017 um 15:52
Zitat von WesirWesir schrieb:Er hat mir bis heute nicht geantwortet.
Einfach noch mal fragen?


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28.11.2017 um 15:53
@Wesir
Eine offene Beziehung wäre für deine Situation wahrscheinlich sogar besser.
Wundert mich aber auch, dass er dir da nicht geantwortet hat, zumal er deine Herzdame bereits kennt...


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28.11.2017 um 15:54
@Doors
Ja, ich werd ihn so lange nerven, bis er ja sagt. Nur damit er seine Ruhe hat 😂


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28.11.2017 um 15:56
@Zerox
Er kann da einfach nicht über seinen Schatten springen. Vielleicht fehlt ihm dazu auch das Selbstbewusstsein. Mir fällt da gleich die von @Doors angeführte Angst vorm Vergleich ein. Irgendsowas hindert ihn sicher daran.


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28.11.2017 um 16:01
Zitat von ZeroxZerox schrieb:Dann ist es in einer Situation wahrscheinlich umso wichtiger, dass Außenstehende einem sagen, dass der jetzige Partner einem nicht gut tut. Obwohl man das wahrscheinlich nicht hören will. Menschen, vor allem Frauen so scheint mir neigen ja doch dazu, großzügig über die Fehler ihrer Partners hinwegzusehen, damit das schöne Gesamtbild nicht kaputt geht. Wobei so ein Hammerschlag gegen die rosarote Brille doch wahre Wunder wirken kann...
Ich kann da nur von mir sprechen. Sobald jemand damals meinen Partner kritisiert hat, habe ich ihn bedingungslos in Schutz genommen, auch wenn mich manches Verhalten selbst gestört hat. Mache ich heute auch nicht mehr.
Zitat von ZeroxZerox schrieb:Das Thema Kinder ist für dich so wichtig, dass es die Gefühle zu deinem Partner auf Dauer verringert hätte? Das ist wieder etwas, was ich nicht nachvollziehen kann, aber das könnte auch an meiner persönlichen Einstellung zum Thema Kinder liegen. Nichtsdestotrotz wundere ich mich - Wenn du deinen Partner doch liebst, dann kann doch kein drittes, nicht einmal existierendes Wesen eure Bindung so beeinträchtigen? Aber wie gesagt, das liegt wohl an mir. Kenne viele Frauen, die sich auf's Bitterste Kinder wünschen und ihre Partner danach sortieren. Dabei sollte es bei der Partnerwahl doch um den Partner, den Menschen gehen und nicht um das, was ihr erzeugen könntet...? *grübel*
Ist nicht provokant gemeint, ich hoffe, du verstehst das nicht falsch.
Normalerweise kann ich für alles irgendwie Verständnis aufbringen - Nur gerade dafür nicht :x:
Ob das Thema auf Dauer die Beziehung belastet hätte, weiß ich nicht, also auch nicht, ob es soweit gegangen wäre, dass es unweigerlich zur Trennung geführt hätte. Es ist nur so, dass ich mit nem "nein" vermutlich nicht ganz so einfach hätte fertig werden können. Es kam halt immer mal wieder auf und letztenendes sind wir uns ja auch einig geworden. Nicht zuletzt, weil mein Freund mir immer wieder predigt, mein Leben so zu führen, wie ich es gerne möchte.

Und keine Angst, ich versteh dich schon nicht falsch. Ich schreib dir heute Abend mal ne PN und erkläre das etwas ausführlicher. Das geht hier sonst zu weit vom Thema weg :D


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28.11.2017 um 16:07
@Becky
Hmh, jetzt wo du es sagst. Das ist natürlich auch eine mögliche, irgendwo sogar logische Reaktion. Wenn man so vom Gegenüber vereinnahmt wurde. Zum Glück ist mir das in so einer extremen Form nie passiert und kenne da auch keinen. Die meisten Frauen die ich kenne, sind was ihren Partner angeht relativ realistisch.
Bei Männern hingegen kann ich das weniger beurteilen. Im Verlaufe einer Beziehung reden sie oftmals nicht über ihre Partnerin, im Nachhinein höre ich immer nur "Diese Schlampe!" und dann frage ich mich - Moment, warst du nicht vor 5 Minuten noch mit "dieser Schlampe" zusammen? :ask:
Obwohl mein Partner mir teilweise wirklich unschöne Dinge angetan hat, würde ich so nie über ihn reden, weil ich weiß, dass es bei ihm im Zuge einer Krankheit passiert ist. Wenn einem ein Mensch wirklich etwas schlimmes antut, ist es wieder verständlich. Aber weswegen die Leute sich teilweise gegenseitig nach einem Beziehungsende beleidigen, ist teilweise schon lächerlich.

Das Thema mit den Kindern hat zwischen mir und zwei Userinnen immer wieder zu massiven Auseinandersetzungen geführt, deswegen bin ich da inzwischen etwas vorsichtiger.
Aber es freut mich natürlich, wenn ihr eine Einigung gefunden habt :Y:


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30.11.2017 um 11:59
Zitat von ZeroxZerox schrieb: Ich musste nur immer darauf aufpassen, dass ich nicht zu kalt werde und meine Menschlich- und Freundlichkeit beibehalte. War ein Balanceakt, lief aber sehr gut.
@Zerox
Wenn Du hier nen Tipp hast, hab ich nen dankbares und offenes Ohr^^ Ich hab KA, wie man hier die Balance halten soll.

Ich habe das Gefühl, dass ich nur bei meinem Partner "nicht kalt" sein kann.


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30.11.2017 um 17:27
Natürlich mag es Menschen geben, die nach sechs Monaten sagen: Balzzeit ist vorbei, jetzt können wir das mit dem Sex mal 'runterfahren und uns wie zivilisierte Menschen benehmen, die nicht mehr auf Sicht übereinander herfallen. Kann man machen - muss man aber nicht.

Ebensowenig, wie man sich selbst gehen lassen oder den Partner, die Partnerin vernachlässigen muss, getreu dem Motto: Den/die hab' ich jetzt sicher, da kann ich mich auch mal ein wenig von den Mühen um den anderen ausruhen.

Natürlich gibt es solche Beziehungen. Wunderlicherweise funktionieren einige davon sogar erstaunlich lange. Ich habe Menschen kennengelernt, die in Beziehungen leben, verheiratet sind, Kinder haben, aber sich beispielsweise seit der Geburt eben dieser nicht mal mehr berührt, geschweige denn begehrt haben. Da sind die Kinder inzwischen sexuell aktiver als die Eltern. Natürlich kann man so leben. Bloss würde ich es nicht wollen. Und meine Frau glücklicherweise auch nicht.


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Abneigung gegen eigenen Partner entwickeln

01.12.2017 um 09:55
Zitat von DoorsDoors schrieb:Den/die hab' ich jetzt sicher, da kann ich mich auch mal ein wenig von den Mühen um den anderen ausruhen.
@Doors
Diesen Satz konnte ich noch nie verstehen.

Warum sollte man, nach einer gewissen Zeit, aufhören, sich Mühe zu geben? Eine Beziehung ist doch keine Selbstverständlichkeit, wenn ich sie nicht hege und pflege wie meinen Augapfel, läuft mir mein Partner irgendwann davon.


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01.12.2017 um 10:29
@Black_Canary

Es ist mir auch unbegreiflich, aber es kommt vor. Bei Männern offenbar deutlich häufiger als bei Frauen.

Auch wenn Monsieur Aznavour anderes besang:

https://www.youtube.com/watch?v=IdvbTrAoeuo


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01.12.2017 um 10:33
@Doors
Dieses Lied gibt es auch von Udo Lindenberg ;) Hat mein Papa immer gehört.


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