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Digitale Nomaden

210 Beiträge, Schlüsselwörter: Facebook, Schweiz, Reise, ZUG, Bahn, Digital, Hotel, Zigeuner, Lebensform, Mobil, Hostel + 23 weitere

Digitale Nomaden

23.10.2017 um 06:49
@Diginoma
Brauchst du kein Sauerstoffgerät?

Für deine Nichte ist das sicher ein großes Abenteuer :)

Steigt ihr denn dann auch mal aus und schaut euch die Städte an, durch die ihr oder du alleine, durchkommt?
Ich hätte ein Riesen Problem mit der Badezimmersituation muss ich zugeben.
Und einfach mal das Gefühl allein zu sein und mich zurück ziehen können, würde mir sehr fehlen.
Hast du längerfristige Planungen? Also wie lange du das so machen möchtest?


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23.10.2017 um 06:55
Ich habe nur eine leichte Schlafapnoe, brauche also keine Sauerstoffmaske. Denn wenn ich sitze, kann die Schlafapnoe nicht eintreten, die kommt nur, wenn ich flach auf dem Rücken liege. Wir steigen auch aus, natürlich. Ich hab kein Problem, was die Badezimmersituation angeht, da ich diese Infrastruktur überall vorfinde (sogar beim Hauptbahnhof gibt es Duschkabinen), man kann ja ein Badezimmer auch verriegeln. Im Lager hab ich ne Dusche und bei meinem Neffen ein Badezimmer, das ich natürlich mitbenützen darf. Wenn er morgens zur Arbeit geht, hab ich die ganze Wohnung für mich allein, außer seine persönlichen Räume.


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23.10.2017 um 07:02
@Diginoma
Wieso bist Du "digital"? Weil Du Laptop dabei hast?
Für mich bist Du, nicht despektierlich gemeint -> freiwillig obdachlos.

Und bevor ich mir eine BahnCard für 7000€ kaufe, kaufe ich mir einen Van in dem ich schlafe oder gehe ich in eine Pension für Arbeiter:
7000€ / 12 = 583€, damit kommt man sogar in München weiter -> in einer WG.


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23.10.2017 um 07:08
corky schrieb:Und bevor ich mir eine BahnCard für 7000€ kaufe, kaufe ich mir einen Van in dem ich schlafe oder gehe ich in eine Pension für Arbeiter:
Ich denke sie macht das freiwillig so und möchte eben nicht sesshaft sein oder Geld sparen.

Nur weil es für einen selbst nichts ist, kann es doch für andere Erfüllung sein :)


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23.10.2017 um 07:10
@corky
Ich hab keine Bahcard 100, sondern ein Generalabo der SBB in der Schweiz. Es geht ja nicht darum, dass ich mir dafür eine WG leisten kann, sondern dass ich reisen kann. Zusätzlich eine günstige WG wär sogar ein zukünftiger Plan, aber ich möchte lieber bei meinem Neffen mitzahlen, damit er besser durchkommt. Da ich über ihn angemeldet bin und dort auch die Miete mitzahle, bin ich nicht obdachlos. Das werde ich auch nie sein. Abgesehen davon hab ich noch einen jederzeit zugänglichen Lagerraum, wo ich notfalls unterkomme, ich muss also sicher nie auf der Straße oder unter einer Brücke übernachten. Weiter hab ich einen Jugendherberge-Ausweis. Campen wäre im Sommer auch ne Möglichkeit. Es gibt tatsächlich auch viele digitale Nomaden mit Wohnwagen. Aber ich fahre kein Auto und bin lieber mit dem Zug unterwegs. Viele übernachten in Hostels und Hotels. Es gibt auch reiche digitale Nomaden.


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23.10.2017 um 07:13
feallai schrieb:Ich denke sie macht das freiwillig
Das denke ich auch - ich möchte es nur verstehen.
Diginoma schrieb:Es gibt auch reiche digitale Nomaden.
Leider verstehe ich immer noch nicht was es mit "digital" auf sich hat...?
Was ist der Unterschied zwischen ein "Nomad" und ein "digitaler Nomad"?


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23.10.2017 um 07:15
Ein digitaler Nomade verdient sein Einkommen über Internet und ist ortsunabhängig, deshalb auch der Trend zu nomadisieren.


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23.10.2017 um 07:18
Diginoma schrieb:Ein digitaler Nomade verdient sein Einkommen über Internet
Und das klappt in ausreichender Menge? (Keine Details über dein Verdienst, das ist eine allgemeine Frage)


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23.10.2017 um 07:21
Das ist bei jedem verschieden. Die meisten versuchen, die Ausgaben klein zu halten, damit es auch mit weniger gut geht und um Reserven für Notfälle zu haben. Die meisten steigen erst dann aus dem herkömmlichen Lebensmodell aus, wenn sie gewisse Reserven zusammen haben, die sie für die Firmengründung brauchen. Aber das ist allgemein der Rat für Firmengründungen wegen den Gründungskosten. Da ich schon 10 Jahre selbständig bin, auch in der sesshaften Zeit, hab ich schon eine sichere Einkommensstruktur. Abgesehen davon könnte ich mit diesem Leben auch etwas Festes annehmen, da ich in der Region bleibe.


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23.10.2017 um 07:37
@Diginoma

Ich empfinde diesen Lebensstil als unglaublich unkomfortabel. Allein der Gedanke, es erwischt einen während der Reise ein heftiger Infekt (grippal oder magen- darmtechnisch). Das in einem Zugabteil auskurieren zu müssen... mich graust es bei dem Gedanken. Auch die kaum vorhandene Privatsphäre wäre für mich undenkbar.
Das soll jetzt aber auf keinen Fall Kritik sein. Auf jeden Fall ist dein Leben dadurch interessant und alles andere als gleichförmig.


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23.10.2017 um 07:46
Wenn es mich richtig erwischt, kann ich mich bei meinem Neffen oder notfalls in meinem Lagerraum auskurieren, damit ich nicht andere anstecke. Aber mit 49 hat man schon mehr Abwehrkräfte und ich achte auch darauf, indem ich mich möglichst nicht neben hustende und schniefende Kranke setze, was in der 1. Klasse Ruhezone gut geht, da immer halb leer. Auch sonst wasche ich natürlich regelmäßig die Hände. Eigentlich denke ich dabei auch an meinen Neffen, der nicht angesteckt werden soll, da er bei der Arbeit nicht fehlen sollte. Das mit der Privatsphäre ist im Moment kein Problem, da ich alleinstehend und frei bin. Sollte ein potenzieller Partner auch nomadisieren, wird er daran gewöhnt sein und wie ich private Nischen gefunden haben. Ein Sessshafter hätte wahrscheinlich in meinem Alter ne Wohnung. Hotel wäre auch denkbar. Na ja, es wäre auf jeden Fall lösbar. Diese Frage stellt sich bei jeder neuen Beziehung, wobei ich nicht bereit wäre, um die halbe Welt zu reisen für einen Partner, da ich nur das Generalabo für die Schweiz habe.


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23.10.2017 um 07:52
Viele empfinden das Reisen als unkomfortabel, aber das trifft für mich eben überhaupt nicht zu und wird auch jeder andere digitale Nomade wie ich als befreiend beschreiben. Deshalb machen wir das ja überhaupt, weil es uns im Blut liegt oder was auch immer. Ich persönlich kann einfach besser arbeiten unterwegs. Ich bin zwar gern für mich allein, aber ganz isoliert in einer Wohnung macht mich träge. Ich habe immer mit anderen zusammengelebt, war nie ganz isoliert. Ich wuchs in einer großen Familie auf und habe von Kind an gelernt, weniger Raum für die Privatsphäre zu nutzen.


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23.10.2017 um 07:59
Diginoma schrieb: Ich wuchs in einer großen Familie auf und habe von Kind an gelernt, weniger Raum für die Privatsphäre zu nutzen.
Gerade deshalb genieße ich jetzt oft meine Ruhe ^^

Ich hab aber auch eine soziale Phobie. Also ich hab quasi das krasse Gegenteil von dir gelebt und lerne gerade wieder die Welt ‚zu betreten‘.
Vielleicht finde ich das deshalb so spannend.
Es hält auch sicher fit, so viel unterwegs zu sein :)


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23.10.2017 um 08:06
Stimmt, ich hab sogar von einem digitalen Nomaden mit Angststörung gelesen, der sich auf diese Weise selbst heilte, wie er in seinem Blog schrieb. Er ist mit Kastenwagen unterwegs und hat einen Job, wo er viel reisen muss.

Der gesundheitliche Aspekt ist ein weiterer Grund, dieses Nomadenleben nicht aufzugeben, weil ich sonst bald träge werde und krank. Das Nomadenleben hält mich auf Trab und wird von meinen Ärzten deshalb begrüßt, wenn ich davon erzähle. Natürlich könnte ich auch als Sesshafte viel unterwegs sein, aber dazu gezwungen sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, es dann auch wirklich zu tun. Wenn ich zu lange an einem Ort verweile, werde ich sehr schnell träge und fühle mich bald krank und matt. Unterwegs erhalte ich dagegen immer wieder den nötigen Antrieb. Deshalb möchte ich das beibehalten, auch bei einer Beziehung mit einem Sesshaften, der ja auch regelmäßig zur Arbeit fährt. Ich würde meinen eigenen Lebensmittelpunkt in der digitalen Lebensform behalten wollen, um eben wirklich gezwungen zu sein, rauszugehen, was bei der Internetarbeit nicht nötig wäre. Außerdem möchte ich unabhängig bleiben.


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23.10.2017 um 08:17
Diginoma schrieb:Stimmt, ich hab sogar von einem digitalen Nomaden mit Angststörung gelesen, der sich auf diese Weise selbst heilte, wie er in seinem Blog schrieb
Das würde ich mich nie trauen.
Aber mein Wunsch vom Leben ist auch dieses typische: Ehemann, kleines Haus, Kinder und Gemüse im eigenen Garten ziehen ^^.

Ich brauche die Sicherheit des Rückzugsortes und ein Gefühl von zuhause sein.
Als meine Eltern darüber sprachen ihr Haus verkaufen zu wollen, hatte ich richtig Panikattacken, obwohl ich da schon lange nicht mehr wohnte.

Ichhab oft Albträume, in denen ich aus unserer Wohnung muss, mit den Tieren und schnell packen etc.
Ich hab natürlich am meisten Angst, dass die Katzen verloren gehen. Der Hund hört ja auf mich.
Also schön sind diese Träume nicht.

Aber sowas wird dich vermutlich nicht bedrücken.
Was ich auch schön finde ist, dass man sich durch das Nomadentum darauf besinnen muss, dass man nicht viel Krams besitzen muss.
Man kommt mit relativ wenig aus.


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23.10.2017 um 08:26
Dieses Lebensmodell klingt auf den ersten Blick schon spannend. Nicht ortsgebunden arbeiten können, mal hier und mal dort leben, die Welt entdecken. Wenns einem nicht mehr gefällt, zieht man weiter. So sieht das in meiner Vorstellung aus.

Hauptsächlich im Zug zu sitzen und dort oder auf Klappstühlen zu schlafen, zerstört meine romantische Vorstellung total. :D Für dich ist das super, ich könnte das nicht so.

Ich bräuchte dann schon für eine Zeit lang (mindestens ne Woche) einen festen Ort, mit einem vernünftigen Bett und Badezimmer. Aber das wäre vermutlich auf die Dauer zu teuer. Da müsste man dann schon einen sehr gewinnbringenden Job haben. Ein Campingwagen wäre zeitweise für mich noch in Ordnung, aber selbst da bräuchte ich ab und zu mal ein vernünftiges Badezimmer.

Ich verdiene sogar auch ein bisschen Geld über das Internet. Zum Leben reicht es aber leider nicht. Ich bin eh zu sesshaft und vielleicht auch zu feige für so ein Nomadenleben. Ich bin dann lieber urlaubsmäßig öfters unterwegs. Da gefällt es mir durchaus auch ganz gut, jeden zweiten Tag woanders zu sein. Freue mich aber auch immer wieder nach Hause zu kommen.


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23.10.2017 um 08:31
@feallai
Stimmt, es war richtig befreiend, den ganzen Kram loszuwerden. Meine Lagerkabine ist nur 5 qm groß, da muss man schon schauen, was wirklich nötig ist und was nicht. Aber ich will noch mehr abbauen bzw. Akten digitalisieren. Da Du das Elternhaus erwähnst: Das muss bei uns noch verkauft werden, nachdem meine Mutter Ende Januar gestorben ist. Ich wünschte, es wäre schon erledigt. Das ist eine richtige Belastung, so ein Haus. Haustiere lege ich mir nicht zu bei solch einem Leben, das wäre nur belastend. Mit 49 ist das Thema Kinder auch abgeschlossen, worüber ich froh bin. Es vereinfacht das Leben. Ich liebe Kinder, aber es ist gut, dass ich diese Verantwortung loslassen kann., abgesehen von meiner 10-jährigen Nichte, wo ich schon noch mitwirke. Mein Neffe ist erwachsen, natürlich will ich auch ihm helfen und ihm beistehen, wo ich kann.


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23.10.2017 um 08:36
@Nereide
Hey, da hast Du etwas falsch verstanden, denn in den Zügen brauch ich doch keine Klappstühle, dort gibt es superbequeme Sitze in der 1. Klasse. Die Liege- und Klappstühle stehen an den Zwischenstationen (Lager, Wohnung des Neffen). Natürlich könnte ich mir auch ein Bett kaufen und dort hinstellen, aber wie bereits erwähnt schlafe ich im Liegestuhl besser und gesünder wegen meinen Rückenbeschwerden und der Schlafapnoe. In einem Bett müsste ich mir einen Rucksack an den Rücken binden mit viel Gewicht, damit ich nicht im Schlaf auf den Rücken rolle, wie mir die Ärzte erklärten. Und das wär nun mal noch unbequemer. :D


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23.10.2017 um 08:40
Ja, das hab ich schon verstanden dass du im Zug keine Klappstuhl brauchst. (Zug zu sitzen und dort oder auf Klappstühlen zu schlafen) :)

Wie gesagt, für dich scheint das super zu sein. Irgendwie finde ich es auch bewundernswert, wie du das machst und für dich die perfekte Lebensweise gefunden hast.


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23.10.2017 um 08:41
Zum vernünftigen Badezimmer: Das hab ich bei meinem Neffen zu genüge. Ich könnte jetzt stundenlang baden. Er ist schon weg auf Arbeit. Die Bude ist frei für mich. Beim Lager bin ich auch immer allein, da kommen ganz selten andere Lagermieter vorbei. Dort gibt es Dusche, WC,  Strom, Heizung. Also auch dort eine gute Infrastruktur. Ich muss auf nichts verzichten. In einer WG hätte ich mehr Abgrenzungsprobleme.


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