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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

331 Beiträge, Schlüsselwörter: Gewalt, Jugendliche, Aggressiv
Dawnclaude
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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

03.11.2017 um 12:17
Alisa1 schrieb:Hauptsache es sind nicht wieder die bösen Computerspiele dran schuld!
Ja das wäre dumm, denn die Spiele halten sie ja zusätzlichnoch davon ab, rauszugehen und Leute zu verprügeln. ;)
Außerdem können sie als Agressionsabbau dienen und bei solchen Aktionen wie oben, gehe ich ma ldavon aus, dass sie Agressionen / Frust abbauen oder ihnen langweilig ist.

Wäre eigentlich eine Bürgerwehr möglich in Deutschland bei sowas oder würde die Polizei das ganze verhindern?

In der Stadt wuppertal wo ich aufgewachsen bin, gab es mal so einen Samurai Verein, der quasi als Bürgerwehr diente.
Kein Witz, da sind hin und wieder Samurais in den  dunklen Straßen aufgetaucht, ähnlich wie Batman :)  Aber die wurden dann von der Polizi verboten, obwohl sie nur gutes tun wollten, lag wohl an den SChwertern. ^^


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03.11.2017 um 12:48
Dawnclaude schrieb:In der Stadt wuppertal wo ich aufgewachsen bin, gab es mal so einen Samurai Verein, der quasi als Bürgerwehr diente.
Kein Witz, da sind hin und wieder Samurais in den dunklen Straßen aufgetaucht, ähnlich wie Batman :) Aber die wurden dann von der Polizi verboten, obwohl sie nur gutes tun wollten, lag wohl an den SChwertern. ^^
Hätten sie mal Shinais benutzt. Mit denen kann man auch gut Leuten auf die Glocke hauen, sind aber völlig legal. Sportgeräte halt.
Auch Bokken in langen und kurzen Varianten eigenen sich gut.


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Dawnclaude
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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

03.11.2017 um 12:53
@Kc
Stimmt ,ist ne gute idee.
Es ist halt die frage, ob so eine Bürgerwehr , also eine organisierte Form überhaupt legal ist. Da hab ich keine Ahnung.


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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

03.11.2017 um 13:24
@Doors
Die Gamedebatte zeigt übrigens sehr gut wie sich Ängste von selbst auflösen und als Vorurteile herausstellen, wenn die mit ihnen verbunden Personen erstmal aus der Gruppe der Minderheiten raus sind.

Der Hass gegen Games und das Sündenbockdenken war während der Zeit groß, als Games schon recht populär, aber kein Mainstream waren. Schlimmer wurde es noch weil vorwiegend Jugendliche zockten und angeblich oder real vorwiegend Männer. 
Heute wo zocken dank Steam und Handys mainstream geworden ist traut sich keiner mehr das anzurühren oder es wissen alle selbst dass das Bullshit ist. Viele der ehemaligen Nörgler zocken heute selbst irgendwas, aber Hauptsache erstmal Gruppen verteufeln wenn sie neu sind weil alles Neue immer der Anfang des Untergangs der Kultur ist. 
Ich rede ja nicht nur vom Killerspielmythos sondern auch der ganzen Reihe an Anschuldigungen, wie dass Games dumm machen,  Leute damit Zeit verschwenden, alle süchtig werden, "heute sind alle nur noch am Daddeln" usw.


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Dawnclaude
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03.11.2017 um 13:33
Sixtus66 schrieb:Viele der ehemaligen Nörgler zocken heute selbst irgendwas, aber Hauptsache erstmal Gruppen verteufeln wenn sie neu sind weil alles Neue immer der Anfang des Untergangs der Kultur ist.
Ich rede ja nicht nur vom Killerspielmythos sondern auch der ganzen Reihe an Anschuldigungen, wie dass Games dumm machen,  Leute damit Zeit verschwenden, alle süchtig werden, "heute sind alle nur noch am Daddeln" usw.
Aufgrund der Konservavität der Politiker sind die allerdings die letzten bei denen das vordringt und die "Killerspiele" dann auch zu Vorurteilen werden, ganz so rosig ist die politische haltung noch nicht. Aber es wrid zumindest besser mit Merkel leitet Games Convention ein und so, das war ein gutes symbolisches zeichen.
Die Unterstützung der Politik ist allerdings noch mager im gegensatz zu anderen Ländern. Es gibt ganze studios in Canada und Co, die von nationalen Fördergeldern unterstützt werden. Die Industrie der Gamesbranche wird also noch unterschätzt und zwar weil die Politiker doof sind was das angeht. Denn man kann es nur mit totaler Dummheit erklären, dass ein sehr wichtriger Marktanteil, der noch wichtiger ist als die Filmbranche den anderen Nationen überlassen wird, das müsste eigentlich jeder recht schnell begriffen haben. Aber es gibt zumindest kleine Fördergelder an denen diverse Firmen beteiligt sind, immerhin. (ich hab das auch ohne gelder hingekriegt und der staat kriegt trotzdem meine Steuern ;))
Okay wir kommen vom Thema ab, aber ich war gerade durch deine aussagen inspiriert :D


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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

03.11.2017 um 13:54
Dawnclaude schrieb:Aufgrund der Konservavität der Politiker sind die allerdings die letzten bei denen das vordringt und die "Killerspiele" dann auch zu Vorurteilen werden, ganz so rosig ist die politische haltung noch nicht.
Sieht man auch daran, dass Games immernoch nicht der Kunst zugezählt werden, was u.A. Zensur hervorbringt, z.B. von Hakenkreuzen wenns ein Game das während des WWII spielt. Spiele werden immer noch als was Zweitklassiges, Schmutziges empfunden, obwohl der Gehalt das Niveau von US-Serien besitzen kann.

Das mit der fehlenden Unterstützung ist auch schade, weil Games zigtausende neue Jobs bedeuten könnten. Viele "Amateure" wurden mit einem gutem Game reich, weil sies auf Steam rausbrachten. Nur wie gesagt das interessiert hier niemanden. Ähnlich schlimm ist es dass auch Filme nicht oder ungern gefördert werden, sofern sie nicht irgendwie deutsch-historisch sind oder deutsche Denkmäler, Milieus usw. darstellen. Gerade auch weil beide Sparten zu Berufszweigen gehören, für die sich gerade jüngere Leute interessieren würden
Dawnclaude schrieb:ein sehr wichtriger Marktanteil, der noch wichtiger ist als die Filmbranche den anderen Nationen überlassen wird
Ja genau das ist das Unglaublichste daran. Fast keine Branche wächst so schnell wie die der Games und fast nichts spielt weltweit in so kurzer Zeit so viele Milliarden ein. Aber man tut nichts weil mans nicht kennt und man irgendwie sowieso kein Interesse an Politik für Jüngere hat. Übrigens auch ein Faktor der in Sachen Jugendkriminalität eine Rolle spielt. In Gruppen die ignoriert werden gibts generell mehr Unzufriedenheit und diese führt bei bestimmten Individuen eher zur Kriminalität. Man muss ja nur Politsendungen angucken, das sind alles Themen für Jahrgang 1950-60 oder sowas. Bestenfalls werden noch Renten angesprochen, also für die ganz Alten, aber alles unter 30 Jahren interessiert hier keine Sau, deswegen wird Zeitarbeit und der ganze Mist so ignoriert, Alteingesessene betrifft das meist nicht, ebenso wenig wie Wohnungsmangel, es sind die Jüngeren die wegen Beruf oder Uni in Städte ziehen.


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04.11.2017 um 08:11
Kc schrieb:Das war auch schon nicht schlecht, man war nicht uninformiert. Aber Twitter, Facebook, Blogs, Instagramm, andere Internetplattformen, Smartphones, die alle mit Cams ausgestattet sind etc. bewirken, dass man in einem viel größeren Umfang Informationen zur Verfügung hat.
Instinktiv schaut der Mensch dabei mehr auf potenzielle Gefahren für sich selbst.
Genau. Wenn man mit einem Gläubiger eine Ratenzahlung vereinbart, dann schickt der sogar per SMS seine Erinnerung zu zahlen, bevor per Post anschließend die Drohungen von wegen Zwangsvollstreckung usw. kommen.

Nun tickt jeder Mensch jetzt anders. Einige sind der Schnellebigkeit unserer Zeit und dem ständigen existenziellen Druck gewachsen, andere nicht.

Existenzieller Stress und Druck, siehe auch die Beiträge zur Krankenversicherung für Studenten. 92.00 Euro pro Monat. Bei zwei Rückständen geht die Krankenversicherung flöten und die Zwangsexmatrikulation von der Uni droht. Geht aus einer Gesetzesnovelle der rot-grünen Regierungszeit zurück. Sehr sozial. Im Strahl kotzen ist so ein Bedürfnis, dass man hat.
Siehe auch Schulabschluss. Egal was für einen Abschluss man heutzutage macht, Abitur, Realschule oder Hauptschule., un der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit zu landen scheint so einfach geworden zu sein. Der Mist mit diesem JobCenter, befristete Arbeitsverträge, schlechte Arbeitsbedingungen, die Lebenshaltungskosten,au weia. 50 Euro ist heutzutage ne halbe Tüte nach dem Einkaufen.

Aber noch was ist interessant an deinem Beitrag @Kc: Schöneberg ist etwas migrantischer, soweit ich weiß. Nun, kann es sein, dass Deutsche, Ausländer und deren Kinder durch die sozialen Medien sehr viel mehr Kontakt zueinander haben? Und das bedeutet, dass Antipathien und Feindlichkeiten vielleicht schneller artikuliert werden können. Der eine hat gestern auf Facebook dies gelesen, der andere auf Twitter das. Was natürlich auf allen Seiten Frust verursachen ka .

Wenn man durch Schöneberg läuft, vielleicht, dass der Unmut über die Berichterstattung dtsch.Medien und die geschriebene Meinung vieler Deutscher zum Thema Erdogan wächst oder groß ist. Deutsche diskutieren aber auch aggressiv bei dem Thema.

Das Alltagsleben, dass schneller geworden ist, die bessere Möglichkeit zum Austausch, aber wiederum agressivere und sichtbarere Meinungsaustausch in den sozialen Medien, der existenzielle Druck...aus Frust mal wirklich ein Böller schmeißen.


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04.11.2017 um 09:41
St89 schrieb:Oder was kann man gegen diese Aggressivität tun?
evtl. kann man etwas gegensteuern, indem man heranwachsenden jungen Menschen z.b. mit Meditationsmusik und so Entspannungstechniken konfrontiert.. Bin mir da zwar nicht sicher, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine grundlegende Aggresivität bei asiatischen Jugendlichen, bei denen so etwas praktiziert wird, vorherrscht..

das müsste dann geschehen bevor die jungen Menschen mit aggressiven Inhalten in z.b. Rap oder Computerspielen in Kontakt kommen..
nicht immer werden Jugendliche dann auch einen aggressiven Geist als Folge bekommen, da ist schon vorher eine Tendenz vorhanden durch eine aufgeheizte Grundstimmung im Geiste..


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04.11.2017 um 09:44
als Beispiel kann man da mal auf Youtube schauen nach den Rap-Videos 'Halt die Fresse'..

wenn Jugendliche schon vorbelastet sind dann können sie denke ich leicht tendieren und sich radikalisieren im Denken und dann auch im Handeln.. als total verblendet empfinde ich das dann. kenne das von mir selbst, dass ich als Jugendlicher Dinge als cool empfunden habe wo ich heute nur noch traurig den Kopf schütteln kann darüber..


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05.11.2017 um 17:00
Mir ist das alles auch schon aufgefallen durch eigene Erlebnisse. Die Jugendlichen aus dem EP Bericht waren nun schon 15 Jahre - wir müssen die Erfahrungen mit 7-9 Jährigen machen. Es schmerzt mittlerweile im Herzen und ich hatte schon Gespräche mit Berliner Polizisten (weil ich tatsächlich einen 9jährigen Jungen Anzeigen musste) und der Polizist schilderte mir, dass es stetig bergab geht mit der Jugend.

MEINE Einschätzung dazu ist, dass diese Kinder zu Hause keine Resonanz finden.
Eltern haben entweder kaum noch Zeit für ihre Sprösslinge oder aber oft auch keine Lust mehr sich mit ihnen auseinander zu setzen. Durch den Umgang mit anderen Eltern ist mir auch aufgefallen, dass oft fehlende Bildung der Eltern sich negativ auf ihre Kinder auswirkt.

Kinder benötigen aber Aufmerksamkeit und wenn sie die zu Hause nicht bekommen, dann gehen sie raus und bauen scheiße. Ich bin mir zu 1000% sicher, dass Kind welches ich Anzeigen musste, wird in 2-3 Jahren in einem Zeitungsartikel groß Schlagzeile machen mit irgendeiner kriminellen Tat.
Gespräche mit den Eltern bringen auch nur selten was, weil sie den roten Faden in ihrer Erziehung schon längst verloren haben und sich zu stolz sind, sich helfen zu lassen.

Selbstverständlich ist es auch Charaktersache eines jeden Kindes, in welchem Umfeld es sich gern bewegt und welche Kontakte es auf sich wirken lässt. Diese Spannung gab es schon früher und ich weiss noch genau wie meine Eltern mir einige Freundinnin ausreden wollten, weil sie nicht gut für mich waren. Und natürlich waren gerade dann DIESE Kontakte für mich mega spannend und man traf sich heimlich auf dem Spielplatz und erzählte den Eltern, man wäre mit jemanden verabredet gewesen, den die Eltern leiden konnten. Aber man hat dann als Kind auch immer dafür gesorgt, dass diese Lüge nicht auffliegt (zB durch EXTREMES scheiße bauen- was dann heraus gekommen wäre) damit man sich öfter heimlich treffen kann.

Heute habe ich den Eindruck, die Eltern haben den Überblick darüber verloren, wer guter Umgang ist und wer nicht und daher ist es auch egal, mit wem sich das Kind trifft. Das geht im Grundschulalter los und wenn man da den roten Faden schon verloren hat, brauch man sich als Eltern nicht einbilden das das Kind als Jugendlicher plötzlich wert auf Regeln und Umgangsformen legt.

Eltern möchten maximal gut befreundet sein mit den eigenen Kindern und das geht mMn komplett nach hinten los.
Es brauch klare Regeln, strenge und eine optimale Vertrauensbasis. Kleinere Lügen der Kinder gehören dazu, dass sollte man wissen und darüber auch hinweg sehen können- aber man muss auch wissen wann die Kinder lügen. Interesse ist wichtig, Zuneigung und Verständnis für das schwierige Erwachsen werden - die Regeln muss es geben FÜR das Kind, damit es es leichter hat im Prozess des Reifens. Nicht damit die Eltern es leichter haben.

Läuft es zu Hause gut und stabil, kann ich mir kaum vorstellen das "klein 15jähriger Hannes" Autos mit Böllern bewirft in seiner Freizeit.


Um zum Ende zu kommen..
ja die Jugend wird immer ätzender, ich merke das auch an meinen eigenen Kindern. Hier müssen Dinge thematisiert werden die es damals zwischen meinen Eltern und mir NIE gegeben hätte. Die Zeit hat sich gewandelt und alles ist grober geworden, gewaltbereiter und in vielen Kindern staut sich sich eine imense Wut auf, weil sie zu Hause nicht beachtet werden. Dieses lassen sie dann an anderen Kindern aus und dann werden die Opfer dieser Kinder darüber wütend usw usw ... es spielt sich alles ab wie in einer Spirale.


Die Gesetze und Strafen müssen mMn nicht härter werden, sie müssten nur mal durchgesetzt werden. Wenn die Kinder aufgrund des Alters noch nicht greifbar sind, sollten die Eltern die Verantwortung dafür übernehmen müssen.
Ich wurde von der betroffenen Mutter des angezeigten Kindes auch gebeten, dass ich die Anzeige zurück ziehe weil wir uns ja ausgesprochen hätten. Diese Bitte verneinte ich, weil die Tat deswegen nicht ungeschehen gemacht wurde und mein Sohn es nicht verdient hat, mit einer einfachen Entschuldigung abgespeist zu werden.
Natürlich hat man sich "vertragen" aber ich möchte trotzdem, dass mein Sohn sieht, dass Konsequenzen durch den Rechtsstaat folgen- wenn auch nicht bei dem Jungen, dann bei seinen Eltern- die die Verantwortung für sein Prügelverhalten tragen.
(zumal ich erhebliche Probleme innerhalb seiner Familie sehe, wo ich darauf bestehe, dass das Jugendamt drüber schaut)

Wenn die Eltern zu Hause es nicht mehr schaffen ihren Kindern Vernunft und Verantwortungsgefühl für eigene Taten beizubringen, dann muss dies der Rechtsstaat tun. Je früher desto besser, damit den kriminellen Jugendlichen nicht eine Zukunft im Knast blüht sondern vielleicht doch eine geregelte mit Ausbildung, eigene Wohnung usw.


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05.11.2017 um 17:16
@Stonechen
Ich denke auch dass einfach viele Eltern selbst schlecht erzogen bzw. unaufgeklärt sind.
Meine Eltern zB sind/waren okay, aber habe im ganzen Leben nie mit denen über Probleme gesprochen weils völlig sinnlos ist. Als ich erwähnte dass mir die Mobber auf den Geist gehen meinte mein Vater nur dass ich da irgendwas falsch machen müsste wenn die ein Problem mit mir haben und "also zu meiner Zeit [40er-50er Jahre] gabs sowas nicht" blabla (was übrigens nicht stimmt, ein Klassenkamerat von ihm beging Suizid wegen Mobbing) und damit hatte sich die Sache gegessen und ich löste es auf meien Methode, wo's dann auch etwas zu Gewalt kam die (diesmal) von mir aus ging und vor allem massenweise Schulschwänzen usw.

Man kann diesen Leuten sowas auch nicht einreden, die wollens einfach nicht wahrhaben oder verstehen es (nicht) mehr. Die sind in einer Zeit aufgewachsen als alle Menschen denselben Scheiß machten, mochten und wollten bzw. behaupteten dass dies wollen. Wenn da einer irgendwie anders ist ist er halt blöd. Ich hab wenig Freunde weil ich Parties langweilig find? Ich bin halt blöd, früher machten das alle gerne. Ich find zocken interessanter als rausgehen und immer dieselben drei Straßen zu sehen? Bin blöd. Usw. Solange Kinder nicht verstanden werden, und damit meine ich individuell verstanden, mit ihren Macken und Unnormalitäten, solange wirds auch immer Kinder geben die selbst Probleme machen. Wobei es auch einfach welche gibt die an sich aggressiver sind aber das ist was Medizinisches.

Aber die meisten Eltern wollen nicht das Beste fürs Kind sondern das Beste für sich selbst. Die wollen das Kind in eine bestimmte Richtung entwickeln und das macht natürlich aggressiv.


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05.11.2017 um 17:34
@Sixtus66


Da gebe ich dir recht.
Ich hatte das Glück bei sehr interessierten Eltern aufzuwachsen, die sich meiner Person immer zur Priorität gemacht haben aber auch darauf geachtet haben, dass es ihnen selbst gut geht.
Das Motto meiner Mama "Gehts den Eltern gut, gehts den Kindern gut"
Damals stempelte ich das als "bla bla Egoistin" ab (in meiner Pubertät) - heute als 2fache Mama weiss ich, dass da viel Wahrheit drin steckt.
Bist du als Mama oder Papa Gesund, hast Arbeit oder eine erfüllende Tätigkeit, Geld usw -> gehts dir gut und der Nachwuchs profitiert von deiner Gesundheit.
Sei es durch spontane Ausflüge, Urlaube oder lustige Gesellschaftsspiel-Abende.

Das Interesse was meine Eltern an mir hatten, übertrage ich heute auf meinen Nachwuchs.
Wir haben echt ne enge Bindung.. ich erfahre in wen sie gerade verliebt sind und warum, mit wem sie Streit haben und das wichtigste: sie beichten mir wenn sie scheiße gebaut haben obwohl sie wissen das es Strafen gibt. Aber die Strafe fällt milder aus wenn sie es mir selbst erzählt haben. (Sie wüssten eh das es raus kommt weil Muddi ihre Augen und Ohren überall hat). Haben sie also in der Schule Blödsinn gebaut, erzählen sie es zu Hause sofort BEVOR ich ins Hausaufgabenheft gucke.
Klappt natürlich nicht immer, wäre auch unnormal, aber zumindest so oft, dass man es als gut laufendes System betrachten kann. Das reicht mir - hier muss keiner perfekt sein. Und hier darf man auch mal scheiße sagen, wenn man sich danach darauf besinnt dass das ansich nicht in Ordnung war. Einen Wut-Impuls muss hier niemand unterdrücken ... das darf raus und dann später spricht man in Ruhe darüber, was man zukünftig besser machen könnte in soner Situation.
Ich habe dadurch einfach die Hoffnung das Kriminalität bei uns nie Thema wird bzw. nie welche wo andere Menschen zu Schaden kommen.

Man kann nicht jedes Kind retten oder auffangen- manche geraten in die falschen Kreise oder haben, wie du schon sagtest, medizinisch begründete Probleme mit sich selbst.
Aber ist man achtsam als Eltern, kann im Normalfall noch dagegenwirken oder sich Hilfe holen.
Dann wäre zumindest schonmal die Masse der aktuell fehlgeleiteten Jugendlichen in nem geschützten Rahmen. Jedenfalls meine Meinung, muss nicht stimmen.


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05.11.2017 um 17:46
Ich selbst war zwar kein agressives Kind,aber es gab mal eine Schulfreundin,die wollte mich anstiften so delinquente Dinge zu tun,wie z.B. eine Bestätigung fälschen,daß ich 1 Stunde früher gehen darf.
Oder bei einen Schulausflug wollte sie,daß ich Flieder stehle(für ihre Mutter),wenn ich mal nein sagte,wurde ich bedrängt.
Zwar bin ich bei nein geblieben,es war aber ein Kampf.......

Ich denke,wenn jemand nicht so stark ist wie ich,werden mehr Kinder und später Jugendliche angestiftet,Dinge zu tun,die sie nicht wollen.
Dann fängt so ein Kreislauf an....


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05.11.2017 um 17:47
@Stonechen

Waa für eine Rolle spielt bei dir das Internet? Wie kontrollierst du das Internetverhalten deiner Kinder?


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05.11.2017 um 18:45
@kofi

Sie haben noch kein Internetverhalten.
Da gebe ich uns auch MINDESTENS noch 2-3 Jahre Zeit aber es wird geschütztes Internet sein.
Da gibt es ja mittlerweile diverse Programme auf dem Markt, die den Zugriff auf gewisse Seiten verbieten.
Und solches wird dann zu uns finden.

Handys haben sie übrigens als einzigen aus den jeweiligen Schulklassen auch noch nicht.
Die anderen hatten alle ab spätestens der zweiten Klasse schon Handys. Gibts bei uns nicht. Klar fragen sie häufig aber sie haben klare Ansagen und damit müssen sie wohl oder übel leben.
Sie wissen ab wieviel Jahren sie eins haben dürfen.

Einzig und allein ein Tablet zum Spielen dürfen sie nutzen (selten) - und das gehört ganz offiziell Mama und das wissen sie. Die Spiele dort habe ich altersgerecht runtergeladen und das Ding hat 2 Passwörterhürden bevor sie da ran können. :)
Das gibts dann mal zur Belohnung oder wenn sie gemeinsam nicht auf einen Nenner kommen im Spiel. Dann darf einer Tablet spielen und der andere darf sein Legopalast ganz allein aufbauen- danach wird gewechselt. Mit Stopuhr (15 Minuten) sorge ich dafür das beide gleiche Zeit bekommen.

Wie gesagt, natürlich gibts hier großes Gezanke und Rebellionsversuche- alles andere wäre gelogen.
Aber das müssen wir aushalten und händeln können. Sie gehen hier mit ihrer Meinung nicht unter- ihnen wird zugehört.. weil das wichtig ist.
Trotzdem entscheide ich am Ende, was gut für sie und was nicht... ohne große Unterdrückung sondern mit klaren Regeln die ganz offen kommuniziert werden.


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05.11.2017 um 18:56
Ich glaube, dass viele Kinder und Jugendliche gar nicht so ein aggressives Wesen haben, sich jedoch (aufgrund des Umfeldes o.ä.) in der "Täterrolle" sicherer fühlen als in der "Opferrolle". Und da kann sich ganz schnell eine (Gruppen)dynamik entwickeln, die auch Eltern nur schwer durchbrechen können.


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05.11.2017 um 19:27
josie321 schrieb:Ich selbst war zwar kein agressives Kind,aber es gab mal eine Schulfreundin,die wollte mich anstiften so delinquente Dinge zu tun,wie z.B. eine Bestätigung fälschen,daß ich 1 Stunde früher gehen darf.
Das zählt schon als delinquent? :D
Allerdings war auch die einzige Person in der Klasse die dauernd Unterschriften fälschte, Sachen kopierte oder gut ausgetüftelte Scheinbeweise fürs Auslassen von Hausaufgaben erstellte. Krasserweise dauerte manches davon halb so lang wie die Hausaufgaben selbst gedauert hätten, aber immerhin machte es Spaß. Hab in meinen ganzen Schulkarriere nach Grundschule glaube ich nicht einmal Hausaufgaben gemacht. War am Ende auch immer sinnlos und meistens wurde man sowieso nicht drangenommen oder täuschte, in dem man zB einen einzigen kurzen Part der HA während des Unterrichts macht und sich genau dafür meldet. Dann wirkts so als hätte man alles andere auch gemacht, meine Lehrer waren da sehr naiv.

Ich glaub das was mich am allermeisten und primär vom Scheißebauen weggebracht hat war das Internet das Anfang der 00er Jahre ausgebaut wurde. Erstens lernt man da interessante Leute und Hobbies kennen und zweitens hat man halt was zu tun. Man stellt ja als Jugendlicher meistens dann was an wenn einem stinklangweilig ist. Man braucht ja irgendeinen Sinn im Leben oder wenigstens etwas dass einen beschäftigt.


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05.11.2017 um 20:22
@Kc
Würde schon reichen, wenn man mal die geltenden Gesetze a) anwendet und b) durchsetzt.
Ich weiss ja nicht wie die Gesetze in DE sind, aber in der Schweiz kannst du das vergessen.
Bin selber Polizist, habe genug mit Jugendlichen zu tun. Da passiert (bei uns) ausser einem "na na, böser bube du, aber wird alles gut" seitens der Jugendstaatsanwaltschaft nichts.

@St89
Helfen tun würde bei solchen Fällen nur klares, striktes Vorgehen samt Konsequenzen. Nur steht da leider das Gesetz völlig im Abseits


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05.11.2017 um 22:03
Sixtus66 schrieb:Das zählt schon als delinquent? :D
Meiner Meinung nach hilft relativieren von unrechten Dingen wenig, wenn man nicht will, dass sie durchgeführt werden.
Jugendliche lernen keinen Respekt, weil sie zu Hause keine Regeln haben, die konsequent eingehalten werden.
Viele Eltern sind zu nachsichtig und wenn jemand etwas als Unrecht tituliert und der nächste wieder relativiert, denkt sich ein Kind und ein Jugendlicher auch “ok, wenn alles eh relativ ist und nicht so schlimm, kann ich's ja machen.
Wie soll man auch sowas ernst nehmen?
Genauso wie der Fall, wenn die Eltern ihr Kind um 20 Uhr ins Bett schicken und die Kindergärtnerin sagt im Beisein des Kindes, dass 21 Uhr auch völlig ok wären, sich das Kind dann weigert, um 20 Uhr ins Bett zu gehen.
Auf die Eltern wird nicht mehr gehört.

Soll heißen: nicht nur Eltern tragen dazu bei, sondern die komplette Gesellschaft.
Das Kind muss nur auf Leute treffen, die alles nicht so eng sehen, was ziemlich eng ist und das Kind macht dann mit dem eigenen Kopf weiter.
Nicht nur mit der Jugend geht es bergab, sondern mit der ganzen Gesellschaft.
Guck mal, wie die Leute mit ihrem Kerbholz prahlen, Eltern vernachlässigen Kinder, aber auch die Gesellschaft kümmert sich um fast nichts mehr, außer wenn es Geld gibt. Aber selbst da passiert nicht mehr richtig viel.
Ich habe schon Jugendämter gesehen, die fast nur noch provisorisch in die Haushalte gehen.
Ziemlich im Kontrast stehend mit dem Bild, das ich eigentlich kenne: einmal falsch husten, zack, Kind weg.
Das öffentliche Interesse ist viel geringer geworden und wenn Not am Mann ist, wird häufig weggeschaut.
Kinder sind schließlich nicht nur Zuhause, sie erleben auch die Gegend und nehmen das mit, was um sie herum geschieht.
Ne alte Frau liegt am Boden, keiner hilft.
Hat auch schon alles Schlagzeilen gemacht.
Diskussion: Gesellschaft voller Egoisten?

Auch fehlende Begeisterung in der Gesellschaft schlägt zu Buche.
Wir freuen uns einfach zu wenig.
Wenn jemand begeistert was erzählt, hört er nur “oah, wie toll...“

Genau hier auch wieder ein Knackpunkt: Das Kind bekommt nicht, was es braucht. 
Die Gesellschaft zerstört sich mental genauso, geh mal gucken, wie die Leute heute nicht mehr klar kommen.
Die Zahl der Depressiven steigt.
Wir beeinflussen uns alle genauso negativ.
Wie genau hören wir anderen zu?
Erkennt man schon daran, dass man Gesprächspartner ziemlich häufig über vergangene Gespräche nochmals aufklären muss, ihnen sogar noch ihre eigenen Worte vorhalten muss.
Genauso aber auch die Reaktionen auf kriminelle Machenschaften.
Die einzige Sache, bei der man noch Resonanz bekommt.
Nämlich bei Jugendlichen. “Boah, wie krass, alter, du bist Babo, Digga. Fetter Respekt, heilige Scheiße, krasser Typ.“
Was irgendwelche desinteressierte, langweilige Erwachsenen da zu sagen haben, interessiert die nicht die Bohne.

Ein gutes Elternhaus ist Gold wert, kann viel eindämmen, aber nur, wenn andere, die Einfluss auf das Kind haben (wie Kindergärten, direkte Umgebung) genauso sind.
Nicht selten kommt eine Pubertät und man trifft andere im selben Alter und es beginnt eine Zeit des Testens mit fragwürdigen Machenschaften.
Ab hier wird es interessant, wie die Gesellschaft da greift.
Guckt die weg? Ist sie ein gutes Vorbild? Was leben andere vor?
Oder sagen wir, was sagen andere Menschen?
Sixtus66 schrieb:Das zählt schon als delinquent? :D
Das ist definitiv nicht hilfreich.


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Aggressivität bei Jugendlichen - Was kann man dagegen tun?

05.11.2017 um 22:27
@sunshinelight
Genau das Gegenteil kenne ich. Wenn man ein Leben lang eingeschränkt und utnerdrückt wird rächt man sich irgendwann, das sind dann oft die Partysüchtigen die auch Alk oder Drogen nehmen, weil die keine anständige Kindheit hatten.

Es gibt einen Zwischenbereich zwischen Alles Durchgehenlassen und dem Kind keinerlei Freiheiten zugestehen. Ich bin schon als Vierjähriger um 23 Uhr ins Bett, weil ich einfach einen anderen Rythmus draufhab, lag selbst da dann erstmal zwei Stunden wach oder so. 
Eltern müssen einfach raffen dass Kinder Individuen sind und nicht mit Gewalt in eine Schublade gezwängt werden können. Zu viele Regeln sind genauso falsch, ein Kind dem man nichtmal TV Gucken erlaubt und wo die Mutter immer dranhängt wenn es sich mit Freunden trifft wird zu einem Zombie und entweder wissen die dann später selbst nicht was die wollen und leben das Leben eines Fremden, weil sie authoritär aufgewachsen sind oder sie merken es und platzen total, weil sie alles Verpasste nachholen müssen.
sunshinelight schrieb:Das öffentliche Interesse ist viel geringer geworden und wenn Not am Mann ist, wird häufig weggeschaut.
Es haben sich noch nie so viele (übrigens vor allem Jüngere) sozial und unentgeltlich engagiert wie heute. Die Flüchtlingskrise hat auch gezeigt wie viele freiwillige Helfer es gibt die das rein aus Spaß machen. Fast jeder den ich kenne hat mindestens eine Person in der Familie die da irgendwie mithilft, oder in anderen sozialen Bereichen tätig ist (Hilfe für Kinder, Jugendliche, Alte, Tiere oder Obdachlose).

Und das mit den Depressionen ist immer dieselbe Leier. Es gab immer Depressive, nur früher waren das alles Melancholiker, Faule, emotionale Frauen usw. weil die Krankheit nicht bekannt war. Frag mal ältere weniger Gebildete, die glauben immer noch nicht dass Depression existiert oder Grippe und Erkältungen durch Viren und nicht etwa kalte Füße hervorgerufen werden. Diese Leute waren früher der Großteil der Gesellschaft. Klar gab es dann nicht viele offizielle Depressive, Autisten, Schizophrene oder sonstwas, das wurde dann immer wertend betitelt und man gab denen selbst die Schuld, waren alles Verrückte und sowas.


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