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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

599 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Reisen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:27
@VanDusen
@martenot
@Filiz

Es sind doch gerade die skurrilen Dinge, die einem am Ende viel Freude bereiten können, nicht der Hochglanz.
In Lateinamerika gibt es auch vielerorts eine erstaunliche technische Einrichtung in öffentlichen Verkehrsmitteln:

Ihr kennt doch bestimmt von modernen Autos diese head up Displays, die wichtige und unwichtige Infos direkt auf die Scheibe projizieren?
Da habe ich schon oft ein head down display gesehen, mit dem der Fahrgast im Bus (wahrscheinlich durch einen unglaublichen Trick, haha) die ganze Zeit direkt auf den Straßenbelag blicken kann und damit ein Echtzeitbild des Asphalts erhält.

Ähnliches kann einem auch bei einigen Inlandsflügen in Kolumbien begegnen.

Wenn wir auf einer Reise mal 1 oder 2 Nächte Zwischenstation in einem Hotel machen, achte ich auch immer auf die Hotelkathegorie:
Vielleicht nicht die allerschlimste, aber eher so ein Laden, in dem auch ein örtlicher mittelmäßig erfolgreicher Handelsvertreter absteigen würde, so ein Typ, der Duschvorhänge aus Rollkoffern an Hotels verkauft. Der Erlebniswert ist oft sehr hoch. Man fragt aber besser nicht 'Wo geht es hier zum Wellness', auch nicht wenn man das in landessprache fragen kann.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:31
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Da habe ich schon oft ein head down display gesehen, mit dem der Fahrgast im Bus (wahrscheinlich durch einen unglaublichen Trick, haha) die ganze Zeit direkt auf den Straßenbelag blicken kann und damit ein Echtzeitbild des Asphalts erhält.

Ähnliches kann einem auch bei einigen Inlandsflügen in Kolumbien begegnen.
Hihi... und schon hab ich auch schöne Erinnerungen, muss lächeln, hab nachträglichen Spaß. :)


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:34
Ja genau. Und diese Erlebnisse sind es letztlich, die mir das Reisen so wertvoll machen. Es bleiben Erinnerungen, an die ich noch viele Jahre später mit Freude oder mit Lächeln zurückdenke. Somit ist eine Reise eben doch viel mehr als nur ein kurzzeitiges Ereignis.

Wie gesagt, mich bringen schöne Reiseerlebnisse oft viel länger und nachhaltiger zum Lächeln als der Erwerb eines Gegenstandes oder Geräts.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:38
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es sind doch gerade die skurrilen Dinge, die einem am Ende viel Freude bereiten können, nicht der Hochglanz.
Das gilt auch für die Wahl der Reiseziele. Ich habe besagten Freund später in Nordkorea besucht, wo er, wie rund 100 andere westliche Ausländer auch, ein ganz normales Leben führte. Hochglanz ist in dem Land gar nichts, dafür ist vieles einfach unglaublich bizarr und ganz anders, als ich es erwartet hatte. Dank der Beziehungen meines Kumpels konnte ich dort völlig unbehelligt, ohne irgendwelche Aufpasser oder dergleichen, herumstromern und Land und Leute auf mich wirken lassen.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:45
@VanDusen
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Dank der Beziehungen meines Kumpels konnte ich dort völlig unbehelligt, ohne irgendwelche Aufpasser oder dergleichen, herumstromern und Land und Leute auf mich wirken lassen.
Wow, das ist wirklich ungewöhnlich. Nach Nordkorea hätte ich mich tatsächlich nicht getraut. Aber eine Erfahrung, die bestimmt, sehr interessant ist.

Manche Leute gehen das Thema Reisen abseits der Bettnbeurg für Touris sehr ängstlich an, Du geradezu als Gefahrensucher. Aber aus meinen Erfahrungen habe ich auch eine Sorglosigkeit entwickelt, die auch nur zum Teil berechtigt ist. Aber solange ich mich verständlich machen kann, was praktisch für ganz Nord- und Südamerika gilt, fühle ich mich sicher genug. Aber auch in Peru und Bolivien gibt es Gegenden, wo meine Sprachkenntnisse wenig helfen, örtliche Dialekte von Quechuan verstehe ich absolut nicht.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:46
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ja genau. Und diese Erlebnisse sind es letztlich, die mir das Reisen so wertvoll machen. Es bleiben Erinnerungen, an die ich noch viele Jahre später mit Freude oder mit Lächeln zurückdenke. Somit ist eine Reise eben doch viel mehr als nur ein kurzzeitiges Ereignis.

Wie gesagt, mich bringen schöne Reiseerlebnisse oft viel länger und nachhaltiger zum Lächeln als der Erwerb eines Gegenstandes oder Geräts
Mich ziehen solche Erinnerungen eher runter, eben weil sie nur noch Erinnerungen und nicht mehr sind.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:52
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Mich ziehen solche Erinnerungen eher runter, eben weil sie nur noch Erinnerungen und nicht mehr sind.
Wobei die Erinnerungen eben ein Teil von mir werden. Und wenn man gemeinsam verreist ist, kann man immer wieder drüber reden, in Form von Anekdoten, und sich gemeinsam freuen.

Seltsamerweise zieht mich oft eher der Kauf von Gegenständen runter. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, und ich kann es auch nicht gut beschreiben: aber wenn ich so ein neues Paket zuhause habe und öffne, dann freue ich mich nicht wirklich darauf, sondern fühle eine innere Leere. Und spätestens ein paar Tage später spielt die Neuerwerbung kaum noch eine Rolle für mein Wohlbefinden.

Auf Reisen hingegen fühle ich mich lebendig und im positiven Sinne neugierig auf das Leben. Es macht meine Psyche frisch und wach.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:54
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Du geradezu als Gefahrensucher.
Ich bin beileibe kein Gefahrensucher, ich habe ein paar ganz einfache Regeln, die ich überall befolge und mit denen ich bislang immer gut gefahren bin: die landestypische Version konservativer Kleidung tragen, stets so wirken, als ob man ein festes Ziel hat, keine Fotos machen, nicht gaffen, alles, was irgendwie mit Militär zu tun hat, noch nicht einmal anblicken, dasselbe essen und trinken wie die Einheimischen und niemals fragen, was in einem Gericht drin ist.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:58
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wow, das ist wirklich ungewöhnlich. Nach Nordkorea hätte ich mich tatsächlich nicht getraut. Aber eine Erfahrung, die bestimmt, sehr interessant ist.

Siehe ich genauso, reizt mich auch nicht, mich hat mein bester Freund mal überredet nach Südkorea zu fliegen, schönes Land an für sich, aber hat mich nicht umgehauen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es sind doch gerade die skurrilen Dinge,
Jaa, nicht nur die Örtlichkeiten, sondern auch die Menschen. Als ich zum zweiten mal in Israel war, da war ich noch Studentin und bin nicht gerade mit vollen Taschen nach Israel gefahren, da war ich mein israelischen Kumpel Freitag nachts in einer Bar, die nicht gerade um die Ecke war, weder zu meinem Hostel noch zu seiner Wohnung, aber wir sind auf dem Hinweg, einfach gelaufen, (circa 45 min), da am Shabbat keine öffentlichen Verkehrsmittel verkehren und Taxis für zwei Studenten einfach zu teuer ist. Na ja, wir sind gut angekommen, aber wie man es sich denken kann, sind wir nicht in eine Bar gegangen, um dort Cola oder Fanta zu trinken,sondern ich sag mal so, wir haben es etwas übertrieben und natürlich war das mitgenommene Geld weg für Alkohol. Also auf dem Rückweg keine Möglichkeit ein Taxi zu nehmen und laufen konnten wir unmöglich in diesem Zustand, da geht mein israelischer Kumpel zu einem Beamten und fragt ihn, ob er uns nach Hause fahren kann, ich war schockiert, weil ich mich sowas nie trauen würde, egal ob ich betrunken bin oder nuchtern, er hat natürlich uns den Tipp gegeben ein Taxi zu nehmen, aber das war nicht möglich und er meinte es ist unmöglich, dass er uns fahrt, da er Dienst hat und dort nicht einfach wegfahren kann. Also hat er sein Portmonee rausgeholt und ihm Geld in die Hand gedrückt für ein Taxi, als ich auf Englisch gesagt habe, dass er mir sagen soll, wann er morgen Zeit hat, dass ich es ihm bringen will, will mir nicht vorstellen, wie ich ihm das gesagt habe, ich erinnere mich nur dass er abgewunken hat.

Ich will damit sagen, dass man auch in Situationen kommt im Ausland, was man einfach von seinem Herkunftsland nicht kennt. Es ist nur einer der vielen Beispiele, die mich heute noch zum lachen bringen.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 14:58
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Manche Leute gehen das Thema Reisen abseits der Bettnbeurg für Touris sehr ängstlich an, Du geradezu als Gefahrensucher.
Nicht erst das, sondern kann Angst auch schon die Entscheidung überhaupt noch mal zu verreisen bzw. dafür fliegen zu müssen beeinflussen.

Es hat nach 9/11 Jahre gedauert, bis meine Mutter wieder in einen Flieger gestiegen ist. Mit bester Freundin nach Malle.

Sie hatte seit den Terroranschlägen richtige Angst vorm Fliegen und meinte auch immer wieder, dass sie unsere USA-Reise im Oktober 2000 storniert hätte, wären die Anschläge in dem Jahr passiert.

Ich fragte sie, warum sie dann nicht schon auch im Oktober 2000 Angst vorm Fliegen bekommen hat, denn eigentlich hätte sie auch schon das Concorde-Unglück im Sommer 2000 abschrecken müssen.
Hatte sie angeblich nicht so mitbekommen. 9/11 hatte bei ihr sehr lange nachgewirkt.


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08.06.2021 um 15:03
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Es hat nach 9/11 Jahre gedauert, bis meine Mutter wieder in einen Flieger gestiegen ist. Mit bester Freundin nach Malle.
Kurz nach 9/11 hatte ich auch ein mulmiges Gefühl. Wir hatten damals schon eine Kanadareise geplant gehabt, die wir trotzdem auch durchgeführt haben. Aber ich weiß noch, dass ich damals auch etwas Bauchschmerzen beim Fliegen hatte.

Das Gute ist: wenn man trotzdem ziemlich zeitnah wieder anfängt zu reisen, dann verfliegen die Ängste auch wieder. Bleibt man jedoch zuhause, können sich die Ängste festsetzen oder sogar verstärken.


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08.06.2021 um 15:06
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:alles, was irgendwie mit Militär zu tun hat, noch nicht einmal anblick
Ich habe bei meinen ersten Reisen nach Israel viele Fotos von Polizeibeamten oder Soldaten gemacht, in Israel finde ich die Männer in Uniformen besonders attraktiv. Also es gab nie Probleme, klar sollte man die schon fragen und nicht heimlich knipsen:)


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 15:08
Zitat von FilizFiliz schrieb:Also es gab nie Probleme, klar sollte man die schon fragen und nicht heimlich knipsen:)
Ich denke, das hängt vom Land ab. Es gibt durchaus Länder, in denen man sehr empfindlich reagiert, wenn jemand militärische Einrichtungen fotografiert. Sogar verkehrstechnische Anlagen (z.B. Bahnhöfe) gelten in einigen Fällen schon als brisant (warum auch immer).


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08.06.2021 um 15:10
@martenot
Da stimmt natürlich, ich wollte damit nur sagen, dass nicht jedes Land darauf paranoid reagiert :)


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08.06.2021 um 15:13
@Filiz
@martenot

Ich bemerke auch immer dass ich nach der Rückkehr wieder einen ganz anderen Blick auf mein Leben, besonders auf Probleme und Dinge die mich ärgern, habe.

Wenn ich an den harten Alltag der Andinos oder die nette ältere Dame, die auf der Straße Kartoffeln verkauf, denke schalte ich direkt ein bißchen zurück, wenn ich mal glaube dass mir ungerechtfertigt etwas Blödes zustößt.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 15:16
Zitat von martenotmartenot schrieb:Seltsamerweise zieht mich oft eher der Kauf von Gegenständen runter. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, und ich kann es auch nicht gut beschreiben: aber wenn ich so ein neues Paket zuhause habe und öffne, dann freue ich mich nicht wirklich darauf, sondern fühle eine innere Leere. Und spätestens ein paar Tage später spielt die Neuerwerbung kaum noch eine Rolle für mein Wohlbefinden.
Das geht mir in der Tat hin und wieder auch so.
Nicht so jedoch bei Musik CDs und Lautsprechern. Extrem wichtig für mein Wohlbefinden und hat langen Nutzen.
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Ich bin beileibe kein Gefahrensucher, ich habe ein paar ganz einfache Regeln, die ich überall befolge und mit denen ich bislang immer gut gefahren bin: die landestypische Version konservativer Kleidung tragen, stets so wirken, als ob man ein festes Ziel hat, keine Fotos machen, nicht gaffen, alles, was irgendwie mit Militär zu tun hat, noch nicht einmal anblicken, dasselbe essen und trinken wie die Einheimischen und niemals fragen, was in einem Gericht drin ist.
Na ja, übertreiben kann mans auch. Man kann auch nicht landestypische Kleidung tragen und trotzdem nicht wie ein Touri aussehen.
Und Urlaub bzw. Reisen werden für mich noch sinnloser, kann ich keine Fotos oder Videoaufnahmen machen. Handfeste Erinnerungen dürfen es gerne sein.
Gaffen ist wirklich unschön. Versuche ich auch zu vermeiden.

Auch militärisches kann interessant sein und gehört ja zu einem Land dazu. Warum nicht mal anschauen, wenn legal möglich?


Und alles reinzwängen muss man sich doch auch nicht, nur weils die Einheimischen essen.

Und Allergiker haben nicht mal die Wahl, sondern müssen nach Inhalt fragen.


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08.06.2021 um 15:16
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn ich an den harten Alltag der Andinos oder die nette ältere Dame, die auf der Straße Kartoffeln verkauf, denke schalte ich direkt ein bißchen zurück, wenn ich mal glaube dass mir ungerechtfertigt etwas Blödes zustößt.
Kann ich dir zustimmen, man ist froh ein Leben zu haben, wo man sich über Geld keine Sorgen machen muss und ich habe auch germekt, nicht nur bei mir, ich war eigentlich immer ziemlich offen, dass Menschen, die viel von der Welt gesehen haben und dort auch noch Kontakte pflegen, auch offener im Alltag werden, tut zumindest einigen sehr gut.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 15:33
Zitat von mokuzaimokuzai schrieb:Klar, sollte das gehen. Nur je nachdem was Person X pro Monat auf die Seite bringen kann sind eben 500-600 € mal 1 - 1,5 Jahr(e) sparen und wenn es dann so weit ist , stellt sich für viele die Frage ob es das dann Wert ist.
Und da hätten wir eben wieder den Punkt, wenn man es möchte ist es das einen halt wert. Natürlich muss man dafür auch Abstriche im täglichen Leben machen, aber selbst mit ALG 2 ist das möglich. Wenn es einen das nicht wert ist, dann macht man die Abstriche halt nicht. Das kann ich auch verstehen, warum sich ein Jahr lang einschränken für eine Woche Urlaub? Dazu muss es einen halt wirklich interessieren (oder man will halt was beweisen), denn wenn ich wissen will wie es irgendwo auf der Welt aussieht kann ich auch googeln.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

08.06.2021 um 15:35
Ich glaube so Länder in denen die Einheimischen erwarten, voraussetzen würden, dass man sich zu 100% ihren Gepflogenheiten anpasst und wenn man es nicht tun würde, dann böse Blicke ernten, offene Ablehnung zu spüren bekommen würde, wären nichts für mich.

Tolerante, weltoffene, hilfsbereite Länder und in denen sich auch ausländische Touristen nicht auf Biegen und Brechen verstellen und anpassen müssen und sich auch offen als Touristen, die verständlicherweise vielleicht nicht immer einen Plan haben, zu erkennen geben können, bevorzuge ich eher. Immerhin muss mir ja auch die Reise Spaß machen und nicht nur den Einheimischen gefallen.


Großes Lob meinerseits geht hier übrigens an die Türkei, auch abseits der Tourigegenden, an Paris und an den Bundesstaat Californien. New York, insbesondere Manhattan, nur teilweise.


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08.06.2021 um 15:45
@Filiz

Bei den Andenbewohner Perus kann man zB lernen, dass man sich einfach gar keine materiellen Sorgen machen muss, wenn man genug zu essen für die nächsten Wochen hat. Und man kann in ganz Lateinamerika lernen, dass man auch auf 62qm eine wirklich schöne und große Familienfeier machen kann. Ohne Tanz natürlich völlig undenkbar. Und auch der Stellenwert des Tanzes in Peru hatte mich doch noch mal überrascht, schon in Kindergarten und Schule.

@rhapsody3004

Ich versuche mich in gewissem Rahmen auch immer dem Leben vor ort anzupassen, aber jetzt weniger um keinen in die Schnauze zu kriegen, sondern um das halt zu er-leben. Natürlich übertreibe ich es nicht. Aber so ein bißchen lokale Kleidung gehört für mich dazu, ist aber Geschmacksfrage. Liegt auch daran, dass ich den üblichen Touristen Look nicht mag so mit einem Comic Shirt und der Aufschrift 'Was reimt sich auf Uschi?' und passender Bebilderung.

Und ich würde einen Reisetag als verloren betrachten, wenn ich nicht landestypisch essen würde. Daher gäbe es für mich kein Jägerschnitzel in Bangkok und keine Miracoli in Lima.

Alligatoah hatte mal mit einer Zeile gesungen, welche Art des Reisens nichts für mich ist:

Ich sitz in einem Star Bucks in Phuket, bedient von einer Kellnerin aus Mainz....


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