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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

601 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Reisen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 18:50
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Soviel zum Thema „Arme Länder und Zivilisation“.
Zumindest nach meiner subjektiven Erfahrung ist nicht ausschlaggebend, wie arm oder reich das betreffende Land im Ganzen ist, sondern wie groß das Wohlstandsgefälle innerhalb des Landes ist. Die noblen Ecken Londons, der Côte d’Azur und Roms z. B. habe ich als riskanter erlebt als viele ärmere Gegenden.

Viele dieser Risiken kann man abwehren, indem man unter dem Radar fliegt und/oder geeignete Schutzmaßnahmen ergreift. Mein Vater z. B. war ein begeisterter Hobbyfotograf und schwor auf (teure) Kameras der Marke Hasselblad. Unter den Erbstücken, die er mir vermacht hat, ist eine Hasselblad mit einem total zerfetzten ledernen Tragriemen. Vor einem Urlaub an der Côte d’Azur hatte er ein langes Sägeblatt durch das Innere des Lederriemens geschoben. Direkt am ersten Tag nach seiner Rückkehr ins Hotel bemerkte er, dass jemand unbemerkt versucht hatte, den Lederriemen durchzuschneiden, aber an der Stahleinlage gescheitert war. So ging es danach weiter, Tag für Tag. Er hat niemals etwas gespürt, niemals etwas gesehen, aber mit jedem neuen Tag wurde der Riemen fransiger.

Heutzutage würde dieser Trick wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, heutzutage würde man ihn einfach umhauen, aber ich lasse mich davon gerne inspirieren und entwickele meine eigenen Tricks.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:07
Zitat von mokuzaimokuzai schrieb:Ich meinte es bezogen auf den Spruch - und so eine Flugreise ist nunmal teuer.
Als Alexander von Humboldt (1769 bis Mai 1859) diesen Spruch äusserte, gab es noch nicht mal Flugzeuge - aber das nur so ganz am Rande als Geschichts-Nachhilfe. :D


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:08
@VanDusen
die Idee deines Vaters ist echt clever. Ich finde, man kann ruhig vorsichtig sein, aber mit Angst unterwegs zu sein versaut auch den Aufenthalt, ich war in Mexiko alleine, habe mich zu keiner Zeit gefürchtet


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:17
Zitat von FilizFiliz schrieb:Ich finde, man kann ruhig vorsichtig sein, aber mit Angst unterwegs zu sein versaut auch den Aufenthalt
Wenn man Angst hat sollte man meiner Meinung nach gar nicht in dieses Land reisen da es einem nur den Aufenthalt vermiest. Vorsichtig sein und Grundregeln beachten ist das A&O. In den USA passen wir immer auf nachts nicht in die ganggebiete wie South Central und Alhambra in LA zu gehen sondern nur in Gebiete wo viel los ist. Auf Mallorca sollte man nicht alleine abends/Nachts in gewisse areale gehen. Solange man sich an einzelne Grundregeln hält sollte man einfach eines tun und zwar den Urlaub genießen und Spaß haben.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:19
Zitat von ribsterribster schrieb:Wenn man Angst hat sollte man meiner Meinung nach gar nicht in dieses Land reisen da es einem nur den Aufenthalt vermiest.
Ich hatte eigentlich nie Angst, nur Nordkorea und China gruselt mich, aber da die mich so auch nicht interessieren, reise ich dort nicht hin


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:23
Zitat von FilizFiliz schrieb:Ich hatte eigentlich nie Angst, nur Nordkorea und China gruselt mich, aber da die mich so auch nicht interessieren, reise ich dort nicht hin
Genauso mache ich das auch. Obwohl einmal bin ich in ein Land gereist wovor ich Angst hatte, Australien , aber da hatte ich eher Angst vor den ganzen Dingen die einen dort umbringen wollen, als vor den Menschen.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:27
@ribster
Ich habe sonst keine Berührungsängste mit einer anderen Kultur, man lernt viel dazu.
Ich muss sagen in China und Nordkorea passt mir das politische System nicht, genauso wenig wie Russland . In arabischen Ländern habe ich auch ein Problem mit deren Verständnis für Frauenrechte.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:31
Zitat von FilizFiliz schrieb:Ich hatte eigentlich nie Angst, nur Nordkorea und China gruselt mich
Nordkorea kann ich ja bis zu einem gewissen Grad verstehen, allein aufgrund der negativen Presse, aber China ist auf jeden Fall eine Reise wert.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 19:34
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:aber China ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Nie, lass mal, deren politische System ist nicht so meins. Aber das ist eine persönliche Sache, zudem interessiert mich weder die Kultur noch das Land


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

09.06.2021 um 23:13
Auf jeden Fall sollte man sich auf weitere oder längere Reisen bzw. Auslandsaufenthalte gut vorbereiten.

Wenn ich früher im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit irgendwo hingereist bin, habe ich mich meist ein paar Monate vorher über das Land schlau gemacht. Damals, als es noch kein Internet gab, eine mühselige Angelegenheit. Bücher besorgt, Botschaften bzw. Konsulate kontaktiert, mit anderen Menschen, die von dort kamen oder schon mal dort waren, ausgetauscht. "Sitten und Gebräuche" studiert, Impfungen gegen Tod und Teufel, rudimentäre Sprachkenntnisse angeeignet...

Ich habe mir früher bei Auslandsreisen wichtige Sätze wie "Ich bin deutscher Journalist, wenn sie mich jetzt erschiessen, werde ich negativ über sie berichten!" auf kleinen Karteikärtchen in Lautschrift (oder was ich dafür hielt) notiert. Das war im arabischen Sprachraum besonders lustig, zumal mir meine erste Ehefrau dann sagte, was ich da ggf. tatsächlich gesagt hätte, weil ich da wohl sehr frei "übersetzt" hatte. Die hätten mich wahrscheinlich beim ersten Satz schnurstracks final abgelocht.

Glücklicherweise fanden sich überall Menschen, die zumindest eines Basic-English mächtig waren.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 01:04
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Meine Rechnung: 120 Länder, 1x in Neapel ausgeraubt (Freundin verletzt), 1x in Portugal Auto alle Fenster eingeschlagen und alles raus.
Soviel zum Thema „Arme Länder und Zivilisation“.
Zählt auf Malle ne Schlägerei mit Engländern auch?
Zitat von ribsterribster schrieb:In den USA passen wir immer auf nachts nicht in die ganggebiete wie South Central
Nach South Central solltest Du auch tagsüber nicht gehen, das ist extrem fahrlässig.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 05:29
Zitat von DoorsDoors schrieb:Als Alexander von Humboldt (1769 bis Mai 1859) diesen Spruch äusserte, gab es noch nicht mal Flugzeuge - aber das nur so ganz am Rande als Geschichts-Nachhilfe. :D
Wann Er das gesagt haben könnte war mir Bekannt; nur hier gilt der Zeitpunkt des Zitates und der Bezug auf die aktuelle Zeit.

Sonst kann ich immer irgendwelche "ollen Kamellen" zitieren und mich hinterher mit irgendwelchen Dingen rausreden ;-)


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 06:35
Zitat von cejarcejar schrieb:Zählt auf Malle ne Schlägerei mit Engländern auch?
Hängt davon ab wer angefangen hat. Für Beteiligte wer verloren hat.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 07:47
Zitat von cejarcejar schrieb:Nach South Central solltest Du auch tagsüber nicht gehen, das ist extrem fahrlässig.
Nicht unbedingt, die Cousine meiner Frau wohnt dort mit ihrem Mann so lange man sich normal verhält und nicht nach richie Rich aussieht geht es tagsüber eigentlich. Besonders da seit 5 Jahren auch dort schon das aufwerten des Stadtteils begonnen hat. Gefährlich ist es natürlich immer noch aber andere Stadtteile haben SC schon den Rang abgelaufen wie Alhambra und so.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 07:50
Zitat von cejarcejar schrieb:Nach South Central solltest Du auch tagsüber nicht gehen, das ist extrem fahrlässig.
Ernst gemeinte Frage, aber ist das wirklich so schlimm oder noch so schlimm oder fördert diese Meinung nur gewisse Filmchen?

In diesen sogenannten Ganggegenden waren wir damals natürlich nicht, oder ich habe es vergessen, haben viele Stadtteile von Los Angeles gesehen.



Über die AWO 98 eine Reise nach England gemacht. In Folkestone meinte man zu uns, dass wir uns nicht unbedingt als deutsche Jugendliche zu erkennen geben sollten.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 08:14
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ernst gemeinte Frage, aber ist das wirklich so schlimm oder noch so schlimm oder fördert diese Meinung nur gewisse Filmchen?
In vielen ganggegenden hat schon die gentrifizierung (ob das nun gut ist sei mal dahingestellt aber es wird zumindest sicherer) angefangen wie eben in South Central und anderen Teilen. Eric Garcetti hat seitdem er im Amt ist recht viel dafür getan die Gegenden sicherer zu machen. Gefährlicher ist es eher in Gebieten im LA County wie Huntington Beach je nachdem welche Hautfarbe du hast da diese Stadt tief tief Donald Trump rot ist oder eben Alhambra oder so. Man darf aber die Sicherheit in fast keiner amerikanischen Stadt mit der in Europäischen vergleichen da die Kriminalität eben weitaus höher ist als hier nur mal zum Vergleich nur der Stadt Arizona mit 7,2 Millionen Einwohnern hat höhere Mordzahlen als ganz Deutschland von Kalifornien sollte man da gar nicht erst anfangen.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 08:19
Zitat von DoorsDoors schrieb:Wenn ich früher im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit irgendwo hingereist bin, habe ich mich meist ein paar Monate vorher über das Land schlau gemacht.
Das mache ich eigentlich vor jeder größeren Reise so, obwohl ich nicht beruflich unterwegs bin. Aber die Vorbereitungen, das Einlesen in die Landeskunde und das (zumindest rudimentäre) Einarbeiten in die Sprache gehören für mich zu den interessantesten Aspekten einer Reise. Wenn man sich vorher gut informiert, ist eine Reise gleich doppelt so faszinierend, finde ich.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 08:36
Zitat von ribsterribster schrieb:In vielen ganggegenden hat schon die gentrifizierung (ob das nun gut ist sei mal dahingestellt aber es wird zumindest sicherer) angefangen wie eben in South Central und anderen Teilen. Eric Garcetti hat seitdem er im Amt ist recht viel dafür getan die Gegenden sicherer zu machen. Gefährlicher ist es eher in Gebieten im LA County wie Huntington Beach je nachdem welche Hautfarbe du hast da diese Stadt tief tief Donald Trump rot ist oder eben Alhambra oder so. Man darf aber die Sicherheit in fast keiner amerikanischen Stadt mit der in Europäischen vergleichen da die Kriminalität eben weitaus höher ist als hier nur mal zum Vergleich nur der Stadt Arizona mit 7,2 Millionen Einwohnern hat höhere Mordzahlen als ganz Deutschland von Kalifornien sollte man da gar nicht erst anfangen.
Danke dir.

Und insbesondere deinen letzten Satz glaube ich dir sofort und ist auch belegbar.

Und insgesamt betrachtet bleibe ich dabei, dass die Armut in den USA, auch nicht mit unserer deutschen Armut zu vergleichen, einen nennenswerten Anteil daran hat. Armut und überhaupt soziale Unausgewogenheit und Unzufriedenheit und Zukunftsängste fördern nun mal Kriminalität. Natürlich nicht jede, aber bestimmt Diebstähle, Raub, Mord oder im speziellen Raubmorde, Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche zusammen mit Diebstählen, also Einbrüchen, Betrug, verschiedene Drogendelikte usw....

Die USA haben insgesamt natürlich auch eine viel höhere Einwohnerzahl als Deutschland. Logisch dass allein nur deshalb auch mehr passiert. Aber so einfach kann es sich denke ich nicht machen.
Tja, und der Besitz von Schusswaffen bzw. die laschen Waffengesetze kommen dann am Ende noch hinzu und begünstigen Taten, die am Ende nicht mal etwas mit Armut und sozialem Unfrieden zu tun haben.

Unser strenges Waffengesetz und auch unser grundsätzliches Sozialstaatsprinzip bewahren uns in Deutschland vor Schlimmeren. Da bin ich mir ziemlich sicher. Nicht nur bzgl. Kriminalität, sondern auch bzgl. sogenannter Schandflecken oder Armutsvierteln, die schon als Slums durchgehen würden und nicht gerade (überhaupt nicht) positiv für ein Stadtbild sind.


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10.06.2021 um 08:44
@martenot
Zitat von martenotmartenot schrieb:Was nicht heißt, dass man nicht trotzdem Opfer eines Überfalls werden könnte, denn es werden ja auch Brasilianer überfallen.
Wir wurden damals in unserer eigenen Garage in Brasilien überfallen. Meine Mutter mit drei kleinen Kindern auf dem Rücksitz hat einfach kooperiert und alles ging gut.
Ihr wurde auch ihre Goldkette gelassen.

Aber ja dieser Dieb hatte nichts zu verlieren und es ging um sein Überleben.
Nachher hatte sie dann einfach ein wenig Geld in der Tasche das sie bei einem eventuellen überfall schnell zur Hand hatte. Auch wir sehen eher europäisch aus, aber man kann sich so kleiden das man nicht auffält.

Zudem sollte man seinen Instinkten folgen. Ich wurde noch nie überfallen oder ausgeraubt und verhielt mich unauffällig.
Gerade Südamerika hat mich und meine ganze Familie immer wieder angezogen. Es kann gefährlich sein, aber dies wird durch den anderen Aspekt, die Menschlichkeit und Wärme, mehr als ausgeglichen.

Diesen Kontrast zu Europa zu sehen, war für mich etwas sehr wichtiges. Denn hier gibt es zu Teil eine Emotionale Kälte die etwas befremdlich ist. Wenn diese mal nicht da ist, gibt dies eine andere perspektive auf das Leben die ich nicht missen will. :)

Niemand muss wegreisen, aber hat mich persönlich im positiven sinne verändert.


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Kein Bedürfnis weit zu reisen - verpasst man wirklich so viel?

10.06.2021 um 08:59
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Es kann gefährlich sein, aber dies wird durch den anderen Aspekt, die Menschlichkeit und Wärme, mehr als ausgeglichen.
Gerade die Menschlichkeit und Wärme haben mir in Südamerika auch sehr gut getan. Auch im eher europäisch wirkenden Chile waren die Leute in der Regel sehr nett und liebenswürdig. Überall wurde gegrüßt und viel gelächelt, und man hat häufig versucht, mit uns ein nettes Gespräch anzufangen oder zumindest ein paar Worte zu wechseln (was dazu geführt hat, dass mein Spanisch im Lauf der Zeit besser wurde).

Überfallen sind wir auch nie geworden, obwohl man uns hin und wieder gewarnt hat. Aber insbesondere in Chile habe ich eigentlich nie ein Gefühl von echter Bedrohung gespürt.


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