Optimist schrieb:ich hatte ja auch mal diesen Vergleich gebracht, jedoch nur auf deinen eigenen Vergleich hin, was Tötung auf der Weide durch den Wolf vs Tötung im Schlachthaus betrifft.
Hatte dazu auch geschrieben, dass ich finde, die Schafe sind nach einem Wolfsriss vermutlich viel länger traumatisiert - wohlgemerkt die überlebenden Schafe meine ich, nicht die Getöteten.
Ich weiß! Das sagtest du. Für mich findet jedoch ein ggf auch ungewollte Relativierung statt, wenn man es abtut was mit den Tieren so im Schlachthaus passiert und wie diese sich dabei fühlen, aber man gleichzeitig auf Traumata bei zB überlebenden Schafen eines Wolfangriffes daherkommt.
Ich hoffe du kannst mich da etwas verstehen. Warum ist denn die Traumata des überlebenden Tiere auf der Weide schlimmer als die Traumata anderer Tiere? Weil es hier um den Wolf geht? Wenn nicht, dann ist kein Vergleich und keine Relativierung nötig.
Optimist schrieb:es geht wie gesagt um die noch lebenden Schafe, die solch einen Wolfsriss mitbekamen, dass diese dann vermutlich für längere Zeit traumatisiert sind.
Hoffe, ich konnte es jetzt deutlicher machen worum es geht, als vor einigen Tagen.
Ich habe das schon vorher verstanden was du sagen willst, dennoch folge ich deiner Argumentation nicht. Du wertest unbewusst oder bewusst die Traumata und Gedanke/Instinke der Tiere, mal positiver, mal negativer, je nachdem wie du den Protagonisten gut und schlecht findest.
Optimist schrieb:Ja und selbst wenn, wer soll denn glauben, dass es in Gesamt-Beandenburg Risse gibt, aber ausgerechnet in der Lausitz, wo auch viele Wölfe leben - gibt's keine?
Wäre schon ein großer Zufall.
Das soll keiner Glauben, ich habe nur geäußert, das ich in der Lausitz(Brandenburg) lebe, und nie von einem Problem in meiner Region trotz Kenntnis und Gespräch mit Förstern und Jägern kenne und ich ebenso keine Wolf gesehen habe(eine Ausnahme, ein ertrunkener Jungwolf).
Das es g in meiner Region keine Probleme wie ggf woanders gibt liegt natürlich hier nicht am Wolf allein, sondern sind auch andere Umstände zu betrachten. Die Wiesen und Weidennutzung ist zB in Norden Brandenburgs eine ganz andere., in Westen ebenso.
Optimist schrieb:hast du dich hier verschrieben und es fehlt ein "nicht"?
Falls nicht verschrieben:
Was gibt es an dem Status "Richtlinien erfüllt" auszusetzen?
Wenn dies offensichtlich nicht reichte, dann sind die Richtlinien falsch, mMn.
Quelle:
und in 32 Fällen (12 Prozent) waren die gerissenen Nutztiere entsprechend der vom LfU empfohlenen sehr guten Herdenschutzmaßnahmen geschützt.
Quelle:
https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aufgaben/natur/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/woelfe-in-brandenburg/schadensmanagement/nutztierrisse/#Es gibt Richtlinien die minimieren Risse durch Wölfe an Nutztieren. Nur bei 12 & der Risse wurden die Richtlinien erfüllt. Somit haben 88% Der Fälle vermieden oder gemindert werden können.
88% Der Halter haben Ihre Tiere nicht wie empfohlen ausreichend geschützt. Ausreichend bedeutet hier nicht zu 100% Sicher aber ausreichend um die Risswahrscheinlichkeit zu minimieren.
88% Der Halter kümmern sich also nicht ausreichend oder ignorieren oder denen ist es egal.. wer weiß, da kann man über die Gründe nur spekulieren, aber egal welche es sind in der Statistik ist dann der wolf erfasst und wird in den Medien und bei den Haltern zerrissen.
Das ist halt auch ein wenig Täter-Opferumkehr nur hier stellt sich der Mensch als Opfer dar auch wenn es die gerissenen Tiere sind.
Optimist schrieb:wenn jeder wirklich gut genug schützen könnte (dies in jedem Fall wirklich machbar wäre), würde ich dir zustimmen.
Es gibt keine 100% Sicherheit, aber man kann Risse minimieren, wie gesagt, 12 % haben nur bei der verlinkten Statistik das so versucht, der Rest war weniger geschützt, und der Ärger ist immer gleich groß...
Optimist schrieb:Jedoch sehe ich es noch immer nicht so, dass dies der Fall ist - für jeden, nicht mal für die Mehrheit der Weidetierhalter sehe ich das gegeben.
Und ja, ist nur meine Meinung. Wenn du umgedreht sagst, die Mehrheit könne sich gut genug schützen, ist das auch nur deine Meinung.
Unter "gut genug" verstehe ich, dass ein Wolf einen Zaun nicht überspringen und auch nicht untergraben könnte.
Immer sind 100%. Das gibt es nicht! Daher ist dein
Optimist schrieb:immer
ggf eine unbewusst Fluch, zu akzeptieren, dass der Wolf ein natürlich vorkommender Räuber ist und Weide und Nutztiere kein natürliches Verhalten und kein natürlichen Lebensraum beleben....
Mir geht es nicht um 100% Schutz, sondern um möglichst guten Schutz, im sinne der Nutztiere und des Wolfes. Wenn mehr Halter von Nutztieren sich passend schützen, dann kommt das nicht nur den Haltern, den Nutztieren sondern auch dem Wolf zugute. Jetzt reichen eben keine 2 Strippen mit 12V aus wenn dahinter schutzlose Schafe stehen und ein hungriges Rudel umherpirscht.
Du schnallst dich doch hoffentlich auch an, wenn du mit dem Auto fährt, oder wartest du auf deinen Nachbarn der dich anschnallt? Selbstverantwortung für Schutz, für dich und mich ist das doch selbstverständlich, warum dann alles auf den Wolf(Nachbarn) schieben?
;)