Röhrich schrieb:Warum wird auf etwas verwiesen und diese Studie wird nicht verlinkt?
Na, weil - wie da zu lesen - es sich um eine wissenschaftliche Begleitung eines Praxisversuchs handelte.
Dann Pressemitteilung.
Nicht jede wissenschaftliche Begleitung schafft es in einen eigenständigen Aufsatz.
Die auf die Schnelle Meldungen danach spar ich mir.
Noch einmal, es wurde gesagt: Wölfe sind klug, sie meiden Menschen, sie sind aber auch intelligente, anpassungsfähige Tiere.
Was auch bedeutet, dass sie ihre Risiko-Abwägung (von Risiko und Gelegenheit) adaptieren können. Im Rudel, nicht als Einzelgänger oder Wanderer.
Nichts da (an Kurzmeldungen Titeln) widerspricht dem.
Deshalb gibt es Wolfs Monitoring.
Ich habe auch nie widersprochen, dass Wölfe Probleme bereiten können, für Bauern und Weidehaltern.
Das ist nicht mein Feld und hat auch viel mit Politik zu tun.
Die Diskussion überlasse ich ... der Politik.
Da wird das Board hier eh nur wenig beitragen können.
Das meiste ist doch eh nur (dich nehme ich dabei aus) ... usw. usf.
Aber du willst mehr Italien? Mehr Wissenschaft?
Hier, in Italien haben sie einen ähnlichen Versuch gemacht wie den oben verlinkten. Mit ähnlichem Ergebnis.
Il lupo ha ancora paura dell’uomo: lo studio che sfata i miti sul “predatore senza timore”
di Loredana Diglio
Wölfe haben immer noch Angst vor Menschen: Studie widerlegt Mythen über den „furchtlosen Jäger“
Von Loredana Diglio
Quelle:
https://www.lastampa.it/la-zampa/2026/02/23/news/lupo_paura_uomo-425176999/(Alles Folgend übs. mit Google.)
Der Wolf (Canis lupus) meidet Menschen. Er ist nicht der kühne und furchtlose Jäger, als der er in Volkssagen oder in den sozialen Medien dargestellt wird. Im Gegenteil, er hat eine tiefe Scheu vor Menschen, selbst wenn er immer näher an Siedlungsgebiete vordringt. Dies geht aus einer Studie hervor, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von einem internationalen Team unter der Leitung des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt. Erstautorin der Studie ist Martina Lazzaroni von der Universität Parma.
Die detaillierte Versuchsaufstellung mit 185 identifizierten Wölfen an 44 unterschiedlichen Orten spar ich aus. Kann man im Link lesen.
Und Ergebnis?
Menschenangst: Ein durchgängiges Signal
Aufnahmen menschlicher Stimmen lösten bei 81 % der untersuchten Personen eine Angstreaktion aus, unabhängig vom Urbanisierungsgrad des Gebiets: ein Zeichen dafür, dass menschliche Anwesenheit weiterhin als starkes Risikosignal wahrgenommen wird.
Quelle: ebenda
Du willst noch mehr Italien? Wissenschaft?
Interview mit Alberto Meriggi von vor paar Tagen.
Nein, kein Balkonbiologie. Professor, Universita di Pavia. Er beobachtet die Wölfe in Italien seit 40 Jahren.
Genau dieser Wandel erklärt die aktuelle Phase der Rückkehr des Wolfes: Nachdem er seine Präsenz im Apennin und in den Hügelgebieten gefestigt hatte, breitete sich die Art bis in die Po-Ebene aus. „Es gab einen langsamen Anstieg, der nicht nur in den Bergregionen stoppte, sondern sich auch auf die Ebenen ausdehnte; der Wolf überquerte sogar den Po“, sagt Meriggi, der dieses Phänomen seit den 1980er-Jahren beobachtet, als die ersten Sichtungen im Apennin bei Pavia auftraten ...
... „Es ist ein anpassungsfähiges Tier, kein Opportunist“, betont er und hebt hervor, dass der Wolf seine Beute weiterhin auf der Grundlage der Rudelerfahrung auswählt. Diese Veränderung wirkte sich auch auf das Verhältnis zu menschlichen Aktivitäten aus. In der Anfangsphase der Wiederansiedlung, als Wildtiere seltener waren, kam es häufiger zu Überfällen auf Nutztiere.
„Heute sind die Zahlen zurückgegangen“, sagt Meriggi und betont die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen, insbesondere von Elektrozäunen. „Wo es zu Raubtierangriffen kommt, müssen wir präventiv eingreifen und dürfen nicht glauben, das Problem durch das Töten einiger Wölfe lösen zu können.“ Große ökologische Korridore, wie der Tessiner Korridor, bleiben wichtige Ausbreitungswege, vor allem nachts, wenn die Tiere den Kontakt mit Menschen minimieren. Dieses Verhalten bestätigt die Fähigkeit des Wolfes, in stark vom Menschen beeinflussten Landschaften zu koexistieren und gleichzeitig seine Vermeidungsstrategien beizubehalten.
Öffentliche Wahrnehmung und die Zukunft des Wolfes
Laut Meriggi entspricht die öffentliche Wahrnehmung der Wolfspräsenz jedoch nicht immer der Realität. „Viele kursierende Berichte und Videos sind falsch oder aus dem Zusammenhang gerissen“, sagt er und verweist auf einen Verstärkungseffekt, der polarisierte Debatten anheizt. Er mahnt außerdem zur Vorsicht bei Themen wie Hybridisierung oder Angriffen auf Hunde, da das Problem seiner Meinung nach oft überschätzt wird. Nach fast vierzig Jahren der Beobachtung zeichnet sich das Bild einer dynamischen Spezies ab, die sich je nach Umweltbedingungen ausbreiten, anpassen und neu verbreiten kann. „Der Wolf bleibt ein Wolf“, schlussfolgert er. „Die Frage ist, ob wir ihn noch als das erkennen, was er ist.“
Quelle:
https://www.agi.it/scienza/news/2026-03-31/lupo-italia-36357106/Und damit ist eigentlich (fast) alles gesagt.
Und überlasse den Thread wieder ... usw. usf.
Und Caro Saluto.
Ok, wenn
@vincent wieder am Start sein sollte, komm ich vielleicht auch wieder dazu, wenns grad passt und die UH gut ist
:)