Allgoria schrieb am 06.07.2024:Ich wiege mich aktuell auch ca einmal die Woche, manchmal auch nur alle zwei Wochen, um direkt zu gucken, wohin die Reise kilomässig geht.
Seit fast einem Jahr gehört es zu meiner Routine, mich morgens zu wiegen und Körperumfänge zu messen. Zudem notiere ich die täglichen Schritte. Einfach für mich, um einen Überblick zu haben.
Es wird allgemein empfohlen, sich nicht täglich zu wiegen, sondern nur ca. einmal die Woche.
Durch das tägliche Wiegen weiß ich, dass Schwankungen von etwa bis zu 2kg von Tag zu Tag möglich sind. Da reicht es schon, wenn man dem Alkohol etwas mehr zuspricht oder salzig isst oder auch mal 1,2 Tage keinen Stuhlgang hatte. Viel spielen da auch Schwankungen mit hinein, die mit dem weiblichen Zyklus zu tun haben (was bei mir aber kein Thema mehr ist 🙏). Das Körpergewicht, das die Waage anzeigt ist daher nicht absolut zu betrachten.
Allgoria schrieb am 06.07.2024:Merke langsam die beginnende Zeit der Wechseljahre und will nicht stetig zunehmen.
Ich finde es gut, dass Du frühzeitig Deine Aufmerksamkeit darauf richtest. Ich hatte das nicht gemacht und mein Gewicht ging stetig nach oben. Wechseljahre und Corona haben sich darauf negativ ausgewirkt.
Ich fing auch schon an, Probleme zu bekommen. Wenn ich z.B. in die Knie gegangen war, musste ich mit den Händen nachhelfen, um mich wieder hoch zu drücken. Übergewicht ist auch schlecht für die Gelenke (vor allem die Kniegelenke).
Allgoria schrieb am 06.07.2024:Esse zwischen 13 und 19 Uhr. Manchmal nur zwischen 14 und 19 Uhr. Schaffe ich gut und macht mir nichts aus.
Und wie sehen Deine Mahlzeiten so aus?
Wie war es vorher gewesen?
gruselich schrieb am 11.05.2025:ich denke ich habe bisher vielleicht ein Kilo Fett verloren und deshalb würde ich gerne noch etwas weiter machen. Mal sehen!
gruselich schrieb:Ich habe 3.5 Kilo verloren.
Das ist erfreulich und bewirkt, dass man sich leichter und fitter fühlt.
Heilfasten als solches ist ja nicht zum Abnehmen gedacht, sondern eher zur Entlastung des Körper und "Entschlackung", auch wenn es Menschen gibt, die bestreiten, dass solche Effekte eintreten. Als meine Schwester vor Jahren in der Ernährungsklinik war, hatte sie länger unter ärztlicher Aufsicht gefastet und sie beschrieb z.B. eine schwärzliche Verfärbung der Zunge und Körpergeruch usw., was Zeichen dafür waren, dass der Körper alte Schlacken und unliebsame Stoffe, die sich im Fettgewebe einlagern, abbaut.
gruselich schrieb:Meine Mutter geht seit Jahren zum Diabetologen. Sie hat eine ganze Reihe an Diabetes-Medikamenten herum liegen. Ändert sie ihre Essgewohnheiten? Nein. (Bzw. wird ihr schlecht, oder sie hat Magenprobleme von den Medikamenten und isst deshalb etwas weniger). Leidet sie unter Nebenwirkungen der Medikamente? Ja. Ich bin kein Arzt, aber ich glaube, dass wenn meine Mutter weniger bis kaum Zucker essen wuerde, dass wenn sie auf industrielle Produkte wie Kuchen, Haribo und Chips, aber auch Cola-Light verzichten wuerde, sich ihr Gesundheitszustand ändern wuerde? Ja, das glaube ich. Aber den Willen dazu bringst sie nicht auf und lebt lieber ihre Zuckersucht aus, lässt sich "behandeln".
gruselich schrieb:Fest steht: Viele Pre-Diabetiker und Adipositas-Betroffene haben mit Fasten ihre Krankheit in der Griff bekommen, bis hin zur kompletten Genesung.
Allgoria schrieb:Das mit dem laxen Umgang mit der Ernährung erlebe ich auch in der Verwandtschaft bei Diabetes. Da wird gegessen, bis der Arzt kommt- wörtlich!!! Keine Disziplin, total viel Zucker, Kohlenhydrate, Eis, Nudeln… ich denke, man muss sich bei Diabetes an die Vorgaben des Diabetologen halten. Ich bin überzeugt, dann würde es sich deutlich verbessern!
Aber da ist Null Einsicht. Mittlerweile habe ich es aufgegeben und sage nichts mehr dazu. Es bringt nichts.
Seufz! Das ist wirklich nicht leicht mit anzusehen, weil man ja genau weiß, dass das der falsche Weg ist. Und die Betroffenen wissen das eigentlich auch selber, aber es ist auch schwer, lange Gewohnheiten abzulegen. Dazu gehört sehr viel Motivation, und bei manchen geschieht ein Umdenken erst, wenn sich gravierende gesundheitliche Probleme eingestellt haben.
gruselich schrieb:sie hat auch ein bisschen abgenommen
Und wie ist das für sie?
Mein Mann hat im Laufe der Zeit ebenfalls einen Diabetes entwickelt. Es ist zwar so, dass einer seiner Brüder Diabetes Typ I hat, was in dessen Jugend festgestellt wurde. Sonst war das in der Familie aber eigentlich nicht so das Problem.
Bei ihm war es falsches Essen, Bier und eine sehr große Bequemlichkeit und Bewegungsarmut. Das ist besonders schlimm geworden, nachdem er einen Achillessehnenriss hatte und über Monate einen orthopädischen Stiefel tragen musste. Damit konnte er natürlich auch nicht viel machen.
Zudem hat er auch noch geraucht und gedampft.
Der Diabetes-Langzeitwert wurde immer bedenklicher.
Ich wusste von einem Kollegen mit Diabetes, dass viele Bewegung eine wesentliche Stellschraube ist, mit deren Hilfe man es sogar schaffen kann, Medikamente zu verringern oder sogar wegzulassen. Das habe ich meinem Mann natürlich erzählt.
Er hatte einen riesigen Bauch bekommen, Kleidergröße XXXL getragen und hat sich selbst überhaupt nicht mehr wohl gefühlt.
Er hat dann von selbst angefangen, gegen zu steuern. Weniger essen, kalorienbewusster essen, kein Bier mehr sondern Weinschorle (kein Alkohol wäre natürlich noch besser).
Mehr Bewegung. Das ging mit schwindendem Gewicht natürlich auch leichter.
Vor 3,5 Jahren wollte er unbedingt einen Hund. Ich hatte damals als ein Gegenargument zu ihm gesagt, dass er doch überhaupt nicht gerne spazieren gehe. Er meinte, mit einem Hund sei er früher immer gegangen. Anfangs ist er immer nur kurz gegangen. Die längeren Touren, wo es auch bergauf geht, habe ich mit dem Hund gemacht.
Heute geht er kilometerweit, schimpft und motzt nicht mehr rum, wenn es bergan geht. Läuft Treppen statt den Aufzug zu holen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass er seit 2,5 Jahren nicht mehr raucht oder dampft. Er sagt selbst, dass er dadurch wesentlich besser Luft bekommt.
Er schnarcht auch fast gar nicht mehr. 🙏
Wir sind beide im Fitnessstudio (seit 1,5 Jahren; ich hab' dort 1 Monat vor ihm angefangen und ihn dann angeworben). Da macht er sein Programm und alles dauert insgesamt 2 Stunden. Er geht sogar schwimmen und schwimmt, aber gemächlich und mit Pausen, bis zu 1000m. Früher: 2 Bahnen, wenn überhaupt.
Das alles konnte er aber nur aus eigenem Antrieb erreichen. Natürlich ist es hilfreich, dass ich nicht rauche. Seine vorigen Partnerinnen haben alle selbst geraucht.
Und dass er inzwischen in Pension ist, ist hilfreich, denn er hat nun auch ein entspanntes Zeitmanagement.
Allgoria schrieb:Deine Mutter kannst Du beraten, aber essen tut sie letztendlich allein. Ich verstehe Dich, es ist schwer, das zu sehen und eigentlich kann man nichts dagegen tun.
Man kann selbst versuchen, positiv vorzuleben, mehr nicht. Viele sind auf diesem Gebiet auch sehr empfindlich.
gruselich schrieb:Langzeiy Fasten ist also eine Möglichkeit einen Neustart / Reset in der Microbakteriellen Besiedelung des Darms zu erreichen. Ich finde sowas faszinierend.
Das ist wirklich interessant!
Allgoria schrieb:Ich bin 47
gruselich schrieb:Gumo, da sind wir ja fast im selben Alter
Ich bin nochmal gut 10 Jahre älter und früher konnte ich wirklich futtern, was ich wollte, ohne dass sich das groß bemerkbar gemacht hat.
Doch seit die "5" vorne steht, hat sich das geändert. Ich schaffe auch gar nicht mehr so große Portionen. Der Stoffwechsel verändert sich und darauf sollte man wirklich reagieren.
Nach dieser Textwand wünsche ich Euch einen feinen Tag 🙋♀️