@suffel Nach einem Jahr, in dem du dich mit deiner Ernährung und dem Thema Diät und Gewichtsverlust in Kombination mit Sport beschäftigt hast, bin ich mir sicher, dass du an dir selbst herausgefunden hast, was genau für dich funktioniert. Ich persönlich denke zwar auch, dass ein Kaloriendefizit zum abnehmen vorhanden sein sollte. Jedoch ist bei der Umsetzung eines solchen Defizit schon einmal viel Hilfe getan, wenn man sehr genau darauf achtet, was man isst. Es ist wirklich schwer, immer alles zu tracken und ab zu wiegen. Natürlich kann man im Kaloriendefizit sein und sich dabei von Fastfood und Schokolade ernähren - Wenn die Portionen klein genug ausfallen. Allerdings tut sich damit niemand ein Gefallen, denn der Körper erhält nicht die alle Nährstoffe, Ballststoffe und Vitamine durch solches Essen und der Hunger wird eher immer wieder aufflammen, anstatt ein langfristiges Sättigungsgefühl und gute Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und und Mineralien durch ein vollwertiges Essen zu haben.
Bei mir ist es so, dass ich bei gesteigerter körperliche Aktivität auch meistens mehr Hunger bekomme und mich extrem miserabel fühle. Wenn ich ausgepowert dann nichts (mehr) essen kann, weil meine Kalorien bereits aufgebraucht sind. Was dagegen funktioniert, ist mich mit bestimmten ausgewählten Nahrungsmitteln mit hoher Nährstoffdichte zu versorgen und gegebenenfalls auch recht viel davon zu essen und dann bis zur nächsten Mahlzeit relativ lange zu warten. Mithilfe von Ablenkung und Beschäftigung kann ich teilweise sehr lange bis zum nächsten Mahl warten. Durch permanentes snacken wird immer wieder Insulin im Körper ausgeschüttet, was den Fett Stoffwechsel hemmt.
Ich wage zu behaupten, jeder von uns hat anderen Stoffwechsel, Darmbakterien und Verträglichkeit beziehungsweise Unverträglichkeiten. Ein Journal über Essensverhalten, Sättigungsgefühl, Verdauung und Wohlbefinden kann jeder individuell führen und herausfinden, mit welchen Nahrungsmitteln man am meisten Energie Wohlbefinden Kraft und so weiter hat. Bei mir sind das zum Beispiel Spinat, Salat, eingelegte Gurken, Brokkoli, Pilze, Eier, Tofu, Tempe, Seefisch, Forelle, Shrimps, Melone, Äpfel, Bananen, Orangen, Käse, Joghurt, Nüsse und Vollkornbrot. Ich vermeide Fleisch total und Fisch schmeckt mir zwar, aber ich esse es nur sehr selten.
@martenot Wir wissen zum Beispiel gar nicht, welche Ausgangslage er nun hat, beziehungsweise wie sein Verhältnis von Muskeln zu fett, sein Alter, sein gesamter Gesundheitszustand ist. Wir wissen es genau von keinem gegenseitig und deshalb propagieren ich auch nicht, dass Leute das machen sollten, was ich mache. Was ich jedoch meine und warum ich schreibe, ist, dass ich glaube, dass dass wir in der Überfluss Gesellschaft zu oft und zu unbewusst stark verarbeitete Lebensmittel zu uns nehmen und dass die Natur uns so physiologisch ausgestattet hat, dass wir stundenlang, jatagelang ohne Essen leben können und dies sogar Vorteile in sich birgt.