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Der große Veganer/Vegetarier Thread - Austausch, Fragen, Tipps und Tricks

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19.03.2019 um 03:02
Materianer schrieb am 12.03.2019:Klar ist Bio da besser denke ich nur bin ich mir nicht so sicher ob es immer das Gelbe vom Ei ist.
Bio heißt das irgendwo in der Welt Menschen Hungern müssen. Es ist Moralisch absolut nicht vertrettbar wegen irgendwelcher Eitelkeiten die Weltnahrungsmittelproduktion zu verringern solange millionen sich nichts zu essen Leisten können.


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19.03.2019 um 11:08
@Bonobobob

Wenn mein Nachbar seinen Kohl biologisch anbaut, müssen anderswo Menschen verhungern? Dieser Zusammenhang vermag sich mir nicht so ganz zu erschliessen.

PS: Sind militante VeganerInnen eigentlich Salatisten?


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19.03.2019 um 11:11
ich glaube er mein bio ist gut und deshalb gibts bio


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19.03.2019 um 11:15
@CriticalRush

So lange "Bioprodukte" nachgefragt werden, wird jemand diese anbauen und anbieten.


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19.03.2019 um 11:17
Doors schrieb:So lange "Bioprodukte" nachgefragt werden, wird jemand diese anbauen und anbieten.
es gibt unterschiedliche gründe ausländische Produkte zu kaufen
zb das himalaya salz gibt's, weil? genau damit es im himalaya laden auch salz gibt


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19.03.2019 um 11:39
@CriticalRush

Wenn jemand Himalaya-Salz haben will, wird es immer auch jemanden geben, der ihm dieses verkauft. Das Wesen des Kapitalismus besteht nun mal aus Profitmaximierung - und einer der Wege dahin ist der Markt, der Angebot und Nachfrage bzw. umgekehrt beinhaltet.

Ich versuche, mich möglichst regional und saisonal zu ernähren, gern auch "bio". Ich nenne es mal "Schadensreduktion".


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19.03.2019 um 13:04
Bonobobob schrieb:Bio heißt das irgendwo in der Welt Menschen Hungern müssen. Es ist Moralisch absolut nicht vertrettbar wegen irgendwelcher Eitelkeiten die Weltnahrungsmittelproduktion zu verringern solange millionen sich nichts zu essen Leisten können.
Hmm ich kann dir da nicht ganz folgen, warum wird durch Bio die Nahrungsmittelproduktion verringert?

Was ich für bedenklich halte ist Bioäthanol in Kraftstoffen, dadurch kann es sein dass vorher zur Lebensmittelproduktion genutzte Flächen dann eben für Kraftstoff genutzt wird.
Deswegen hat die Eu beim Zusatz der in E10 verwendet wird auch damals beschlossen dass Pflanzen die für diesen verwendet werden nur in der Eu angebaut werden dürfen.

Ob das jetzt wirklich was bringt kann auch bezweilfelt werden, wie der ganze Vorgang an sich, also ob es tatsächlich überhaupt CO2 einspärt.


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19.03.2019 um 13:16
Er meint vermutlich, dass die Erträge nicht so hoch sind wie bei anderem Anbau, bei dem man z.B. Schädlinge und Unkraut chemisch bekämpft.
Allerdings sind das m.E. nur kurzfristige Phänomene, denn mittelfristig führen die Schäden an den Böden und der Tierwelt auf Dauer auch zu massiven Ausfällen. Siehe z.B. das Insektensterben.

Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Schäden für die einzelnen Arbeiter, die in den meisten Teilen der Welt mit ihrem Körper schutzlos den Chemikalien ausgesetzt sind.


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19.03.2019 um 16:39
Doors schrieb:Wenn mein Nachbar seinen Kohl biologisch anbaut, müssen anderswo Menschen verhungern? Dieser Zusammenhang vermag sich mir nicht so ganz zu erschliessen.
In der Regel ist das Land auf dem Früher normal angebaut wurde, Bio heißt immer weniger Ertrag und weniger Ertrag heißt höhere Preise(und weniger verfügbare Nahrung). Bei einem Bauern macht das wenig, aber wenn es Tausende so machen dann hat das auswirkungen auf die Weltmarktpreise von wichtigen Nahrungsmitteln.


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19.03.2019 um 16:56
Bonobobob schrieb:Es ist Moralisch absolut nicht vertrettbar wegen irgendwelcher Eitelkeiten die Weltnahrungsmittelproduktion zu verringern solange millionen sich nichts zu essen Leisten können.
Das doofe ist, dass sich der hungernde afrikaner auch keine in deutschland konventionell hergestellten nahrungsmittel leisten kann. Warum? Weil konventioneller anbau (und damit das überschwemmen des marktes mit nahrungmitteln) die dortigen märkte zerstört. Übrigens nachweislich. Es wäre den afrikanischen milchbauern enorm geholfen, wenn wir nicht unmengen milch zu milchpulver verarbeiten und es dort anbieten würden. Das gleiche mit geflügelteilen. Kauft mehr biohuhn, bioei und biomilch und rettet afrikanische kleinbauern!


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19.03.2019 um 17:03
gastric schrieb:Das doofe ist, dass sich der hungernde afrikaner auch keine in deutschland konventionell hergestellten nahrungsmittel leisten kann. Warum? Weil konventioneller anbau (und damit das überschwemmen des marktes mit nahrungmitteln) die dortigen märkte zerstört.
Die Lebensmittel explodieren nicht auf den Marktplätzen, die sorgen nur für sinkende Preise.
Das heißt MEHR Afrikaner können sich Lebensmittel leisten und nicht weniger.
gastric schrieb:Es wäre den afrikanischen milchbauern enorm geholfen, wenn wir nicht unmengen milch zu milchpulver verarbeiten und es dort anbieten würden. Das gleiche mit geflügelteilen. Kauft mehr biohuhn, bioei und biomilch und rettet afrikanische kleinbauern!
Und die ganzen nicht Bauern und Kleinstbauern die dazukaufen müssen hungern lassen?


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19.03.2019 um 17:17
Bonobobob schrieb:Das heißt MEHR Afrikaner können sich Lebensmittel leisten und nicht weniger.
Um sich etwas leisten zu können, muss man geld verdienen und nicht den markt mit lebensmitteln fluten.
Bonobobob schrieb:Und die ganzen nicht Bauern und Kleinstbauern die dazukaufen müssen hungern lassen?
Du hast dir nie auch nur einen einzigen artikel zum thema durchgelesen oder? Dortige bauern gehen pleite, weil sie nicht mit europäischen preisen mithalten können.
Europäisches Hähnchenfleisch ist in Westafrika so billig, dass die einheimischen Landwirte pleitegehen.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/exporte-gefluegel-afrika

Für Länder wie Kamerun zum Beispiel hat die Milchschwemme aus Europa verheerende Folgen. Denn vielversprechende Ansätze eigener Milchwirtschaft werden im Keim erstickt. Molkereien, zum Teil sogar finanziert von europäischen Entwicklungshilfegeldern, stehen leer, weil die Bauern keine Milch anliefern. Denn sie wissen, dass ihre Milchprodukte mit denen aus Europa, die ja indirekt subventioniert werden, preislich nicht konkurrieren können.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/der-irrsinn-mit-der-milch-100.html

usw..

Das allerschönste aber:
In Deutschland landen jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro im Müll.
https://www.focus.de/wissen/experten/lebensmittelverschwendung-landwirtin-wie-wir-mit-lebensmitteln-umgehen-ist-ein-skan...

Ich denke, wir haben genug potential, um hochwertigere lebensmittel unter besseren standards zu produzieren, und gleichzeitig (nämlich dank sinkendenen exportierten billiglebensmitteln) anderen menschen in anderen ländern zu helfen. Es wäre der erste schritt lebensmittel wieder wertzuschätzen und das funktioniert nicht, wenn ich auf nachhaltigkeit keinen wert lege, sondern nur noch auf masse produziere. Dann kommt genau das raus, was wir gerade haben. Produzieren um jeden preis.


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19.03.2019 um 17:33
Bonobobob schrieb:In der Regel ist das Land auf dem Früher normal angebaut wurde, Bio heißt immer weniger Ertrag und weniger Ertrag heißt höhere Preise(und weniger verfügbare Nahrung).
Der Bio-Bauer in der BRD ist also Schuld am Welthunger? Steile These!


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19.03.2019 um 17:34
gastric schrieb:Du hast dir nie auch nur einen einzigen artikel zum thema durchgelesen oder? Dortige bauern gehen pleite, weil sie nicht mit europäischen preisen mithalten können.
Ich bin halt kein Herz-Jesus-Sozialist und intressiere mich weniger für Landbesitzer.
gastric schrieb:Ich denke, wir haben genug potential, um hochwertigere lebensmittel unter besseren standards zu produzieren, und gleichzeitig (nämlich dank sinkendenen exportierten billiglebensmitteln) anderen menschen in anderen ländern zu helfen.
Natürlich, die Preise künstlich in die Höhe treiben um die Bauern Fett zu machen während alle anderen immer Dürrer werden.
gastric schrieb:Es wäre der erste schritt lebensmittel wieder wertzuschätzen und das funktioniert nicht, wenn ich auf nachhaltigkeit keinen wert lege, sondern nur noch auf masse produziere.
Bio in Kombination mit Veganismus ist alles andere als nachhaltig, das Eine verbietet Kunstdünger und das Andere sorgt für das Ende des tierischen Düngers. Nach 10 jahren ist dann der Boden am Ende weil Mineraldünger unbezahlbar geworden ist und ohne düngen nichts mehr wächst.
Wirklich dauerhaft nachhaltige System wie moderne Gewachshäuser sind nicht Bio.
Am Ende des Tages ist Bio nur ein ideologischer Begriff.


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19.03.2019 um 17:44
Bonobobob schrieb:Natürlich, die Preise künstlich in die Höhe treiben um die Bauern Fett zu machen während alle anderen immer Dürrer werden.
Du verfolgst regelmässig die berichte über die Situation, beispielsweise der Milchbauern, in der BRD? Oder wie kommst Du darauf, dass diese "fett" werden, während Du selbst offenbar am Hungertuch nagen musst?


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19.03.2019 um 17:49
Bonobobob schrieb:Ich bin halt kein Herz-Jesus-Sozialist und intressiere mich weniger für Landbesitzer.
Find ich gut, dass dich hungernde menschen nur dann interessieren, wenn sie kein land besitzen. Sollen doch die verarmten bauern hungern :D
Bonobobob schrieb:Natürlich, die Preise künstlich in die Höhe treiben um die Bauern Fett zu machen während alle anderen immer Dürrer werden.
Nur mal als denkanstoß: wir treiben durch konventionelle landwirtschaft die preise in anderen ländern in den boden, zerstören den dortigen markt, sorgen für arbeitslosigkeit im dortigen landwirtschaftlichen sektor und damit einhergehend für menschen... die kein geld haben, sich nicht entwickeln können und dadurch keine weiteren menschen anstellen können. Es sind nicht nur die bauern, die pleite gehen, sondern auch mögliche angestellte, wenn sich eine landwirtschaft entwickelt. Auch in anderen ländern besteht nicht alles nur aus kleinen familienbetrieben.
Bonobobob schrieb:Bio in Kombination mit Veganismus ist alles andere als nachhaltig
Wer spricht von einer kombination aus bio + vegan? Bisher waren wir nur bei bio.
Bonobobob schrieb:Nach 10 jahren ist dann der Boden am Ende
Ach das schaffen wir ohne bio auch. Sind auf einem guten weg.
Eine neue Auswertung zeigt, wie schlecht die Menschheit mit der Ressource Boden umgeht. Demnach werden in den kommenden 20 Jahren weltweit etwa 1,5 Millionen Quadratkilometer Land überbaut - eine Fläche viermal so groß wie Deutschland. Außerdem steigen die Erträge in der Landwirtschaft trotz massiver Düngung nur noch geringfügig an - trotzdem wird kräftig weitergedüngt. Dabei ließe sich ein Teil des Problems durch reduzierten Fleischkonsum und weniger Lebensmittelabfall lösen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-boeden-weltweit-in-gefahr-a-1032437.html
Bonobobob schrieb:Am Ende des Tages ist Bio nur ein ideologischer Begriff.
Am ende des bodens sieht das wieder anders aus. Die schäden durch konventionelle landwirtschaft sind groß. Nitrat im grundwasser, mehr und mehr ammoniak, sterbende artenvielfalt. Aber wir haben ja noch ein paar wälder, die wir abholzen können :Y:


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19.03.2019 um 18:26
gastric schrieb:Find ich gut, dass dich hungernde menschen nur dann interessieren, wenn sie kein land besitzen. Sollen doch die verarmten bauern hungern
Auf Land kann man Nahrung anbauen um nicht zu hungern. Ist eine neumodische Idee, ich weiß.
gastric schrieb:die kein geld haben, sich nicht entwickeln können und dadurch keine weiteren menschen anstellen können. Es sind nicht nur die bauern, die pleite gehen, sondern auch mögliche angestellte, wenn sich eine landwirtschaft entwickelt. Auch in anderen ländern besteht nicht alles nur aus kleinen familienbetrieben.
Wenn die sich entwickeln machen die doch wieder den Markt kaputt durch billigere Produkte.
So wie die Chinesischen Farmen, die mehr das 10 Fache der lokalen Farmen Produzieren weil sie entwickelt sind.
gastric schrieb:Wer spricht von einer kombination aus bio + vegan? Bisher waren wir nur bei bio.
Naja, weil der Thread so heißt. Aber ja, du hast nicht über Veganismus geredet und es war nicht ganz Okay von mir das mit rein zu nehmen.
gastric schrieb:Ach das schaffen wir ohne bio auch. Sind auf einem guten weg.
Verbauung hat aber wenig mit Landwirtschaft zu tun, auch wenn Bio das ganze leicht verschärft durch geringere Erträge.
Das es ein Oberes Limit für Düngung in der aktuellen Landwirtschaft gibt und dieses häufig überschritten wird ist genauso bekannt wie das mit dem Lebensmittelabfall. Ist beides aber durch mehr Technik udn bessere Strukturen lösbar. Dem Verbraucher sind krumme Gurken zumutbar, das ist keine einbuße an (Lebens)qualität.
gastric schrieb:Am ende des bodens sieht das wieder anders aus. Die schäden durch konventionelle landwirtschaft sind groß. Nitrat im grundwasser, mehr und mehr ammoniak, sterbende artenvielfalt. Aber wir haben ja noch ein paar wälder, die wir abholzen können
Es wird zuviel gedüngt, das liegt daran das moderne Technik nicht gefördert wird und Gülle sehr schwer loszuwerden ist. Die Gleichen die Ständig von Energiewende reden tun alles um Biogas aus Gülle weg zu regulieren.
Das sind beides Probleme der Politik, nicht der Technik, das könnte in ein paar Jahren gelöst werden wenn die Politik was tun wollen würde. Die Bauern würde es freuen, die Güllen auch nicht gerne das Maisfeld bis es wie ein Kuh/schweinestalll riecht.


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19.03.2019 um 19:23
Bonobobob schrieb:Auf Land kann man Nahrung anbauen um nicht zu hungern. Ist eine neumodische Idee, ich weiß.
Auf land kann man auch nahrung anbauen, um diese zu verkaufen. Das gibt dann geld und von homer simpson weiß ich: geld kann man gegen waren und dienstleistungen eintauschen. Unter anderem kann man sich aber auch auf eine nahrungsart spezialisieren, damit geld verdienen und so eine größere und dadurch gesündere nahrungsvielfalt generieren. Ich weiß tolküne idee mit seiner arbeit geld zu verdienen und dadurch fortschritt zu generieren.
Bonobobob schrieb:Wenn die sich entwickeln machen die doch wieder den Markt kaputt durch billigere Produkte.
Also ist es besser, wenn wir den markt kaputt machen und sie sich gar nicht entwickeln lassen, gleichzeitig aber die dortige entwicklung mit entwicklungsgeldern fördern? Hilfe zur selbsthilfe aber gleichzeitig hinschubsen? Können wir nicht einfach die gelder streichen? Ist billiger.
Bonobobob schrieb:Verbauung hat aber wenig mit Landwirtschaft zu tun, auch wenn Bio das ganze leicht verschärft durch geringere Erträge.
Verbauung ist nur ein problem. Bodenverdichtung durch einsatz schwerer maschinen ein anderes. Erosion sei auch noch zu nennen. Schauen wir in eher trockene gebiete, wie bspw den irak, dann ist versalzung auch ein ziemlich böses problem. Ökologische landwirtschaft geht back to the roots und läßt den boden ruhen, überansprucht nicht und gibt zeit zur regeneration. Ein gesunder boden benötigt das, ein kranker eigentlich noch viel mehr.
Bonobobob schrieb:Dem Verbraucher sind krumme Gurken zumutbar, das ist keine einbuße an (Lebens)qualität.
Krumme gurken sind nicht verboten. Sie lassen sich nur schwerer lagern, aber du bekommst sie.... in bioläden :D
Bonobobob schrieb:Das sind beides Probleme der Politik, nicht der Technik, das könnte in ein paar Jahren gelöst werden wenn die Politik was tun wollen würde.
Was soll die politik da groß tun? Sie finanziert projekte in forschungseinrichtungen. Ich weiß das, weil mein labor mit genau solch einem projekt gerade vollgestunken wird. Effizientere mechanismen entwickeln zur besseren verarbeitung von gülle. Riecht wie im schweinestall bei mir. Die sinnvollste maßnahme ist und bleibt aber das problem an der wurzel zu packen. Weniger gülle auf mehr raum produzieren. Oder anders ausgedrückt: eigenbedarf an tierischen erzeugnissen produzieren und nicht mehr billig und subventioniert in andere länder verschiffen. Nachhaltig produzieren, nicht auf pure masse. Das geht nunmal auf dauer schief und solange wir exportieren und wegwerfen können, ist eine tendenz nach unten machbar. Die hungernden in anderen ländern bekommen unsere massen doch sowieso nicht. Die hungern weiter, egal, wie wir produzieren. Verschenken ist keine option, es sei denn, man möchte den innländischen markt auch noch schrotten und die lebensmittelpreise in den keller sacken sehen. Gut hätte auch seinen reiz ^^


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19.03.2019 um 19:49
gastric schrieb:Können wir nicht einfach die gelder streichen? Ist billiger.
Ich bin dafür, du solltest es nicht sein. Weniger Subventionen heißt mittelfristig geringere Preise.
also wenn du die Subventionen für Bauern bei uns meinst.
gastric schrieb:Was soll die politik da groß tun? Sie finanziert projekte in forschungseinrichtungen. Ich weiß das, weil mein labor mit genau solch einem projekt gerade vollgestunken wird.
Abgaben für das ausbringen von Gülle wären ne Maßnahme, natürlich kombiniert mit weniger Regulierungen für Biogas.
Wenn Gülle Teurer ist Investieren mehr Bauern in moderne, auf den Dünge bedarf abgestimmte Methoden.
gastric schrieb:Die hungernden in anderen ländern bekommen unsere massen doch sowieso nicht. Die hungern weiter, egal, wie wir produzieren. Verschenken ist keine option
Was meinst du wohl wo die Welthungerhilfe ihre Nahrung her bekommt.


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19.03.2019 um 20:01
@gastric
@Bonobobob

Hallo, darf ich mal kurz stören?
Ich bin im Thema bio, Marktwirtschaft usw nicht informiert.
Die Frage, die mir sofort aufkommt, ist inwiefern zerstöre ich denn den Markt in anderen Ländern durch den Einkauf von billigen Lebensmitteln? Also, welchen Einfluss ein hat mein Einkaufverhalten auf die Preise in anderen Ländern?
Wie beeinflusst mein Einkauf bspw den Verkauf und die Preise von Milchpulver?


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