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Der große Veganer/Vegetarier Thread - Austausch, Fragen, Tipps und Tricks

658 Beiträge, Schlüsselwörter: Gesundheit, Ernährung, Ethik + 10 weitere

Der große Veganer/Vegetarier Thread - Austausch, Fragen, Tipps und Tricks

19.12.2019 um 23:49
Zitat von WilliamschristWilliamschrist schrieb am 16.12.2019:Ueberlegenheitsgefuehl
Das ist das Gefühl, das hier überhaupt nicht passt.
Wer denkst du denn, fühle sich hier wem gegenüber überlegen? Und warum?

Was denkst du, ist der Grund, dass jemand Veggie wird? Aus einem Abgrenzungsbedürfnis heraus, weil es irgendwie "in" ist, so wie ne neue hippe Handtasche?

Ich weiß nicht, wie es um andre Veggies bestellt ist, aber ich kann ja mal aus meinem persönlichen Nähkästchen plaudern:

Als ich klein war, gab es niemanden, der kein Fleisch gegessen hätte. In meiner Kinderwelt hab ich mir nie Gedanken um Essen gemacht - es gab immer Fleisch, fleischhaltige Speisen, eigentlich täglich ... Lasagne, Schnitzel, und immer mit Liebe gekocht, ich hatte nie Zweifel, zumindest nicht in dieser Hinsicht, dass diese Welt ein schöner und gnädiger Ort ist und Glück und Zufriedenheit ihre Grundschwingung.

Als ich so ungefähr 10, 11, vielleicht auch 12 Jahre alt war (kann mich nicht mehr an das Jahr erinnern, dafür an das Ereignis umso besser), sind wir (wie schon öfter mal) zu einem Teil meiner Familie aufs Land gefahren. Das mochte ich immer sehr, da gab es ganz viele Tiere; freilaufende Hühner, Kälbchen, die mit ihrer rauhen Zunge die Hand abgeleckt haben, wenn man sie gestreichelt hat.
Warme Körper, große Augen, ich hab gespürt, wie sehr diese Wesen bereit waren, sich an Menschen zu binden, wie groß ihr Vertrauen war.

Ich kann es heute noch spüren, wie es sich angefühlt hat, ihnen übers Fell zu streichen, wie sie gerochen haben, wie freundlich sie mir erschienen sind - wie Freunde, die mich schon lange begleiten.
Und dann, an diesem besagten Tag, gab es ein sogenanntes "Schlachtfest" - ich hatte keine Ahnung, was gemeint war, war einfach naiv, unwissend.

Nie werde ich den MOment vergessen, als ich mit Menschen, die mich aufzogen, und die ich teilweise sehr geliebt habe, in einem kalten, sterilen Raum stand, gefliest, mit einem riesigen Etwas aus glänzendem Stahl, das wohl irgendeine Maschine zur Verarbeitung war, und sie haben etwas gegessen, das sich "Blutsuppe" nannte ... es wäre ja so gut und frisch ... es war das noch warme Blut der frisch geschlachteten Tiere.
Bis heute weiß ich nicht genau, was ich da tatsächlich gefühlt habe - aber irgendetwas in mir ist unwiderruflich zerstört worden.
Es war eine Art Verrat an allem, an das ich geglaubt habe - dass die WElt ein friedlicher, guter Ort ist, in der es den Geschöpfen in ihr gut geht ... dass Tiere geachtet und geliebt werden, so, wie ich es aus meinen zahlreichen Märchenbüchern und süßen Tierfilmen gewohnt war ... dass Fleisch essen eine Art abstrakte Tätigkeit ist, und natürlich nichts mit Grausamkeit und Mord und Schmerzen zu tun hat.

Und wer weiß, wenn dieses eine Erlebnis nicht gewesen wäre, vielleicht wäre es mir ja gelungen, die Illusion aufrecht zu erhalten, und auch jetzt noch würde ich die Augen schließen und mir einreden können, wie lecker doch die Currywurst ist (was sie unbestreitbar ist, atürlich), und einfach nicht nachdenken. Bestimmt ist es nicht selten eine besondere Art von Gnade, ein Gefühl des Davongekommenseins, wenn man nicht nachdenken muss.

An diesem Tag hab ich die ganze Bandbreite der gegenteiligen Gefühle kennengelernt, und empfinde sie noch heute bei diesem Thema:
Angst vor diesem latenten Wahnsinn der Menschheit, ihre Kuschel- und Haustiere zu vermenschlichen, und ihre Nutztiere grausam abzuschlachten, und der Selbstverständlichkeit, wie es ihnen gelingt, dies völlig ohne jegliche Emotion voneinander abzuspalten; Verzweiflung, weil ich nichts, aber auch gar nichts unternehmen kann, dass sich das jemals ändern könnte (und das sicher nicht, weil ich einen Antrieb hätte, die Welt verbessern zu wollen, sondern nur aus rein egoistischen Motiven, weil mich dies alles in so große Verzweiflung und geradezu Depression stürzt).

Nie hab ich mich jemals überlegen gefühlt, nur verlassen und verzweifelt - so, wie an diesem Nachmittag.

Weiß nicht, ob diese Zeilen dich jetzt alles in etwas anderem Licht sehen lassen; es geht mir auch nicht darum, mich zu rechtfertigen.
Vielleicht ist es der unbewusste Wunsch, dass es vielleicht eines Tages doch möglich ist, dass jedes empfindende Wesen leben darf, so lang es ihm bestimmt ist, in Frieden und ohne Gewalt.


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19.12.2019 um 23:51
P. S. : Das mit dem Parasol geht auch gut ohne panieren. Ist echt wie ein vegetarisches Steak.


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20.12.2019 um 00:00
@Alicet
Das Ueberlegenheitsgefuehl was mir entgegen schlug, konntest du in einigen Kommentaren lesen.
Deinen Antrieb kann ich total verstehen. Ich bin da auch in einer Zwickmühle. Tiere schonen oder der Natur folgen. Fleisch hat den Menschen erst zum Menschen gemacht. Es war fuer die Menschen der Steinzeit völlig normal Fleisch zu essen.
Aber ob ich selber schlachten koennte weiss ich nicht.


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20.12.2019 um 07:33
@Williamschrist
Aber es besteht nunmal ein sehr grundlegender Unterschied zwischen der Jagd der Steinzeitmenschen und den heutigen Tötungsfabriken. Das hat ja mit Natur mal überhaupt gar nichts mehr zu tun.
Das ist so abartig, dass ich es einfach nicht fassen kann.

Und wie @Alicet sagt, es ist eben eine Illusion. Man denkt, man folge seiner Natur, die Fleisch brauche und esse "glückliche" Schweine, es strahlen einen ja genügend davon auf LKWs und Lebensmittelpackungen an.
Der Mensch kann das gut, beide Wahrnehmungen voneinander abzuspalten. Das sind die gleichen Prozesse im Gehirn, die uns damals sagen ließen "wir haben nichts gewußt", da bin ich überzeugt.

Aber heute sind wir in keiner Notlage, was die Ernährung betrifft. Wir könnten sehr gut die Ausrichtung an der Konsumorientierung gegen einen vernunftbasierten respektvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen tauschen.

Und mein Anliegen ist genau das. Weniger Fleisch und dafür respektvoll im Umgang und im Übrigen natürlich auch gesünder.

Zudem erwarte von erwachsenen Menschen (die Kinder machen es uns oft vor), ein Bewußtsein dafür, wie gespalten unser Umgang mit den Nutz- versus Haustieren ist und damit eine bewußte Entscheidung für Fleisch, wenn ich es denn essen möchte.

Mir ist klar, dass es wohl nie soweit kommen wird, dass Tiere einfach nicht mehr als Futter zur Verfügung stehen. Aber je mehr sich nicht mehr dieser Illusion hingeben und sich wenigstens beuwßt entscheiden, desto besser.

Das ethische "Sichbesserfühlen" würde ich persönlich da verorten, wo eben diese Spaltung so krass ist.
Manche schreien auf, wenn auf der Straße ein totes Tier liegt, oder ein Hamster vorschnell eingeschläfert wird, rennen aber im selben Atemzug zur Pommesbude um sich Quälfleisch reinzuhauen. Das passiert alles so nebenbei, und das stört mich, da denke ich tatsächlich, mehr Bewußtsein ist ethisch besser.
Da aber jeder das Recht auf Unbewußtsein hat, kann man daran leider nur was ändern, wenn man beständig darüber redet.


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20.12.2019 um 08:19
Nachdem ich mich kürzlich nochmal ausführlich über Ernährung informiert habe, auch wenn es selbstverständlich nicht pauschal gültig ist, sondern auch stark aufs einzelne Individuum einschließlich seiner/ihrer Blutgruppe ankommt - so werde ich folgendes jetzt trotzdem für mich streng handhaben.
Sicher ist sicher!


Da es bei mir immerhin Indizien für ein Leaky-Gut (durchlässigen Darm) gibt und sich das vermutlich über Jahre/Jahrzehnte durch falsche Ernährung entwickelt hat, ist folgendes umso wichtiger für mich.
Ein durchlässiger Darm ist zwar grundsätzlich wieder heilbar, kann wieder dicht gemacht werden, aber selbstverständlich muss ihm dafür auch die Zeit und passende Ernährung geben. Auch darüberhinaus, da Leaky-Gut bei falscher Ernährung erneut entstehen könnte.

Ich habe zwar auf meinem Speiseplan weiterhin "hochwertiges" Fleisch und Fisch, aber in Maßen.

Liebe Vegetarier; ich möchte mich zukünftig nur noch streng mit folgendem Obst und Gemüse ernähren und auch keine anderweitigen Ausflüge mehr wagen.

Der Hintergrund ist der, dass ich durch meine Vorgeschichte auch sämtliche Nachtschattengewächse und Bitterstoffgemüse-Sorten (Paprika/Tomaten/Kartoffeln Auberginen/Grüne Bohnen/Kidneybohnen/Zucchini/Gurken etc.) meiden möchte, wegen ihren Pflanzenabwehrstoffen wie Lektin, Solanin und Phytinsäure zb., die insbesondere bei Menschen mit geschädigtem Darm sowie bei Menschen bestimmter Blutgruppen für erhebliche Schäden sorgen "können".

Darüberhinaus möchte ich auf sämtliche glutenhaltige Lebensmittel verzichten, die ebenfalls den Darm/die Darmwand verschleißen/verkleben/löchrig werden lassen können.

Das heißt, dass es für mich ab sofort auch kein Brot mehr gibt. Weder Grau- noch Weiß- noch Vollkornbrot. Auch Pseudogetreide-Sorten stellen wegen der Phytinsäure, die auch die Nährstoffaufnahme hemmen soll, keine Alternative dar. Keine Kartoffeln und auch kein Reis mehr.

Die einzige Ausnahme bilden bei den Hülsenfrüchten die Erbsen. Die sind wohl insbesondere gekocht zu empfehlen, da nur ein sehr geringer Anteil an Lektinen zb.



Glaubt ihr, folgendes Obst und Gemüse reicht für eine ausgewogene Ernährung, um mit allem versorgt zu sein?:

- Erbsen

- Karotten (Möhren)

- Brokkoli

- Blumenkohl

- Radieschen

- Champignons

- Grünkohl zur Saison. Andere Kohlsorten, wenn Grünkohl nicht zur Verfügung.

- Süßkartoffel (Alternative zum Klassiker Kartoffel)

- italienische Kräuter wie Oregano zb.

- Zwiebeln



- Zitronen

- Äpfel

- Orangen/Mandarinen/Clementinen

- Bananen (insbesondere wegen der nützlichen resistenten Stärke für Darmbakterien).

Mehr Obst möchte ich gar nicht. So wenig Zuckerquellen wie möglich, obwohl man das beim Gemüse auch nicht immer einhalten kann. Aber irgendwas muss man ja noch essen.

Was meint ihr? Trotz vielem Verzicht finde ich sieht es doch trotzdem gar nicht so einseitig sondern immer noch vielfältig aus, insbesondere da ja hin und wieder auch noch Fleisch und Fisch, mittelfester Schnitt- und Hartkäse und (Bio)Eier hinzukommen.


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20.12.2019 um 08:21
Zitat von WilliamschristWilliamschrist schrieb:@oldzambo
Vielleicht erst mal Googlen bevor man andere als Troll bezeichnet. Das Wissen darum das Pflanzen Gefühle wie Angst zeigen koennen, gehört eigentlich zum Allgemeinwissen.
Sorry, ich habe dich aus den ersten Beiträgen in die falsche Schublade gesteckt, 'tschuldigung...
Was die Pflanzen angeht, ich habe gelesen, dass die teilweise Bedrohungssignale weitergeben können. Ob da wirklich Gefühle in dem Sinne dahinter stehen, kann ich mir im Moment nicht richtig vorstellen, aber was wissen wir heute schon über die Physik/Chemie der Gefühle...
Zitat von BundeskanzleriBundeskanzleri schrieb:Aber es besteht nunmal ein sehr grundlegender Unterschied zwischen der Jagd der Steinzeitmenschen und den heutigen Tötungsfabriken. Das hat ja mit Natur mal überhaupt gar nichts mehr zu tun.
Das ist so abartig, dass ich es einfach nicht fassen kann.
Ich denke, wenn ein Dorfmetzger seine Arbeit gut macht, ist das für die Tiere wesentlich weniger stressig, als wenn in der Steinzeit ein Tier zu Tode gehetzt wurde. Auch bei der Jagd heute merkt das Tier absolut nichts, bis es den Knall hören könnte ist es bereits tot. Aber ich denke, du meinst die Massentierhaltung / Massenschlachtung...


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20.12.2019 um 08:23
@oldzambo
Ja, die meine ich mit Tötungsfabriken.


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20.12.2019 um 12:30
Zitat von woertermordwoertermord schrieb:Sojagranulat kannst du ja mal ausprobieren, das habe ich mal extrem geil hinbekommen und hat mich sehr an Thunfisch erinnert.
Das interessiert mich, wie hast du das gemacht?

@Alicet
Danke fürs Teilen! :Y:


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20.12.2019 um 14:33
@Kitri
Kann ich leider nicht sagen. Halt das Granulat eingeweicht und direkt mit Gewürzen und Tomatenmark vermengt, aber was noch drin war weiß ich leider nicht mehr.


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20.12.2019 um 15:20
@woertermord
Ah, verstehe. So geht es mir auch oft. Ich koche nie nach Rezept, sondern immer spontan und intuitiv. Auf diese Art ist bei mir leider auch schon so manche tolle Kreation im wahrsten Sinne des Wortes "einmalig" gewesen. :|


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20.12.2019 um 18:18
Zitat von KitriKitri schrieb:Ich koche nie nach Rezept, sondern immer spontan und intuitiv.
Mach ich auch meistens, möglichst mit frischen Zutaten.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Glaubt ihr, folgendes Obst und Gemüse reicht für eine ausgewogene Ernährung, um mit allem versorgt zu sein?
Bisschen off topic: wenn du richtig in die Thematik einsteigen willst und auch ausprobieren willst, was dein Körper wirklich gut verträgt, könntest du eine Kur in einem guten Fastenhaus in Erwägung ziehen.
Da bekommt man Beratung von Profis, ist nicht allein beim ,Durchhalten‘ und hat nen Reset für das komplette Verdauungssystem.

Btw, habe das selbst einmal gemacht und die Betreiber dort waren Vegetarier... spricht wohl auch gg. die häufig erwähnte Angst vor Mangelerscheinungen.


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22.12.2019 um 12:03
@oldzambo
Entschuldigung angenommen.
Ich wollte auch wirklich nur darauf hinweisen, dass wir nicht wissen was Pflanzen fühlen.
Interessanterweise waren das schon lange meine Gedanken, noch bevor ich diese Versuche kannte, ob Pflanzen nicht auch schreien, auf einer fuer uns unhoerbaren Frequenz.
Obwohl ich die Gründe der Veganer fuer absolut gut und richtig befinde, will ich damit eine Lanze brechen, fuer Leute die nicht auf Fleisch verzichten wollen und damit nur ihrer Natur folgen.

Die Steinzeit Jagd war grausam und erbarmungslos. Es ging einfach nur ums überleben.


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22.12.2019 um 13:05
Zitat von WilliamschristWilliamschrist schrieb:Lanze brechen, fuer Leute die nicht auf Fleisch verzichten wollen und damit nur ihrer Natur folgen.
Oder auch nicht "können/dürfen", weil sie sonst fast gar nichts mehr essen würden.

Viele Menschen haben bestimmt auch keine Wahl und müssen sämtliche tierische Produkte in ihre Ernährung einbauen, wenn das, was sie nur noch essen dürfen, halbwegs ausgewogen bleiben soll.


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23.12.2019 um 13:15
Ich habe im Moment nicht die Zeit alles nach zu lesen, nur eben eins, weil es mir wirklich Sorgen macht:
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb am 20.12.2019:Was meint ihr?
Ich mache zwar seit mittlerweile fast 20 Jahren Ernährungsberatung (hauptsächlich für Tiere, aber auch für Menschen), aber Dir kann ich guten Gewissens nur den Rat geben einen Arzt aufzusuchen, u.A wegen dieser Äußerung von Dir aus dem Glutenthread :
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich habe es auch heute wieder im Kino gemerkt, dass ich auch Süßigkeiten (Schokolade und Weingummi) seit einem halben Jahr nicht mehr vertrage. Meine linke Halsseite bis rauf zum Ohr fühlte sich nach dem Konsum wieder gespannt und taub an und nach dem Aufstehen aus dem Sitz wurde mir schwindelig, was gute 2 Stunden anhielt.
Es ist richtig, dass "gesunde Ernährung" massive, individuelle Faktoren hat und das "falsche" Ernährung krank machen kann.
Leider ist es auch richtig, dass es sehr nervig sein kann einen Arzt zu finden, der sich da auskennt bzw mit einem guten Ernährungsberater zusammenarbeitet.

Aber die von Dir geschilderte Symptomatik geht weit über das hinaus, was man einfach so mit "kommt halt von einer Ernährung die mir nicht taugt." abtun kann.
Das kann die Ursache sein, aber es kommen auch weit gefährlichere Ursachen in Frage und einige davon kann man mit einer Ernährungsumstellung sogar verschleiern, sodass man u.U. erst beim Arzt landet, wenn es bereits zu spät ist.

Meiner Ansicht nach gehst Du bei dem Versuch das auf eigene Faust und nur über die Ernährung in den Griff zu kriegen ein ganz erhebliches Risiko ein und das nicht nur, weil man über Ernährung im Internet so einige, sehr absurde Behauptungen findet, die fast schon Verschwörungs-Theorie-"Qualität" haben und jeder nachweisbaren Grundlage entbehren.

Sondern primär, weil Du hier Symptome schilderst bei denen Du Dich wirklich in Gefahr bringen könntest, wenn Du nun nur versuchst die Ernährung anzupassen.

Wie gesagt, ich weiß leider nur zu gut wie Nerven- und Zeitraubend die Suche nach einem kompetenten Arzt sein kann, aber ich kann Dir wirklich zu nichts anderem Raten, die von Dir geschilderten Symptome sind einfach kein Spaß mehr.

Es ist nichts falsch daran trotzdem Deine Ernährung so anzupassen, wie es Dir gut tut, aber bitte suche zusätzlich und zeitnah einen Arzt auf und sprich all das mit ihm durch, lass Dich ggf zu einem oder mehreren Spezialisten beraten, aber setz bitte, bitte nicht Deine Gesundheit und ggf gar Dein Leben aufs Spiel, weil es im Internet massig Leute gibt, die nicht nur hanebüchenen Blödkram über Ernährung verbreiten, sondern auch noch behaupten man könne damit mal eben gesundheitliche Probleme wegerklären, bei denen es wirklich gefährlich sein kann keinen Arzt aufzusuchen.

Ich wünsch Dir alles Gute.


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24.12.2019 um 17:12
Zitat von FraukieFraukie schrieb:Meiner Ansicht nach gehst Du bei dem Versuch das auf eigene Faust und nur über die Ernährung in den Griff zu kriegen ein ganz erhebliches Risiko ein und das nicht nur, weil man über Ernährung im Internet so einige, sehr absurde Behauptungen findet, die fast schon Verschwörungs-Theorie-"Qualität" haben und jeder nachweisbaren Grundlage entbehren.
Frohes Fest euch allen erst einmal.


Danke für deine Meinung, komme auch gleich zum eigentlichen Thema wieder zurück, weil ansonsten zu OT, aber ich habe nun 7 Monate lang alle möglichen Untersuchungen/Rennereien hinter mir - ich hab die Schauze voll. Einen Teil musste man auch selber testen lassen, weil das keine KK bezahlt hätte.
Ps. Mein Hausarzt meinte, dass zumindest Halsmuskulatur und Darm zusammenhängen können einschließlich Globus Gefühl am unteren Hals (das ist mittlerweile aber weg und war nur für einige Monate da).
Manchmal hilft nur noch in Eigenregie tätig zu werden.




Zum Thema wieder;

Ich möchte Brot komplett meiden. Auch das gute Vollkornbrot.

Welches Gemüse bietet ebensolche guten Ballaststoffe wie echtes Vollkornbrot? Also welches Gemüse hat mehr die unlöslichen/unverdaulichen Ballaststoffe wie es Vollkornbrot hat?
Oder gibt es nur Gemüse mit löslichen Ballaststoffen?



Am liebsten irgendein Gemüse welches man auch täglich zumindest regelmäßig essen könnte?
Nachtschattengewächse (Tomaten/Paprika/Gurke etc.) möchte ich auch meiden. Bis auf Erbsen möchte ich auch von sämtlichen Hülsenfrüchten Abstand nehmen.


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27.12.2019 um 11:31
Gerade festgestellt: Oatly Barista schmeckt genau wie Kuhmilch! Óò Habe den Tipp von einer Bekannten bekommen und wollte das ausprobieren. So als Tipp für alle, die ansonsten mit Pflanzenmilch nicht so zufrieden sind.

Ich persönlich habe gar nichts gegen den speziellen Geschmack von Pflanzenmilch, aber trotzdem ist das auch für mich eine nette Abwechslung.


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05.01.2020 um 19:50
Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, wenn das also schon geklärt ist, bitte ein kurzer Hinweis.
Warum versuchen viele (oder nur einige?) Vegetarier/Veganer Fleischgerichte nachzubauen? Also irgendwelche Steaks, Würstchen oder gar Garnelen? Ich habe schon viel probiert, nichts schmeckt dabei wie das original. Wir hatten mal einen schweinsteuren "Nachbaukäse" der ist nach dem probieren direkt im Müll gelandet.
Ich bin kein Vegetarier/Veganer, muss aber auch nicht dauernd tierische Produkte essen, d.h. es gibt bei uns oft Speisen in diese Richtung. Alledings nichts, was eben "nachgebaut" ist. Die Alternativen sind so vielfältig.


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woertermord Diskussionsleiter
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05.01.2020 um 20:12
@alibert

Dieses Thema wurde hier schon mehrfach angesprochen, durchsuche zb den Thread nach "Ersatz".

Das bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt:
Zitat von WilliamschristWilliamschrist schrieb am 19.12.2019:Fuer was ich kein Verständnis habe, das sind Fleischersatzprodukte. Das ist so wie der Kannibalen der kein Menschenfleisch mehr essen will, aber seinen Broccoli dann wie einen menschlichen Fuss geformt haben will.
Zitat von woertermordwoertermord schrieb am 19.12.2019:Naja, aber wenn der Kannibale halt nun mal eingesehen hat, dass er ethisches Unrecht tut, aber trotzdem den Fleischgeschmack so gerne mag, sucht er halt nach Alternativen.
Ich spreche da nur für mich, ich mag einige wenige Fleischprodukte oder Käse halt geschmacklich, daher greife ich manchmal auf vegane Alternativen zurück.
Ich bin ja nicht Veganer geworden, weil ich keine tierischen Produkte mag, sondern bin in erster Linie ethisch motiviert.


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05.01.2020 um 20:19
Nur schmeckt es nicht so. Aber ok, wenn das der Beweggrund ist.


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05.01.2020 um 20:30
@alibert

Ich bin nun keine reine Vegetarierin, kann aber gerade aus diesem Grund sagen: Wenn dir das Ersatzprodukt nicht schmeckt, solltest du eine andere Marke probieren. Da gibt es wirklich Unterschiede von "bäh, was ess ich da?!" bis "wenn ich es nicht wüsste, dann würde ich es für Fleisch halten".

Ich persönlich greife hin und wieder zu Ersatzprodukten und das vor allem, wenn es um klassisches Fast-Food geht. Das Zeug aus den Fast-Food-Läden kann ich wegen der Panade und den Brötchen sowieso nicht essen und es täte mir auch leid, etwas, für das ein Lebewesen gestorben ist, einfach so nebenbei als Snack runter zu schlingen - und das ist es ja nun, wozu Fast-Food vorrangig gedacht ist.

Wenn ich also alternativ Golden Nuggets oder ein Veggie-Schnitzel meiner Lieblingsmarke esse, dann weiß ich, dass es sich dabei um keine ausgewogene Mahlzeit handelt und das eine Portion Gemüse sicherlich gesünder wäre, aber das ist in dem Fall völlig in Ordnung für mich. Ich baue es ja wie gesagt nicht fest in meine Ernährung mit ein, sondern als Snack, den ich mir gönne. Die Produkte meiner Lieblingsmarke haben auch auf jeden Fall den Geschmack und die Konsistenz des Originals und die Variante mit Fleisch wäre in diesem Fall auch definitiv nicht gesünder.

Was ich sonst noch gerne benutze: Sonnenblumenhack, weil mich bei richtigem Hack schon aufgrund der Konsistenz ein gewisser Ekel überkommt. Auch das lässt sich völlig problemlos zubereiten und schmeckt im Endprodukt - ich mache damit gerne Chili sin Carne - wie normales Hackfleisch, unter anderem auch deshalb, weil solche Speisen auch in der klassischen Variante mit Fleisch in der Regel so stark gewürzt sind, dass man kleine geschmackliche Abweichungen sowieso nicht rausschmeckt.


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