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Soziale Phobie und ADHS

202 Beiträge, Schlüsselwörter: Depression, ADHS, Soziale Phobie

Soziale Phobie und ADHS

22.02.2019 um 22:57
PinkPony schrieb am 08.02.2019:Ich hab schon oft gehört, dass sich ADHS im Erwachsenenalter "verwächst" und die Betroffenen ein normales Leben führen.
Da bist du falsch informiert.
Das war der Standpunkt bis Ende 90er.
Es ist mitnichten der Fall, besonders untherapiertes, unerkanntes ADHS führt später zur gewaltigen Problemen.

Das Thema ADHS bei Erwachsenen ist ein sehr wichtiges geworden da viele erst in mittlerem Alter diagnostiziert werden (in deren Kindheit gab es quasi keine ADHS-Spezialisten samt Therapie). Die Folge von undiagnostiziertem ADHS ist oft ein völlig verkorkstes Leben, Depressionen usw. - bis dann mal jemand genau hinguckt und das sich maskierende ADHS erahnt.

Auch die völlig hirnlose Panikmache bezüglich Methylphenidat (Ritalin/Medikinet usw.) kommt immer von Leuten die Selbiges nie probiert haben oder garnicht an ADHS leiden..
Ich bin selber erst mit Ende 30 diagnostiziert worden und ich wünschte mir ich hätte Medikinet Adult schon 10 bis 20 Jahre früher bekommen. Das hätte mir unglaublich viel Ärger und Probleme erspart.


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22.02.2019 um 23:02
Hirschkuh schrieb am 19.02.2019:Ich kann heute wieder raus, das ist nicht mehr schlimm aber mir fehlt es Wahnsinn schwer mit Menschen richtig in Kontakt zu treten, ich weiß manchmal nicht wie das geht.
Ich komme mir dan vor wie ein Alien^^
Ich hab nicht viele bekannte und Freunde bin aber froh das ich weiß das sie mich so akzeptieren.
Froh bin ich auch ein Freund gefunden zu haben bei dem ich so sein kann wie ich bin, was mir immer so schwer fehlt unter Menschen ( kostet Kraft)
Kenne ich ;) Die übliche soziale Phobie die oft mit ADHS Hand in Hand geht. Immerhin hast du einen passenden Freund ;)
Mit meinen Freundinnen hats nie gepasst... Das war aber noch vor meiner endgültigen ADHS-Diagnose/Therapie (wobeid er Verdacht ja schon lange bestand).
Hyperborea schrieb am 09.02.2019:Meist haben ADHSler aber ganz Echte Ausgrenzung erlebt. Und erleben sie immer wieder. Sie "passen" nicht.
Exakt. Genauso ist es.


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22.02.2019 um 23:13
3.14 schrieb:Die Medizinischen Umstände haben sich gebessert aber die Außenwelt wird immer mehr zur Folter für uns. @Vymaanika
Ich hab das in der Zeit mit meinem Ex gemerkt. Nachts schnarchte er... keine Ruhe für meinen Körper und Geist. Am Tage... TV jault... rund um die Uhr. Dies Gelaber diese Sinnesflut. Unerträglich war das. Es kam permanent zum Streit. Da reichten 140 nicht aus sondern 2 Stockwerke abstand.
Der TV ist nur noch zum Zocken da ansonsten schweigt dies verfluchte Teil. Ich ertrage dieses TVGesabbel nicht mehr.
Aussenreize können einen echt fertig machen, bei derartigen Erkrankungen wie hier im Topic thematisiert.Ich hasse es....es ist wie Maschinengewehrfeuer, das auf einen herumtrommelt, diese Aussenreize.Wir haben nicht diesen "Filter", den die meisten Menschen haben, um derartige Eindrücke herauszufiltern.Alles prasselt auf einen ein, egal ob schnarchen der anderen ist, Gebrüll, helles Licht, Stimmengewirr, menschen ansich und und und.

Warum ist man nur derart geschlagen?Ich wünschte ich wäre dumm, dann wäre vieles weitaus einfacher.


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22.02.2019 um 23:20
@Vymaanika
Ob es dann wirklich einfacher wäre mein Freund?
*ich wünscht ich wäre dumm* aus einem Lied von Prinz Pi. Es scheint vielen psychsich beeinträchtigen so zu gehen. Meinst du die Dummen denken einfach nicht drüber nach?

Mir ist ein Muster aufgefallen... die Menschen die mein Herz berühren sind von meines gleichen. Ohne es zu wissen. Ich wusste es damals ja noch nicht :)

Iwer meinte mal dass wir die nächste Stufe der Evolution wären... der Umbruch aus diesen Weltgeschehen.

Setz hochsensible Menschen an die Spitze und die Welt würde sich bessern.


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22.02.2019 um 23:32
@3.14

Ich denke manchmal schon.Wäre ich dumm, würde ich mir um weitaus weniger Sachen gedanken machen und einfach tun, worauf ich Lust habe.Bin dann aber gehemmt aufgrund der Angststörung..in der Tat, ich bin fest davon überzeugt, dass dumme Menschen weitaus weiter kommen..die Welt ist doch auch nur genormt und getrimmt auf Konsum, Sex und einem Pseudohipsterlifestyle, um das alles mitzunehmen muss man wahrlich nicht die hellste Kerze auf der Torte sein.

Vielleicht sehe ich das auch negativer als es ist, aber ich sprech auch nur von meinen Erfahrungen mit diversenen Menschen, hab da schon alles kennengelernt was da kreucht und fleucht und ja, es bestätigt sich immer wieder.Andere haben andere Erfahrung gemacht und sehen das anders, aber ich bin ja nicht "sie." ;)
3.14 schrieb:Mir ist ein Muster aufgefallen... die Menschen die mein Herz berühren sind von meines gleichen. Ohne es zu wissen. Ich wusste es damals ja noch nicht :)
Ja das ist bei mir auch oft so. :) Von denen gibt es leider viel zu wenige, schade eigentlich bei der gewaltigen Biomasse an Menschen, die so auf dem Erdball herumtorkeln. :D Hochsensible Menschen sind auch immer sehr empathisch, eine Eigenschaft, die ich stark schätze an Menschen.Eine große Empathie würde bestimmt dafür sorgen, dass Präsident NICHT den roten Knopf drücken um Waffen zu starten, die Millionen vernichtet, insofern hast du schon recht.


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23.02.2019 um 02:23
Habe sehr interessiert diesen Thread gelesen. Zum Thema ad(h)s möchte ich nichts beitragen. Ich weiss darüber zwar das eine und andere, aber bin selber nicht davon betroffen und habe auch im engen Umfeld niemanden, der darunter leidet. Das überlasse ich lieber anderen. Ich selber bin psychisch krank, möchte aber nicht näher auf die Diagnosen eingehen. Sozial habe ich schon meine Probleme, nicht direkt in Form einer Phobie sondern eher als ein Symptom des gesamten Krankheitsbildes. Im Zuge dieser Erkrankung nehme ich auch Medikamente. Auch habe ich diese schon von einen Tag auf den anderen abgesetzt. Ich habe keinen Entzug gehabt, nur die Symptome der Krankheit wurden wieder schlimmer. Es ist ähnlich wie beim zu hohen Blutdruck. Gesund ist ein Blutdruck im Bereich von 120 zu 80. Bei 190 zu 110 liegt ein erhöhter Blutdruck vor, man ist krank. Medikamente können ihn wieder senken, insbesondere wenn zB Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung, usw. den Blutdruck nicht genügend senken. So sehe ich es auch bei psychischen Erkrankungen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sie zu behandeln, aber nicht jeden hilft alles bzw. reicht das eine oft nicht aus. Mir geht es mit Medikamenten besser, das verschafft mir mehr Lebensqualität als alle Psycho- Ergo- Kunst- usw- Therapien zusammen bewirkt haben.

Mein Leben hat sich stark verändert. Früher habe ich meine Erkrankung mit exessiver Arbeit gedeckelt. Ich bin nicht nur Vollzeit arbeiten gegangen, zusätzlich habe ich mich weiter gebildet (Fernstudium, Fortbildungen auf Abendschulen, etc). Selbst bis zum Abitur habe ich neben der Schule schon sehr viel gejobt. Therapie habe ich damals zwar auch schon gemacht (die erste begann mit 17), auffällig war ich ebenfalls schon immer (Dauergast bei psychologisch geschulten Vertrauenslehrer), aber irgendwie habe ich immer noch funktioniert. Doch es kam dann wie es kommen musste. Ich brach mit 29 Jahren völlig zusammen, nichts ging mehr. Klinik, Reha, Wiedereingliederungsmassnahnmen in den Arbeitsmarkt, befristete Erwerbsunfähigketsrente, seit ein paar Jahren unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente. Ich war gezwungen, mein Leben zu verändern. Es war eine sehr schlimme Zeit. Die Rente hat mir auch vieles ermöglicht. Ich arbeite freiberuflich etwas nebenbei, sofern ich kann. Ich bin nicht mehr gezwungen, meine Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir nicht gut tun (aufgrund der Erkrankung wirke ich auf Menschen komisch/merkwürdig/seltsam und die Reaktionen darauf können extrem negativ sein) und mache es auch nicht mehr. Wenn ich nicht raus kann, weil ich Angst habe, dann bleibe ich daheim. Ich schaue genauer hin, was tut mir gut, was nicht. Und danach handel ich auch. Klingt erstmal egoistisch, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir dadurch etwas besser geht und ich dadurch auch besser auf die Bedürfnisse von Menschen eingehen kann, für sie da sein kann. Für Menschen die mir nahe stehen. Ich habe Einschränkungen und es gibt nach wie vor wirklich besch***eidene Zeiten. Da will ich niemanden etwas vormachen. Wenn nötig hole ich mir Hilfe z. B. in Form einer zeitlich begrenzten, ambulanten, psychischen Betreuung. Ich kann allen hier nur wünschen, dass sie einen Weg finden, mit ihrer Erkrankung einigermaßen klar zu kommen. Jeder auf seine Art und Weise, was der jeweiligen Person gut tut. Es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass man Einschränkungen hat, aber wenn man es zumindest ein Stück weit schafft, dann hat man schon einiges gewonnen. Es nimmt eine Menge Druck, nicht mehr 150% funktionieren zu müssen und perfekt zu sein (mein eigener Anspruch an mich war schon immer der höchste, ich war der strengste Richter für mich selber, wirklich niemand hat so viel von mir erwartet wie ich von mir selber und das scheint vielen psychisch erkrankten so zu gehen). In diesen Sinne "Mut zur Lücke" ;)


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23.02.2019 um 21:29
Mal etwas positives.
Ich war vorhin mit meinen Schätzen plus Nachbarkind einkaufen. Ohne Angst vor dem Gewusel und Stress. Einfach mit den kleinen los und war erstaunt dass meine Großen sich anschlossen.
Alle Kids waren so lieb und ruhig im Laden, habe sie Sachen holen lassen. Ich musste nicht einmal Maßregeln. Auch durch den Kassenbereich tiefenentpannt durch gekommen. Draußen sprach mich eine Dame an ob das alles meine wären. Sie hat das Verhalten von den Kids gelobt und auch dass ich so ausgeglichen und ruhig war. Man erlebe oft Mütter mit nur einem oder 2 Kindern die so entnervt seien.
Boah Leute dies Lob ging runter Öl :lv: vor Monaten war ich immer genervt überdreht und maulig. Einfach schrecklich für alle. Heute bin ich in solchen Situationen gefasst und geordnet.
Einmal ist es das Ergebnis langer Konditionierung meiner Kids dass Terror im Laden nicht belohnt wird. Gutes Verhalten zahlt sich aus für alle, Mama entspannt Kinder entspannt und ab und an wirds mit einem Extra belohnt am Ende des Einkaufs.
Sinnlose Konsequenzen runtermotzen die man dann nicht einhält gibt es schon länger nicht mehr und ich weiche davon nicht ab.
Provokationen durch negativ Verhalten werden nicht belohnt mit negativer Aufmerksamkeit usw...
Yeeeees es trägt Früchte.
Dies Lob über die Kids und mein Verhalten tut sooooooo unendlich gut. Es trägt Früchte :lv:

Vor einem Jahr war das undenkbar

Ps ich habe sogar nichts vergessen oder zu viel eingekauft :) *wuhuuuu schalalalallaaaa*


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23.02.2019 um 22:00
Nachtrag. Nachdem das Essen fertig war und alle in der Küche waren warf einer die Glaskanne runter. Habe sofort reagiert, und dem Verursacher den Schock genommen.
Mein früheres Ich hätte im Affekt los gepoltert und den Motzteufel raus gelassen.
Der Schock des Kindes tat mir so leid dass ich ihn fürsorglich aufgefangen habe.
Die Kanne war von meinem Paps ein Geschenk also keine 08/15 Kanne aber so what sowas passiert.
Für mich persönlich war auch diese Situation ein Erfolgserlebnis welches ich positiv reflektieren konnte.
Hab die Scherben beseitigt und dann weiter gemacht. Keine aufkommende Wut...

Manchmal fühlt es sich fremd an so besonnen zu reagieren und die Impulse im Griff zu haben. Fremd aber verdammt gut, es macht glücklich.
Eine Kleinigkeit für andere Menschen aber für mich ein riesen Schritt.
In dem Sinne wünscht das total entspannte π allen einen ebenso entspannten Samstag Abend :lv:


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01.03.2019 um 11:37
Ich habe die letzten Tage wieder an mir gezweifelt, obwohl ich das schon lange no hat mehr gemacht habe.
Ich bin sehr langsam in meinen Tätigkeiten und vergleich mich dann wieder und fühle mich so dumm.
Die Langsamkeit zieht sich durch so viele Lebensbereiche. Muss auch sagen ich denke viel, zu viel nach..
Kennt das jemand?
Sobald ich versuche schneller zu werden z.B im Job hab ich Angst die Kontrolle zu verlieren und alles würde kaputt gehen?
Ich hab ja ads ( bin eine Träumerin)


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01.03.2019 um 12:29
Du Sprichst mir aus der Seele allerdings nennt man das bei mir Panikattacken


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01.03.2019 um 13:30
Ich habe ja nur eine vorläufige Diagnose von einem psychologischen Psychologen erhalten, allerdings ging ich mit der Diagnose ADHS nicht konform, meine Probleme mit Menschen hat dieser Typ gänzlich mißverstanden, ich weiß nicht woran das gelegen hat, ob er nicht richtig zugehört hat, oder einfach nur seine Diagnose stellen wollte.
Eine soziale Phobie habe ich meiner Meinung nach nicht, ich mag nur die meisten Menschen nicht, und empfinde sie als störend, das war auch schon immer so, also seit ich bewußt denke.
Ein tatsächliches Interesse, hatte ich auch am Umgang mit Kindern nie, ich fand die doof, ich meine nicht das ich die dumm fand, was t.T aber sicher zutrefflich war und ist, sondern, daß sie mir einfach auf die Nerven gingen. Am schlimmsten fand ich die Schulzeit, ich kann mich entgegen der Pseudoanalyse des PsyDocs, perfekt konzentrieren, aber nur wenn mich was interessiert und ich meine Ruhe habe, mich stören kleinste Geräusche, Gerüche, Bewegungen.
Fällt mir auch immer wieder hierim Forum auf, blinkt eine Nachricht auf, stört mich das so sehr, das ich dann gar nicht mehr weiß was ich schreiben wollte.


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01.03.2019 um 20:08
Bei dir blinkt gleich was :troll: @Katori


So gings mir heute in der Stadt. Eigenlich hatte ich mich auf den Tag gefreut es ging alles schief und kaputt und die Leute waren so störend. Noch nie Menschen gesehen die in der Scheiße stecken? Nee da muss man gaffen statt zu helfen. Wenn man sein Kind welches völlig abdreht und hyperaktiv eskaliert zurecht weißt muss man gaffen? Solche Leute HASSE ICH.
Bin so fertig für heute. Diese sch... widert mich an solchen Tagen an -.-
Katori schrieb:perfekt konzentrieren, aber nur wenn mich was interessiert und ich meine Ruhe habe, mich stören kleinste Geräusche, Gerüche, Bewegungen.
Würde aber voll ins Muster passen.


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02.03.2019 um 13:22
@Katori

Hab auch gewisse Schwierigkeiten das zu trennen, bei mir ist es eben paranoide Schizophrenie, aber wenn ich beide Krankheiten, also die paranoide Schizophrenie und soziale Phobie auf den Tisch nebeneinander lege, ergibt sich ein fast deckungsgleiches Bild, kann beides schlecht trennen WENN ich vergleiche.Und dann fließt da natürlich auch eine persönliche Aversion mit, am liebsten wäre mir eigentlich ein Eremitleben, was weiß ich als Schäfer auf einer Hallig weit draussen richtung Nordsee.Der Gedanken lässt mich kribbeln..keine Aussenreize, keine Menschenaufläufe, niemand, mit dem man reden muss weil der Alltag es so aufdiktiert und und und.

Aber schwer an sowas ranzukommen, als Altenpfleger bin ich für die Tierbetreuung gänzlich ungeeignet, dafür hab ich einen angeborenen Draht zu Tieren und weiß, was sie brauchen an Nahrung, aber auch Herz. :) Lass mal ne 2er-Eremiten-WG aufmachen, das Haus bauen wir schon zusammen. :D

Spaß beiseite...grade eben war ich wieder auf meinem Wochenendeinkauf und stand eeeendlos in der Schlange, danach war ich schweißnass.Ich wollte aber einen Realitätscheck machen, hab ich beim ersten Supermarkt vergessen, also zum Chinamann der auch voller Leute war.Diesmal achtete ich bewusst darauf, mich "abzuschirmen", mir zu sagen, bloß fremde Leute die exakt das gleiche tun wie du auch.Und das beruhigte mich..gut okay, ich empfand sie immer noch als abstoßend, das dürfen sie auch gerne über mich denken, aber die eingebildete "Gefahr" war eingedämmt und danach war ich eben nicht nassgeschwitzt, obschon gleiche Menge an Leuten.Ich versuche das in nächster Zeit bewusster in meinen Alltag zu implementieren.


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02.03.2019 um 13:49
Katori schrieb:Ich habe ja nur eine vorläufige Diagnose von einem psychologischen Psychologen erhalten, allerdings ging ich mit der Diagnose ADHS nicht konform, meine Probleme mit Menschen hat dieser Typ gänzlich mißverstanden, ich weiß nicht woran das gelegen hat, ob er nicht richtig zugehört hat, oder einfach nur seine Diagnose stellen wollte.
Hat er die Diagnose anhand eines Gesprächs gestellt oder erst nach ausführlicher Diagnostik? Eine spezielle psychische Erkrankung zu diagnostizieren geht ja leider nicht so leicht wie zb.ein Beinbruch. Hast du ihm gesagt, dass du dich nicht wiederfindest bei ADS und sozialer Phobie? Wenn er ein guter Psychologe/Psychiater ist, dann wird er deine Einwände ernst nehmen und dir sagen, warum er die Diagnose gestellt hat bzw auch weiter schauen, ob sie wirklich zutreffend ist. Weiterhin kannst du jederzeit auch eine weitere Meinung bei einem anderen Psychologen/Psychiater einholen. Das ist dein gutes Recht. Gerade im psychischen Bereich ist es wichtig, sich bei seinem Psychiater und Therapeuten gut aufgehoben zu fühlen. Es muss Vertrauen aufgebaut werden etc. Wenn dir etwas nicht passt, du eine andere Auffassung hast, dich unwohl fühlst, was auch immer, kommuniziere es mit dem Psychologen. Dein Wohl steht an erster Stelle. Das ist nicht nur dein gutes Recht sondern wichtig für einen positiven Therapieverlauf.

Ach, habe das Vorläufige überlesen bei der Diagnose. Möchte noch hinzufügen, dass die Diagnose auch für deinen Psychologen nicht in Stein gemeißelt zu sein scheint ist sondern erstmal eine Richtung ist.


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02.03.2019 um 14:12
@3.14

Tja das Gaffen haben die Menschen gut drauf..es erfordert Mut, dann da zu helfen, auch wenn ich es verstehen kann, dass man in deinem Fall nicht hilft.Das Kind dreht am Rad, ich persönlich würde da den Teufel tun einzuschreiten, sind ja fremde Kinder und ob da der Einfluss so gewaltig ist..nya mag ich bezweifeln.^^ Gaffen muss man dennoch nicht.


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18.03.2019 um 21:44
@Vymaanika
@Lannister
@Xana
@3.14

Ich wollte das Thema noch mal aufleben lassen.

Zur sozialen Phobie gehört dieser Konflikt:

1.
“Ich möchte mich zeigen und Bestätigung bekommen und dazugehören”

der Wunsch kollidiert mit:

2. Erwartung:
“Die anderen werden schlecht von mir denken.”

3. Die Vermeidung.

Eine Phobie ist ja eine überzogene, irrationale Angst.
Wir mit ADHS erleben aber tatsächliche Ablehnung, z..T. auch, weil wir " ja können, wenn wir 'wollen' " das Gehirn bei Sachen die Interessant sind, auch auf Konzentration schaltet.

In wie weit greift da eine Psychotherapie, die ja darauf abzielt "irrationale Ängste" abzubauen?

Soll man lernen zu sagen: Hey, ich bin Teilzeitdenker, sorry...

Die Reaktionen der "Lineardenker" könnt ihr euch ja ausmalen.

Oder sich immer mehr Autistisch in sich selbst zurückziehen?
(Resignation)

"Mach dein eigenes Ding, und egal was die Leute sagen" klappt auch nicht.
Wir leben ja nicht auf einer Insel.


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18.03.2019 um 21:48
Naja ich drücke mich vor Situationen wo ich mich unwohlfühle weil ich nicht angenommen werde wie ich bin.

Bei einer Gruppe wo das der Fall ist freue ich mich auf die gemeinsame Zeit.
Dies belebt nachhaltig und ebbt auch nicht ab. Anderswo verstärkt sich das Verlangen dort nicht hin zu müssen und man erfundet allerlei ausreden


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18.03.2019 um 21:59
3.14 schrieb:angenommen werde wie ich bin.
Genau das ist das Problem.
Wer nicht erfahren hat um seiner selbst willen gemocht zu werden entwickelt schon vorauseilende Soziophobische Gedanken und

- überzogene Selbstansprüche,
aus Frust auch
-überhöhte Fremdansprüche,
(Wenn ich mich so tierisch anstrengen muss, dann auch du!)

Das gilt auch für viele Behinderte.
Nicht umsonst wollen viele mit einer Beinprothes plötzlich Marathon laufen.
(Schamabwehr)

Es wird ja auch beim Kennenlernen nicht gefragt, "wer bist du?"
sondern
"was machst du?"

Naja, Scheiss Gerechtigkeitssinn. ;)


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18.03.2019 um 22:05
@Hyperborea

Deine Klassifikation deckt sich mit meiner, die drei Punkte.Zu:
Hyperborea schrieb:In wie weit greift da eine Psychotherapie, die ja darauf abzielt "irrationale Ängste" abzubauen?
Verhaltenstherapie soll ja fehlerhafte angelernte Verhaltensweisen und Empfindungen regulieren, zum Beispiel indem man an die Zeit anknüpft, wo alles noch ohne derartige irrationale Ängste lief und man..nya "unbeschwert" war.Kann da nur für mich reden.Diese angelernten Verhaltensweisen unter Einschluss irrationaler Angst aka sozialer Phobie existierte bei mir ja nicht immer so.Erst nach und nach habe ich mich in den Film reingesteigert, ihn sogar bestätigt mittels Kopfkino und emporgehoben zu meiner Endvernichtung.Klingt drastischer als es ist.^^ Aber es führte eben sogar zu einer Psychose, weil mein Kopf einfach nicht Ruhe gibt.Er arbeitet und arbeitet und ich will ihn manchmal am liebsten gegen die Wand hämmern, damit es aufhört.
Hyperborea schrieb:Das gilt auch für viele Behinderte.
Nicht umsonst wollen viele mit einer Beinprothes plötzlich Marathon laufen.
(Schamabwehr)
Ich hab einen Scvhwerstbehindertenausweiß (GDB 60) und beziehe Rente...das hat diese verdammte Krankheit aus mir gemacScham oder das starke Gefühl versagt zu haben, existiert jedoch nicht, ich bin wie ich bin...und das muss so langsam mal in die Birne.Zudem suche ich mir "meine" Leute gut aus...die restlichen Menschen blende ich aus, kapsel mich ab von ihnen.Das Gefühl der Anerkennung..sicher nicht bei jedem zu holen, zu bekommen, aber es ist schön es mal zu geben.


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18.03.2019 um 22:14
Vymaanika schrieb:ich bin wie ich bin...und das muss so langsam mal in die Birne.Zudem suche ich mir "meine" Leute gut aus...die restlichen Menschen blende ich aus, kapsel mich ab von ihnen.Das Gefühl der Anerkennung..sicher nicht bei jedem zu holen, zu bekommen, aber es ist schön es mal zu geben.
Siehst du und ich renne mir immernoch den Kopf ein in dem Versuch es anderen Leuten zu vertickern.

Zwei Reaktionen kommen da:
-Unverständnis
-Desinteresse.

Unbeschwert war ich nur damals, als das irre Leistungsgehabe noch nicht so war.
Also habe ich mir später auch Menschen gesucht, wo das nicht so ausgeprägt war. Aussenseiter wie ich.


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