emanon schrieb:Wie sieht deine Lösung aus?
Es wäre schon mal sehr hilfreich, wenn sie ihre Ängste und Nöte einfach mal zum Ausdruck bringen könnten, ohne dass ihnen unterstellt wird, sie wollten das Virus leugnen oder würden gar für ihren eigenen Fun Menschenleben aufs Spiel setzen oder seien irgendwo rechts zu verorten. Das ist erst jetzt so langsam möglich - über Monate ging das nicht, ohne ihn die Ecke von Coronaleugnern, Covidioten o.Ä. gestellt zu werden. Da kam dann neben der Angst vor dem Virus und der Existenzangst auch noch soziale Ausgrenzung dazu.
Es würde helfen, wenn klar wäre, dass hinter "mal nicht feiern gehen", eben auch viele Existenzen stehen. Leute, die vor dem Nichts stehen und bei denen alles, was sie sich aufgebaut haben, zerfällt - und sie sich womöglich noch schlaue Ratschläge anhören dürfen, vonwegen, man müsse als Selbstständiger für so was vorgesorgt haben (große Firmen natürlich nicht).
Es wäre wichtig, anzuerkennen, dass diese Menschen einen immens hohen Preis für die Solidarität zahlen, der sehr viel mehr beinhaltet, als AHA-Regeln zu befolgen oder mal auf den Urlaub verzichten (viele von ihnen werden sich über Jahre mehr leisten können). Und ja, wenn sich schon allerorten auf Solidarität bezogen wird, dann finde ich, sollten diese Menschen eben auch Solidarität erfahren. Solidarität, die über den Verweis auf H4 hinausgeht. Ich glaube, England hat das ganz gut geregelt mit der Unterstützung der Soloselbstständigen, Künstler etc.
https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-solo-selbststaendige-grossbritannien-100.htmlDas würde mMn schon viel Druck aus dem Kessel nehmen und den Zulauf zu den radikaleren Stellen vermindern.