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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

372 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geld, Zeit, Freiheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 11:25
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Allerdings muss man sich klar machen, dass dieses teilweise reduzierte und optimierte Leben nur deshalb so praktisch ist, weil wir alle von der Wirtschaftsleistung profitierten. Würden alle Leute so viel sparen, dann hätten wir hier einen ganz anderen Lebensstandard, z.B. in der Verkehrsinfrastruktur, in der Warenversorgung, im Gesundheitswesen usw.
Stimmt. Somit sind neben Unternehmen auch sogar unser Staat abhängig. Unternehmen sind von zahlenden Kunden abhängig und der Staat ist von Steuern/Steuerzahlern abhängig, um Gewisses aufrechtzuerhalten, wovon wir wieder abhängig sind.
Scheiße, wirklich jeder ist abhängig.
Zitat von waytogowaytogo schrieb:Ist es gewisser Weise auch. Hat aber viel mit der Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmittel etc. zu tun. In Berlin wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen mir ein Auto zu kaufen.

Der 20-jährige auf dem Dorf sieht es wahrscheinlich anders. Für den ist es ein Stück Freiheit.
Die Familie mit drei Kindern will abseits der Stadt vermutlich auch nicht darauf verzichten. Da ist es vielleicht keine Freiheit, sondern eine Notwendigkeit.
Aber auch der Mensch auf dem Dorf, könnte bedachter, bescheidener vorgehen und würde sich so auch wieder weniger abhängig machen.

Ein Auto, Hauptsache es fährt, ist eine absolute Notwendigkeit auf dem meisten Land. Dafür lohnt es sich auch wieder mehr in die Abhängigkeit zu begeben, weil es ja auch wieder die Freiheit der Mobilität fördert.
Allerdings muss es dafür kein unnötig teures Auto sein, im schlimmsten Fall sogar finanziert. Bereits ein unnötig teures Auto bringt auch wieder mehr Abhängigkeit, denn es kostet unweigerlich mehr Geld und das nicht nur in der Anschaffung. Folglich ist man wieder umso mehr von mehr Geld und Arbeit abhängig.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 11:25
@Milosz

Jedes Auto kommt irgendwann in ein Alter, in dem immer mehr Reparaturen fällig werden. Natürlich gibt es günstigere und teurere Modelle und Problemfälle, aber Reparaturen gehören nun mal dazu. Früher habe ich viele Sachen sogar noch selbst erledigt, Ölwechsel, Bremsbacken, alle Filter, Zündkerzen usw., das geht bei modernen Autos immer weniger.

Das ist halt alles eine Frage der Bedürfnisse nach einen eigenen Auto und der Zahlungsbereitschaft und der Fähigkeit, die Kosten zu verdrängen. Ich ordne meine Kosten grob nach Kategorien und da sieht man dann halt, was die echten Kosten für ein Auto sind, Angefangen vom Kaufpreis/Rücklagen für Wiederbeschaffung über Versicherung und Steuer zu Sprit und den Wartungskosten.


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25.03.2021 um 11:27
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Scheiße, wirklich jeder ist abhängig, um Gewisses aufrechtzuerhalten.
Guten Morgen. Du hast gerade begriffen was es heißt in einer Gemeinschaft zu leben.


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25.03.2021 um 11:29
Aber wenn sich einer einen Lamborghini für 300k kauft, freuen sich alle über 57.000€ die als Mehrwertsteuer an den Staat gehen...und das sämtliche Personen aus der gesamten Herstell- und Lieferkette Lohn bekommen von denen wieder Sozialabgaben und Steuern bezahlt werden.
Das vergisst man ja so gerne wenn man in den Körben von den anderen schaut, da zählt nur: oh, der hat psychische Probleme, er hat sich ein Lambo geholt...muss was ausgleichen und angeben.


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25.03.2021 um 11:30
Zitat von NerokNerok schrieb:Guten Morgen. Du hast gerade begriffen was es heißt in einer Gemeinschaft zu leben.
Das habe ich schon lange begriffen. Mir muss man das wirklich nicht erst erzählen.
Aber Danke.



Es stimmt trotzdem, dass wir alle Sklaven sind. Notgedrungen aber auch unnötig und freiwillig.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 11:30
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Scheiße, wirklich jeder ist abhängig.
Das nennt man halt Gesellschaft, die Abhängigkeit fing schon dann an, sobald Menschen sich zu Gruppen und Stämmen zusammengeschlossen hatten, bzw. sogar schon unsere Ahnen, die ja auch in Gruppen lebten, bevor es den modernen Menschen gab.

Einzelne können sich schon relativ frei davon machen, die Aussteiger. Ein Leben im Wald in einer Höhle, die Kneifzange bereit, falls man Zahnschmerzen hat und der kleine Snack zwischendurch besteht aus Fallobst und Würmern. Der Öff-Öff ist ein schönes Beispiel, was möglich ist, aber selbst der ist abhängig, z.B. muss jemand ihm eine Kneifzange schenken, damit er sich die kaputten Zähne ziehen kann.


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25.03.2021 um 11:30
Zitat von DoorsDoors schrieb:Das ist wohl wahr. Deswegen scheinen mir Diskussionen unter dem Motto: "Geld ist böse - kein Geld macht glücklich!" auch immer ziemlich zynisch.
Geld allein macht nicht glücklich. Kein Geld zu haben aber auch nicht.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 11:36
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Es stimmt trotzdem, dass wir alle Sklaven sind. Notgedrungen aber auch unnötig und freiwillig.
Ich kann nur für mich und Leute in meinem Umfeld sprechen, aber diese Leben mit dem Leben eines Sklaven zu vergleichen ist schon ziemlich unfair den Menschen gegenüber, die wirklich als Sklaven leben müssen.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 11:39
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Es stimmt trotzdem, dass wir alle Sklaven sind. Notgedrungen aber auch unnötig und freiwillig.
1.) Unser Leben in einer Gesellschaft mit dem Leben von richtigen Sklaven zu vergleichen ist schon fast dreist und zeigt nur wieder wie viel davon sogenannten "First World Problems" sind.
Ein richtiger Sklave würde mit Kusshand sein Leben gegen unseres Tauschen.

2.) Unnötig finde ich daran garnichts. Ich gebe ein paar meiner Freiheiten ab um mir dafür in ziemlich vielen Bereichen weniger Sorgen machen zu müssen. Unterm Strich ist das für mich ein ziemlicher Gewinn.


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25.03.2021 um 11:42
Den Hinweis darauf, dass wir in einer Gemeinschaft leben, alle im selben Boot mit unterschiedlichen Aufgaben sitzen (auch global gesehen) und jeder von jedem abhängig ist, sollen sich mal lieber so einige Hardcore-Kapitalisten, Reiche dieser Welt zur Kenntnis und auch zu Herzen nehmen.

Ps.
Den Rechtsextremen dieser Welt schadet dieser Hinweis auch nicht.


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25.03.2021 um 11:48
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Um diesen Verlust aber zu verhindern oder um noch Mehr haben zu können, wird man unweigerlich zum Sklaven von sich selbst und anderen. Das umso mehr, wenn ein Land kaum soziale Absicherung bietet und man auch seine hohen Ansprüche niemals zurückfahren könnte.
Und das ist der falsche Rückschluss aus stammesgesellschaften. Wie ein anderer schon schrieb.... Worauf dieser Irrglaube beruht.


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25.03.2021 um 12:08
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Man darf auch bei anderen Leuten (Waldbesitzern) oder im Staatswald Brennholz machen, wenn man vorher fragt und dafür bezahlt.
Was im Vergleich zum Kaufen erheblich billiger ist.
War aber nur ein Beispiel von Vielen, wie man mit wesentlich weniger Geld auskommen kann und dafür seine Freiheit "vergrößert".
Ja eben.. Du hast jetzt nur getauscht. Statt das Holz direkt zu kaufen halt durch mehr eigene Arbeit

Ob es sich freiheitlich rechnet ist wieder was anderes.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Und damit bist du ein größerer Sklave nicht nur von dir selbst sondern auch von anderen als du denkst. Bist enorm abhängig - von Geld und Arbeit.
Genau du lebst von Luft und Liebe und oh... Auch auf den Schultern der vorfahren und ihrer Arbeit.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 12:15
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:sollen sich mal lieber so einige Hardcore-Kapitalisten, Reiche dieser Welt zur Kenntnis und auch zu Herzen nehmen.

Ps.
Den Rechtsextremen dieser Welt schadet dieser Hinweis auch nicht.
Die auch, aber man darf das eben nicht nur zum Problem der Hardcore-Kapitalisten und Reichen und Rechtsextremen machen. Das ist echt zu einfach.
Jeder! ist ein Teil der Gesellschaft und jeder muss sich selbst fragen, welche Handlungsfreiräume bestehen und was jeder einzelne besser machen könnte.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 13:11
Ich hatte viele Jahre lang ein ziemlich gestörtes Verhältnis zum Geld. Leider bin ich sehr früh Vater geworden und musste dementsprechend Unterhalt zahlen und konnte nie große Sprünge machen, was ich besonders damals als junger Mann als sehr belastend empfand.

Aber ich habe besonders hart gearbeitet, jedes Wochenende/Feiertage (da Zuschläge nicht pfändbar) um mir zumindest noch ein Auto leisten zu können, da besonders das Autofahren mir damals sehr wichtig war.

Irgendwann hatte ich es dann geschafft, eine richtig tolle Arbeitsstelle zu finden mit gutem Verdienst und großartiger Chefin. Endlich konnte ich aus meiner Drecksbude in einer miesen Gegend in eine größere Wohnung umziehen, wo die Umgebung auch sehr angenehm, sauber und ruhig war, Nachbaren normal etc.
Gleichzeitig war ich aber immer sehr geizig, da ich mir immer total schwer getan habe, mein schwer verdientes Geld auszugeben. Aber ich wollte dann auch mal meiner Freundin was bieten usw. Daher hatte ich damals noch eine andere Einnahmequelle, für die ich nicht arbeiten musste und die sehr erträglich war (Ich könnt es Euch denken, natürlich kann ich nicht ins Detail gehen und das ist auch sehr lange her, verjährt etc.)

Interessant fand ich dabei, dass es mir nichts ausgemacht hat, das Geld für das ich nicht gearbeitet habe, einfach auszugeben, während das ehrlich verdiente Geld immer dreimal von mir umgedreht wurde. Wir konnten uns dann auch schöne Sachen wie teure Möbel, chice Klamotten, Essen gehen usw. leisten. Von manchen Bekannten und Freunden war oft Neid zu spüren.

Aber ob mich das Geld ausgeben glücklich gemacht hat: definitiv nein. Es war zwar ganz nett, aber um was mir wirklich ging und was mich wirklich richtig glücklich gemacht hat, war einfach nur diese schöne Wohnung und die Gegend, ich konnte immer ruhig schlafen und bin jeden Tag voller Elan aus dem Bett gehüpft, es hat einfach alles gepasst.

Leider kam dann doch alles anders. Chefin pleite gegangen, Job weg, Auto weg, Wohnung verloren, da nicht mehr bezahlbar. Jetzt bin ich Früh-Rentner, lebe wieder in einer widerlichen Gegend in einer beschissenen Wohnung und habe mich immer noch nicht richtig an meine Situation gewöhnt, obwohl ich jetzt schon fast 10 Jahre so lebe.

Ich finde, man muss trotzdem versuchen, das Beste aus seiner Situation zu machen. Ich hab zwar die Arschkarte gezogen, dass haben aber viele Andere auch. Aber klar, jeder Mensch ist verschieden und jeder geht anders mit Situationen um.

Ich lehne Linksextremismus und Kommunismus strikt ab. Ich finde der "Stärkere" bzw. der mehr leistet hat das Recht, mehr zu haben, sich mehr leisten zu können etc. Allerdings müssen die tatsächlich Schwachen/Kranken auch geschützt werden. Den Sozialstaat finde ich schon sehr wichtig, aber jemand der sich keine Mühe gibt, nicht arbeitet, nicht weiterbildet etc. der hat keinerlei Anspruch auf irgendeinen Luxus. Im Großen und Ganzen finde ich das System bei uns in Ordnung.

Für mich persönlich kann ich sagen, ja, es ist schön, dass ich jeden Tag ausschlafen kann, keinen Stress habe, immer zu essen, Strom und ein Dach über dem Kopf. Dennoch war ich früher in meinem alten, normalem Leben als "Sklave" wesentlich glücklicher.

Man sieht auch hier wieder, wie unterschiedlich die Menschen sind. Manche bewundern sogar Steinzeit-Menschen oder Wilde und würden so eine Lebensweise bevorzugen. Naja... muss wirklich jeder selber wissen, in jedem Fall ein interessantes Thema.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 13:14
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:sondern fördert Kapitalismus auch Abhängigkeit und somit fördert es sogar gesundheitliche (physische und psychische) Schäden.
Obwohl zeitlich und körperlich weniger gearbeitet wird

Es ist alkes so schädlich das die Lebenserwartung immer weiter steigt..
Zitat von CarstiCarsti schrieb:Menschen sind. Manche bewundern sogar Steinzeit-Menschen oder Wilde und würden so eine Lebensweise bevorzugen. Naja... muss wirklich jeder selber wissen, in jedem Fall ein
Naja nach einer Woche ohne Klopapier hört das auf


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 13:32
Zitat von naasnaas schrieb:Warum sollte ich 35 -40 Stunden in der Woche dafür opfern die Ideen von anderen Leuten in die Tat um zu setzen, nur um mir dafür eine große Wohnung und ein Auto leisten zu können?
Warum sollte ich quasi die Hälfte meines Lebens von anderen bestimmen lassen, wie ich wann womit meine Zeit verbringe anstatt spontan und frei entscheiden zu können, was in jedem Moment mein Leben am besten voranbringt?
@naas

Dann setz doch einfach Deine eigenen Ideen gewinnbringend um, das nennt sich Selbständigkeit.

Das Auto an sich sehe ich allerdings auch oft als ein interessantes Mittel ein, einen erheblichen Teil des EInkommens zu verbrennen. Wenn ich mir bei vielen Leuten anschaue, was die sich für einen Brummer leisten und wieviel Prozent ihrer Arbeitsleistung sie darin investieren, dann würde ich das ganz sicher nicht so machen. Da kann man Freiheitsgrade gewinnen, wenn man basisnah und abbezahlt unterwegs ist, wenn man ein Auto braucht.
Zitat von naasnaas schrieb:Anstatt zu versuchen soviel Geld wie möglich zu verdienen ist es nicht viel schlauer so wenig Geld wie nötig zu verdienen wenn man ein freier Mensch sein will?
Da werden Dir die meisten Arbeitgeber nicht im Weg sein. Mach einen Termin bei der Personalabteilung und teile denen mit, dass Du so wenig wie möglich verdienen willst. Das klappt oft ganz unbürokratisch.

Ich habe eher die Idee, dass man sich dadurch Freiheit schafft, dass man sich bewusst macht, was brauche ich und was brauche ich alles nicht. Dann kann man ggf mal Arbeitszeit reduzieren oder mal ne Auszeit nehmen.
Die Grundidee 'Ich will maximale Freizeit und die anderen sollen gefälligst für mich arbeiten' gibt es ja schon, das nennt sich BGE.

Und so ein bißchen hat Geld auch mit Glück zu tun. Wie meine Oma immer sagte:
Kommt die Armut vorn ins Haus, geht die Liebe hinten raus.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 13:43
Zitat von CarstiCarsti schrieb:Ich lehne Linksextremismus und Kommunismus strikt ab. Ich finde der "Stärkere" bzw. der mehr leistet hat das Recht, mehr zu haben, sich mehr leisten zu können etc. Allerdings müssen die tatsächlich Schwachen/Kranken auch geschützt werden. Den Sozialstaat finde ich schon sehr wichtig, aber jemand der sich keine Mühe gibt, nicht arbeitet, nicht weiterbildet etc. der hat keinerlei Anspruch auf irgendeinen Luxus. Im Großen und Ganzen finde ich das System bei uns in Ordnung.
Belohnt unser aktuelles System wirklich nur die, die mehr leisten? Leistungsgerechte Bezahlung, gerne auch nach Systemrelevanz, ist leider ein Wunschdenken in einem kapitalistischen System.
Und zum Thema Weiterbildung: Braucht es für eine Gemeinschaft, damit sie funktionieren kann, nicht alle? Immer nur auf Weiterbildung zu pochen, ist auch zu kurz gedacht.


Ps.
Darf ich fragen, ob du deine Freundin noch hast bzw. sie damals bei dir geblieben ist, als es wieder bergab mit dir gegangen ist? Das tut mir übrigens leid und kann leider jeden treffen. Umso froher sollten wir sein, dass wir wenigstens hier in Deutschland leben, wo ein Absturz noch halbwegs erträglich ist, werden kann.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 13:43
Zitat von mokuzaimokuzai schrieb:Ich habe im laufe der letzten 8 Jahre festgestellt, dass je mehr Besitztümer man anhäuft - man mehr zum Sklaven selbiger wird
Genau die gleiche Erfahrung hab ich auch gemacht.
Ich hab früher mal eine zeit lang sehr wenig Geld gehabt und war arbeitslos. Es war eine schwierige Zeit, aber ich kam einigermaßen zurecht. Damals hatte ich nichts gespart und absolut keine Rücklagen.
Heute geht es mir finanziell sehr gut. Im Vergleich zu früher mache ich mir heute aber deutlich mehr Sorgen über meine finanziellen Angelegenheiten. Eigentlich ist das paradox. Denn ich müsste mir keine Sorgen machen. Dennoch mache ich es.
Ich grübele auch viel mehr darüber wie ich das Geld vermehren könnte und wenn ich es nicht mache, also nicht das Potential nutze, habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen.
Mir ist auch bewusst, dass sich das nach Jammern auf hohem Niveau anhört. Ist es vermutlich auch. Dennoch ist es mein Empfinden. Geld macht unfrei - das ist meine Erfahrung.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 14:11
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Im Vergleich zu früher mache ich mir heute aber deutlich mehr Sorgen über meine finanziellen Angelegenheiten. Eigentlich ist das paradox. Denn ich müsste mir keine Sorgen machen. Dennoch mache ich es.
Echt? Ich mach mir da keine Sorgen oder Gedanken, während in meiner Arbeitslosigkeit ich mir dauernd Sorgen und Gedanken übers finanzielle gemacht habe.
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Dennoch ist es mein Empfinden. Geld macht unfrei - das ist meine Erfahrung.
Nun, wenn ich jeden Cent fünf mal umdrehen muss, weil das Geld nicht reicht, lebe ich unfreier, als wenn ich viel Geld aufm Konto habe.
Zitat von CarstiCarsti schrieb:Man sieht auch hier wieder, wie unterschiedlich die Menschen sind. Manche bewundern sogar Steinzeit-Menschen oder Wilde und würden so eine Lebensweise bevorzugen. Naja... muss wirklich jeder selber wissen, in jedem Fall ein interessantes Thema.
Ja, so ist es.


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Geld: Eine moderne Form der Sklaverei

25.03.2021 um 14:14
Ich habe über 10 Jahre in der Pflege gearbeitet, natürlich sind mir diese Missstände bewusst. Das Vieles ungerecht zugeht und nicht in Ordnung ist, das stimmt natürlich.

Aber grundsätzlich ist es bei uns nunmal so, je besser du dich bildest, dich weiterqualifizierst, härter arbeitest, desto mehr Geld verdienst du in der Regel. Was ja auch völlig logisch und richtig ist - grundsätzlich.

Leider hatte ich nicht die intellektuellen Fähigkeiten um einen akademischen Beruf zu erlernen. Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten, jeder Mensch ist anders. Die Natur ist halt manchmal grausam und nicht fair, aber als Mensch hat man trotzdem die Möglichkeit, sich entsprechend seiner Natur zu verbessern/weiterzuentwickeln.

Es geht im Leben darum, -wie Nietzsche es beschrieben hat-, das Menschsein (Tiersein) zu überwinden und zu versuchen, sein höheres Selbst zu verwirklichen. So sehe ich dass, finde es auch sehr befremdlich, wenn Menschen gerne wieder wie in der Steinzeit leben möchten. Befremdlich, aber ich akzeptiere das natürlich aus Toleranz-Gründen. Belohnen würde ich so Jemanden allerdings nicht dafür und bewundern schon gleich gar nicht.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Darf ich fragen,
Sie ist bei mir noch eine Zeit lang geblieben, aber es ging dann auseinander. Wir waren 3 Jahre zusammen, allerdings muss ich anmerken, dass ich nie wirklich so der Beziehungsmensch war und es für mich wesentlich schlimmer war, meine tolle Arbeitsstelle und meine Wohnung zu verlieren.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:wenigstens hier in Deutschland leben
Das stimmt auf jeden Fall und global gesehen muss man auch froh sein, dass man überhaupt ein Dach überm Kopf hat, nicht hungern muss und fließend Wasser hat.

Andererseits schon ziemlich traurig und unwürdig, dass man im Jahr 2021 über sowas froh sein muss.

Die Menschheit, wäre sie tatsächlich "eins", was sie nicht ist, niemals war und niemals seien wird (aus selbstverschuldeten Gründen), wäre heute so viel weiter, aber der Planet soll wohl so sein, wie er nunmal ist.

Das Geldsystem ansich wäre ja nicht verkehrt. Es ist halt einfach komplett pervertiert, korrupt und als soziale Marktwirtschaft kann man das ja auch schon lange nicht mehr bezeichnen.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Das tut mir übrigens leid und kann leider jeden treffen
Danke, dass ist nett von Dir. Ja, es kann jeden treffen, das Leben ist eine sehr windige Angelegenheit. Es kann sich jederzeit alles drehen und wenden und es kann auch jederzeit vorbei sein. Deshalb lieber versuchen, das Beste draus zu machen.


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