behind_eyes schrieb:Das klingt für mich sehr nach Ankündigung einer Mandatsniederlegung. Er widerspricht im Kern genau dem was Ofarim im Camp erweckt.
Es ist ein Musterbeispiel für die Mischung aus PR- und Anwaltssprech, das Medienanwälte so oft auszeichnet. Alleine in diesem Statement steht doch:
- Es gab diese Lücke im Video
- Die Lücke ist aber nicht wichtig
- Sie könnte aber durch Manipulation entstanden sein
- Es spielt aber auch keine Rolle, weil es gibt ja einen Zeugen für die Kette
- Die Kette ist aber nicht wichtig, weil die Beleidigung auch ohne sie gefallen sein kann
- Der Manager hat niemanden beleidigt, das räumt selbst Ofarim ein
- Übrigens, auf dem Video gibt es was, was man als Beleg für die Kette interpretieren könnte, wenn man will
Da ist kein roter Faden im Vortrag, Stevens stellt hier keine einheitliche Version des Ablaufs zur Diskussion, sondern sichert sich nach allen Seiten ab indem er unzusammenhängende Faktenschnipsel jeweils einzeln maximal im Sinne seines Mandanten darstellt (was ja sein Job ist), dabei aber natürlich nicht hinbekommt, eine logisch geschlossene Interpretation dessen, was da schlussendlich wirklich passiert sein soll zu schildern: eben weil die Schnipsel nur jeweils einzeln betrachtet positiv für Ofarim auslegbar sind, aber eben einen widersprüchlichen Gesamtzusammenhang ergeben.