Peter0167 schrieb:Eine Nutzung in den von dir genannten Fällen ist aus meiner Sicht unbedenklich und damit auch akzeptabel. Wovon ich sprach waren die 99,9% Nutzungsmöglichkeiten, mit denen man es im Alltag normalerweise zu tun hat, also die unendlichen bidirektionalen Ströme geistiger Diarrhö.
Und um es nochmal ganz klar und unmissverständlich auszudrücken, mir ist es vollkommen egal wie jemand diese Technologie nutzt. In Deutschland hat jeder das Recht auf geistige und körperliche Verwahrlosung, und daran will ich auch in keiner Weise etwas ändern.
Mir ist nur eines wichtig, ich möchte für mich entscheiden können, ob ich mich auf einen Kontakt mit Zombies einlasse oder nicht. Zudem entscheide ich für mich ganz allein, wen ich als Zombie klassifiziere, und wen nicht. Und das gleiche Recht billige ich auch jedem anderen zu.
Ich hatte vermutet, dass du das unbedenklich findest. Deshalb hatte ich es auch erwähnt:
Allein der Besitz macht einen nicht zum "Smombie".
Anekdötchen:
Als Kind, schon Teenager, dachte ich mir "ich will nie einen Computer!" Warum? Ich sah andere darauf Computerspiele spielen, und empfand es langweilig und widersinnig, mich da vor so einen Bildschirm zu hocken, flott Knöpfchen zu drücken und so zu tun als würde ich Raumschiffe abschießen. Mich interessierten vielmehr: Zeichnen und Malen, Basteln, in der Natur draußen sein, Mathe, Physik (darüber lesen, Experimente machen etc.).
Einige Jahre später war mein größter Wunsch: ein Computer. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nämlich herausgefunden, dass dieser für viel anderes denn nur für Computerspiele taugt. Nutzte ihn dann v.a. um obige Interessen zu unterstützen, z.B. Computergrafik, Simulationen programmieren (Mathe, Physik), etwas zu recherchieren... Kurz darauf: Ich entschied mich für eine computerlastige Ausbildung (Fachinformatiker). Computerspiele sagen mir übrigens immer noch nicht zu, wennauch ich weiß dass es ganz andere gibt denn wie oben beschrieben.
Und so sehe ich das mit dem Smartphone auch: Ja, man kann damit blind auf Navi vertrauend in einen Fluss laufen oder fahren, man kann damit gegen 'nen Laternenmasten rennen, oder das Essen fotografieren und kommentiert irgendwo einstellen sobald es serviert wird.
Oder man nutzt es halt mal, für sein Onlinebanking, um den Laptop "im Gelände" noch mit Mobilfunkabdeckung online zu bekommen, oder um in einer fremden Stadt etwas Wichtiges zu finden.
Auch bei seinen sozialen Kontakten kann man entscheiden. Für mich kämen z.B. "Freunde", die abgesehen von Notfällen Dauererreichbarkeit fordern, nicht in Frage. Kein Problem für mich am Handy zu bleiben um z.B. eine Freundin nach einem ambulanten Eingriff abzuholen, wer meint, mir beleidigt zu sein weil ich nicht flott oder überhaupt nicht das Foto des neuen Kätzchens kommentiert habe, wird mal ein paar ernste Worte von mir zu hören bekommen bis letztendlich kann mir gestohlen bleiben.