azazeel schrieb:Unumkehrbar ist es aber, wenn man den Suizid durchführt. Das macht die Sache so schwierig. Der Moment, in dem Du sterben willst, repräsentiert vielleicht nur einen winzigen Bereich Deines Lebens.
Wie zB kommst Du zu diesem Schluss? Dann erkläre mir mal bitte, wenn Person XX unter
- unter ALS, schwerer Form von MS, Krebs im Endstadium, der bereits im ganzen Körper Metastasen gestreut hat und jedes der drei vorgenannten Erkrankungen
führt unweigerlich zum Tod, oder eine klinische Depression,
die ihr ihr Leben seit Jahren bereits unerträglich macht, leidet
- und diese freiwillig und selbstbestimmt eine STERBEVERFÜGUNG (und nichts anderes!!!) aufsetzt, dass sie innerhalb von 12 Monaten (assistiert) Suizid begehen möchte,
- wobei Person YY uU Hilfe leistet (also Beistand in Form von Trost, Rat, Hände halten, Präparat aus der Apotheke holen udgl)
das "einen winzigen Bereich des Lebens" repräsentieren sollte?
Na, Dir würde ich helfen, wenn Du mir das unterstellen würdest. Bin ich denn ein unmündiges Gör, das sich sowas von jemanden unterstellen lassen muss, der nichts, aber auch gar nichts von den Qualen auch nur im Ansatz nachvollziehen kann, die so ein Mensch bereits durchgestanden hat, bis er sich zu so einem finalen Schritt entschließt? Glaub' mir - ich hatte Fälle und bekam Einblick ...
Jederzeit, jawoll jederzeit würde ICH PERSÖNLICH so eine Sterbeverfügung aufsetzen, wenn ich in dieser Situation wäre und den möchte ich erleben, der mir weismachen möchte, dass das nur einen "winzigen Bereich meines Lebens" darstellt.