Aniara schrieb:Du bist ganz offensichtlich kein Fan von Zoos. Habe ich notiert. Da kann ich mir jede weitere Antwort sparen bei deinen seltsamen Fragen...
Ja,seh ich genauso. Menschen, die Zoos scheisse finden,kann man auch nicht umstimmen, die verharren auf ihre Meinungen und belassen es dabei, dass das,was sie denken, richtig ist.
Fakt ist, die Lebensräume der Tiere auf der Welt wird immer weniger, hauptsächlich durch den massiven, vom Menschen verursachten Ressourcenhunger. Hauptursachen sind die Zersiedelung und Zerschneidung der Natur durch den Bau von Straßen, Städten und Infrastruktur, die Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Nutzflächen (z. B. für Monokulturen) sowie der Klimawandel und Umweltverschmutzung und die Erdbevölkerung nimmt ständig zu, heißt wir brauchen noch mehr Platz für uns und weniger für die Natur und ihre Lebewesen, die wegen uns aussterben.
Alles ist nicht mehr Rückgängig zu machen. Ein Stillstand dieses Problems wird es auch nicht mehr geben.
Da frag ich mich an alle Zoo Hater, was ist euch lieber, diese Tiere vollkommen aussterben zu lassen, wenn es ihr Lebensraum nicht mehr gibt, oder die letzten ihrer Art in Zoos begutachten zu können? Irgendwann werden wir die meisten seltenen Tiere nur in Zoos sehen können. Mehr Menschen auf der Welt brauchen mehr Platz, mehr Nahrung für die noch mehr Monokulturen gebaut werden müssen.
Ein Zoo wird dann eine Arche Noah für Tiere sein, vielleicht sogar die rettende Insel. Zoohasser und Gegner sehen nur Tiere hinter Gitter, aber was tun sie dagegen,denn natürlichen Lebensraum der Tiere,den Artenschutz versuchen zu erhalten?
Argumente gegen einen Zoo sind für Gegner immer schnell zu finden. Die Wilhelma in Stuttgart und der Zoo in Wuppertal haben die Eisbärenhaltung schon seit vielen Jahren beendet. Auch ich keinen Zoo Gegner finde nicht alles gut und die Haltung von Eisbären oder Delfinen gehört dazu.
Heute muss ein Zoo sich für den Artenschutz einsetzen um überhaupt noch zeitgemäß zu bleiben und zu Überleben.
Viele Zoos arbeiten heute mit der Citizen Conservation zusammen und züchten Amphibien, Fische und Reptilien um sie als genetische Reserve zu erhalten und langfristig wieder in die Natur auszuwildern. Das Netzwerk fungiert als "Sicherheits-Backup", aus dem Tiere für konkrete Wiederansiedlungsprojekte bereitgestellt werden. Aktuell liegt der Fokus des Programms vor allem auf Amphibien und Fischen, deren Lebensräume stark bedroht sind. So werden in Zoos Mallorca-Geburtshelferkröten gezüchtet und gehalten, welche man erfolgreich auf Mallorca durch gezüchtete Kaulquappen und Kröten ausgesetzt hat und den Bestand gesichert hat, sowie Rio-Pescado-Stummelfußkröten,San-Francisco-Strumpfbandnatter und andere.
Der Kölner Zoo zum Beispiel züchtet erfolgreich sehr seltene und vom Aussterben bedrohte vietnamesische Krokodilmolche nach und diese werden wiederrum erfolgreich zurück in Vietnam ausgewildert, um den Bestand dort wieder zu stärken. Die eigentliche Auswilderung erfolgt in enger Abstimmung mit Naturschutzbehörden, Wissenschaftlern und lokalen Artenschutzprojekten, sobald geeignete, geschützte Lebensräume zur Verfügung stehen. Auch unsere heimischen Feuersalamander werden so nachgezüchtet, die bei uns wegen des Bsal Pilzes (Salamanderpilz) sehr bedroht und flächendeckend qualvoll sterben. Momentan ist die Gefahrenlage wegen des Pilzes noch so gefährlich,dass man diese nicht auswildern kann. Zum Schluss noch,dass auch die größte Wolfsspinne der Welt, die Deserta- oder Madeira-Tarantel, die auf der Insel Deserta Grande in Portugal vom aussterben bedroht ist, in vielen Zoos auf der Welt gezüchtet werden,um sie dann wieder erfolgreich auszusetzen. Wer sollte das machen, wenn es keine Zoos geben würde? Man sieht also, Haltung rettet Arten! Aber ich weiß, für Zoomgegner sind auch das keine Argumente,einen Zoo gut zu schreiben. Die beharren auf ihre Zoo Abneigungen. Der Mensch sollte den Lebensraum der Tiere bewahren und aufrecht zu erhalten, damit die Tiere dort leben können,wo sie Zuhause sind und wo sie her kommen,weil der Mensch aber dazu nicht fähig ist,sind und werden Zoos (leider) die letzte Insel sein,wo die letzten ihrer Art leben und überleben können und werden.
Lothric schrieb:Ich bin gerne bereit dazuzulernen.
Ich glaube, jetzt hast du einiges dazu
Haltung rettet Arten!
durchaus...
Lothric schrieb:Magst du erklären, was Kinder dort lernen können? Ich seh das nämlich nicht so.
Kinder lernen im Zoo spielerisch Biologie, Tierarten und Ökologie. In der Wilhelma in Stuttgart können Kinder hautnah die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erkunden und durch Mitmachprogramme ein Verständnis für Natur- und Artenschutz entwickeln. Sie
lernen dort Tiere und Pflanzen aus aller Welt zu unterscheiden und zu benennen. Außerdem erfahren sie Spannendes über den Körperbau der Tiere, wie zum Beispiel den Unterschied zwischen Fell, Federn und Schuppen. Durch die Gehege und Informationsschilder begreifen Kinder, wie Tiere sich an ihren natürlichen Lebensraum anpassen und welche Nahrung sie benötigen.Durch direkte Beobachtung und spezielle Programme, entwickeln Kinder Empathie und Respekt für Lebewesen und wird dieses gefördert. Gerade die Wilhelma Schule in Stuttgart bietet sowas an, ob das die anderen Zoos auch sowas haben oder machen weiß ich nicht. Ich war selbst schon jahrelang nicht mehr dort.
Wer aber könnte das den Kindern spielerisch nicht besser beibringen,als ein Zoo, keine Doku,kein Kindergarten könnte das.
Motzfussel schrieb:Was denn?
Siehe oben
Lothric schrieb:Fakt ist auf jedenfall, sie werden sehr selten in Anspruch genommen (wenn es sie gibt).
So selten ist das nicht und es gibt sie in der heutigen Zeit, man muss sich darüber auch informieren, vor Ort nach fragen,ob es eine Führung gibt oder in deren Informationsheften nachschauen.
Lothric schrieb:Ich war als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener sehr häufig in Zoos
Ich weiß ja nicht, wie lange das schon her ist, vielleicht waren die Zoos damals für sowas noch nicht bereit.