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Habt ihr was gegen Homosexualität?

30.301 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Liebe, Sex, Homosexualität ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 17:18
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich bin nur überraschend, dass der Vergleich als treffend empfunden wird.

Ich mag keinen Rosenkohl, dann verzehr ich keinen.
Ich möchte nicht mit einer Person zusammen sein, die *beliebiges einsetzen*, dann lass ich es.

Ich möchte keinen Rosenkohl , und lehnen deswegen Rosenkohl- Essende ab.
Ich möchte nicht....
Wo hast du denn rausgelesen, dass es um Ablehnung (von Rosenkohl-Essern) geht? Dein Vergleich zeigt eher nur wo aus der eigenen Abneigung ein Urteil über andere wird.

Es ging nur die Analogie um das Thema Homosexualität für jemanden der dazu keinen Bezug hat nahbarer zu machen, damit er sein eigenes Bild hinterfragt und im besten Falle zu einer anderen Erkenntnis kommt. Es ging nicht darum, ihn dazu zu bringen es zu mögen, den Anspruch haben die meisten die für ihre Rechte kämpfen denke ich auch nicht.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 17:39
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich möchte keinen Rosenkohl , und lehnen deswegen Rosenkohl- Essende ab.
Ich möchte nicht....
Und hier bist du "falsch abgebogen". Es ging ja gar nicht darum, Leute abzulehnen, die gerne Rosenkohl essen.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 18:34
Zitat von AniaraAniara schrieb:Und hier bist du "falsch abgebogen". Es ging ja gar nicht darum, Leute abzulehnen, die gerne Rosenkohl essen
Darüber mag man streiten, wer wo falsch abgebogen ist. Ich finde den Rosenkohlvergleich haarsträubenden Blödsinn :)


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 18:40
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Darüber mag man streiten, wer wo falsch abgebogen ist. Ich finde den Rosenkohlvergleich haarsträubenden Blödsinn :)
Finde den Vergleich auch nicht unbedingt gelungen.
Die Ablehnung von Rosenkohl ist zum Teil genetisch bedingt (TAS2R38), die Ablehnung von Homosexualität meines Wissens nicht.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:30
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Darüber mag man streiten, wer wo falsch abgebogen ist. Ich finde den Rosenkohlvergleich haarsträubenden Blödsinn
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Wenn du den Vergleich ablehnst, fände ich es auch interessant, wie du es besser machen würdest. Also gegenüber jemandem, der Homosexualität pauschal ablehnt und auf moralische Sprüche nur mit Augenrollen reagiert.
Gerne auch die Frage an dich, wer kritisiert hat offenbar alternative Ideen.
Zitat von emanonemanon schrieb:Die Ablehnung von Rosenkohl ist zum Teil genetisch bedingt (TAS2R38), die Ablehnung von Homosexualität meines Wissens nicht.
Es ging um ein passendes Beispiel, wenn du denkst, dass die Ablehnung von Blattsalat oder Brot als besseres Beispiel taugt füge es gerne nachträglich als gedanklichen Platzhalter ein.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:34
@blueavian
Mich interessieren Tätigkeiten zum Beispiel mehr als Aussehen. Aussehen, das verschwimmt für mich unter Menschen leicht, aber wenn jemand egal welchen Geschlechts etwas "schön" tut – und das muss nichts Großes sein, eine Geste vielleicht sogar nur – sowas zum Beispiel kann mein Interesse wecken. Oder eine ausdrucksstarke Stimme, lebendiges Erzählen, Begeisterung für etwas zeigen. Tattoos, weil sie Geschichten erzählen. Ein klarer, wacher Blick. Was weiß ich. Dabei treten Aussehen und Geschlecht für mich in den Hintergrund.
Zitat von emanonemanon schrieb:die Ablehnung von Homosexualität meines Wissens nicht.
Wer weiß? Hat man das mal untersucht?


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:36
Zitat von soOmasoOma schrieb:Wer weiß? Hat man das mal untersucht?
Fände ich mal interessant, zu untersuchen. Wenn eine Zuneigung genetisch bedingt ist, warum nicht dann auch eine Abneigung?


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:45
Zitat von AniaraAniara schrieb:warum nicht dann auch eine Abneigung?
Eine Abneigung kommt ja eher durch die Einflüsse von aussen, Erziehung, Medien, Umgebung, Glauben etc.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:49
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Eine Abneigung kommt ja eher durch die Einflüsse von aussen, Erziehung, Medien, Umgebung, Glauben etc
Interessant, wenn Abneigung eher ein Produkt der Umstände ist, dann sprichst du damit dem Ablehnenden die Verantwortung ab. Dann ist der Homophobe auch nur ein Opfer seiner Prägung und kann nichts dafür?
Das ist eigentlich eine Entlastung die ich solchen Menschen nicht geben will.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:52
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:seiner Prägung
Aber irgendwo muss das doch her kommen, die Prägung das Denken etc... du hast doch mit Sicherheit auch irgendetwas von deinen Eltern übernommen oder? Irgendein Handeln , ein Denken oder ähnliches.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 19:56
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Aber irgendwo muss das doch her kommen, die Prägung das Denken etc... du hast doch mit Sicherheit auch irgendetwas von deinen Eltern übernommen oder? Irgendein Handeln , ein Denken oder ähnliches.
Es geht hier nicht um mich. Was man von den Eltern übernimmt, ist nicht in Stein gemeißelt. Ich habe eine Menge übernommen und einiges davon später wieder abgelegt.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:02
Zitat von soOmasoOma schrieb:Wer weiß? Hat man das mal untersucht?
Gibt den Stand meines Wissens wieder.
Eine Studie kann ich dir nicht benennen.
Gestaltet sich schon von daher schwierig, dass die Ablehnung individuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist, bis hin zur Homophobie.
Kinder sind nicht von Geburt aus homophob oder gar rassistisch.
Auch das deutet für mich auf eine nicht vorhandene genetische Fixierung/Veranlagung hin.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:03
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Eine Abneigung kommt ja eher durch die Einflüsse von aussen, Erziehung, Medien, Umgebung, Glauben etc.
Warum ist das so? Gibt es dazu irgendwelche Studien? Wenn Abneigung "von außen" kommt, aber Zuneigung nicht?


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:06
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Interessant, wenn Abneigung eher ein Produkt der Umstände ist, dann sprichst du damit dem Ablehnenden die Verantwortung ab. Dann ist der Homophobe auch nur ein Opfer seiner Prägung und kann nichts dafür?
Ab einem gewissen Alter, die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist unterschiedlich stark ausgeprägt, ist jeder selbst verantwortlich.
18 betrachte ich, falls derjenige nicht unter Kuratel steht, da als absolute Obergrenze.
Obwohl, wenn ich mir den Zulauf Rechtsextremer so ansehe ...


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:08
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Eine Abneigung kommt ja eher durch die Einflüsse von aussen, Erziehun2g, Medien, Umgebung, Glauben etc.
Oder wie beim Brokkoli.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:11
Zitat von AniaraAniara schrieb:Warum ist das so? Gibt es dazu irgendwelche Studien? Wenn Abneigung "von außen" kommt, aber Zuneigung nicht?
Ist die Zuneigung nicht von Anfang an irgendwie da? Egal in welchem Zusammenhang? Es gibt Hundeliebhaber / Katzenlieberhaber aber du kannst selten ein absoluter Hundelieberhaber in ein Katzenlieberhaber "umwandeln"

Die Zuneigung zu einem gleichgeschlechtlichen Liebhaber ist ja irgendwie von Anfang an, das kannst du dir nicht "antrainieren" bzw deinem Kind zb ausreden, es ist da.

Das gleiche ist, ich bin ein absoluter Anti-Gemüse-Esser man könnte mich NIEMALS zwingen Gemüse zu Essen, ... es geht einfach nicht


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:12
Zitat von AniaraAniara schrieb:Wenn Abneigung "von außen" kommt, aber Zuneigung nicht?
Wir hatten hier doch schon ein Beispiel für die genetisch (also von innen kommende) beeinflusste Abneigung.
Wenn du mir jetzt auch noch glaubst, dass die "Liebe" zum deutschen Schlager nicht genetisch fixiert ist, dann hast du auch noch ein Beispiel für nicht genetisch beeinflusste Vorlieben.
Ich denke, es gibt da keine starren Regeln. Sowohl bei Vorlieben als auch bei Abneigungen wird es Beispiele für genetisch beeinflusste als auch für davon freie geben.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:34
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Find ich gar nicht verharmlosend, sondern ziemlich treffend. Nicht weil es dasselbe wäre, sondern weil es genau das isoliert, um das es geht, nämlich Verhalten lässt sich erzwingen, Empfinden nicht.
Wer Rosenkohl nicht mag, kann nicht beschließen, ihn ab morgen zu mögen. Man kann ihn runterwürgen, so oft man will. Der Geschmack bleibt derselbe.
Und genau deshalb funktioniert das Bild mit Nahrungsmitteln bei Leuten, die sonst dichtmachen, denn damit verlangst du von niemandem, seine Haltung zu ändern. Es fragt nur, ob er sich an eine seine eigenen Empfindungen erinnert, die er sich ebenfalls nicht ausgesucht hat. Das kann jeder bejahen, ohne das Gesicht zu verlieren. Wer erstmal zugestimmt hat, argumentiert danach gegen sich selbst, wenn er bei der Sexualität plötzlich eine bewusste Wahl behauptet.
Ich bestreite gar nicht, dass man sich Empfindungen oder Vorlieben nicht einfach aussuchen kann. Insofern verstehe ich, worauf das Rosenkohl-Beispiel abzielt.

Mein Einwand ein anderer: Rosenkohl ist ein Lebensmittel. Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung und damit Teil der Identität eines Menschen. Deshalb halte ich den Vergleich weiterhin für unpassend. Die Aussage “Ich habe etwas gegen Rosenkohl” betrifft ausschließlich ein Gemüse. Die Aussage “Ich habe etwas gegen Homosexualität” richtet sich dagegen gegen eine Eigenschaft von Menschen und hat deshalb eine ganz andere gesellschaftliche Bedeutung.

Wenn jemand eigentlich sagen möchte, dass er bestimmte politische Forderungen oder einzelne Aspekte der LGBTQ-Bewegung kritisch sieht, würde ich das auch genau so formulieren. Das ist etwas anderes, als pauschal zu sagen, man habe “etwas gegen Homosexualität”.
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Wenn du den Vergleich ablehnst, fände ich es auch interessant, wie du es besser machen würdest. Also gegenüber jemandem, der Homosexualität pauschal ablehnt und auf moralische Sprüche nur mit Augenrollen reagiert.
Wenn du eine Analogie verwenden möchtest, sollte sie auf derselben Ebene liegen. Homosexualität ist eine Eigenschaft bzw. sexuelle Orientierung von Menschen. Dann wäre ein Vergleich mit anderen menschlichen Eigenschaften naheliegender als mit einem Gemüse oder einem Hobby. Da kann ich nur @martenot zitieren:
Zitat von martenotmartenot schrieb:Man könnte das ja auch beispielsweise auf eine andere Eigenschaft übertragen, die Menschen haben können. Ich könnte zum Beispiel sagen, dass ich was gegen Rothaarigkeit oder große Körpergrößen habe. Aber ehrlich gesagt, würde ich das nicht tun, weil ich einerseits niemanden deswegen kränken oder abwerten möchte, und weil ich andererseits gar nicht wüsste, warum ich eine menschliche Eigenschaft pauschal ablehnen sollte.



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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 20:55
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Wenn du eine Analogie verwenden möchtest, sollte sie auf derselben Ebene liegen. Homosexualität ist eine Eigenschaft bzw. sexuelle Orientierung von Menschen. Dann wäre ein Vergleich mit anderen menschlichen Eigenschaften naheliegender als mit einem Gemüse oder einem Hobby. Da kann ich nur @martenot zitieren:
Nur weil Rothaarigkeit und Körpergröße Merkmale von Menschen sind, liegen sie nicht auf der gleichen Ebene wie Homosexualität. Sie sind halt näher am Menschen dran, als Gemüse, das wars aber schon. Es ging ja um den Effekt den es innerlich beim Gegenüber auslösen soll und da wirkt eben ein spezifischer Geschmack besonders eindringlich weil er sofort wirkt, finde ich.

Und ob man Rothaarige oder kleinere/größere Menschen mag oder nicht, ist doch selbst wieder nur eine Präferenz, die direkt verwässert, und eben nicht als gutes Beispiel taugen weil sie relativ sind bzw. weil ja Attraktivität eine Art Aufsummierung von mehreren Einzelmerkmalen wo am Ende dann das Gesamtpaket entscheidet ob einem die Person gefällt oder nicht. Auch wenn natürlich o.g. Präferenzen erstmal als starke Grenze wirken.

Wenns unbedingt statt Gemüse ein menschliches Merkmal sein muss, dann würde sagen eher was Neutrales wie Links- oder Rechtshändigkeit. Hat sich keiner ausgesucht, ist stabil. Wirkt aber meiner Meinung nach auch nicht so gut, als Beispiel, weil sich die Mehrheit der Rechtshänder nur schwer in die Lage von Linkshändern reinversetzen dürfte, bei Abneigung vor bestimmten Nahrungsmitteln aber eben schon.


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Habt ihr was gegen Homosexualität?

um 21:01
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Wenns unbedingt statt Gemüse ein menschliches Merkmal sein muss, dann würde sagen eher was Neutrales wie Links- oder Rechtshändigkeit. Hat sich keiner ausgesucht, ist stabil.
Mit Linkshändigkeit könnte ich als Analogie tatsächlich deutlich mehr anfangen als mit Rosenkohl. Nicht, weil Linkshändigkeit und Homosexualität dasselbe wären, sondern weil beides Eigenschaften von Menschen sind, die sie sich nicht ausgesucht haben und die einen Teil ihrer Identität ausmachen.

Mein Einwand gegen den Rosenkohl-Vergleich war nie, dass er das Empfinden einer Ablehnung nicht beschreiben könnte. Mein Einwand war, dass er Homosexualität auf die Ebene einer Geschmacksfrage oder persönlichen Vorliebe für ein Lebensmittel zieht. Für mich ist das ein wesentlicher Unterschied. Homosexualität ist keine Vorliebe für eine Sache, sondern eine sexuelle Orientierung und damit Teil der Identität eines Menschen.

Vielleicht liegt mein Unbehagen mit dem Vergleich auch an meiner eigenen Erfahrung. Als Jugendlicher war es wesentlich einfacher, damit klarzukommen, lieber Erbsen und Möhren als Rosenkohl zu mögen, als zu akzeptieren, homosexuell zu sein. Deshalb fühlt sich der Vergleich für mich nicht passend an.


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