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Tierquälerei und Mitgefühl

2.417 Beiträge, Schlüsselwörter: Tiere, Tier, Tierquälerei

Tierquälerei und Mitgefühl

11.05.2010 um 15:51
@junge_Fee
junge_Fee schrieb:Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, dass ein "gesundes" Kinderhirn nicht einfach so auf den Gedanken kommt, einen Babyhasen gegen die Wand oder ähnliches zu klatschen.
Die Behauptung stelle ich auch auf. Als ich 4 oder 5 war, hab ich mal einen Hamster zu unsanft abgesetzt, der sich dadurch einen Fuss verletzte. Das tat mir damals sehr leid und diese Erfahrung hat sich bei mir stark eingeprägt. Auch wenn es gar nicht meine Absicht war, dem Tier auch nur den geringsten Schaden zu zufügen, war ich extrem geschockt von dem, was ich verursacht hatte und vor schlechtem Gewissen regelrecht körperlich gelähmt in dem Moment. Das war, nicht nur für den Hamster, eine sehr unschöne Erfahrung. Auch wenn sie für mich persönlich vielleicht wichtig war, weil ich von da an viel bedachter mit Tieren umgegangen bin.

Aber ich denke, wenn die Hirnchemie gestört ist, kann es auch sein, dass man auf so ein Erlebnis anders reagiert ... Mit Lustempfinden, statt schlechtem Gewissen ...


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junge_Fee
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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 09:55
Ich finde es gefährlich, Kinder und auch Tiere zu unterschätzen...
Wer will eigentlich ganz genau wissen, was in diesen Hirnen vor sich geht...

Ich kann mich auch an ein Erlebnis erinnern, als ich in sehr jungen Jahren eine Spitzmaus gefunden habe.

An dem Tag war es sehr heiß und ich wollte ihr etwas Gutes tun und legte sie zum schwimmen in den Brunnen...
Sie ertrank und lag irgendwann regeungslos im Wasser.
Grauenvoll.
Irgenwann merkte ich, dass das keine gute Idee war (von ganz alleine) und dieses Erlebnis ist mir immer noch sehr gegenwärtig.
Soetwas habe ich nie wieder getan...


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:34
Ich würd' meinen Beitrag nochmal gern klarstellen: Ich hab' nie Tiere gequält und aufgrund dessen diesen zitierten Satz meiner Mutter zu hören bekommen. Nein, sie hat mich sensibilisiert, wenn ich nur ein "wildlebendes" Tier, wie z. B. einen Frosch oder Schmetterling fangen oder anfassen wollte.

Das hat sich bei mir so stark eingeprägt.

Deshalb denke ich, daß der Umgang mit anderen Lebewesen ganz sicher im Elternhaus geprägt wird. Kein Kind weiß von allein, daß man ein junges Küken nicht aus dem Nest nehmen darf.

Zuwendung und Aufklärung brauchen Kinder, um eine gewisse Sensibilität zu entwickeln.


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12.05.2010 um 10:35
@Lorea
Vollkommen korrekt!


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:37
Dankeschön@Anders :).


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:50
@Lorea
Ja ist einfach so ich gehe davon aus das jeder Mensch der nicht gerade mit einem physischen Hirnschaden oder ähnlichem auf die Welt gekommen ist erstmal neutral auf die Welt kommt und erst durch die prägenden Jahre die "Laufbahn" enes Psychos oder z.B. auch Tierquälers einschlägt bzw. Ambitionen in diese Richtung entwickelt.


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:55
@Anders
Ja natürlich, davon geh' ich auch aus.
Bei Serienkillern z. B. kann man oft beobachten, daß sie mit Tierquälerei "anfingen" und sehr oft in schlechten Verhältnissen aufwuchsen. Verwahrlosung und Lieblosigkeit machen scheinbar hart und gefühllos.

Wie soll ein Kind denn auch Gefühle entwickeln können, wenn man sie ihm nie entgegengebracht hat?

Einfache Rechnung, oder?


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:57
Größtenteils entspricht es diesem Muster.

Es gibt immer Ausnahmen, oder schon eher Menschen denen man das Wort "Phänomen" nahe legen kann aber im Grunde fängt es rein psychologisch in den prägenden Jahren an. Denn Kinder waren wir alle mal und keiner kommt böse auf die Welt, denke ich.


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 10:59
Lorea schrieb:
Wie soll ein Kind denn auch Gefühle entwickeln können, wenn man sie ihm nie entgegengebracht hat?

Einfache Rechnung, oder?

Na so kann man das auch nicht sagen. Es soll auch Menschen geben, die dann das ganze Gegenteil sind. Die bemuttern Kind und Hund dann zu dolle und wollen und können nicht loslassen.

Tierquälerei kann man nicht auf unbeachtete Liebe zurückführen. Auch gut behütete Menschen sind nicht immer herzlich oder gewaltfrei


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 11:00
Natürlich nicht, es ging sich aber eher darum ob es einem schon in die Wiege gelegt wird, da es irgendwo "da oben" um Tierquälende Kinder ging


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junge_Fee
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12.05.2010 um 11:37
@Lorea

Es ist immer noch ein Unterschied, ob ein Kind ein Küken aus dem Nest nimmt oder ein fünfjähriges Kind einenen Babyhasen an die Wand klatscht!
Dieser Vergleich schreit zum Himmel!


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 11:39
@junge_Fee
das war auch nicht dazu da, die tat zu rechtfertigen. und erst recht nicht wars n vergleich


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junge_Fee
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12.05.2010 um 12:22
Hat auch keiner behauptet, dass die Tat gerechtfertigt ist.
Doch, es wurde ein vergleich mit dem Küken und dem Häschen gemacht, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann.
ich behaupte, dass Kinder, die einen "normalen" Umgang zu Tieren haben, NICHT wahllos irgendwelche Tiere an die wand klatschen.
Das ist nunmal meine Meinung.


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12.05.2010 um 12:57
Ich habe als Kind ein Küken verquetscht. Meine Oma hatte welche und ich habe eins gehalten und dann irgendwie zufest zugedrückt, ich weiss es zwar nicht mehr vielleicht verdrängt, aber meine Schwester kommt immer wieder mit dem. Mir wird ganz komisch wenn ich denke so etwas getan zu haben.

Sonst war ich als Kind schon äusserst tierlieb, zuerst in den Stall die Tiere angucken, danach die Verwandten begrüssen :) Habe allerlei Tiere aufgepeppelt bei meiner Oma oder geschöppelt und bei unseren Ferienaufenthalten in Kroatien hab ich immer irgendwelche Hunde die obdachlos waren gefüttert und dann hat sie mein Vater vermittelt *g* Ich weiss noch, wie meine Mutter dagegen war. 3 Hunde streunten durch unsere Strasse, niemand kannte sie und ich streichelte sie und lockte sie zu unserem Haus. Dort gab ich ihnen zu Fressen und zu trinken. Meine Mutter sah das und ich hörte sie nur mit meinem Vater reden :

"Mein Gott hast du diese Hunde gesehen? Sicher voll mit Flöhen, Zecken und vielleicht tollwütig, wir müssen die Hunde vertreiben"

Vater : "Ach tu nicht so, das Kind wäscht sich die Hände und Zecken und Flöhe wird man auf ihr finden, diese Hunde haben keine Tollwut das würde ich erkennen. Lass sie doch, wenn wir dann abreisen findet sich vielleicht ein Besitzer oder mehrere"

etc. *g*

Fakt war, dass die Hunde 3 Wochen lang bei uns blieben, sie übernachteten vor dem haus und begrüssten uns morgens schwanzwedeln. Ich hab letztens gerade ein Foto von diesen 3 angeschaut, alle 3 fanden bei einem Freund von meinem Vater ein neues zuhause


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12.05.2010 um 13:08
@darkylein
ich kann das alles fast zu 100% nachvollziehen, bin nämlich genauso und meine kindheit bis heute verging genauso wie deine :) als hätte ich meinen eigenen post gelesen :D vor allem das mit vater und mutter :)


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12.05.2010 um 13:15
@liaewen
achja die Eltern übertreiben's halt immer mit der Vorsicht *g*


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12.05.2010 um 15:37
@Dirty-Diana
Dirty-Diana schrieb: Na so kann man das auch nicht sagen. Es soll auch Menschen geben, die dann das ganze Gegenteil sind. Die bemuttern Kind und Hund dann zu dolle und wollen und können nicht loslassen.
Das ist ja nicht zwangsläufig der Umkehrschluß. Übertriebenes Verhalten wird immer Konsequenzen haben, so oder so.

Bei Kindern, die Tiere quälen läuft irgendwas schief und Gefühlskälte kann ein Grund sein, vielleicht nicht der alleinige, dennoch eine Möglichkeit.
Dirty-Diana schrieb:Tierquälerei kann man nicht auf unbeachtete Liebe zurückführen. Auch gut behütete Menschen sind nicht immer herzlich oder gewaltfrei
Worauf führst Du sie denn zurück?


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 15:48
@Lorea


Spaß an der Freude. Einfach mal um seine Aggresionen abzubauen?? Einfach mit der Masse schwimmen. Wenn Kumpels das machen um dazuzugehören???
Ich weiß nicht. Ich habe das Gott sei Dank nie gemacht oder hatte nie den Sinn danach und kann das auch nicht nachvollziehen


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Tierquälerei und Mitgefühl

12.05.2010 um 15:48
@junge_Fee
junge_Fee schrieb: Es ist immer noch ein Unterschied, ob ein Kind ein Küken aus dem Nest nimmt oder ein fünfjähriges Kind einenen Babyhasen an die Wand klatscht!
Dieser Vergleich schreit zum Himmel!
Du hast meinen Beitrag nicht verstanden. Lies lieber zweimal, bevor Du antwortest.
junge_Fee schrieb:
Doch, es wurde ein vergleich mit dem Küken und dem Häschen gemacht, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann.
Eben nicht.
junge_Fee schrieb:ich behaupte, dass Kinder, die einen "normalen" Umgang zu Tieren haben, NICHT wahllos irgendwelche Tiere an die wand klatschen.
Das ist nunmal meine Meinung.

Ach, und wie bekommen Kinder einen "normalen" Umgang zu Tieren? Meinst Du, Tierliebe ist angeboren? Ist doch wohl klar, daß ein Kind, welches ein gesundes Verhalten zu seinen Mitlebewesen hat, ein Tier nicht quälen wird. Ich aber rede von Kindern, die eben einen derartigen Umgang nicht gelernt haben.

Deshalb mein Statement über meine Kindheit und der Beachtung meiner Mutter bei der kleinsten Auffälligkeit (Vogel im Nest). Dies verhindert nämlich schlimmere Vorfälle, denn es wird im Vorfeld gegengesteuert.

Ich schrieb's schonmal: Ich habe niemals Ambitionen dazu verspürt, ein Tier zu quälen. WEIL ich extrem sensibilisiert wurde.


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12.05.2010 um 15:56
Zu der Sache mit dem Vogel aus dem Nest holen. Meine Nachbarin brachte mir heute morgen eine kleine Blaumeise. Die sass auf dem Boden und noch zwei andere daneben. Sie hat den Vogel aufgehoben und ins Körbchen gepackt mir gebracht. Na super. Was soll ich damit.Keine zwei Sekunden später standen meine Katzen schon Spalier :D

Ich also mit Vögelchen raus auf den Balkon, decke angehoben, und ch sah, das es noch ein junger Vogel war. Das werden seine ersten Flugversuche gewesen sein. Er war eben ein wenig erschöpft. Also der kleine auf den Rand. Mama pfiff von gegenüber vom Baum und Vögelchen los. Meine Nachbarin meinte es nur gut, und hat ihn mit Sicherheit nicht quälen wollen.


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