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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

746 Beiträge, Schlüsselwörter: Frauen, Gewalt, Protest, Feminismus, Sexismus, Schlampe, Slutwalk

Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

19.08.2011 um 12:33
Schnurrgerüst schrieb:Aber alles, was auf das Thema Aufmerksam macht, hat das Potential, Leute etwas "wachzurütteln"
du siehst über was wir hier diskutieren.
Bringt das irgendetwas der Sache?
Hat diese Demo irgendwie Druck gemacht z.B. für Entschädigungszahlungen oder ähnliches?
Es wird diskutiert über Schlampen und Titten in der Öffentlichkeit.

Nicht aber über härtere Strafen für Sexualstraftäter.


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

19.08.2011 um 12:36
@wulfen
Es geht doch bloß gegen "Victim Blaming".


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

19.08.2011 um 13:17
Immerhin haben diese "Titten in der Öffentlichkeit" auch hier für eine lebhafte Diskussion gesorgt.


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

22.08.2011 um 22:07
http://www.gotopless.org/

Ob diese Bewegung es auch bis nach Deutschland schafft?

Weiß im Augenblick nicht ob eine barbusige Frau, beispielsweise in der Innenstadt, mit den Ordnungshütern ärger bekommt..


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

22.08.2011 um 22:26
@Silver.
Ob ein Mann Ärger bekommen würde?


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

22.08.2011 um 22:34
@Schnurrgerüst

Keine Ahnung. Ich laufe in der Regel nicht topless durch die Gegend, daher fehlt mir wohl die persönliche Erfahrung.


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Rüganer
ehemaliges Mitglied

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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

22.08.2011 um 22:34
Ich habe hier mehr oder weniger nur mitgelesen. Aber an alle die meinen, Frauen legen es darauf an, vergewaltigt zu werden (auch wenn das hier keiner so direkt meinte, aber es gibt ja solche Menschen) : Eine Frau KANN eine Vergewaltigung garnicht wollen! Denn dann würde es ja in gegenseitigem Einvernehmen geschehen und das wäre dann keine Vergewaltigung mehr.

Wenn sich Frauen aufreizend anziehen, um Männern zu gefallen und so in die Disco ziehen und evtl. auf einen ONS aus sind, ist das was ganz anderes, denn sie will das ja dann so. Eine Vergewaltigung jedoch will sicher keine, denn das wäre wie gesagt unlogisch.

Aber das Männer sich dann an knapp angezogenen Frauen einfach bedienen, zeugt von wenig Verstand. Wie das mit dem Trieb ist kann ich nicht beurteilen, bin ja kein Mann :D

Aber ich gehe auch nicht in knappen Sachen auf die Strasse, ist einfach nicht mein Fall. Bin in festen Händen und mache mich wenn denn nur für ihn hübsch. Und selbst wenn ich einen Mann kennen lernen wollen würde, würde ich das nicht durch billige KLeidung machen und übertriebenes Styling. Entweder er nimmt mich wie ich bin und verliebt sich in meinen Charakter und schaut nicht NUR auf den Körper. Naja, aber ich such ja nicht :)


Schönen Abend noch


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

07.09.2011 um 20:10
Rüganer schrieb:Ich habe hier mehr oder weniger nur mitgelesen. Aber an alle die meinen, Frauen legen es darauf an, vergewaltigt zu werden (auch wenn das hier keiner so direkt meinte, aber es gibt ja solche Menschen)
Diese Leier, dass das Opfer die Tat quasi selbst zu verantworten hat, ist nicht nur uralt, sondern auch Anlass dieser Demonstrationen. Der Vergewaltiger erliegt nicht dem körperlichen bzw. sexuellen Reiz seiner (prospektiven) Opfer, der Vergewaltiger erliegt dem Drang, Gewalt und Macht über sein Opfer auszuüben und wählt dazu den intimen Bereich der Sexualität, um die besondere Erniedrigung seiner Opfer herauszustellen. In den meisten Fällen sind Vergewaltigungen keine spontane Tat, sondern eine eiskalt kalkulierte Aktion: so erschleicht sich der Vergewaltiger das Vertrauen seines Opfers. Dazu passt, das Sexualdelikte häufig im Bekannten- oder Familienkreis stattfinden, man den Tätern nahesteht oder die Opfer im Nachgang bewusst bedroht und eingeschüchtert werden (so sie es denn nicht schon genug sind). Das sind keine Affekt-Taten oder "Überreaktionen" sexueller Lust. Wer diesen Schwachsinn behauptet, relativiert die Tat und vollzieht eine Täter-Opfer-Umkehr.


"Slutwalks, die Märsche der »Schlampen« gegen das »Victim Blaming« bei sexualisierter Gewalt, sind in den vergangenen Monaten zu einem globalen Phänomen geworden. Ein Gespräch mit den Musikerinnen und Autorinnen Kerstin und Sandra Grether von der Gruppe Slutwalk Berlin über die Inhalte und die Form eines neuen feministischen Protests.

Nach dem ersten Marsch in Toronto gab es Slutwalks in vielen verschiedenen Ländern. Warum diese große Resonanz und warum gerade jetzt? Die Verharmlosung von sexualisierter Gewalt ist eigentlich kein neues Phänomen.

Kerstin: Die Tendenz, den Opfern von sexualisierter Gewalt eine Mitschuld zu geben, hat es schon immer gegeben. In den vergangenen Monaten konnte man das in den Massenmedien aber verstärkt beobachten. Anlässlich der Vergewaltigungsvorwürfe gegen prominente Männer konnte man verfolgen, wie präsent Vergewaltigungsmythen noch im öffentlichen Diskurs sind. Die Klägerinnen geraten häufig in die Situation, sich für die erlittene Gewalt rechtfertigen zu müssen. Das passiert auch in weniger spektakulären Fällen. In Großbritannien musste zum Beispiel ein Mädchen im Prozess einen Tanga vorzeigen, den sie angeblich bei der Vergewaltigung anhatte. Das Aussehen, die Kleidung und ein bestimmtes Verhalten spielen nach wie vor eine wichtige Rolle.

Sandra: Es herrscht ein Klima, das viele Betroffene in eine Rechtfertigungsposition drängt, so dass sich wenige Frauen trauen, eine Vergewaltigung anzuzeigen. Im Fall von Julian Assange wurden die Klägerinnen zwar nicht wegen ihrer Kleidung angegriffen, aber wegen ihrer angeblichen politischen Einstellungen. In vielen Berichten wurde betont, sie seien Feministinnen. Als ob man Feministin sein müsste, um eine Vergewaltigung anzuzeigen. Damit wurde nicht das Selber-Schuld-Klischee abgerufen, sondern das Bild der Männerhasserin. Aber es geht immer um Mythen und um Machtverhältnisse. Als Vergewaltigung wieder ein Thema für die Talkshows wurde, konnte man feststellen, wie verbreitet die Haltung noch ist, dem Opfer eine Mitschuld zu geben.

Über die Slutwalks wurde in den Medien aber auch viel berichtet. Haben die Medien die politischen Ziele der Kampagne verstanden?

Sandra: Ich würde Slutwalk nicht nur als Kampagne bezeichnen, sondern auch als Beginn einer neuen Bewegung. Wir waren auch überrascht über die Resonanz in den Medien. Auf der anderen Seite ist sie auch problematisch, weil die Gefahr besteht, dass sich die Aufmerksamkeit auf das äußere Bild beschränkt, nämlich das einer Spaßdemo von leicht bekleideten Frauen. Wir möchten dafür sorgen, dass die mit diesem Bild verbundene politische Message richtig ankommt.

Kerstin: In einem Artikel auf Spiegel Online war zum Beispiel zu lesen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Slutwalks kämpften »um ihr Recht, sich sexy zu kleiden«. Das ist so nicht richtig. Sich sexy zu kleiden auf der Demonstration ist nicht das Ziel, sondern das Mittel, das benutzt wird, um das Victim Blaming zu kritisieren.

Auf einer subtileren Ebene glaube ich, dass Slutwalks so gut ankommen, weil die »Nutte« in unserer pornographisierten Gesellschaft eine Männerphantasie darstellt. Was die Medien vielleicht nicht verstehen, ist, dass die Slutwalk-Bewegung die ironische Überaffirmation einer Männerphantasie als Mittel benutzt, um den alltäglichen Porno-Bildern einen anderen Text entgegenzusetzen.

Eine Debatte über die Inhalte und die Form des Protests findet derzeit eher in feministischen Kreisen statt. Kritisiert wird unter anderem, dass diese Protestform suggeriere, sexualisierte Gewalt finde nur bei Frauen statt, die sich »freizügig« kleiden. Mit anderen Worten: Die Slutwalks würden einen Mythos aufrechterhalten, der »Frauen« durch ihre Kleidung definiert.

Kerstin: Wenn man sich nur auf das äußere Bild bezieht, dann stimmt diese Kritik auch. Aber es geht ja darum, Mitgefühl zu zeigen mit den Personen, die als »Sluts« beschimpft werden. In diesem Fall sollte man nicht das Bild von den Texten auf den Plakaten trennen.

Sandra: Slutwalk ist eine Protestform, die viele Frauen auch deshalb mobilisiert hat, weil sie ein anderes Bild abgibt als das Klischee von der körperfeindlichen Feministin. Slutwalk stellt in dieser Hinsicht ein befreiendes Moment dar. Frauen und Menschen aller Genders ziehen an, was sie wollen, sie zeigen die Körper, die sie haben, und verbinden ein ernsthaftes politisches Anliegen mit einem bisschen Spaß. Und die Mobilisierung funktioniert.

Kann das Wort »Schlampe« im feministischen Sinn wirklich zurückerobert werden? Funktioniert die affirmative Aneignung einer misogynen Sprache als Geste des Empowerment?

Sandra: Dazu muss man zunächst sagen, dass diese Geste nicht wirklich neu ist. Das gab es auch schon in der Riot-Grrrls-Bewegung in den neunziger Jahren. Diese Mädchen haben sich das Wort »Slut« auf die T-Shirts oder mit Lippenstift auf den Bauch oder auf die Brust geschrieben und gleichzeitig niedliche Haarspangen getragen, um auf die lächerliche Dichotomie »Hure oder Heilige« hinzuweisen. In ihren Songtexten und Fanzines thematisierten sie Vergewaltigung, Missbrauch, Magersucht und Homophobie.

Kerstin: Es geht auch darum, eine eigene kulturelle Ermächtigung zu schaffen. Heather Jarvis, eine der Organisatorinnen des Slutwalk in Toronto, hat es treffend formuliert, als sie gesagt hat: »Das Wort ›Slut‹ wird verwendet, ob wir es wollen oder nicht. Es ist ein übermächtiges Wort, das Menschen beleidigen und veletzen soll. Lass uns versuchen, ein wenig Unsicherheit in seine beleidigende Wirkung zu bringen.« Die selbsternannten Schlampen tragen Sprüchen auf ihren Transparenten, die man von einer »Schlampe« nicht erwarten würde. Bild und Text müssen zusammen betrachtet werden, nur so entsteht die Rekontextualisierung, und nur so kann die politische Aussage auch verstanden werden.

Handelt es sich also um einen Akt der sprachlichen Rebellion?

Kerstin: Wenn Vergewaltigungsopfer oder Personen, die sich mit ihnen solidarisieren, dieses Wort aufgreifen und in selbstausgedachten, originellen Slogans zurückschleudern, finde ich, dass es viel mehr ist als nur eine sprachliche Rebellion. Es ist eine starke kulturelle Aufführung.

Ist diese ironisch-hedonistische Form des Protests nicht sehr weiß, heterosexuell und middle-class-konnotiert?

Kerstin: Diese Kritik sehe ich ähnlich wie die Kritik am Begriff »Slut«. Es stimmt, dass sich diese Protestform zuerst aus der Perspektive einer weißen weiblichen Mittelschicht heraus entwickelt hat. Aber reicht das allein als Grund, diese Bewegung anzugreifen? Es muss auch nicht unbedingt schaden, wenn von dieser weißen, weiblichen Mittelschicht aus ein Protest ausgeht. Diesem Milieu wird ja ansonsten gerne Bequemlichkeit vorgeworfen und eine Affinität zum »Wellness-Feminismus« unterstellt.

Sandra: Außerdem müsste man untersuchen, inwiefern die Selbstdiffamierung durch den Begriff »Schlampe« überhaupt typisch für die Mittelschicht ist. Trotzdem wird dieser Punkt sehr ernst genommen. Im Mission Statement der Berliner Slutwalk-Gruppe wird auch der Wunsch betont, den Slutwalk aus einer queerfeministischen Perspektive heraus zu organisieren.

Es geht also nicht nur um männliche Gewalt gegen Frauen, sondern darum, wie die patriarchale Gesellschaft Sexualität nach heteronormativen Kriterien definiert?

Kerstin: Ja. Schon in Toronto haben die Organisatorinnen betont, dass Slutwalk sich gegen sexualisierte Gewalt richtet. Unter diesem Begriff versteht man auch Gewalt, die gegen Personen ausgeübt wird, deren sexuelle Ausrichtung nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht.

Sandra: Es geht darum, patriarchale Täterschaft zu skandalisieren. Da werden keine Unterschiede bezüglich der Geschlechter, der sexuellen Identität oder des sexuellen Begehrens der Betroffenen gemacht. Unser Motto ist: »Lass uns Märchenwesen sein!«

Besteht in Ihren Augen die Gefahr, dass der Slutwalk in einer Stadt wie Berlin bloß als unpolitisches Happening wahrgenommen wird?

Sandra: Diese Gefahr besteht. Vor allem, weil die Massenmedien die Slutwalks gerne auf die Bilder von übertrieben sexuell gestylten Menschen reduzieren. Genauso dabei sind aber auch Leute, die ihre normale Alltagskleidung tragen. Bei den Slutwalks gibt es keinen Dresscode, weil sie sich ja gegen Dresscodes richten.

Wie wir mit der Gefahr umgehen, dass der Spaßfaktor eine größere Rolle spielt als die politische Dimension, ist vor allem eine Frage der Kommunikation. Deshalb ist es uns sehr wichtig, wem wir Interviews geben und wie wir gegenüber der Öffentlichkeit auftreten.

Kerstin: Wir wollen nicht als eine Neuauflage der Girlies verstanden werden. Aber wir wollen schon, dass die Leute sich vom Happening angesprochen fühlen. Das Ziel ist, dass sich die Leute mit den Inhalten auseinandersetzen. Natürlich hat Berlin eine Tradition, was Happenings angeht. Umso wichtiger ist es, dass wir hier eine coole Party organisieren, und wenn Leute nur kommen, um sich zu amüsieren, werden unsere Inhalte dadurch nicht außer Kraft gesetzt.

Sandra: Im Zusammenhang mit dem Walk wird es Parties geben, und voraussischtlich eine EP mit den Bands Räuberhöhle, Doctorella und der Rapperin Sookee, die auch auf den Parties spielen werden.

Generell hat es in Deutschland Tradition, Feminismus auf Spaß herunterzubrechen. Als in den USA die Riot-Grrrl-Bewegung entstand, wurde hier das Girlietum gefeiert. Die Botschaft dazu lautete: Junge Mädchen haben es nicht mehr nötig, politisch zu sein, der Feminismus hat schon seine Ziele erreicht, denn jetzt darf jede einen kurzen Rock tragen und Karriere machen. Das war die Entsorgung von Feminismus.

Können Slutwalks wirklich etwas zur feministischen Debatte in Deutschland beitragen?

Kerstin: In den letzten Jahren ist viel passiert in Deutschland in Sachen Feminismus. Man hat das Gefühl, dass die Dritte Welle der Frauenbewegung auch hier angekommen ist. Insofern kann man Slutwalk als einen weiteren Ausdruck von Feminismus sehen, neben den anderen Formen, die natürlich weiter existieren. Es ist ein spielerischer Umgang mit diskursiven Versatzstücken. Alles ist schon da gewesen, es geht darum, die Klischees zu zerlegen und daraus neue Bilder zu schaffen.

Das ist heute wichtig, denn wie die britische Feministin Angela McRobbie in ihrem Buch »Top Girls« analysiert, hat in den nuller Jahren ein antifeministischer Backlash in Form einer Retraditionalisierung von Geschlechterregimes stattgefunden. Eine Art neoliberaler Feminismus hat sich durchgesetzt. Sendungen wie »Germany’s Next Top Model« sind nur eine extreme, trashige Form davon. Da kämpft jedes Mädchen gegen die anderen um die Selbstvermarktung des eigenen Körpers. Meine persönliche Utopie wäre, dass die Bewegung, die aus den Slutwalks entsteht, wieder den Schwerpunkt auf Solidarität und nicht auf Individualismus setzt.

Können Sie etwas zum geplanten Walk in Berlin sagen?

Sandra: Die Berliner Gruppe besteht aus rund 20 Leuten. Dabei sind Musikerinnen, Bloggerinnen, Studentinnen, Pädagoginnen, Rapperinnen, Sexarbeiterinnen, Genderaktivistinnen und Schriftstellerinnen. Der Slutwalk Berlin findet am 13. August statt. Auf der Website slutwalkberlin.de gibt es ein vorläufiges Manifest. Auch in vielen anderen deutschen Städten werden an diesem Tag Slutwalks stattfinden. Geplant ist auch ein Global Slutwalk weltweit.

Sie haben in den nuller Jahren mit Parole Trixi eine der wenigen deutschsprachigen Riot-Grrrl-Bands gegründet. Sehen Sie sich persönlich in der Tradition der Riot-Grrrl-Bewegung?

Sandra: Ja, mit Parole Trixi habe ich mein musikalisches Statement zum Thema Feminismus bereits gemacht. In den Elektropop- und Rock-Chansons unserer neuen Band, Doctorella, stehen daher andere Themen und eine andere Ästhetik im Vordergrund. Auf unserem neuen Album, »Drogen und Psychologen«, gibt es keinen einzigen explizit feministischen Song. Wir halten mittlerweile unser Engagement für den Feminismus aus unserer Kunst heraus. Auch das ist Riot-Grrrl-Spirit! Als Songschreiberinnen und Sängerinnen haben wir universelle Ausdrucksformen gefunden.""


http://jungle-world.com/artikel/2011/25/43438.html


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Mr.Palooza
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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

07.09.2011 um 23:53
"Hübsch, sinnlich, sexy - aber ich will keinen Sex".
Mal ehrlich, wenn ich so etwas lese und diese ganze Aktion beurteile, so komme ich zu der Frage, versucht sich etwa die weibliche Organisation menschlicher Rasse verzweifelt durch Intelligenz zu glänzen?
Auslöser der Bewegung, die sich von Kanada über die USA mittlerweile weltweit ausgebreitet hat, war die Äußerung eines kanadischen Polizisten. Vor gut vier Monaten riet er bei einer Universitätsveranstaltung: "Frauen sollten sich nicht wie 'Schlampen' anziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller Gewalt werden wollen".
Der Typ hat mit seiner Aussage Recht.


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souljah
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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

07.09.2011 um 23:58
@Mr.Palooza

sie versuchen sich eher, gegen "männer" wie dich zu behaupten.

gab es vor dem mini-rock keine sexuellen übergriffe?! ähm.. beweisführung abgeschlossen.


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

07.09.2011 um 23:59
Auch Frauen in Burkas werden vergewaltigt, vermutlich sogar öfter als Frauen an FKK-Ständen, was die Entschuldigung von der "aufreizenden" (Ent)Kleidung ad absurdum führt.


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Mr.Palooza
ehemaliges Mitglied

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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:12
@souljah
souljah schrieb:sie versuchen sich eher, gegen "männer" wie dich zu behaupten.
Das wäre Leichtsinn.
souljah schrieb:gab es vor dem mini-rock keine sexuellen übergriffe?! ähm.. beweisführung abgeschlossen.
Nein, damit ist nur dein Verständnis abgeschlossen, aber nicht die Beweisführung.
Du kannst doch nicht erwarten, dass wenn du auf einem Haufen Heu sitzt und mit Feuer spielst, dass da nichts passiert. Natürlich ist dieser Heuhaufen keine grundsätzliche Voraussetzung, damit ein Feuer überhaupt da ist, aber zu erwarten, dass da nichts passiert zeugt von Unwissenheit, Leichtsinn und Naivität.


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:14
In den Köpfen der leicht entflammbaren Männer befindet sich aber offenbar eher Stroh.


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souljah
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08.09.2011 um 00:18
@Mr.Palooza

aha.. du machst dich gerade lächerlich.


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souljah
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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:19
@Mr.Palooza

hast du überhaupt erfolg bei frauen, oder nur wenn du sie bezahlst oder abfüllst. mit deinem charme hast du wohl kaum eine chance..


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:29
Wenn Männer sagen, die Frauen seien schuld daran, daß Männer sie vergewaltigen, dann erniedrigen sie sich damit eigentlich nur selbst zu schwanzgesteuerten Tieren ohne Selbstbeherrschung.
Zivilisiert zu sein heißt doch gerade, diese Urtriebe unter Kontrolle zu haben.

Aber als Frau darf ich vielleicht auch mal fragen, zu welchem Zweck Frauen sich aufreizend anziehen, wenn sie dann keinen Kerl abschleppen? Das Outfit hat doch einen Sinn, oder?
Ist aber klar, daß die Frau selbst wählt, wer der Glückliche sein darf... ;)
In diesem Punkt wünsch ich mir eigentlich nur Ehrlichkeit, nix weiter. Frauen, die sagen, ich zieh mich nur für mich selbst so an, sind nicht ehrlich. Es geht dabei um den Effekt auf die Männer oder auch andere Frauen.


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:32
hm was bei diesem Thema, mMn, vernachlässigt wir, ist die Rücksicht auf andere.
Freie Kleiderwahl ist ganz klar, keine Frage, aber wir sind ja nicht allein. Das fängt mit Babys im Kinderwagen an über Kleinkinder, Kinder, Teeny´s, Jugendliche, Fast-erwachsene, Erwachsene, Niemals-erwachsene, und Senioren. Denke man sollte auch Rücksicht nehmen auf die vielen anderen Menschen denen man am Tag begegnet, bestimmt finden es die meisten Jungs toll, wenn n chickes Mädel im Minirock vorbeigeht, aber manchem der älteren Generation oder "gläubigerem" Menschen mag das ein Dorn im Auge sein, auch mancher Mutter mit heranwachsenden ist es vielleicht nicht recht, auch wenn das bei weitem nicht alle Beispiele sind, denke ich man kann schon verstehen auf was ich hinaus will. Halte es für Schade das diese Kleidungskultur so vereinfacht und "minimiert" wurde. Richtiger Stil fehlt und der Sinn für ein einfach gesundes Mittelmaß........


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souljah
ehemaliges Mitglied

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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:35
@LuciaFackel

männer ziehen sich durchaus auch gut und aufreizend an. sie machen auch sport und lernen zu tanzen für den effekt auf frauen.. und? wo ist das problem? ich verstehe deine aussage nicht..

was hat das mit schlampen oder dem slutwalk zu tun??


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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:35
es stellt ja auch niemand in frage das es verboten ist nackt herumzulaufen. Was bei manchen Outfits allerdings zur Streitfrage führt.....


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souljah
ehemaliges Mitglied

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Slutwalk / Schlampenmärsche in Deutschland

08.09.2011 um 00:36
@Agent_Elrond

das gesetz stellt es in frage. :-)


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