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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

188 Beiträge, Schlüsselwörter: Liebe, Gesellschaft, Glück, Moral, Ethik, Unglück, Leid, Soziologie, Verzicht

Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:31
Wir leben in einer Welt, in der ausschließlich Egoismus belohnt wird, findet ihr nicht? In der Natur gibt es keine Kompromisse. Survival of the fittest, wer sich durchsetzt wird einen Partner finden. Würden wir also nach unseren eigenen Instinkten handeln, wäre es also überhaupt keine Frage, derjenige der sich durchsetzt wird profitieren.
Allerdings ist es genau das, was Menschsein so schwierig macht, wir befinden uns in einem Konflikt zwischen unserem Gewissen und unseren Urinstinkten.
In besagtem Fall würde ich aber eher dazu tendieren, die Liebesbeziehung dennoch einzugehen, da in diesem Fall nur eine Person trauern wird - nämlich diejenige, deren Liebe nicht erwidert wird. Das Pärchen hätte dennoch zueinander gefunden.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:32
@Dr.Precht
Wie moralisch ist es denn von dem EINEN unglücklich Verliebten, ZWEI ineinander Verliebte bremsen zu wollen?
Wenn wir das ganze schon rational betrachten, dann ist hier Schadens- bzw. Leidensminimierung angesagt.


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Dr.Precht
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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:33
@LuciaFackel
LuciaFackel schrieb:Wie moralisch ist es denn von dem EINEN unglücklich Verliebten, ZWEI ineinander Verliebte bremsen zu wollen?
Wenn wir das ganze schon rational betrachten, dann ist hier Schadens- bzw. Leidensminimierung angesagt.
Es reicht mir jezt!
Niemand hat gesagt, dass der Leidtragende meines Beispieles verlangt, dass zwei verliebte Personen darauf verzichten ihre Gefühle auszuleben. Ich kriegs kotzen bei dir.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:35
Dr.Precht schrieb:Warum muss das eigene Glück so konsequent durchgesetzt werden, wenn es womöglich weniger glücklich macht, als dass durch dieses Glück geschaffene Unglück eines anderen, diesen unglücklich?
Man, was für ein Satz. Hoffe habe gleich den Knoten bei mir im Gehirn raus und kann das Zitierte gleich voll erfassen.

Zum Thema: Ich finde nicht dass Liebende auf ihr Glück verzichten sollen nur weil eine weitere Person in eine der beiden verliebt ist.


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bigfootboy
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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:37
Bei Lethal Weapon 3 muss ich immer weinen...


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:37
Schön, dann also ganz nah an eine Frage: Es ist nicht unmoralisch, solange man sein Ziel nicht mit der Absicht verfolgt, jemanden unglücklich zu machen. @Dr.Precht
Für mich ist die Absicht entscheidend.
Man kann als einer des Pärchens ausserdem noch rücksichtsvoll sein (falls man von der unglücklichen Liebe des dritten weiss) und darauf verzichten, vor ihm Zärtlichkeiten auszutauschen oder ihm vorzuschwärmen, wie glücklich man in der Beziehung ist.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

29.03.2012 um 23:37
Aber man bleibt auf der Strecke (über kurz oder lang) wenn man jeden Fitzel des Alltags(er)lebens, jede Handlung von sich und anderen, jedes Wort analysiert. Klar, man kann dadurch für die Zukunft lernen. Aber man muss auch mal die Grenze finden.

Also, denn mal meine Gedanken zu Anfangsthema:
Mal rein spekulativ.... Angenommen ich werde von einem Kerl umschwärmt der echt lieb ist und ich weiß das er eine ernste Beziehung möchte. Weiter angenommen ich lerne dann aber (bevor es zu einer Beziehung zum ersten Kerl kommt) einen anderen Typen kennen und lieben, beginne mit diesem anderen Typen eine Beziehung.
Nun hat der erste Kerl die A-Karte (mit Goldumrandung) gezogen.
Was soll ich dann als frisch Verliebte tun? Den Kerl (ver)trösten? Das wäre nicht ehrlich. Dem Kerl sagen "Hey, du bist toll und schaust gut aus, es gibt noch sooo viele da draußen, ich hätte dich nicht verdient"? Ein schwacher Trost und er fühlt sich zudem noch verschaukelt in seinem "Verlust".

Warum soll ich mein neues Glück dann aufs Spiel setzen und mich mit den Gedanken um den "Verlierer" belasten? Schließlich musste ich mich doch entscheiden zwischen beiden.

Wie gesagt, die Situation ist jetzt nur erfunden.



Oh Mann, ich könnte so einiges dazu schreiben... ich war in verschiedensten Situationen... Mal war ich diejenige mit der A-Karte weil mein Angebeteter sich für eine andere entschied, mal war ich diejenige die sich zwischen 2 Männern entscheiden musste, mal war ich diejenige die sitzen gelassen wurde, mal war ich diejenige die sitzen ließ.

Es gibt kein Patentrezept dafür wie man sich am besten verhält.
Doch, eines gibt es schon:
Zusammenreißen, loslassen, nach vorne blicken, Liebe gönnen, das Leben weiterleben und vielleicht mit viel Glück und Verstand eine neue Liebe finden.


***

Mir ist noch etwas anderes in den Sinn gekommen:
Wenn beispielsweise 1 Paar zusammenkommt, die selbsterkorene "beste Freundin" vom männlichen Teil des Paares nicht damit einverstanden ist und umgehend über Monate versucht die Beziehung zu sabotieren (durch schlecht reden, Lügen erfinden, das baldige Ende der Beziehung prophezeien, schimpfen, "die wird dich eh bald austauschen", "so eine Schlampe, schau wie nuttig sie aussieht"... etc).
Was dann? Offensichtlich ist "die beste Freundin" verliebt in den Typen. Aber soll er nun ihr zuliebe seine Liebe aufgeben,... nur weil diese "Freundin" es so will und dann glücklicher wäre?
Sorry, aber es gibt wirklich Grenzen in Sachen "Nächstenliebe".


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Puschelhasi
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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 00:03
@Dr.Precht

Moralisches Handeln, das faengt doch zuerst mal bei der Eigendefinition von Moral an,

Und dieses Beispiel ist eher traurig als eine geeignete Platform fuer so eine Diskussion, da werden ganz massiv Dinge verwechselt und zwar offenbar aus der Perspektive des im Beispiel Ungluecklichen extrem ichbezogen angewendet und dementsprechend gefragt.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 00:07
Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen und das ganze Miteinander ist so komplex und vielseitig... da kann man wirklich noch 100 Jahre diskutieren und findet keinen gemeinsamen Nenner.
Alleine schon da unsere jeweiligen Grenzen, Einstellungen und Erfahrungen unterschiedlich sind.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 01:02
@Dr.Precht
Sollen denn 2 unglücklich werden, nur weil es einer Person nicht passt?
Am Ende wären alle 3 unglücklich


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 01:15
Nur weil es einer dritten Person nicht paßt, würde ich nicht auf eine Beziehung mit Jemanden den ich liebe verzichten. Ich war auch schon unglücklich verliebt. - So ist das Leben.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 01:25
@Dr.Precht
Zu wissen, das eine Person leiden wird und deswegen auf den angebeteten jenigen zu verzichten, das ist ein sehr ehrenhaftes Verhalten, was einem heute aber leider nicht mehr gedankt wird, weil die meisten Menschen zu viele andere Sorgen um sich herum haben, sich darum grad noch um sich selbst kümmern können, wenn überhaupt.
Moralisch vertretbar wäre für mich z.B. ein leidender Dritter, zu dem ich kaum eine persönliche Bindung hätte.
Bei meinem besten Freund, wär ich mir etwas zu stolz um ihn als dummen Dritten stehen zu lassen.Diese blösse würde ich mir nicht geben und würde strengen Verzicht üben, mir eine andere suchen und den Kontakt zur Freundschaftskeiltreiberin abbrechen, meine persönliche Meinung, aber so bleibt einem der geliebte Dunstkreis erhalten. Man muss halt wissen was man will.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 02:36
Hmmmmm......

kommt darauf an, in welcher Beziehung die "dritte Person" zu mir steht oder stand.
Ich hatte mal den Fall, dass meine damalige beste Freundin in einen Jungen verliebt war (wir waren 14,15) der aber so gar nichts von ihr wollte, sich dafür ständig an mich annäherte. Er war so hartnäckig, dass ich mich auch verliebte. Ich habe den Kontakt dann ziemlich runtergefahren, zu diesem Jungen, weil mir die Freundschaft und das Gefühlsleben meiner damaligen Freundin einfach wichtiger waren.

Im Gegenzug ging meine damalige Freundin dafür dann später eine Beziehung mit einem meiner Ex-Freunde ein (18,19), mit dem ich drei Monate später doch wieder zusammen war. Dass die beiden etwas hatten, erfuhr ich dann erst später. Sie meinte "Ja, hättest du den..... damals nicht in dich verliebt gemacht, hätte ich mir auch nicht deinen Ex genommen"....Das war sehr unschön.

Zurück zum Thema.

Wie einige schon gesagt haben. Sollte die Person mir nahe stehen, überlege ich ganz genau, wie tief diese Liebe denn geht. Ist es eine Schwärmerei, ein kurzes Verliebtsein, würde ich die Finger davon lassen. Natürlich aus Rücksicht. Sollte es mehr sein, muss man offen darüber reden.

Kenne ich die 3. Person allerdings nicht, ist es mir wohl weitesgehend egal. Sofern sie nicht Anstalten macht, sich hinterhältig weiter an meinen Partner anzunähern.
Man weiß ja nun wirklich nicht, wer alles in seinen Partner verliebt ist. Auf Alles und Jeden Rücksicht nehmen, ist dann wirklich nicht mehr möglich.

Für alle anderen Bereiche...Erfolg - Geld - Beruf - gelten irgendwie andere Richtlinien. Wobei cih jetzt nicht wüsste, ob ich wirklich über Leichen gehen könnte. Ich denke aber nicht.


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Dr.Precht
Diskussionsleiter
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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 03:08
@..liketheworld
..liketheworld schrieb:Sollen denn 2 unglücklich werden, nur weil es einer Person nicht passt?
Am Ende wären alle 3 unglücklich
Zu ersteinmal rechne ich nicht bei solchen Fragen. Ob nun 3 oder 2 Personen unglücklich sind, ist unwichtig, was nicht heißt, dass mir das eine lieber als das andere ist.

In keinem Fall sollte "Lieber ist einer unglücklich, als dass es zwei sind" zum Argument gegen eine moralische Handlung werden. Lässt sich der Wert eines menschlichen Lebens denn summieren? Untergraben solche Rechenspiele nicht die Würde des Menschen, welche dieser selbst als das Wichtigste im Umgang mit seiner eigenen Art erachtet? Warum genau ist es besser, wenn nur einer anstatt drei Menschen unglücklich ist - gibt es eine Unglückswaage, welche ein gewisses Gewicht nicht überschreitet darf, da uns ansonsten ein Prozess gemacht wird?

Das größte gemeinsame Glück zu ersteben oder das größe gemeinsame Unglück zu verhindern ist Aufgabe des Utilitarismus, einer sogenannten "Nützlichkeitsethik". Und genau dies ist sie auch, sie ist uns Menschen nützlich. Jedoch nur in der Lösung solch schwieriger Fragen, wie hier eine und zwar folgende behandelt wird:"Lieber ein unglücklicher Mensch als drei unglückliche Menschen?".

Doch ob es wirklich unser Recht ist, diese Frage überhaupt zu beantworten, dass bezweifle ich.
In dem Standpunkt, möglichst viele Menschen glücklich zu halten und möglichst viele Menschen am leben zu halten, sehe ich kein moralisch motiviertes Verhalten, ich sehe darin den Trieb des Menschen seine eigene Art zu erhalten charakterisiert. Und das führt mich abermals zu der Frage: sind wir denn wirklich so toll und gut, dass wir dafür Sorge tragen müssen dass es uns möglichst lange gibt? Und etliche von euch werden mir sagen, dass wir genau das sind - toll und gut. Sie werden ihr eigenes Leben weiterhin in seiner Wichtigkeit über alles andere stellen und alles was ihre Triebe und Instinkte betrifft glorifizieren.

Meine moralphilosophischen Fragen sind wahrlich nichts für dieses Forum, da bis auf wenige Ausnahmen nur Bequemdenker- und leber zugegen sind.


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Puschelhasi
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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 03:19
@Dr.Precht

Dann such dir doch fuer deine ueberlegenen Erguesse ein anderes Forum? Dann musst du uns nicht mehr erdulden.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 03:22
@Dr.Precht
Ich find deinen Ansatz sehr gut mit dem nicht zu berechneneden Unglück, da hast vollkommen Recht. Man erleichtert ja nichts dadurch, wenn statt zweien nur einer unglücklich ist. Weil mit Leid und Unglück muss schliesslich jeder immer das bekannte Stück weit selbst fertig werden.


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30.03.2012 um 03:23
Aber ich hau mich erstaml hin....


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30.03.2012 um 03:24
Dr.Precht schrieb:Meine moralphilosophischen Fragen sind wahrlich nichts für dieses Forum, da bis auf wenige Ausnahmen nur Bequemdenker- und leber zugegen sind.
Dann stell deine Fragen doch einfach woanders? Es gibt soviele Foren.. ;)


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 04:34
@Dr.Precht

ZITAT]..weil das eigene Glück möglicherweise weniger glücklich macht, als das Unglück des anderen, diesen unglücklich?

Wie bitte willst du denn das Glück des Einen mit dem Unglück des Anderen vergleichen?
Das kann man doch gar nicht objektiv.Und schon gar nicht im Vorfeld als moralische Überlegung,das ist doch bescheuert.

Ausserdem kann man doch das Paar nicht moralisch dafür verurteilen,dass es glücklich ist und die eingeforderten Gefühle der 3. Person gegenüber nicht erwidert werden? Liebe ist doch etwas freiwilliges oder nicht..Man kann doch niemanden zur Liebe oder deren Aufgabe moralisch zwingen?
Dr.Precht schrieb:weil das eigene Glück möglicherweise weniger glücklich macht, als das Unglück des anderen, diesen unglücklich?
Aus dem Grund hast du die Frage falsch formuliert.

Und warum wirst du hier so beleidigend,welche Antwort wolltest du denn hier hören?
SO wie du fragst,weiss man ja nicht mal genau,was du eigentlich wissen willst.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 09:50
Ich persönlich bin der Meinung, dass wenn sich 2 Personen ineinander verlieben, keine Rücksicht auf Andere genommen werden muss/soll.

Die 3te Person hätte nichts davon, wenn die 2 nicht zusammen kommen. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: der/die Angebetete/r wird trotzdem nicht mit der 3ten Person zusammenkommen, weil da KEINE Gefühle sind. Aus Mitleid sollte auch keine Beziehung weitergeführt/begonnen werde.

Jeder ist sich selbst der Nächste. Ausserdem leben wir nur einmal, und da sollte man auf das Herzgefühl hören!


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