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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

188 Beiträge, Schlüsselwörter: Liebe, Gesellschaft, Glück, Moral, Ethik, Unglück, Leid, Soziologie, Verzicht

Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 15:47
@Shirimasen
Shirimasen schrieb:weil dieser damit nicht zurecht kommt oder eben wütend, weil gestalkt wird.
Vor allem, wenn man selber dies nicht "verschuldet", oder provoziert hat !
Mir ist es bis heute unerklärlich, wie es zu dieser - sagen wir mal - Eskalation kommen konnte, deswegen war/ist mir jetzt auch wirklich piepegal, was betreffende Person denkt, empfindet und ob derjenige nun unglücklich oder traurig oder wütend oder was auch immer ist ...


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 15:50
@Thalassa
Joar. Stalking ist auch ein Thema für sich. Hab ich auch schon durch, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst war. "Irre" gibt es wohl immer. Freilich ist es dann etwas anderes. Solange mir die Person nicht nahe steht, ist es mir auch völlig egal.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 15:53
@Shirimasen

Aber lt der Theorie des TE hätte ich wohl auf meine glückliche Beziehung, die wir seit beinahe drei Jahren führen, verzichten sollen, oder mir zumindest die Frage stellen sollen, ob ich (wir) sie überhaupt "verdient" haben, wenn da ein paar Häuser weiter jemand ist, der deswegen eventuell unglücklich sein könnte :D .
So ein Blödsinn!


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 15:56
@Thalassa
Ne, das denke ich eben nicht. Wie auf irgendeiner anderen Seite (wir haben schon 9 :D ) angesprochen, denke ich, dass da viele Faktoren eine Rolle spielen. Er meint das sicher nicht so, dass er eine glückliche Beziehung darum nicht eingehen würde. Ich verstehe es lediglich so, dass er fragt, ob man sich darüber Gedanken machen würde.

Wie gesagt. Es spielt ja auch eine Rolle, wie lange der andere da ist. Wie das alles kam, warum es kam. Ob Hoffnungen geschürt worden etc.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

30.03.2012 um 17:34
Kommt darauf an, in wie fern das Unglück des anderen wirklich besteht und wie lange.
Um es zu verdeutlichen: Wenn ich mit jemandem zusammenkomme, obwohl ich weiß, dass Person B ebenfalls diese Person begehrt, könnte man sagen: Survival of the Fittest. So predigte einst schon der gute Charles^^ -> Moralisch völlig sauber.

Wenn ich aber mit jemandem zusammenkomme, weil ich weiß, dass es noch jemanden gibt, der diese Person gerne an seiner Seite hätte, ist es einfach nur mein schlechter Charakter :D
Ergo: Moralisch eher unschön.

Und im dritten und letzten Fall: Ich komme mit einer Person zusammen, der andere Typ kriegt sie nicht und es stellt sich heraus, dass sie mein Geld will, mich betrügt und ausnimmt habe ich ihn vor ihr gerettet und er sollte mir die Füße küssen :D


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30.03.2012 um 17:50
Wenn ich jemanden liebe und dieser jemand liebt mich und wir beschließen, ein Paar zu werden, ist es mir doch piepegal, ob noch wer anders - von mir aus auch aus dem Freundeskreis - ebenfalls in mich oder meinen potentiellen Partner verliebt ist.Wirkliche Freunde würden einem dieses Glück gönnen und nicht neidisch oder eifersüchtig sein und "Rücksichtnahme" verlangen ...


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Dr.Precht
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31.03.2012 um 01:37
@Thalassa
Thalassa schrieb:Wenn ich jemanden liebe und dieser jemand liebt mich und wir beschließen, ein Paar zu werden, ist es mir doch piepegal, ob noch wer anders - von mir aus auch aus dem Freundeskreis - ebenfalls in mich oder meinen potentiellen Partner verliebt ist.Wirkliche Freunde würden einem dieses Glück gönnen und nicht neidisch oder eifersüchtig sein und "Rücksichtnahme" verlangen ...
Setzt voraus, dass der unglücklich verliebte ein Freund des potenziellen Paares ist.
Ihr mo­di­fi­zie­rt mein Beispiel so wie es euch passt, bildet gar eigene Beispiele die so konstruiert sind, dass sie hinsichtlich meiner Ausgangsfrage nur mit "ja" beantwortet werden könnten - das empfinde ich nicht als neutral eingestellte Anteilnahme der Diskussion. Ich sehe in dem Verhalten lediglich den Willen die eigenen Bedürfnisse dadurch zu sichern, weil man für sich selbst erkennt, dass die Art und Weise sein Glück durchzubringen tatsächlich und sehr häufig auf Kosten anderer geschieht.


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Dr.Precht
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31.03.2012 um 01:53
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:Ich finde das Beispiel passend, jemand will etwas was er aber nie erreichen kann weil es ausserhalb seiner Moeglichkeiten liegt, diese Frau, Porsche, Villa in Monte Carlo, und ist deshalb subjektiv ungluecklich.

Denn , und das ist der springende Punkt deiner gesamten Ueberlegungen, er macht sich durch diese Wuensche selbst ungluecklich, nur er ist verantwortlich dass er etwas wuenscht was er nunmal nicht kriegen kann.

Daher logisch, diese ganze Frage hat nichts mit moralischem Handeln dritter zu tun.
Das jemand etwas will, was er gegenwärtig noch nicht besitzt - etwas zu wollen impliziert gewissermassen dass man es einem noch nicht zu Teil ist - gabst du in deinem Beispiel verständlich wieder. Jedoch nicht, dass jemand etwas will, was er "nie" erreichen können wid; nie erlangen können wird.

Du machst den Menschen verantwortlich für seine Emotionen, das ist dein Fehler, wenn du mir erlaubst ihn als solchen zu bezeichnen. Es ist deshalb ein Fehler, weil der Mensch seine Emotionen nicht kontrolliert und handhabt welche er denn nun erlebt, welche ihn denn nun durchströmen. Im Gegensatz dazu liegen die Handlungen der Menschen ob ihrer Kontrollierbarkeit in der Verantwortung eben dieser Menschen.

Sich unglücklich zu verlieben, sollte einem Menschen also nicht das Recht auf die Rücksichtssnahme durch andere personen auf ihn selbst, absprechen. Der unglücklich verliebte hat im Gegenzug nicht das Recht, die bloße Verliebtheit seiner angebeteten Person bezüglich einer weiteren Person, zu veruteilen. Sollte die Verliebtheit seiner angebeteten Person jedoch vom geliebten Menschen erwiedert werden, die Liebe darauf folgend durch Handlungen zelebriert und ausgelebt - dann darf der unglücklich verliebte, dann darf jeder Mensch der diese Situation beobachtet, sagen: Trotz des Wissens, dass die Liebe nur ausgelebt werden könnte, wenn darunter eine weitere Person zu schaden kommt, diese auszuleben - ist moralisch nich in Ordnung.

Wir sollten uns verinnerlichen das wir hier von moralischen Richtlinien sprechen, nicht von allgemeingültigen Gesetzen, weswegen es durchaus möglich seien sollte zu sagen: Gut, es wäre moralisch verwerflich, jedoch in der Praxis erheblich schwierig, anders zu handeln - weswegen aus der bloßen Unmoral, kein direkter Vorwurf erhoben werden darf.


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Puschelhasi
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31.03.2012 um 02:37
@Dr.Precht

Dann laege es schlicht in der Verantwortung des ungluecklich verliebten sich zurueckzuziehen, um die etwaigen Liebesbekundungen der gluecklichen Paares nicht erdulden zu muessen, was eine nur natuerliche Reaktion waere.

Wenn man etwas nicht ertraegt muss man sich dem Gegenstand oder dem Umstand entziehen wenn man ihn nicht abstellen kann.

In dem Fall also klar wieder rein die Sache des unerfuellt wuenschenden Menschen und absolut nicht Sache der dritten Personen.


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31.03.2012 um 02:38
moralisch ok?
nein


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Dr.Precht
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31.03.2012 um 02:50
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:Dann laege es schlicht in der Verantwortung des ungluecklich verliebten sich zurueckzuziehen, um die etwaigen Liebesbekundungen der gluecklichen Paares nicht erdulden zu muessen, was eine nur natuerliche Reaktion waere.

Wenn man etwas nicht ertraegt muss man sich dem Gegenstand oder dem Umstand entziehen wenn man ihn nicht abstellen kann.

In dem Fall also klar wieder rein die Sache des unerfuellt wuenschenden Menschen und absolut nicht Sache der dritten Personen.
Gewiss ist der unglücklich verliebte in der Verantwortung sich seiner Empfinden zu entledigen.
Doch bis dies nicht erfolgreich ist, sind jene in der Verantwortung der Rücksichtsnahme auf ihn, die ihr Glück nur auf Kosten seiner absoluten Unglücklichkeit austragen könnten.


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libertarian
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31.03.2012 um 03:38
Wer das angeblich nicht macht, ist doch nur ein Heuchler, der in seiner angeblichen Moral gefangen ist, die auf gesellschaftlich opportunistischen Ränke- und Straf-Denken basiert. Das jedoch so internalisiert ist, dass man es nicht dergestalt wahrnimmt und sich selbst als Gerechten gebärdet, was jedoch das wahre Wesen der Moral, die bei vielen zum Anschein kommt, schon durchsickern lässt.

Ob die Beziehung moralisch gerechtfertigt ist? Gegenfrage: Ist es moralisch gerechtfertigt, wenn, in letzter Konsequenz, alle daran zu leiden haben, da keiner sein Glück auf das Unglück des Anderen aufbaut und stattdessen folglich überhaupt keine Bindung zwischen den Partnern eingegangen wird?


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Dr.Precht
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31.03.2012 um 04:36
@libertarian
libertarian schrieb:Ob die Beziehung moralisch gerechtfertigt ist? Gegenfrage: Ist es moralisch gerechtfertigt, wenn, in letzter Konsequenz, alle daran zu leiden haben, da keiner sein Glück auf das Unglück des Anderen aufbaut und stattdessen folglich überhaupt keine Bindung zwischen den Partnern eingegangen wird?
Der Verzicht auf die Bindung währt temporär, weshalb sich das Leid der ineinander verliebten Personen beachtlich geschmälert wird. Außerdem solle der Verzicht jener Menschen, welche eine Partnerschaft als Bereicherung, jedoch nicht als elementaren Bestandteil ihrer Zufriedenheit erachten, nicht so schwer wiegen, wie das Unglück des unglücklich verliebten, wenn die Beziehung zu Stande kommt - die Liebe durch Handlungen praktiziert und zelebriert wird.


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31.03.2012 um 07:20
@Dr.Precht
also nehme ich dann Rücksicht, weil mein Verzicht auf die Beziehung womöglich nicht so schwer wiegt, währenddessen hat sich der unglücklich Verliebte in jemand anderen verliebt und nicht rücksichtsvoll unglücklich verliebt weiter gelitten, damit mein Verzicht wenigstens einen "Sinn" macht. Was ist dann? Der jetzt Neuverliebte könnte sich ja wieder in jemanden verliebt haben, der aber in jemand anderen verliebt ist und so begleiten dann viele eigentlich potentiell glückliche Paare, die aber aus Rücksicht verzichteten und somit traurig und allein blieben, den Weg des sich Neuverliebenden, bis dieser endlich jemanden findet, der ihn auch will und den niemand sonst will. Wenn das nicht bekloppt ist, dann weiss ich auch nicht.....


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31.03.2012 um 07:44
@Dr.Precht
Dr.Precht schrieb:Setzt voraus, dass der unglücklich verliebte ein Freund des potenziellen Paares ist.
Ich habe schon hundertmal geschrieben, daß mir das schnuppe wäre, ob es ein Freund, eine Freundin oder ein mir völlig unbekannter Mensch oder wie in meinem persönlichen Beispiel ein flüchtiger Bekannter wäre !
Dr.Precht schrieb:Ich sehe in dem Verhalten lediglich den Willen die eigenen Bedürfnisse dadurch zu sichern, weil man für sich selbst erkennt, dass die Art und Weise sein Glück durchzubringen tatsächlich und sehr häufig auf Kosten anderer geschieht.
Natürlich, warum sollte ich mich freiwillig und entgegen meiner Gefühle durch den Verzicht auf meine Liebe unglücklich machen ? Wäre dadurch auch nur ein einziger Mensch weniger "unglücklich" ?


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31.03.2012 um 08:56
Es wäre doch überhaupt nicht nachvollziehbar und hirnrissig, auf ein Glück, wie vielleicht die große Liebe zu verzichten!
Daß irgendwer auf materielle Dinge freiwillig verzichtet oder zum Beispiel einen Lottogewinn teilt, könnte ich nachvollziehen ... aber dem eigenen Lebensglück entsagen, nur für irgendjemanden, mit dem man vielleicht garnichts zu tun hat?


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31.03.2012 um 10:03
Liebe ist keiner Moral unterworfen, deswegen ist das Beispiel sehr unpassend.

Ich gebe precht aber recht im sinne von: wenn mein Glück vom Unglück anderer abhängt ist es unmoralisch . Das ist aber nicht dasselbe wie wenn mein Unglück vom Glück anderer anderer abhängt und bedeutet im umkehrschluss a auch nicht dasselbe ;-)


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31.03.2012 um 10:09
@behind_eyes
behind_eyes schrieb:Das ist aber nicht dasselbe wie wenn mein Unglück vom Glück anderer anderer abhängt
Wäre denn diese ominöse 3. Person in dem Beispiel glücklicher, wenn ich auf Grund meines Verzichts unglücklich wäre?


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

31.03.2012 um 10:18
Eben nicht. Es würde nichts ändern. Das meinte ich ja. Die Liebe ist nicht abhängig vom Unglück der dritten Person. Es ist halt ein schlechtes Beispiel vom TE.

Wenn ich zum Beispiel auf ein finanzbetrüger rein alle dann ist mein Verlust , mein Unglück das Glück des finanzbetrügers. Also unmoralisch. Sein Glück hängt von meinem Unglück ab.

Gewinne ich im Lotto sind alle meine Neider unglücklich. Moralisch ok weil mein Glück nicht von deren Unglück abhängt.


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Das eigen Glück, auf dem Unglück des anderen errichten - moralisch ok?

31.03.2012 um 10:38
@behind_eyes

Genau - deswegen verstehe ich irgendwo auch seit den ganzen 9 Seiten die Gedankengänge des TE nicht so recht. Er spricht ja sogar jedem Menschen das Anrecht auf Glück ab, weil man sich dies angeblich verdienen müsse - so hab ich ihn zumindest verstanden. Glück bedeutet für mich immer Zufall, wenn ich selber etwas tun kann und muß, um glücklich zu sein, dann ist dies kein Glück mehr, sondern Verdienst , und der kann sehr wohl unmoralisch sein, wenn er auf Lug, Betrug und Rücksichtslosigkeit fußt ...
Aber Liebesglück? Wenn irgendwer einem anderen sein Liebesglück nicht gönnt, oder deswegen unglücklich und neidisch ist, dann ist dieser Mensch in meinen Augen nur einfach mißgünstig, mehr nicht!


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