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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

7.721 Beiträge, Schlüsselwörter: Massentierhaltung, Veganismus, Fleischkonsum

Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

26.05.2014 um 15:49
Werde mir gleich dicke Portion Pommes mit Schnitzel bestellen.


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25h.nox
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

26.05.2014 um 18:24
CosmicQueen schrieb:Man sollte aber mMn die ökologische Landwirtschaft fördern, damit der Boden fruchtbar bleibt und somit auch gesundes Gemüse und Obst, mit den wichtigen Nährstoffen erhalten bleiben.
herrlich...


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ErikLensherr
ehemaliges Mitglied

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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

27.05.2014 um 19:18
Fleisch enthält tierische Gedanken, ich esse weder Fisch noch Fleisch. Außerdem hat man als Vegetarier eine bessere Körperverfassung und lebt vor allem länger und gesünder.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 02:17
Mir reichts zu wissen, dass die Tiere mit Antibiotika vollgestopft werden:

Antibiotika sind Stoffe, die Bakterien abtöten, indem bestimmte Stoffwechselwege bei den Mikroben blockiert werden. Wie jeder weiß, besitzt jedes Säugetier eine Darmflora. Dort sterben die Bakterien ab, welche dann keine Nährstoffe mehr verbrauchen => mehr nährstoffe für die Tiere - Antibiotika werden also als Mastverstärker (Kraftfutter) eingesetzt.
Darüber hinaus: ist ein Tier krank, werden alle Tiere mit Antibiotika behandelt. Dadurch werden mit der Zeit über Resistenzerweb multiresistente Keime (MRSA) geradezu herangezüchtet.
Diese werden von Bauern, Lebensmitteln (Dünger->Feld->Salat!) und vom Tier/Fleisch selbst an die Konsumenten getragen.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere mit resistenten Keimen infiziert sind, ist hoch: 90 Prozent der Hähnchen und Puten tragen laut BfR schon solche Erreger in sich. Bei den Mastkälbern sind es demnach 83 Prozent, bei den Schweinen 77 Prozent, bei Rindern mehr als 20 Prozent."

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Toedliche-Keime-Die-Gefahr-aus-dem-Stall-id28532472.html


Das Problem dabei ist, dass man gegen diese Erreger nicht viel machen kann. Immer mehr Menschen werden aufgrund von anfangs harmlosen Wunden Körperteile abgenommen, da man keine Waffe mehr gegen die Erreger hat. Außerdem übertragen Bakterien ihre Resistenzen manchmal auf andere Bakterien, sodass zum Beispiel Pneumokokken (Lungenentzüdungserreger) diese Resistenzen auch erwerben könnten. Eine Lungenentzündung, die man nicht behandeln kann? Die Folgen kann man sich ausmalen...
Das Problem weitet sich immer weiter aus, im o.g. Artikel gibts auch ein paar Zahlen zu der Materie (empfehlenswert..).

Was ich sagen will: Die Massentierhaltung hat eine weitere Schattenseite, sie züchtet Krankheiten heran, zu denen uns schlicht die Handhabe fehlt. Ein Grund für mich, beim Vegetarisch zu bleiben...


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Shionoro
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Profil von Shionoro
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 02:54
@farron
Kommt darauf an. Sicher ist deine Argumentation bezüglich Vegetariern, die sich stattdessen von Milchprodukten ernähren, richtig. Aber ich fände es in dem Zusammenhang dann eben zielführender, sich darüber zu unterhalten, wie man sinnvoll reduzieren könnte, anstatt "bringt sowieso nichts" zu antworten.
Warum machen wir das denn dann nicht?
Ich hab, wie schon vorher angemerkt, eben noch nie gehört, dass eine nennenswert große Gruppe von Leuten Reduzierung propagiert und dabei erfolg hat.

Nochmal: Ich sag niemandem, dass ich schlecht finde, wenn er auf irgendetwas verzichtet.
Ich sage aber, dass es nicht ausreicht, selbst wenn alle das täten, und das ist für mich eben der wahrheitsanspruch den ich nicht unterlaufen werde.
Damit will ich dann nicht sagen 'du musst vegan werden', sondern ich will klar machen 'diese Haltung ist keine, auf der man sich ausruhen kann',

Denn wer soll es denn sonst sagen?

Sonst geht das ganze doch total unter.

Wir sind uns denke ich einig darin, dass ein Großteil der deutschen nichtmal weiß, warum auch milch und eigewinnung mit tierleid verbunden sind in Intensivhaltung, das einzige was läuft ist Vegetarismus.
Und selbst viele Vegetarier wissen das nicht, obwohl man annehmen sollte, dass die sich informiert haben.

Wenn da keiner mehr ist, selbst wenn er als radikal gilt, der sagt 'hey, da geht aber potentiell noch mehr', dann wird sich definitiv rein gar nichts ändern.
Sonst hätte es das doch schon, davon hält eine kleine radikale Minderheit doch keinen ab.

Veganer die radikal sind haben jedenfalls nicht Vegetarismus davon abgehalten, immer mehr leute anzusprechen.
Haben auch keinen, der auf bio und verzicht steht, davon abgehalten, alles frisch zu kaufen und das Brot selbst zu schroten.

ich sehe aber, dass sehr wohl eine Haltung existiert, die dann sagt 'naja, ich mach schon was, und damit ist es gut'.
Und da muss irgendwer sein, der sagt 'Moment, so einfach ist das jetzt auch nicht. Vielleicht ist das was du machst nicht so sinnvoll wie du glaubst'.
raitoningu schrieb:Wenn jemand sagt, dass er komplett vegan lebt, kommt er für die meisten Menschen automatisch "radikal" rüber, ob gewollt oder nicht. Wie gesagt, ein Grund, warum ich diese Labels meide.
Das ist richtig, aber dann ist man ja dafür da, um leuten zu zeigen, das das nicht stimmt.....im Idealfall.
Wenn du den Leuten dann natürlich damit kommst wie ekelhaft du sie findest is das weniger gut.
Aber sowas mach ich ja auch nich.

In meinem persönlichen Umfeld jedenfalls ist alle leuten klar, dass ich nicht als radikal gelten sollte.
raitoningu schrieb:Sicher machst du das. Wenn du Menschen vor Augen führst, was sie mit dem, was sie so essen anrichten, bekommen die meisten zwangsläufig Schuldgefühle. Dafür brauchst du das gar nicht groß zu bewerten; die Fakten, die normalerweise verdrängt werden, reichen schon.
Ich habe neulich beim Frühstück versucht, meinen Kollegen eine ZDF-Doku über Leder- und Pelzproduktion in Bangladesh und China näherzubringen. Nach ca. einer halben Minute betretenem Schweigen wurde das Thema mit dem üblichen "Wir-können-es-ja eh-nicht-ändern" beendet und dann schnell über was anderes gesprochen.
Natürlicher Schutzmechanismus; man möchte sich ungern damit auseinandersetzen, was das eigene Konsumverhalten so für Auswirkungen hat.
(Vor allem, da eigentlich jedem klar sein müsste, dass wir unseren Lebensstandard gewaltig herunterschrauben müssten, um global gesehen auch nur einigermaßen fair und nachhaltig mit Mensch, Tier und Natur umgehen zu können. Aber das ist ein anderes Thema.)
Naja, wenn jemand shculdgefühle wegen der Wahrheit bekommt, dann ist das meiner Ansicht nach okay.
Ich betone aber stets, dass jemand der fleisch ist kein schlechterer mensch als ein veganer ist oder zwangsläufig unmoralischer.

Aber ja, solche Reaktionen kenne ich und finde ich sehr schade, weil das in diesem Fall ja gar nicht stimmt.
Und auch wenn es stimmt sollte man sich das ganze ansehen und sich klar machen, wo leid existiert und warum.

Ich kann auch nichts an Kinderarbeit ändern, aber ich sollte trotzdem sehen, wie und wo sie auch für mich existiert und teilweise wegen meinem Konsum bzw. dem meiner Gesellschaft.
raitoningu schrieb:Nein, das ist genau das, was ich vorher meinte: "Der will uns unser Fleisch wegnehmen, wir müssen schnell einen Grund finden, warum er Unrecht hat!" Und weil du eben anscheinend alle so mit "sinnlos" abfertigst, die der Ansicht sind, selbst auch einen Beitrag zu leisten - auch wenn er vielleicht geringer ist, als deiner.
Ja, aber ich muss dafür ja nichtmal irgendwas sagen.
Alleinw enn ich sage ich bin veganer gehen die leute schon auf abwehr Stellung.

Und stopp.

Meistens kommt dann nicht: naja, ich find das Thema auch wichtig und esse darum kein fleisch.
Ich hab nie irgendwo jemanden der sowas schreibt dumm angemacht.

Meistens kommt: Naja veganer sind voll die radikalen lol, ich hol mein fleisch vom Bauernhof und da geht's den kühen gut.

und ja, da schreib ich dann möglicherweise etwas ruppiger.
Das finde ich dann aber auch gerechtfertigt.
raitoningu schrieb:Nein, es reicht nicht aus, aber deshalb ist es trotzdem nicht irrelevant. Diese Einschätzung führt dann eher wieder zur "Wir-können-ja-eh-nix-ändern"-Haltung.
Können wir in dem fall ja auch nicht über weniger Milch trinken.

Genauso sag ich dir, dass es nix bringt nix mehr bei adidas zu kaufen weil die unhaltbare Arbeitsbedingungen in der dritten welt ausnutzen.
da kann man auch sagen: Jedes weniger verkaufte t Shirt ist doch gut und zeigt einen schritt in die richtige Richtung, und ich sag dir: nein. tut's nicht, bringt's nicht.

In dem Fall wegen anderer gründe als wegen der milch, aber trotzdem.

Da wären politische Proteste gefragt, um bestimmte regelungen durchzusetzen.

In unserem Fall muss man erstmal eine nennenswerte anzahl Leute bekommen, die Interesse daran haben, ihren Konsum umzustellen, und das nicht nur beim essen, sondern auch bei Leder usw.

Dazu sind viele schritte notwendig, um das attraktiver zu machen und etablierter.
das muss nicht komplett vegan sein, aber wie gesagt, anderweitig gibt es ja überhaupt gar keine Bewegung die sich dafür einsetzt und Anziehungskraft hätte, sonst könnte man ja darüber reden.


Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine konsumreduzierung immer nur ein tropfen auf den heißen stein, wenn überhaupt (oft ist es eher eine konsumumleitung), und zudem eine Verschwendung von Energie.
Blinder Aktivismus suggeriert leuten, sie würden etwas tun, und sorgt dafür, dass sie anderweitig gar nicht mehr nachdenken, weil sie eben denken, sie haben etwas getan.

Und das ist schlecht, und ist meiner Meinung nach nicht nur beim Veganismus ein ziemlich großes Problem.
raitoningu schrieb:Ja. Und genau deshalb würde ich es für sinnvoll halten, vegane Produkte auch Nichtveganern näher zu bringen. Indem man ihnen sagt: "Hey, wenn du öfter mal Sojamilch in dein Müsli tust oder einen pflanzlichen Aufstrich auf dein Brot machst, kannst du der Massentierhaltung wenigstens ein klein wenig entgegenwirken."
Davon würden vegane Hersteller langfristig ja auch profitieren. Und man könnte zumindest ein paar Leute zusätzlich erreichen, die sowieso niemals Veganer werden würden.
Das macht man ja.
Mach ich auch.

Oder meinste in meinem privatleeben hau ich dauernd leuten ihren Konsum um die ohren? :p

Wenn ich hier diskutiere bin ich an einer faktischen Diskussion interessiert, ich bin nicht interessiert hier irgendwen von irgendwas zu überzeugen, daraus wird sowieso nix, entweder leute trollen, oder sind ohnehin schon interessiert..

Worum es mir hier geht ist eigentlich nur Aufklärung und eventuell die Weiterentwicklung oder Änderung eigener Standpunkte.

In meinem Privatleben sind viele leute aufgeschlossener geworden für Sachen wie sojamilch, vegane patties und ähnliches.

Ganz einfach weil sie mit mir essen und auch mit mir kochen.

Ich hab auch kein Problem damit wenn ich koche z.b. meiner Mutter was extra mit Fleisch zu machen, z.b. eine bolognese Soße, aber mittlerweile sagt sie auch, das ist nicht notwendig, weil die vegane bolognese auch gut schmeckt.

eine gute Freundin von mir nimmt jetzt immer sojamilch zu ihrem Müsli weil sie die mittlerweile lieber mag, weil sie die bei mir mal probiert hat usw..

Und ich denk das ist bei den meisten veggies so die nicht gerade kategorisch keine freunde haben die fleisch essen.

Aber ganz ehrlich? Im Internet, gerade in diesem thread, muss ich nicht zwangsläufig nett sein leuten gegenüber die oft nichtmal wirklich Interesse am Thema haben


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terrorblade
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 02:59
die ernährung ist ein typisches beispiel beim menschen wie er alles verkomplizieren kann. statt einfach von allem etwas zu essen (was simpel wäre) wird ewig hin und her diskutiert und analysiert. das macht das leben unnötig schwer


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Dr.Thrax
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 20:05
@terrorblade
Nein, das ist auch nicht so ganz richtig. Bei uns ist es nunmal einfach so, dass man viel zu leicht an tierische Produkte dran kommt, wovon sich einige natürlich verführen lassen und dann eben von zu einseitiger und zu cholesterinhaltiger Nahrung leben. Daraus folgen die zahlreichen sogenannten Wohlstandserkrankungen, unter denen unsere Gesellschaft gegenwärtig zu leiden hat. Es wäre ein Zeichen außerordentlicher Ignoranz wenn wir da nicht die wissenschaftlichen Indizien und Erkenntnisse ernst nehmen würden, und den sinnvollen jedoch gemäßigten Diskurs über die Ernährungsgewohnheiten führten.


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terrorblade
ehemaliges Mitglied

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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 20:36
@Dr.Thrax
ich fahr gut damit, von allem möglichen etwas zu essen. einseitigkeit ist wie du anmerkst genau der falsche weg. daher genieß ich lieber und diskutiere nicht so viele das ist meine philosophie


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Draiiipunkt0
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

28.05.2014 um 22:11
@terrorblade

Wenn jeder lieber genießen würde, statt zu diskutieren, dann hätten wir heute noch Sklaverei.

Und das soll kein Angriff sein. Es ist einfach nur eine sachliche Feststellung.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

06.06.2014 um 22:45
@Shionoro
Shionoro schrieb:Dir wiederum hab ich vor längerer zeit schonmal lang und breit im aufwand von sicherlich mehr als 4 Minuten erklärt, dass für vegane Produkte kein einziger Hektar Regenwald abgeholzt werden muss, weil man dafür das mehl benutzt, nicht das öl, und du kommst trotzdem gerade eben wieder damit an.
Ich verstehe nicht, was du meinst. Wo soll das denn gewesen sein?
Ich hatte doch extra nochmal darauf hingewiesen, dass es kompletter Unsinn ist, Veganern den Anbau von Soja bzw. die Abholzung von Regenwäldern vorzuwerfen, weil eben der größte Anteil in der Sojaölproduktion landet, welches von Mischköstlern ebenfalls stark nachgefragt wird:
Beitrag von JohnDifool, Seite 301

Und etwas anderes hatte ich auch vorher nie behauptet!

Und was denn eigentlich für ein Mehl? Zur Herstellung von welchen Produkten soll das denn benutzt werden? Dass zur Herstellung von Tofu oder Sojamilch nur irgendein Mehl verwendet würde, wäre mir nämlich gänzlich neu.

Und mal anknüpfend zur bereits angesprochenen Utopie einer veganen Gesellschaft, mal folgende Überlegung:
Der Anbau von Sojabohnen, der zur Produktion von Tofu oder Sojamilch verwendet wird, ist zwar derzeit noch verschwindend gering im Vergleich zu dem, der in der Sojaölproduktion landet. Aber doch nur alleine deswegen, weil diese Produkte heute noch nicht so stark nachgefragt werden wie Fleisch, Eier, richtige Milch oder tierische Fette.

Aber wie sähe das denn aus, wenn der Anteil von Veganern wirklich irgendwann mal signifikant ansteigen würde?
Nehmen wir mal an, der Veganeranteil nur in den westlichen Industrieländern, würde in 50 Jahren plötzlich auf z.B. 80% hochschnellen. Dann würde doch auch die Nachfrage nach pflanzlichen Fetten und Proteinen erheblich zunehmen. Also müssten auch sehr viel mehr fett- bzw. proteinreiche Pflanzen wie z.B. Soja angebaut werden als heute. Nicht wahr?

Ja aber wo denn?
Wo soll man denn den Mehrbedarf an solchen Pflanzen anbauen? Nur ein Bruchteil der ehemaligen Viehweiden wäre nämlich in einem solchen Zukunftsszenario aufgrund der Böden und des Klimas überhaupt zum Anbau solcher Pflanzen geeignet! Meist wächst da nämlich nicht viel mehr als ziemlich anspruchsloses Gras.
Es hat schon seinen Grund, warum man z.B. im Gäuboden mit seiner nährstoffreichen Erde bereits seit Jahrhunderten Ackerbau betrieb, während man z.B. in den Alpen, aufgrund karger Böden und rauhem Klimas schon immer auf Viehwirtschaft setzte.

Mal ganz abgesehen davon, wie man für diese minderwertigen Böden langfristig die Versorgung mit ausreichend hochwertigem, nicht tierischem Dünger gewährleisten will.
Shionoro schrieb:Das Video zeigt einige Kühe und der Landwirt sagt denen geht es gut und angeblich besser auf der weite, das Video war recht tendenziös und wurde in auftrag gegeben vom (soweit ich mich erinnere) argraministerium der EU, was dir sicher nicht sagen wird du sollst keine landwirtschaftlichen Erzeugnisse mehr kaufen.
Das Video zeigt einfach nur einen ganz normalen, modernen Kuhstall in Deutschland. Mehr nicht.

Aber um dem recht fadenscheinigen Vorwurf tendenziösen Journalismus zu entgehen (Der Stall bei Pollmer ist und bleibt nämlich immer noch ein ganz normaler, moderner Stall!), hier mal ein Stall aus Österreich bei "Wetten dass...":



Okay, schon klar, dass bei "Wetten dass..." in der Vergangenheit viel Werbung durch Sponsoren usw. betrieben wurde.
Die Idee zur Wette kam aber trotzdem initial von dieser österreichischen Familie! Und deren Stall wurde sicherlich nicht vom österreichischen Landwirtschaftsministerium extra nur für diese Sendung gebaut und danach wieder abgerissen oder so. Das ist ein echter, realer Stall in Österreich, der auch von der Familie bewirtschaftet wird, die die Wette eingereicht hat.

Na, gut. Man hatte die Tiere vor der Sendung vielleicht nicht zum gewohnten Zeitpunkt gefüttert, damit sie sich schön brav auf ihr Futter wartend positionieren, aber ansonsten wüsste ich nicht, was an der Haltung schlimmer wäre als bei Tieren in irgendeinem Zoo, mit vergleichbaren Ansprüchen wie Rinder.

Wo leiden denn in dem Beispiel die Kühe unsägliche Qualen, wie es von dir und anderen Veganern immer wieder behauptet wird?

@gastric
gastric schrieb:In dem video sehe ich 2 sachen, die nicht sonderlich rosig für die tiere sind. Zum einen keine hörner: die enthorung ist aber mit enormen schmerzen verbunden, da in den hörnern nerven und blutgefäße sind. Zum anderen nasser betonboden: der ist rutschig und das sieht man auch daran, wie die kühe laufen (wie auf rohen eiern). Interessant wäre auch ein genauer blick in den melkstand gewesen aber der fehlt wohl aus gutem grund.
Zur Enthornung:
Das könnte man ebenso wie das Abschneiden der Schwänze von Ferkeln auch gesetzlich regeln und das wird auch tatsächlich gemacht. Das funktioniert auch ganz ohne Veganer.

Zu den Spaltböden:
Wäre es dir vielleicht lieber, wenn die Tiere ständig in ihrem eigenen Mist stehen bzw. liegen würden, mit Tausenden von Fliegen um sie herum? Hast du in dem Video von Pollmer oder von "Wetten dass..." auch nur eine einzige Fliege gesehen? Dann geh mal auf die Suche. Irgendwo wird sich sicherlich eine finden. ;)
Ich war in den Achtzigern noch in Kuhställen mit weit weniger Tieren, in denen es ganz streng nach Ammoniak roch, das Fell der Tiere mit Kot verkrustet war und in denen es vor Fliegen nur so wimmelte.
Wo glaubst du denn, werden die Tiere wohl eher krank?
In einem modernen Viehbetrieb, wie in den gezeigten Videos oder in einem Stall von anno dunnemals? Wer eine übermäßige Antibiotikagabe in der sogenannten "Massentierhaltung" kritisiert, der sollte auch solche Verbesserungen in der Hygiene nicht einfach vom Tisch wischen!
Und das Argument mit dem rutschigen Boden, auf dem sich die Rinder angeblich reihenweise die Beine brechen würden, ist mal wieder kompletter Nonsens! Oder glaubst du wirklich, auch nur irgendeinem Landwirt wäre es völlig egal, wenn er ständig irgendwelche verletzten Rinder notschlachten und danach vom Abdecker abholen lassen müsste?

Zum Melkstand:
Den Melkvorgang sieht man im Bericht über die größte Milchfarm der Welt doch gleich am Anfang!
Beitrag von JohnDifool, Seite 301
Wo leiden die Tiere denn da bitteschön? Die gehen ganz freiwillig zum Melken und werden auch nicht mit der Peitsche oder mit Stockhieben dazu getrieben! Ganz nebenbei bemerkt wäre es wohl auch ziemlich unwirtschaftlich, eine ganze Hundertschaft von Leuten einzig und allein dafür zu beschäftigen, um widerspenstige, von panischer Angst befallene Kühe in ihre Melkstände zu treiben.

Hier sieht man nochmal ganz ausführlich, wie das Melken in einem Großbetrieb üblicherweise abläuft...



...nämlich ziemlich unspektakulär und irgendwie ganz anders, als es uns die Tiersnuffvideos von z.B. PETA andauernd eintrichtern wollen.

Trotzdem will ich gar nicht abstreiten, dass es immer noch erheblichen Verbesserungsbedarf in der Tierhaltung gibt. Nur sagt eben das Schlagwort "Massentierhaltung" rein gar nichts über die tatsächlichen Haltungsbedingungen aus!

Das ist nämlich auch Massentierhaltung:

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lernender
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

07.06.2014 um 06:17
Ich habe vegetarisch b.z.w. vegan niemals vertragen. Fleisch schmeckt gut und wird von mir auch dann gelegentlich gegessen, wenn ich vegetarisch einmal besser vertragen sollte.
Ansonsten kenne ich nicht wirklich Gründe, die für vegetarisch/vegan sprechen.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

11.06.2014 um 14:39
@JohnDifool
JohnDifool schrieb:Das könnte man ebenso wie das Abschneiden der Schwänze von Ferkeln auch gesetzlich regeln und das wird auch tatsächlich gemacht. Das funktioniert auch ganz ohne Veganer.
Die momentane gesetzliche regelung erlaubt die enthornung ohne betäubung bei kälbern bis 6 wochen. Warums was das angeht eine 6wochen freifrist gibt, kann man nur mutmaßen. Vlt haben großbetriebe und ihre ausgabenminimierung damit zu tun.

Aber ansich gäbe es da nichts zu regeln, denn in einem kleineren tierbesatz stellen die hörner keinerlei gefahr da. Letzlich eine unnötige sache, die, dank dem deutschen tierschutzgesetz, eine qual (wenn auch im normalfall kurze) darstellt.
JohnDifool schrieb:Wäre es dir vielleicht lieber, wenn die Tiere ständig in ihrem eigenen Mist stehen bzw. liegen würden, mit Tausenden von Fliegen um sie herum? Hast du in dem Video von Pollmer oder von "Wetten dass..." auch nur eine einzige Fliege gesehen?
hmmm keine fliegen? Um jede kuh auf der offenen weide tummelt sich min. eine fliege aber nicht sobald sie in einem offenen stall sind? Aber mal als kleiner denkanstoß für dich .... was spricht gegen sandeinstreu anstelle von spaltböden? Also al rein vo standpunkt des tieres betrachtet ist sand die erste wahl, was liege-/ laufkomfort, hygiene und gesundheit anbelangt. Spaltboden ist nur leicht zu reinigen und stellt im großen und ganzen einen höheren komfort für den menschen dar, nicht aber für die kuh.
JohnDifool schrieb:Den Melkvorgang sieht man im Bericht über die größte Milchfarm der Welt doch gleich am Anfang!
Mich interessierte aber der melkstand im deutschen beispielbetrieb mit herrn polmer, bei dem video man immernoch nichts über umgang und zustand der tiere sieht.

Da hätte genausogut der betrieb hier aus meiner umgebung herhalten können, der mittlerweile dicht gemacht wurde, weil massiv gegen tierschutzverordnungen verstossen wurde. Optisch hat man da auch nichts bemängeln können, der umgang mit den tieren war dennoch unter aller sau. Und genau DAS geht aus dem video eben nicht hervor.

Natürlich gibt es auch größere betriebe die sich um ihr vieh kümmern genauso gibt es kleinbetriebe, die unter aller sau sind. Ob ein betrieb sich jedoch gut um seine tiere kümmert, dass sieht man nicht aus einem 5min video


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

08.07.2014 um 10:09
@JohnDifool
@gastric

Man muss sich dabei im Hinterkopf behalten, dass es immer ums Geld geht. Wenn ich lese "Wie PETA uns in seinen Videos weiß machen will.." kommt mir die Galle hoch. Die Tiermastbetriebe und Schlachthöfe BRAUCHEN die gute Publicity um weiter Geld zu verdienen. Klar werden da Friedefreudeeierkuchen-Videos produziert. Damit die Leute weiter in ihrer Blase leben und bloß nicht drüber nachdenken, was sie da essen.
Zu welchem Zweck macht Peta die Videos? Um Geld zu verdienen? Ich will nicht so naiv sein und denken, das Peta das Geld nur für Butterblumen und Frieden ausgibt, aber die Hauptmotivation bleibt die Qual der Tiere, wie sie immer wieder vorzufinden ist. Auch wenn diese Qualen nicht überall auftreten und in unterschiedlichen Maßen - Man weiß nicht ob das Tier gelitten hat, wenn man die Packung Grillfleisch im Supermarkt in der Hand hält. Man kann nicht abschätzen, was das eigene Handeln für Konsequenzen hat (im übertragenen Sinne). Man weiß nicht, wen man da finanziert. Auch wenn man Biofleisch kauft. Wer weiß, ob die nicht trotzdem getreten wurden oder Angst hatten, als sie starben? Das klingt jetzt sehr links und radikal, aber ich will für mich so wenig wie möglich auf kosten anderer leben. In unserer Gesellschaft ist das eh nicht so wirklich möglich, jedoch kann man ja versuchen, es zu minimieren. v.a. weil man als zumindest als Lactovegetarier alle nährstoffe aufnimmt, die man braucht. man muss kein Fleisch essen, um gesund zu sein.
Das geht auch an @lernender .
Wenn du es nicht gut "verträgst", liegt das daran ,dass du nicht für ersatz gesorgt hast. Der Körper muss natürlich weiterhin Proteine, essentielle Aminosäuren, B-Vitamine und Eisen aufnehmen. Aber mit Tofu, Bohnen, Datteln und Nüssen kann man z.b schon einiges erreichen. Tofu wird von vielen verschmäht, muss aber einfach richtig zubereitet werden. Wenn du das Experiment wagen und deinem Namen alle Ehre machen möchtest, kannst du gern fragen. Früher aß ich nichts lieber als Hähnchenbrust. :-)

Greets!


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lernender
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

08.07.2014 um 10:17
@3rdFriend
Nein, da frage ich nicht, weil ich für Ersatz gesorgt habe. Bei einer solchen Ernährung nehme ich paradoxerweise zu, bekomme gerissene Mundwinkel und fühle mich so schlecht, dass ich nichts mehr machen mag. Ernährungswissenschaften sagen eben scheinbar nichts über die Realität aus.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

08.07.2014 um 10:44
@lernender
lernender schrieb:Bei einer solchen Ernährung nehme ich paradoxerweise zu
kommt drauf an, wie man sich ernährt. Paradox ist das erstmal nicht.
lernender schrieb:bekomme gerissene Mundwinkel und fühle mich so schlecht, dass ich nichts mehr machen mag.
Gibt auch dafür mehrere möglichkeiten. Zum einen allergien: irgendwas dazugekommen, was vorher (und hinterher) nicht auf dem speiseplan standen?
Zum anderen: mangel (eisen, zink, vit. C, Vit B2),
lernender schrieb:Ernährungswissenschaften sagen eben scheinbar nichts über die Realität aus.
Ernährungswissenschaften sind eher für den durchschnittsmenschen gedacht.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

08.07.2014 um 13:30
@lernender

Hmm kann gut sein, dass dein Körper irgendetwas nicht verträgt. eine Freundin hat auch starke unverträglichkeiten v.a. mit Milchprodukten. Keine Lactoseintoleranz... der körper kann einige der hunderten milchbestandteile nicht aufspalten und bekommt probleme. Kann gut sein, dass es die Eiweiße sind. aber man weiß bis heute nicht genau, was genaubin milch alles enthalten ist, da es ein so komplexes Nahrungsmittel ist.

das wäre nur ein bespiel. So kanns bei Tofu oder bohnen natürlich auch passieren. da müsste man immer wieder ausprobieren und einzelne Nahrungsbestandteile weglassen. Für die meisten zu kompliziert...

Aber wie Gastrik schon sagte, es kann sein das einfach was fehlt. trockene Haut oder eingerissene Mundwinkel sind häufig Mangelerscheinungen... Besonders häufig ist Eisenmangel. Dann kommt noch B2 und möglich ist zu viel Vitamin A.
Gewichtszunahme kann gut mit der Umstellung zu tun haben. Oder mit zu viel Fett und Zucker zusammen hängen. ich kann mir kein Urteil über deine Ernährung erlauben, von daher verrat ich einfach mal nicht mehr... ;-)


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25h.nox
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

21.07.2014 um 20:09
@Shionoro
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42324/1.html
#Am 23. Juni 2014 offenbarte Younger ihren Lesern jedoch, dass sie sich zukünftig nicht mehr rein vegan ernähren werde, weil sie festgestellt habe, dass sie zunehmend in einer "Restriktionsblase" lebte und nicht nur tierische Produkte mied, sondern auch "Angst" vor Zucker, Gluten, Öl und anderen Nahrungsbestandteilen entwickelte. Schließlich gestand sie sich ein, dass sie an Orthorexie leidet – einer Essstörung, bei der der Wille, sich möglichst gesund zu ernähren, krankhafte Züge annimmt. Als Auslöser dieser Essstörung sieht sie ihre Hinwendung zum Veganismus. #

selbst wenn du den veganismus an sich nicht als orthorexie ansehen willst...


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Michi7
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

21.07.2014 um 20:11
@25h.nox

totaler unsinn, das sind nur minderheitsfälle.


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25h.nox
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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

21.07.2014 um 20:16
@Michi7 sicher? die meisten werden ja nicht von heute auf morgen veganer sondern lassen ersmal fleisch weg oder reduzieren es stark. vielfach dürfte das der erste schritt in die essstörung sein...
viele veganer behaupten ja es wäre so super gesund, dabei ist es eine mangelernährung.( die man allerdings einfach mit pillen ausgleichen kann)


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

21.07.2014 um 20:58
@25h.nox

Um mich brauchst du dir da keine sorgen zu machen :D

Aber es ist sicherlich ein Problem, was da angesprochen wird, dass einige Menschen (nicht nur beim Veganismus) dazu tendieren, immer extremer werden zu wollen.

Was der Sache an sich aber überhaupt nicht dienlich ist.


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