@Lothric Ich wüsste da keinen Bundesstaat ( wo die TS noch angewendet wird), wo Opferangehörige irgendeine Mitsprache beim
Urteil hätten. Das Urteil wird im allgemeinen von einem Richter bzw. einer Jury gefällt ( guilty oder Not guilty). In keiner Jury dürfen Opferangehörige sitzen. Und ein Richter geht auch nicht vorher zu den Opferangehörigen und befragt sie, bezüglich ihrer Wünsche.
Die Strafen als solche, sind im Gesetz vorgegeben. Es obliegt dem Staatsanwalt, was gefordert wird. Es ist ja auch möglich von vornherein, auf die Verhängung der TS zu verzichten. Das kann die Staatsanwaltschaft verkünden. Das passiert recht häufig, dass bereits vor Prozessbeginn auf die maximal Strafe verzichtet wird. So was wird oftmals in den Hearings vorher zwischen Verteidigung und Anklage ausgehandelt. Es gibt ein paar wenige Bundesstaaten, wo Opferangehörigen, ein paar mehr Rechte zugestanden werden. Zb Informationen zu den einzelnen prozessualen Schritten oder Zugang zu Beweisen. Aber vielmehr ist da nicht. Das Urteil aber legen andere fest bzw ist das Strafmaß bereits im Gesetz vorgegeben mit Spielraum von bis.
Ich kann es momentan nur am Fall Taylor Robinson darlegen. Erika Kirk, die Witwe, des ermordeten Charlie Kirk hat geäußert, dass sie persönlich ( nur ihre Meinung) für die Todestrafe wäre, so es zum Prozess um Urteil kommt.
Nur es obliegt natürlich nicht ihr, hier die Jury, oder den Richter oder die Ankläger zu beeinflussen.
An den Anhörungen der letzten Woche hat man gemerkt, dass sie zwar im Gerichtssaal sein darf, aber natürlich keinerlei Befugnisse hat, hier die hypothetische Verhängung der Todesstrafe zu fordern.
In Utah zb haben Opferangehörige ein paar wenige Rechte, ( gemessen an anderen Bundesstaaten) aber eben keine, was das Urteil oder Strafmaß betrifft.
Man wird immer wieder auch Opferangehörige finden, die zb strikt gegen die Todesstrafe sind, selbst wenn die Opfer ihre eigenen Kinder waren. Siehe die Mutter von Shanann Watts. Sie hat dem Staatsanwalt bereits sehr früh gesagt, dass sie nicht über Leben u Tod entscheiden möchte, nicht mal beim Mörder ihrer Tochter u Enkelkinder.
Es gibt auch genug Opferangehörige die sich sogar noch explizit öffentlich später für die Täter stark machen, weil sie Exekution ablehnen.
Im Fall des gerade hingerichteten Mannes in Florida allerdings, sind die Opferangehörigen tatsächlich sehr erleichtert gewesen, dass vollstreckt wurde. Mehrere Jahrzehnte mit Rechtsmitteln ausgeschöpft, Appeals die Jahre brauchten, das zermürbt am meisten eben auch die Hinterbliebenen.
Man sollte auch immer wieder mal die history dieser Strafe betrachten
. Wer ist der Gouverneur, was sagen die Wähler. In Florida beendet De Santis sein Amt. Es wird ein neuer Gouverneur gewählt, der Gouverneur bestimmt den Takt. Also liegt es an den Wählern. Es Befragungen unter den neuen Kandidaten, wie stehen sie zur Todesstrafe Da gibt es hardliner und welche, die die TS bannen wollen oder Exekutionen komplett aussetzen wollen. Da bleibt es am Wähler hängen, wen sie wählen.