erstmal sorry, ich war am WE nicht online.
Cachalot schrieb:Der Ermordete ist Tot. Endgültig. Egal was mit dem Mörder geschieht.
Richtig! das hatte ja auch keiner bestritten.
Cachalot schrieb:Über das was als Strafe „gerecht“ ist wird hier ja Diskutiert. Ich sehe eine Tötung des Mörders nicht als gerecht an.
Das kann ich ja nachvollziehen. Ich halte in der Debatte gern dagegen, dass der Mörder seine Rechte verwirkt hat durch den Mord!
Das unsere Einstellung rein individuell ist, ist ja klar.
Ich denke, das man sich nicht mehr auf Menschenrechte für sich selbst beziehen kann, wenn man auf die gekackt hat, wenn man vorher jemand ermordet hat. Das ist Doppelmoral und selbstsüchtig.
Cachalot schrieb:Eine entsprechende Haft schon. Besser wäre es natürlich wenn es den Mord nie gegeben hätte.
Den Mord gab es aber und von daher halte ich es nicht gerecht, das jemand der ein Leben nahm, danach als Strafe sein leben lang umsorgt wird, auch wenn er nicht frei ist, ist es eine all inklusive Umsorgung, halt ohne Cocktails. Die Art der Strafe ist massiv milder, als die Auswirkung der Tat. Menschenrechte hin oder her.
Cachalot schrieb:Ist für mich keine Rechtfertigung der Todesstrafe.
Hättest du denn überhaupt eine einzige Rechtfertigung oder sind dir ggf die vorstellbaren Taten egal? Mord ist ja nicht schlimm genug, so wie es verstanden habe?
Cachalot schrieb:Schau mal auf die Länder die die Todesstrafe abgeschafft haben. Ist dort die Anzahl an Morden gestiegen? Das wäre ja die Konsequenz deiner Aussage - Todesstrafe schreckt ab.
Ich habe je bei Abschreckung nicht davon geredet, das ohne die TS die Mordrate steigen wird. Das ist dein falscher Umkehrschluss, nicht meiner.
Ich halte die TS nicht nur als richtige Strafe ist seltenen aber sehr ersten Fällen. Die Abschreckung ist ein Nebeneffekt den man sich erwünscht, der aber nicht garantiert ist.
Die Frage ist ja nicht, ob man Morde durch die TS verhindert, das ist wohl unrealistisch, die Frage ist, ob man die Täter eben ein Leben lang versorgen muss, obwohl diese sich gegen die Gesellschaftsregeln gestellt haben und somit selbst den Weg raus aus den moralischen und rechtlichen Menschenrechtsvorgaben bewegt haben.
Und Therapienansätze halte ich ebenso für massiv fragwürdig. Wer einmal getötet hat, hat ein Schwelle überschritten. Vergleichbar mit Jagd- oder Schlachtung von Tieren. Das erste mal ist es schwer das Tier zu töten, danach ist es einfacher.
Der therapierte Mörder, der dann Jahre Später Stress mit dem Nachbarn hat, hat einfach eine andere, niedrigere Hemmschwelle. Gefahrpotenzierung!
Tussinelda schrieb:grundsätzlich ging es beim IPBPR ja darum, Menschenrechte verbindlich zu machen.
Menschenrechte sind ja in unseren Gesellschaften richtig und wichtig. Ich meine das ein Täter der heimtückisch oder gar aus Gier oder Spaß tötet, die wertenormen entweder nicht akzeptiert oder darauf schei....st. Die Frage ist dann also, auch bei aller Kritik an der TS, warum diesen Menschen als Teil der Gesellschaft behalten?
Ich kann es vollkommen nachvollziehen, das man gegen die Todesstrafe ist, weil vor allen wegen dem Argument Rechtsfehler/Entscheidungsfehler ggf auf falsche Urteile geben kann, aber der Filter bei eindeutigen Taten funktioniert oder manchmal ist es so eindeutig, das nichts gefiltert werden muss.
Ich stelle mir es immer so vor. Egal wer, Hilter, Stalin oder Ed Gaven, G. Dahmer wird/werden erwischt, verurteilt und trotz allen, dürfen die dann Tomaten im Gefängnisgarten züchten oder sich per Knaststudium zum Professor bilden. DR phil. Josef Wissarionowitsch Stalin. Was ist das für ein Strafe gegen Mord und Folter?
Ich sehe es so im Vergleich, als wenn ein Kind zB eine Katze quält und tötet und die Eltern sagen nur, "das macht man aber nicht". Wow.