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Todesstrafe

23.621 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

17.07.2026 um 17:17
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, wollen "wir" nicht. Da kann man Fehlurteile wenigstens korrigieren.
Kann .. Passiert in sehr vielen Fällen aber nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aha, wenn man jemanden tötet, dann kann man nix mehr korrigieren. Das sollte eigentlich jedem zu denken geben.
Und deswegen soll man alle Mörder die einem anderen Menschen gewaltsam das Leben genommen haben von der Todesstrafe verschonen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ähm, tot sind sie trotzdem. Legal getötet, welch Armutszeugnis für jedes Land.
Und es ist kein Armutszeugnis für ein Land bspw. einen Kindermörder bis zu seinem Lebensende durchzufüttern, Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, Unterhaltung während das Opfer gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde? Wo ganze Familien der Angehörigen teilweise zerbrechen?


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Todesstrafe

17.07.2026 um 17:19
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und deswegen soll man alle Mörder die einem anderen Menschen gewaltsam das Leben genommen haben von der Todesstrafe verschonen?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und es ist kein Armutszeugnis für ein Land bspw. einen Kindermörder bis zu seinem Lebensende durchzufüttern, Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, Unterhaltung während das Opfer gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde? Wo ganze Familien der Angehörigen teilweise zerbrechen?
Nein. Es ist kein Armutszeugnis. Was genau soll es deiner Meinung nach bringen diese Täter zu töten?


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Todesstrafe

17.07.2026 um 17:27
Zitat von LothricLothric schrieb:Was genau soll es deiner Meinung nach bringen diese Täter zu töten?
Ich denke es geht nicht um die Täter sondern es geht um die Hinterbliebenen der Opfer. Nenne es Rache, Vergeltung oder was auch immer.


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17.07.2026 um 17:32
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ehrlich gesagt, kann ich Dir hier nicht mehr folgen. Welche Opferangehörigen nehmen denn bitte Einfluss auf Juroren vor oder während eines Prozesses? Hättest Du da mal ein Beispiel zur Hand? Juroren werden im allgemeinen sorgsam ausgewählt und zwar in einem Gerichtsaal, in Anwesenheit von Verteidigung und Ankläger, vor einem Richter. Opferangehörige haben dabei gar keine Mitsprache.
Erst nach einem Prozess bzw. dem Sentencing, entlässt der Richter die Juroren und es steht ihnen dann frei zu reden, mit wem immer sie möchten. Während eines Prozesses, werden Juroren oftmals vom Richter abgeschirmt, damit verhindert wird, dass irgendwer auf sie Einfluss nimmt.
Wenn so etwas tatsächlich mal vorkommt, spätestens das wäre ein Grund für einen verurteilten Straftäter, sein Urteil anzufechten.
Und ja die Todesstrafe kann abgewandelt werden. Hat zb Herr Biden gemacht bei etlichen Todeskandidaten, bevor Herr Biden aus dem Amt geschieden ist.
Ich meine beim Sentencing. Damit meine ich a) 'schuldig' oder 'nicht-schuldig', und b) das Strafmaß. Ich habe schon häufiger auf Youtube gesehen, wie Angehörige im Prozesssaal um die höchste Bestrafung bitten. Zum Beispiel wurde eine Frau in West Virginia wegen Morder an ihrem Ehemann verurteilt. Die Jury sprach sie schuldig. Einen Tag (oder so) später musste die Jury nochmal darüber befinden, ob sie 'mercy' bekommt (ich glaube, das wäre '25 to life' oder '30 to life' gewesen) oder 'no mercy', das ist LWOP. Vorher haben Angehörige des Ehemanns im Saal (mit der Jury) noch darum gebeten, dass sie 'no mercy' bekommen soll. Ich denke, dass es prinzipiell ähnlich ist, wenn die Jury darüber entscheiden soll, ob es Tod oder LWOP gibt. Und, Jahrzehnte später, bei Begnadigungen (Commutation bei LWOP) spielen die Opferangehörigen auch nochmal eine entscheidende Rolle, in manchen Staaten mehr (z. B. PA und TX), und manchen weniger (z. B. CA).

Ja, Biden und andere Präsidenten machen das aber auch nur, wenn sie sowieso nicht wieder gewählt werden können.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Nur eben gebe ich zu Bedenken, wir betrachten die Dibge, auf der Basis unserer Zivilisierung hier. Die Bevölkerung dort ( nicht nur die Opferangehörigen) betrachtet das Thema auf der Basis ihrer Geschichte und ihrer Gesetze und Zivilisierung. Und inzwischen, kann man ja sogar beobachten, wie sich das langsam verändert, die Sicht, auf diese Art der Bestrafung. Nicht in allen Bundesstaaten leider.
Allerdings legt man zb in Florida noch einen Zahn zu bzgl der Hinrichtungen.
Das alles hat doch am Ende was mit Politik zu tun. Der Wähler bestimmt im Grunde die Richtung.
Natürlich haben die USA andere Traditionen. Aber bei der Justiz stehen die USA in der westlichen Welt mit großem Abstand ziemlich einzigartig da. Diese enormen Massen an Gefangenen, diese harten Strafen (ohne Rehabilitationsaspekt), auch gegen minderjährige, Todesstrafe, Solitary Confinement. Sowas kennt man heutzutage eigentlich nur noch aus Diktaturen. Dazu die allgegenwertige Verbreitung von Waffen. Ja, ist ja 'schön', dass das der Tradition ist, aber dennoch ist es doch nicht gutzuheißen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Da ich nie Opferangehörige war, kann ich nicht sagen, wie es so um Rachegefühle oder Genugtuung oder Abschluss bestellt ist. Ich kann nicht darüber urteilen, was Opferangehörige zu fühlen haben, Du sicher auch nicht.
Niemand kann sagen, wie er agieren würde, wenn man selbst niemals betroffen war.
Was Du zum Abschluss ( nach Hinrichtung?) sagst, ja es gibt da verschiedene Reaktionen. Zumindest einige Opferangehörige geben ja hinterher Statements ab. Ich glaube sowieso nicht an Abschluss, bei wirklich schweren Verlust eines Angehörigen. Es wird evtl einmal leichter und man wird versöhnlicher, aber Abschluss? Was soll das sein? Einem Menschen beim Sterben zuzusehen, ist uG kein Abschluss.
Ich will ja auch gar nicht den Opfern ihr Leid absprechen. Im Gegenteil weiss ich (als Witwer), wie schwer das ist. Und gerade deshalb dürfen sie m. E. prozessual keine Rolle spielen. Der Staat sollte sie sogar damit schützen vor Retraumatisierungen, die immer wieder geschehen, wenn sie sich äußern und entscheiden sollen, z. B. bei Begnadigungen. Da kann ich verstehen, dass die Angehörigen auch nach 30 Jahren oder so sich schwer damit tun, die Freilassung der Person zuzustimmen, weil es psychologisch oft als Verrat gegenüber dem geliebten Menschen gefühlt wird. Natürlich gibt es (in der Minderheit) auch Opferangehörige, die das anders sehen, die zum Beispiel sehen, wie sich ein Täter im Gefängnis entwickelt und rehabilitiert hat, der Schmerz hat nach Jahrzehnten nachgelassen, eine weitere Bestrafung des Täters ist kein wirklicher Ausgleich mehr. Ich habe irgendwo gelesen (Untersuchung der Uni Minnesota), dass nur ein kleiner Anteil im einstelligen Prozentbereich mit der Hinrichtung einen Abschluss bzw. Frieden finden.

Wie absurd in manchen Bundesstaaten der Einfluss der Opferangehörigen sein kann bzw. die Politik rumeiert um ihnen diesen zu gewähren, veranschaulicht dieses traurige Beispiel:

https://www.spotlightpa.org/news/2025/03/pennsylvania-pardons-commutations-clemency-revoked/


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17.07.2026 um 17:34
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und deswegen soll man alle Mörder die einem anderen Menschen gewaltsam das Leben genommen haben von der Todesstrafe verschonen?
ja. Genau. Unter anderem. Wo leben wir denn? In der Steinzeit? Ohne Ethik und Moral, Auge um Auge, Zahn um Zahn?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und es ist kein Armutszeugnis für ein Land bspw. einen Kindermörder bis zu seinem Lebensende durchzufüttern, Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, Unterhaltung während das Opfer gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde? Wo ganze Familien der Angehörigen teilweise zerbrechen?
nein, ist es nicht. Es ist ein Armutszeugnis, das für ein Armutszeugnis zu halten.
Und wie gesagt, die Todesstrafe in den USA ist teurer als egal wen lebenslänglich unterzubringen.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 17:42
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Erhält er nur Lebenslänglich, kann er andere Häftlinge töten oder vergewaltigen.
Ggf. auch Wachen.
In einem Supermax-Gefängnis der USA dürfte ihm das schwerfallen. Auch schon bei geringerem Level als Super-Max.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Im DeathRow ist ein Todeskandidat isoliert und die Gefahr, dass jemand Schaden nimmt ist sehr sehr gering.
Eben. Auch wenn er nicht hingerichtet wird, tötet er unter diesen Bedingungen keinen Menschen mehr.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und das noch auf Kosten der Steuerzahler ..
Die Kosten der Todesstrafe sind für den Steuerzahler aber deutlich höher!
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich finde das Argument bzgl. Fehlurteile kann nicht dazuführen, komplett auf Todesstrafen zu verzichten.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Kann .. Passiert in sehr vielen Fällen aber nicht.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und deswegen soll man alle Mörder die einem anderen Menschen gewaltsam das Leben genommen haben von der Todesstrafe verschonen?
Und die Unschuldigen müssen sich damit abfinden, dass sie eben Pech gehabt haben? Tolle Ansichten, die du hier vertrittst.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 19:37
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:In einem Supermax-Gefängnis der USA dürfte ihm das schwerfallen. Auch schon bei geringerem Level als Super-Max.
Achja? Warum ist dann die Aufseherin Deanna Rose Durbin in einem Supermax Gefängnis ermordet worden mit einem selbstgebastelten Messer?

Oder warum musste 2005 Manuel Torrez durch seinen Mithäftling sterben, wenn es im Supermax Gefängnis schwer ist Jemanden umzubringen?
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Eben. Auch wenn er nicht hingerichtet wird, tötet er unter diesen Bedingungen keinen Menschen mehr.
Deathrow Häftlinge sind isoliert. Die normalen Häftlinge in der Regel nicht sofern sie nicht gegen die Regeln verstoßen.
Was ist das für ne Logik die du da hast?
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Die Kosten der Todesstrafe sind für den Steuerzahler aber deutlich höher!
Und weiter?
Es geht nicht um die Höhe der Kosten sondern um den Verwendungszweck.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Und die Unschuldigen müssen sich damit abfinden, dass sie eben Pech gehabt haben? Tolle Ansichten, die du hier vertrittst.
Und die unschuldigen Angehörigen der Mordopfer müssen sich damit abfinden, dass der Mörder ihres geliebten Menschen ein Leben führen können mit all den Rechten, die dem Mordopfer verwehrt wurden?
Diese Ansicht findest du erstrebenswerter?
Zitat von LothricLothric schrieb:Nein. Es ist kein Armutszeugnis. Was genau soll es deiner Meinung nach bringen diese Täter zu töten?
Was bringt es deine Meinung einen Mörder der zum Teil bestialisch gemordet hat Leben zu lassen? Welchen Mehrwert hat es für die Gesellschaft?
Das ein Leben geschützt wird? Wäre schön wenn die Opfer den gleichen Schutz gehabt hätten.

Teilweise machen sich die Täter vor Gericht noch lustig, lachen den Angehörigen ins Gesicht.
Das Leben dieser Typen zu bewahren, findest du erstrebenswert?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Wo leben wir denn? In der Steinzeit? Ohne Ethik und Moral, Auge um Auge, Zahn um Zahn?
Du redest von Ethik in diesem Bezug?
Wo ist die Ethik beispielsweise ein Kind in einem Lieferwagen zu entführen, Weihnachtslieder im Radio einzuschalten und dabei das Kind, welches nicht weiß wie ihm geschieht zu erwürgen?
Wo ist die Ethik beispielsweise ein Kind zu vergewaltigen, zu schlagen und dann zu erwürgen oder zu erstechen?

Oder wehrlose Menschen zu erschießen weil man Eifersüchtig ist oder an ihr Geld will?

Und du redest da von Ethik und Moral?

Wenn ein Hund ein Kind anfällt und entstellt oder sogar tötet, sperrst du ihn dann auch lebenslang in den Käfig?
Da redet Niemand von Ethik und Moral sondern der Hund wird eingeschläfert.
Wenn ein Mensch eine grausame Tat begeht die an brutalität und gewissenlosigkeit nicht zu überbieten ist, dann reicht Gefängnis? Wo er ein Leben mit warmen Mahlzeiten, Unterhaltung und Gesundheitsversorgung hat? Das findest du moralisch vertretbar?

Da kann ich nur den Kopfschütteln.

Sieh dir mal die Überwachungsvideos aus dem Lieferwagen von Tanner Lynn Horner an .. Sieh dir an wie Athena Strand, ein 7 jähriges Mädchen auf dem Boden des Lieferwagens auf den Knien sitzt und besorgt nach vorne aus dem Fenster schaut und nicht weiß was passiert.
Während der Mörder sie zum Ort fährt wo sie sterben sollte.

Hast du dir mal überlegt was in den armen 7 jährigen Mädchen vorgegangen ist, als der Lieferwagen gestoppt hat, ein erwachsener fremder Mann sich nähert und sie dann beginnt zu erwürgen bis sie tot ist?
Kannst du dir vorstellen was in solch einem unschuldigen Mädchen vorgegangen sein muss? Welche Ängste das Mädchen erlitten haben muss?

Und dann redest du hier von Ethik und Moral? Es mag sein dass du eine tolerantere Einstellung gegenüber solchen Straftätern hast.
Ich für meinen Teil habe diese tolerante Einstellung nicht und wenn du mich moralisch dafür verurteilen willst, dass ich für solche Leute die Todesstrafe befürworte dann ist das so.
Wenn du dich schützend vor solche Leute stellen willst, sagt das mehr über deine Moral aus als über meine, finde ich.

Tanner Lynn Horner hat übrigens nur Lebenslang bekommen weil der Bezirksstaatsanwalt und die Angehörigen nach Absprache diese Bestrafung verfolgt haben.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, ist es nicht. Es ist ein Armutszeugnis, das für ein Armutszeugnis zu halten.
Dann bin ich mal auf deine Argumente gespannt was es für einen Mehrwert hat, diesen Menschen ein Leben zu ermöglichen ..
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und wie gesagt, die Todesstrafe in den USA ist teurer als egal wen lebenslänglich unterzubringen.
Wie schon erwähnt geht es nicht um die Höhe der Kosten sondern um die Verwendung.
Es ist ein Unterschied ob du für einen Mensch der beispielsweise grausam ein Kind ermordet hat ein Leben bis zu seinem natürlichen Tod finanzierst oder ob du einen Häftling mitsamt Todesstrafe finanzierst.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 19:52
Für Menschen wie:

Wikipedia: Attentat in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh 2018
Bei dem Attentat in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania am 27. Oktober 2018 erschoss ein 46-jähriger weißer Lastwagenfahrer aus Hass auf Juden elf Menschen und verletzte sechs, darunter vier Polizisten.
Wikipedia: Anschlag in Charleston
Beim Anschlag in Charleston am 17. Juni 2015 erschoss der 21-jährige weiße US-Bürger Dylann Storm Roof (* 3. April 1994 in Columbia, South Carolina) in einer Kirche in Charleston (South Carolina) neun Afroamerikaner während einer Bibelstunde.
Wikipedia: Dschochar Zarnajew
Dschochar Ansorowitsch Zarnajew ist ein US-amerikanischer Terrorist tschetschenisch-awarischer Herkunft. Zusammen mit seinem anschließend getöteten Bruder Tamerlan Zarnajew verübte er den Anschlag auf den Boston-Marathon am 15. April 2013, bei dem drei Menschen getötet wurden, darunter ein achtjähriges Kind.[2]
gibt es eigentlich keine andere Wahl als die Todesstrafe. Mich interessiert da auch keine schlimme Kindheit oder irgendwelche Stimmen im Kopf.
Ist Müll, kann weg.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:05
@redsherlock
Aber diese soggn victim impact Statements, von denen Du hier sprichst, oder die Stellungnahmen von Opferangehörigen zu Parole Hearings, das sind doch nun wirklich ganz normale Rechte, die man den Opferangehörigen gewährt. Da handelt es sich doch um die gleichen Rechte, die auch den Angehörigen der Täter eingeräumt werden. Auch Täter Angehörige dürfen vor den Sentencing den Richter um Milde beim Strafmaß bitten. Ebenso dürfen sie bei Parole Hearings, den Board Mitgliedern ihre Bitten vortragen.
Also ich sehe da keine Einflussnahme zugunsten der Opferangehörigen.
Und Du möchtest doch nicht wirklich hier sagen, eine Jury würde sich den Wünschen der Opferangehörigen beugen? Eine Jury bekommt vom Richter Jury instructions und nicht von irgendwelchen anwesenden Angehörigen im Saal. Die entscheiden auf Grund der, im Prozess vorgetragenen Argumente u Beweise.
Was Du hier theoretisierst, würde ja letztendlich auch bedeuten, dass eine reguläre Jury sich nach den Wünschen der Gäste im Gerichtssaal richtet. Du vergisst evtl, dass nicht nur Opferangehörige auf den Zuschauerbänken sitzen, sondern auch die Freunde oder Familien des Täters bzw Angeklagten. Beiden Parteien wird das gleiche Recht eingeräumt, vor der Strafmaßverkündung , etwas vor dem Richter vorzutragen.

Aber im Grunde genommen, hat das ja nun nichts, mit der hier diskutierten Todesstrafe zu tun.

Mich würde mal interessieren, von welchem Akt Fall bzw Prozess Du hier sprichst. Ist es evtl der Khouri Richins Prozess?


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:05
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Du redest von Ethik in diesem Bezug?
ja, denn ich stelle mich nicht auf die gleiche Stufe wie Menschen die morden. Und ich finde es für jede Regierung anmaßend, über Leben und Tod eines Menschen entscheiden zu wollen. Von dem Missbrauch, den das nach sich ziehen kann ganz zu schweigen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und du redest da von Ethik und Moral?
ja, denn ICH habe eine und stelle mich nicht auf die Stufe derer, die offenbar keine haben.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Dann bin ich mal auf deine Argumente gespannt was es für einen Mehrwert hat, diesen Menschen ein Leben zu ermöglichen ..
es bedarf keines Mehrwerts, schon alleine so zu denken ist aus meiner Sicht ekelhaft.

Die Todesstrafe ist nicht abschreckend
Die Todesstrafe ist teuer
Die Todesstrafe macht einen Mord nicht ungeschehen, es wird nur eine weitere Familie bestraft und ein weiterer Mensch ermordet
es gibt Fehlurteile, wo UNSCHULDIGE Menschen vom Staat umgebracht werden
Die Todesstrafe ist mit Menschenrechten nicht vereinbar
Sie ist diskriminierend
Kann politisch missbraucht werden.
Ich denke, das reicht. Ganz davon abgesehen, dass auch viele Opferfamilien keine Todesstrafe wollen.

Es gibt keinen Grund, die Todesstrafe zu befürworten. Keinen.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:08
@Kangeroo

Im Super-Max. sind sie genauso isoliert wie ein Todeskandidat auf der Death Row. Max. 1 Stunde pro Tag außerhalb der Zelle, in vollen Hand- und Fußfesseln zum Käfig gebracht, wo sie allein und ebenfalls isoliert ein paar Schritte machen dürfen. Dass wir hier von menschunwürdigen Bedingungen sprechen, sei mal dahin gestellt. Ich weiss nicht, unterwelchen Bedingungen (Custody Level) die Männer in deinem Beispielen untergebracht waren. In Max. oder Super-Max. wäre es nahezu unmöglich. Oder anderes ausgedrückt: dann könnte auch jemand auf Death Row so einen Mord begehen.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:11
@Tussinelda
Finde es sehr erstaunlich dass man da mit "Menschenrechte nicht vereinbar" argumentiert.
Ich kann doch kein Kind umbringen mit einer Tat die absolut nichts mit Menschenrechte zu tun hat, diese Rechte dann aber zum Schutz dafür nehmen meinen Hintern zu retten.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und ich finde es für jede Regierung anmaßend, über Leben und Tod eines Menschen entscheiden zu wollen.
Tut die Regierung nicht. Die Regierung steht da nicht und sagt "Bring ein Kind auf bestialische Art und weise um".
Dass es die Todesstrafe gibt, ist doch in den USA bekannt.

Wenn ich eine Tat begehe, als erwaschener Mensch, dann weiß ich, dass mir die Todesstrafe blühen könnte als Konsequenz.
Begehe ich diese Tat trotzdem, dann entscheidet nicht die Regierung über Leben und Tod sondern ich habe mein Leben damit selbst beendet.
Ich finde es merkwürdig, dass man dann sagt die Regierung hat sich dazu entschieden.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Die Todesstrafe ist nicht abschreckend
Haftstrafen sind auch nicht abschreckend.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:In Max. oder Super-Max. wäre es nahezu unmöglich.
Die beiden Beispiele waren Beispiele aus Super Max .. Kann da gerade nicht nachvollziehen warum du immer noch sagst dass es nahezu unmöglich ist wenn ich zwei Beispiele dafür genannt habe ..


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:20
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was bringt es deine Meinung einen Mörder der zum Teil bestialisch gemordet hat Leben zu lassen? Welchen Mehrwert hat es für die Gesellschaft?
Das ein Leben geschützt wird? Wäre schön wenn die Opfer den gleichen Schutz gehabt hätten.

Teilweise machen sich die Täter vor Gericht noch lustig, lachen den Angehörigen ins Gesicht.
Das Leben dieser Typen zu bewahren, findest du erstrebenswert?
Jetzt hast du meine Frage mit einigen Gegenfragen beantwortet. Ich beantworte dir deine gerne, aber hätte dennoch auch eine Antwort auf meine:
Zitat von LothricLothric schrieb:Was genau soll es deiner Meinung nach bringen diese Täter zu töten?
Edit: Geht es dir bei deinem Punkt um Rache für die Opfer und oder Hinterbliebenen der Opfer?
Geht es dir darum, dass diese endgültig vor dem Täter sicher sind?

Geht es dir darum, dass du der Meinung bist, dass das zukünftige Täter abschrecken wird?

...
_________________________________________________________________________________________________________________________
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was bringt es deine Meinung einen Mörder der zum Teil bestialisch gemordet hat Leben zu lassen?
Kein Mensch hat das Recht über das Leben eines anderen Menschen zu entscheiden, dass ändert sich auch nicht dadurch, dass der Täter selbst möglicherweise gemordet hat. Was es bringen soll, diesen Menschen nicht umzubringen? Die Möglichkeit einer Resozialisierung. Außerdem erkennt man, m.M.n. eine fortschritliche Gesellschaft auch daran, wie sie mit solchen Menschen umgeht. Wir haben doch schon tausende von Jahren Menschen wegen Straftaten getötet. Hat es denn deiner Meinung nach etwas gebracht? Hat das die Zahl der Täter gesenkt? Deshalb meine Frage vom letzten Post.

"Was genau soll es deiner Meinung nach bringen diese Täter zu töten?"

Geht es dir um die Rache für die Angehörigen? Weil der Gesellschaft nutzt es m.M.n. wenig.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Das ein Leben geschützt wird? Wäre schön wenn die Opfer den gleichen Schutz gehabt hätten.
Ja, wäre schön gewesen, wenn die Opfer diesen Schutz gehabt hätten, aber das gibt dem Staat nicht das Recht über Leben und Tod zu entscheiden und selbst zum Mörder zu werden.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Teilweise machen sich die Täter vor Gericht noch lustig, lachen den Angehörigen ins Gesicht.
Das Leben dieser Typen zu bewahren, findest du erstrebenswert?
Für einen Staat und eine morderne Gesellschaft sollte es das sein, ja.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:21
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Aber diese soggn victim impact Statements, von denen Du hier sprichst, oder die Stellungnahmen von Opferangehörigen zu Parole Hearings, das sind doch nun wirklich ganz normale Rechte, die man den Opferangehörigen gewährt. Da handelt es sich doch um die gleichen Rechte, die auch den Angehörigen der Täter eingeräumt werden. Auch Täter Angehörige dürfen vor den Sentencing den Richter um Milde beim Strafmaß bitten. Ebenso dürfen sie bei Parole Hearings, den Board Mitgliedern ihre Bitten vortragen.
Also ich sehe da keine Einflussnahme zugunsten der Opferangehörigen.
Und Du möchtest doch nicht wirklich hier sagen, eine Jury würde sich den Wünschen der Opferangehörigen beugen? Eine Jury bekommt vom Richter Jury instructions und nicht von irgendwelchen anwesenden Angehörigen im Saal. Die entscheiden auf Grund der, im Prozess vorgetragenen Argumente u Beweise.
Was Du hier theoretisierst, würde ja letztendlich auch bedeuten, dass eine reguläre Jury sich nach den Wünschen der Gäste im Gerichtssaal richtet. Du vergisst evtl, dass nicht nur Opferangehörige auf den Zuschauerbänken sitzen, sondern auch die Freunde oder Familien des Täters bzw Angeklagten. Beiden Parteien wird das gleiche Recht eingeräumt, vor der Strafmaßverkündung , etwas vor dem Richter vorzutragen.
Sag mal. Ich glaube, du hast eine etwas naive Vorstellung von den psychologischen Dynamiken. Sorry. Wenn es zu einem Jury-Prozess kommt (bei Schwerverbrechen nur noch in ca. 5% der Fälle, überhaupt, weil fast alles per Plea Deal abgehandelt wird), dann findet im Gerichtssaal ein Theaterstück statt, mit der Jury als Publikum. Sorry, wenn ich das so drastisch sage. Der Staatsanwalt will die Jury überzeuegn. Da werden dann auch rührselige Filme gezeigt, und auch das Phänomen der 'Jailhouse Snitch' ist keineswegs eine Seltenheit. Wenn ein Täter in den Prozess geht, wird er dafür bestraft. Und dass auch die Täterangehörigen ihr Statement abgeben dürfen. Ja, aber das spielt so gut wie keine Rolle. Bei Begnadigungen sowieso nicht. Das Wort 'beeinflussen' meine ich auf rein psychologischer Ebene. Da sitzen ganz normale Menschen in der Jury (und ja, auch Staatsanwalt und Rechtsanwalt suchen sich 'ihre' Juroren aus). Und ja, per Gesetz wird en Opfern dieses Recht ausdrücklich eingeräumt. Aber genau das finde ich ja falsch.

Übrigens bin ich auch nicht dafür, dass *jeder* Täter wieder auf freien Fuß kommt. Manche sind Psychopathen, Serienmörder, -vergewaltiger, u.s.w. Einen Watts oder Kohberger würde ich auch nicht wieder rauslassen. Aber ein großer Teil der Täter sind nicht von diesem Typ, oft Ersttäter und durch gewisse Lebensumstände in etwas hingeraten, ohne das zu entschuldigen. Aber diese sind oft rehabilitierbar.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Mich würde mal interessieren, von welchem Akt Fall bzw Prozess Du hier sprichst. Ist es evtl der Khouri Richins Prozess?
Nein, das war die Kinderbuchautorin in Utah (?). Ich meine Natalie Cochran in West Virginia.

Wikipedia: Natalie Cochran


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17.07.2026 um 20:22
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Finde es sehr erstaunlich dass man da mit "Menschenrechte nicht vereinbar" argumentiert.
Ich kann doch kein Kind umbringen mit einer Tat die absolut nichts mit Menschenrechte zu tun hat, diese Rechte dann aber zum Schutz dafür nehmen meinen Hintern zu retten.
Ich habe niemanden umgebracht, ich argumentiere mit Menschenrechten. Wenn wir als Gesellschaften die Menschenrechte anerkennen, dann nicht selektiv, sondern umfassend, da passt die Todesstrafe nicht.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Tut die Regierung nicht. Die Regierung steht da nicht und sagt "Bring ein Kind auf bestialische Art und weise um".
Dass es die Todesstrafe gibt, ist doch in den USA bekannt.
natürlich macht die Regierung das, wenn sie das töten von Menschen legitimiert
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wenn ich eine Tat begehe, als erwaschener Mensch, dann weiß ich, dass mir die Todesstrafe blühen könnte als Konsequenz.
Begehe ich diese Tat trotzdem, dann entscheidet nicht die Regierung über Leben und Tod sondern ich habe mein Leben damit selbst beendet.
Ich finde es merkwürdig, dass man dann sagt die Regierung hat sich dazu entschieden.
ja und es hält Dich nicht ab, ist also - wie schon gesagt - nicht abschreckend, wozu also ist sie gut?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Haftstrafen sind auch nicht abschreckend.
dienen auch der Resozialisierung
ganz davon abgesehen, dass die Todesstrafe Folter ist, nicht der Gerechtigkeit, sondern der Rache dient, den Gewaltkreislauf fortsetzt usw.

Du hast kein einziges Argument FÜR die Todesstrafe, außer Rache oder wie immer man das nennen will. Zieht nicht.


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17.07.2026 um 20:38
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:den Gewaltkreislauf fortsetzt usw.
Wo wird denn beispielsweise bei meinen Todeskandidaten ein Gewaltkreislauf in gang gebracht ?
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Für Menschen wie:

Wikipedia: Attentat in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh 2018
Bei dem Attentat in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania am 27. Oktober 2018 erschoss ein 46-jähriger weißer Lastwagenfahrer aus Hass auf Juden elf Menschen und verletzte sechs, darunter vier Polizisten.
Wikipedia: Anschlag in Charleston
Beim Anschlag in Charleston am 17. Juni 2015 erschoss der 21-jährige weiße US-Bürger Dylann Storm Roof (* 3. April 1994 in Columbia, South Carolina) in einer Kirche in Charleston (South Carolina) neun Afroamerikaner während einer Bibelstunde.
Wikipedia: Dschochar Zarnajew
Dschochar Ansorowitsch Zarnajew ist ein US-amerikanischer Terrorist tschetschenisch-awarischer Herkunft. Zusammen mit seinem anschließend getöteten Bruder Tamerlan Zarnajew verübte er den Anschlag auf den Boston-Marathon am 15. April 2013, bei dem drei Menschen getötet wurden, darunter ein achtjähriges Kind.[2]
gibt es eigentlich keine andere Wahl als die Todesstrafe. Mich interessiert da auch keine schlimme Kindheit oder irgendwelche Stimmen im Kopf.



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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:40
@Lothric
Mir geht es nicht um Rache für die Angehörigen und auch nicht um Abschreckung.
Mir geht es darum, dass aus meiner Sicht die Täter mit ihrer Tat jegliches Recht auf ihr Leben verwirkt haben und es keinen Mehrwert hat, diesen Menschen ein restliches Leben zu ermöglichen, was den Opfern verwehrt wurde.

Das muss Niemand gut finden, ich sehe es aber so.
Zitat von LothricLothric schrieb:Die Möglichkeit einer Resozialisierung.
Du sprichst dich für die Resozialisierung von bspw. Menschen aus die Kinder vergewaltigt und getötet haben?
Zitat von LothricLothric schrieb:Hat es denn deiner Meinung nach etwas gebracht? Hat das die Zahl der Täter gesenkt?
Ja, vereinzelnte Täter solcher Art sind rechtmäßig hingerichtet worden und verweilen nicht mehr unter uns.
Das empfinde ich als Erfolg denn die Welt und Gesellschaft hat keinen Mehrwert durch solche Menschen.

Die Zahl der Täter hat es nicht gesenkt. Nein.
Daran ändern auch Lebenslange Haftstrafen nichts. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Zitat von LothricLothric schrieb:aber das gibt dem Staat nicht das Recht über Leben und Tod zu entscheiden und selbst zum Mörder zu werden.
Wie gesagt, nicht der Staat entscheidet sondern der Täter der solche Taten begeht im Wohlwissen, dass er dafür zum Tode verurteilt werden kann.

Wenn ich eine offenbar marode Brücke im Dschungel betrete dann weiß ich ja auch wenn ich sie nehme, dass ich abstürzen und sterben kann. Da sage ich auch nicht zum Erbauer der Brücke "Du Mörder!!!"
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Wenn wir als Gesellschaften die Menschenrechte anerkennen, dann nicht selektiv, sondern umfassend, da passt die Todesstrafe nicht.
Da unterscheiden wir uns halt. Wer Menschenrechte will muss auch die Menschenrechte anderer wahren. Da gibt es eigentlich kein Spielraum für Interpretation.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:natürlich macht die Regierung das, wenn sie das töten von Menschen legitimiert
Ist Interpretationssache .. Wenn der Staat sagt "Tötest du einen Menschen brutal und hinterhältig, kannst du dafür hingerichtet werden" ist dies zunächst theoretisch.
Praktisch wird es erst durch die Tatbegehung und die iniitiert der Täter. Nicht der Staat. Aber ist halt einfach dem Staat dies anzulasten. Wo kämen wir auch hin wenn wir von erwachsenen Menschen eigenverantwortlichkeit für die eigenen Taten erwarten würden?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja und es hält Dich nicht ab, ist also - wie schon gesagt - nicht abschreckend, wozu also ist sie gut?
Wer sagt, dass davon Niemand abgehalten wird?
Welcher Mensch hatte noch nie die Fantasie ein Verbrechen zu begehen? Was hält einem davon ab? Die mögliche Strafe.

Nur weil manche Menschen trotz der todesstrafe Dumm genug sind die Tat zu begehen heißt es nicht, dass grundsätzlich Niemand von dem Verbrechen abgehalten wurde.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ganz davon abgesehen, dass die Todesstrafe Folter ist
Wie gesagt, die Taten welche diese Menschen begangen haben waren für die meisten Opfer wohl auch Folter.
Da ist mir jegliches "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gerede egal. Es geht mir nicht um Rache wenn ich mich für die Todesstrafe ausspreche ..

Es ist ganz einfach:
- Dieser Mensch hat das Leben des Opfers gewaltsamt und brutal beendet. Da das Opfer nicht weiterleben darf, sehe ich es nicht, dass der Täter ein Leben bis zum natürlichen Tot führen sollte. Insbesondere weil solch ein Mensch keinen Mehrwert mehr für die Gesellschaft bieten kann.
Das hat nichts mit Rache zu tun.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:40
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Wo wird denn beispielsweise bei meinen Todeskandidaten ein Gewaltkreislauf in gang gebracht ?
Ich verstehe die Frage nicht, bzw. hast Du vielleicht nicht verstanden, was ich meine.


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:44
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Ich verstehe die Frage nicht, bzw. hast Du vielleicht nicht verstanden, was ich meine.
Dann erklär es mir doch bitte.

Die 3 Kandidaten sind meines Wissens nach die einzigen auf Bundesebene der USA zum Tode Verurteilten.
Wie könnte deren Hinrichtung einen Gewaltkreislauf auslösen oder fortführen oder what ever ?


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Todesstrafe

17.07.2026 um 20:57
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Mir geht es nicht um Rache für die Angehörigen und auch nicht um Abschreckung.
Mir geht es darum, dass aus meiner Sicht die Täter mit ihrer Tat jegliches Recht auf ihr Leben verwirkt haben und es keinen Mehrwert hat, diesen Menschen ein restliches Leben zu ermöglichen, was den Opfern verwehrt wurde.
Da sind wir wohl einfach grundverschieden in unseren Standpunkten. Ich verstehe deinen Punkt, nur für mich hat ein Leben immer einen Wert und keiner darf diesen Wert endgültig nehmen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Das muss Niemand gut finden, ich sehe es aber so.
Gut finde ich den Punkt nicht, aber ich akzeptiere es.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Du sprichst dich für die Resozialisierung von bspw. Menschen aus die Kinder vergewaltigt und getötet haben?
Wenn es möglich ist Täter wieder zu resozialisieren, dann ja. Wenn Experten aber zu dem Schluss kommen, dass ein Mensch nicht resozialisierbar ist, dann gehört er in Sicherungsverwahrung, wo er keinem mehr was schlimmes antun kann. Aber töten gehört für mich zu keiner Lösung.

Die Zahl der Täter hat es nicht gesenkt. Nein.
Daran ändern auch Lebenslange Haftstrafen nichts. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.[/quote]

Weiß ich gar nicht, ob das so ist. Ich meine, wenn man solche Menschen einfach tötet sorgt das sicher auch dafür, dass man sich in der Gesellschaft nicht viel mit diesen Menschen beschäftigt (Weil: 'lass sie töten und dann vergessen.').
Wenn du sie aber leben lässt, dann sorgt das doch eher für eine offenere Haltung und man kann durch Hilfeeinrichtungen und Maßnahmen Menschen davon abhalten, überhaupt erst zum Täter zu werden.

Es gibt ja zum Beispiel Stellen an die sich Menschen mit pädophilen Neigungen hinwenden können um erst gar nicht zum Täter zu werden. Ich weiß nicht, ob es das in dem Umfang geben würde, wenn wir sie einfach töten würden.


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