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Todesstrafe

24.030 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

29.07.2026 um 12:23
@Kältezeit
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich z.B. habe sehr viele Fälle und Täter vor Augen, weil ich so ein kleiner TrueCrime-Junkie bin .. Und es gibt wirklich erschreckende, bestialische Fälle, die jedes Mal aufs Neue wütend machen.
Trotzdem gehöre ich nicht zu den TodesstrafenbedürworterInnen.
Das ist auch vollkommen legitim, ich denke es gibt aber auch andere Menschen, welche doch die TS befürworten würden wenn das Ganze nicht nur abstrakt befragt wird.

Du gehörst zu den Personen, so lese ich es, die trotz Emotionen sagen "Nein zur TS".

Aber ich fände es fair, wenn man anderen Menschen auch zugestehen würde die TS zu befürworten ohne ihnen Emotionalität anzudichten denn solch eine Befürwortung kann auch rational sein.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Definitionssache..
Es ist Leben gegen Leben..
Ist das nicht zu einfach gedacht? Lässt das nicht zuviele variablen aus?

Ein Leben ist ein Leben.
In einer Notsituation würdest du (so vermute ich) auch eher einen 18 jährigen das Leben retten als den 94 jährigen Opa wenn du wüsstest einer von denen wird sterben. Auch wenn der 18 jährige vielleicht 2 meter weiter weg liegt.

Die Frage ist: Warum? Ein Leben ist doch ein Leben.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, ist mir nicht bekannt, wäre auch widersinnig die Sicherheitsverwahrung pauschal anzuwenden.
Stimmt, wäre ja auch schlimm wenn der Staat gewährleistet, dass ein Täter nicht die Möglichkeit hat wieder zum Sexualstraftäter zu werden ..
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ach Gottchen, ist bei mir in zig threads so, hat nur überhaupt gar nix damit zu tun, gecancelled zu werden
Es ist aber nicht mein Anspruch
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und das ist bullshit. Der Täter bekommt seine Hinrichtung angekündigt.
Was gnädiger ist als auf der Rückbahn eines Täters zu sitzen und nicht weiß, was schreckliches gleich passieren wird und dann als unschuldiges Kind ermordet zu werden.
Findest du nicht?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und hier, der Effekt, den die Todesstrafe hat, die Opfer des Täters betreffend. Vielleicht solltest Du Dich damit mal beschäftigen, bevor Du hier ständig darlegst, dass nur die Todesstrafe die Opfer schützen könnte.
Bitte ganzen Artikel lesen, damit es nicht hheißt, ich würde "zensieren".
Da du kein Fan von pauschalisierung bist:
Man kann da nicht pauschalisieren aufgrund dieser Erkenntnisse.

Und nur weil die Hemmschwelle ggf. größer wird, dass Opfer Fälle anzeigen heißt es nicht, dass die Methode abzulehnen ist sondern der Staat muss in die Verantwortung kommen PRÄVENTIV zu agieren bevor es überhaupt zu solchen Taten kommt.
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Deutschland ist Mitglied in der EU und in der EU ist die Todesstrafe nicht vorgesehen. Und das ist auch gut so!
Ist mir bewusst. Und was willst du mir damit suggerieren?
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Aber die Todesstrafe für die Täter hätte ich nicht haben wollen.
Deine Erfahrungen tun mir leid.
Es gibt aber auch andere Betroffene, welche sich die Todesstrafe durchaus wünschen.
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Wie stellst du sicher, das diese Strafe wirklich nur an Kindesmissbrauchern vollstreckt wird"?
Möchte ich gar nicht denn es sollen auch bestialische Morde bestraft werden.
Aber die Diskussion ist obsolet weil es in Deutschland keine TS gibt und auch nie wieder geben wird ..


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Todesstrafe

29.07.2026 um 12:30
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Ich habe Ballerspiele gezockt wie jeder Jugendliche und leide seit langem und Depressionen. Laut öffentlicher Meinung und manchem Politiker müsste ich DER Amokläufer sein. Dabei kann ich nichtmal ner Fliege was zu leide tun. Ok, gestern hab ich ne Biene erschlagen. Aber ihr Stich hat den Reflex ausgelöst
Keine Ahnung was das mit dem von mir geschriebenen zu tun hat.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Und es ist schon erstaunlich, dass man TS-Befürwortern ihre Meinung gefälligst respektieren soll (eigene Vorgeschichte, schlimme Fälle in der Familie), wo sie doch Mördern jedes Menschsein absprechen (erfahrener Missbrauch und schlimme Kindheit zählen nicht usw.).
Also was mich angeht respektiere ich natürlich wenn da jemand dagegen ist. Umgekehrt wird’s eher dünn.
Du, ich hab auch ne schwere Kindheit. Das ist für mich weder Begründung noch Ausrede. Bei meinem frage ich mich wie er denken würde wenn er selbst sowas erleben würde (Gott bewahre) oder mit Angehörigen reden müsste.
Würde man da auch sagen: dein Kind, Frau, Mann ist tot aber der arme Täter hatte ne schwere Kindheit


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29.07.2026 um 12:41
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Also was mich angeht respektiere ich natürlich wenn da jemand dagegen ist. Umgekehrt wird’s eher dünn.
Empfinde ich auch so.

Ich respektiere auch, wenn Menschen sagen "Keine TS". Ich versuche auch Niemanden zu bekehren aber ich argumentiere, warum ich die TS Befürworte.

Erlebe aber häufig dass ich weil ich die TS befürworte angefeindet werde.
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Würde man da auch sagen: dein Kind, Frau, Mann ist tot aber der arme Täter hatte ne schwere Kindheit
Ich finde generell auch schwierig mit der schweren Kindheit eines Täters zu argumentieren.

Hatte selber auch Vorfälle und mein Führungsregister war und ist ohne Einträge.
Ich habe meine Partnerinnen auch nie geschlagen oder misshandelt obwohl es damals in meinem Elternhaus Vorfälle von häuslicher Gewalt gab.
Mir haben diese Vorfälle gezeigt wie ich nicht werden wollte und welches Leid verknüpft ist.

Wenn die meisten Betroffenen sowie meine Person, es schaffen, nicht Straffällig zu werden warum sind die Umstände dann bei einem Täter strafmildernd?


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29.07.2026 um 12:47
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Man kann da nicht pauschalisieren aufgrund dieser Erkenntnisse.
das ist aber eben nachweislich so, steht ja im Artikel.......ist auch irgendwie nachvollziehbar, wenn man sich mal ein paar Minütchen Zeit nimmt und drüber nachdenkt
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Stimmt, wäre ja auch schlimm wenn der Staat gewährleistet, dass ein Täter nicht die Möglichkeit hat wieder zum Sexualstraftäter zu werden ..
es wäre schlimmer, wenn der Staat pauschal davon ausgehen würde, dass jeder Täter seine Taten wiederholt.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Es ist aber nicht mein Anspruch
diese Antwort macht keinen Sinn
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was gnädiger ist als auf der Rückbahn eines Täters zu sitzen und nicht weiß, was schreckliches gleich passieren wird und dann als unschuldiges Kind ermordet zu werden.
Findest du nicht?
ich finde, man kann das gar nicht vergleichen. Es ist keine Gnade, hingerichtet zu werden, außer vielleicht jemand will das selbst.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und nur weil die Hemmschwelle ggf. größer wird, dass Opfer Fälle anzeigen heißt es nicht, dass die Methode abzulehnen ist sondern der Staat muss in die Verantwortung kommen PRÄVENTIV zu agieren bevor es überhaupt zu solchen Taten kommt.
genau, da sind die Opfer plötzlich egal und was es mit ihnen macht, wenn sie ggf. als KINDER dafür sorgen, dass Papa, Onkel, Bruder hingerichtet werden.....ich verstehe, Dein Hinrichtungswunsch scheint da dann doch wichtiger


man kann nicht alle Taten präventiv verhindern, das sollte jedem, der an solchen Diskussionen teilnimmt, eigentlich klar sein
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Deine Erfahrungen tun mir leid.
Es gibt aber auch andere Betroffene, welche sich die Todesstrafe durchaus wünschen.
und so wird der Wunsch einer betroffenen Personen einfach "zack" zur Seite gewischt.....


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Todesstrafe

29.07.2026 um 13:25
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es wäre schlimmer, wenn der Staat pauschal davon ausgehen würde, dass jeder Täter seine Taten wiederholt.
Wäre es das?
Und das, obwohl die Rückfallrate bei pädophile Straftätern bei über 50% liegt laut diesem Artikel: https://www.deutschlandfunk.de/kindesmissbrauch-und-vergewaltigung-nur-drei-prozent-der-100.html

Schlimm, dass die "zivilisierte Gesellschaft" trotz einer über 50%igen Rückfallrate so sehr auf die Resozialisierung dieser Menschen bedacht ist.
Die Kinder, welche pädophilen Straftätern zum Opfer fallen tröstet es bestimmt sehr, dass der Staat nicht pauschal davon ausgeht, dass diese Täter rückfällig werden ..

Eine kaputte Kinderseele ist schon zu viel ..
Wie kann eine ziviliserte Gesellschaft vorhanden sein, wenn man trotz hoher Rückfallrate bei pädophilen Straftätern immer wieder Vertrauensvorschüsse gibt statt Kinder zu schützen?

Du fändest es schlimm, bei Kinderschänder pauschal die Sicherheitsverwahrung anzuwenden:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, ist mir nicht bekannt, wäre auch widersinnig die Sicherheitsverwahrung pauschal anzuwenden.
Warum? Weil die Resozialisierung eines Kinderschänder wichtiger ist, als die Prävention dass weitere Kinder zum Opfer werden?

Und das siehst du als Zivilisiert an? Ich finde das ganz ganz ganz schlimm.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:diese Antwort macht keinen Sinn
Doch tut sie.
Du wirst in vielen Threads laut deiner Aussage angefeindet oder du eckst an.

Für dich stellt das scheinbar kein Problem dar bzw. du stehst drüber.
Es ist aber nicht mein Anspruch, anzuecken oder angefeindet zu werden.

Auch wenn ich mit meiner Meinung polarisiere, habe ich den Anspruch, dass andere User adäquat reagieren und mich nicht moralisch anprangern.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich finde, man kann das gar nicht vergleichen.
Stimmt, man kann es nicht vergleichen weil es nichts perfideres gibt, ein kleines Kind zu entführen, zu missbrauchen und zu töten. Ein kleines Kind hat Ängste, versteht nicht was passiert.
Das alles kann man nicht vergleichen mit einer angekündigten Hinrichtung und ich werde nicht müde es anzubringen: Ein Täter der hingerichtet wird weiß WIESO er hingerichtet wird.
Ein 9 jähriges Opfer weiß nicht warum es vom Nachbarn entführt wird. Ein 9 Jähriges Opfer weiß nicht, wieso es von dem Nachbarn rücksichtslos vergewaltigt wird und ein 9 jähriges Opfer weiß nicht, warum es vom Nachbarn in einen Müllsack gepackt und lebendig begraben wird.

Wie herzzerreißend ist es, dass ein kleines 9 jähriges Mädchen lebendig begraben wird nachdem es geschändet wurde? Und ihr letzter Trost es war, ihren lila Delfin fest zu umklammern während es erstickte?

Ja du hast Recht man kann es gar nicht miteinander vergleichen weil NICHTS was der Staat dem Täter mit der Hinrichtung antun könnte, wäre vergleichbar damit, was das arme Opfer bei o.g Fall erlebt und durchmachen musste .. NICHTS.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:genau, da sind die Opfer plötzlich egal und was es mit ihnen macht, wenn sie ggf. als KINDER dafür sorgen, dass Papa, Onkel, Bruder hingerichtet werden.
Lege mir keine Worte in den Mund.

Ich habe nicht behauptet dass die Kinder egal sind ich hab bestärkt dass die Prävention viel wichtiger ist und der Staat endlich der Verantwortung nachkommen muss, Opfer zu schützen und sie gar nicht erst in die Position zu bringen, dass sie etwas zur Anzeige bringen müssen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:man kann nicht alle Taten präventiv verhindern, das sollte jedem, der an solchen Diskussionen teilnimmt, eigentlich klar sein
Man kann viel mehr tun als getan wird, man macht es aber nicht weil es "unbequem" ist.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und so wird der Wunsch einer betroffenen Personen einfach "zack" zur Seite gewischt.....
Was wäre denn eine adäquate Reaktion in deinen Augen?

Dass ich plötzlich gegen die TS bin?
Ich habe der betroffenen Person mein bedauern ausgedrückt. In meiner Ansicht ändert sich dadurch nichts weil es eben auch die andere Seite gibt, die ihre Peiniger eben nicht mehr auf der Welt haben möchten.

Ich muss auch sagen dass es auf mich auch so wirkt als würdest du solche Momente mit Betroffenen stark nutzen, um mich noch intensiver zu framen und als möglichst unsympathisch darzustellen.
Ich habe nichts verwerfliches getan sondern mein Beileid bekundet und gesagt, es gibt andere Betroffen welche es anders sehen.


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Todesstrafe

29.07.2026 um 13:48
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Schlimm, dass die "zivilisierte Gesellschaft" trotz einer über 50%igen Rückfallrate so sehr auf die Resozialisierung dieser Menschen bedacht ist.
Die Kinder, welche pädophilen Straftätern zum Opfer fallen tröstet es bestimmt sehr, dass der Staat nicht pauschal davon ausgeht, dass diese Täter rückfällig werden ..
weil dann auch die fast 50%, die nicht rückfällig werden, vorsorglich "verwahrt" werden, obwohl von ihnen offenbar keine Gefahr mehr ausgeht.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Warum? Weil die Resozialisierung eines Kinderschänder wichtiger ist, als die Prävention dass weitere Kinder zum Opfer werden?
nein, das schrieb ich nicht, willst Du framen? :)
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Es ist aber nicht mein Anspruch, anzuecken oder angefeindet zu werden.

Auch wenn ich mit meiner Meinung polarisiere, habe ich den Anspruch, dass andere User adäquat reagieren und mich nicht moralisch anprangern.
das ist auch nicht mein Anspruch, mein Anspruch ist: ich stehe zu meiner Meinung und ich äußere mich zu Meinungen anderer, die meinem Weltbild, meinem Rechtsverständnis, meiner Moral und Ethik widersprechen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Stimmt, man kann es nicht vergleichen weil es nichts perfideres gibt, ein kleines Kind zu entführen, zu missbrauchen und zu töten. Ein kleines Kind hat Ängste, versteht nicht was passiert.
Das alles kann man nicht vergleichen mit einer angekündigten Hinrichtung und ich werde nicht müde es anzubringen: Ein Täter der hingerichtet wird weiß WIESO er hingerichtet wird.
Ein 9 jähriges Opfer weiß nicht warum es vom Nachbarn entführt wird. Ein 9 Jähriges Opfer weiß nicht, wieso es von dem Nachbarn rücksichtslos vergewaltigt wird und ein 9 jähriges Opfer weiß nicht, warum es vom Nachbarn in einen Müllsack gepackt und lebendig begraben wird.
und wieder Opfer für Deine Zwecke genutzt......
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Lege mir keine Worte in den Mund.
habe ich nicht, ich habe Dich zitiert und meine Meinung zu Deiner Aussage abgegeben......
das hier:
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und nur weil die Hemmschwelle ggf. größer wird, dass Opfer Fälle anzeigen heißt es nicht
zeugt eben davon, dass Du gar nicht verstehst, worum es geht. Die Opfer sind in einem furchtbaren Dilemma, zusätzlich zu der Tat, die sie ertragen müssten....das scheinst Du gar nicht zu registrieren, zumindest gehst Du darauf gar nicht ein.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Man kann viel mehr tun als getan wird, man macht es aber nicht weil es "unbequem" ist.
ach so, was genau ist denn "unbequem" und wo kann ich per Quelle nachlesen, dass dies deshalb nicht gemacht wird?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was wäre denn eine adäquate Reaktion in deinen Augen?
zu erkennen, dass die Position, die Du vertrittst (die der Opfer) eben gar nicht als Argumentation dienen kann, wenn es auch Opfer gibt, die die Todesstrafe ablehnen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich muss auch sagen dass es auf mich auch so wirkt als würdest du solche Momente mit Betroffenen stark nutzen, um mich noch intensiver zu framen und als möglichst unsympathisch darzustellen.
Ich habe nichts verwerfliches getan sondern mein Beileid bekundet und gesagt, es gibt andere Betroffen welche es anders sehen.
DU bist der/diejenige, die andauernd Opfer hier einbringt, wenn dann ein Opfer hier aus dem Forum sich meldet und eine Meinung abgibt, dann geht es natürlich wieder nur um Dich und das vermeintliche "framen", was Du übrigens ununterbrochen versuchst, indem Du Fälle postest, die besonders grausam und herzzerreißend sind.....da versuchst Du nämlich, über diese Fälle aufzuzeigen, dass man quasi für die Todesstrafe sein muss, dass wenn man gegen die Todesstrafe ist, man für den Täter ist und gegen das Opfer.....also komm mir hier nicht mit Framing....
ich reagiere auf Deine Aussagen, der Rest geht mir am Arsch vorbei, wie es so schön heißt!


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Todesstrafe

29.07.2026 um 14:19
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:weil dann auch die fast 50%, die nicht rückfällig werden, vorsorglich "verwahrt" werden, obwohl von ihnen offenbar keine Gefahr mehr ausgeht.
50% Rückfallrate bedeutet nicht dass die anderen 50% geläutert sind ..
Aber bei dir gibt es scheinbar keine Dunkelziffern.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, das schrieb ich nicht, willst Du framen? :)
Merkwürdig ich habe geschrieben:
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Oder ist dir bekannt, dass alle Kinderschänder in Sicherungsverwahrung kommen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, ist mir nicht bekannt, wäre auch widersinnig die Sicherheitsverwahrung pauschal anzuwenden.
Was wolltest du also Aussagen wenn nicht:
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Warum? Weil die Resozialisierung eines Kinderschänder wichtiger ist, als die Prävention dass weitere Kinder zum Opfer werden?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und wieder Opfer für Deine Zwecke genutzt......
Wieso nutze ich das Opfer für meine Zwecke?

Fällt dir keine adäquate Antwort ein? Weil ich recht habe, dass man das was das Opfer durchmachen musste in keinsterweise nur ansatzweise mit dem vergleichbar ist was ein Häftling bei einer rechtstaatlichen Hinrichtung durchleben müsste?
Ist eine unbequeme Wahrheit, oder?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:zeugt eben davon, dass Du gar nicht verstehst, worum es geht. Die Opfer sind in einem furchtbaren Dilemma, zusätzlich zu der Tat, die sie ertragen müssten....das scheinst Du gar nicht zu registrieren, zumindest gehst Du darauf gar nicht ein.
Doch aber ich bin nicht darauf eingegangen weil es eine klassische Nebelkerze ist.
Du argumentierst nur Blind bezogen auf die Todesstrafe.

Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass die Opfer generell im Zwiespalt zusätzlich zu der Tat sind? Und dass sie auch ertragen müssen, wie der Vater für seine Tate ins Gefängnis geht? Die Familie zusammenbricht? Negativ über die Familie im Ort gesprochen wird? Ggf. auch über das Opfer?

Sowas ist unvermeidbar und das haben Opfer nicht nur dann wenn der Täter hingerichtet wird.
Das erwähnst du aber komischerweise nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ach so, was genau ist denn "unbequem" und wo kann ich per Quelle nachlesen, dass dies deshalb nicht gemacht wird?
Warum sind die U1 bis U9 sowie J1 und J2 Untersuchungen, welche u.a dazu dienen Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch aufzudecken nicht Bundesweit verpflichtend?
Nach meines Wissens sind diese Untersuchungen bislang nur in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen verpflichtend.

Quelle: https://frauenrechte.de/unsere-arbeit/haeusliche-und-sexualiserte-gewalt/unser-engagement/u-untersuchungen

Wieso nicht in allen Bundesländern? Etwa weil es zu unbequem ist?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:zu erkennen, dass die Position, die Du vertrittst (die der Opfer) eben gar nicht als Argumentation dienen kann, wenn es auch Opfer gibt, die die Todesstrafe ablehnen.
Das ist keine adäquate Reaktion sondern eine Reaktion welche dir persönlich gefallen würde als Gegnerin der TS ..
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:DU bist der/diejenige, die andauernd Opfer hier einbringt
Ist ja auch legitim bei einer Diskussion um Straftäter und Strafen ..
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:was Du übrigens ununterbrochen versuchst, indem Du Fälle postest, die besonders grausam und herzzerreißend sind
Warum stört dich das?
Das sind Fälle die tatsächlich passiert sind .. Kennst du Fälle von Kindesmissbrauch und Tötung welche nicht grausam und herzzerreißend sind?
Darf ich also gar keine Fälle in die Diskussion einbringen weil ich ja sonst "frame"?


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Todesstrafe

29.07.2026 um 14:24
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Warum stört dich das?
Weil es immer schmerzhaft die eigene Welt mit der brutalen Realität konfrontiert zu sehen.

Auf die Frage was wäre, würde sowas der eigenen Familie passieren und ob man dann immer noch nach Therapie schreit und voller Verständnis für eine schwierige Kindheit des Täters hat, bekommt man ja auch keine Antwort. Wasch mich, aber mach nicht nass


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Todesstrafe

29.07.2026 um 14:39
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Weil es immer schmerzhaft die eigene Welt mit der brutalen Realität konfrontiert zu sehen.
Was anderes kann ich mir da auch schwer vorstellen.

Ist halt auch eine ähnliche Thematik dass ich durch Quellen belegen soll, dass es unbequem ist etwas zu tun um sexuellen Missbrauch präventiv zu verhindern.
Wenn 50% der pädophilen Täter Rückfällig werden, was muss ich dann noch für Quellen bringen, dass es scheinbar zu unbequem ist mehr in Sachen Prävention zu machen? Wäre es nicht unbequem würde man es doch machen.

Das dürfte doch an der erschreckend hohe Rückfallrate ersichtlich sein ..

Vorallem sagt @Tussinelda :
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und so wird der Wunsch einer betroffenen Personen einfach "zack" zur Seite gewischt.....
Dass der Vater von Jessica Linford die Todesstrafe für den Mörder ihrer Tochter befürwortet hat wischt sie ebenso zur Seite und das scheint egal zu sein.
Vielmehr postet man dann Berichte die besagen dass die Todesstrafe Opfer für zusätzliche Zwiespälte sorgen können.

Das Opfer hat nicht immer das "Glück" weiter auf der Welt zu sein denn einige von Ihnen werden getötet.
Das wird aber auch außeracht gelassen denn das wäre ja unbequem, deswegen beachtet man nur die Opfer die noch Leben und besser in die "Contra TS" Argumentation passen.

Als Gesellschaft haben wir die Pflicht, auch für die toten Opfer zu sprechen welche es leider nicht mehr können.
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Auf die Frage was wäre, würde sowas der eigenen Familie passieren und ob man dann immer noch nach Therapie schreit und voller Verständnis für eine schwierige Kindheit des Täters hat, bekommt man ja auch keine Antwort.
verwundert mich nicht.


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29.07.2026 um 15:03
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Auf die Frage was wäre, würde sowas der eigenen Familie passieren und ob man dann immer noch nach Therapie schreit und voller Verständnis für eine schwierige Kindheit des Täters hat, bekommt man ja auch keine Antwort. Wasch mich, aber mach nicht nass
Doch, kann ich dir sagen..
Wäre ich selbst betroffen, würde ich dem Täter oder der Täterin sonstwas an den Hals wünschen. Das ist auch völlig legitim. In der Situation bin ich nämlich überhaupt nicht mehr objektiv oder rational und könnte auch überhaupt nicht die Ausmaße einschätzen, die eine Legitimation der Todesstrafe als staatliche Strafmöglichkeit, mit sich bringen würde.

Und genau deshalb machen aber weder der wütende Mob, noch Angehörige die Gesetze.

Mal davon abgesehen, dass auch schon genügend (im nachhinein nachgewiesen) Unschuldige zum Tode verurteilt wurden.
Wollen wir dieses Risiko als Gesellschaft wirklich eingehen?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Als Gesellschaft haben wir die Pflicht, auch für die toten Opfer zu sprechen welche es leider nicht mehr können.
Tun wir. Wir haben Gesetze und Strafen hierfür.


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29.07.2026 um 15:17
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Mal davon abgesehen, dass auch schon genügend (im nachhinein nachgewiesen) Unschuldige zum Tode verurteilt wurden.
Wollen wir dieses Risiko als Gesellschaft wirklich eingehen?
Dieses Risiko haben wir auch grundsätzlich bei Haftstrafen.
Findest du, es macht einen Unterschied ob Jemand zu unrecht hingerichtet wird oder ob er unschuldig im Knast sitzt und dort auch verstirbt?

Komischerweise geht die Gesellschaft dieses Risiko ein, weil er KÖNNTE ja doch freigelassen werden wenn seine Unschuld bewiesen wird.
Das dies aber nicht zwangsläufig passiert, wird ausgeblendet.


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29.07.2026 um 15:26
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Dieses Risiko haben wir auch grundsätzlich bei Haftstrafen.
Findest du, es macht einen Unterschied ob Jemand zu unrecht hingerichtet wird oder ob er unschuldig im Knast sitzt und dort auch verstirbt?
Du willst den absichtlich hervorgerufenen Tod eines unschuldig Verurteilten jetzt nicht mit dem natürlichen Tod eines Insassen vergleichen, oder?!


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29.07.2026 um 15:33
@Kältezeit
Welchen Unterschied macht es für dich ob Jemand absichtlich getötet wird oder ob Jemand unschuldiges einem natürlichen Tode stirbt in Gesellschaft "exquisiter" Gewalttäter, welche auch nicht unbedingt mit Nächstenliebe glänzen?

Empfindest du es nicht für mindestens genauso schlimm jemanden bspw. 40 Jahre mit wahren Bestien unter menschenunwürdige Bedingungen einzusperren und ihn in diesem Albtraum zu belassen bis Mutter Natur erbarmen hat und ihm durch einen "natürlichen" Tod erlöst?


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29.07.2026 um 15:34
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Deutschland ist Mitglied in der EU und in der EU ist die Todesstrafe nicht vorgesehen. Und das ist auch gut so!
Ist mir bewusst. Und was willst du mir damit suggerieren?
Ich will dir gar nix "suggerieren".

Wie stellst du sicher, das diese Strafe wirklich nur an Kindesmissbrauchern vollstreckt wird"?
Möchte ich gar nicht denn es sollen auch bestialische Morde bestraft werden.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Wie stellst du sicher, das diese Strafe wirklich nur an Kindesmissbrauchern vollstreckt wird"?
Möchte ich gar nicht denn es sollen auch bestialische Morde bestraft werden.
Und da geht es doch schon los. Wenn das TABU Todesstrafe abgeschafft ist, dann kann sich sehr viel hierzulande ändern. Je nachdem welche Leute an der Regierung sind.
In den USA wurden früher Pferdediebe aufgehängt.
In vielen Ländern steht schwul sein unter Strafe, in einigen Ländern droht Schwulen die Todesstrafe. In Südostasien gibt es Länder, die Drogenhandel mit dem Tod bestrafen. Das sind nur Beispiele.


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29.07.2026 um 15:38
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Welchen Unterschied macht es für dich ob Jemand absichtlich getötet wird oder ob Jemand unschuldiges einem natürlichen Tode stirbt in Gesellschaft "exquisiter" Gewalttäter, welche auch nicht unbedingt mit Nächstenliebe glänzen?
Der Inhaftierte hat zumindest noch die Möglichkeit, im Nachgang seine Unschuld zu beweisen.
Der Getötete nicht.
Sagt dir das Innocence Project was?
Gibt's mittlerweile auch in Deutschland u.a ..
Und das scheinbar nicht ohne Grund....


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Todesstrafe

29.07.2026 um 15:42
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Wäre ich selbst betroffen, würde ich dem Täter oder der Täterin sonstwas an den Hals wünschen. Das ist auch völlig legitim. In der Situation bin ich nämlich überhaupt nicht mehr objektiv oder rational und könnte auch überhaupt nicht die Ausmaße einschätzen, die eine Legitimation der Todesstrafe als staatliche Strafmöglichkeit, mit sich bringen würde.

Und genau deshalb machen aber weder der wütende Mob, noch Angehörige die Gesetze.
Ganz genau. So ist es in Deutschland. Nur in den USA ist es eben nicht so. Da zählen genau diese Rachegefühle der Opferangehörigen. Deswegen sehe ich dies auch als staatlich durchgeführte Lynchjustiz.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Dieses Risiko haben wir auch grundsätzlich bei Haftstrafen.
Findest du, es macht einen Unterschied ob Jemand zu unrecht hingerichtet wird oder ob er unschuldig im Knast sitzt und dort auch verstirbt?

Komischerweise geht die Gesellschaft dieses Risiko ein, weil er KÖNNTE ja doch freigelassen werden wenn seine Unschuld bewiesen wird.
Das dies aber nicht zwangsläufig passiert, wird ausgeblendet.
In Deutschland gibt es keine solche Strafe. In den USA schon. Und du hast Recht. Bei einem LWOP wird hinterher 'nicht mehr' hingeguckt, da hat ein unschuldig zum Tode Verurteilter bessere Chancen, dass seine Unschuld noch aufgedeckt wird. Ich bin aber sowieso auch gegen LWOP, nicht nur deswegen, sondern weil ich die Strafe genauso grausam und inhuman ansehe wie die Todesstrafe. Es ist eine andere Art der Todesstrafe. Man kann sich viele Death Row Videos ansehen, wo die Unschuld nachgewiesen wurde. Aber fast immer nur, weil engagierte Anwälte oder Privatpersonen sich da oft pro bono reingekniet haben. Und selbst dann war es schwierig (und dauerte viele Jahre), bis andere Beweise bzw. von Ermittlern und/oder Staatsanwalt unterschlagene Beweise oder falsch aussagende Zeugen überhaupt zugelassen wurden. Denn der Abschluss eines Verfahrens steht oft über den Fakten. Das US-System lädt gerade zu Fehlurteilen ein. Übrigens auch, weil der Ankläger der Jury den Mord oft als besonders bestialisch präsentiert.


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Todesstrafe

29.07.2026 um 15:57
@Kangaroo
Die Thematik, die Du hier ansprichst, also schwerer sexueller Missbrauch an Kindern und die mögliche Todestrafe ( explizit in den USA), da wäre es evtl. hilfreich sich mal mit der Gesetzgebung und deren Geschichte dazu, zu befassen. Natürlich ist die Gesellschaft explizit bei diesen Themen, eher nicht geneigt, Milde walten zu lassen. Als Mutter ( ggf auch Vater) kann ich das allerbestes verstehen. Ich sage es mal so, als wir neulich vom ca 5 Jahre Haft Urteil gegen den deutschen Lehrer hier gehört haben, der sein 11 monatiges Baby vergewaltigt hat und dazu noch eine seiner Schülerinnen ( mitten im Unterricht ) perfide missbraucht hat, da war ich mehr als sprachlos, über das Strafmaß. Man stelle sich das mal vor, die Angehörigen seiner Opfer. Die lebenslänglichen Traumata bei den Kindern. Das bekommt man nicht so einfach weg therapiert. Wenn man zb von einer 10 jährigen hört, die vergewaltigt wurde ( über den Täter will ich mal besser schweigen) da wurde berichtet, das Opfer Kind hat seitdem das Haus nicht mehr verlassen können. Schwerst traumatisiert mit allen schrecklichen Folgen. Glaub mir, die spontane Reaktion vieler Menschen ist die, wegsperren und Schlüssel wegschmeißen oder am besten … Du verstehst?
Ich persönlich zb glaube nicht an Therapien, die solche Täter irgendwie umpolen oder zu guten Menschen machen später. So ist das, sie bleiben immer Gefährder und können lediglich versuchen, ihre Impulse in den Griff zu bekommen. Das dazu, aber es ist müßig hierzulande eine emotionale Energie an so was zu verschwenden. Weil wir halt längst anders sozialisiert sind, quasi von Steinzeit zu liberalen Ansätzen, hin zu dem Gedanken, zu unserer Gesellschaft passt das nicht mehr.
Damit muss man sich abfinden. Wenn man diese Frage nun auf die Gesetzgebungen in den USA appliziert, dann sieht es nun mal anders aus.
Ich weiß nicht, ob es Dir helfen würde, wenn Du das mal recherchierst. Strafmaß für Rapist von Kindern und Frauen. Der sourpreme Court hat 2008 eine fundamentale Entscheidung dazu getroffen, aufgrund eines speziellen Falles. Ein Täter ( Vergewaltiger der eigenen 8 jährigen Stieftochter) hatte ein paar Jahre vorher die Todesstrafe dafür bekommen. Er hat sich bis zum sourpreme hoch geklagt, weil er, bzw seine Anwälte der Meinung waren, das Kind hat es überlebt, deshalb wäre die Todesstrafe sozusagen eine unzumutbare Bestrafung, zu harte Bestrafung. Dabei bezog man sich auf Zusatzartikel 8 der Verfassung: unzulässige harte Bestrafungen in etwa. Es gäbe mildere Mittel der Bestrafung.
So etwas gab es zb auch für zb Behinderte odermental eingeschränkte Täter .
Der Court hat zugunsten des Antragstellers entschieden. Keine Todesstrafe zu verhängen, wenn diese Opfer überlebt haben. Anders sieht’s natürlich aus, wenn noch Mord zur Vergewaltigung dazu kommt.
Diese Entscheidung des courts, wurde allerdings von diversen Bundesstaaten , durch eigene Gesetze wiederum ausgehebelt. So, dass nun in diesen Bundestaaten jeder zum Tode verurteilte Vergewaltiger sich immer wieder auf das Urteil des surpreme Courts berufen wird, bevor es überhaupt zu einem Prozess kommt.

Ich möchte Dir damit nur aufzeigen, wie komplex das Thema ist und dass es die Gesetzgeber ständig in Bewegung hält.
Und nicht zu vergessen. Es sind im Grunde genommen immer die Wähler, die eine Stimme haben dort. Sie entscheiden maßgeblich, wer Staatsanwalt Richter oder Gouverneur wird. Dementsprechend ändern sich auch die Gesetze oftmals. So wie auch bei uns, sind das alles, langsame Prozesse bzgl Veränderungen. Wie man ja gerade wunderbar hierzulande miterlebt. ( Fragen zu Gesetzesänderungen nach dem CSD Anschlag). So etwas dauert leider und vielen viel zu lange für uns, als Bürger.
Entschuldige, dass ich Dir hier so einen langen Psalm zu lesen gebe. Aber vielleicht glättet es die Wogen und lichtet den Nebel?
Ob wir hier nun gegen oder pro die Todesstrafe sind, alleine die Fragestellung ist irgendwie schon seltsam. Weil? Was will der Fragesteller denn hören? Und wenn man es ehrlich beantwortet? Ist man deshalb ein schlechter Mensch, wenn man rein hypothetisch ja sagt? Sicher nicht!!!
Wir haben hier als User einen verifizierten US Strafverteidiger unter uns ( der ursprünglich in Deutschland praktiziert u studiert hat). Der User selbst, betreut auch zb Death row Kandidaten oder verteidigt Insassen dort.
Selbst er, der er solche Mandanten hat, steht zur Todesstrafe. Warum? Weil es vermutlich Gesetzgebung ist, der er verpflichtet ist. Trotzdem kämpft er auch für Todeskandidaten. Das ist für uns evtl seltsam, aber es zeigt, wie das System eben arbeitet. Und es gibt immer zwei Seiten.


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Todesstrafe

29.07.2026 um 16:26
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich sage es mal so, als wir neulich vom ca 5 Jahre Haft Urteil gegen den deutschen Lehrer hier gehört haben, der sein 11 monatiges Baby vergewaltigt hat und dazu noch eine seiner Schülerinnen ( mitten im Unterricht ) perfide missbraucht hat, da war ich mehr als sprachlos, über das Strafmaß.
Ich stimme zu, dass manche Strafen in Deutschland viel zu gering ausfallen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich persönlich zb glaube nicht an Therapien, die solche Täter irgendwie umpolen oder zu guten Menschen machen später. So ist das, sie bleiben immer Gefährder und können lediglich versuchen, ihre Impulse in den Griff zu bekommen
Bei Sexualstraftäter, die aufgrund ihrer sexuellen Präferenz Gewalttaten bis hin zu Mord begehen, halte ich Therapie auch für nicht möglich. (Ähnlich bei Psychopathen oder malignen narzisstischen Persönlichkeitsstörungen.) Abgesehen von chemischer Kastration o. ä. Dennoch hat dieser Täter ein Recht darauf, dass immer wieder geprüft wird, ob er noch eine Geafhr darstellt oder nicht. Das ist auch gut so.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Es sind im Grunde genommen immer die Wähler, die eine Stimme haben dort. Sie entscheiden maßgeblich, wer Staatsanwalt Richter oder Gouverneur wird. Dementsprechend ändern sich auch die Gesetze oftmals. So wie auch bei uns, sind das alles, langsame Prozesse bzgl Veränderungen. Wie man ja gerade wunderbar hierzulande miterlebt. ( Fragen zu Gesetzesänderungen nach dem CSD Anschlag). So etwas dauert leider und vielen viel zu lange für uns, als Bürger.
In den USA hat sich ja die Dynamik zur Aufwärtsspirale entwickelt. 'Die' Bevölkerung fordert harte Strafen oder belohnt Politiker, die diese realisieren. Politiker scheitern im Wahlkampf, wenn sie zu 'lenient on crime' sind. Deswegen setzen sie sich auch für harte Gesetze ein, schüren zudem weiter die Angst, und so schraubt sich das ganze immer weiter hoch. Ich halte dieses 'demokratische' US-Justizsystem für fatal. Ich würde es auch eher 'politisch' statt 'demokratisch' bezeichnen wollen. Richter und Staatsanwält müssen unabhängig und sachlich nach Gesetzen vorgehen, und auch nicht persönliche emotionale 'Befindlichkeiten' einbeziehen. Das ist doch gerade das, was uns hier von Lynchjustiz abhebt. Auch das Jury-System in den USA sehe ich als falsch an. Es sind juristisch unbeleckte Personen mit unterschiedlichen Emotionen, und der Staatsanwalt spielt alle Mittel aus, um diese zu erreichen und überzeugen. Das ist jetzt sicherlich pauschal ausgedrrückt, aber gerade bei schweren Gewalttaten sehr 'anfällig'. Von dem starken Einfluss von Opferschutzverbänden will ich gar nicht sprechen.

Zum CSD Anschlag. Ich bin der Meinung, die Gesetze haben nicht versagt, sondern sie sind falsch angewandt worden. Im Fall Abdul B. hätte das Jugendgesetzt nicht angewandt werden müssen, und speziell in seinem Fall auch nicht angewendet 'dürfen', also in dem Sinne, dass seine Gefahr hätte erkannt werden müssen und er nicht 'erstmal' auf freien Fuß hätte kommen dürfen. Mag sein, dass das im Ablauf ein paar Stellschrauben korrigiert werden müssen. Es spricht aber nicht generell gegen das Jugendstrafgesetz, das ich für sehr wichtig halte.


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Todesstrafe

29.07.2026 um 16:33
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Und da geht es doch schon los. Wenn das TABU Todesstrafe abgeschafft ist, dann kann sich sehr viel hierzulande ändern.
Dir ist offensichtlich nicht bewusst, dass die Todesstrafe in Deutschland nicht eingeführt werden kann.
Durch das Grundgesetz (an welche jede Deutsche Regierung sich halten muss) ist diese Strafe dauerhaft und umunstößlich verboten.
Selbst bei politischer Mehrheit, kann sie nicht wiedereingeführt werden.

Artikel 1, welcher untrennbar mit der Todesstrafe verbunden ist, unterliegt der Ewigkeitsgarantie.

Von daher ist eine Diskussion über eine Wiedereinführung der Todesstrafe obsolet.

Die einzige Möglichkeit wäre, wenn die BRD aufgelöst wird und eine neue Nation geschaffen wird.
Dies wird die internationale Gemeinschaft niemals akzeptieren.

Von daher..
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Der Inhaftierte hat zumindest noch die Möglichkeit, im Nachgang seine Unschuld zu beweisen.
Und bei wie viele Häftlinge wird die Unschuld nie bewiesen? Wie viele Menschen sterben unschuldig inhaftiert?
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Sagt dir das Innocence Project was?
Gut, dass du es ansprichst.

Das Innocent Projekt hat Januar 2019 den Häftling Grover Thompson rehabilitiert der zu unrecht zur 40 Jahre Haft verurteilt wurde. Er legte sich 1981 zum Schlafen in eine Postfiliale. Kurze Zeit später wurde eine ältere Frau in der Nähe brutal niedergestochen.
Die Polizei verhaftete Thompson daraufhin, war ein leichtes Opfer denn er war geistig beeinträchtigt und schwarz. Er war zwar bis dato unbescholten, aber was heißt das schon?

15 Jahre nach Haftantritt verstarb Grover Thomspon im Gefängnis aufgrund einer Erkrankung.
Selbst wenn er 1996 nicht verstorben wäre, hätte er seine rehabitilation 2026 wohl nicht mehr erlebt ..

Quelle: https://exonerationregistry.org/cases/12583
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Und das scheinbar nicht ohne Grund....
Und auch die bewahren wie bei dem o.g Fall zu sehen nicht davor, unschuldig hinter Gittern zu versterben ..
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich bin aber sowieso auch gegen LWOP, nicht nur deswegen, sondern weil ich die Strafe genauso grausam und inhuman ansehe wie die Todesstrafe. Es ist eine andere Art der Todesstrafe.
Bedeutet also, Täter welche bestialisch gemordet haben sollten weder die Todesstrafe bekommen (weil grausam) und auch kein LWOP weil es eine inhumane Bestrafung ist welche halt auch eine Art Todesstrafe ist.

Bedeutet, die Gesellschaft sollte dann diese Personen nach 10 Jahre wieder freilassen?
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Man kann sich viele Death Row Videos ansehen, wo die Unschuld nachgewiesen wurde.
Was meinst du wie viele LWOP Videos es geben würde, wenn zu jedem Fall unschuldig inhaftierter Menschen ein Video erscheinen würde.
Denkst du, ein Häftling der bspw. 20 Jahre unschuldig saß, keine Familie gründen konnte, seine Eltern nicht das letzte Geleit geben konnte wird auf die Knie fallen und vor dankbarkeit schreien wenn er entlassen wird?
Die Realität sieht nicht selten so aus, dass die Ex Häftlinge überfordert von der Welt da draußen sind und psychische Schäden haben.

Es wird so getan, als hätten die Häftlinge wenn ihre Unschuld bewiesen wurde ein Happy Life.

Würde gerne auf den Fall Kalief Browder hinweisen.
Der damals 13 jährige Browder wurde beschuldigt einen Rucksack gestohlen zu haben. Die Familie konnte die Kaution von 10.000 Dollar nicht aufbringen.
Weil Browder sich weigerte, einen falschen Deal mit dem Staatsanwaltschaft einzugehen, saß er drei Jahre ohne Prozess in Rikers Island.
Zwei dieser drei Jahre verbrachte er in Isolationshaft.

2013 wurden alle Vorwürfe mangels Beweise fallengelassen und er kram frei.

Browder litt nach seiner Entlassung unter massiven Depressionen, Paranoia und schweren posttraumatischen Belastungsstörungen durch die erlebte Folter und Isolation im Knast.
Er gab in Interviews an, dass ihn die AUßenwelt und das normale Leben völlig überforderte und er psychisch in der Zelle gefangen blieb.

Am 6. Juni 2015, zwei Jahre nach seiner Entlassung nahm sich Kalief Browder im Alter von 22 Jahren im Haus seiner Mutter das Leben.

Quelle: https://innocenceproject.org/news/remembering-kalief-browder-year-suicide-rikers-island-shutdown/
Quelle2: https://www.npr.org/sections/thetwo-way/2015/06/08/412842780/kalief-browder-jailed-for-years-at-rikers-island-without-trial-commits-suicide

Nun eine Frage an dich: Denkst du, das ist ein Einzelfall?
Was meinst du, wie es Leute geht die nicht "nur" 2 Jahre zu unrecht einsitzen sondern 20?

Und da wird hier ernsthaft diskutiert, dass es vorzuziehen ist als unschuldiger lange im Knast zu sitzen weil man "könnte" ja freikommen statt unschuldig hingerichtet zu werden?
Wenn es Berichte (wie von Browders) gibt, welche ihre Haft als Folter beschrieben?

@calligraphie
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich möchte Dir damit nur aufzeigen, wie komplex das Thema ist und dass es die Gesetzgeber ständig in Bewegung hält.
Und nicht zu vergessen.
Das ist mir bewusst und ich reflektiere das auch. Ich interessiere mich sehr für das US Gefangenensystem und auch für die Gesetzesgebung und weiß, dass es in stetiger Entwicklung ist und dass auch die öffentliche Akzeptanz von Hinrichtungen sinkt.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Entschuldige, dass ich Dir hier so einen langen Psalm zu lesen gebe. Aber vielleicht glättet es die Wogen und lichtet den Nebel?
Das ist absolut Ok, es müssen keine Wogen geglättet werden. Ich bin (auch wenn es vielleicht so wirkt) nicht sauer oder aggressiv.
Ich diskutiere lediglich und vertrete meine Meinung eisern.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Wir haben hier als User einen verifizierten US Strafverteidiger unter uns ( der ursprünglich in Deutschland praktiziert u studiert hat). Der User selbst, betreut auch zb Death row Kandidaten oder verteidigt Insassen dort.
Ich glaubei ch weiß, wen du meinst.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Trotzdem kämpft er auch für Todeskandidaten. Das ist für uns evtl seltsam, aber es zeigt, wie das System eben arbeitet. Und es gibt immer zwei Seiten.
Ich sehe darin auch kein Widerspruch. Auch wenn der Verteidiger mit vollen Blut für die Todesstrafe steht, sehe ich kein Problem darin wenn er Beschuldigte Verteidigt, welche sich für eine Hinrichtung durch ihre Tat qualifiziert haben.
Nur weil Jemand die Todesstrafe befürwortet bedeutet dies nicht, dass der Angeklagten nicht die beste Verteidigung bekommen sollte, die er erhalten kann.

Strafverteidigung ist ein Job und in dem Beruf muss man damit Leben, gerade als Strafverteidiger, schuldige Menschen zu vertreten.

Wenn ein Anwalt die Todesstrafe grundsätzlich befürwortet ist er aus meiner Sicht der beste Verteidiger für einen Unschuldigen, denn wenn dieser von der Unschuld seines Mandaten überzeugt ist, wird er das möglichste tun um ihn davor zu bewahren.
Wenn der Angeklagte schuldig ist und auch kein Problem damit hat dass der Anwalt die Todesstrafe grundsätzlich befürwortet sehe ich da auch kein Problem oder Widerspruch.


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Todesstrafe

29.07.2026 um 16:50
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bedeutet also, Täter welche bestialisch gemordet haben sollten weder die Todesstrafe bekommen (weil grausam) und auch kein LWOP weil es eine inhumane Bestrafung ist welche halt auch eine Art Todesstrafe ist.

Bedeutet, die Gesellschaft sollte dann diese Personen nach 10 Jahre wieder freilassen?
Nein, das sage ich nicht. Es gibt auch ein Urteil wie '30 to Life'. Wobei die Zahl 30 auch 20, 25 oder 35 sein kann. Ab dann darf ein erster Antrag auf Parole gestellt werden. Der aber (immer wieder) abgelehnt werden kann, und so bleibt er dann lebenslang im Gefängnis. Bei LWOP ist Parole von vornherein ausgeschlossen, egal wie rehabiliert der Täter nach 30 oder 35 Jahren ist. Zudem können auch bei Parole Opferangehörige praktisch ein Veto einlegen. Das finde ich für falsch. Damit wird ihnen eine schwere Last aufgebürdet. In Deutschland sind die Opferangehörigen auch durch den Staat geschützt, wenn sie nicht immer wieder damit behelligt werden, sich für oder gegen entscheiden zu 'müssen'.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was meinst du wie viele LWOP Videos es geben würde, wenn zu jedem Fall unschuldig inhaftierter Menschen ein Video erscheinen würde.
Denkst du, ein Häftling der bspw. 20 Jahre unschuldig saß, keine Familie gründen konnte, seine Eltern nicht das letzte Geleit geben konnte wird auf die Knie fallen und vor dankbarkeit schreien wenn er entlassen wird?
Die Realität sieht nicht selten so aus, dass die Ex Häftlinge überfordert von der Welt da draußen sind und psychische Schäden haben.
Wem sagst du das? Natürlich kommen Fehlurteile bei LWOP noch häufiger vor als beim Todesurteil. Es interessiert nur 'keinen' mehr. LWOP ist in den USA extrem 'populär' geworden, und kaum einer sieht die als 'schlimm' an. Das ist natürlich Nonsens. Du schreibst ja selbst, welche Härten das mit sich bringt. Allerdings weiss ich auch nicht genau, worauf du jetzt genau hinauswillst. Sollen die dann lieber gleich hingerichtet werden? Erkläre es mir, was du genau meinst.


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