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Todesstrafe

24.450 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

14.08.2026 um 11:03
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aber die Todesstrafe gibt es hier nicht und wird es nicht geben. Und trotzdem ist belegt, dass sie nicht abschreckt.
Der Thread ist eröffnet und fragt nach der Meinung, diese tue ich kund!

Ich kann mir die TS unter gewissen Umständen vorstellen, warum habe ich begründet. Was willst du denn noch wissen? Warum ich meine Meinung habe und hier schreibe obwohl dir diese nicht passt?
Kann ich dir beantworten! Meine Meinung bildet sich auf Grundlage meiner Erlebnisse/Erfahrungen sowie meinem sozialen Umfeld, sowie Erziehung und Weltsicht. Meine Meinung ist kein Ergebnis andere penetranter Gegner dieser. Ich bin erzogen und groß geworden damit, dass unterschiedliche Meinungen erlaubt sind, man darüber gern sprechen, debattieren oder auch streiten kann, aber nicht, das man die Meinung des Anderen als falsch ansieht.

Da du, egal in welchem Thread mich zu 95% angreifst und korrigieren willst, kann ich fast nur vermuten es liegt kaum in Inhalt sondern ist ggf ein Form von Antipathie oder gar Ekpathie die du auf mich ablädst.

Und zur Todesstrafe, warum konkret ich diese für vorstellbar halte ist, nochmal für dich: Ein Mörder der der Gesellschaft eine Menschen entnommen hat, somit auch dessen Beitrag für die Gesellschaft entnommen hat und sich gegen die Regeln durch sein tun entzogen hat, soll und darf kein Mitglied der Gesellschaft sein. Im Knast ist es er es dennoch, kostet Geld und Mühen.

Dabei ist mir bewusst das Fehlurteile ein Problem darstellen, für das keine 100% gefunden wurde und wohl wird. Aber das ist meine Sicht.

Also bitte ich dich gern mit mir zu debattieren, aber meine Meinung nicht abzuwerten.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich hätte es gerne ausführlicher und genauer. Warum hältst Du es für richtig - wenn Töten falsch ist - dass Töten erlaubt ist?
Gern, auch wenn deine Frage ungenau ist. Ich halte töten per se nicht für falsch. Töten ist erstmal natürlich und evolutionär, überall auf der Welt in Flora und Fauna.

Ich halte im Gegenzug das Töten eines Menschen an einem Menschen für unnötig, grausam und unmenschlich, denn der Mensch hat sich durch seine Moral darüber enthoben. Warum ist dann die TS für mich vorstellbar wenn ich die Moral erwähne? Das ist für mich kein Ding der Rache oder Auge um Auge, nein. Für mich ist es eine Art, wie sage ich es am besten, Schutz der Gesellschaft. Die Gesellschaft soll und muss sich vor den wenigen Bestien schützen. Wenn die normalen Menschen nicht geschützt werden und sich unsicher fühlen, stimmt eben was nicht. Ich denke zwar nicht viele haben Angst jeden Tag dem Mordversuch ausgesetzt zu sein, so ist es nicht gemeint, aber Unsicherheit sich zu jeder Zeit überall bewegen zu können die steigt seit Jahren. Schutz ist aber auch nicht, wenn man nach einiger Zeit die Bestien/Mörder wieder auf die Gesellschaft loslässt. Wenn die Gesellschaft, also das jeweilige Rechtssystem des jeweiligen Landes aus welchen Gründen auch immer es möglich macht, das Rückfälle möglich und praktikabel sind, dann ist das System problematisch. Der Gesetzgeber und das Rechtssystem hat dann also mitzuverantworten wenn Mörder X nach 20 Jahren rauskommt und ggf egal ob zu 1 % oder 0,02 % rückfällig wird. Das Thema wurde ja hier auch von Gegnern der TS angegangen, mit der Aussage, Psychologen und Richter hätten Angst Fehler zu machen, ja klar, nachvollziehbar, dann stimmt aber die Rechtsgrundlage nicht, wenn Richter Angst hätten fehl zu urteilen. Das Rechtssystem ist auch für den Schutz seiner Bürger zuständig, nicht nur zur Bestrafung.

Ein zu liberales System bringt eben eine niedrigere Hemmschwelle (nicht bei jedem)mit sich. Das betrifft dann eben nicht nur Mord, sondern jegliche Art von Unrecht und Verbrechen.

Was ist also für mich der Schutz der Gesellschaft gegen diese Art der Verbrecher, die TS! Wer zweifelsfrei überführt wurde und aus niederen Gründen oder gra Spaß oder Eigensinn mordet gehört nicht in eine Gesellschaft oder gar diese Welt.


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14.08.2026 um 11:14
@gagitsch
aber Du würdest dann jemanden töten, ohne zu wissen, ob er überhaupt rückfällig werden würde. Quasi so vorsichtshalber.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ein zu liberales System bringt eben eine niedrigere Hemmschwelle (nicht bei jedem)mit sich.
ähm, das stimmt so nicht. Wie sieht denn unsere Kriminalitätsrate aus im Vergleich zu Ländern, die kein "liberales" System (ich nenne es Rechtsstaat) haben, so wie wir? Hast Du da Zahlen, Vergleiche?
Nehmen wir mal die USA, die dient ja hier gerne mal als Beispiel, gibt es da weniger Kriminalität?


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14.08.2026 um 11:39
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Für Menschen die eine normale Erziehung genossen haben denke ich, das Strafe und Konsequenz schon abschrecken....
Dann würde das ja bedeuten, dass nur Leute mit einer abnormalen Erziehung im Knast sitzen. Hm...
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich halte gewisse Entscheidungen für rein überhaupt nicht nachvollziehbar.
Ich denke das liegt auch oft an der Art wie über Kriminalfälle berichtet werden. Wie oft liest man: der Mörder von xyz zu 10 Jahren oder so verurteilt. Da sehen viele nur das "geringe" Strafmaß für den Mord... das es kein Mord sein kann versteht man halt nicht furchtbar so einen Bericht. Die Leute wollen keine korrekten Informationen sondern Stammtisch Infos.


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14.08.2026 um 14:09
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Ich denke das liegt auch oft an der Art wie über Kriminalfälle berichtet werden. Wie oft liest man: der Mörder von xyz zu 10 Jahren oder so verurteilt. Da sehen viele nur das "geringe" Strafmaß für den Mord... das es kein Mord sein kann versteht man halt nicht furchtbar so einen Bericht. Die Leute wollen keine korrekten Informationen sondern Stammtisch Infos.
@Ray.

https://www.welt.de/vermischtes/article6a72ecb5cc46967c04caf326/koeln-ich-bin-immer-noch-beamter-wegen-missbrauchs-verurteilter-lehrer-bezieht-weiter-beamtengehalt.html

Es gibt schon Urteile, die man auch ohne Stammtischpegel kaum nachvollziehen kann. Erstinstanzlich 3 Jahre für den sexuellen Missbrauch einer Schülerin und der eigenen 11monatigen Tochter, beim BGH auf 5 Jahre aufgestockt, das wird man niemandem erklären können.

Unser Rechtssystem weist schon sehr viel Eiapopeia auf, wie auch beim CSD Attentäter zum Schaden der Geschädigten.

Sollte da nachgebessert werden? Auf jeden Fall.
Todesstrafe? Auf keinen Fall.


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14.08.2026 um 19:58
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Töten ist erstmal natürlich und evolutionär, überall auf der Welt in Flora und Fauna.
Bei Lebewesen ohne oder mit nicht hoch-entwickeltem Gehirn. Bei hochintelligenten Tieren wie der Orca (ich hasse das Wort 'Mörderwal'), ist es lebensnotwendige Nahrungsaufnahme, und auch nicht innerhalb der Art.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Und zur Todesstrafe, warum konkret ich diese für vorstellbar halte ist, nochmal für dich: Ein Mörder der der Gesellschaft eine Menschen entnommen hat, somit auch dessen Beitrag für die Gesellschaft entnommen hat und sich gegen die Regeln durch sein tun entzogen hat, soll und darf kein Mitglied der Gesellschaft sein. Im Knast ist es er es dennoch, kostet Geld und Mühen.
Das ist das weitverbreitet Exclusion-Prinzip. Ausschluss aus der Gesellschaft, Verbannung. In den USA auch durch die LWOP praktiziert. Keine Chance auf Verbesserung. Bzw. ist die egal. Und, im Vergleich zu LWOP, ist die Todesstrafe eben doch noch deutlich teurer als lebenslanges Wegsperren.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich halte im Gegenzug das Töten eines Menschen an einem Menschen für unnötig, grausam und unmenschlich, denn der Mensch hat sich durch seine Moral darüber enthoben.
Das verkennt die Realität. Viele, wenn nicht die meisten Morde entstehen situativ. Ungeplant. Ich sagte schonmal, wenn wir hier in Deutschland Waffen hätten wie in den USA, dann hätten wir hier viel mehr Tote. Was ich aber sagen will: diese situativ bedingten Morde (oder Totschlag) kann man nicht mit "über die Moral erheben" beschreiben. Das ist Quatsch. Das die Handlung nicht "in Ordnung" war, erkennen diese Täter sehr schnell.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Die Gesellschaft soll und muss sich vor den wenigen Bestien schützen. Wenn die normalen Menschen nicht geschützt werden und sich unsicher fühlen, stimmt eben was nicht
Schon allein das Wort "Bestie" zu verwenden, sagt viel über dich aus. 'Unsicher fühlen' ist übrigens was anderes als 'unsicher sein'. Die Medien verkaufen ja Unsicherheit und Angst.


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14.08.2026 um 21:11
@gagitsch
Mir geht es zb so. Immer wenn mir Dokus reingespült werden, von Fällen, wo zb Death row Kandidats letztendlich entlastet werden und ihr Urteil nach Jahrzehnten aufgehoben wird, dann tendiere ich auch reflexartig dazu, diese Art der Strafe für immer zu verbannen. Warum? Weil ich mir naturgemäß die Frage stelle, was wäre passiert, wenn man den Betroffenen vorher hingerichtet hätte und hinterher stellt sich heraus, der Typ war unschuldig. Dabei muss man dann allerding bedenken, nicht jeder, der runter von der Todestrafe kommt, ist automatisch unschuldig. Viele landen dann eben im regulären Vollzug. Und auch das nur, weil es irgendwelche technical Probleme im Hauptprozess gab. Wie zb bei Scott Peterson, der nach 20 Jahren aus der Todeszelle kam, verlegt in regulären Vollzug. Aber nur weil eine seiner Jurorinnen im Hauptprozess gelogen hat, bzgl ihrer Vergangenheit.
Und kaum bin ich der festen Überzeugung, Todestrafe muss weg, weil es evtl zu viele zu unrecht beschuldigte geben könnte, dann werden mir Fälle von hingerichteten Tätern reingespült, deren Taten so derart abscheulich und so antisozial waren, dass ich denke, richtig so, bei Täter xy war das die gesellschaftliche Antwort, auf diese Tat.
Gestern wurde eine execution vollzogen, an einem Täter, der erst 2021 anklagt wurde u verurteilt wurde. Das hatte ich damals am Rande mitverfolgt. Und ich dachte damals, nach dem Todesurteil, das wird jetzt 15 bis 25 Jahre dauern, bis der jemals seinen Hinrichtungstermin erfährt. Seltsamerweise ist er, bereits gestern , nach nur 5 Jahren hingerichtet worden. Nur so viel :,Alabama / Jeremy Williams ( 42 J) hat eine 5 Jährige entführt, vergewaltigt und ermordet. Soviel dazu, unsere Tochter war zur Zeit seines Urteils in etwa im gleichen Alter.
Also ich war überrascht, aber ich bin nicht empört über die Vollstreckung.
So ist das manchmal, man ist ambivalent, weil man manchmal denkt, ja der hat verdient. Die Opferangehörigen sind parallel dazu zu symbolisch zu lebenslänglich verdammt worden, weil der Verlust eines Kindes , diese Art von Verbrechen für immer Wunden hinterlässt. Die Hinrichtung wird evtl nichts an dem Leid der Opferangehörigen ändern, aber. Zumindest müssen sie sich nicht mehr mit dem Gedanken, an einen Täter befassen, der noch irgendwelche Tricks versucht, um sein Urteil anzufechten oÄ.
So denke ich, wenn man mich konkret fragen würde. Ich bin sozusagen fluide mit der Meinung. Manchmal ja und manchmal nein.
by the way : Umfragen in den USA ergeben, dass ca 66% der US Bürger die Todestrafe befürworten, aber nur in Zusammenhang mit Mord.
Natürliche Voraussetzung dafür, sind natürlich nur Bundestaaten wo die Gesetze, Todestrafe noch vorsehen und wo der Richter am Ende sowieso nur auf zwei Optionen zurückgreifen könnte, a) Todestrafe oder b) LWOP.


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14.08.2026 um 23:32
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Und ich dachte damals, nach dem Todesurteil, das wird jetzt 15 bis 25 Jahre dauern, bis der jemals seinen Hinrichtungstermin erfährt. Seltsamerweise ist er, bereits gestern , nach nur 5 Jahren hingerichtet worden
Ich kenne den Fall nicht. In der Regel dauert es auch nicht länger vom Urteil bis zur Vollstreckung. Die 20+ Jahre kommen zu Stande, weil wieder und wieder Einsprüche eingelegt werden. McVeigh (Oklahoma-Bomber) und der Washington-Sniper wurden zeitnah hingerichtet, weil sie akzeptierten bzw. der Einspruch abgelehnt, und kein neuer eingelegt wurde. Boston-Marathon-Bomber Zarnajew sein Todesurteil hat derzeit auch Aussetzung.


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15.08.2026 um 08:02
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aber Du würdest dann jemanden töten, ohne zu wissen, ob er überhaupt rückfällig werden würde. Quasi so vorsichtshalber.
Ich würde ihn bestrafen wegen seiner Tat, und da ist als Strafe nach 10 oder 15 Jahren freikommen, keine Option. Und alles Andere was der Staat bietet ist nicht sicher.

Ein Vorsichtshalber ist für mich persönlich das falsche Wort, da die Schuld bewiesen wäre.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Nehmen wir mal die USA, die dient ja hier gerne mal als Beispiel, gibt es da weniger Kriminalität?
Du nimmst immer so gern die USA, aber vergisst, dass das Rechtssystem in den USA ja dort kaum das Thema ist, sondern die Verfassung, die Lebensumstände und das Waffenrecht. Ich erinnere gern daran wie oft meine Vergleiche Äpfel mit Birnen kritisiert wurden.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Dann würde das ja bedeuten, dass nur Leute mit einer abnormalen Erziehung im Knast sitzen. Hm...
nicht nur, aber wohl häufiger als in anderen Lebensbereichen, soweit die Erziehung Gewalt begünstigt. Es gibt ja andere Faktoren die ebenso begünstigen, aber die Erziehung ist eine davon.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Ich denke das liegt auch oft an der Art wie über Kriminalfälle berichtet werden.
Möglich. Das wird sicher sehr subjektiv unterschiedlich sein.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Da sehen viele nur das "geringe" Strafmaß für den Mord... das es kein Mord sein kann versteht man halt nicht furchtbar so einen Bericht. Die Leute wollen keine korrekten Informationen sondern Stammtisch Infos.
Das halte ich im Grunde für schwer nachprüfbar. Die die es betrifft, die Familien der Opfer und Täter, die freuen sich sicher nicht auf Stammtischberichterstattung und gehen tiefer.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Bei Lebewesen ohne oder mit nicht hoch-entwickeltem Gehirn. Bei hochintelligenten Tieren wie der Orca (ich hasse das Wort 'Mörderwal'), ist es lebensnotwendige Nahrungsaufnahme, und auch nicht innerhalb der Art.
Das ja völliger Quatsch. Orcas spielen mit Beute. Das ist bewiesen und dutzende Male dokumentiert. Delfine ebenso. Hinzu kommt, das es Kannibalismus bei vielen Arten gibt die ich auch als nicht unintelligent bezeichnen würde. Wo soll hier dein Punkt sein?
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Morde entstehen situativ. Ungeplant.
Du redest von Todschlag. Darüber wurde gar nicht diskutiert, weil es auch im Strafmaß anders zu bewerten ist.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:sagt viel über dich aus.
Ja? Was denn? Für mich sind auch Tierquäler Unmenschen, völlig egal welche Bildung oder Lebenserfolge diese Vorweisen, also hau rein, ich bin neugierig warum du mich anhand meiner Wortwahl bewertest?
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Mir geht es zb so
ich kann das nachvollziehen. Danke für dein Statement.

Es ist ja auch nicht so, dass ich sage alle müssen hingerichtet werden. Die Tat muss halt bewiesen sein, der Täter muss abscheulich gehandelt haben und und und. Bei Indizienprozessen oder gar Fehlern, halte ich eine TS ja auch für undurchführbar. Sagte ich ja bereits. Soviel zu "vorsichtshalber", was ich nicht so sagte oder darstellte.


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15.08.2026 um 08:27
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Du nimmst immer so gern die USA
äh nein, hier wird generell gerne mal die USA genommen, weniger von mir, als von anderen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:aber vergisst, dass das Rechtssystem in den USA ja dort kaum das Thema ist, sondern die Verfassung, die Lebensumstände und das Waffenrecht. Ich erinnere gern daran wie oft meine Vergleiche Äpfel mit Birnen kritisiert wurden.
und ich erinnere daran, dass Deine Antwort NULL mit meiner Frage zu tun hat. Ich hatte Dich gebeten aufzuzeigen, ob irgendwo, wo es die Todesstrafe gibt, es deswegen weniger Kriminalität gäbe und dort wo es keine gibt, mehr. Da sind die USA das perfekte Beispiel, da es Staaten mit und Staaten ohne gibt. Das wäre also ein direkter Vergleich.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es ist ja auch nicht so, dass ich sage alle müssen hingerichtet werden. Die Tat muss halt bewiesen sein, der Täter muss abscheulich gehandelt haben und und und. Bei Indizienprozessen oder gar Fehlern, halte ich eine TS ja auch für undurchführbar. Sagte ich ja bereits. Soviel zu "vorsichtshalber", was ich nicht so sagte oder darstellte.
das ist immer noch kein valider Grund, einen Menschen zu töten.


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15.08.2026 um 08:35
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Du nimmst immer so gern die USA, aber vergisst, dass das Rechtssystem in den USA ja dort kaum das Thema ist, sondern die Verfassung, die Lebensumstände und das Waffenrecht. Ich erinnere gern daran wie oft meine Vergleiche Äpfel mit Birnen kritisiert wurden.
Die USA wird deshalb gern als Vergleich genommen, weil es ein westlicher, demokratischer Staat ist und als einziger davon neben Japan die TS im Strafgesetz hat. Bei Japan ist es wieder etwas anders historisch gesehen. Dort geht man kulturell und historisch generell anders damit um, Stichwort Sepuku. Also Selbstmord als Strafe.

Die USA sind aber kulturell Europa viel näher, wo die TS verachtet wird. Ebenso in Kanada, Australien und Neuseeland.


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15.08.2026 um 08:57
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich würde ihn bestrafen wegen seiner Tat, und da ist als Strafe nach 10 oder 15 Jahren freikommen, keine Option. Und alles Andere was der Staat bietet ist nicht sicher.
Genau so etwas meinte ich übrigens wie ich geschrieben habe, dass über Strafen fehlerhaft berichtet werden. Dann kommen genau solche Sätze heraus. Kein erwachsener Mörder sitzt nur 10 oder 15 Jahre.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:nicht nur, aber wohl häufiger als in anderen Lebensbereichen, soweit die Erziehung Gewalt begünstigt. Es gibt ja andere Faktoren die ebenso begünstigen, aber die Erziehung ist eine davon.
Ein sehr großer Faktor ist sie, aber nicht der einzige. Es gibt genügend Personen, die eine ganz normale Erziehung genossen haben und trotzdem kriminell wurden.
Übrigens ist es aber der Punkt bei dem es Zeit wird einzugreifen. Hier einen besseren Umgang zu finden verhindert Straftaten und Opfer weit mehr als es jede Todesstrafe könnte.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das halte ich im Grunde für schwer nachprüfbar.
Warum? Man muss nur dem logischen Verstand walten lassen. Der Mörder ist zwingend mit lebenslänglich zu bestrafen... eine Bestrafung darunter ist also kein Mord.


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Todesstrafe

15.08.2026 um 10:37
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich halte töten per se nicht für falsch. Töten ist erstmal natürlich und evolutionär, überall auf der Welt in Flora und Fauna.
Der Mensch ist kein Tier. Das ist ein sozialdarwinistischer und somit inhumaner Trugschluss. Leider färbt er auch auf Deine Wortwahl ab:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Die Gesellschaft soll und muss sich vor den wenigen Bestien schützen.
"Bestien" - ich hatte es schon erwähnt: "bestia" (lat.) = Tier, Ungeziefer. Vom Ungeziefer ist es nicht weit zur Vernichtung. Ein Mensch, der "Bestie" ist, der ist kein Mensch mehr, der kann weg. Alles andere ist nur unnötige Mühe und Geld.

Dein Faible für die Todesstrafe erscheint mir mit einer insoweit inhumanen Grundhaltung gepaart zu sein, die eben doch von einem sehr persönlichen Vergeltungs- und "Ausmerz"-denken geprägt ist. Dafür gibt es kein vernünftiges Argument, sondern wir bewegen uns hier in der Ideologie. Weshalb Fakten und Ratio dann auch keine große Rolle spielen:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wenn die normalen Menschen nicht geschützt werden und sich unsicher fühlen, stimmt eben was nicht.
Mit wem stimmt was nicht? Mit der real existierenden Gefahr, Opfer eines Mordes zu werden? Oder mit den "normalen Menschen", die aufgrund von medialer Überreizung und Propaganda in die Angst vor etwas hineingetrieben werden, das es gar nicht gibt. Deren Unsicherheit politisch und medial hochgejazzt und instrumentalisiert wird:

Als "normaler Mensch" droht mir heute viel weniger als vor 20, 30 oder 40 Jahren, Opfer eines gedungenen Mörders zu werden. Die größte Gefahr für Frauen, vergewaltigt und getötet und werden, stellt der eigene männliche Beziehungspartner dar, nicht der Unhold in der Tiefgarage. Für Kinder, die Opfer sexuellen Missbrauchs werden, ist es die eigene Familie, nicht der Berufspädophile.

Die Angst und Unsicherheit, die "normale Menschen" heute haben, ist die vor existentiellen Abstieg, vor Perspektivlosigkeit, vor Überforderung, vor Isolation, vor Selbstentwertung - und vor Ohnmacht. Die Populisten zielen auf die irrationalen Instinkte, fokussieren diese Ängste auf Straftäter und Fremde.


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16.08.2026 um 20:09
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Der Mensch ist kein Tier. Das ist ein sozialdarwinistischer und somit inhumaner Trugschluss. Leider färbt er auch auf Deine Wortwahl ab:
Und doch verhalten sich manche Menschen bei ihrer Tatbegehung schlimmer als so manches Tier.
Wenn manche Menschen schlimmer Morden als so manches Raubtier dann sollte man sich Gedanken machen, insbesondere wie die Justiz auf solche Menschen reagieren sollte.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:"Bestien" - ich hatte es schon erwähnt: "bestia" (lat.) = Tier, Ungeziefer. Vom Ungeziefer ist es nicht weit zur Vernichtung. Ein Mensch, der "Bestie" ist, der ist kein Mensch mehr, der kann weg. Alles andere ist nur unnötige Mühe und Geld.
Es geht nicht um Mühe und Geld sondern darum, das Menschen ein unterschiedliches Empfinden bzgl. Strafen haben.
Manche empfinden eine lange Haftstrafe als Strafe, manche wünschen sich eine härtere Bestrafung.

Perse ist dies meines Empfinden nach nicht zu verurteilen sofern wir um ein rechtstaatlichen Prozess sprechen. Dies ist in den USA gegeben


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16.08.2026 um 20:56
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Dies ist in den USA gegeben
naja, bis auf strukturelle Ungleichheiten, politischem Einfluss und wirtschaftlichen Faktoren.
Geht los mit Plea Bargaining, Geschworenenprozessen, direkt gewählte oder ernannte Staatsanwälte und Richter, Rassismus und Diskriminierung

besonders durch Trump gerät da der Rechtsstaat unter Druck, aber ist ja ein toller Präsident.....


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16.08.2026 um 21:00
Niemand sagt, die USA ist perfekt.
Die USA hat es aufgrund der Größe nicht einfach, ist aber vom Justiz Vollzugssystem meiner Meinung nach ein großes Vorbild.
Davon könnten so einige Staaten lernen ..

Und wie bereits erwähnt, es ist alles eine Entwicklung. Verglichen zu 1960 / 1970 ist USA schon sehr gewachsen und fairer geworden.

Bzgl. des Todesstrafe würde ich mich auch aus dem Fenster lehnen und behaupten, diese wird in den Staaten niemals verboten werden.


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16.08.2026 um 21:05
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Die USA hat es aufgrund der Größe nicht einfach, ist aber vom Justiz Vollzugssystem meiner Meinung nach ein großes Vorbild.
Davon könnten so einige Staaten lernen ..
Was bitte ist das für ein Argument? Aufgrund ihrer Größe nicht einfach und deswegen müssen sie die Todesstrafe verhängen?? Verstehe ich nicht


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16.08.2026 um 21:07
@Pura
Habe ich das gesagt? Verdrehe mir nicht die Worte im Mund.
Ich sagte die USA hat es aufgrund der Größe nicht einfach .. Da kann es zu Komponenten kommen, welche eben nicht immer so gut laufen.

Sei es Diskriminierung oder nun Richter welche nicht unbedingt den besten Job machen ..
Darum wird sich gekümmert aber es ist halt ein Prozess und der dauert seine Zeit. In einem Staat wie Luxemburg würde das sicher schneller gehen, wir reden aber von den USA und dessen riesige Fläche.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich in den letzten Jahrzehnten viel getan hat.


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16.08.2026 um 21:13
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Habe ich das gesagt? Verdrehe mir nicht die Worte im Mund.
Du kennst Fragezeichen?? Genau diese hatte ich gesetzt! Bleib mal bitte bei der Wahrheit, ich habe dir keine Wörter in den Mund gelegt oder verdreht!
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Darum wird sich gekümmert aber es ist halt ein Prozess und der dauert seine Zeit. In einem Staat wie Luxemburg würde das sicher schneller gehen, wir reden aber von den USA und dessen riesige Fläche.
Du vergleichst jetzt ernsthaft Luxemburg mit den USA???
Du weißt doch, dass es selbst in den USA Staaten mit und ohne Todesstrafe gibt. Was soll dieser hanebüchener Vergleich?


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16.08.2026 um 21:18
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Niemand sagt, die USA ist perfekt.
darum ging es auch nicht. Nur entfernt sie sich gerade noch mehr - durch Trump - von dem, was ich unter einem Rechtsstaat verstehe. Aber es soll hier nicht um Trump gehen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bzgl. des Todesstrafe würde ich mich auch aus dem Fenster lehnen und behaupten, diese wird in den Staaten niemals verboten werden.
da kannst Du recht haben, ist wie mit dem Waffenrecht und Stand your ground usw., es sind eben Hinterwäldler und das ist nett ausgedrückt.


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16.08.2026 um 21:46
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bzgl. des Todesstrafe würde ich mich auch aus dem Fenster lehnen und behaupten, diese wird in den Staaten niemals verboten werden.
In wie vielen Staaten wird den noch aktiv hingerichtet?


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