Kangaroo schrieb:Die USA muss eine gewaltige Fläche abdecken und die Kriminalität in dieser Ausprägung gibt es nirgendwo anders.
Da muss man Abstriche machen um alles abdecken zu können.
Das mag ja für endlos weit vom Mutterland entfernte Kolonien gegolten haben, der Zeit des Wilden Westens, dem Goldrausch in der Wildnis, in der Weite der Great Plains oder der Rocky Mountains. Zu einer Zeit, in der auch im englischen Mutterland noch Taschendiebe gehenkt wurden (bei deren öffentlichen Hinrichtungen es dann in der Menschenmenge die meisten Taschendiebstähle gab - so viel zur Abschreckung).
Nach der Erschließung durch die Eisenbahn und den Telegrafen, der Herausbildung der US-Staaten und staatlicher Strukturen (so bis 1900) gab es keinen Grund mehr, eine archaische Repression mit einer Laienjustiz aufrecht zu erhalten.
Freilich wähnen sich viele US-Amerikaner mental noch immer im Wilden Westen, sind dort kulturell stecken geblieben. Siehe Schusswaffen.
Überhaupt sind die USA als Blaupause pro Todesstrafe völlig ungeeignet. Im Gegenteil: So wie es dort läuft, mit den Strafen und der Kriminalität, schrecken die USA als Beispiel nur ab. Dann eher Japan, dass die Todesstrafe wesentlich seltener verhängt und wohl rechtsstaatlichere Strafprozesse hat. Doch dort ist die Inhaftierung und das scheinbar der Willkür unterliegende qualvolle Warten auf den Tod in absoluter Isolation nicht mit den Menschenrechten vereinbar.