Todesstrafe
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USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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redsherlock
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04.09.2026 um 15:17Hatte das oben schon geklärt und näher erläutert. DIe Zahlen beziehen sich auf den Todestrakt.PrivateEye schrieb:
Danke für die Richtigstellung, @gagitsch hatte auch schon dazu geschrieben. Ich hatte das wohl falsch interpretiert und aufgefasst.Origines schrieb:Die 120 bis 130 pro 100.000 Gefangene beziehen sich natürlich auf alle Gefangenen, nicht nur Todeskandidaten.
redsherlock
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04.09.2026 um 15:26Es ist aber auch bei LWOP nicht (viel?) leichter. Wenn man als 20-Jähriger da rein kommt. Weiss, dass man nach evtl. 50 Jahren im Gefängnis dort sterben wird. Unter unwürdigen Verhältnissen. Nicht wenige "bevorzugen" da die Todesstrafe. (Habe ich hier und/oder im LWOP Thread schonmal geschrieben.) Es sind beides absolut grausame Strafen.Origines schrieb:Das Perfide an der Todesstrafe ist ja nicht nur die Vernichtung einer menschlichen Existenz, eines einzigartigen Individuums. Sondern dass der Mensch, der zum Tode verurteilt wurde, um diesen Tod weiß. Er ist ihm angekündigt und es ist im Hochsicherheitstrakt darauf zu warten. Das ist psychische Folter. Das unterscheidet sein Sterben von dem der Opfer von Gewalttaten. Opfer sind der Willkür des Täters ausgeliefert, aber ob sie aufgrund dieser Willkür leben oder sterben ("Herr über Leben und Tod"), das können sie oft nur ahnen. Der Tod kommt nicht angekündigt.
Hardliner bzw. Vertreter retributiver Strafen entgegenen darauf ja meist: 'die Opferangehörigen leiden auch für den Rest ihres Lebens'. Das sehe ich anders. Das Leben geht für die Opferangehörigen weiter, nach 20 Jahren oder so ist die Trauer nicht mehr dieselbe wie zu Anfang. Das kann man über das Leben im Gefängnis nicht behaupten. Die Häftlinge sind jeden Tag der unmenschlichen Behandlung ausgesetzt.
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08.09.2026 um 08:36Das ist eine gewagte Aussage, auch wenn du ggf Erfahrung hättest, kann diese auch stark von den der Trauernden abweichen.redsherlock schrieb am 04.09.2026:Hardliner bzw. Vertreter retributiver Strafen entgegenen darauf ja meist: 'die Opferangehörigen leiden auch für den Rest ihres Lebens'. Das sehe ich anders. Das Leben geht für die Opferangehörigen weiter, nach 20 Jahren oder so ist die Trauer nicht mehr dieselbe wie zu Anfang.
Ich sehe es so. Wenn man jemand durch Mord, Totschlag, oder Unfall verliert, also meist so, ohne sich verabschieden zu können, traumatisiert das, jeder fasst das sicher unterschiedlich auf, aber verdrängen ist nicht vergessen. Vergessen tut das keiner.
Und selbst wenn die Trauer "weniger" wird, was ich nicht glaube, dann wird für den Todeskandidaten im Knast ja auch der Gedanke an sein Opfer weniger?! Büßt also der TS-Kandidat da weniger?
Das TS-Kandidaten in den zB USA so lange warten müssen bis zur Vollstreckung ist allermeisten an den Tätern und dem Rechtssystem geschuldet und nicht, dass die Täter möglich lange dort sein sollen. Es ist jedem Häftling bis zum letzten Tag möglich Revisionsanträge einzureichen, dass kann und macht die Länge der Haft eben dann zu teilen noch länger als gewollt, sicher beider Seiten.
Wo ich jedem Gegen der TS beipflichte, ist eben, dass keine TS verhängt werden soll, wenn Zweifel im Raum stehen. TS auf Grund einer Fehlurteilung wäre fatal.
Keinesfalls unmenschlicher als der Mord oder die Vergewaltigung die selbst an einem Opfer ausgeübt wurde. Oder was meinst du mit unmenschlich?redsherlock schrieb am 04.09.2026:Das kann man über das Leben im Gefängnis nicht behaupten. Die Häftlinge sind jeden Tag der unmenschlichen Behandlung ausgesetzt.
Tussinelda
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08.09.2026 um 09:07guck mal, das schreibt ein Opferangehöriger:


In der ganzen Welt wird angenommen, die Familienmitglieder der Opferfamilien seien Befürworter der Todesstrafe. Exekutionen gelten als das Instrument, mit welchem vermeintlich für die Überlebenden der Gerechtigkeit und dem Bedürfnis nach einem Abschluss genüge getan wird.Quelle: https://initiative-gegen-die-todesstrafe.de/opferfamilien/
Sich gegen die Todesstrafe auszusprechen, wird oftmals als ein Affront gegen die Opfer aufgefasst. Aber ist das auch so? Während sich einige Opferfamilien tatsächlich für die Todesstrafe aussprechen, gibt es auch einige, die das anders sehen.
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08.09.2026 um 09:31Ich habe Kenntnis über einzelne Meinungen, dafür und dagegen.Tussinelda schrieb:guck mal, das schreibt ein Opferangehöriger:
Ich respektiere auch jede Meinung dazu.
Wenn eine Familie oder eine Person aus der Familie des Opfers mit der Vollstreckung oder auch schon davor nicht seine Ruhe, seinen Frieden, seine Gerechtigkeit findet, ist das so und voll zu aktzeptieren.
Warum aber sollte man die Opferfamilien oder Einzelangehörigen nicht berücksichtigen, die Sagen, die Vollstreckung sein für diese dann ein Neustart, ein Neuanfang, ein Abschluss, was auch immer?
In einer Initiative gegen die TS wirst du immer nur diese Meinungen finden....
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08.09.2026 um 09:35Teilweise mag das auch lediglich verbaler Frustabbau sein, irgendwo muss die Wut ja raus. Was auch sehr verständlich ist. Und besser wenn sie ihrem Ärger so Luft machen als jemanden wirklich etwas anzutun.gagitsch schrieb:Warum aber sollte man die Opferfamilien oder Einzelangehörigen nicht berücksichtigen, die Sagen, die Vollstreckung sein für diese dann ein Neustart, ein Neuanfang, ein Abschluss, was auch immer?
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08.09.2026 um 09:38Also meinst du nicht, das die Vollstreckung dann ein Neustart sein kann? Empfinden die Opferfamilie das falsch?PrivateEye schrieb:Teilweise mag das auch lediglich verbaler Frustabbau sein, irgendwo muss die Wut ja raus. Was auch sehr verständlich ist. Und besser wenn sie ihrem Ärger so Luft machen als jemanden wirklich etwas anzutun.
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08.09.2026 um 09:43da steht doch extra:gagitsch schrieb:In einer Initiative gegen die TS wirst du immer nur diese Meinungen finden....
Während sich einige Opferfamilien tatsächlich für die Todesstrafe aussprechen, gibt es auch einige, die das anders sehen.Quelle: https://initiative-gegen-die-todesstrafe.de/opferfamilien/
der Punkt ist, man kann Opferfamilien schlecht als Argument nehmen, denn die sehen das eben nicht einheitlich.
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08.09.2026 um 09:50Ich selber sehe das nicht so. Ich befürchte eher den Aspekt einer Rache der Familie des hingerichteten Täters gegen die Familie des Opfers, wenn diese federführend bei der Hinrichtung war.gagitsch schrieb:Also meinst du nicht, das die Vollstreckung dann ein Neustart sein kann?
Ob diese das falsch oder richtig empfinden kann ich leider nicht sagen.gagitsch schrieb:Empfinden die Opferfamilie das falsch?
Tussinelda
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08.09.2026 um 10:03das denke ich nicht, auch sind Opferangehörige ja nicht federführend in dem Sinne. Sie können angehört werden, sie können ein statement abgeben, wie sehr sie der Tod ihres Angehörigen belastet, das Leben verändert hat usw. Aber ich habe bisher nicht gehört, dass Angehörige des hingerichteten Täters "Rachegefühle" gegen die Familie des Opfers hätten. Hast Du Beispiele? Würde mich interessieren.PrivateEye schrieb:Ich befürchte eher den Aspekt einer Rache der Familie des hingerichteten Täters gegen die Familie des Opfers, wenn diese federführend bei der Hinrichtung war.
Todesstrafe
08.09.2026 um 10:24@Tussinelda
Das ganze geht eher auf die Vorzeit unserer heutigen Rechtssysteme hin. Auch in den arabischen Ländern, wo die Scharia praktiziert wird, existiert teils noch solchiges. Dort kann das Opfer zum Beispiel entscheiden, ob dem Täter dasselbige angetan wird oder ob ihm dies erspart bleibt. Auch kann es als Strafe einen finanziellen Ausgleich geben.
Im islamischen Strafrecht (Scharia) ist das Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ als Qisās (Vergeltung) bekannt und im Koran verankert (u. a. in Sure 2, 178–179 und Sure 5, 45).
Die drei Optionen des Opfers oder der Hinterbliebenen:
Bei vorsätzlichen Körperverletzungen oder Tötungsdelikten sieht das Qisās-Recht vor, dass die betroffene Partei (das Opfer oder die Familie) zwischen drei Möglichkeiten wählen kann.
Gleiche Vergeltung:
Die exakte Wiederherstellung des Schadens (Tat mit Gleichem vergelten).
Finanzielle Entschädigung (Diyya):
Die Annahme von Blutgeld als Schadensersatz statt einer physischen Bestrafung.
Vergebung:
Der vollständige Verzicht auf Strafe und Entschädigung als Akt der Milde und Sühne.
Rechtlicher und historischer Kontext
Verhältnismäßigkeit:
Historisch sollte die sogenannte Talionsformel (Wiedervergeltung) unkontrollierte Blutrache und endlose Familienfehden im vorislamischen Arabien eindämmen, indem sie die Strafe strikt auf das Maß des Schadens begrenzte.
Aufruf zur Milde:
Der Koran und die Überlieferungen (Hadithe) betonen wiederholt, dass Vergebung besser und barmherziger ist als die Härte der Vergeltung.
Heutige Anwendung:
In den meisten modernen mehrheitlich muslimischen Staaten gilt das Qisās-Prinzip in dieser wörtlichen Form nicht mehr oder nur in wenigen Ländern (wie dem Iran oder Saudi-Arabien), wo Gerichte entsprechende Urteile unter strengen Auflagen fällen können.
Quelle: Google Search
Scheinbar gab es das in verschiedenen Religionen als Vorgänger moderner Rechtsprechungen. Primär sollten damit wohl weiterführende Verbrechen via Blutrache /Blutfehden unterbunden werden.
Wikipedia: Auge für Auge
Ich finde, mit einer Tendenz zu einer Rückkehr zu Todesstrafen würen wir uns wieder auf ein niederigeres zivilisatorisches Niveau begeben.
Das ganze geht eher auf die Vorzeit unserer heutigen Rechtssysteme hin. Auch in den arabischen Ländern, wo die Scharia praktiziert wird, existiert teils noch solchiges. Dort kann das Opfer zum Beispiel entscheiden, ob dem Täter dasselbige angetan wird oder ob ihm dies erspart bleibt. Auch kann es als Strafe einen finanziellen Ausgleich geben.
Im islamischen Strafrecht (Scharia) ist das Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ als Qisās (Vergeltung) bekannt und im Koran verankert (u. a. in Sure 2, 178–179 und Sure 5, 45).
Die drei Optionen des Opfers oder der Hinterbliebenen:
Bei vorsätzlichen Körperverletzungen oder Tötungsdelikten sieht das Qisās-Recht vor, dass die betroffene Partei (das Opfer oder die Familie) zwischen drei Möglichkeiten wählen kann.
Gleiche Vergeltung:
Die exakte Wiederherstellung des Schadens (Tat mit Gleichem vergelten).
Finanzielle Entschädigung (Diyya):
Die Annahme von Blutgeld als Schadensersatz statt einer physischen Bestrafung.
Vergebung:
Der vollständige Verzicht auf Strafe und Entschädigung als Akt der Milde und Sühne.
Rechtlicher und historischer Kontext
Verhältnismäßigkeit:
Historisch sollte die sogenannte Talionsformel (Wiedervergeltung) unkontrollierte Blutrache und endlose Familienfehden im vorislamischen Arabien eindämmen, indem sie die Strafe strikt auf das Maß des Schadens begrenzte.
Aufruf zur Milde:
Der Koran und die Überlieferungen (Hadithe) betonen wiederholt, dass Vergebung besser und barmherziger ist als die Härte der Vergeltung.
Heutige Anwendung:
In den meisten modernen mehrheitlich muslimischen Staaten gilt das Qisās-Prinzip in dieser wörtlichen Form nicht mehr oder nur in wenigen Ländern (wie dem Iran oder Saudi-Arabien), wo Gerichte entsprechende Urteile unter strengen Auflagen fällen können.
Quelle: Google Search
Scheinbar gab es das in verschiedenen Religionen als Vorgänger moderner Rechtsprechungen. Primär sollten damit wohl weiterführende Verbrechen via Blutrache /Blutfehden unterbunden werden.
Wikipedia: Auge für Auge
Ich finde, mit einer Tendenz zu einer Rückkehr zu Todesstrafen würen wir uns wieder auf ein niederigeres zivilisatorisches Niveau begeben.
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08.09.2026 um 10:28Todesstrafe
08.09.2026 um 10:30@Tussinelda
Eben nicht. Und mit einer Abkehr von einem etablierten Rechtssystem und einer Wiedereinführung der Todesstrafe wäre eben zu befürchten, das der Rechtsstaat dann keiner mehr ist.
Eben nicht. Und mit einer Abkehr von einem etablierten Rechtssystem und einer Wiedereinführung der Todesstrafe wäre eben zu befürchten, das der Rechtsstaat dann keiner mehr ist.
Tussinelda
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08.09.2026 um 10:36also ich finde ja auch, dass es einem demokratischen Rechtsstaat nicht würdig ist und es sich ausschliesst, die Todesstrafe als Strafe zu haben. ABER trotzdem ist da doch ein Unterschied zwischen dem Rechtssystem der USA z.B. und Scharia (welche ja kein Rechtsstaat ist)PrivateEye schrieb:Eben nicht. Und mit einer Abkehr von einem etablierten Rechtssystem und einer Wiedereinführung der Todesstrafe wäre eben zu befürchten, das der Rechtsstaat dann keiner mehr ist.
Todesstrafe
08.09.2026 um 10:41Das sehe ich ja ebenso.Tussinelda schrieb:dass es einem demokratischen Rechtsstaat nicht würdig ist und es sich ausschliesst, die Todesstrafe als Strafe zu haben.
Da muss man auch nochmals differenzieren, auf jeden Fall. Zumal in den Ländern, wo die Scharia praktiziert wird, die Staatsführung in der Regel durch religiöse Würdentrager praktiziert wird.Tussinelda schrieb:. ABER trotzdem ist da doch ein Unterschied zwischen dem Rechtssystem der USA z.B. und Scharia (welche ja kein Rechtsstaat ist)
Eine Trennung von Staat und Religion gibt es da nicht.
Todesstrafe
08.09.2026 um 12:18@gagitsch
Der Umgang mit Trauer ist so individuell, wie jeder Mensch individuell, mit den diversen Herausforderungen im Leben umgeht. Genauso ist es eben auch mit Opferangehörigen, wo der Täter der Todesstrafe entgegensieht.
Es gibt dafür so viele soggn Prominente Beispiele. Man schaue nur die Mütter ( der Opfer) an, zb die Mutter von Shannon Watts oder die Mutter von Lacy Peterson damals u heute. ( Ps Peterson ist nun runter von der deathrow).
Ich könnte noch ungezählte, meist divergierende Verhaltensweisen von Opferangehörigen aufzählen.
Ich sage nur die Witwe von Charlie Kirk. Der ( mutmaßliche) Killer ihres Mannes wird nun, in absehbarer Zeit seinen Prozess haben. Der Richter hat zwischenzeitlich festgestellt, Beweise sind überwältigend und Todestrafe darf gefordert werden von der Anklage. Frau Kirk hat sich geäußert und ist der Meinung, für sie als Witwe ist das genau das, was sie erwartet. Wer weiß, vielleicht ändert sich das nochmal. Aber momentan ist es so. Und das ist ihre Art, auf diesen Akt der Gewalt zu reagieren.
Nehmen wir die Opferangehörigen der Idaho 4. deren Angehörigen sind und waren gespalten,in ihrer Art der Trauerbewältigung.
Eine Familie wollte nur eins, möglichst schnell, alles hinter sich lassen, egal ob Kohberger Todesstrafe oder LWOP bekommen hätte und andere wollten eben Todesstrafe und vollständige Aufklärung mit Prozess und weder Deal noch LWOP.
Am 30. September ist nun der Hinrichtungstermin für Christa Pike, ihre Rechtsmittel sind vollends ausgeschöpft. Es gibt nur noch Petitionen oder die Hoffnung auf einen gnädigen Gouverneur. Nun gibt es aber die Mutter des Opfers, May Martínez ( ihre Tochter ist das Opfer Colleen Slemmer). Sie hat gerade einiges zur bevorstehenden Hinrichtung der Mörderin ihrer Tochter gesagt. Sie wird der Hinrichtung beiwohnen, sie hat 31 lange Jahre auf diesen Tag gewartet. Sie betonte, sie bejubelt keine Hinrichtung oder sieht das als Racheakt. Im Gegenteil. Sie braucht das, um endlich nach drei Jahrzenten, wieder irgendwie an was anderes denken zu können. Sie hat ihrer ermordeten Tochter ein Versprechen gegeben und sie sieht ihr Versprechen eingelöst, wenn der 30.9 vorbei ist.
Will man sie für ihre Gefühle verurteilen? Es ist ihr Recht so zu fühlen.
Vielleicht lässt May Martínez uns eines Tages wissen, ob die Hinrichtung von Christa Pike und ihre Anwesenheit am 30.9, ihr etwas Frieden oder einen persönlichen Abschluss beschert hat.
Das ist nicht für alle Opferangehörigen so. Aber für manche eben schon.
Das ist zu respektieren, weil man es nur wirklich nachvollziehen u bewerten kann, wenn man jemals selbst in die Schuhe von Opferangehörigen schlüpfen müsste.
Die Mutter von Lacy Peterson hat mal gesagt ( nach 20 Jahren ohne ihre Tochter) es ist immer noch da, aber nicht mehr täglich oder stündlich.
Der Umgang mit Trauer ist so individuell, wie jeder Mensch individuell, mit den diversen Herausforderungen im Leben umgeht. Genauso ist es eben auch mit Opferangehörigen, wo der Täter der Todesstrafe entgegensieht.
Es gibt dafür so viele soggn Prominente Beispiele. Man schaue nur die Mütter ( der Opfer) an, zb die Mutter von Shannon Watts oder die Mutter von Lacy Peterson damals u heute. ( Ps Peterson ist nun runter von der deathrow).
Ich könnte noch ungezählte, meist divergierende Verhaltensweisen von Opferangehörigen aufzählen.
Ich sage nur die Witwe von Charlie Kirk. Der ( mutmaßliche) Killer ihres Mannes wird nun, in absehbarer Zeit seinen Prozess haben. Der Richter hat zwischenzeitlich festgestellt, Beweise sind überwältigend und Todestrafe darf gefordert werden von der Anklage. Frau Kirk hat sich geäußert und ist der Meinung, für sie als Witwe ist das genau das, was sie erwartet. Wer weiß, vielleicht ändert sich das nochmal. Aber momentan ist es so. Und das ist ihre Art, auf diesen Akt der Gewalt zu reagieren.
Nehmen wir die Opferangehörigen der Idaho 4. deren Angehörigen sind und waren gespalten,in ihrer Art der Trauerbewältigung.
Eine Familie wollte nur eins, möglichst schnell, alles hinter sich lassen, egal ob Kohberger Todesstrafe oder LWOP bekommen hätte und andere wollten eben Todesstrafe und vollständige Aufklärung mit Prozess und weder Deal noch LWOP.
Am 30. September ist nun der Hinrichtungstermin für Christa Pike, ihre Rechtsmittel sind vollends ausgeschöpft. Es gibt nur noch Petitionen oder die Hoffnung auf einen gnädigen Gouverneur. Nun gibt es aber die Mutter des Opfers, May Martínez ( ihre Tochter ist das Opfer Colleen Slemmer). Sie hat gerade einiges zur bevorstehenden Hinrichtung der Mörderin ihrer Tochter gesagt. Sie wird der Hinrichtung beiwohnen, sie hat 31 lange Jahre auf diesen Tag gewartet. Sie betonte, sie bejubelt keine Hinrichtung oder sieht das als Racheakt. Im Gegenteil. Sie braucht das, um endlich nach drei Jahrzenten, wieder irgendwie an was anderes denken zu können. Sie hat ihrer ermordeten Tochter ein Versprechen gegeben und sie sieht ihr Versprechen eingelöst, wenn der 30.9 vorbei ist.
Will man sie für ihre Gefühle verurteilen? Es ist ihr Recht so zu fühlen.
Vielleicht lässt May Martínez uns eines Tages wissen, ob die Hinrichtung von Christa Pike und ihre Anwesenheit am 30.9, ihr etwas Frieden oder einen persönlichen Abschluss beschert hat.
Das ist nicht für alle Opferangehörigen so. Aber für manche eben schon.
Das ist zu respektieren, weil man es nur wirklich nachvollziehen u bewerten kann, wenn man jemals selbst in die Schuhe von Opferangehörigen schlüpfen müsste.
Die Mutter von Lacy Peterson hat mal gesagt ( nach 20 Jahren ohne ihre Tochter) es ist immer noch da, aber nicht mehr täglich oder stündlich.
Todesstrafe
08.09.2026 um 14:22Ja, da stimme ich dir zu. Das gilt für beide Sichtweisen.Tussinelda schrieb:der Punkt ist, man kann Opferfamilien schlecht als Argument nehmen, denn die sehen das eben nicht einheitlich.
Das steht dir selbstverständlich zu.PrivateEye schrieb:Ich selber sehe das nicht so.
Auch das kann ich nachvollziehen. Ich selbst kann auch nur Vermuten das Rachegedanken ein Teil einiger Opferfamilien sein könnten, vermute aber gleichzeitig, dass es den Familien nach Jahren nicht mehr um Rache geht, im ersten Moment ggf ja, aber nicht nach langer Zeit.PrivateEye schrieb:Ich befürchte eher den Aspekt einer Rache der Familie des hingerichteten Täters gegen die Familie des Opfers, wenn diese federführend bei der Hinrichtung war.
Wie will man sowas aufarbeiten, wenn der Täter noch lebt oder gar frei rumläuft...
Andernfalls wird es sicher auch einige Familie geben die ggf dem Täter sogar vergeben, egal ob TS-Urteil oder nicht. Wie man da vergeben kann, weiß ich nicht, weil ich zum Glück noch nicht in so einer Situation war.
100%. Da bin ich völlig bei dir.calligraphie schrieb:Der Umgang mit Trauer ist so individuell, wie jeder Mensch individuell, mit den diversen Herausforderungen im Leben umgeht. Genauso ist es eben auch mit Opferangehörigen, wo der Täter der Todesstrafe entgegensieht.
Das meinte ich ja auch .... Neustart, Aufarbeitung, wer das braucht, der findet es darin dann. Wer gegen die TS ist, wird diese zur Aufarbeitung sicher auch nicht benötigen(vermutlich)calligraphie schrieb:sie hat 31 lange Jahre auf diesen Tag gewartet. Sie betonte, sie bejubelt keine Hinrichtung oder sieht das als Racheakt. Im Gegenteil. Sie braucht das, um endlich nach drei Jahrzenten, wieder irgendwie an was anderes denken zu können.
Ich will das nicht. Ich kann nachvollziehen, wenn jemand ohne TS eine Aufarbeitung einen Neustart beginnt oder sogar vollzieht, aber auch wenn jemand sagt, es wäre nur der Weg, das der Täter durch die TS büßt um alles zu verarbeiten.calligraphie schrieb:Will man sie für ihre Gefühle verurteilen? Es ist ihr Recht so zu fühlen.
Nochmal @alle
Ich verstehe, wenn man aus verschiedenen Gründen gegen die TS ist. Ich verstehe aber auch Gründe die für die TS sprechen, einige davon habe ich genannt und sehe bei gewissen Tat diese auch für eine Möglichkeit.
Man sollte Bedenken, der Vergewaltiger oder Mörder schadet ja nicht nur dem Opfer, sondern auch deren Freunden und Familien, zwar auf andere Art aber der Schaden ist da.
Ich verstehe auch das berechtigte Argument, dass wir in einer modernen Demokratie uns über die TS erheben sollen/müssen, da wir dem erwachsen sind. Das ist nachvollziehbar, aber sind die Täter die dem Morden und Vergewaltigen erlegen sind, dann auch so "modern" oder erwachsen wie der Rest der Gesellschaft? Wer Ja sagt, werfe den ersten Einwand......
Todesstrafe
08.09.2026 um 14:30In der Tat.gagitsch schrieb:Das steht dir selbstverständlich zu.
Normal sollen diese Entscheidungen ja direkt bei Gericht oder sogar noch vor Beginn des Gerichtes getroffen werden, aber da floss oder fließt eben auch viel Religion mit ein. Aber selbst dort war das ursächlich ja die erste Version von Mindest- bis Höchststrafe und es sollten eben Blutfehden verhindert werden.gagitsch schrieb:Ich selbst kann auch nur Vermuten das Rachegedanken ein Teil einiger Opferfamilien sein könnten, vermute aber gleichzeitig, dass es den Familien nach Jahren nicht mehr um Rache geht,
Kann man nur hoffen, nie in eine solche Situation zu kommen.gagitsch schrieb:Wie man da vergeben kann, weiß ich nicht, weil ich zum Glück noch nicht in so einer Situation war.
Hat sicherlich viel mit Glauben und Religion zu tun, vermute ich mal.gagitsch schrieb:Andernfalls wird es sicher auch einige Familie geben die ggf dem Täter sogar vergeben,
Todesstrafe
08.09.2026 um 14:37Das Urteil ist ja für viele nur ein Zwischenschritt. Zumindest bei der TS. Ich vermute, dass bei Prozess und dem Urteil die Trauer und der Gräuel noch sehr groß sind.PrivateEye schrieb:Normal sollen diese Entscheidungen ja direkt bei Gericht oder sogar noch vor Beginn des Gerichtes getroffen werden, aber da floss oder fließt eben auch viel Religion mit ein. Aber selbst dort war das ursächlich ja die erste Version von Mindest- bis Höchststrafe und es sollten eben Blutfehden verhindert werden.
Ja. Da in den USA die die TS zu Teilen praktiziert und auch Religion noch sehr flächendeckend vertreten ist, wird beim "vergeben" sicher Religion eine Rolle spielen.PrivateEye schrieb:Hat sicherlich viel mit Glauben und Religion zu tun, vermute ich mal.
Aber da Religion ein Konzept ist, was ich nicht verinnerlicht habe, kann und will ich das nicht beleuchten.
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