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Todesstrafe

25.970 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

28.09.2026 um 13:29
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was ich halt nicht so ganz gut finde ist, dass man ihren Wunsch die Art der Hinrichtung zu wählen nicht nachgekommen ist.
Sofern es dadurch zur keiner Verzögerung kommt, finde ich die eigene Wahl legitim.
Du brauchst aber auch Leute die das durchführen. Ihr Wunsch bringt nichts, wenn das Team es vor Ort nicht durchführen kann.


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28.09.2026 um 13:44
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Ganz drauf verzichten wird nicht gehen, aber man könnte schon super vorher eingreifen. Vorbeugen statt abstrafen sozusagen.
@Ray.

Kann man denn immer vorher eingreifen? Das wäre mir neu. Bei Strafen geht es ausnahmlos um Fälle, denen man nicht mehr vorbeugen kann.


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28.09.2026 um 13:48
@sacredheart
Oft genug geht das. Straftaten kommen ja selten aus dem Nichts. Man kann durchaus z.b. Mobbing in Schulen mehr angehen... insgesamt mehr Informationen... mehr Geld für Förderungen und Bildung investieren.


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28.09.2026 um 13:58
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Oft genug geht das. Straftaten kommen ja selten aus dem Nichts. Man kann durchaus z.b. Mobbing in Schulen mehr angehen... insgesamt mehr Informationen... mehr Geld für Förderungen und Bildung investieren.
@Ray.

Man kann Dinge verhindern, also man könnte. Hier klappt das oft weniger gut, wenn man sich die Vorgeschichte des CSD Attentäters anschaut, der dann schwupps in Freiheit war. Dass man solche Personen ganz ohne Haft oder Strafandrohung eingehegt bekommt, sehe ich nicht.

Das hat allerdings noch lange nichts mit Todesstrafe zu tun, die braucht man wirklich nicht.


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28.09.2026 um 14:26
Heute ein sehr ausgewogener Artikel in der New York Times über Christa Pike. Ich weiss nicht, ob ich den Link hier posten darf. Ich kann den Artikel lesen, aber er ist anscheinend nicht öffentlich. Man kann sich aber bei der NYT kostenfrei anmelden und hat dann (glaube ich) eine Anzahl von Freiartikeln.

Ich poste ihn einfach mal. Ist ja optional. Ich habe ja auch nichts aus dem Artikel zitiert und daraus behauptet. Wenn dennoch nicht erlaubt, kann ein Mod ihn gerne löschen.

https://www.nytimes.com/2026/09/28/us/christa-pike-tennessee-execution.html


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28.09.2026 um 14:35
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Man kann Dinge verhindern, also man könnte. Hier klappt das oft weniger gut, wenn man sich die Vorgeschichte des CSD Attentäters anschaut, der dann schwupps in Freiheit war. Dass man solche Personen ganz ohne Haft oder Strafandrohung eingehegt bekommt, sehe ich nicht.
Wie gesagt, alles und alle bekommt man nicht mit vorbeugen aber halt einiges und jedes Opfer ist es wert... meiner meinung nach.
Ich selbst sag ja auch von mir, dass es gut war im Knast erstmal wieder runter gekommen zu sein. Aber mit einer entsprechenden Sensibilisierung wäre es vielleicht nie zur Straftat gekommen.
Man greift halt nicht erst nach der Straftat ein, sondern bestenfalls vor der Geburt des Täters. Auch Alkohol in der Schwangerschaft ist schließlich ein Faktor warum das Kind irgendwann straffällig werden könnte.


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28.09.2026 um 15:31
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Ich will sagen, wer sich was vornimmt, und sei es Mord, dann denkt er kaum an irgendwelche (Todes)Strafen, sondern daran, dass er schon nicht erwischt wird.
Das trifft zumindest auf einen Teil der Morde zu. Während in etlichen anderen Rechtssystemen eine "geplante" Tötung als Mord verfolgt wird, ist das bei uns kein Tatbestandsmerkmal, so dass es darüber auch keine Statistik gibt. In der Sache hast Du Recht: Planende Täter haben ein primäres Ziel vor Augen, dem sie entweder etwaige Strafen hintanstellen oder meinen, deren durch kluges Verhalten entgehen zu können.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Das ist eher realitätsfremd gedacht.
Das trifft für den anderen Teil der Morde zu. Da wägt der Täter nicht Taterfolg mit etwaiger Strafe ab, sondern er denkt bei der Tatbegehung gar nicht groß an die Folgen. Der Klassiker ist der Sexualmord, wo die Lustbefriedigung alle anderen Folgen überdeckt. Da ist ihm die Strafe schlicht egal, es zählt nur der Augenblick.

Unabhängig von der konkreten Situation und dem etwaigen Einfluss einer Strafandrohung:

Ungezählt und unzählbar sind die Fälle, in denen ein Mord unterbleibt (oder er schlicht gar nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen wird), weil schon von vorneherein die Folgen schwerer wiegen als jeder Vorteil. Dabei ist psychologisch die Höhe der Strafandrohung gar nicht so entscheidend. Egal ob 10, 15 oder 20 Jahre, für jeden prinzipiell rechtstreuen Bürger ist das eine unermesslich lange Zeit im Gefängnis. Dazu dann noch Scham und Schande eines öffentlichen Gerichtsprozesses, die Folgen für Familie, Partnerschaft und Freundschaften.

Diese Sanktionen sind völlig ausreichend für generalpräventive Zwecke. Wer trotzdem mordet, dem sind sie entweder egal oder er glaubt, ihnen entgehen zu können.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Nur ob die Todesstrafe in diesem Fall und generell gerechtfertigt ist, das ist die Frage. Ich finde nein.
Nach 30 Jahren Gefängnis (in den meisten zivilisierten Demokratien ist das die Höchststrafe) ist es so sinnlos, sie noch zu töten. Sinnlos wie ein Mord.


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28.09.2026 um 18:04
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nach 30 Jahren Gefängnis (in den meisten zivilisierten Demokratien ist das die Höchststrafe
Steile These. Man hört förmlich den schwarzen Mann, den Oma-Mörder von Bremerhaven oder Ronny Rieken im Knast aufatmen.


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28.09.2026 um 18:50
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nach 30 Jahren Gefängnis (in den meisten zivilisierten Demokratien ist das die Höchststrafe) ist es so sinnlos, sie noch zu töten. Sinnlos wie ein Mord.
Pomerenke saß 49 Jahre in Haft, bis zu seinem Tod. Hans-Georg Neumann wurde nach 59 Jahren Haft entlassen.


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29.09.2026 um 10:25
Zitat von SamLoomisSamLoomis schrieb:Steile These. Man hört förmlich den schwarzen Mann, den Oma-Mörder von Bremerhaven oder Ronny Rieken im Knast aufatmen.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Pomerenke saß 49 Jahre in Haft, bis zu seinem Tod. Hans-Georg Neumann wurde nach 59 Jahren Haft entlassen.
Einzelfälle, deren andauernde Inhaftierung nicht Strafe war, sondern der Gefahrenabwehr diente, sprich Sicherungsverwahrung.

Der Regelfall für Mord sind gesetzlich 15 plus x-Jahre, die durchschnittliche Haftdauer dürfte nicht über 20 Jahre betragen, wenn von Bewährungsreife ausgegangen werden kann. Andere Länder kennen eh nur zeitige Freiheitsstrafen (15, 20 oder 25 Jahre). Auch hier mit weiterem Freiheitsentzug zur Gefahrenabwehr (z.B. Brejvik, der zu 21 Jahren verurteilt wurde).

Persönlich hielte ich eine Höchststrafe von 20 Jahren für ausreichend, wenn dem Gefahrenaspekt hinreichend Rechnung getragen wird. D.h. keine Entlassung bei Gefährdung, sondern anschließend Maßregel der Besserung und Sicherung, je nach Tat und Tätertyp.


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29.09.2026 um 12:01
Gouverneur lehnt Gnadengesuch vor Hinrichtung von Christa Pike ab
Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/christa-pike-todesstrafe-gouverneur-lehnt-gnadengesuch-vor-hinrichtung-ab-a-f90c166f-ed25-4469-a779-fd784cbb3801

Aber:
Möglicherweise gibt es eine letzte Chance, Pikes Hinrichtung zu verhindern: Ihre Anwälte haben beim Obersten Gerichtshof der USA einen Antrag auf Aufschub gestellt.
Quelle: ebd.
Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, gewährt der einzigen Frau im Todestrakt des US-Bundesstaats keine Gnade. Wie lokale Medien am Montag (Ortszeit) berichteten, gab Lee bekannt, dass er Christa Pikes Gnadengesuch gründlich geprüft habe und nicht eingreifen werde. Pike soll am Mittwoch getötet werden.
Quelle: https://www.evangelisch.de/inhalte/259503/29-09-2026/us-staat-tennessee-will-christa-pike-hinrichten


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29.09.2026 um 15:16
@redsherlock
Der Tennessee Surpreme Court hat ein soggn Hold der Exekution bereits abgelehnt. Meinst Du, beim Gnadengesuch an den surpreme Court, tragen ihre Anwälte die gleichen Argumente vor?
Zumindest hat man ihr nun noch zugestanden, dass nur weibliche Vollzugsbeamte anwesend sein werden, auch bei der Vorbereitung usw. Auch ihr Priester wird ihr Beistand leisten.
Ich habe heute das erste mal gelesen, dass sie, wegen eines Mordversuches an einer anderen Insassin ( 2001), nochmal extra zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie soll mit einem Schnürsenkel versucht haben, die Insassin zu strangulieren.
2012 wurden Pläne für einen Ausbruch ihrerseits vereitelt. Ihr damaliger Freund und ein junger Vollzugsbeamter ( der bestochen wurde) wollten ihr zur Flucht verhelfen.
Sie hat vor kurzem gesagt, dass sie sich mit Lindsey Clancy verbunden fühlt ( der Mutter die ihre drei Kinder mit Fitnessbändern erdrosselt hat), allerdings hat Frau Pike das Wort „ verwandt“ benutz, was höchstwarscheinlich eher verbunden bedeuten soll.
Die Mutter des Opfers hat gerade erwähnt, dass Frau Pike sich in all den Jahrzehnten nicht einmal bei ihr, der Opferangehörigen gemeldet hat, um ihr aufrichtiges Bedauern zu bekunden.
Na ich bin gespannt, ob das Gnadengesuch auf offene Richterohren trifft.


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29.09.2026 um 16:11
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Die Mutter des Opfers hat gerade erwähnt, dass Frau Pike sich in all den Jahrzehnten nicht einmal bei ihr, der Opferangehörigen gemeldet hat, um ihr aufrichtiges Bedauern zu bekunden.
Na ich bin gespannt, ob das Gnadengesuch auf offene Richterohren trifft.
Was so wahrscheinlich keiner macht. Fände ich persönlich auch extrem drüber sich da als Täter zu melden.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Zumindest hat man ihr nun noch zugestanden, dass nur weibliche Vollzugsbeamte anwesend sein werden, auch bei der Vorbereitung usw. Auch ihr Priester wird ihr Beistand leisten.
Denke da wird das beste rausgeholt worden sein um dann auch in Ruhe gehen zu können... irgendwie jedenfalls.

Eigentlich in voller Bandbreite ein versagen was da insgesamt passiert ist.


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29.09.2026 um 16:37
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich habe heute das erste mal gelesen, dass sie, wegen eines Mordversuches an einer anderen Insassin ( 2001), nochmal extra zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie soll mit einem Schnürsenkel versucht haben, die Insassin zu strangulieren.
Ja. Dabei soll ihr wohl Natasha Cornett geholfen haben, obwohl das offiziell nicht bewiesen werden konnte, aber die ihr LWOP wohl deswegen in einer anderen Anstalt in Tennessee verbringen muss. (Bledsoe, höherer Sicherheits-Level.)

Wikipedia: Natasha Cornett

Beide sind bipolar. Aber nach medikamentöser Einstellung zeigen sich beide anscheinend "friedlich". Übrigens war auch Cornett bei ihrer Tat gerade mal 18 Jahre alt, und hat selbst gar nicht getötet, aber da ihr die Todesstrafe drohte, hatte sie per Plea Deal das LWOP angenommen. Sie sitzt jetzt auch schon fast 30 Jahre ein.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Die Mutter des Opfers hat gerade erwähnt, dass Frau Pike sich in all den Jahrzehnten nicht einmal bei ihr, der Opferangehörigen gemeldet hat, um ihr aufrichtiges Bedauern zu bekunden.
Das ist ja i.d.R. auch gar nicht erlaubt. Eine Täterin darf niemals die Opferangehörigen von sich aus kontaktieren.


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29.09.2026 um 17:12
@redsherlock
Ich glaube nicht, dass eine Kontaktaufnahme von vornherein verboten wäre. Dazu habe ich einfach schon zu viele Prozesse mitverfolgt, wo den Tätern, genau das nicht untersagt werden konnte. Die Richter haben da wenig Spielraum, selbst wenn Opferangehörige sich gestalkt fühlen. Briefe dürfen sie schreiben, so viel wie sie möchten, nur ob der Empfänger sie liest, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt da wohl nur wenige Ausnahmen, die allerdings von Opferangehörigen erst mal eingeklagt werden müssen, vor Gericht.
Ich bringe nur mal ein paar soggn prominente Beispiele.
Man konnte ja nicht mal verhindern oder unterbinden, dass zb Chris Watts seine Zelle mit Fotos seiner ( von ihm erdrosselten Kindern) tapeziert.
Diane downs schreibt bis heute Briefe über Briefe und sogar Bücher für ihre zwei überlebenden Kinder, ( eines hat sie ermordet) die sich das verbieten und längst erwachsen sind. Man kann es ihr nicht verbieten, solange der Inhalt keinerlei strafbewährte Inhalte darstellt.
Manche Opferangehörige müssen das Stalking erstmal beweisen bevor überhaupt was passiert.
Khouri Richins ( LWOP) die hat in ihrem Abschluss Statements vor dem Richter sogar angedroht, sie wird nicht aufhören, an ihre Kinder ( deren Vater sie ermordet hat) zu schreiben, sie in Interviews zu erwähnen, sie sogar vor Gericht direkt anzusprechen, obwohl die Kinder sich das bereits verbeten haben. Sie ruft von ihrer Facility permanent bei den Opferangehörigen an, selbst wenn die sie am Ende blocken, fällt ihr was neues ein. Sorry f meinen langatmigen Ausflug dazu… aber nein, das bezweifle ich sehr stark, dass Frau Pike die Mutter des Opfers nicht kontaktieren durfte. Sie hatte Rechtsbeistände, die so etwas uG ermöglicht hätten, als Geste des guten Willens. Zb durch vorherige Anfrage bei der Mutter, ob man ihr ein Schreiben übermitteln könnte. Manche Täter bekommen es sogar hin, Opferangehörige Face to Face zu sehen, um eine Art Gespräch mit Begleitung zu realisieren.


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29.09.2026 um 20:09
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:was höchstwarscheinlich eher verbunden bedeuten soll.
wenn sie "related" benutzt hat - Du hast es ja leider weder zitiert, noch irgendeine Quelle verlinkt - dann bedeutet das "verbunden", nicht höchstwahrscheinlich oder soll, sondern das ist die Bedeutung.


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29.09.2026 um 20:50
@Tussinelda
Oh sorry, ja ich hätte den entsprechenden Artikel dazu verlinken können. Sie hat das Wort kinship verwendet. Was sich wohl umgangssprachlich mit Verwandtschaft übersetzen lässt?
Wenn ich es richtig interpretiere, hat sie vor ein paar Tagen (24.9) der Times noch ein Interview gegeben. Da hat sie sich uA auch zum Clancy Fall geäußert. Sie fühle eine Art Kinship zu Clancy. Beide Frauen, mit ähnlichen Problemen zum Tatzeitpunkt. Den Unterschied zwischen ihrem und Clancy‘s Fall sieht sie wohl darin, dass man heutzutage, viel mehr gesellschaftliches Bewusstsein, für diese Art von mentalen Problemen entwickelt hat. Sie sei sehr froh darüber, dass es einen soggn Fehlprozess für Frau Clancy gab. Da sie nun die erforderliche psychiatrische Hilfe in einer Einrichtung bekommen würde.

https://people.com/death-row-inmate-christa-pike-says-she-feels-a-kinship-with-lindsay-clancy-12146828


Der Steuerzahler in Tennessee, billigt ihr im Übrigen für morgen, ganze 20$ zu, was den Wert ihrer letzten Mahlzeit betrifft. Diese bekommt sie am späten Abend um 22 Uhr serviert und bis Punkt Mitternacht muss das Mahl gegessen sein. Da sie inzwischen zum buddhistischen Glauben übergetreten ist, wird ihr spiritual adviser bei der Exekution dabei sein. Auch eine Frau aus ihrem Anwaltsteam.
Ich würde ihr schon wünschen, dass der sourpreme Court ihr die Gnade erweist, aber ich bezweifle, dass das passiert. Bei der Besetzung 6:3 momentan?
Ich habe vorhin eine kurze Beschreibung zum minutiösen Ablauf da in Tennessee gehört. So sachlich und ungeschnörkelt, dass ich nicht bis zum Ende hören konnte. Das Protokoll steht so fest, auf Minute und Sekunde und die nüchternen Details, bringen einen zum Grübeln. Sogar bis wann genau der Vorhang zu bleibt, wie lange welches Mittel braucht usw.
Regelrecht bürokratisch im Ablauf geplant wie eine Mond Mission. Gut, dass ihre Eltern das nicht mehr erleben müssen. Es gibt eine Halbschwester, allerdings möchte Frau Pike niemanden aus ihrer Familie dabei haben.


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29.09.2026 um 21:51
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Einzelfälle, deren andauernde Inhaftierung nicht Strafe war, sondern der Gefahrenabwehr diente, sprich Sicherungsverwahrung.
Sie hatten keine Sicherungsverwahrung. Pomerenke hätte freikommen können, wurde aber als unfähig erklärt, draußen klar zu kommen. Neumann wurde 2021 entlassen und starb ein Jahr später.


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29.09.2026 um 22:48
Zitat von taothustra1taothustra1 schrieb am 08.12.2004:wir reden hier über die konsequenzen,die eine solch unmenschliche tat nach sich ziehen muß...wo ist dein vorschlag ?
Der Staat darf streng aber nicht grausam sein.

Ist den Opferfamilien geholfen wenn sich die Öffentlichkeit nur noch um den armen Todeskandidaten dreht ?

TP


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29.09.2026 um 23:03
@calligraphie

Ich weiss nicht, woher du deine Informationen beziehst. Gerne würde ich die Quellen sehen. Aber ich beschäftige mich schon eine Weile mit dem US-Justiz- und Gefängnissystem, lese auch durchaus, welche Regeln in den Gefängnissen gelten. Natürlich ist es kaum möglich, die Übersicht über alle Bundesstaaten zu bekommen. Es gibt oft feine Unterschiede zwischen den Bundesstaaten, aber mir scheint, gewisse Grundregeln gelten generisch.

Also: weder die Annahme, dass man einfach einen Brief an die Opfer schicken kann, noch die Annahme, dass man im Gefängnis wie in einer Telefonzelle einfach eine beliebige Nummer tippen kann (die zu einer Verbindung führt)¹, ist absolut falsch. Briefe werden gelesen und zensiert. Und wenn dort die Adresse der Opfer drauf steht, dann fliegt der Brief so oder so raus. Das ist absolut untersagt! Ebenfalls mit telefonieren. Insbesondere, wenn sich die Empfänger das auserbeten haben. Da können die Inhaftierten noch so viel behaupten, dass sie sich nicht davon abhalten lassen...sie werden einfach davon abgehalten.

Ebenso wird es Christa Pike kaum möglich gewesen sein, dass sie eine Nachricht ihres Bedauerns (oder was auch immer) an May Martinez geschickt hat. Wenn sich May Matrinez darüber echauffiert...es war Christa Pike systembedingt gar nicht möglich. Habe spaßeshalber auch die KI dazu befragt. Sie hält es für ausgeschlossen. Das mag jetzt als Beweis nicht gelten. Aber ich würde dann gerne Gegenbeweise sehen.

¹Telefonnummern, die angerufen werden wollen, müssen auf Antrag des Häftlings genehmigt und freigeschaltet werden.


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