raitoningu schrieb:Es war bekannt, dass Pikes Blut eine erhöhte Gerinnungsneigung hatte und es daher beim Legen eines intravenösen Zugangs mit hoher Wahrscheinlichkeit zu schweren Komplikationen kommen kann, weil dieser Zugang dann eben nicht offen bleibt.
Es ist also genau das passiert, was vorhergesagt wurde.
Zusätzlich wurde der Versuch durch einen Arzt durchgeführt, der das schon vorher nicht hinbekommen hatte.
Von daher sehe ich da durchaus eine billigende Inkaufnahme.
Ich kann deine Ausführung des Geschehens ja nachvollziehen.
Wie bei so vielen Dingen im Leben sind die Ausführenden aber dann an Recht und Gesetz gebunden, hier dann die Ausführung der TS durch Giftinjektion.
Alle Beteiligten mussten das Urteil vollstrecken. Das war deren Pflicht. Genau wie es Pflicht des Richters vorher war, überhaupt ein Urteil zu sprechen.
Wenn man das Rad weiter dreht hat da dennoch keiner was in Kauf genommen sondern seine Arbeit gemacht. Der Polizist und Ermittler hat nichts in Kauf genommen, die Täterin dennoch überführt. Der Richter hat nichts in Kauf genommen, sondern Kraft seines Amtes geurteilt. Der Arzt hat nichts in Kauf genommen, außer seine Arbeit gemacht ebenso alle anderen Beteiligten.
Das Einzige was man hätte hier in Kauf nehmen müssen, wäre seinen Job-Verlust wenn man sich geweigert hätte seine Arbeit zu machen.
Und du setzt ja mit
billige Inkaufnahme sogar eins drauf. Für mich ist das emotional aber nicht faktisch basierend.
Die Diskussion ist ja eh schon kontrovers in Bezug auf die TS, aber das jetzt so darzustellen, als hätte jeder gedacht, "Schaun wa ma was wird, was wird." Das ist nicht richtig, finde ich.