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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

160 Beiträge, Schlüsselwörter: Verrückt, Roofing, Klettern, Höhenangst, Schwindelerregend
tic
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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

02.09.2012 um 00:38
@Jantoschzacke
das weiß ich garnich mehr so genau, 50 Meter :ask: .. Angst, hm .. wenn man Angst hat werden die Beine zittrig/"weich" und man gefährdet sich und andere, das darf nicht passieren wenn doch ist man dafür ungeeignet... hab auch Unfälle miterlebt...
klar hat man Angst nur man kann es in Waage halten..
ich würd Respekt sagen nicht Angst, wenn man sich sicher ist was man tut ist es ok, bei vielen Baustellen steht man den ganzen Tag unter Adrenalin ...

"Angst" (Respekt vor der Höhe) bekommt man bzw ich immer wenn wir Baustellen hatten wo wir in die Luft gebaut haben ohne das ein Gebäude neben einem wahr... die Höhe is dabei nich das Schlimme nur wenn man zb nen Leitergang einbaut (Maße meistens 2,57x0,64) und es kommt eine Windböe is man am Arsch, man steht in zb 10 Meter höhe auf nem Wackelnden Gerüst was zwischen 0,32 cm bis 1,09 Meter breit ist und hält quasi nen Segel in der Hand ... man kann nix machen ...


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02.09.2012 um 00:43
@tic

Ich habe mal eine Leiter in 10-12 Metern Höhe gestrichen, auch ungesichert. Es war sehr windig an dem Tag. Das war echt heftig fand ich. Ich hatte mich mit Händen und Füßen an die Leiter geklammert. Nur den Pinsel halten war schon schwer.

Das mit dem Segel kann ich mir gut vorstellen, war bestimmt heftig!


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tic
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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

02.09.2012 um 01:04
naja es wird ja Alltag ... man gewöhnt sich dran ... deshalb finde ich es auch immer Witzlos wenn jemand kommt und sagt Polizisten hätten nen Gefährlichen Beruf ^^


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02.09.2012 um 01:45
Für Gerüstbau muss man doch keine Bodybuilderbraut sein, Bodybuilder dürften wohl kaum so eine Arbeit machen können, weil ihnen einfach in kurzer Zeit die Pumpe ausgeht. Kleine Muskeln sind viel besser für so eine Arbeit. Aber mal bezugnehmend auf das Thema, ist das schon verrückt. Klar, viele Leute arbeiten in großen Höhen aber das ist es eben, sie arbeiten da. In bestimmten Fällen gibt es Sicherungen, in anderen keine, in der Nähe gibt es Dinge zum Festhalten. Die Kids hingegen spielen da herum, da gibt es noch viel seltener was zum Festhalten und nie eine Sicherung. Roofing ist schon eine verdammt dämliche Sache und gerade eine antrainierte Selbstsicherheit dürfte eine ganze Reihe von Jugendlichen da Kopf und Kragen kosten. Eine Mitschuld dürften allerdings die Eltern tragen, auf eine dumme Idee zu kommen ist ja eine Sache aber wenn die Kids systematisch auf eine dumme Idee kommen und sie durchführen, eine ganze andere.


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tic
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02.09.2012 um 02:03
^^


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02.09.2012 um 02:18
Ich würde es so ohne rantasten eher nicht machen, aber im Grunde ist es weniger gefährlich als es aussieht. Man fällt ja, wenn man auf dem Erdboden steht, auch nicht gerade mal längs hin. Selbst bei starkem Sturm. Wenn man also keine Höhenangst hat, läuft man eben einfach auf dem gottverdammten Eisenträger als ob es eine Linie auf dem Asphalt wäre. Ich wüsse nicht wo das Problem ist.


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02.09.2012 um 02:52
Alter! Für kein Geld der Welt würde ich da raufsteigen :O


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02.09.2012 um 04:30
Für paar Millionen würd ich das nachmachen.


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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

02.09.2012 um 04:44
Als ich jung war, bin ich auch so manche Risiken eingegangen, zu denen ich später sagte: Bist du wahnsinnig? Ich habe mein Leben riskiert, ohne mir dessen bewusst zu sein.

Bleibt zu hoffen, dass diese jungen Menschen auch die Chance bekommen, sich später zu sagen: Bist du wahnsinnig.

Mit der Schwerkraft spielen ist Unsinn.

Ich spiele höchstens mit der Bettschwere, nämlich jetzt. ;)


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02.09.2012 um 05:26
Ist schon jemand beim Roofing umgekommen?


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Hirtius
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02.09.2012 um 06:28
Die kleinen wollen entweder lokale/regionale/internationale Berühmtheiten werden, was sie ja indirekt sind, sonst würde es diesen Thread nicht geben, oder es sind irgendwelche Kinder aus den Slums, die ein billiges Hobby suchen, Ihr solltet wissen das die Kluft zwischen arm und reich in Russland besonders ist.

Es könnte aber auch nur ein gefährliches Hobby sein, obwohl ich nicht glaube das das reiche Kids machen, eher sind das die armen Kinder die sich dabei irgendwas erhoffen, Ruhm, sie wollen sich etwas beweisen oder oder.


Jeder Mensch ist für sein Leben verantwortlich, wenn sie dort rauf gehen, ist es ihre Schuld wenn sie fallen, doch sollte man niemanden etwas verbieten, nur weil man es für gefährlich hält....

Bergsteigen ist auch gefährlich, oder Fallschirmspringen, gibt es dafür auch schon einen Thread?,


Fazit: Hobby ist Hobby, sie sind sich bewusst was passiert wenn sie fallen, wir dürfen ihnen nichts vorschreiben.

Einen schönen Morgen noch Freunde.


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02.09.2012 um 07:52
Der ganze Roofing kramm ist wie Planking überm Lavasee oder ungelerntes Springen in Akapulko. Sinnbefreit und verdammt gefährlich.


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Warhead
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02.09.2012 um 10:54
Gibt so schöne Sportarten

Freeclimbing
http://4.bp.blogspot.com/_lxWb2JWh7cE/SmUEOptWaDI/AAAAAAAAAJU/5O4KoZnV96I/s1600-h/FREE+CLIMBER.jpg
freeclimber

Apnoetauchen

tauchen apnoe imago g

Wasserwandsurfen

HBQDHv5l Pxgen r 478x307

Traceur

Youtube: Worldwide Traceuse Project 2009

Also was soll der Geiz


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Warhead
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02.09.2012 um 11:02
Oh...und Mountainbiking hab ich vergessen


Video nicht jugendfrei (Login erforderlich)


http://www.youtube.com/watch?v=P4_xlFtcPLk


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02.09.2012 um 11:14
Boah, der Hammer! Dass Eric das überlebt hat grenzt an ein Wunder.


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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

02.09.2012 um 14:34
Da es maßgeblich um Minderjährige beim Roofing geht, kann man ihnen selbstverständlich verbieten soetwas zutun, ist doch ganz klar. Der Verweis auf andere Hobbys wie Fallschirmspringen ist da unangebracht, denn meines wissens nach ist die Gefahr dort wesentlich geringer, vielleicht weil man zum Beispiel einen Fallschirm hat. Und auch in diesen Fällen können Eltern ganz einfach nein sagen. Erwachsene können alle gefährlichen Sportarten machen, wenn sie unbedingt wollen, da sind sie selbst für sich verantwortlich und können die Risiken und Nebenwirkungen überblicken.

Im übrigen halte ich es nicht für eine Notwendigkeit von Kindern, besonders gefährliche Hobbys auszuüben, weil sie möglicherweise arm sind. Der Geldmangel kann noch so gering sein aber ein Fußball wird man trotzdem bekommen können und noch viele andere Dinge um sich zu beschäftigen.


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02.09.2012 um 16:23
@SethSteiner
:D Naja, viel Glück dabei 16 Jährigen Jungs (und Mädchen) sowas zu verbieten.
In dem Alter ist doch der Freundeskreis am wichtigsten, und wenn es dort alle "cool" finden, auf Häuser zu klettern, wird es in vielen Fällen auch gemacht, egal was die Eltern sagen.

Leider ist es tatsächlich so, dass viele Kinder und Jugendliche zu arm sind, um einen Fussball zu bekommen und selbst wenn, irgendwann wird auch das langweilig.


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02.09.2012 um 16:29
Nun, auf Häuser wird hier wohl weniger geklettert als viel mehr auf die höchsten Punkte diverser Objekte, Fassadenkletterer gibt es natürlich auch aber ich denke nicht, dass man die hier so nennen kann. Desweiteren ist mir nicht bekannt, dass es in großen Maßstab hier dazu kommen würde, dass viele Jugendliche auf die Spitze des Fernsehturms klettern und an der Kante die Arme ausstrecken würden, also scheint die Erziehung hier in diese Richtung wohl besser zu funktionieren als gerade in Russland und tut mir leid aber ich kann nicht glauben, dass die da zu arm sind für einen popeligen Fußball. Das kriegen ja sogar Kinder in der Dritten Welt gebacken. Und ich weiß nicht aber langeweile muss ja nicht konsequent in selbstmörderischen Aktionen enden.


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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

04.01.2013 um 19:58
Hallo :) Ich bin neu hier und habe grade mehr oder weniger durch Zufall diesen Thread im Internet gefunden (eigentlich suche ich nach einem Video).

Ich war mal so frei mich hier direkt anzumelden um die Frage das "warum" aus meiner Sicht beantworten zu können... da ich neu hier bin will ich mich kurz vorstellen.

Mein echten Namen werde ich nicht verraten.. auch den Wohnort nicht. Ich wohne in einer kleineren Stadt im Norden Deutschlands. Bin 20 Jahre alt und habe nach meinem Abi direkt mit einer Ausbildung angefangen (richtung computerzeugs). Ich bin ein sehr ruhiger Typ und rede nur selten und bin sowieso sehr schüchtern.

Meine Hobbies sind Autos, Computer und ... ROOFING! Ja es gibt diese "Verrückten" auch in Deutschland. Auch wenn ich im "normalen" Leben das Absolute Gegenteil eines Draufgängers bin hab ich die Wundervolle Athmosphäre (hoffentlich richtig geschrieben :D ) des "roofing" für mich entdeckt. Und der einzige bin ich da bei weitem nicht. Alleine in meiner kleinen Stadt kenne ich 4 Leute mit denen ich klettern war. Mit einem von denen habe ich damals (bevor es "Roofing" hieß und bekannt war) aus langeweile angefangen mit Mutproben als Begründung auf Häuserdächer zu klettern. Irgendwie kamen über die Jahre dann noch weitere Personen dazu und das ganze ist "ausgeartet".

Warum das ganze in Deutschland nicht durch die Medien geht kann ich nicht sagen, da viele dabei auch erwischt werden und es massenhaft Anzeigen hagelt (ich blieb bis jetzt verschohnt).

Naja wie auch immer. Wie gesagt war der Reiz am Anfang einfach nur den anderen zu beweisen wie "cool" man ist. So banal sich das anhört mehr steckte (jedenfalls bei uns) früher nie dahinter. Aber mit diesen Leuten hab ich im roofing Bereich schon lange nichts mehr zu tun. Das was die Leute machen ist auch nicht wirklich "roofing" sondern wie gesagt eher Mutproben ...


Das ganze hat sich von diesen "Mutproben" allerdings zu mehr entwickelt und ich denke, dass ich mit meinen Gefühlen doch sehr nah in die dieser verrückten Russen (hehe) rankomme. Und zwar geht es mir schon lange nicht mehr darum irgendwem irgendwas zu beweisen. Das ganze hat einen ganz anderen Reiz bekommen. Inzwischen nehme ich nichtmal mehr einen Fotoaperat mit auf die Dächer. Ich versuche einfach einen typischen Ablauf zu beschrieben und wie man sich dabei fühlt, damit ihr es vielleicht nachvollziehen könnt...

Bei mir läuft das ganze so ab: Ich sitze meist gegen Abend zuhause (wenn die anderen Kumpels ins Discos usw. gehen). Ich selbst gehe nicht gerne unter Menschen, da mir der ganze Trubel zu groß ist. Naja jedenfalls kriege ich schnell so ein Gefühl als wäre ich eingesperrt. Und das wichtigste in diesem Moment ist es für mich selbst mir zu beweisen, dass ich Frei bin. Das gilt im wahrsten Sinne des Wortes, da es bei mir darum geht mir zu beweisen, dass ich überall hin kann, wo ich will.

Naja also packe ich meinen Kletterrucksack. Das ganze Teil dient eigentlich eher so als Alibi... er beinhaltet ne Flasche Wasser, Handschuhe falls es sonst zu kalt wird und einem Notfallhandy (so ein Uraltes Nokia da hält der Akku ohne zu übertreiben locker ne Woche :P).

Falls ich wirklich in Gefahr geraten soll kann mir der Rucksack nicht helfen. Das ist mir klar ... warum ich ihn jetzt unbedingt mitnehme weiß ich erlich gesagt selber nicht, da mich das Teil beim Klettern sogar oft stöhrt ... (vielleicht sind ja psychologisch versierte unter euch, die mir diese handlung vielleicht erklären können ? )

NAJA ... dann geht es los. Ich steig in mein Auto und geh zu ein paar Plätzen von denen ich weiß, dass man dort auf die Dächer kommen kann. Jeh nach Laune geh ich (eher selten) auch neue Plätze suchen. Das mache ich aber eher selten, weil die Erfolgschance da eher gering ist.

Dann geht es los. Ich fang also dann an (alleine) auf irgendein Haus zu klettern. Vorher zittern mir die Knie wie sau und ich versuch mich durch ruhige Musik zu beruhigen. Das klappt manchmal auch mehr oder weniger aber nachdem die ersten Meter überwunden sind bin ich so unter "schock" oder "Adrenlanien", dass ich die Aufregung selbst eigentlich gar nicht mehr merke. Alles wird surreal und fühlt sich an wie in einem Traum. Da ich (kein Witz) an Höhenangst leide versuche ich möglichst nicht nach unten zu gucken beim klettern. Das Klettern an sich ist eigentlich relativ leicht, da Häuser ja meist nach einem Muser gebaut sind und man dementsprechend einfach immer das selbe machen muss. Nich wie richtige Bergsteiger zum Beispiel. Auf die lauert nach jeder Ecke eine andere Herrausforderung. Während ich kletter schaff ich es mich selbst unter Kontrolle zu behalten (und das ist meiner Meinung nach das wichtigste, was ein "roofer" können muss).

Ich bleibe also mehr oder weniger ruhig und blende während des Aufstiegs die Höhe komplett aus. Jeder von uns kann ohne Probleme auf eine Leter, auf einen Zaun, auf den Küschentisch oder sonstwas klettern. Und ich mache in diesem Moment nichts anderes. Denn blendet man die Höhe aus merkt man schnell, dass die Kletterei an sich wirklich nicht die Schwierigkeit ist. Es ist vom Schwierigkeitsgrad selbst her wirklich nicht anspruchsvoll.

Anspruchsvoll ist es nur die Angst irgednwie wegzudrücken. Anstrengend ist das ganze übrigens auch irgendwie nicht. Außer Atem bin ich eigentlich immer erst, wenn ich später wieder am Boden bin.

Nach dem Aufstieg kommt das Sahnehäubchen. Man ist für kurze Zeit wieder "sicher" (wenn man beispielsweise auf der Spitze einer Antenne steht sind meistens so "Rastplatformen" wo man relativ sicher drauf stehen kann).

Wenn man oben ist wird alles wieder realer und die Angst kommt langsam wieder. Es ist mit Sicherheit Einbildung aber die Luft ist irgendwie "freier" und es kommt einem vor, als würde einem das Atmen leichter fallen. Das fszinierenste ist aber, dass die Geräusche oben ganz leise sind. Natürlich hängt dieser Effekt in erster Linie von der Höhe ab, in der man sich befindet. Auf jeden Fall sitze ich dann für ein paar Minuten einfach nur da (Musik in dem Moment meistens aus) und höre so eine ganz bestimmte Stille. Die Motoren der Autos hört man nicht mehr und S Bahnen und Züge nur ganz ganz leise. Das schlimmste ist (ist mir erst ein mal passiert) wenn man einen Polizeiwagen mit Sirene hört, da man sofort denkt, dass irgendjemand einen gesehen hat und für einen Selbstmörder hält. Das fiese ist, dass man ja nicht wirklich flüchten kann und auf keinen fall Panik kriegen darf, wenn man runterklettert.

Auch witzig ist, dass die Menschen total klein sind und einem bewusst wird, was für mächtige Gebilde so kleine Wesen wie wir bauen können. Und noch etwas schönes sind die Lichter. Man guckt in Richtung Stadt und sieht (wenn es schon dunkel wird) die ganzen Lichter der Autos usw. Das erste, was mir jetzt dazu einfällt ist (nein ... kein Witz) gta 4. Es hat tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit (nur vom Ausblick her), wenn man dort auf ein Hochhaus geht.


Und genau dann merkt man, dass man ein riesen Problem hat und völligen Unsinn gemacht hat. Denn man muss auch wieder runter ! Und da ich, wie erwähnt, unter Höhenangst leide fällt mir der Abstieg meistens extrem schwer, weil ich ganz einfach ständig nach unten auf meine Füße gucken muss. Außerdem ist die Adrenalin Pegel auf dem Dach extrem gesunken und man kriegt alles ungewollt real mit und es ist extrem schwer sich dann noch zu konzentrieren. Einmal musste ich ungelogen ein "großes Geschäft" verrichten (durchfall bekommen vor Angst...) und musste so noch runterkletter. So lustig sich das jetzt anhört ich dachte ich mache mir gleich in die Hose und bin mehrere Male beinahe runtergefallen, da ich mit den Füßen abgerutsch bin. Ich war noch nie so dankbar, als ich später bei McDonalds konnte....

Der letzte nervige Moment ist der, wenn man den Boden wieder im Blick hat und sich noch nicht sicher ist, ob man schon "springen" kann, oder ob man geduldig weiter nach unten klettern sollte. Ich verschätze mich jedes mal und breche mir beinahe den Fuß beim letzten Stück. Komischerweise denke ich in dem Moment, bis ich wieder im Auto bin, eigentilch gar nichts. Erst im nachhinein, wenn ich gemütlich wieder im Bett liege, kriege ich einen weiteren "Schock" und denke mir einfach nur "mein gott du Idiot... ein Windstoß und du hättest sterben können". Jeden Abend schwöre ich mir dann, dass ich es nie wieder tue und dass es viel zu gefährlich ist. Aber irgendwie mache ich es doch jedes zweite Wochendende wieder....


Zu meiner Technik: Ich klettere wie gesagt ziemlich sicher und nach Möglichkeit mit durchgelatschten Schuhen und ohne Handschuhe. So kriegt man zwar ständig Blasen an Füßen und Händen aber man kann einfach sicherer Zupacken und spühren.

Außerdem achte ich immer darauf, dass dauerhaft mindestens eine Hand einen sicheren Griff hat. Einmal bin ich, wie gesagt, mit den Füßen abgerutscht und hing wie ein Affe an einen Arm. Grade für solche Fälle muss man natürlich immer einen sicheren Griff haben.

Für Fragen stehe ich euch allen SEHR GERNE zur Verfügung, da ich mir denken kann, wie unverständlich das ganze für Außenstehende wirken muss...

Liebe Grüße! :)


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Roofing ohne Sicherung total verrückt!

04.01.2013 um 20:00
Nachtrag:

Das ganze ist bei mir zwar aus Langeweile entstanden. Aber schon nach kurzer Zeit zu einer Art Ventil für die Alltagslangeweile geworden.

Und es ist auch ein Meilenweiter Unterschied zwischen Industriekletterern und roofern. Roofer sind normale Menschen (jedenfalls die paar die ich kenne), während Industriekletterer das ganze mit Sicherungen und alltäglich machen. (Und auch wenn es ein paar schwarze Schaafe gibt bin ich mir sicher, dass fast alle bei schwierigen kletterstrecken ihre sicherung benutzen. alleine der gedanke, dass man die sicherungen dabei hat wirkt sicher schon wunder.)


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