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Misanthropen - die "anderen" Menschen

Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 16:56
@Asche

Als hätte man in nichtkapitalistischen gesellschaften weniger leistungsdruck gehabt.
Wo im kapitalismus der leistungsdruck dahin geht, dass man individuell und besonders sein möchte, muss man in anderen systemen darauf achten, eben homogen und systemkonform zu sein.

Auf sich achten und sich sagen lassen, dass man nicht so in ordnung ist wie man ist, muss man da sogar noch mehr.
Asche schrieb:Zum einen tue ich mich etwas schwer mit der Behauptung, dass ein mittelalterlicher Bauer bewertet worden ist. Meinst du die Einschätzung seitens anderer Menschen? Aussagen wie "der Huberbauer hat ja schon immer ...!"?
Zum anderen galten im Mittelalter andere Normen. Im Gegensatz zu heute, wo man sich ums Überleben nicht mehr zu sorgen braucht, galten damals noch alle Bemühungen eben diesem Überleben. Wenn man Menschen also bewertet hat, dann bspw. nach Aspekten der Nützlichkeit und der Überlebensfähigkeit. Aber nicht nach Musikgeschmack, Kleidermarke und weicher Haut. In meinen Augen ist das ein großer Unterschied; das eine ist sinnvoll ("wie nützlich ist dieser Mensch für die Gemeinschaft"), das andere absolut sinnlos ("entspricht dieser Mensch einem braven Konsumenten?").
Und ist es besser an Hand nützlichkeit und Tugendhaftigkeit (wobei das ja ein willkürlicher wert ist) gemessen zu werden?

Es ist ja wohl auch heutzutage nicht so, dass man mit einem bestimmten musikgeschmack keine freunde findet.
Oder mit Akne.
Oder mit KiK klamotten.

Wir bewerten ganz sicher nicht danach, ob jemand ein 'braver konsument' ist.
IM gegenteil, heute will sich doch jeder als nichtkonsument und konsumkritiker stilisieren und trägt absichtlich hässliche Kleidung oder hässliche Brillen.

In unserer gesellschaft kann man sehr gut klarkommen wenn man eher antimainstream ist.
Ich kenn genug leute die nicht ode rkaum bei facebook sind und auch nicht gerade viel auf kleidung geben die trotzdem sehr beliebt sind. UNd das auch ohne sonderlich massentauglichen musikgeschmack.

Irgendwie hört sich da sbei dir so an, als wäre der leistungsdruck nur da, weil man gerne gepflegt rumläuft.

Wie viel Zeit braucht man wirklich im Bad um rausgehtauglich zu sein?

Klar, als frau mehr wenn man sich schminkt, und es ist nicht schön, dass selbst junge mädchen glauben das tun zu müssen, aber auch DAS ist ganz klar nichts neues.

Und du sagst immer, man brauche dir nicht mit beispielen aus zeiten zu kommen wo kapitalismus schon ein echtes konzept war.
Aber fakt ist doch, dass es zu eben diesen Zeiten dennoch weniger leute gab die sich als misanthropen bezeichnet hätten und gegen alles waren.


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HeurekaAHOI
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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 17:33
shionoro schrieb:In unserer gesellschaft kann man sehr gut klarkommen wenn man eher antimainstream ist.
Das stimmt doch überhaupt nicht!

Wenn du nicht mainstream bist, wirst du doch gleich zum Terroristen erklärt, wenn du Ähnlichkeit vom Aussehen hast mit Herrn Andreas Lubitz.

Vielleicht solltest du noch mal in die entsprechende Fachliteratur schauen, und erst dann wenn du das notwendige Hintergrundwissen dir angeeignet hast, auch hier im Thread mitschreiben.

Und wenn ich dann noch deine Dialoge sehe die du mit @Zeo damals geführt hattest, bestätigt das nur das du nicht weißt wovon du sprichst :{


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 17:47
@shionoro
shionoro schrieb:Als hätte man in nichtkapitalistischen gesellschaften weniger leistungsdruck gehabt.
Der Unterschied ist, dass man im Mittelalter (und noch älteren Zeiten) unter Druck stand, weil man ansonsten mit dem Hungertod konfrontiert wurde. Also ein rationaler Druck. Hinzu kommt, dass immer dieselbe Leistung verlangt wurde, abweichend nur von äußeren Faktoren (Wetter oder Krieg z.B.)
Der Leistungsdruck heutzutage dagegen ist irrational. Wir haben genug zum Leben, sind reich und überreich und dennoch muss die Leistung steigen und steigen, damit man von Wirtschaftswachstum sprechen kann. Wir kommen zu keiner Konstanten, sondern sind am Wachsen und Wachsen und Wachsen.
shionoro schrieb:Und ist es besser an Hand nützlichkeit und Tugendhaftigkeit (wobei das ja ein willkürlicher wert ist) gemessen zu werden?
In meinen Augen ohne Zweifel. Tugendhaftigkeit mag willkürlich sein, aber in erster Linie ist eine Tugend immer eine gute innere Eigenschaft. Jeder Mensch bewertet andere anhand ihrer Tugenden, auch wenn der Begriff heute veraltet ist: Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Treue, Offenheit ... erscheinen mir weit besser als kaufstark, geschminkt, rasiert und schlank.
shionoro schrieb:Wir bewerten ganz sicher nicht danach, ob jemand ein 'braver konsument' ist.
Jein. Also du hast schon Recht, es ist tatsächlich nicht so, als würden "kapitalistische Außenseiter" keine Freunde haben. Tatsache ist allerdings, dass der überwiegende Teil der Menschheit sich mit kapitalistischen Normen misst: neues Smartphone, tolle Klamotten, tolle Autos. Wenn mittendrin ein Punk steht, der auf einer Vespa fährt und mit einem Nokia-Handy SMS schreibt, bei denen es noch nicht einmal Smileys gibt, dann ist das zwar erfreulich, aber eben auch eine Ausnahme. Einer von hundert. Vor allem kein Grund, um nicht misanthropisch zu sein.
shionoro schrieb:Irgendwie hört sich da sbei dir so an, als wäre der leistungsdruck nur da, weil man gerne gepflegt rumläuft.

Wie viel Zeit braucht man wirklich im Bad um rausgehtauglich zu sein?
Hier sind wir doch an einem Punkt angelangt. Es geht nicht darum, wie viel Zeit ich darauf bewenden muss, mein Optisches aufzupimpen. Es geht darum, dass man es tun soll. Dass einem diktiert wird, welche Augenbrauen in sind, dass einem diktiert wird, dass anfangs Beinhaare, dann Achselhaare und schließlich Schamhaare absolut grässlich und widerwärtig seien und dass jeder, der nicht in den Krieg gegen seinen Körper zieht, ein ungepflegtes Etwas ist. Ich finde es bedenklich, dass man ohne Deo kaum noch aus dem Haus gehen kann, weil alles, was irgendwie nach Körper und Leben duftet, widerwärtig und, abermals, ungepflegt ist. Und hier kommen wir an eine Stelle, die keinerlei Toleranz mehr kennt. Ein Mädchen mit Bein- oder Achselhaaren ist eklig - fertig, aus.
Findest du den Begriff "rausgehtauglich" nicht selbst irgendwie absurd? Sich tauglich zu machen, um unter Menschen zu gehen? Das zeigt doch erst, wie verdreht wir sind.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 17:58
@HeurekaAHOI
HeurekaAHOI schrieb:Das stimmt doch überhaupt nicht!

Wenn du nicht mainstream bist, wirst du doch gleich zum Terroristen erklärt, wenn du Ähnlichkeit vom Aussehen hast mit Herrn Andreas Lubitz.

Vielleicht solltest du noch mal in die entsprechende Fachliteratur schauen, und erst dann wenn du das notwendige Hintergrundwissen dir angeeignet hast, auch hier im Thread mitschreiben.

Und wenn ich dann noch deine Dialoge sehe die du mit @Zeo damals geführt hattest, bestätigt das nur das du nicht weißt wovon du sprichst :{
Warum sollte man zum Terroristen erklärt werden wenn man Ähnlichkeit mit Andreas Lubitz hat? Quelle?
Irgendwelche Belege für deine Behauptungen?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 18:08
@Asche
Asche schrieb:Der Unterschied ist, dass man im Mittelalter (und noch älteren Zeiten) unter Druck stand, weil man ansonsten mit dem Hungertod konfrontiert wurde. Also ein rationaler Druck. Hinzu kommt, dass immer dieselbe Leistung verlangt wurde, abweichend nur von äußeren Faktoren (Wetter oder Krieg z.B.)
Der Leistungsdruck heutzutage dagegen ist irrational. Wir haben genug zum Leben, sind reich und überreich und dennoch muss die Leistung steigen und steigen, damit man von Wirtschaftswachstum sprechen kann. Wir kommen zu keiner Konstanten, sondern sind am Wachsen und Wachsen und Wachsen.
Warum ist es wichtig ob Druck rational ist oder nicht?
Ist doch sogar besser, wenn die, die nicht so viel Leistung bringen wollen nicht direkt verhungern.
Denn man muss es ja nicht. Ich kenn genug Leute die glücklich vor sich in leben ohne dass sie sonderlich Leistungsdruck hätten. MAchen ne kleine Ausbildung oder Hartzen und sitzen sonst vor dem PC oder saufen mit freunden, stören tut die das nicht, und die Gesellschaft auch nicht.

Wirtschaftswachstum ist ja außerdem etwas ganz anderes als Leistung eines einzelnen.
Asche schrieb:In meinen Augen ohne Zweifel. Tugendhaftigkeit mag willkürlich sein, aber in erster Linie ist eine Tugend immer eine gute innere Eigenschaft. Jeder Mensch bewertet andere anhand ihrer Tugenden, auch wenn der Begriff heute veraltet ist: Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Treue, Offenheit ... erscheinen mir weit besser als kaufstark, geschminkt, rasiert und schlank.
Ne. Wenn ich wen für einen Sünder halte weil er schwul ist, dann ist das nicht das bewerten 'innerer guter eigenschaften'.
Freundlichkeit Verlässlichkeit treue usw. sind doch heute genauso werte die relevant ist.

Als gäbe es nicht genug leute die dick, ungeschminkt unrasiert und arm zurechtkommen.
Als wäre es eine so emotional furchtbare lage, wenn im fernsehen mc fit Werbung läuft und einer der dick ist sich entscheidet abzunehmen.
Oder als wäre es so furchtbar, wenn man ein paar Minuten ab tag aufwendet oder sich ein paar neue Sachen kauft um einem modetrend zu folgen.

Das ist kein Leistungsdruck, schließlich muss man dafür nichts leisten.
Asche schrieb:Jein. Also du hast schon Recht, es ist tatsächlich nicht so, als würden "kapitalistische Außenseiter" keine Freunde haben. Tatsache ist allerdings, dass der überwiegende Teil der Menschheit sich mit kapitalistischen Normen misst: neues Smartphone, tolle Klamotten, tolle Autos. Wenn mittendrin ein Punk steht, der auf einer Vespa fährt und mit einem Nokia-Handy SMS schreibt, bei denen es noch nicht einmal Smileys gibt, dann ist das zwar erfreulich, aber eben auch eine Ausnahme. Einer von hundert. Vor allem kein Grund, um nicht misanthropisch zu sein.
Das sehe ich ganz anders, das kommt immer darauf an, wo du hinschaust.
Es gibt mehr als genug leute die stolz ihr nicht Smartphone rumzeigenund sagen 'naaa, seht ihr, ich brauch das nicht' und keiner nimmt das denen krumm oder denkt die sind schlechte menschen.

Das man ein bisschen angibt oder beneidet wird wenn man irgendwas tolles hat war wohl zu jeder zeit so, und ist auch gar nicht schlimm.

Wo werde ich denn bewertet oder habe persönliche Nachteile wenn ich ein stinknormales Auto fahre?

Wen interessiert das?
Hier sind wir doch an einem Punkt angelangt. Es geht nicht darum, wie viel Zeit ich darauf bewenden muss, mein Optisches aufzupimpen. Es geht darum, dass man es tun soll. Dass einem diktiert wird, welche Augenbrauen in sind, dass einem diktiert wird, dass anfangs Beinhaare, dann Achselhaare und schließlich Schamhaare absolut grässlich und widerwärtig seien und dass jeder, der nicht in den Krieg gegen seinen Körper zieht, ein ungepflegtes Etwas ist. Ich finde es bedenklich, dass man ohne Deo kaum noch aus dem Haus gehen kann, weil alles, was irgendwie nach Körper und Leben duftet, widerwärtig und, abermals, ungepflegt ist. Und hier kommen wir an eine Stelle, die keinerlei Toleranz mehr kennt. Ein Mädchen mit Bein- oder Achselhaaren ist eklig - fertig, aus.
Findest du den Begriff "rausgehtauglich" nicht selbst irgendwie absurd? Sich tauglich zu machen, um unter Menschen zu gehen? Das zeigt doch erst, wie verdreht wir sind.
Auch das ist aber nicht neu, dafür braucht es auch keinen Kapitalismus.
Man hat sich auch in der antike schon enthaart, parfümiert, bartfrisuren stehen lassen und kleidungstrends gehabt.

Ich finde es durchaus problematisch dass Frauen oft gezeigt wird, dass ihr körper unschön und von Natur aus ekelhaft ist, und da bin ich auch schlichtweg dagegen.

Aber das daraus jetzt Misanthropie entstehen soll, als ausschlaggebender Faktor?
Nee.
Erstmal sind die meisten Misanthropen Männer, die weit weniger auf ihr aussehen achten müssen in unserer Gesellschaft, zweitens sehen die meistens ganz normal aus und werden nicht fertig gemacht für ihr aussehen.


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HeurekaAHOI
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 18:12
@shionoro
Was soll das denn jetzt: " Belege " " Quellen " " Behauptungen "

Kann man denn nicht einmal etwas schreiben, ohne das der andere sich sofort angegriffen fühlt?

Sitzt du denn nur vor dem Computer? Gehst du nicht raus in die Stadt unter die Menschen?

Wenn du in den vergangenen Tagen die Leute im realen Leben mal etwas beobachtet hast, stellt du sofort Veränderungen fest.

Ich gehe zum beispiel bei gutem Wetter joggen.

Andreas Lubitz hat auch gelaufen. Vermutlich weißt du das.

Ich meine schon, das man nicht mehr so unbeschwert joggen gehen kann, seitdem das Flugzeugunglück der German Wings war.

Du weißt das ich dir da nicht mit Belegen kommen kann, ja?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

15.04.2015 um 18:18
@HeurekaAHOI

Naja, du hast mich ganz offen angegriffen, dann dinge behauptet, die sehr konstruiert sind (man wird für einen terroristen gehalten wenn man irgendwen ähnlich sieht) und willst das jetzt nichtmal näher ausführen.

Was soll das?

Seit german wings hat sich in meinem leben rein gar nix geändert, und das unglück haben 90% de rdeutschen jetzt schon wieder vergessen.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 10:11
Asche schrieb:Mein Ansatz ist ja, dass der Kapitalismus die heutige Misanthropie fördert.
Ach ja, die gute alte DDR - da gab es wenigstens keine Misanthropen. Nur ausschliesslich liebe nette Menschenfreunde.
HeurekaAHOI schrieb:Ich meine schon, das man nicht mehr so unbeschwert joggen gehen kann, seitdem das Flugzeugunglück der German Wings war.
Aus Angst, es könnte einem ein Airbus auf den Kopf fallen? Na ja, seit Adolf Hitler mag man ja auch nicht mehr guten Gewissens Vegetarier sein. Man weiss ja, wohin das führt. Mindestens zu Weltkrieg und Völkermord.

Manche Menschen konstruieren schon gewagte Zusammenhänge.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 15:23
@shionoro
shionoro schrieb:Als gäbe es nicht genug leute die dick, ungeschminkt unrasiert und arm zurechtkommen.
Als wäre es eine so emotional furchtbare lage, wenn im fernsehen mc fit Werbung läuft und einer der dick ist sich entscheidet abzunehmen.
Es geht doch gar nicht darum,dass diese Leute mit SICH zurechtkommen,sondern darum,dass andere damit NICHT zurechtkommen und teilweise auch noch glauben,Dicke Menschen wuerden mit dem Übergewicht nicht glücklich sein.
Ich verbeispiele mal:

Es liefen mal Talkshows,wo dicke Frauen sich in Reizwaesche praesentiert haben.Wieviele haben diesen Frauen unterstellt:"Mit DIESEM aussehen ist die glücklich?!Das kauf ich der nicht ab/kann ich mir nicht vorstellen,dass die sich so wohlfuehlen"
Warum nicht?Woher kommt diese Annahme,diese Damen koennten damit nicht gluecklich sein?
Weil die meisten ein Idealbild im Kopf haben und die nicht verstehen koennen,dass es auch Menschen gibt,die diesem Idealbild nicht folgen und mit ihrem Aussehen zufrieden sind und was "anderes" daraus machen.
shionoro schrieb:Oder als wäre es so furchtbar, wenn man ein paar Minuten ab tag aufwendet oder sich ein paar neue Sachen kauft um einem modetrend zu folgen
An sich ist daran gar nichts furchtbar. Furchtbar ist,dass es die meisten machen,weil die Allgemeinheit das verlangt.
Was glaubst du,wie ich angeschaut werde,wenn ich morgens meine Tochter in die Kita bringe,wenn ich da nicht aufgetakelt und modisch gekleidet,sondern ungeschminkt und in Jogginghose auftauche?Und ich würde mich nicht als hässlich und fett bezeichnen. Mir ist das zu lästig,mich um halb sieben morgens zu schminken und so ein Zeug für die paar Minuten Weg,nur damit ich nicht schief angeschaut werde,ich laufe rum,wie es mir passt,wem das nicht passt,soll wegglotzen.


@Asche

Kein Ding,ich will ja nicht,dass mich noch einer als Suedlaenderfeindlich sieht,mein Vater wuerde sich im Grabe rumdrehen^^

Deine Ansicht gefaellt mir :D volle Zustimmung


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 15:27
@Ligeya

Aber auch andere kommen damit zurecht.
Is ja nu nich so als hätte man wenn man dick ist keine freunde.

Klar gibt es fat shaming in den medien, aber grundsätzlich hast du als dicker mann relativ wenige probleme, und auch als dicke frau ist man keine aussätzige.
Ligeya schrieb:An sich ist daran gar nichts furchtbar. Furchtbar ist,dass es die meisten machen,weil die Allgemeinheit das verlangt.
Was glaubst du,wie ich angeschaut werde,wenn ich morgens meine Tochter in die Kita bringe,wenn ich da nicht aufgetakelt und modisch gekleidet,sondern ungeschminkt und in Jogginghose auftauche?Und ich würde mich nicht als hässlich und fett bezeichnen. Mir ist das zu lästig,mich um halb sieben morgens zu schminken und so ein Zeug für die paar Minuten Weg,nur damit ich nicht schief angeschaut werde,ich laufe rum,wie es mir passt,wem das nicht passt,soll wegglotzen.
Wenn ich morgens in jogginghose in's kaisers gehe werde ich auch nicht schief angeschaut.
Dass Kindergartenmitarbeiterinnen gerade bei Frauen einen gewissen beissreflex haben ist nicht ungewöhnlich, und dass da getuschelt wird.
Unterschiedliche Kleidung drückt unterschiedliches aus, schon immer. Da ist die schminke ziemlich irrelevant.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 15:41
@shionoro
shionoro schrieb:Aber auch andere kommen damit zurecht.
Is ja nu nich so als hätte man wenn man dick ist keine freunde.

Klar gibt es fat shaming in den medien, aber grundsätzlich hast du als dicker mann relativ wenige probleme, und auch als dicke frau ist man keine aussätzige.
Ich glaube,Du verstehst mich irgendwie nicht,kann das sein? :D
Klar haben Dicke Menschen auch Freunde und Partner,das bestreitet ja auch niemand und ich sage auch nicht,dass es Aussätzige sind.
Es geht um das Idealbild,was die Allgemeinheit vertritt und viele Dicke Menschen wegen Ihres Aussehens abstempeln.
Bist Du Dick,traegst hautenge Leggins wirst Du als asozial beschimpft; das ist auch noch so eine Sache: heutzutage wird gewisses Aussehen mit sozialem Status verbunden,das ist auch mit noch das Schlimmste.
Ich koennte als Dicke,Hautenge Leopardenlegginstragende,Kinderwageschiebende genauso Millionaerin sein,wie ich als Hartz vier Empfaengerin in Klamotten von Dolce und Gabbana rumlaufen koennte.
shionoro schrieb:Dass Kindergartenmitarbeiterinnen gerade bei Frauen einen gewissen beissreflex haben ist nicht ungewöhnlich, und dass da getuschelt wird.
Nö,mit den Mitarbeiterrinnen hab ich kein Problem und die mit mir auch nicht :)
Ich meine damit die anderen Mütter,die morgens um halb sieben rumlaufen,als würden sie gleich auf eine Gala-Veranstaltung gehen. Und nein,die gehen anschliessend nirgendwo hin,also takeln die sich nur für den Weg auf.
shionoro schrieb:Unterschiedliche Kleidung drückt unterschiedliches aus, schon immer. Da ist die schminke ziemlich irrelevant.
Da gebe ich Dir teilweise Recht,siehe mein Post weiter oben.
Aber das Schminke irrelevant dabei ist,wuerd ich nicht sagen. Stell Dir mal eine Frau vor,komplett im Hippie Style und dann gemschminkt wie ein Goth. Oder einen Goth in komplett schwarzer Montur,Nieten,alles drum und dran und dann geschminkt wie Claudia Schiffer xDD


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 15:47
@Ligeya
Ligeya schrieb:


Ich glaube,Du verstehst mich irgendwie nicht,kann das sein? :D
Klar haben Dicke Menschen auch Freunde und Partner,das bestreitet ja auch niemand und ich sage auch nicht,dass es Aussätzige sind.
Es geht um das Idealbild,was die Allgemeinheit vertritt und viele Dicke Menschen wegen Ihres Aussehens abstempeln.
Bist Du Dick,traegst hautenge Leggins wirst Du als asozial beschimpft; das ist auch noch so eine Sache: heutzutage wird gewisses Aussehen mit sozialem Status verbunden,das ist auch mit noch das Schlimmste.
Ich koennte als Dicke,Hautenge Leopardenlegginstragende,Kinderwageschiebende genauso Millionaerin sein,wie ich als Hartz vier Empfaengerin in Klamotten von Dolce und Gabbana rumlaufen koennte.
Könntest du, aber Leute fänden trotzdem dass du seltsam aussiehst.
Leute aus früheren zeiten würden auch finden, dass es setlsam aussieht, wie wir momentan rumlaufen
Schönheitsideale und dazu gehört auch ein stück weit kleidung sind nunmal existent, aber sie tangieren den einzelnen in unserer gesellscahft relativ gesehen nicht sonderlich stark.

Menschen die sich diesen Idealen entziehen haben nicht allzu erhebliche Konsequenzen zu befürchten, werden teils dafür sogar gelobt.
Ligeya schrieb:Nö,mit den Mitarbeiterrinnen hab ich kein Problem und die mit mir auch nicht :)
Ich meine damit die anderen Mütter,die morgens um halb sieben rumlaufen,als würden sie gleich auf eine Gala-Veranstaltung gehen. Und nein,die gehen anschliessend nirgendwo hin,also takeln die sich nur für den Weg auf.
Na dann sind das ja offenbar eher die Aussenseiter, weil ich glaub die deutsche normbevölkerung nimmt es dir nicht krum wenn du so deine Kinder da ablieferst.
Ligeya schrieb:Da gebe ich Dir teilweise Recht,siehe mein Post weiter oben.
Aber das Schminke irrelevant dabei ist,wuerd ich nicht sagen. Stell Dir mal eine Frau vor,komplett im Hippie Style und dann gemschminkt wie ein Goth. Oder einen Goth in komplett schwarzer Montur,Nieten,alles drum und dran und dann geschminkt wie Claudia Schiffer xDD
Klar sheen die unterschiedlich aus, aber was ich damit sagen will : Es wird keine Frau als asozial gesehen, nur weil sie sich nicht schminkt.

In de rShcule und unter Jugendlichen ist da snatürlich alles noch ein bisschen anders, klar gibt es da gegebenenfalls gruppendruck, aber wir sprechen jetzt ja von der deutschen normbevölkerung.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 17:28
@shionoro


Was haben denn die Leute aus früheren Zeiten damit zu tun?
Ausserdem geht es nicht NUR um Schönheitsideale;ich gehe es mal anders an,die Kita ist ein gutes Beispiel hierfür.
Wenn Du da einem Gespräch der Mütter belauschst,hörst Du nur :"Mein Kind kann schon dies und jenes" oder "Mein Kind ist da und da angemeldet".Diese Frauen konkurrieren durch ihre Kinder miteinander und dazu zählt auch das Äussere.
Wenn der kleine "Jakob" mit drei Jahren schon Fahrrad fahren kann,dann muss der kleine "Lukas" das mit zwei Jahren auch schon lernen,man will ja besser sein als die anderen und hinterher hinken geht schon mal gar nicht.
Wenn Du eine Gruppe von sechs Kindern hast,fünf davon Fahrrad fahren können und einer nicht,wird dieser automatisch ausgegrenzt und das nicht nur im Bereich des Fahrradfahrens,sondern in allen Bereichen. Weil er schliesslich nicht das kann,was "alle"können und für die zählt auch nicht,dass er es vielleicht noch nicht kann,weil er Probleme mit den Beinen oder Füssen hat,sondern es zählt schlichtweg "er kann es nicht!".Das Warum interessiert keinen.Und dieses "Beurteilen" wird den Kleinsten von den Müttern schon eingebläut.
Bei den Mädchen ist es das Selbe,nur mit dem Aussehen. Jungs werde an Ihren Fähigkeiten gemessen und Mädchen nach dem Aussehen. Du hast Recht,Erwachsene dicke Menschen haben vielleicht nicht so viel Probleme,aber schon mal an dicke Kinder gedacht?Meinst Du,die haben es auch so "leicht",wenn die Mütter ihren Töchtern von klein auf schon diese Schönheitsideale in den Kopf ballern?
Die Tochter einer Freundin ist sieben,nicht dick,aber etwas "Speckiger".Dazu trägt sie eine Brille und hat eine schöne Op Narbe im Gesicht.Was meinst Du,wie in der ersten Klasse schon damit umgegangen wird?Die wird gehänselt,weil sie eine Narbe im Gesicht hat,denn das Gesicht hat schliesslich perfekt zu sein.Jede kleine Hautverfärbung,jeder Pickel wird weggeschminkt.Bei sowas ist es kein Wunder,dass das Kind anfängt sich für die Narbe zu schämen und denkt,sie wäre hässlich! Und daran sind meiner Meinung nach die Medien schuld und genauso schuldig sind die Menschen,die diese Schönheitsideale annehmen und verbreiten.Diese Menschen sind schuld daran,dass ein kleines Mädchen sich hässlich fühlt!

Klar gab es schon immer Schönheitsideale,keine Frage.Aber noch nie zuvor hat man so extrem wie heute versucht dem nachzueifern.Früher hat man gesagt,"Wow hübsche Frau,die sieht aber toll aus".Und gut.Da gab es noch keine Medien,die Dir gesagt haben,Dein Arsch ist zu fett,Dein Gesicht zu verpickelt oder Deine Kleidung ist out.
Heutzutage ist es anders:"Boah sieht die geil aus,so will ich auch aussehen".Und das denkt nicht nur eine,sondern Tausende.
Dann sollen sie Gleich schreiben" Wer nicht so aussieht (Bild des Schönheitsideals) ist hässlich und fett!"Das ist nur direkt ausgedrückt,was die Medien nett umschreiben.


Und ich habe nicht gesagt,dass ungeschminkte Frauen hässlich sind,sondern ich bezog mich auf den Kleidunsstil.

So muss mal weg. Bis denne


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

16.04.2015 um 17:43
HeurekaAHOI schrieb:Andreas Lubitz hat auch gelaufen. Vermutlich weißt du das.

Ich meine schon, das man nicht mehr so unbeschwert joggen gehen kann, seitdem das Flugzeugunglück der German Wings war.
Und wenn sich rausstellt, dass er seinen Kaffee gern schwarz getrunken hat, kann man vermutlich auch nicht mehr einfach so nen schwarzen Kaffee bestellen, wenn man in nem Cafe sitzt.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

18.04.2015 um 09:37
@shionoro
shionoro schrieb:Warum ist es wichtig ob Druck rational ist oder nicht?
Ist doch sogar besser, wenn die, die nicht so viel Leistung bringen wollen nicht direkt verhungern.
Weil der rationale Druck von äußeren Umständen herrührt, die kein Mensch beeinflussen kann. Zumindest nicht in der damaligen Zeit. Der irrationale Druck kommt vom Menschen selbst und zwar genau an Punkten, wo Druck absolut unnötig wäre. Das verurteile ich am System und solange die Leute nicht dagegen aufbegehren, verurteile ich das auch am Menschen.

Shionoro, die Probleme, die ich mit der heutigen Einstellung der Menschen habe, ist, dass sich immer mehr der Irrglaube verbreitet, dass alles, was natürlich ist, schlecht, ungepflegt, ungesund sein muss. Bestes Beispiel: Sonne. Krebserregend. Passt bloß auf, liebe Leute, und bleibt der Sonne fern. Aber schaut, hier haben wir tolle Vitamin-D-Tabletten, funktionieren ebenso gut und haben außerdem noch tolle Vitamin C, A und E Zusätze. Eine davon reicht für den ganzen Tag. Wow!
Selbiges gilt doch für die Parfümindustrie. Hauptsache, der Mensch riecht nicht nach Haut und Haar, sondern nach Obstteller, Vanille und Sandholz (?!).
Wie praktisch Klamotten sind, spielt ebenfalls keine Rolle. Wichtig ist nur, ob der Arsch gut in der Hose sitzt oder der Ausschnitt tief genug ist.
Nahrungsmittel am besten auch tiefgekühlt, pulverisiert und mit ein bisschen Wasser (am besten aus der Mineralwasserflasche) aufgekocht und verschlungen. Wer will den schon den Salat aus der dreckigen Erde - ist ja widerlich. Holzwolle klingt da schon hygienischer.

So, ich weiß, dass diese Meinung nicht alle teilen, es gibt eine Gegenbewegung von Bio etc. Und dennoch ist es aus irgendeinem Grund möglich, dass diese Märkte wachsen und wachsen, während die kleinen Betriebe nach und nach pleite gehen oder aufgekauft werden.
Ich könnte nun natürlich sagen, dass es die Schuld der Juden oder Schwarzen ist, dieses Argument hätte sich jahrhundertelang bewährt. Man verzeihe mir, wenn ich das nicht tue.
Ebenso könnte ich die Schuld der Politik geben, aber wie sollte es in einer vom Volk abhängigen Demokratie möglich sein, die Schuld auf eine Elite zu schieben? Wir alle sind schuld, wir alle wehren uns weder gegen die Maßnahmen noch gegen die politischen Parteien, die so etwas durchsetzen. Und eigentlich hätten wir die Macht dazu.
Und dennoch, die CDU bekommt nach wie vor einen Großteil der deutschen Stimmen?
Es ist in meinen Augen vollkommen naheliegend, folglich seinen Hass auf die Gesamtheit der Gesellschaft zu lenken.


@Doors
Doors schrieb:Ach ja, die gute alte DDR - da gab es wenigstens keine Misanthropen. Nur ausschliesslich liebe nette Menschenfreunde.
Nimm's mir nicht übel, aber solche Aussage nerven doch einfach. Wie du auf einmal auf die DDR kommst, verstehe ich nicht, zumal ich das Gefühl habe, in jedem Post erwähnt zu haben, dass man nicht von Gesellschaften nach der industriellen Revolution sprechen kann, da in diesen der Kapitalismus vorherrschend war. Ich weiß, dass die DDR mit dem Kommunismus liebäugelte, aber genau genommen ist der lediglich ein Gegenprojekt zum Kapitalismus und krankt daher an denselben Wurzeln.

Aber nochmal ganz klar:
Nein, ich halte nichts von der DDR.
Ich habe noch nicht einmal gelebt, als die Mauer fiel, geschweige denn habe ich die Umstände in der DDR miterlebt.
Also - nein - ich werde mir kein Urteil über die dortige Lebensweise bilden.
Und wenn Misanthropen in meiner Weltanschauung etwas Negatives wären, dann würde ich mich bestimmt nicht mit dem Begriff verbinden.


@Ligeya
Ligeya schrieb:Deine Ansicht gefaellt mir :D volle Zustimmung
Gleiches hier. Du kannst glücklicherweise mit mehr praktischen Details kommen als ich ;)


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

25.04.2015 um 13:22
die Probleme, die ich mit der heutigen Einstellung der Menschen habe, ist, dass sich immer mehr der Irrglaube verbreitet, dass alles, was natürlich ist, schlecht, ungepflegt, ungesund sein muss. xt
Sehe ich ähnlich..Der natürliche Mensch ist schadhaft und muss sich dementsrechend anpassen..an künstlich erschaffene Bedingungen...ohne die es "natürlich" überhaupt nicht mehr geht.
Menschenunwürdig von 800.- im Monat zu leben.
Ja, da muss man gleich Flaschen sammeln und hungern...wie schrecklich!
Es ist nich so schlimm mit wenig Geld auszukommen,
es sind allein die menschlichen Mängel die das Leben so schwer machen
@shionoro
lebt eben in seiner (warscheinlich von Eltern unterstützten) Seifenblase und vertritt seit (naja 6/7Jahren?) die These "Früher war`s noch schlimmer bzw. genauso schlimm".
Damit hat er natürlich recht und bleibt auf der sicheren Seite.
Denn dieses "etwas zu weit aus dem Fenster lehnen" könnte zum Sturz führen.
Aua will @shionoro nich..
Deswegen macht ne Diskussionen mit ihm auch nich so viel Spass


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

25.04.2015 um 18:06
@Piorama

Eine Diskussion mit mir macht nicht so viel Spaß weil ich eine eigene Meinung vertretete?
Die so auch von einer Menge Leute vertreten wird die in diesem 'Früher' gelebt haben?

Was hat das außerdem mit meinem Eltern zu tun?

Meine eltern sind von ihrer Einstellung her das komplette gegenteil zu mir.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

26.04.2015 um 09:16
@Piorama
Ich stimme dir zumindest insofern zu, dass 800 Euro im Monat eigentlich genug sein dürften. So viel Geld habe ich ehrlich gesagt in den letzten 6 Monaten ausgegeben (zugegebenermaßen wird die Miete von meinen Eltern finanziert). Etwas anderes mag es sein, wenn man eine Familie zu versorgen hat.

Ich saß allerdings letztens im Bus, mir gegenüber eine junge Frau, die mit irgendjemandem telefoniert hat (so laut, dass man zwangsläufig mithören musste). Sie hatte offenbar Geldnöte, brüllte dann aber, dass sie ganz bestimmt nicht auf Schminke, Cremes etc. verzichten würde - sie wollen schließlich noch ein Leben haben. Fand ich sehr amüsant. Denn wenn der deutsche Staat Sozialgelder zahlt und von einem Mindestmaß an monatlichem Geld spricht, dann finde ich es doch sehr ironisch, dass der Steuerzahler für die Schminke armer Leute aufkommen muss. Und wie viele "arme Leute" rauchen oder besitzen ein Haustier?

Wir sind heute schlicht so verwöhnt, dass wir es als untragbar ansehen, wenn man sich mit seinem Geld nicht dann und wann auch mal einen Luxusartikel leisten kann, Computer, Handy und so. Lebensmittel allein dürften niemanden in den Ruin treiben.
Natürlich unterstützt die Politik diesen Gedanken verhältnismäßig gerne. Nur ein konsumierender Bürger ist ein guter Bürger.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

26.04.2015 um 09:23
@Asche

Es wird keiner zum konsum gezwungen, abe rnatürlich ist konsum etwas gutes, weil er arbeitsplätze schafft und die wirtschaft ankurbelt.
Daran ist nichts anrüchiges.

Und ja, jemandem der arbeitslos ist sollen durchaus gewisse luxusartikel ermöglicht werden.
Auch einer der vom staat geld bekommt darf entscheiden was er mit dem geld anstellen will was über bleibt.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

26.04.2015 um 10:09
@shionoro
shionoro schrieb:abe rnatürlich ist konsum etwas gutes, weil er arbeitsplätze schafft und die wirtschaft ankurbelt.
Nee. Konsum ist innerhalb des erkrankten Wirtschaftssystems des Kapitalismus gut. Man betrachte nur die Herkunft des Wortes, lat. consumare = verbrauchen, erschöpfen, aufbrauchen, verschwenden, verwenden, verzehren. Konsum schließt mit ein, dass man Ressourcen verschwendet, die man nicht benötigt. Ein "guter" Gebrauch von Dingen wäre, sich ihres Nutzens dann zu bedienen, wenn man ihn braucht; zu essen, wenn man Hunger hat, einen Baum zu fällen, wenn man Bedarf hat.
Aber es ist natürlich super, wenn Menschen, die eigentlich kein Geld haben, kaufen, kaufen, kaufen, um anderswo Arbeitsplätze zu schaffen, auch wenn sie selbst keine Arbeit haben.
Eine Frage habe ich dann aber doch: Wie ist es möglich, dass in Zeiten von einem so enormen Wirtschaftsaufschwung die Armut der Bevölkerung wächst? Und wem bringt Wirtschaftswachstum überhaupt etwas? Dem Normalverbraucher? Oder den Konzernen, die größere Gewinne ausschöpfen? Mir persönlich ist es ehrlich gesagt gleichgültig, wie groß das Wirtschaftswachstum ist. Wenn ich einen Job habe, wächst mein Einkommen nicht, nur weil Nestlé, Microsoft und Mercedes bessere Zahlen schreiben.
shionoro schrieb:Und ja, jemandem der arbeitslos ist sollen durchaus gewisse luxusartikel ermöglicht werden.
Auch einer der vom staat geld bekommt darf entscheiden was er mit dem geld anstellen will was über bleibt.
Ich möchte mich jetzt wirklich nicht gegen Arme stellen, denn eigentlich finde ich diese Arm-Reich-Hetze zum Kotzen. Aber ich finde nicht, dass der Staat verpflichtet ist, einem Menschen so viel Geld zur Verfügung zu stellen, dass er sich neben Nahrungsmittel auch noch Luxusartikel besorgen kann. Es ist schön und gut, dass die Menschen heute nicht mehr hungern müssen. Aber warum sollte ein Arbeitender Steuern dafür zahlen, dass sich ein anderer äußerlich aufpeppen kann? Oder warum sollte er dafür aufkommen, wenn jemand rauchen will?


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