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Die Mary Celeste

122 Beiträge, Schlüsselwörter: Geisterschiff, Mary Celeste

Die Mary Celeste

27.05.2017 um 18:59
@Dogmatix
@aero
aero schrieb:Ansonsten werden wir da aufgrund der allgemein bekannten umstände auch nicht mehr viel herausbekommen können.
Na ja, ein paar Sachen habe ich doch noch herausbekommen, vielleicht genug für einen (wie immer: vorläufigen) Abschluß der Geschichte.

Meine Quellen waren ein auf dieser Seite:
http://www.missedinhistory.com/blogs/missed-in-history-the-mary-celeste.htm
gefundener Podcast:
http://podcasts.howstuffworks.com/hsw/podcasts/symhc/2013-06-24-symhc-mary-celeste.mp3 und dieser Blog, mit vielen Details:
http://marycelestemystery.blogspot.de/

Es ist wirklich gut möglich, dass es zu einer Verpuffung gekommen war, der herausgerissene Ofen und die verstreuten Koch-Utensilien könnten Hinweise darauf sein.
Das Problem mit den Alkoholdämpfen war mit dem Verdampfen des Alkohols in den 9 porösen Roteiche-Fässern aber nicht erledigt, weitere 300 Fässer hatten Lecks!
Vielleicht haben die Männer der Dei Gratia nur deshalb nichts davon bemerkt, weil inzwischen vorne und hinten die Frachtraumluken seit Tagen offenstanden.

Es war auf jeden Fall riskant auf der Mary Celeste zu Kochen, zu Heizen oder Licht anzuzünden, aber auch wenn man das alles vermieden hätte, hätte immer noch ein Funke, wie er beim Zusammenstoßen von Metallteilen entstehen kann, gereicht um eine Explosion auszulösen.

Kapitän Briggs war außerdem in einer schlimmen Zwickmühle, denn bei Sturm musste er diese Luken schließen, damit nicht noch mehr Wasser eindringt, das konnte er sich nämlich mit einer defekten Pumpe keinesfalls erlauben.

Die Pumpe hätte er vielleicht auf den Azoren reparieren lassen können, aber das Problem mit den Alkoholdämpfen wäre er nicht losgeworden und ein Viertel der Reise hatte er noch vor sich.

Die Mary Celeste  und ihre Ladung waren übrigens mit 46.000 Dollar gut versichert, Kapitän Briggs, dem ein Drittel des Schiffs gehörte, musste sich keine finanziellen Sorgen machen und es grenzte an ein Wunder, dass sie das Gebiet, auf das sie zusteuerte, gleich hinter Santa Maria schadlos überstand, das von Riffen durchzogen war und für stürmische Winde berüchtigt war.

Wenn Kapitän Briggs tatsächlich eine Fehlentscheidung getroffen hat, dann war es meiner Meinung nach zweifellos diese:
Seine Frau und seine Tochter auf einen Gefahrgut-Transport mitzunehmen, der noch dazu zur Zeit der gefährlichen Herbststürme stattfand.


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Die Mary Celeste

27.05.2017 um 19:07
@Tajna

Vielen Dank. Muss mir das auch noch mal anschauen.
Tajna schrieb:für stürmische Winde berüchtigt war.
Wieso "war"? Sank die Ms München nicht auch nördlich der Azoren?

Nun, das war ja sein Beruf. Und er hatte ja das Schiff extra erhöht, für die Unterkunft für Frau und Kind, die er auf Reisen oft vermisste. Den 6jährigen Sohn hatten sie ja zu Hause gelassen.

Aber nochmal vielen dank.


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