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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

12.792 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov, Dyatlov Pass ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 20:46
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich meine, die Sichtungen wären alle für den 17. Februar bezeugt. Jedenfalls die drei, vier, die ich mir angesehen habe.
Korrekt.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:2. Lichter zwei Wochen später?
Siehe oben.

Die meisten Lichter werden am 17.2 gemeldet. Eine Meldung am 31.3. Das geht alles an den Leiter der Suchmannschaft(?)


Auf dyatlovpass.com unter dem Reiter "Theories" werden alle gängigen Theorien knapp vorgestellt.
Bei der UFO Theorie heisst es :
"several geologists 70 km from the mountains saw some glowing and pulsating orbits flying in the direction of the Kholat Syakhl on a day of tragedy (evening of Febrauary 1st)."
Das bezieht sich allerdings auf angebliche Raketen.

Ich bin mir auch ziemlich sicher gelesen zu haben das die zweite Wandergruppe, die weiter Südlich unterwegs war, am 1.2. Lichter im Norden gesehen hat. Also am Kholat Syakhl. Ich kanns aber nicht mehr finden, also lassen wir das mal weg.


Stattdessen habe ich das gefunden, das offizielle Radiogramm während der Suche:
http://forum.dyatlovpass.com/index.php?topic=58.0

(Sheet 167)
The reason could be some kind of extreme natural phenomenon or the flight of a meteorological rocket that was seen by I / II (gemeint ist der erste Februar) in Ivdel and 17 / II was seen by Karelin's group tomorrow.

Der Funkspruch bezieht sich auf die Frage warum das Zelt verlassen wurde.

Mit anderen Worten, es war offensichtlich bekannt das am 1.2. Lichter gemeldet wurden.
Zitat von NemonNemon schrieb:Es wäre dann natürlich interessant zu vergleichen, in welcher räumlichen Lage die Licht-Phänomene zu den Minen oder anderen relevanten geologischen Formationen erscheinen und wie sie sich bei welchen Gegebenheiten verhalten. Und ob sich ein Schema zeigt, das in Norwegen und Russland in etwa gleich ist.
Das ist das Problem. Die Hessdalen Lichter sind real und wurden wissenschaftlich untersucht. Eine Lösung gibt es aber nicht nur Indizien.
Das bedeutet aber nicht automatisch das dieser Effekt nicht im Südural auftreten kann/könnte. Ich würde daher so einen Effekt nicht pauschal abtun, zumal wir nun mal Berichte über Lichter haben.
Hessdalen Lichter wären aber eine bessere Erklärung als UFOs oder explodierende Atombomben oder Raketen.

Nehmen wir nur einmal an diese Lichter wären am,im oder um das Zelt. Die Gruppe würde wohl in so einem Szenario alles tun, nur nicht Beifall klatschen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 21:05
@BlackSeal
@Nemon

Das heißt aber, dass die Sichtungen erst zwei Wochen nach dem Unglück gesehen wurden. Können daher nicht ursächlich am Unglück beteiligt gewesen sein.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 21:35
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das heißt aber, dass die Sichtungen erst zwei Wochen nach dem Unglück gesehen wurden. Können daher nicht ursächlich am Unglück beteiligt gewesen sein.
Ja, das war aber schon geklärt.
Zitat von BlackSealBlackSeal schrieb:Nehmen wir nur einmal an diese Lichter wären am,im oder um das Zelt.
Wie gesagt - gesetzt, dass der Fallwind herrschte, wäre das womöglich das geringere Problem gewesen, Lichter zu sehen. Das waren technisch geschulte, rationale Leute.

Außer Kugelblitzen und völlig abstrusen UFO-Schilderungen ist mir jetzt kein Bericht bekannt, wo ein solches Licht-, Ufo-, Naturphänomen gesichtet wurde und sich dies tatsächlich mal ganz nah an Menschen befindet. Da lasse ich mich aber gerne belehren...


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 21:38
@BlackSeal
Zitat von BlackSealBlackSeal schrieb:Nehmen wir nur einmal an diese Lichter wären am,im oder um das Zelt.
Das brauchen wir aber nicht annehmen, da die Lichter zwei Wochen NACH dem Unglücksfall auftraten.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 21:42
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das brauchen wir aber nicht annehmen, da die Lichter zwei Wochen NACH dem Unglücksfall auftraten.
Na ja, falls in der Gegend tatsächlich Lichter-Phänomene öfters aufgetreten sind, darf man durchaus mal nachfragen, was das sein könnte und was es bewirken könnte. Es hätte sich ja dann theoretisch auch am Zelt ereignen können ohne, dass es aus der Entfernung gesichtet wird.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 22:10
@Nemon

Ist mir zu weit her geholt.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 22:18
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ist mir zu weit her geholt.
Ist auch m. E. ziemlich schnell abgehakt.
Wenn man will, haben solche Lichterscheinungen aber ihren eigenen Reiz auch ohne Bergwanderer.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.07.2019 um 22:38
Kleiner Nachtrag noch: Die Gruppe war ja durchaus schon ein paar Tage da draußen unterwegs. Wäre ihnen etwas aufgefallen, hätten sie es in den Tagebüchern notiert. Oder war da was? Ich habe die Journale nie darauf hin gelesen und jedenfalls nichts in Erinnerung.
Am 27. Januar startet die Tour mit einem Ausflug zu einer verlassenen Mine (interessant in Bezug zum Hessdalen-Vergleich?), ab dem Zeitpunkt sind sie an Flussläufen entlang im Freien unterwegs.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

22.07.2019 um 22:51
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ist mir zu weit her geholt.
.... der kausale Zusammenhang mit den Umständen des Todes der Mitglieder der Dyatlov-Gruppe mir auch.

Mich wundert aber trotzdem, dass in dem Zusammenhang bisher keiner die Lichterscheinungen ...."in Bodennähe" erwähnt, die in dem "Gebiet" (180 km entfernt) Jahre später von zwei Personen unabhängig voneinander protokolliert wurden und die sogar ausführlich auf dyatlovpass.com beschrieben sind:

https://dyatlovpass.com/yury-yakimov-theory

Die dort beschriebenen Lichterscheinungen (von technisch durchaus geschultem Personal) klingen ebenfalls unglaublich und fanden bei "ruhigem" Wetter statt - das wäre für mich ein Indiz dafür dass das in der Unglücksnacht beim Orkan schon deshalb nicht passieren konnte.
Ein Indiz ist kein Beweis...

Dummheit ist nicht «wenig wissen», auch nicht «wenig wissen wollen», Dummheit ist «glauben, genug zu wissen».
<Konfuzius>

Wenn der Schwede nicht gekommen wäre würden wir jetzt auch nicht Fallwind auf dem Radar haben als beste Annäherung an das Geschehen in der Tatnacht.

Und eine Erklärung für das Verlassen des Zeltes (Panik) und die Verletzungen (elektrische Entladung/Schockwelle) hat Yuri Yakimov auch plausibel geliefert. Dem würde ich dann doch eher diese Theorie abkaufen als Rakitin - wenn es nicht die Schweden-Fallwind-Theorie gäbe... (oder ein Schneebrett :) )


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

23.07.2019 um 22:05
Zitat von BlackSealBlackSeal schrieb:Warum Kugelblitze?
Na ja, Kugelblitze sind mysteriös aber nicht mysteriös genug. Kugelblitze gibt es wirklich, man kann sogar Kugelblitzähnliche Phänomene im Labor erzeugen. So richtig wird das Phänomen aber nicht verstanden.
Also ich habe als Kind das Glück gehabt einen Kugelblitz sehr intensiv und lange zu erleben. Das ist keineswegs erschreckend, sondern faszinieren gewesen. Ich hatte keinerlei Angst. Das war so ein Gefühl als wenn man ei UFO sehen würde. Ich stand versteinert da und beobachtet obwohl das Ding keine 10 m an mir vorbeiflog. Obwohl das jetzt fast 40 Jahre her ist, der Film ist bei mir gespeichert, leider nur im Hirn.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 17:51
Hallo @all,

geschafft ;)! Ich habe die letzten 5 Tage nun damit verbracht, hier den kompletten Thread und viele der Links zu lesen.
Ein großes Dankeschön an alle, die sich hier so unglaublich viel Mühe gemacht haben!

Es war sehr viel Input, auch habe ich die Masse an Informationen unterschätzt, sonst hätte ich mir Notizen gemacht.
Deswegen möge man mir bitte verzeihen, wenn ich doch mal einer Fehlinformationen unterliege, oder die eine oder andere Information falsch in Erinnerung habe.
Ich bin absolut durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und dann in diesem Thread verblieben, da ich das Thema vor Jahren wahrgenommen und für interessant befunden habe.

"Damals" wurde hier ja die Schneebrett-Theorie favorisiert und viele wurden "abgebügelt", die das anzweifelten.
Ich glaube, es war passato, der die Hartnäckigkeit besaß, da neue Bewegung in den Thread zu bringen, bevor dann die Theorie der Fallwinde aufkam.
Damit möchte ich nur sagen, dass man nun nicht auch den "Fehler" machen sollte, jeden anzugehen, der eine andere Meinung hat.
Gleichwohl sollte das Gesamtbild natürlich schon zu den bekannten Fakten passen.
Stellt man die Fakten infrage, wird das wenig kostruktiv sein, da dann alles möglich ist.

Ich halte die Fallwind-Theorie für absolut plausibel und sie kann alles unter einen Hut bringen.
Dass in dieser lebenfeindlichen Gegend (kleine) Fehler das Leben kosten können und es dafür nichts anderes benötigt, ist sicherlich unstrittig.

Trotzdem gibt es einige Punkte, die mir insgesamt aufgefallen sind bzw mir durch den Kopf gehen.
Jeder einzelne Punkt ist für sich erklärbar, aber in Summe kommt da viel zusammen, was mich dann doch nachdenklich macht.
Weder möchte ich damit behaupten, dass es gegen die hier favorisierte Theorie spricht, noch hätte ich eine bessere, aber die gab es vor der Fallwind-Theorie auch nicht.

Da mir vieles durch den Kopf geht, ich auch die letzten Tage viel Input hier bekommen habe, möchte ich mich nochmals entschuldigen, falls das Folgende unvollständig oder fehlerhaft sein sollte.

- Der Herr, der die Gruppe verlassen hat, hatte körperliche Probleme (es wurde als Ischias Nerv hier gedeutet) und das nicht zum ersten mal?!
Ist darüber etwas bekannt, dass dies nicht zum ersten mal der Fall war?
Ich stelle mir nur vor, diese Schmerzen wären später aufgetreten, jeneits der Möglichkeit, mal "eben so" umzudrehen.
In diesen Gegenden ist es ja äußerst wichtig, sich auf seinen Körper verlassen zu können.

- Auch wenn der Gruppe einer Tour der Stufe 3 bei diesem Wetter Erfahrung fehlte, waren sie doch hinsichtlich Informationsbeschaffung über andere usw bestimmt bestens vorbereitet.
Weder waren sie dumm, noch hätten sie die Bedingungen auf die leichte Schuter genommen.
In diesem Zusammenhang finde ich die Wahl des letzten Zeltplatzes sehr fragwürdig.
Es war die erste Nacht jenseits der Baumgrenze und dann wählt man diesen Platz.
Auch an eine Art "Mutprobe", frei nach dem Motto, heute wollen wir es richtig hart, kann ich nur schwer glauben.
Es war ja die Lichtung, das Wäldchen in Reichweite und dort wäre der deutlich bessere Zeltplatz gewesen. Das muss allen bewusst gewesen sein.

- Und genau da, in dieser ersten Nacht jenseits der Baumgrenze, lässt man dann den Ofen weg?
Hier wurde ja lange geschrieben, da es die Informationslage so hergab, dass der Aufbau des Ofens ungefähr eine Stunde dauern würde, dies wurde ja bereits bezweifelt und auch (abschließend) geklärt.
In einer Stunde baut man zu zweit einen Kleiderschrank auf, was sollte das für ein Ofen sein?
Eigentlich sollte der Aufbau unkompliziert sein.
Und auch wenn es wohl nicht viel Holz war, soll der Ofen ja mit Holz gefüllt gewesen sein.
Ich finde es (wie gesagt, jeder einzelne Punkt für sich nicht, aber die Masse macht es dann) komisch, dass man diese Lebensversicherung nicht aufbaut, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

- Zwei (?) Personen waren den witterungsverhältnisse entsprechend angezogen (sorry, falls das nicht stimmt). Warum haben die am Zelt, als es verlassen werden musste, den Ofen inkl Holz nicht gesucht und mitgenommen, die anderen hätten ja Richtung Lichtung vorgehen können. Streichölzer waren ja vorhanden und dass man ein Feuer zum Überleben braucht, muss klar gewesen sein.
Ebenso die Axt. Beides wurde außerhalb des Zeltes gefunden, oder?
In diesem Zusammenhang muss ich einräumen, dass ich mir nur vorstellen kann, wie heftig solche Winde sind, aber die Zeit zum Beschweren des Zeltes und die Ruhe / den klaren Kopf, eine Taschennlampe auf das Zelt zu legen (wenn es denn so war), hatte man ja auch.
Der Ofen, draußen auch ohne Abzug, hätte ja die beste Möglchkeit gegeben, ein Feuer, geschützt vor äußeren Einflüssen, zu entfachen.

- Die einzige Möglichkeit, etwas über das Wetter zu erfahren, das Radio, gibt man dann einer anderen Gruppe?
Das ist sehr fahrlässig und passt für mich nur schwer ins Bild.
So naiv kann man doch nicht sein, zumal da ja auch ein Kriegsveteran dabei war, der bestimmt wusste, wie schnell ein Leben beendet werden kann, wenn man unvorsichtig ist.
Nun kann man ihm unterstellen, er hätte sich überschätzt, aber hätte die Gruppe da nicht ihr Veto eingelegt?
Repekt vor diesem Trip wird man doch gehabt haben, gerade wenn es das erste Mal ist.

-Warum wurde überhaupt nach Strahlung gesucht?
Ein Standardablauf bei solchen Szenarien?

- Die Verletzungen; ich kann das nicht beurteilen, aber einige hier im Forum, offensichtlich vom Fach, zweifeln ja zumindest an, dass die durch den Sturz so entstanden sein können.
In diesem Zusammenhang frage ich mich, warum 3 der 4 am Bach so schlimme Verletzungen haben und einer gar keine Verletzungen in diesem Ausmaße hatte.
Nun kann das natürlich dafür sprechen, dass diese 3 eben abgestürzt sind, aber diese 3 lagen ja nicht so dicht beieinander.

- bekannt ist ja nur, dass zwischen letzter Mahlzeit und dem letzten Atemzug ca. 6 - 8 Stunden lagen. Das sagt per se ja über die Uhrzeit des Todes nichts aus. Wegen der Temperaturen wird man anhand des Verwesungsprozesses den Tag des Todes wahrscheinlich auch nur schwer bestimmen können.
Die Uhren, drei waren es, wenn ich mich richtig erinnere, 2 zeigten eine ähnliche Uhrzeit an, waren zum Aufziehen, aber wann sie das letzte Mal aufgezogen wurden und wie lange sie dann laufen, ist nicht bekannt, letzteres zumindest nicht uns.

- Gerade wenn man bedenkt, dass so wenig Gepäck/Gewicht wie möglich mitgenommen wurde (Annahme), ist es schon komisch, dass es so viele Fotoapparate mitgenommen wurden. Ich kann mir auch vorstellen, dass die zu der Zeit wertvoll waren und die Uni, auch wenn genug vorhanden, da nicht so großzügig mit umgeht.

- Das falsche Datum (06.02. war es, oder?). Klar, Irrtum, Schlamperei, kann alles gut sein.

Insgesamt halte ich auch die Fallwind-Theorie für schlüssig, aber für mich gibt es halt einige Punkte, die einfach wegen ihrer Masse auffällig sind, auch wenn man jeden für sich beantworten kann.

Ich wollte meine Gedanken, nachdem ich mich durch so viele Seiten gelesen habe, nur mal mitteilen.
Danke für eure Zeit und allen einen schönen Tag.


PS:
Schade, dass sich der Herr mit den Beziehungen zu den (Fach)Ärzten nicht mehr meldet.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 19:02
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:"Damals" wurde hier ja die Schneebrett-Theorie favorisiert und viele wurden "abgebügelt", die das anzweifelten.
Ich glaube, es war passato, der die Hartnäckigkeit besaß, da neue Bewegung in den Thread zu bringen, bevor dann die Theorie der Fallwinde aufkam.
Damit möchte ich nur sagen, dass man nun nicht auch den "Fehler" machen sollte, jeden anzugehen, der eine andere Meinung hat.
Hallo chse79 und herzlich Willkommen in diesem thread!

Du hast vollkommen Recht, die Schneebrettheorie galt hier lange zeit als sakrosankt und es war nicht einfach, sich als einsamer Rufer in der Wüste dagegen durchzusetzen..... :)

Und natürlich darf man nie aufhören, den aktuellen Stand zu hinterfragen, so ist es ja in allen Naturwissenschaften, eine Theorie hat nur so lange bestand bis sie durch eine bessere/genauere ersetzt wird.

Momentan ist es allerdings so, dass die Fallwindtheorie als einzige so gut wie keine inneren Widersprüche hat, und damit der Schneebrett eben überlegen ist.

Ich wäre allerdings der Letzte der darauf beharren würde, wenn nach Abschluss der Untersuchung noch etwas ganz anderes und noch Schlüssigeres herauskommen sollte. Allerdings kann ich mir momentan nicht so recht vorstellen, was das sein könnte.

Die Einwände und Unstimmigkeiten die du hier vorbringst erscheinen mir jedenfalls alle sehr genereller Art zu sein und nicht spezifisch die Fallwindtheorie (FWT) anzugreifen. Bei manchen erkenne ich auch gar nicht wo das Problem sein soll.

z.B.: Die Verletzungen. Alle 4 lagen sehr dicht beieinander. Es können durchaus 3 abgestürzt sein, der vierte hat sich ihnen zugesellt, sie haben sich gegenseitig gewärmt und sind dabei verstorben (wobei Dubinina mMn. bereits tot war)
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:- Und genau da, in dieser ersten Nacht jenseits der Baumgrenze, lässt man dann den Ofen weg?
Das hat mich zwar auch immer gewundert aber wenn tatsächlich keine Asche im Ofen war, dann war es wohl so. Und warum auch nicht eine Art "Härtetest" am Hang? Um für den Ortorten gerüstet zu sein.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:das Radio, gibt man dann einer anderen Gruppe?
Ist ja auch Gewicht zu schleppen
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Ich stelle mir nur vor, diese Schmerzen wären später aufgetreten, jeneits der Möglichkeit, mal "eben so" umzudrehen
Dann hätte er Pech gehabt. Ich hatte heute auch das Glück dass ich mit dem Auto neben einer Werkstatt und nicht in der Pampa liegengeblieben bin. Sowas passiert.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Warum haben die am Zelt, als es verlassen werden musste, den Ofen inkl Holz nicht gesucht und mitgenommen, die anderen hätten ja Richtung Lichtung vorgehen können
Genau das erklärt ja die FWT im Gegensatz zu allen anderen Theorien: Es muste alles blitzschnell gehen. Keine Zeit irgendwas, und schon gar nicht einen Zentnerschweren Ofen, zu bergen.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Ich kann mir auch vorstellen, dass die zu der Zeit wertvoll waren und die Uni, auch wenn genug vorhanden, da nicht so großzügig mit umgeht
Also ich würde auf so einen Trip auch einen Fotoapparat mitnehmen, selbst wenn jeder andere schon einen hätte.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:- Das falsche Datum (06.02. war es, oder?). Klar, Irrtum, Schlamperei, kann alles gut sein
Das wurde mE schon ganz schlüssig aufgeklärt

Also wie gesagt, natürlich soll man alles hinterfragen, aber diese von dir genannten Punkte scheinen mir alle jetzt gerade nicht besonders rätselhaft zu sein.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 19:15
@Chse79
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Der Herr, der die Gruppe verlassen hat, hatte körperliche Probleme (es wurde als Ischias Nerv hier gedeutet) und das nicht zum ersten mal?!
Ist darüber etwas bekannt, dass dies nicht zum ersten mal der Fall war?
Ist das jetzt irgendwie wichtig?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 19:35
Hallo passato,

ja, du hattest hier ganz schön zu kämpfen ;).
Zitat von passatopassato schrieb:Hallo chse79 und herzlich Willkommen in diesem thread!
Danke.

Ich wollte die Theorie der Fallwinde auch gar nicht anzweifeln und sie bringt alles unter einen Hut.

Es wurden, wenn denn so passiert, Entscheidungen getroffen, die ich selbst als Laie nur schwer nachvollziehen kann und die mich beschäftigen.

Wenn ich so eine Tour machen würde, dann würde ich niemals meine einzige Möglichkeit, mich über das Wetter zu informieren, abgeben.
Das widerspricht meiner Logik.
Da würde ich eher auf zwei Kameras verzichten.
Die ich auch nur erwähnt habe, da ich hier in den Weiten des Threads gelesen hatte, dass sie von der Uni gestellt wurden.
Und da kenne ich es nicht so, dass man sich am Lager der Uni frei bedienen darf und zu der Zeit, war eine Kamera (eventuell) wertvoller als heute.

Ich weiß auch nicht, wie schwer dieser Ofen war, aber mehr als zwei Leute wird es wohl nicht benötigen, diesen zu transportieren.
Da man offensichtlich nicht panisch geflohen ist, sondern absolut ruhig, besonnen und kontrolliert reagiert hat (Zelt beschweren, Taschenlampe als Orientierungspunkt deponieren), wäre mein erster Gedanke (danach), der Ofen muss mit.
Ich vermute, es ist ja nicht wie beim Camping im Sommer, wo man morgens erst mal schaut, wo war noch meine Sonnenbrille, es war bekannt, wo der Ofen war.
Und da man eben das Zelt beschweren konnte, Taschenlampe deponierte, das Wetter also sicherlich bedrohlich war, aber es nicht auf Sekunden ankam, wundere ich mich, dass man die einzige Wärmequelle, mit Holz als Inhalt, nicht mitgenommen hat.
Das finde ich sehr unlogisch.

Was ist denn mit der Untersuchung auf Strahlung? Dazu habe ich hier nichts gefunden, warum die Prüfung erfolgt ist.
Gehört sie zum Standardverfahren, erübrigt sich die Frage, aber das kann ich mir nicht vortellen.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ist das jetzt irgendwie wichtig?
Naja, alles kann wichtig sein.
Im Tagebuch (?) stand, er musste die Gruppe verlassen, weil er diese Beschwerden wieder (!) hatte.
Da frage ich mich, ob er diese Beschwerden tatsächlich (öfter) hatte (es ist halt der, der überlebt hatte, weil er deswegen die Gruppe verlassen hat) und wenn er diese Beschwerden öfter hatte, warum er sich diesem Risiko aussetzen wollte.

Klar kann man in der Pampa auch einen Motorschaden am Auto haben, aber man fährt ja keine Wüstensafari mit einem Auto, wenn das Auto regelmäßig liegen bleibt.
Es war ja kein kleiner Wandertrip.

VG


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 20:25
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:es war bekannt, wo der Ofen war.
also wenn du mehr Details über den Ofen erfahren willst kann ich dir nur wärmstens empfehlen: "A compelling unkown force" von Clarke Wilkins. Das Buch beschäftigt sich detailliert mit dem Ofen und ist auch ansonsten sehr spannend geschrieben. Ich weiss allerdings nicht ob es das auch auf Deutsch gibt. Jedenfalls war er tatsächlich ziemlich unhandlich und schwer.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Wenn ich so eine Tour machen würde, dann würde ich niemals meine einzige Möglichkeit, mich über das Wetter zu informieren, abgeben
Ich kann mich zwar jetzt selber nicht mehr so genau erinnern, aber hatten sie das Radio nicht im Depot zurückgelassen? Dahin wollten Sie doch nach Umrunden des Otorten sowieso wieder zurückkehren, also wäre es ja nur vorübergehend für das schwierigste Stück gewesen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 20:41
Ich spiele nur das Szenario durch und versuchte das im Ganzen zu sehen, nicht nur das Ereignis ab Verlassen des Zeltes.

Fragen stellen, hat ja noch nie geschadet.
Zitat von passatopassato schrieb:...Ofen...Jedenfalls war er tatsächlich ziemlich unhandlich und schwer.
Das glaube ich, aber es wird ja nicht so gewesen sein, dass da 4 Leute den Ofen durch die Pampa gezogen haben.
Er war eingepackt, transportbereit und mit Holz befüllt.
Ich kann mir auch vorstellen, dass die Lage da wegen des Wetters sehr bedrohlich war, auch dass man schnell das Zelt wegen des Sturmes einschneiden und platt drücken musste, um die Angriffsfläche zu minimieren, aber danach war die Gefahr, dass das Zelt vom Sturm komplett zerstört bzw weggepustet wird ja vorbei. Und danach hatte man bestimmt einen kleinen Augenblick, zwei der Gruppe waren ja auch recht gut angezogen.
Man hatte ja auch die Ruhe und die Zeit, das Zelt zu beschweren und eine Taschenlampe als Orientierungspunkt zu deponieren.
Beides spricht dafür, immer vorausgesetzt es war so, dass man völlig kontrolliert und gut überlegt gehandelt hat.
Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man dann nicht den Ofen geholt hat und die Axt mitgenommen hat.
Findest du das nicht zumindest fragwürdig?
Es wirkt auf mich so, dass ich meinen Wasserhahn im Bad öffne, wenn das Haus brennt, mich dann aber wieder ins Wohnzimmer setze.
Klar war die akute Gefahr, dass das Zelt von Fallwinden komplett zerstört werden kann, aber danach war doch die Kälte der Feind Nummer 1.
Zitat von passatopassato schrieb:Ich kann mich zwar jetzt selber nicht mehr so genau erinnern, aber hatten sie das Radio nicht im Depot zurückgelassen? Dahin wollten Sie doch nach Umrunden des Otorten sowieso wieder zurückkehren, also wäre es ja nur vorübergehend für das schwierigste Stück gewesen.
Ich bin mir ziemlich sicher, hier gelesen zu haben, die Gruppe hat es einer anderen gegeben.
Werde nachher mal danach suchen.
Findest du das nicht auch fragwürdig?
Ich kann das kaum nachvollziehen.
Vom Wetter geht doch die größte Bedrohung aus.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 20:53
@Chse79
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Im Tagebuch (?) stand, er musste die Gruppe verlassen, weil er diese Beschwerden wieder (!) hatte.
Das hat aber alles keinen Einfluss aufs Geschehen. Ist deshalb völlig unwichtig. Es sei denn, Du möchtest auf eine Räuberpistole hinaus, in der der zehnte Mann die Gruppe ins Verderben lockte und sich selbst noch gerade rechtzeitig abseilte.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 21:05
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Radio zurücklassen........Findest du das nicht auch fragwürdig?
Nicht wirklich.

Man muss immer Kompromisse machen was man schleppen will und was nicht und das Radio war ja auch ziemlich unhandlich.

Vielleicht hatte er ja schon eine Vorhersage für die ganze Woche, oder zumindest 2-3 Tage und das hat ihm gereicht.

Bis zum Otorten als 'point of no return' war es ja nur noch 1 Tagesmarsch und wenn danach das Wetter umkippt nützt dir ein Radio relativ wenig denn du musst dich ja in jedem Fall sowieso zurückschlagen, egal was für Wetter dann herrscht.
Zitat von Chse79Chse79 schrieb:Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man dann nicht den Ofen geholt hat und die Axt mitgenommen hat
Es gab ja eine Menge Sachen die sie hätten mitnehmen können aber liegen gelassen haben.

'Geordneter und disziplinierter Abzug' muss ja nicht unbedingt gleichbedeutend sein mit 'Bummeln', das wird schon relativ fix gegangen sein


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 21:07
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das hat aber alles keinen Einfluss aufs Geschehen. Ist deshalb völlig unwichtig. Es sei denn, Du möchtest auf eine Räuberpistole hinaus, in der der zehnte Mann die Gruppe ins Verderben lockte und sich selbst noch gerade rechtzeitig abseilte.
Hallo off-peak,

ich stelle nur Fragen und beziehe mich auf die Dinge, die der Sachverhalt hergibt.
Du hast ja auch bis zum Schluss die Schneebrett-Theorie verteidigt und bist mit passato aneindergeraten.
Ich würde das gerne vermeiden.

So wie bei der Schneebrett-Theorie, als alles andere, was fragwürdig war, keine Rolle spielte, kann man das nun auch sagen.

Ich finde, es gibt einige Punkte, ganz unabhängig erstmal von der Fallwind-Theorie, die zumindest fragwürdig sind.
Wo das dann hinführt, wird man dann sehen.

Auch wenn die Theorie die harten Fakten unter einen Hut bekommt, muss sie noch lange nicht richtig sein.

Wie bei der Schneebrett-Theorie kann man natürlich auch hier alles wegbügeln.

Warum da gezeltet?
Mutprobe.

Warum die einzige Möglichkeit, sich über das Wetter zu informieren, nicht mitgenommen?
Zu schwer

Warum, als das Zelt gesichert war, den Ofen nicht mitgenommen, der zusammengepackt und transportfähig war?
Ging halt nicht, war auch zu schwer, oder der Fallwind war zu hefitg.
Warum konnte dann das Zelt gesichert werden und man hatte die Ruhe, die Kontrolle und die Zeit dafür, soagr noch ganz cool eine Taschenlampe dort als Orientierungspunkt zu deponieren?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.07.2019 um 21:12
Hallo Passato,

ich sehe das halt anders, aber letztendlich wird das auch zu nichts führen, wenn wir nicht den Konsens finden, dass das fragwürdig ist.

Wäre die Fallwind-Theorie nicht veröffentlicht, würdet ihr hier heute noch diskutieren, wie deine Bedenken mit der Schneebrett-Theorie unter einen Hut zu bekommen sind.

Das ist gar nicht despektierlich gemeint, alles gut!


VG


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