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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

9.619 Beiträge, Schlüsselwörter: Vorfall, Jekaterinenburg, Dyatlov Pass, Dyatlov

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.07.2019 um 00:59
Stephenson schrieb:Wie auch immer: Ich würde davon ausgehen, das Ski, die tief genug in festgepackten Schnee gesteckt werden, fast jeden Wind überstehen
Völlig richtig, tief eingegrabenen Skiern kann kein Wind irgend etwas anhaben, also das ist nun wirklich kein Mysterium.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

13.07.2019 um 22:06
Ich habe mir nochmal die Zeugenaussagen angeschaut speziell zum Thema Zelt und Sachen die draussen herumlagen.
Es ist klar das das meiste Zeug im Zelt war.


MASLENNIKOV WITNESS TESTIMONY (Seite 70):
"10-15 m from the tent were found sneakers, socks and Dyatlov fur jacket. Also a storm jacket."

also am Eingang (Südseite), 10-15m vom Zelt entfernt wurde Dyatlovs Jacke gefunden, daneben noch eine "Sturmjacke", Socken und "Sneaker".
"Sneaker" werden wohl mit Turnschuhen oder (leichten) Sportschuhen übersetzt.


SLOBTSOV WITNESS TESTIMONY (Seite 299):
"at a distance of about 0.5-1 m, we found several slippers from different pairs, and ski caps and other small objects were scattered."

Ich verstehe diese Aussage so: an der Ostseite des Zeltes, die aufgeschlitzte Seite, wo weiter weg (Richtung Zeder) die Fussspuren sind, lagen in einer Entfernung von 0,5-1m (vom Zelt entfernt):
mehrere "Slipper" (also wohl Pantoffeln/Hausschuhe), Skimützen und anderer Krimskrams (verstreut).


Ist das nicht irgendwie interessant?
Ein starker Wind/Sturm hat die Sachen/Kleidung offensichtlich überhaupt nicht beinträchtigt. Sie lagen da wo sie hingeworfen worden sind (nehme ich mal an).

Das Kleidung verschwitzt ist und an- bzw einfriert und somit schwer wird (und vom starken Wind nicht beeinträchtigt wird oder gar unnütz wird) kann ich akzeptieren.
Aber mal ehrlich... ist das im Dyatlovfall nicht spekulativ?

Es gibt keine (mir bekannte) Klage in den Tagebüchern darüber das nasse Kleidung ein Problem wäre.
Im Gegenteil: die einzige Wärmequelle funktionierte zu gut.
Laut Tagebüchern wollte niemand neben dem Ofen schlafen, es war zu warm(?) und dann ist noch Glut herrausgefallen und hat eine Jacke verbrannt.
Man hat den Ofen nicht mehr benutzt, weil man die Kälte gut ertragen konnte(?).
Als es Richtung Otorten ging, wurde das ganze Feuerholz im "Labaz" zurückgelassen. Der Ofen wurde am Kholat Syakhl gar nicht erst aufgebaut.

Ich erinnere mich dunkel nur an ein Kleidungsstück das an Bauch/Brust von Dubinina gefunden wurde, so als wollte Sie es aufwärmen bzw trocken halten.

Ich denke daher nicht pauschal das die Kleidung sonderlich angefroren und dadurch zu schwer oder unnütz war.

Die Schweden auf ihrer Seite sagen auch: "but we currently don’t know if some in the Dyatlov group got sweaty".
Man wisse nicht ob die Dyatlov Gruppe verschwitzt war.

Es lag Kleidung am Zelt herum und wurde nicht mitgenommen. Zum Beispiel "Slipper" wieso sollten die verschwitzt sein? Die wurden doch sicher warm und trocken transportiert und nur im Zelt benutzt worden sein. Ich weiss zwar nicht ob "Slipper" was bringen würden aber es wäre sicherlich besser als in Socken herum zu laufen, oder? In der Not frisst der Teufel fliegen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 12:22
@BlackSeal
Ich hatte vor einer Weile mal die Temperaturentwicklung anhand der Tagebücheinträge rausgeschrieben:
Stephenson schrieb am 07.06.2019:26.01.: "Outside temperature is -17 C."
28.01.: "It's only -8C outside"
29.01.: "The weather is –13C. (...) We often find ice on the Lozva river. "
30.01.: "Weather: temperature in the morning - 17 С / day - 13 С / night - 26 С. The wind is strong, south-west, snow begins to fall, heavy clouds, drop in temperature. The temperature is normal for Northern Urals."
31.01.: "Today was surprisingly good accommodations for the tent, air is warm and dry, despite the low temperature of -18C to -24C."
Siehe den letzten Eintrag. Das war schon verdammt kalt, aber gerade so, dass sie gut zurecht kamen. Aber auch, wohlgemerkt, bei trockener Luft. Trockene Luft zieht schnell Feuchtigkeit raus.

Aber: Dann kam der Temperatursturz und zusätzlich der katabatische Wind. Das ging dann in rel. kurzer Zeit nochmal rund 20° runter. Diesen besonderen Kälte-Schock-Effekt inklusive psychologischem Effekt muss man sich immer wieder vor Augen führen.

Mir fällt jetzt auch nicht sofort zu den verstreuten Schuhen was ein. Aber die feuchte Kleidung (kann nur feucht sein nach 1 Tag hartem Wanderung) kann unter den bisherigen Umständen noch ein "Komfort-Klima" geboten haben und wurde dann aber doch zum Eisklumpen.

Zur Kleidung von Dubinina: Wer was von wem an hatte, dazu gibt es auch eine Übersicht. Ihre oberen Schichten hatten die anderen im Flussbett genommen, wenn ich mich recht erinnere. D. wurde mit den Armen und dem Koof auf der Felsstufe gefunden. Die hat nichts an sich gehalten und ist ja vermutlich auch ohne sich abzustützen auf den Brustkorb gefallen (-> Frakturen)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 15:41
BlackSeal schrieb:Ich habe mir nochmal die Zeugenaussagen angeschaut speziell zum Thema Zelt und Sachen die draussen herumlagen.
Es ist klar das das meiste Zeug im Zelt war.
... Ich habe mal nicht den ganzen Beitrag zitiert, der ist ja nur 2 Beiträge über meinem.

Aber dazu möchte ich folgendes anmerken:
Zwischen dem Vorfall und dem Auffinden vergingen über 3 Wochen.

Wenn die Auffindesituation tatsächlich so war, wie von den Zeugen beschrieben, bedeutet dies, dass es in diesen 3,5 Wochen nach dem Vorfall KEINEN Wind oder Sturm gegeben haben kann.
Allgemein finde ich, dass diese lange Zeit zwischen Vorfall und Auffindezeitpunkt unheimlich viel Freiraum lässt und nicht entsprechend "gewürdigt" wird. Wo gibt es das denn, dass eine Jacke 3,5 Wochen auf einem Berg genau an der gleichen Stelle liegen bleibt?

Gleiches galt für mich VOR dem Lösungsansatz der Schweden für z.B. die Schneebretttheorie. Es hätte sogar ein Schneebrett geben können, aber das hätte auch in den 3,5 Wochen NACH dem Vorfall auf das Zelt treffen können. Wir reden hier fast von einem Monat, da kann viel passieren.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 17:16
Das mit Dubinina war mist. Es war bei Kolmogorva.

Aus dem Autopsiebericht:
"under the cowboy on the left side of the chest found a protective mask of a military sample."

Hier wurde vermutet sie wollte diese "military mask" (was auch immmer das sein soll) trocken/warm halten.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 17:49
MrMcFly schrieb:bedeutet dies, dass es in diesen 3,5 Wochen nach dem Vorfall KEINEN Wind oder Sturm gegeben haben kann.
Ist das so? Offenbar nicht.
BlackSeal schrieb:Aus dem Autopsiebericht:
"under the cowboy on the left side of the chest found a protective mask of a military sample."
Hast du gerade mal den Link zu der Stelle?
Die Übersetzung klingt ja total daneben, oder nicht?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 19:22
http://forum.dyatlovpass.com/index.php?topic=31.0

Relativ am Anfang (Seite 128). Zuerst wird die Kleidung beschrieben.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.07.2019 um 21:22
@BlackSeal
Hier ist es etwas leserlicher bzw. besser übersetzt (s. a. Hinweis auf links getragener Sweater, um zu trocknen)
https://dyatlovpass.com/death#Kolmogorova

...was auch immer eine protective mask ist - kann nicht groß gewesen sein. So eine Balaclava-Mütze, die übers Gesicht geht?
Aber das Teil hatte ja anscheinend auch keine besondere Bedeutung.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

15.07.2019 um 08:09
Stephenson schrieb:So eine Balaclava-Mütze, die übers Gesicht geht?
Das dachte ich mir auch.
Stephenson schrieb:Aber das Teil hatte ja anscheinend auch keine besondere Bedeutung.
Stimmt. Es ging darum ob Maßnahmen ergriffen wurden um Kleidung zu tocknen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

15.07.2019 um 09:23
BlackSeal schrieb:Stimmt. Es ging darum ob Maßnahmen ergriffen wurden um Kleidung zu tocknen.
Wahrscheinlich taucht es als ABC-Gasmaske in entsprechenden Räuberpistolen-Szenarios auf. Deswegen noch mal die explizite Klarstellung ;)


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