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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

210 Beiträge, Schlüsselwörter: Sterben, tot
tic
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:27
ich glaub das nach dem Tot nix kommt und das was das Ich ausmacht, abgesehen vom Körper der ja verwehst und gefressen wird, verschwindet ..

wie nem Pc dem man den Saft abdreht, da is auch nix mehr mit rechnen @Haret und wenn man den Prozessor zerlegt verschwindet auch der Ort wo das Ich einst ansässig war ..


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Haret
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:29
@tic
Der ort verschwindet, wo das ich einst ansässig war...
Cool gesagt, kann man aber auch anders auffassen ;)


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:29
Radix schrieb:Freilich ist es eine Idee, dass da ein Mensch an sich ist, aber ihr alle glaubt doch an ihn oder seit zumindest dazu verpflichtet.
Mich interessiert, worin deine Annahme begründet liegt, dass ich dazu verpflichtet bin? Ich wüsste nicht, dass es so wäre, wüsste aber schon gern, wieso es so sein sollte.

@Haret

ja. und ich finde das kein bisschen beunruhigend. =^.^=


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:31
kymbl schrieb:Mich interessiert, worin deine Annahme begründet liegt, dass ich dazu verpflichtet bin? Ich wüsste nicht, dass es so wäre, wüsste aber schon gern, wieso es so sein sollte.
Weil unser GG darauf aufgebaut ist. Würde hier wohl den Rahmen sprengen.


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Haret
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:34
@kymbl
Muss auch keiner beunruhigend finden!
Mich hat bis vor kurzer zeit der tod auch nicht beunruhigt, auch nicht das, was danach eventl. kommt oder nicht kommt.
Meine gedanken haben sich erst mehr darum gedreht, als ich bestimmte dinge erfuhr.
Gerade das, was wohl den meisten "glàubigen" als anker dient, oder ihnen jedenfalls angedichtet wird, nämlich sich diese scheinwelten aus angst vor dem tod aufzubauen, genau diese erfahrungen haben mir angst gemacht!

Ich hab mich dazu gezwungen, nicht mehr groß darueber nachzudenken, aber ich hatte arg zu knabbern.


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:35
@Radix
Hmmm. Ich denke nicht, dass sich meine Sichtweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbaren lässt. Denn solange ich am Leben bin, bin ich ja ganz offensichtlich dazu in der Lage zu fühlen und zu denken(hoffe ich). Ich kann Fürsorge für meine Mitmenschen tragen, Verantwortung für mein Handeln übernehmen und sogar versuchen, die Welt besser zu machen.

Oder wolltest du etwas Anderes damit sagen?


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:37
@kymbl

Ist glaube ich OT, aber ich mache es kurz:

Die Würde ist der Wille des Houmo Noumenon!


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:44
Radix schrieb:Die Würde ist der Wille des Houmo Noumenon!
Es ist eine Weile her, dass ich das Grundgesetz gelesen habe, ich denke 4 oder 5 Jahre. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Begriffe homo noumenon und homo phaenomenon darin auftauchen. Täusche ich mich?

Allerdings wäre das für mich auch bedeutungslos, denn nur, weil ich nicht an etwas mehr als Fleisch, Reize und chemische Reaktionen als Grundlage unseres Daseins glaube, heißt das nicht, dass ich kein Mensch bin.

Ich lebe ganz offensichtlich und kann mit anderen Menschen interagieren. Ich mache Erfahrungen. Ich weiß, wie sich Schmerz anfühlt und wie gut es sich anfühlt, einen Freund zu haben und diesem etwas Gutes zu tun.

Wenn dies mit dem Tod endet und für alles Andere bedeutungslos ist, so ist das für mich völlig in Ordnung.


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du_selbst
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:52
Ihr verstehst nicht ganz worauf ich hinaus will @tic und @kymbl



Ich bitte euch diese Worte aufmerksam zu lesen.

Mir geht es nicht darum von Maden zerfressen zu werden oder als ICH weiter zu existieren.

Sondern darum mich vollkommen aufzulösen und mit meinen Gedanken dem NICHTS gleich zu werden.


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:53
kymbl schrieb:Es ist eine Weile her, dass ich das Grundgesetz gelesen habe, ich denke 4 oder 5 Jahre. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Begriffe homo noumenon und homo phaenomenon darin auftauchen. Täusche ich mich?
Nein, die Begriffe stehen da nicht.
kymbl schrieb:Allerdings wäre das für mich auch bedeutungslos, denn nur, weil ich nicht an etwas mehr als Fleisch, Reize und chemische Reaktionen als Grundlage unseres Daseins glaube, heißt das nicht, dass ich kein Mensch bin.
Habe ich ja auch nie in Abrede gestellt, doch solltest Du dich vielleicht mal fragen, was Recht und Gerechtigkeit ist. Ich meine Du hast bestimmt einen Gerechtigkeitssinn usw...aber was es ist?
kymbl schrieb:Ich lebe ganz offensichtlich und kann mit anderen Menschen interagieren.
Ja auch das Glaube ich, doch Du stelltest die Frage.
Wie willst Du an eine Würde glauben, wenn Du gar nicht weisst, was sie ist?

Die Gerechtigkeit, das Recht und auch die Liebe, ja all diese Dinge, was mag das für so fanatische, fundamentalistische Materialisten gelten?


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du_selbst
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:53
Es geht mir hier nicht um eine individuelle Seele, um ein ICH oder um etwas von mir, das nach meinem TOD weiter existieren will.

Sondern mir geht es darum in Gedanken mit dem NICHTS zu verschmelzen.


Wenn ihr euch dieses NICHTS vorstellen wollt, dann müsst ihr euch überhaupt nichts weiter vorstellen sondern ganz einfach nur eure Augen schliessen und euch umsehen.

Dann habt ihr euch meinen TOD das NICHTS vorgestellt.


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du_selbst
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:56
Ich erkläre.


Wenn ich sterbe, wenn ich vollkommen tot bin, dann gibt es nichts mehr, was von mir übrig bleibt, nichts ausser den Buchstaben auf diesem Bildschirm. Aber meine Gedanken mein ganzes Wesen, meine Gefühle und meine Seele sind wie ausradiert.

Es gibt deshalb auch NICHTS was ich sein könnte, was noch ein NICHTS wahrnehmen könnte.


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du_selbst
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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 22:57
Das ist mein Tod, das ist mein NICHTS.

Das bedeutet, ich werde das empfinden was IHR euch jetzt unter meinem NICHTS vorstellt, ich werde das empfinden was ihr alle, was alle anderen jetzt wahrnehmen, wenn sie diese Zeilen lesen, weil es mich nicht mehr gibt. Ich werde nicht mehr existieren, ich werde tot sein, und deshalb werde ich das wahrnehmen was ihr jetzt wahrnehmt, weil ich nicht NICHTS wahrnehmen kann, weil das NICHTS nichts wahrnehmen kann, sondern das wahrnimmt, was alle anderen wahrnehmen.

Bin gespannt obs jemand rafft :D


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 23:03
@Radix
Radix schrieb:Wie willst Du an eine Würde glauben, wenn Du gar nicht weisst, was sie ist?

Die Gerechtigkeit, das Recht und auch die Liebe, ja all diese Dinge, was mag das für so fanatische fundamentalistische Materialisten gelten?
Ich denke, du missverstehst hier etwas. Ich bin weder fanatisch noch fundamentalistisch. Ich akzeptiere ja, wenn jemand nicht meiner Meinung ist. Dass ich jedoch nicht einfach fraglos sage: "Ich bin einverstanden", wenn ich anderer Meinung bin, begründet deine Mutmaßungen bezüglich meiner Motivation nicht.

Wir haben zwei unterschiedliche Sichtweisen. Das ist okay. Aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass du annimmst, jemand, der deine Sichtweise verstehen möchte, aber sie nicht teilt, könne nicht wissen, was Gerechtigkeit, Würde, Recht und Liebe usw. ist.


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 23:08
kymbl schrieb:Wir haben zwei unterschiedliche Sichtweisen. Das ist okay. Aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass du annimmst, jemand, der deine Sichtweise verstehen möchte, aber sie nicht teilt, könne nicht wissen, was Gerechtigkeit, Würde, Recht und Liebe usw. ist.
Ich verstehe schon was Du sagen willst und auch das es so rüber kommt, als wäre "meine" Meinung, die richtige.
Fakt aber ist, dass auf dieser Meinung das GG aufgebaut ist, so ist die Würde erdacht, ich bin weit davon entfernt, jemanden meinen Willen aufzuzwängen, nur Fakt bleibt Fakt.

Du und alle anderen seid theoretisch dazu verpflichtet -das ist Staatstheorie- die Würde und das Recht zu begreifen. Und das ist nunmal ideel.

Gruss


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 23:23
@Radix
Soll ich dir etwas verraten? Ob ich dazu verpflichtet bin oder sich irgendjemand das erdacht hat, ist mir grundsätzlich erst einmal egal. Denn wie ich Dasein oder Selbst definiere, bleibt mir ja selbst überlassen. Meine Erfahrungen sind da, ebenso wie die Art, wie ich damit umgehe. Das gilt für mich jedoch eben nur bis zu meinem Lebensende. Was danach ist, weiß ich eben nicht. Meine Vermutung - oder auch dass, was ich glaube - ist, eben, dass mein Selbst sich ebenso auflöst, wie mein Körper, da es Bestandteil dessen ist. Das bedeutet nicht, dass ich Werte, Gefühle oder Gedanken als "nichtexistent" betrachte oder gar als minderwertig. Ist für mich genauso wertvoll wie Körper. Vielleicht ist es so eher verständlich.

Der Ausgangspunkt ist ein unterschiedlicher. Das Resultat ist Dasselbe. Ein denkendes, fühlendes, erkenntnisfähiges, reflektierendes Selbst. Nur mit dem Unterschied, dass ich eben einen Schlusstrich bei meinem Tod setze. Mein Selbst ist meiner Meinung nach nicht in Einheiten unterteilt sondern ein Gesamtwerk. Von mir aus wie ein Seil, verwoben ineinander.

Ich hoffe, ich kann mich hinreichend erklären und mein Erklärungsversuch wird nicht fälschlicherweise als Überzeugungsversuch interpretiert wird. ;)


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 23:26
kymbl schrieb:Soll ich dir etwas verraten? Ob ich dazu verpflichtet bin oder sich irgendjemand das erdacht hat, ist mir grundsätzlich erst einmal egal.
Leider.

Was den Tod angeht, der ist ein gerechter Kerl.


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

03.05.2013 um 23:33
Cesair schrieb:Leider.
Naja, ich gehöre eben zu den Menschen, die sich gerne eine eigene Meinung bilden. Wenn diese konform mit meiner Umgebung geht, ist das toll! Aber das muss nicht grundsätzlich so sein. Es gibt schon auch Meinungen, die die "Norm" für korrekt hält, ich aber nicht teile. Kann passieren. Passiert dir selbst bestimmt auch schon mal.^^
Radix schrieb:Was den Tod angeht, der ist ein gerechter Kerl.
lol, wenn es eine Personifizierung des Todes gäbe, dann hätte ich gern, dass es der von Pratchett ist. Aber im Grunde, ja, der Tod macht vor niemandem Halt. Ob das gerecht ist? Ich denke, dass kommt wieder stark auf die Sichtweise an. In letzter Instanz jedoch sind wir alle wohl niemals ebenbürtiger als in diesem Moment.


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

04.05.2013 um 12:05
Leider ist in unserer Gesellschaft der Tod überwiegend negativ und dunkel behaftet.Wenn man aber ein schweres Leben hat oder andere Gründe, so mag es durchaus sein, dass man die Vorstellungen vom Tod als Erlösung, Wohltat, Ende der schweren Zeiten usw.empfindet.
Aufgrund von vielen persönlichen und beruflichen Erfahrungen freue ich mich persönlich auf den Tod, denn nach meiner Überzeugung ist dies eine Art "nach Hause kommen".
Wir verlassen unseren materiellen Körper, der uns viele Jahre gedient hat und nun nicht mehr kann und gehen in unsere geistige Heimat zurück.
Wir waren/sind hier auf der Erde, um uns zu entwickeln und Erfahrungen zu machen.
Die tiefsten und prägendsten Erlebnisse haben uns geformt und uns reifen lassen.
Wenn unsere Lernaufgabe erfüllt ist, gehts nach Hause.
Ich habe etliche Sterbebegleitungen gemacht und habe mich immer für die Menschen gefreut, die gehen durften. Manchmal habe ich sie deswegen sogar beneidet.
LG ingwaz


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Ist es krank, sich auf den Tod zu freuen?

04.05.2013 um 12:17
@ingwaz
Deine Worte beühren mich, aber ich kann sie nicht nachvollziehen.

Der Tod ist das Ende von Allem, nicht nur der schweren Zeit. Gibt es nichts auf dieser Welt,
was du nur ungerne loslassen würdest?

Und wenn es nur der Sonnenaufgang morgen früh wäre?

Das Empfinden, das man an all dem teilhaben darf?


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