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Der Beweis: Es gibt keine Seele

3.611 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Seele, Evolution

Der Beweis: Es gibt keine Seele

12.04.2017 um 20:43
@PeterSi

Wenn die Menschen den Begriff Seele nicht kennen würden, wie würde ihr Alltag aussehen?
Wie würden die Menschen mit Liebe, Tod, Schmerz und Verlust, umgehen?

Selbst ein Physiker ist dem Tod ausgeliefert.

Er kann zwar bei seiner Arbeit seelische und geistige Tätigkeiten ausschließen, um Naturgesetze zu entdecken,aber bei der
Kommunikation mit anderen Menschen wird es schwierig werden ohne Denken, Fühlen und Empfinden seine Beobachtungen
zu erklären. 

Ich glaube, das der Begriff Seele eine wichtige Funktion erfüllt, genauso wie der Begriff Gott oder Geist.

Es hat meiner Meinung nach auch mit Lebenserfahrung zu tun, z.B. der Tod eines nahen Menschen.

Es erleichtert den Umgang, will sagen,, die Achtsamkeit, der Respekt vor einem Menschen und seiner Umwelt beginnt, in dem
ich  ihm eine feinstoffliche Seele  bzw. eine Seelenverwandtschaft  anerkenne. Ob die Seele letztendliche existiert, ist für
mich zweitrangig, bzw. nicht wichtig. 

Wenn ich sehe, was in KZ Auschwitz passiert ist, wie viel Menschen dort vergast und verhungert sind, dann frage ich 
mich schon, ob die Aufseher ihre Opfer, die Juden, Sintis usw. nicht als seelenlose Masse wahrgenommen haben.



Zum Begriff Seele einige Passagen aus Wikipedia

Se̱e̱le Substantiv [die] 1. alles Denken, Fühlen und Empfinden eines Menschen. "eine empfindsame/kindliche Seele" 

Synonyme: Psyche 2. RELIGION der körperlose, unsterbliche Teil eines Menschen.


Trotz der Unschärfe kann eine Klassifikation vorgenommen werden
Kriterien dafür sind zum einen die Funktion der Seele und ihr räumliches Verhältnis zu ihrem Träger, zum anderen ihre Gestalt. Die Betrachtung der Seele unter dem Gesichtspunkt von Funktion und Verhältnis zum Träger ergibt folgende Einteilung:

 Die Vitalseele (Körperseele) reguliert die Körperfunktionen. Sie kann als Teil des Organismus untrennbar an ein bestimmtes Organ oder einen Körperteil gebunden sein. Als Sitz oder körperlicher Träger einer solchen Seele erscheinen in den verschiedenen Kulturen unter anderem der Kopf, die Kehle, das Herz, die Knochen, die Haare und das Blut. Die Existenz dieser Seele endet mit der des Körpers. 

Die Ichseele reguliert das geistige Leben im Normalzustand (Wachzustand) und ermöglicht das Selbstbewusstsein. Sie ist ebenfalls an den Körper oder ein bestimmtes Organ gebunden und sterblich. 

Die Freiseele (Exkursionsseele) kann den Körper verlassen, was im Schlaf oder in Ekstase geschieht. Beim Tod gibt sie den Körper auf und wird zur Totenseele; durch ihre Unsterblichkeit ermöglicht sie die individuelle Fortexistenz der Person. Sie kann sich in ein Jenseits (Totenreich) begeben oder auch im Diesseits verbleiben bzw. dorthin zurückkehren oder manchen Traditionen zufolge als Reinkarnationsseele verschiedene Körper nacheinander bewohnen.

 Die Außenseele hält sich außerhalb des Körpers auf und verbindet den Menschen mit seiner natürlichen Umwelt oder auch mit einem geistigen oder jenseitigen Bereich. Wenn sie als zerstörbar gilt, bedeutet ihre Vernichtung für den Menschen den Tod. Die Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der Gestalt führt zur Unterscheidung folgender Erscheinungsformen des Seelischen:

 Die Seele erscheint in menschlicher Gestalt. Diese muss nicht in jedem Fall der körperlichen Gestalt des betreffenden Individuums entsprechen; so erscheint die Exkursionsseele eines Mannes oft als Frau.

 Die Seele nimmt eine Tiergestalt an, besonders häufig die eines Vogels („Seelenvogel“). Die Seele zeigt sich in elementarer oder feinstofflicher Gestalt. 

Eine solche Elementarseele stellt man sich als Luft, Wind, Hauch, Feuer, Licht, Wasser oder Rauch vor. Die Seele macht sich als optisches oder akustisches Phänomen bemerkbar, etwa als Schatten, Spiegelbild oder Schall (speziell als Name).

 Dabei ist zu beachten, dass je nach religiöser Tradition einem der Seelenbegriffe eine oder auch mehrere der genannten Funktionen zugeordnet sein können.

 Auf Seelenvorstellungen in der Jungsteinzeit lassen Gräberfelder mit frühneolithischen Brandbestattungen schließen, die auf eine Absicht deuten, der offenbar als feinstofflich aufgefassten Seele den Weg ins Jenseits zu erleichtern. Besitztümer des Verstorbenen und Fleischnahrung als Wegzehrung wurden mit auf den Scheiterhaufen gelegt.


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12.04.2017 um 21:28
@nuba
wie würde ihr Alltag aussehen?
Wie würden die Menschen mit Liebe, Tod, Schmerz und Verlust, umgehen?
Och, ich denke, sie würden es Liebe, Tod, Schmerz und Verlust nennen - so wie es eben heute schon Leute nennen, die nicht realitätsverweigernd externe Seelen und außerirdische Götter bemühen.
Vielleicht hätten sie auch dann längst akzeptiert, dass man keine von irgendwoher eingehauchte Seele braucht, um Liebe, Tod, Schmerz und Verlust emotional zu erleben - so wie es jene akzeptieren, die nicht realitätsverweigernd externe Seelen und außerirdische Götter bemühen.
Und können endlich auch mit diesen Gefühlen umgehen, ohne wer weiß was für philosophische Gebäude drum herum zu basteln - so wie es eben bereits jede Menge Leute tun, die nicht realitätsverweigernd externe Seelen und außerirdische Götter bemühen.


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Dawnclaude
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12.04.2017 um 23:12
off-peak schrieb:Vielleicht hätten sie auch dann längst akzeptiert, dass man keine von irgendwoher eingehauchte Seele braucht, um Liebe, Tod, Schmerz und Verlust emotional zu erleben - so wie es jene akzeptieren, die nicht realitätsverweigernd externe Seelen und außerirdische Götter bemühen.
sobald sie Astralreisen,also außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse oder ähnliches erleben und das haben die viel älteren Naturvölker allesamt erlebt , ist man beim Punkt der Seele schon wieder angekommen. Du kannst also deinen wunderschönen Traum der "Realitätsnichtverweigerer" aufgeben , es würde sich alles wiederholen. ;)


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Der Beweis: Es gibt keine Seele

13.04.2017 um 12:56
@nuba


Das Problem am Begriff der Seele ist, dass sie schon ganz enorm mit religiösen und esoterischen Vorstellungen belastet ist.
Die modernen Theorien der Phänomenologie oder aber auch der Kognitionswissenschaften (Embodiment, Enaktivismus) verwenden daher nicht den Begriff "Seele", sondern nennen es einfach "Leib".
Hierdurch betont man, dass der subjektive Aspekt eben nicht ein außerweltlicher-Innenraum ist, der irgendwo über dem Körper schwebt, sondern dass dieser eben tatsächlich räumlich ausgedehnt und für gewöhnlich mit den Grenzen des Körpers übereinstimmt (von Phantomphänomenen oder der sog. Gummihand-Illusion mal abgesehen).  
Und man spricht genau aus diesem Grund auch nicht von einer "Ichseele", sondern vom reflexiven Bewusstsein. 


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13.04.2017 um 13:12
@PeterSi
Wie willst du dann den Begriff Seele definieren, Ist es nicht vernünftiger, im wissenschaftichen Sinn, nicht den Begriff Seele zu verwenden und was unterscheidet deine Auffassung von Seele, von der off peaks ?
Was hälst du von dem Titel "der Beweis: es gibt keine Seele"?


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Der Beweis: Es gibt keine Seele

13.04.2017 um 13:41
benihispeed schrieb:Wie willst du dann den Begriff Seele definieren, Ist es nicht vernünftiger, im wissenschaftichen Sinn, nicht den Begriff Seele zu verwenden und was unterscheidet deine Auffassung von Seele, von der off peaks ?
Was hälst du von dem Titel "der Beweis: es gibt keine Seele"?
Wie ich schon vorher geschrieben habe:
Ganz allgemein sind seelische Tätigkeiten subjektive Aspekte der Existenz, wie etwas wahrnehmen, Selbstbewegung, Empfindungen usw. Als geistige Tätigkeiten werden dann beispielsweise die Imagination oder das Denken bezeichnet.

Der Titel ist vielleicht etwas unglücklich gewählt. Die Seele als Gegenstand gibt es bestimmt nicht, aber dass der Mensch einen seelischen Aspekt hat, liegt auf der Hand. Wie man sieht, ist die Antwort auf diese Frage davon abhängig, wie man den Seelenbegriff definiert. 

Im wissenschaftlichen Sinn (hier eben nicht die Physik, sondern die Phänomenologie) verwendet man ja den Begriff "Leib", um sich eben von diesen ganzen religiösen und auch esoterischen Aussagen zu distanzieren. Letzten Endes entspricht aber dieser Leib auch schon sehr stark dem aristotelischen Begriff der Seele und auch die Leibphänomenologie steht am Ende statt vor einem Leib-Seele-Problem nun vor einem Leib-Körper Problem. Aber eben mit dem Unterschied, dass der Leib eben nicht dieser außerweltliche Innenraum ist, was eben die meisten unter dem Seelenbegriff verstehen.
Ganz überspitzt könnte man sagen, dass ein normaler menschlicher Arm eine leib-körperliche Einheit ist. Wird dieser Arm nun amputiert, haben wir zum einen einen rein materiellen Arm, der zu keiner Empfindung mehr beiträgt und als "reinen Leib" eben einen Phantomarm, der zwar eine räumliche Ausdehnung aufweist, aber eben nicht mehr materiell ist und so auch - oft zur Bestürzung der Patienten - durch eine Wand hindurch gehen kann, um dann mit ihr den selben Raum einzunehmen. "Reinen Leib" in Anführungszeichen, weil dieser selbstverständlich weiterhin mit neuronalen Prozessen korrespondiert.


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13.04.2017 um 15:08
An und für sich sind die Natur des Menschen, sein „Bewusstsein“, seine „Seele“, sein „Geist“ oder wie auch immer man den nicht-materiellen Aspekt des Menschseins benennen möchte, ja höchst spannende Themen. Und man könnte sie sicher auch sehr fruchtbar und anregend diskutieren, wenn man sich nicht in „Lager“ verschanzen und „für“ oder „gegen“ die Seele kämpfen würde, sondern einfach mal respektvoll und entspannt einander zuhören und voneinander lernen könnte. Statt dem bösen „Anderen“ gleich „Realitätsverweigerung“ vorzuwerfen und den eigenen Standpunkt vorschnell mit der angeblichen „Realität“ gleichzusetzen, sollte man lieber so viele Ansichten und Aspekte des Themas wie möglich in den Blick nehmen und befragen. Denn was nun die letzte und tiefste „Realtiät“ von Welt und Bewusstsein ist, weiß keiner.

Und ich glaube, dass dazu - genauso wie Nnaturwissenschaften und Philosophie -  auch die verschiedenen Religionen und die Esoterik ihre Ansichten beitragen können und sollen. Statt sich einfach von „diesen ganzen religiösen und auch esoterischen Aussagen“ zu distanzieren, könnte es fruchtbarer sein, ihnen zuzuhören und sich zu fragen, ob man sie mit neurowissenschaftlichen, phyikalischen oder philosophischen Sichtweisen vereinbaren oder erhellen kann.

So wie bei der Rodung wild wuchernden Regenwaldes vielleicht wertvolle Heilfpflanzen oder unentdeckte Tierarten verloren gehen, so könnte beim Ignorieren der Jahrtausende alten Religionen und esoterischen Weltanschauungen auch so manche alte „Weisheit“, Einsicht oder Anregung zum Nachdenken verloren gehen.

Wenn dagegen Neurowissenschaftler und Philosophen, Theologen und vergleichende Religionswissenschaftler, Mystiker und Nahtoderfahrene, Meditierende und Mathematiker, Physiker und Psychologen, Parapsychologen und Skeptiker, Gläubige und Esoteriker einander nicht ignorieren oder einander bekämpfen und widerlegen, sondern miteinander reden würden, dann könnte dabei möglicherweise Interessantes herauskommen. Man kann sich gegenseitig befruchten und korrigieren; anregen und zur Schärfung und Klärung der jeweiligen Position beitragen. Vielleicht entdeckt man dabei sogar Gemeinsamkeiten, sicher auch Unterschiede, die man dann respektvoll feststellt, und die vielleicht zu neuen Fragen oder Untersuchungen anregen.

Das Ganze erinnert mich ein wenig an die bekannte Parabel von den blinden Männern und dem Elefanten: Der eine hält dessen Rüssel in der Hand und sagt, ein Elefant ist wie ein Schlauch; ein anderer klammert sich an einem Bein fest und sagt, ein Elefant ist wie ein Baumstamm; ein dritter ertastet dessen Seite und sagt, ein Elefant ist wie eine Wand usw. Alle Behauptungen sind miteinander kaum oder gar nicht zu vereinbaren, und wenn jeder nur darauf beharrt: „Nur ich habe recht, und die anderen sind alles Idioten und Realitätsverweigerer“, dann ist ewiger Streit vorprogrammiert und niemand wird heraufinden, wie der Elefant „eigentlich“ ist.


So oft in theologic wars, the disputants, I ween,
Rail on in utter ignorance, of what each other mean,
 And prate about an Elephant not one of them has seen!


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13.04.2017 um 15:35
anonyheathen schrieb:Das Ganze erinnert mich ein wenig an die bekannte Parabel von den blinden Männern und dem Elefanten: Der eine hält dessen Rüssel in der Hand und sagt, ein Elefant ist wie ein Schlauch; ein anderer klammert sich an einem Bein fest und sagt, ein Elefant ist wie ein Baumstamm; ein dritter ertastet dessen Seite und sagt, ein Elefant ist wie eine Wand usw. Alle Behauptungen sind miteinander kaum oder gar nicht zu vereinbaren, und wenn jeder nur darauf beharrt: „Nur ich habe recht, und die anderen sind alles Idioten und Realitätsverweigerer“, dann ist ewiger Streit vorprogrammiert und niemand wird heraufinden, wie der Elefant „eigentlich“ ist.
Tatsächlich ein schönes Beispiel in diesem Zusammenhang. Je näher man dem Phänomen rückt, desto mehr verliert man es aus den Augen. Um die materielle Basis der Subjektivität zu verstehen, reicht es eben nicht aus so nah an den Menschen heranzutreten, dass man nur noch neuronale Prozesse vor Augen hat. Man müsste dann schon wieder einige Schritte zurück gehen, um den ganzen Menschen und seine Verflechtungen mit der Umwelt in den Blick zu bekommen. 


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13.04.2017 um 15:38
@PeterSi
Ganz überspitzt könnte man sagen, dass ein normaler menschlicher Arm eine leib-körperliche Einheit ist. Wird dieser Arm nun amputiert, haben wir zum einen einen rein materiellen Arm, der zu keiner Empfindung mehr beiträgt und als "reinen Leib" eben einen Phantomarm, der zwar eine räumliche Ausdehnung aufweist, aber eben nicht mehr materiell ist und so auch - oft zur Bestürzung der Patienten - durch eine Wand hindurch gehen kann, um dann mit ihr den selben Raum einzunehmen. "Reinen Leib" in Anführungszeichen, weil dieser selbstverständlich weiterhin mit neuronalen Prozessen korrespondiert.

Verstehe ich deine Ausführung richtig?

Das heißt, dass der Leib (Seele?) mit einem Arm korrespondiert, der defacto nicht mehr existiert.

 Man könnte sinnbildlich sagen, die räumliche Ausdehnung die der Phantomarm aufweist,  ist wie eine Wunde, die sich nicht mehr schließt. 

 So könnte man annehmen, dass der Leib/Körper keine Kraft hat mit diesem Ereignis fertig zu werden.

 Deshalb ignoriert er die Tatsache, dass der Arm fehlt und suggeriert Empfindungen, die einen Arm vortäuschen.
 
Da der Leib/Körper weiterhin mit neuralen Prozessen korrespondiert, zeigt,  dass er  die Ganzheit/Vollkommenheit/ Einheit
 wieder anstrebt, was aber nicht gelingen kann, weil der Arm nicht mehr nachwachsen kann bzw. verloren ist.
 
Interessant sind im diese Zusammenhang auch die Phantomschmerzen von fehlenden Gliedmassen, die sich von der normalen Empfindung unterscheiden.  


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13.04.2017 um 15:57
nuba schrieb:Das heißt, dass der Leib (Seele?) mit einem Arm korrespondiert, der defacto nicht mehr existiert.

 Man könnte sinnbildlich sagen, die räumliche Ausdehnung die der Phantomarm aufweist,  ist wie eine Wunde, die sich nicht mehr schließt. 

 So könnte man annehmen, dass der Leib/Körper keine Kraft hat mit diesem Ereignis fertig zu werden.

 Deshalb ignoriert er die Tatsache, dass der Arm fehlt und suggeriert Empfindungen, die einen Arm vortäuschen.
 
Da der Leib/Körper weiterhin mit neuralen Prozessen korrespondiert, zeigt,  dass er  die Ganzheit/Vollkommenheit/ Einheit
 wieder anstrebt, was aber nicht gelingen kann, weil der Arm nicht mehr nachwachsen kann bzw. verloren ist.
 
Interessant sind im diese Zusammenhang auch die Phantomschmerzen von fehlenden Gliedmassen, die sich von der normalen Empfindung unterscheiden.  
Der Phanomarm existiert, wie auch der (abgetrennte) materielle Arm existiert. Die Räumlichkeiten sind jedoch nun nicht mehr überlagert. Der physikalische Raum des Arms und der Leibraum des Phantomarms überlappen nun nicht mehr. Der Phantomarm existiert für die Patienten genau so real, wie auch der empfundene Arm vor der Amputation. In vielen Fällen lässt sich der Phantomarm auch ganz normal bewegen. Die Phantomschmerzen unterscheiden sich nicht unbedingt von normalen Schmerzempfindungen. Auch hier können alle möglichen Schmerzempfindungen auftreten. 
Wenn der Phantomarm juckt (was als sehr quälend empfunden wird), reicht es oft, an der entsprechenden Stelle mit geschlossenen Augen zu kratzen. 

Man kann den Phantomarm auch als ein Gedächtnisphänomen sehen. 
Viele Phantomphänomene (von Schmerzen oder Juckreiz abgesehen) treten erst dann auf, wenn das Phantomglied willentlich bewegt werden soll. Versucht man beispielsweise auf beiden Beinen zu laufen, obwohl ein Bein amputiert ist, so entsteht im Moment der Bewegung die Empfindung des sich bewegenden Phantomgliedes. Auch Imagination, also die Vorstellung an das Phantomglied kann entsprechende Empfindungen hervorrufen. 
Diese vom Subjekt ausgehenden Tätigkeiten sind auch weiterhin mit entsprechenden Gehirnstrukturen verbunden. Ansonsten wäre im Normalfall ja auch keine Selbstbewegung möglich. Nur das jetzt eben das körperliche Gegenstück fehlt. In die umgekehrte Richtung funktioniert das natürlich auch. Werden gewisse Hirnstrukturen gereizt, so kann eben auch eine Phantomempfindung hervorgerufen werden.


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13.04.2017 um 16:30
@PeterSi
Das Problem am Begriff der Seele ist, dass sie schon ganz enorm mit religiösen und esoterischen Vorstellungen belastet ist.
Ja, einfach, weil er in Zeiten gepägt wurde, in denen man neurologisch den Leuten noch nicht "in die Köpfe gucken" konnte. Dementsprechend haben sich eben unterschiedliche Deutungen/Definitionen/Annahmen für unsichtbare Vorgänge im Menschen entwickelt, je nachdem, unter welchem Gesichtspunkt welche Denkrichtung oder religiöse Sichtweise sich damit beschätigt hat.

Daher ja auch heute das Durcheinander der Begrifflichkeiten und das eigenartige Gefühl, Seele wäre etwas nicht körperlich, sondern unabhängig und selbstständig konkret Existierendes, hätte sozusagen quasi ein Eigenleben.


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Dawnclaude
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13.04.2017 um 16:56
off-peak schrieb:Daher ja auch heute das Durcheinander der Begrifflichkeiten und das eigenartige Gefühl, Seele wäre etwas nicht körperlich, sondern unabhängig und selbstständig konkret Existierendes, hätte sozusagen quasi ein Eigenleben.
wenn ich in einer astralreise den körper verlasse, von außen betrachte und dann durch eine wand schwebe , ist es aber genau das. Die seele / Bewusstsein ist in diesem Fall vom Körper gegtrennt und deshalb was völlig eigenständiges.
Nur diejenigen, die das selbst noch nicht erlebt haben, glauben, dass das reine vorstellung wäre bis sie es dann irgendwann selbst erleben und dann kommt der "Aha" effekt. nUr in diesem Zustand kannst du überhaupt überprüfen, ob das ganze real ist oder nicht. (oder eben nach dem Tod...)


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PoorSoul
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15.04.2017 um 11:55
Der Begriff Seele ist auch zu alt und muffig, weil er schon seit mehr als tausend Jahren von den Kanzeln gepredigt wird.
Die Seele, die Gott gnaden soll, die in das Fegefeuer landet, die in den Himmer kommt, die in totaler Rastlosigkeit rumspukt und die Lebenden erschreckt, die durch die Welten wandert, die verletzt wird, usw. usf.


Vielleicht wäre es auch einfach besser, zu erkennen, dass es wohl so etwas wie Seele gibt, weil die Wahrheit zu schrecklich ist für die zarte Seele. Das sie einfach ausgelöscht werden könnte nach dem physischen Ableben.
Diese Dualität hängt irgendwie zu hart miteinander zusammen, als dass sie für sich alleine stände und aufgelöst werden könnte. Dass es die Seele gibt und gleichzeitig wieder auch nicht. Ihr Nichtvorhandensein erschafft sie erst und umgekehrt.


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15.04.2017 um 12:14
"Alt und muffig" sind eigentlich kein Problem, aber wischi-waschi und mit zig unterschiedlichen Bedeutungen sind es.


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18.04.2017 um 08:23
off-peak schrieb am 13.04.2017:Ja, einfach, weil er in Zeiten gepägt wurde, in denen man neurologisch den Leuten noch nicht "in die Köpfe gucken" konnte. Dementsprechend haben sich eben unterschiedliche Deutungen/Definitionen/Annahmen für unsichtbare Vorgänge im Menschen entwickelt, je nachdem, unter welchem Gesichtspunkt welche Denkrichtung oder religiöse Sichtweise sich damit beschätigt hat.

Daher ja auch heute das Durcheinander der Begrifflichkeiten und das eigenartige Gefühl, Seele wäre etwas nicht körperlich, sondern unabhängig und selbstständig konkret Existierendes, hätte sozusagen quasi ein Eigenleben.
Heute sind wir da auch nicht wirklich weiter. Man könnte fast sagen, dass wir zeitweise einige Schritte zurück gegangen sind und seelische Vorgänge auf neuronale Prozesse reduzieren wollten. Heute ist es ja zumindest Konsens, dass subjektive Phänomene zwar mit körperlichen Prozessen korreliert sind, aber dass subjektive Phänomene weder dem Gebiet der Neurowissenschaften zugehören, noch von neuronalen Prozessen erzeugt werden. Mittlerweile hat ja glücklicherweise fast jeder, der sich mit diesen Themen beschäftigt, schon einmal was von dem Begriff "mereologischer Fehlschluss" gehört. Seelische Vorgänge sind nunmal per definitionem gerade keine physikalischen Vorgänge. Wir können heute nur sehr viel besser die Korrelationen zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen aufzeigen. 
Gerade im Bereich der Psychiatrie hat die Neurobiologie, außer bei der Alzheimer-Krankheit, keine wesentlichen Fortschritte gebracht. 


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19.04.2017 um 19:17
@PeterSi
Man könnte fast sagen, dass wir zeitweise einige Schritte zurück gegangen sind und seelische Vorgänge auf neuronale Prozesse reduzieren wollten.
Und warum könnte man das sagen? Was sollen diese zwei Schritte sein?


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20.04.2017 um 08:09
off-peak schrieb:Und warum könnte man das sagen? Was sollen diese zwei Schritte sein?
Nicht zwei Schritte, sondern einige Schritte. 
Ganz einfach, weil es außer für Korrelationen weder biologisch noch philosophisch irgend welche Hinweise gibt und weil eine Reduzierung der Subjektivität auf neuronale Vorgänge schon einer einfachen phänomenologischen Analyse absolut nicht standhält.

Mal abgesehen davon, wüsste ich nicht, was dafür sprechen sollte, dass neuronale Vorgänge Subjektivität herbeizaubern und warum ausgerechnet das Organ, welches im Laufe der Evolution den starren Reiz-Reaktions-Mechanismus gelockert hat, nun plötzlich zum Organ benannt werden sollte, welches den Menschen determiniert. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Das Gehirn stellte insbesondere dem Menschen immer mehr Freiheitsgrade zur Verfügung.


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21.04.2017 um 14:28
@PeterSi
Mal abgesehen davon, wüsste ich nicht, was dafür sprechen sollte, dass neuronale Vorgänge Subjektivität herbeizaubern
Du sagst es. Du weißt das nicht. Oder willst es nicht wissen.
Aber sag mal an, woher kommt dann Subjektivität?
Wie erklärst Du Dir dann Persönlichkeitsveränderungen unter Drogen?


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21.04.2017 um 14:56
off-peak schrieb:Du sagst es. Du weißt das nicht. Oder willst es nicht wissen.
Du hast leider noch kein einziges Argument dafür gebracht. Ich habe in den vorangegangenen Beiträgen schon einige unlösbare Widersprüche aufgezeigt, die sich aus deinen Vorstellungen ergeben. 
Aber bitte, dann klär mich mal auf, was dafür spricht und versuche die Widersprüche aufzulösen.n 
off-peak schrieb:Aber sag mal an, woher kommt dann Subjektivität?
Dann sag mal an, woher kommt denn Materie?
Grundlegend muss man die Subjektivität genau wie die Materie als etwas Vorhandenes voraussetzen. 

Während Subjektivität in einfachen Lebewesen wohl nur auf einer sehr geringen Stufe vorhanden ist, so entwickelt sich diese beim Menschen bis hin zu den Fähigkeiten des Denkens. Auch wenn diese Fähigkeiten in der Welt schon potentiell vorhanden sind, so müssen diese jedoch erst erlernt werden. 
Das Universum als Ganzes kennt immer nur einen momentanen Zustand, während die Subjektivität auch ihre früheren Zustände in sich vereint. Das bedeutet, dass Subjektivität sich mit der Zeit durch Lernprozesse entwickelt. 
Du glaubst auch noch daran, dass du ein Gehirn im Tank baust und dieses plötzlich wie von Zauberhand die deutsche Sprache versteht und darüber nachdenkt, was es wohl gestern Abend gegessen hat. Solche Fähigkeiten setzen so etwas Grundlegendes wie ein Gedächtnis voraus, welches die Vergangenheit in sich trägt. Physikalische Prozesse tragen ihre Vergangenheit jedoch nicht selbst in sich. 
off-peak schrieb:Wie erklärst Du Dir dann Persönlichkeitsveränderungen unter Drogen?
Leider scheinst du meine Beiträge nicht zu lesen. Ich habe bereits ausführlich erklärt, wie neuronale Prozesse und Subjektivität zusammenhängen. 
Dann erkläre du mir doch mal bitte, wie du eine der grundlegendsten Eigenschaften von Subjektivität, die Intentionalität auf neuronale Prozesse reduzieren willst. 


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18.05.2017 um 20:51
Viele glauben der Körper sei nur eine Hülle, und die Seele unser eigentliches "Ich". Es gibt keinen Beweis dafür, dass es keine Seele gibt. Wenn ich ehrlich bin glaube ich auch nicht das es eine gibt, da es rein wissenschaftlich nicht wirklich möglich ist. Aber wenn es doch eine Seele gäbe, könnte sie theoretisch ja dann "weiter Leben". Oder nicht?


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