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Vernunft gleich Intelligenz?

159 Beiträge, Schlüsselwörter: Intelligenz, Vernunft, Geistiges Niveau

Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:13
@slider

was ist wenn ich dir sagen, dass man "dumme" menschen auf eine gewisse art und weise auch konditionieren kann!?
denn dadurch steigert sich keineswegs die intelligenz aber in gewissen situationen ist eine vernunft gegeben, die zuvor noch nicht existent war.


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:16
@osttimor

Klar geht das. Aber das ist Training und auf klare Fallbeispiele begrenzt. Und Intelligenz ist für mich dann eben genau die Fähigkeit solches Wissen selbstständig auf andere Problemstellungen zu transferieren.


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:27
slider schrieb:solches Wissen selbstständig auf andere Problemstellungen zu transferieren.
genau das meine ich aber nicht! dieses wissen auch ANDERE dinge zu übertragen, sondern einfach du darfst nicht zu fremden ins auto steigen! du darfst nichts süßes von fremden nehmen etc.


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:34
@osttimor

Ich widerspreche dir doch gar nicht. Ich habe ja nie gesagt, dass weniger intelligente Menschen ausschließlich unvernünftig handeln. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein weniger intelligenter Mensch unvernünftig handelt ist eben größer, weil er schlechter in der Lage ist auf neue, unbekannte Situationen zu reagieren.


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:37
@slider

ok. aber meiner grundthese: das eine geht ohne dem anderen sehr wohl, widersprichst du nicht.
du findest es nur unwahrscheinlicher? richtig? :)


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:42
@osttimor

Ich sehe da eben eine Kausalität. Mehr Intelligenz, mehr Fähigkeit zur Vernunft, weniger Intelligenz, weniger Fähigkeit zur Vernunft. Der Extremfall wäre dann gar keine Intelligenz, gar keine Fähigkeit zur Vernunft (aber das wäre dann schon im Bereich einer sehr schweren psychischen Störung).


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 09:48
@Wortdieb

Aber ein Grund setzt ja nicht unbedingt voraus, dass ein Verhalten auf Vernunft beruht. Da klingt ein wenig die Impression durch, dass es Vernunft gleichzusetzen ist, wenn man sein Handeln begründen kann. Ich bin mir sicher, dass das so nicht gemeint war, aber man könnte es denken. ;)
Ich tue mir immer noch schwer Vernunft und Intelligenz als aneinandergekettet zu betrachten. Das erscheint mir nicht sinnvoll. Zumal ich ja schon erläutert habe, was für mich Intelligenz ist und was Vernunft ausmacht. Deswegen beißt sich für mich der Mythos vom Fortschritt und der Evolution mit dem, was ich in der gegenwärtigen Momentaufnahme der Menschheitsgeschichte sehe. Und auch die Geschichte zeigt einige Ereignisse, die sich nicht mit Vernunft rechtfertigen lassen. Womit ich jedoch nicht spitzfindig erscheinen möchte.

Nun, meine subjektiven Empfindungen beruhen ja nicht auf Willkür (oder 'Willkürlichkeit', wie manche gerne sagen), sondern darauf, dass ich mir Gedanken mache. Ich überlege nach einer für mich tragbaren Antwort und dann komme ich nun mal auf diese Resultate.
Zugegeben, vor dem Beginn des Disputs steht die Empfindung, diese wird jedoch von allen mir bekannten – möglicherweise auch weiteren, die sich in meinen Recherchen ergeben – Betrachtungsweisen beleuchtet und dann ziehe ich ein Fazit. Und bis dato sind das meine Erkenntnisse. Wobei ich sagen muss, dass so mancher Aspekt der ein oder anderen Prüfung bedarf.

Das ist so der Klassiker. „Was? Ich soll etwas schlimmes getan haben? Schauen Sie sich den an, der ist viel Schlimmer as ich.“ - Das ist für mich ein Missbrauch der geistigen Fähigkeiten, wenn wir diesem Verhalten welche unterstellen wollen. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass Intelligenz gesellschaftlich betraachtet ein weitreichender Begriff ohne konkrete Wurzeln zu sein scheint.

Du wirst zugeben müssen, dass den Menschen so etwas nicht mehr bewegt. Ich habe sogar den Eindruck, dass – gleich wie gegenwärtig Kant sein müsste oder nicht – die Pluralität der Meinung ist, dass es antiqiert sei. Zumindest habe ich den Eindruck, dass ich mich auf nostalgischem Terrain befinde, wenn ich meine Mitmenschen darauf hinweise, dass sie sich ihrer eigenen Kapazität bedienen sollen.
Der Zwiespalt zwischen Führung und Freiheit ist eine Illusion mit der die Menschen schon viel zu lange schwanger gehen. Da fällt mir ein Spruch dazu ein: „Freiheit ist das, was man frei ist zu tun – nicht nur, was einem erlaubt ist. Sie besteht in dem, was man wirklich tun kann. Das ist der Inbegriff der Fähigkeit.“
So betrachtet sind Führung, die dringende Notwendigkeit besitzt und die Freiheit vereinbar. Wenn man sich das klar macht, wie einfach es ist, in Freiheit zu leben, so ist es mit der Unabhängigkeit nicht mehr ganz so düster bestellt.
Warum sollte man sich nicht zum Sklaven eines Systems machen? Andere denken für einen, man kann mit dem Strom schwimmen. Wenn der Zug in den Abgrund stürzt, dann kann man sagen: „Die anderen sind schuld, die haben mich dazu getrieben. Ich bin Opfer – Kein Täter.“ - Das ist zwar der Inbegriff größter Naivität, aber wen soll das schon interessieren? So weit denkt doch heute keiner mehr. Das ist auch gar nicht notwendig. Dafür gibt es doch andere, die sagen, in welche Richtung es gegenwärtig geht.

Ich gehe mit Dir voll und ganz konform. Auch wenn mein Optimismus in Bezug au eine einheitliche Lösung jenseits der Führungsfiguren seine Grenzen hat. Ohne jetzt anarchistische Tendenzen zeigen zu wollen, versteht sich.

Karma ist für mich Nonsense. Auch wenn ich eine Gesetzmäßigkeit, die manche Gegegebenheiten, die an die Karmatheorie ermöglichen, tatsächlich bedingen, nicht ausschließe.


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Wortdieb
ehemaliges Mitglied

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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 14:36
@Intolerabilis

Danke noch für deinen Nachtrag. War mir eine Ehre!


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 21:03
@Intolerabilis

Was zur Hölle schreibst du da? Ich verstehe kein Wort und hat vielleicht 2% mit meinem Thread zu tuen.


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Vernunft gleich Intelligenz?

07.07.2016 um 21:10
@NovaFusion

Meine Meinung zu dem Thema. Dass Du nichts verstehst verbietet Dir, zu beurteilen, ob es mit dem Thema zu tun hat, oder nicht. Man muss nicht allen Impulsen Folge leisten. ;)


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Ur
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Vernunft gleich Intelligenz?

09.07.2016 um 12:01
Dazu müsste man klar definieren was man unter Intelligenz versteht. Denn einen allgemeinen Konsens über Intelligenz gibt es nicht.
Das Wort selbst gibt schon einen gewissen Hinweis:
Intelligenz (von lat. intellegere „verstehen“, wörtlich „wählen zwischen …“ von lat. inter „zwischen“ und legere „lesen, wählen“)
Wirkliche Intelligenz ist, etwas zu verstehen. Ein Akt der Empathie ist somit ein Akt wirklicher Intelligenz. Vernunft lässt uns zweckmäßig handeln.


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Vernunft gleich Intelligenz?

10.07.2016 um 20:26
Ur schrieb:Ein Akt der Empathie ist somit ein Akt wirklicher Intelligenz.
Du meinst also die emotionale Intelligenz?

Also EQ

@Ur


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Vernunft gleich Intelligenz?

11.07.2016 um 13:20
Ich denke, dass eine gewisse Intelligenz Menschen hilft durchdachte Entscheidungen zu treffen.
Inwiefern diese vernünftig ist, beurteilt das Individuum zunächst für sich selber, und im Anschluss wird diese natürlich auch von anderen Individuen bewertet.
Das heißt im inneren erleben handelt das Individuum für sich vernünftig, für andere, die eine andere Vorstellung von Vernunft haben, nicht.

Ist echt ein heißes Eisen das Thema. Ich finde aber ihr gebt schöne Denkanstöße ! Ich verfolge gespannt


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Ur
ehemaliges Mitglied

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Vernunft gleich Intelligenz?

11.07.2016 um 15:59
@NovaFusion
Ja. Mitfühlen, sich in andere hineinversetzen zu können, selbst in Tiere, halte ich in der heutigen Zeit für wichtiger als alles andere. Denn versteht man den Schmerz oder Ängste usw, eines Gegenübers, kann man dadurch besser miteinander auskommen. So versteht man besser ein Motiv eines anderen, der vielleicht im ersten Moment scheinbar böse handelt. Manchmal durch starke Empathie sogar auch im voraus.
Wie siehst du es?


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Vernunft gleich Intelligenz?

11.07.2016 um 20:20
@Ur

sehe ich genauso. Ich bin derjenige, der sagt, dass die emotionale Intelligenz wichtiger sei, als die logische Intelligenz. Weil...

Weil die Welt schon so weit entwickelt ist und fortgeschritten und komplex, dass wir fast nichts mehr brauchen. Nun geht es darum, wieder sich auf das limbisches System zu konzentrieren und Empathie zu lernen. Wieder den URsprung der Sprache finden. Wir kommunizieren oft und merken nicht dabei, wie verletzend sie ist. Unsere Sprache wurde in laufender Zeit verzerrt. Emotionale Kommunikation sprich gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist hier z.B. eine schöne Gelegenheit sich mal wieder der Sprache vertraut zu machen, die eine wertschätzendes Miteinander ausmacht.


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Vernunft gleich Intelligenz?

12.07.2016 um 16:16
Vernunft ohne ein entsprechendes Intelligenzfundament ist ganz bestimmt nicht möglich, aber Intelligenz die zu total destruktiven Zwecken (und daher völlig unvernünftig) eingesetzt wird hingegen schon.
So mancher Psychopath wäre als Referenz dafür geeignet.

In unserer (deutschen) Geschichte sticht da A. Hitler besonders ins Auge, dem man m.M.n. eine recht hohe Intelligenz, angesichts der im Wesentlichen von Ihm betriebenen Umwandlung der NSDAP, von einem Hinterzimmer-Debattierverein zu einer stampfenden, massenmobilisierenden Wahlkampfmaschine, unterstellen kann.
Auch die Frühphase seiner Expansionspolitik zeigt wohl "Spuren" von Intelligenz.
Vernunft muss man ihm aber komplett absprechen, da er andernfalls das Verhängnis auf das er zusteuerte (auch für sich persönlich!) frühzeitig erkannt und seinen Kurs korrigiert hätte.

Gruß, Zellaktivator.


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Vernunft gleich Intelligenz?

12.07.2016 um 18:50
@NovaFusion
Vernunft ist für mich: Aus Erfahrungen klug zu handeln.
Intelligenz braucht nicht immer die eigene Erfahrung.


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Vernunft gleich Intelligenz?

12.07.2016 um 19:40
@mumm

Da stellt sich mir die Frage: Was ist wichtiger, Intelligenz oder Erfahrung. Wenn du eine Firma leiten willst glaube ich, dass Erfahrung da hilfreicher sein wird.

Du brauchst Erfahrung, damit ein Lerneffekt entstehen kann. Du kannst dann zum nächsten Step, weil du die Erfahrung gemacht hast und gehst somit viel einfacher an einer Sache drann.

Klar Mathematik ist das was anderes, aber selbst da musst du wissen, wie diese Formeln funktioniert haben, um das nächste Level an Komplexität zu erreichen.


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Vernunft gleich Intelligenz?

13.07.2016 um 10:29
@NovaFusion

Man muss Erfahrungen aber nicht selbst machen um Entscheidungen treffen zu können. Man kann sich auch der Erfahrung anderer Menschen bedienen. Und je intelligenter man ist, desto besser ist man in der Lage die Erfahrung anderer Menschen (was ja nichts Anderes ist als Wissen) auf seine individuelle Problemstellung anzuwenden.
Wenn jeder Mensch Entscheidungen nur empirisch treffen würde, dann wäre die Menschheit wohl kaum da, wo sie jetzt ist. Denn genau das ist ja ein sehr wichtiger Punkt, der uns von anderen Spezies massiv unterscheidet ... die Fähigkeit individuelles Wissen dauerhaft einer großen Anzahl anderer Menschen zugänglich machen zu können.


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Vernunft gleich Intelligenz?

16.07.2016 um 15:12
slider schrieb am 13.07.2016:Man kann sich auch der Erfahrung anderer Menschen bedienen
@slider

Ja das ist ein wichtiger Punkt, den ich auch nutze. Aus seinen Fehlern lernen, aber sowohl auch als von den Fehlern andere Lernen, deshalb sind Fehler so schön (So viel zu meinem anderen Thread über Fehler)


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