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Philosophie- Hier könnt ihr über Plato&Co. reden

90 Beiträge, Schlüsselwörter: Philosophie
Billy73
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Philosophie- Hier könnt ihr über Plato&Co. reden

24.01.2016 um 16:29
Billy73 schrieb:
Plato und Aristoteles sind schon ziemlich abgespaced. Man weiss gar nicht was die wollen.
Interessant, ich interpretiere das genau anders herum - die Philosophen, bei denen man weiß, was sie wollen, die sind zu abgespaced. Ich finde die letzten 1700 Jahre ist die Philosophie immer weiter ins Abstrakte reingerutscht und davor war sie grundlagenorientiert, "bodenständig". Wer sich, wie Kant, mit der Vernunft beschäftigt, ist vielleicht schon zu weit, hat irgendetwas Grundlegendes am Anfang übersehen, was seine Arbeit nichtig macht. ( Nicht das ich es wage, dass bei Kant zu behaupten, aber wer weiß ). Wenn ich mir einen Dialog von Parmenides durchlese, dann zieht der da nur einen logischen Schluss nach dem anderen, den man nachvollziehen und verstehen kann und geht nicht darüber hinaus.
Ich glaube du hast mich missverstanden. Ich meine die beiden im vergleich zu Epikur. Das hatte ich glaube ich oben erwähnt.

Allerdings steckt der Teufel im Detail wahrscheinlich geht es eben auch nicht ohne das Abstrakte. Aber diese Übung ist nicht für jedermann und kann einen weg vom "Glücksweg" bringen.


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Noam_Enlil
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09.02.2016 um 17:33
@5okrates
Aber wenn man es auf zwei reduziert, so sind es Aristoteles und Kant.t
Du Kant-Jünger ziehst also allen ernstes den Kabelaujfreak dem Vater des Denkens vor.

Wenn ich dir nun auf Grund dessen eine Ohrfeige verpasse, bzw solltest du niedlich sein,dich durchkitzle, hat dies, wenn ich es gewollt habe, auch wollen müssen.

Dieser einfache Sachverhalt klingt auf Kantisch wie folgt:
Willensfreiheit kann es nicht geben , da diese durchgängig und ausnahmslos von der Kategorie der Kausalität
beherrscht wird. Alle Willensregung des empirischen Charakters ereignen sich zwingend und notwendig, sind kausal determiniert.
Kann das so? Darf das so?
Nein! Auch der Königsberger Klops kam dahinter. Aber er gesteht seinen  Fehler nicht ein sondern windet sich raus - ganz übel für einen Philosophen.
 In seinen späteren ethischen und rechtsphilosophischen Schriften heisst es:
Ein transzendenter, das heisst: durch Erfahrung nicht beweisbareren, aber auch nicht wiederlegbaren Ideen der Transzendenten Freiheit. Er erkennt den Charakter des Menschen den fiktiven, nicht überprüfbaren , itelligiblen Charakter gegenüber, dem seiner Lehre des unfreien Willen die unbedingte Autonomie, dem hypothetischen Imperativ (Wenn ich die Prüfung bestehen willst, musst ich Nachhilfe in Anspruch nehmen, wenn ich abnehmen will, esse ich keine Pommes etc.) den kategorischen Imperativ: Handle so, als ob  Maxime deines Handelns durch deinen Willen zum Naturgesetz werden soll.
Autonomie, die durch die Verstand nicht erkannt, wohl aber durch die Vernuft geglaubt werden kann. Sittlichkeit ist die Freiheit, dem kategorischen Imperativ zu folgen!
Die Willensfreiheit, die Kant in seiner "Kritik zur reinen Vernunft" so überzeugend vor die Tür der Erfahrenswelt gesetzt hat begrüsst er nun als Autonomie, die durch den Verstand nicht erkannt, wohl aber durch die Vernunft geglaubt werden kann.
Damit hat er es geschafft sich aus dem Sumpf der empirischen  Determiniertheit zu ziehen.


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5okrates
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09.02.2016 um 21:48
@Noam_Enlil

In der Moralphilosophie wurde die reine Vernunft zur Unvernunft.
Das mindert aber den Ertrag der Aufklärung nicht.
Kritik reinen Vernunft ist das Stichwort.


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Noam_Enlil
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19.02.2016 um 19:09
@5okrates
An welchem Punkt hat Kant das Denken wirklich erhellt?
Was er wirklich drauf hatte waren leere Floskeln und Lehrformeln wie:
Höchstes Gut, unsterblichen Leben, sittliche Weltordnung, unbedingte Pflicht, absoluter Wert.
Ganze Schülergenerationen wurden mit dem Kantschen "kategorischen Imperativ" gequält.
Warum nur um festzustellen: Du kannst wenn du sollst?
Er hielt sich immer im Nebelbereich von Spekulationen über das "An sich", "das Absolute",
"Unbedingte", "Kategorische", über"das was geschehen soll", ob es gleich niemals geschieht.


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5okrates
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20.02.2016 um 00:38
@Noam_Enlil

Wieso reduzierst du die kantische Philosophie auf die Metaphysik der Sitten samt Grundlegung ?

Das Kernstück waren die drei Kritiken und das Herzstück die Kritik der reinen Vernunft !

Hier findet sich warum Kant einer der zwei wesentlichsten Philosophen unserer Geschichte gewesen ist !

Das Ding an sich ist von Kant nur negativ angenommen um bestimmte Grundsätze rechtfertigen zu können !
Wissen gemäß einer rationalistischen Methode kann es nur dann geben, wenn wir es vorher in die Welt hinein legen ...
Wie sollen wir aus reiner Vernunft etwas über die Welt wissen, wenn es nicht in uns liegt ?
Wenn es aber in uns liegt, dann kann es nicht mehr die Welt an sich sein, sondern nur noch eine Erscheinung ...
Die Synthese als Leistung zu einer Erfahrung aus Sinnlichkeit und Verstand ermöglichte schließlich,
dass der Bereich des transzendenten, übersinnlichen, ganz geschlossen werden musste, weil keine Synthese möglich ist ...

Dieses denken hat die Menschen aufgeklärt ... einen neuen Zeitgeist etabliert, die Metaphysik revolutioniert ...
Schließlich den Fokus auf die Naturwissenschaft, das Experiment, die Praxis gelegt ...

Die Praxis führt zur praktischen Vernunft, zur Moral, zur Menschenwürde, zum Grundgesetz ...
Die Einsichten durch die Kritik waren auf beiden Seiten beschnitten, mithin ein weiterer Beweis des Nichtwissens,
welcher für Gleichheit, Freiheit, in Glauben und Meinung eintrat ...

Hier finden sich grundlegende Gedanken die zum Grundgesetz beigetragen haben wie wir es heute kennen ...
Nicht nur die Würde aus Artikel eins entstammt der kantischen Philosophie ...

Also bitte ... Seit Aristoteles, die erste wirklich neue Sicht auf die Metaphysik als einer Wissenschaft ...


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Noam_Enlil
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20.02.2016 um 04:57
@5okrates
Gut mit dem "Dingelchen an sich" da haste mich, das war wirklich genial. Leider setzt es auch hohe Anforderungen an das Abstraktinsvermögen u. leider gehst du zu weing darauf ein.
Mal ein Beispiel:
Ein brauner Teddy sitzt auf dem Sofa. Ich erkenne sein braunes Fell, sein Rundsein, sein Leichtsein.
Das Erkennen eines runden, braunen, leichten Teddys nennt Kant Erscheinung.
Wie mir der Teddy erscheint, wie ihn sehe, hängt von meinen Erkenntnismöglichkeiten ab, z.B. vom Grad meiner Farbtüchtigkeit.
In dem Maße, wie sich die vorgegebenen Erkenntnismöglichkeiten ändern, ändert sich auch die Erscheinung.
Den verschiedenen Erkenntnismöglichkeiten (Kategorien) entsprechend lebt der Mensch in einer Sehwelt, der Hund in einer Riechwelt und die Fledermaus in einer Echolotwelt.
Für Mensch Hund und Fledermaus erfahrbar sind ausschließlich diese, von den apriorischen  Bedingungen des Erkennens abhängigen Erscheinungen.
Die Welt und der oben genannte Teddy als unbedeutender Ausschnitt derselben können aber, unabhängig von ihren Erscheinungen bei Hund, Mensch und Fledermaus nicht erkannt werden,gehen über die Grenzen unserer Erkenntnismöglichkeit hinaus, sind transzendent oder "Ding an sich"
Das Ding an sich, das hinter den erfahrbaren Erscheinungen liegende Unbedingte, muss notwendigerweise gedacht werden, kann selbst jedoch nicht Gegenstand unserer Erfahrung sein.
Mit dieser Kritik (unterscheiden,trennen), mit dieser Unterscheidung in " Ding an sich" und Erscheinen  ist Kant...

Ich will den Satz nicht beenden, müsste er doch mit Lob u. Respekt für Kant an dieser Stelle enden.
Dennoch, mir reicht es nicht für einen zweiten Platz.
We agree to differ. :bier:


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5okrates
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21.02.2016 um 02:22
@Noam_Enlil

Ich wüsste gerne einmal, wer bei dir Platz 1 und Platz 2 belegen würde und warum ?


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25.02.2016 um 22:16
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.

Von Sokrates, meine ich? Gefällt mir.


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Inquirer
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06.03.2016 um 23:31
@AgathaChristo

Das ist doch von Shakespeare´s Hamlet, oder? To be or not to be...

Mir gefällt da Kinski, war ja auch in gewisser Hinsicht ein Philosoph: "Schrei ich oder schrei ich nicht ..." jk


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