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"Wissen" wir überhaupt was?

262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Philosophie, Wissen, Erkenntnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 19:19
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Normalerweise spiegelt man bei einem Monolog sich selber und im Dialog das, was man von andern zu verstehen meint.
Die Sache ist nur, dass die Menschen viel projizieren, daher geht es oft mehr um Abwehrmechanismen als sonst was.
Ein Seelenklempner😇 würde bestimmt so etwas sagen wie: Sollte man sich bewusst machen usw. Kann sein, vor allem aber sollte man sich derer so gut es geht, entledigen.:vv:
Man stelle sich Doyles Sherlock Holmes vor, der die anderen nicht versucht zu Entschlüssen, sondern ständig nur hervorbringt, wie er über andere Personen denkt, weil... zb. der andere sich seit zwei Monaten nicht gewaschen hat und man sich schon öfter waschen sollte, weil... whatever...

Wenn ich für alles, was ich an anderen Menschen nicht nachempfinden kann, einen Euro bekäme, hätte ich einen Diener, der mir hier die Beiträge vorliest. :vv:


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 19:25
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Naja, es geht ja hier auch um diese "Beziehungsstörung", die deinen Austausch mit anderen stört
- bis zu dem Punkt, wo man das Inhaltlich behandeln ("spiegeln"), also "darüber philosophieren" ("in der Welt spiegeln") könnte,
kommt es ja selten.
Mir geht es um keine Beziehungsstörung, die meinen Austausch mit anderen stört.
Mir geht es z.b. um die verschiedenen Arten von "Wissen" .Die Differenzierung von verschiedenen "Wissen". Weiter oben verlinkt zu den Beispielen an Hand der der Bilder des Rhizoms und des Baumes. Und das sich verschiedene Wissen je anders verbalisieren und das auf Allmystery das rhyzomatische Wissen m.E. gut verkörpert ist.


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 20:34
Zitat von YoooYooo schrieb:Die Sache ist nur, dass die Menschen viel projizieren, daher geht es oft mehr um Abwehrmechanismen als sonst was.
Ein Seelenklempner😇 würde bestimmt so etwas sagen wie:
"Aber darum sagt man ja auch "spiegeln" und nicht "sehen".

@Yooo, was denkst du denn, wie man die los wird, die "Projektionen"?
Indem man sich unterhält. Und ob das mit einem guten Friseur, einem Pfarrer, der Freundin oder dem Seelenklempner ist,
ist ziemlich egal. Da kommt es mehr auf "Ehrlichkeit" an, als auf irgend was anderes.
("Beziehungsqualität", ganz was abstraktes.)
Zitat von YoooYooo schrieb:Wenn ich für alles, was ich an anderen Menschen nicht nachempfinden kann, einen Euro bekäme,
Wenn ich alles, was ich nachvollziehen kann, auch selbst empfinden müsste, würde ich wahnsinnig werden.
Da ich aber mich selber empfinden kann, bin ich dagegen gefeit!
(Und kann selbst ziemlichen Unsinn "nachvollziehen", weil das ja "nur" die Struktur (der in sich immer "rationalen") Gedanken betrifft
und nicht die damit verbundenen Wallungen...)

(Das war mir jetzt wichtig, weil du mich ja sonst für völlig durchgeknallt halten müsstest.
Aber ob man sich verläuft, hängt davon ab, ob man den Rückweg findet, nicht davon, wie weit man gekommen ist.)

-------------------------------------
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Mir geht es um keine Beziehungsstörung, die meinen Austausch mit anderen stört.
@Gerlind, ich habe damit erläutern wollen, warum es zwischen uns gar nicht bis zum "Philosophieren" kommen kann,
weil das, was von dir als "Wissen" transportiert wird, nicht auf seinen Projektionsgehalt hin betrachtet werden soll.
Weder von deinem Gegenüber, noch von dir selbst.

Wodurch ein wesentlicher Teil der normalen Kommunikation von dir ausgeklammert wird - was nicht jedem behagt.
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Und das sich verschiedene Wissen je anders verbalisieren
Da sind aber nicht nur "verschiedene Wissen", sondern auch verschiedene Glaubens- und Gefühlswelten vertreten.

Ich hab versucht, dir das Ding als "Ganzes" zu erläutern; dass es weniger drum geht, "sich zu verbiegen" als mehr darum,
seine "Projektionen"/Vorstellungen und selbstbezogenen Wallungen kennen zu lernen, um auswählen und ablegen zu können,
darum, die "Fältigkeiten" aneinander zu reiben, um so gemeinsam zu mehr "Wissen", also der Fähigkeit, objektiver zu sein, zu gelangen.

(So gesehen geht es immer um "zwei Dinge gleichzeitig": nur das (aktive) Annehmen der eigenen Subjektivität ermöglicht (mehr) Objektivität.)

Wenn du das immer noch ablehnst, ist das deine Entscheidung, mit der ich leben kann.
Du nimmst deine eigene Subjektivität wahr, du behelligst mich nicht (kaum, o. zu offensichtlich) mit deinen Projektionen
und du hast ein Maß an "Objektivität" (Wissen), dem ich Respekt zolle.
Ich hätte mich gerne mehr mit dir Unterhalten.

Aber ich geb nicht immer weiter die Hellseherin in deinem Monolog, nur weil du deine Welt so definierst; ich kann´s schlicht nicht.
So was geht halt nur gemeinsam.


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 21:12
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:@Gerlind, ich habe damit erläutern wollen, warum es zwischen uns gar nicht bis zum "Philosophieren" kommen kann,
weil das, was von dir als "Wissen" transportiert wird, nicht auf seinen Projektionsgehalt hin betrachtet werden soll.
Weder von deinem Gegenüber, noch von dir selbst.

Wodurch ein wesentlicher Teil der normalen Kommunikation von dir ausgeklammert wird - was nicht jedem behagt.
Ich denke interpretierende Psychoanalyse kann sehr wohl philosophisch sein. Ich weiss aber, dass das in so einer Form eines Internetforums , wenn es geschieht, sehr sensibel geschehen sollte. Ich bin da eher vorsichtig und zurückhaltend. 1. weil ich nicht weiss, ob es moderiert sein will. 2. Weil der Raum doch sehr offen ist.

Da ich ein Anhänger des "rhizomatischen" Geschehens bin, geh ich auf Wissen, dass mir gegenüber behauptet, wie es sei, nicht so sehr ein. Weil es steht ja eh geschrieben. Was soll ich dazu noch sagen. Ich lass es dann so stehen. Oder sag auch mal was dazu.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Ich hab versucht, dir das Ding als "Ganzes" zu erläutern; dass es weniger drum geht, "sich zu verbiegen" als mehr darum,
seine "Projektionen"/Vorstellungen und selbstbezogenen Wallungen kennen zu lernen, um auswählen und ablegen zu können,
darum, die "Fältigkeiten" aneinander zu reiben, um so gemeinsam zu mehr "Wissen", also der Fähigkeit, objektiver zu sein, zu gelangen.
Was soll ich dazu sagen, wenn du mir "das Ding als Ganzes" erläuterst ? Das ist ja allerhand.
"Mein lieber Scholli."

Und dann gehts auch noch darum objektiver zu werden.

Das ist so nicht meine Welt.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Wenn du das immer noch ablehnst, ist das deine Entscheidung, mit der ich leben kann.
Ich lehne das nicht ab. Ist halt deine Welt, dein ganzes Ding. Nehme ich so an.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Aber ich geb nicht immer weiter die Hellseherin in deinem Monolog, nur weil du deine Welt so definierst; ich kann´s schlicht nicht.
So was geht halt nur gemeinsam.
Um auch mal zur Abwechslung zu interpretieren. Vielleicht solltest du weniger "hellsehen" und mehr mit dem anderen kommunizieren.

:)


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 21:43
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:(Das war mir jetzt wichtig, weil du mich ja sonst für völlig durchgeknallt halten müsstest.
Aber ob man sich verläuft, hängt davon ab, ob man den Rückweg findet, nicht davon, wie weit man gekommen ist.)
Auch wenn ich dich für völlig durchgeknallt halten würde, wäre das absolut ok für mich, wäre zumindest mal was anderes.
Das wäre doch interessant. 😊
Solange du mir nicht ans Leder willst zumindest.😊
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:was denkst du denn, wie man die los wird, die "Projektionen"?
Kann ja auch jeder halten, wie er will und umgehen damit, wie er will, aber ich persönlich akzeptiere die einfach als gegeben und versuche mich so gut ich es vermag darüber hinweg zu setzen, da es mir oft als wenig produktiv erscheint. Sonst geht es schnell um ganz andere Dinge als die, die für mich wirklich interessant sind, und das ist analog zu meinem Beispiel nicht, wie ich zu einer zwei Monate ungewaschene Person emotional stehe und warum ich das nicht könnte, sondern einfach nur, warum er sich seit zwei Monaten nicht gewaschen hat.🤭


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 22:15
Zitat von GerlindGerlind schrieb am 23.04.2021:ich denke dass es verschiedenen Umgänge mit Sprache gibt.
Ein Umgang ist , dass man meint jedes Wort würde ein Ding bezeichnen.
Ein anderer Umgang, dass man meint jedes Wort würde einen Begriff bezeichnen.
Noch ein Umgang scheint mir das Wissen davon, dass ein Text in seiner Gesamtheit mehr Bedeutung und andere Bedeutung wiedergibt als seine einzelnen im Wörterbuch definierten Worte.
Dann weiss einer, dass er mit jedem anders sprechen muss, je nach Sprachverständniss des Gegenüber und des Senders Absicht und wie er ein Thema performt sehen möchte.
Dann scheint es dem einen nicht so wichtig wie ein anderer über ein Thema denkt, sondern was im Wörterbuch definiert ist.
Dem anderen ist gerade der originelle Gedanke eines anderen interesannt.
Der eine glaubt noch an grosse einzig ewige Erzählungen von allem für alle.
Dem anderen ist die Perspektivität,
die Unhintergehbarkeit des Individuellen in seiner Situation bewußt.
(Sortierung von mir)
Da dachte ich, dass wir Platz miteinander teilen könnten.
Ich hab dir auch von mir einen riesengroßen Rahmen anbieten wollen.

Wenn das jetzt nur zu
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Vielleicht solltest du weniger "hellsehen" und mehr mit dem anderen kommunizieren.
geführt hat, dann hab ich mich wohl vertan.
Aber macht ja auch nix.
Zitat von YoooYooo schrieb:Solange du mir nicht ans Leder willst zumindest.😊
Die tut nix, die will nur spielen...
Zitat von YoooYooo schrieb:warum er sich seit zwei Monaten nicht gewaschen hat.🤭
Wenn du das als "hinweg setzen" bezeichnen kannst, bist du aber schon mit ner Menge Wasser gewaschen.
(Aber: warst du noch bei den "Abwehrmechanismen", denen des Ungewaschenen?)
Zitat von YoooYooo schrieb:und man sich schon öfter waschen sollte, weil...
Ohje, bei mir schließt sich grad ein Kreis - meine Einmischung hier hatte doch mit "Induktiv und Deduktiv" angefangen -
und bei mir rattert grad ein Zug mit "dem andern den Rücken waschen" und so was wie "vor der eigenen Haustür kehren", durch.
Aber das schau ich mir lieber noch mal ganz in Ruhe an...


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"Wissen" wir überhaupt was?

12.05.2021 um 23:28
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:warst du noch bei den "Abwehrmechanismen", denen des Ungewaschenen?
Da war ich nie.🤔
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Ohje, bei mir schließt sich grad ein Kreis - meine Einmischung hier hatte doch mit "Induktiv und Deduktiv" angefangen -
und bei mir rattert grad ein Zug mit "dem andern den Rücken waschen" und so was wie "vor der eigenen Haustür kehren", durch.
Aber das schau ich mir lieber noch mal ganz in Ruhe an...
Naja, ist ja auch irgendwo legitim, gefeit ist niemand davor, ab und zu anderer Rücken zu waschen.🤭


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 10:55
Hier passt der Artikel auch ganz gut rein. Ich poste mal einen Teil, der auf das Wesentliche in dem Thema eingeht, und der auch meine persönliche Position dazu teilt:
Abschließende Wahrheiten — das, was hier andauernd schlampig „Fakten“ genannt wird — kennt die Wissenschaft im strengen Sinne des Wortes übrigens gar nicht. Denn das Wesen echter Wissenschaft ist eher Zurücknahme im Urteilen, Aufschub des Urteils, als Urteilen.

Ganz richtig erkannt hat das der österreichische Wissenschaftstheoretiker Karl Popper, der darauf sogar sein Grundverständnis von Wissenschaft aufgebaut hat: Man könne letztlich niemals irgendeine wissenschaftliche These endgültig und zweifelsfrei beweisen, sagt er, so wohlbegründet sie auch erscheinen mag. Er lehrt damit die Tugend einer erkenntnistheoretischen Zurückhaltung und Bescheidenheit, die sich alle hinter die Ohren schreiben sollten, die da heutzutage andauernd schreien: "Ich habe die Wahrheit!" — die einen wie die anderen. Sie repräsentieren den eigentlichen Wahnsinn unserer Zeit. Er liegt — entgegen der These vom postfaktischen Zeitalter — gerade in dieser überbordenden, unreflektierten Wahrheits- und Faktenbesessenheit.
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123166768/goldenes-brett-vorm-kopf-wenn-wissenschaft-zu-sektierertum-mutiert


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 13:47
Oh nein, verflixt nochmal!

Bhakdi hat sich das "goldene Brett" redlich verdient.
Denn selbst wenn es unmöglich ist "Wissen" als absolutes zu erreichen, ist eine Lüge als solche sehr, sehr klar auszumachen.

Und der hat den Preis nicht dafür bekommen, an der Wahrheit knapp vorbei gesegelt zu sein, sondern dafür, mit genau dem Punkt Menschen zu manipulieren, für den hier angeblich, in deinem link, @weißichnixvon, "geworben" wird.

Bhakdi täuscht, ob wissentlich oder nicht, die Menschen, die selbst nicht genug Kenntnis über die exponentielle Entwicklung einer Seuche haben. Das vorhandene Wissen mag nicht "absolut" sein (und es, per definitionem, nie werden können), aber es reicht absolut aus, um den von ihm verbreiteten Unsinn als solchen zu entlarven.

Das demonstriert jetzt höchstens die Tatsache, dass es immer noch viel zu viele Menschen gibt,
die gerne an etwas "glauben" wollen und dafür dann diesmal "die Wissenschaft" (statt "der Kirche") nehmen möchten,
am Besten in Gestalt eines kleinen, leise sprechenden Männleins.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 14:48
@DalaiLotta
Das mit Professor Bacardi mag schon sein, nur darum ging es mir im Kern gar nicht. Weder mir noch dem Artikel.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 15:52
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Weder mir noch dem Artikel.
Nee, Moment, der Artikel geht schon genau darum, man habe dem armen Mann missverstanden und könne die Aussage,
er wär ein plumper Schwurbler, nicht machen weil die "Wissenschaft als solche" nicht so fest stünde.
So heißt es in der Presseaussendung der Wiener Skeptiker unter anderem, dass Bhakdis Aussagen nicht auf „wissenschaftlichen Fakten“ beruhen und dass sie dem herrschenden „Konsens innerhalb der Wissenschaft widersprechen“.
Quelle: siehe oben

Und genau das ist der Punkt: die Aussagen von Bhakdi sind falsch, sie beziehen sich nicht auf die eigentliche Realität.

Und es ist ein mieser Trick, so zu argumentieren, als habe man sich allein auf "Wissenschaft" - und eben nicht die Realität - bezogen,
bei der Verleihung des Preises.

Der Autor versteift sich auf die Begriffe "Fakten" und von da aus bezweifelt er den "Konsens".
Mag seine Berechtigung haben, aber der Punkt bei Bhakdis Schwurbelei ist der, dass er die bekannten Fakten nicht in den real vorhandenen Kontext einbindet: die unerkannte exponentielle Ausbreitung des Virus, die "asymptomatische Fälle".
(So wie er schwurbelte, er wolle aus dem diktatorischen Deutschland ins "freie" Thailand.)

Das ist, als würde ich einen Versuch "wiederholen", aber dabei einen anderen Versuchsaufbau nehmen.
Das gilt nicht, das ist unsauber gespielt.
Wenn dann was anderes bei raus kommt, hat das nix mit "Konsens" zu tun; es ist schlicht und ergreifend ein anderer Versuch gewesen.

Dieser Autor hat, wie viele Menschen heutzutage, ebenfalls nicht begriffen, was "wissenschaftliche Arbeit" überhaupt ist.
Auch wenn er etwas besser im Blick hat, dass es dabei nicht so sehr um "Glauben" geht, wie viele das gerne hätten.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 16:01
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Nee, Moment, der Artikel geht schon genau darum, man habe dem armen Mann missverstanden und könne die Aussage,
er wär ein plumper Schwurbler, nicht machen weil die "Wissenschaft als solche" nicht so fest stünde.
Nein. Ganz im Gegenteil, wenn man es genau betrachtet.

Gleich am Anfang wird das postuliert:
Wie Mitte Dezember vom Standard berichtet, ging der einfallsreich wie witzig Goldenes Brett vorm Kopf genannte Negativpreis für „den größten unwissenschaftlichen Unsinn“ des vergangenen Jahres an einen Corona-Leugner, den Mediziner Sucharit Bhakdi. Ob er diesen Preis zu Recht oder zu Unrecht von den Wiener Skeptikern erhalten hat, das soll hier gar nicht debattiert werden. Problematisch und irreführend, ja gefährlich sind allerdings einige der Begründungen, die dafür vorgebracht wurden. Das will ich im Folgenden nach und nach erläutern.
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123166768/goldenes-brett-vorm-kopf-wenn-wissenschaft-zu-sektierertum-mutiert

Es geht um die Art und Weise, wie man das begründet hatte, und wie weite Teile der selbsternannten Verteidiger der Wahrheit/Wissenschaft selbst meilenweit an einer seriösen Diskussion vorbei segeln können, wenn sie auf diese Art argumentieren.

Da ist gar nichts Verwerfliches dran, und deckt sich auch weitestgehend mit meiner persönlichen Beobachtung der Diskussionskultur heute. Deshalb hab ich den Artikel auch verlinkt, und nicht wegen dem Prof, dessen Arbeit ich weder im Detail kenne, noch glaube sie abschließend beurteilen zu können.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 16:42
@weißichnixvon - warum gehst du nicht auf die Sache mit dem völlig verkehrten Kontext ein?
Der Mann ist im Unrecht und er hat das goldene Brett zu Recht bekommen.
Und aus einer Sekundärquelle kannst du nicht ableiten, dass er a - im Recht gewesen wäre und b - den Preis nicht verdient hat.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:noch glaube sie abschließend beurteilen zu können.
Das tust du aber grade, bzw. du unterstellst, der Kontext sei nicht so wesentlich bei der Beurteilung.
Und ich finde es absolut berechtigt, jemandem Einhalt zu gebieten, der Menschenleben für seine schräge Überzeugung auf´s Spiel setzt.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:weite Teile der selbsternannten Verteidiger der Wahrheit/Wissenschaft
kümmern sich um diese Menschenleben und machen dabei Fehler.
Du kannst aber doch denen, die den gleichen Fehler machen - um damit die Menschenleben zu riskieren -
nicht die gleichen Rechte einräumen wollen.

Hier nochmal Popper:
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
Quelle: Wikipedia: Toleranz-Paradoxon

Ja, die Diskussionskultur lässt echt zu wünschen übrig - und dieser "Glaube an die Wissenschaft" geht mir ebenfalls mächtig auf den Senkel. Aber das heißt nicht, dass man nicht doch noch eine "vernünftige Position" beziehen könnte und sich stattdessen mit der Verteidigung solcher Spacken beschäftigen müsste.
(Naja, man könnte "Spacken" aus seinem Wortschatz raus halten. Aber ich schätze mal, du hältst das aus.
Bist ja nicht Quergestrickt, oder?


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 17:02
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Das tust du aber grade, bzw. du unterstellst, der Kontext sei nicht so wesentlich bei der Beurteilung.
Nein.

Und noch mal: Es geht nicht darum, den Prof zu beurteilen. Der Kontext ist nicht nur "nicht so wesentlich", er ist völlig irrelevant in dem Kontext.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 17:18
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Der Kontext ist nicht nur "nicht so wesentlich", er ist völlig irrelevant in dem Kontext.
Diese Vernachlässigung des Kontext ist das, was Menschenleben kosten würde,
wenn man ihn nicht als das bezeichnet, was er ist: ein Spinner.

Natürlich könnte man das auch als "Unmoralisch" bezeichnen, es ist ja nicht nur eine Tatsache, es ist auch eine Beleidigung.
Aber dann könnte, nein müsste, man ihn etwas später zu Recht einen "Mörder" nennen.
Denn das ist das Wort dafür, wenn man den Tod vieler Menschen verursacht.

@weißichnixvon, das ist der Punkt, um den es bei der Beurteilung seiner "Thesen" geht;
das mit der "Diskussionskultur" betrifft nur das drumherum.

Willst du trollen oder stellst du dich nur dumm?


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 17:33
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:das ist der Punkt, um den es bei der Beurteilung seiner "Thesen" geht;
das mit der "Diskussionskultur" betrifft nur das drumherum.
Nein. Du liegst hier völlig daneben. Es geht nicht um den Kontext "Bhagdi", er ist nur ein prominentes Beispiel aus der heutigen Zeit gegriffen. Man könnte viele andere Beispiele diesbezüglich aufführen, aber die sind eben nicht ganz so präsent, wie Corona.

Das mit Bhagdi ist NUR der Punkt, den du hier gerade versuchst hoch zu halten, obwohl der Tenor des ganzen Artikels ganz und gar nicht davon spricht, ihn bewerten zu wollen. Ganz im Gegenteil. Keine Ahnung, wie du weiterhin darauf bestehen kannst, es ginge um ein Urteil über den Prof. Tut es nicht, nach wie vor nicht. Also lasse es einfach, das ständig zu wiederholen. Davon wird es nicht wahr.

Wurde doch gerade belegt, dass es nicht darum geht, also nimm es einfach zur Kenntnis, und gut ist.

Es geht darum, wie er beurteilt wurde, und dass das einfach in vielen Punkten kritikwürdig ist. Völlig unabhängig davon, ob sich Bhagdi diesen Titel verdient hatte, oder eben nicht.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Willst du trollen oder stellst du dich nur dumm?
Weder noch. Vllt mal weniger Vorurteile in die Welt streuen, wenn es nicht mal irgendwelche Anhaltspunkte dafür gibt.

Genau das ist doch auch der Kern des Artikels. Leute basteln sich ihre eigene Weltsicht zusammen, und halten es nicht selten schon für die Wahrheit. Das wird kritisiert, und genau das gebe ich hier zu bedenken, weil es genau das ist, was dem nachprüfbaren Wissen am meisten im Weg steht.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 17:55
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:was dem nachprüfbaren Wissen am meisten im Weg steht.
Was soll denn "nachprüfbares Wissen" sein, wenn es ohne Kontext daher kommen können will?
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es geht nicht um den Kontext "Bhagdi",
Es geht um den Kontext "Spinner".
Um Agitatoren, die Leute wie dich instrumentalisieren,
die dann den Bezug zu dem, was man wissen kann, aus den Augen verlieren,
weil sie was als "unfair" empfinden und sich nicht die Mühe machen, es zu überprüfen,
weil sie auf ihr "Gefühl" vertrauen.
Egal, ob es dabei um Corona geht oder um "Meinungsfreiheit".
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es geht darum, wie er beurteilt wurde, und dass das einfach in vielen Punkten kritikwürdig ist. Völlig unabhängig davon, ob sich Bhagdi diesen Titel verdient hatte, oder eben nicht.
Wenn er sich das verdient hat, mit seinen Taten, ist es in Ordnung, dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird
- mit einen sarkastischen Titel.
Er ist nicht für "versuchten Totschlag" eingefahren.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 18:07
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Um Agitatoren, die Leute wie dich instrumentalisieren,
Nein. Völlig daneben, und so vorurteilsbeladen, dass es ebenso wie der Prof als Negativbeispiel für die Kritik in dem Artikel fungieren könnte.

Ich lasse mich nicht so leicht instrumentalisieren, entgegen deinem Glauben.
Dafür stehe ich sogar mit meinem Nick. :)

Heißt, dass ich im Gegensatz zu vielen Leuten ganz gut einschätzen kann, wenn ich etwas nicht weiß.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Wenn er sich das verdient hat, mit seinen Taten, ist es in Ordnung, dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird
Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er möglicherweise auch ein Ei gelegt.
Da schlägt er zu, der große Konjunktiv.

Werden wir nur nicht nachprüfen können, ob er sich das verdient hat, wenn die Kritik so schlampig ausfällt, dass sie so leicht angreifbar ist.
Darum geht es in der Artikel. Nichts weiter.

Die Kritik muss klipp und klar nachvollziehbar sein, sonst ist sie nichts wert, und öffnet Tür und Tor für alle möglichen Schwurbler und Leugner.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Was soll denn "nachprüfbares Wissen" sein, wenn es ohne Kontext daher kommen können will?
Keine Ahnung, was du mich gerade zu fragen versuchst.

Davon ab:
Nachprüfbares Wissen ist das, was jedem zugänglich ist, weil er es eben selbst nachprüfen kann.


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 18:25
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:weil er es eben selbst nachprüfen kann.
@weißichnixvon, weißt du nun was über Viren - oder nicht. Entscheide dich.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Werden wir nur nicht nachprüfen können, ob er sich das verdient hat,
Das mag für dich gelten, ich weiß genug über Medizin und Biologie um es zu können.
Bhakdi liegt mit seinen Schlüssen voll daneben.
Und du bist offensichtlich nicht in der Lage, seine Thesen zu belegen oder auch nur zu prüfen.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:wenn die Kritik so schlampig ausfällt, dass sie so leicht angreifbar ist.
Darum geht es in der Artikel. Nichts weiter.
Nein, darum geht es nicht in dem Artikel.
Dem Autor stinkt irgendwas am drumherum; die Kritik an Bhakdis Thesen zum Thema Corona ist absolut nachvollziehbar und sauber mehrfach dargelegt, von diversen, unabhängigen Stellen.

Und die Meinung "deines" Autors ist, siehe "Kontext" nicht besonders gut ausgeführt, auch wenn er in Teilen recht haben mag.
Aber er hat das Wesentliche am "wissenschaftlichen Vorgehen", die Bedeutung des "Versuchsaufbaus"
(also den Kontext "asymptomatische Fälle") ebenfalls nicht begriffen.
Es geht nicht darum, alles Behaupten zu dürfen und damit gehört werden zu müssen - und schon gar nicht ist so was "wissenschaftlich".


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"Wissen" wir überhaupt was?

13.05.2021 um 18:46
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:weißt du nun was über Viren - oder nicht. Entscheide dich.
Warum sollte ich mich entscheiden? Diese Aussage ergibt in dem Kontext überhaupt keinen Sinn, und ist schlicht als Unterstellung zu werten, ich würde erst behaupten, ich wisse was darüber, und dann das Gegenteil, was völliger Humbug ist.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Und du bist offensichtlich nicht in der Lage, seine Thesen zu belegen oder auch nur zu prüfen.
Natürlich nicht. Das hab ich doch schon mehrfach betont. Deshalb bräuchte es eben auch eine gut formulierte Kritik, gerade bei einer Preisverleihung wie dieser, damit es auch jeder Laie nachvollziehen kann.

Gab es nicht, sondern eben eine fehlerhafte und angreifbare Begründung, und das fungierte eben als Negativbeispiel für den Artikel.

Du bist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht in der Lage seine Thesen zu prüfen, aber egal. Kannst es ja mal in einem passenden Thread ausarbeiten, wenn es dir schon so wichtig ist. Ich sehe es mir gerne an, und vergleiche es mit Aussagen anderer namhafter Fachleute in dem Thema, dann gucken wir, was bei rum kommt.

Nur ist es hier gar nicht der Punkt, wie gesagt. :)
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Nein, darum geht es nicht in dem Artikel.
Dem Autor stinkt irgendwas am drumherum; die Kritik an Bhakdis Thesen zum Thema Corona ist absolut nachvollziehbar und sauber mehrfach dargelegt, von diversen, unabhängigen Stellen.
Es ging nicht um das Urteil an Bhagdis Arbeit, egal wie oft du das wiederholst, das ist einfach falsch. Dem Autor sinkt genau das, was er auch im Folgenden kritisiert, und es ist nicht das, was du dir da rein wurschteln willst. Von wegen Agitation, oder was dir sonst noch so an Vorurteilen einfällt.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Und die Meinung "deines" Autors ist, siehe "Kontext" nicht besonders gut ausgeführt, auch wenn er in Teilen recht haben mag.
Hier reproduzierst du weiterhin nur deine Vorurteile, und den üblichen Unsinn, den du dir selbst da rein dichten willst. Es geht nicht um den "Kontext" den du dir hier mit der Brechstange rein drücken willst.

Dass das wirklich so sei, wie du es darstellst, also die vermeintliche Agitation und Instrumentalisierung von Unbedarften, zu denen du mich offenbar auch zählst, wirst du deinerseits nie und nimmer belegt bekommen, also belasse ich es jetzt dabei, dass du einfach keinen Schimmer hattest, was du da aus deinem eigenen Wolkenkukucksheim heraus erzählst.

Offenbar lichtet sich aber das Dunkel langsam, und du siehst zumindest ein, dass er in Teilen recht hat. Wobei du auch sein vermeidlichstes Teil-Unrecht nicht balgen können wirst, so wie ich die Diskussion in ihrem bisherigen Verlauf einschätze.
Aber er hat das Wesentliche am "wissenschaftlichen Vorgehen", die Bedeutung des "Versuchsaufbaus"
(also den Kontext "asymptomatische Fälle") ebenfalls nicht begriffen.
Es geht nicht darum, alles Behaupten zu dürfen und damit gehört werden zu müssen - und schon gar nicht ist so was "wissenschaftlich".
Das war nie und nimmer Gegenstand dessen, was er schrieb. Wo auch immer das her stammen mag, es kommt nicht aus dem Artikel. Das werte ich als freie Dichtung.


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