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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

1.635 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ethik, Vegan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:06
Zitat von emanonemanon schrieb:man
Wer ist man? Mich kannst du damit jedenfalls nicht meinen. Vermutlich führst du wieder Selbstgespräche, das hat wir ja schonmal.

Wobei es durchaus vorkommen kann, daß "man" irgendwann mal auf ein Medikament angewiesen ist, daß es nicht in einer veganen Alternative gibt. Das ist aber etwas völlig anderes, als auf sein tägliches Schnitzel zu bestehen. Du verstehst? Leben vs Sterben contra vermeintlicher Genuß vs ebenso schmackhafte Alternative?

Ich vermute aber, eher nicht, da kommt dann wieder der trotz durch, hm?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:13
@Transistor
Unterm Strich hast du mal wieder keine sachlichen Argumente gegen meine Aussage.
Daher ist sie wohl richtig. Zumindest gehe ich mal davon aus, bis dir etwas Nennenswertes einfällt. :Y:

Wir sprechen also über graduelle Unterschiede bei der Ausbeutung, mehr nicht.
Unterm Strich geht's also bei 2 Ausbeutern lediglich darum, wer weniger ausbeutet.
Da gestehe ich doch gerne ein, dass du weniger ausbeutest.
Und nun?
Hilft dir das persönlich weiter?
Fühlst du dich jetzt besser?
Hab ich gerne für dich gemacht.

Wie bereits gesagt, graduelle Unterschiede.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:18
Du nimmst sicherlich auch keine Medikamente, die auf Forschungen an KZ Insassen beruhen, sondern stirbst lieber. Verstehe.

Nochmal zur Erinnerung, alle Medikamente, die ich benötige, sind vegan. Da musst du schon etwas früher aufstehen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:34
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Nochmal zur Erinnerung, alle Medikamente, die ich benötige, sind vegan. Da musst du schon etwas früher aufstehen.
Sorry, das ist zunächst einmal haltloses Geschwätz.
Auch für deine "veganen Medikamente" wurden Tiere ausgebeutet, mussten Tiere sterben. Denk doch bitte einfach mal an die Grundlagenforschung. Du scheinst dich mit dem Thema ja noch gar nicht richtig auseinandergesetzt zu haben. ^^
Zudem ist davon auszugehen, dass du auch mal Medikamente benötigen wirst, bei denen es selbst bei dir nicht mehr funktioniert, sich einzureden, sie seien vegan.
Ich gehe auch mal davon aus, dass du keinerlei Patientenerklärung bei dir trägst, aus der hervorgeht, dass bei einer etwaigen Behandlung nicht auf Medikamente und Behandlungsmethoden zugegriffen werden darf, die nach dem Zeitpunkt deiner "Erweckung" unter Tierbeteiligung entwickelt wurden.
Du hast also vor, auch weiter am Tierleid zu partizipieren.
Nicht falsch verstehen, du hast da mein volles Verständnis, ich mache es ja selbst nicht anders.

Es bleibt dabei, wir reden hier über graduelle Unterschiede, mehr nicht. :shrug:



Dafür ist völlig irrelevant, wie weit du dich hier aufbläst und abarbeitest. Letztendlich entbehrt das nicht einer gewissen Komik, aber ich gehe mal davon aus, dass das gar nicht dein Ziel ist.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:39
Du kennst den Unterschied zwischen Existenzerhalt und freier Wahl offensichtlich nicht.
Das ist aber nicht mein Problem sondern... Naja, vielleicht kommst du selber drauf, pfiffig wie du bist. Wenn du noch weiter das Bedürfnis hast, dich an mir zu reiben, dann bitte per PN.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:43
Zitat von emanonemanon schrieb:Die Benefits, die durch Tierversuche erlangt wurden und werden, nimmt man ganz selbstverständlich mit.
Du kannst mir nichts erzählen,dass dir nicht selbst auffällt, wie schräg der Vergleich ist.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:49
@Transistor
Und wieder keine sachlichen Einwände. :note:

Es geht hier immer noch ums Thema, nicht um dich oder darum (schüttel) sich an dir zu reiben.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Du kannst mir nichts erzählen,dass dir nicht selbst auffällt, wie schräg der Vergleich ist
Es geht um die Ausnutzung von Tieren, so weit bist du noch dabei?
Meine These ist, dass sowohl Veganer als auch Gemischtköstler am Tierleid partizipieren.
Bis hierher auch noch d'accord?
Dann kann man letztendlich nur noch darüber reden, wer mehr oder wer weniger partizipiert.
Hakt es bei dir an dem Punkt?
Dann bring doch einfach Argumente, die meine These aushebeln.
@Transistor hat sich ja bereits verhoben.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:52
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:kannst mir nichts erzählen,dass dir nicht selbst auffällt, wie schräg der Vergleich ist.
Ich befürchte, er meint das wirklich ernst.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 09:59
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Ich befürchte, er meint das wirklich ernst.
In der Tat. :Y:

Meine These steht.
Was du bisher vorgetragen hast, war völlig invalid und widerlegt die These nicht.
Kannst du noch nachlegen oder war es das schon?

Da jetzt in die Echokammer zu flüchten, illustriert jedenfalls nur die Hilflosigkeit.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 11:01
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Du weißt, was Veganismus bedeutet, oder? Verkürzt gesagt, keine Tiere auszubeuten. Nicht, sie "besser" "humaner" oder was auch immer zu halten. Gar keine Haltung.
Für dich ist bereits die reine Haltung eines Tieres Ausbeutung. Okay, wenn du das komplett abschaffen möchtest - wie stellst du dir das konkret vor? Auslöschung aller Nutztiere? Zu deren eigenem Wohl? Da landen wir wirklich wieder bei der Diskussion die ich mit einem anderen Vertreter des moralischen Veganismus hatte.
Übrigens nein "Veganismus" ist erstmal nur die Ernährungsform, wofür es diverse Gründe geben kann. Nur ein Teil der Veganer lehnt darüber hinaus auch alle Tierprodukte - etwa Leder - ab. Und die tatsächlich extreme Haltung das es keine Tierhaltung geben soll dürfte davon nochmal nur ein Teil sein.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Und das möchtest du gesetzlich durchsetzen?
Nö. Mir ist im Grunde völlig egal was du ißt oder nicht ißt. Mir geht es tatsächlich um die Tiere, die realen Tiere die da sind. Dort können wir Verbesserungen erreichen und sollten das auch tun. Und damit landen wir beim Threadthema, wer sich "Tierfreund" nennen will, sollte mE tatsächlich bemüht sein das es Tieren besser geht.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Erinnerst du dich an den Aufstand, als es um den Veggie Day ging?
Jepp, völlig überzogen. Aber nochmal: ich will niemandem seine Ernährung diktieren. Das interessiert mich nicht. Vergleich das Theater mit dem Veggie Day mit der Abschaffung der Käfighaltung bei Hühnern. Gab es da einen Aufschrei? Nö, zumindest nicht außerhalb der Geflügelzüchter.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Und wie du die steigende Weltbevölkerung mit Fleisch ernähren möchtest
Es sollte doch mehr als deutlich geworden sein, dass ich die industrielle Massentierhaltung in ihrer jetzigen Form ablehne. Ich möchte auch nicht die Fleischproduktion "nutzen" um die steigende Weltbevölkerung zu ernähren. Das ist ein Strohmann den du abfackelst.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Es geht um Eigenverantwortung Einsicht und Vernunft, das lehnst du, zumindest in diesem Bereich ab
Ich halte den Veganismus - so wie du ihn hier darstellst - für alles andere als einsichtig oder vernünftig. Und die Eigenverantwortung sehe ich nicht im Konsum, sondern im Einsatz für gesellschaftlichen Wandel. Von dem hast du dich resigniert verabschiedet, zumindest hast du das so geschrieben.
Heißt im Klartext das dein Konsumverhalten dir ausreicht um mit dir im Reinen zu sein, weitere Aktivität ist nicht erforderlich (weil: bringt ja eh nix). Korrekt beschrieben?
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Ich habe dir eine persönliche Grenze genannt warum ich nicht mehr mit dir in diesem Faden diskutieren werde.
Dann lass es. Niemand zwingt dich zu irgendwas, aber ich werde dir sicher auch nicht das letzte Worte überlassen, mit dem du dich dann verabschiedest.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 15:49
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Wobei es durchaus vorkommen kann, daß "man" irgendwann mal auf ein Medikament angewiesen ist, daß es nicht in einer veganen Alternative gibt.
Du weißt aber schon das bei der Entwicklung von Medikamenten Tierversuche durchgeführt werden bevor die Medikamente in Studien an Menschen getestet werden.
Egal ob das Medikament am Ende Vegan ist.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 16:46
@Cachalot
Ja


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 16:49
Zitat von paxitopaxito schrieb:Jepp, völlig überzogen. Aber nochmal: ich will niemandem seine Ernährung diktieren.
Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Ist aber okay für mich.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Heißt im Klartext das dein Konsumverhalten dir ausreicht um mit dir im Reinen zu sein, weitere Aktivität ist nicht erforderlich (weil: bringt ja eh nix). Korrekt beschrieben?
Fast. Richtig wäre: ich habe keine Verantwortung für meine Nachkommen. Fresst halt, was ihr wollt während euer Planet in Flammen aufgeht. Ich bin dann schon tot


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 16:57
@paxito

Da liegt schon beim Begriff Veganismus ein Missverständnis vor. Veganismus ist eben nicht „erstmal nur die Ernährungsform“.

Leslie Cross von der Vegan Society beschrieb Veganismus 1951 als das Prinzip der Befreiung der Tiere von der Ausbeutung durch den Menschen.

Quelle: https://understand-veganism.com/lesliecross/de/1951-veganism-defined

Die vegane Ernährung ist also nicht die Definition von Veganismus, sondern eine logische Konsequenz daraus. Wer Tiere nicht als Ressourcen betrachtet und ihre Ausbeutung ablehnt, konsumiert folgerichtig weder ihr Fleisch noch ihre Milch oder Eier. Genauso wenig passt es zu diesem Prinzip, Leder, Pelz oder andere Produkte aus Tierausbeutung zu verwenden. Das sind keine zusätzlichen Positionen, die manche Veganer noch obendrauf setzen, sondern folgen aus demselben Grundgedanken.

Und aus der Ablehnung von Tierhaltung zur menschlichen Nutzung folgt selbstverständlich auch keine „Auslöschung aller Nutztiere“. Niemand muss dafür Kühe, Schweine oder Hühner ausrotten. Man hört schlicht damit auf, immer weitere Tiere gezielt in die Welt zu setzen, um sie anschließend für menschliche Zwecke auszubeuten und zu töten. Das ist doch nun wirklich simpel zu verstehen.

Genau da liegt auch der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten, beziehungsweise Welfarismus (Ausbeutungsbedingungen verbessern) und Abolitionismus (Ausbeutung abschaffen) - analog dazu übrigens auch die historische Auseinandersetzung um die Sklaverei im 19. Jahrhundert: bessere Bedingungen innerhalb des bestehenden Systems oder die Abschaffung des Systems selbst.

Auch wenn ein größerer Käfig besser als ein kleinerer ist und weniger Leid besser ist als mehr Leid. Die grundlegende Frage bleibt aber bestehen: Warum sollten wir überhaupt das Recht haben, ein empfindungsfähiges Individuum für unsere Zwecke zu züchten, zu halten und letztlich über seinen Körper und sein Leben zu verfügen, wenn wir darauf nicht angewiesen sind?

Und natürlich braucht es gesellschaftlichen Wandel. Vegan zu leben bedeutet zunächst einmal nur, selbst aufzuhören, dieses Unrecht soweit praktikabel auszuüben bzw. zu unterstützen. Damit ist noch kein gesellschaftlicher Wandel erreicht. Genau deshalb ist veganer Aktivismus so wichtig. Wenn sich gesellschaftliche Normen irgendwann grundlegend verändern sollen, braucht es Menschen, die diese Normen hinterfragen, öffentlich über Tierausbeutung sprechen und andere dazu bewegen, ebenfalls aus diesem System auszusteigen.

Die Gegenüberstellung „Eigenverantwortung im Konsum oder Einsatz für gesellschaftlichen Wandel“ ergibt für mich deshalb überhaupt keinen Sinn. Das eine ist die Konsequenz aus der eigenen ethischen Überzeugung, das andere der Versuch, diese Veränderung auch gesellschaftlich voranzubringen.

Und beim Threadthema sind wir damit tatsächlich wieder angekommen: Für mich bedeutet Tierfreund eben nicht, lediglich dafür einzutreten, dass Tiere etwas angenehmer ausgebeutet werden. Wenn ich ein Tier tatsächlich um seiner selbst willen respektiere, dann stelle ich irgendwann auch die Frage, warum ich es überhaupt für meine Zwecke benutzen sollte.

@emanon

Du suchst jetzt seit mehreren Beiträgen mit bemerkenswerter Ausdauer nach irgendwelchen Fällen, in denen auch Veganer nicht vollkommen ohne jede Beeinträchtigung anderer Tiere existieren können, um jedes Mal mit einer unangenehmen Selbstgefälligkeit die "Erkenntnis" preiszugeben, dass es ja letztlich „nur graduelle Unterschiede“ seien.

Nur verstehe ich immer noch nicht, was du damit eigentlich widerlegen möchtest.

Veganismus behauptet nicht, dass man in unserer Gesellschaft plötzlich vollkommen frei von Tierausbeutung leben kann. Natürlich gibt es systemische Probleme. Wenn Medikamente aufgrund gesetzlicher Vorgaben an Tieren getestet werden oder bestimmte tierische Bestandteile verwendet werden, weil unser gesamtes System seit Ewigkeiten auf Tierausbeutung aufgebaut ist und diese Produktionsweisen etabliert und kostengünstiger sind, kann der einzelne Veganer das durch seine persönliche Konsumentscheidung nun mal nicht so einfach ändern.

Genau deshalb ist Veganismus ja auch nicht mit individuellem Konsum erledigt. Solche systemischen Probleme lassen sich letztlich nur gesellschaftlich und politisch verändern. Dafür braucht es aber erstmal genügend Menschen, die Tierausbeutung überhaupt als Problem erkennen und nicht weiterhin für vollkommen normal halten. Eine gesellschaftliche Mehrheit, die Tiere weiterhin selbstverständlich als Ressourcen betrachtet, wird wohl kaum anfangen, ein auf Tierausbeutung beruhendes System grundsätzlich umzubauen.

Das ist aber etwas völlig anderes als die Behauptung, deshalb seien alle Formen der Beteiligung an Tierausbeutung moralisch mehr oder weniger dasselbe.

Wenn jemand auf ein notwendiges Medikament angewiesen ist, das irgendwann an Tieren getestet wurde, ist das für dich also tatsächlich nur ein „gradueller Unterschied“ dazu, ein Tier eigens züchten, mästen und töten zu lassen, weil man gerne sein Fleisch essen möchte?

Und natürlich können Unterschiede graduell sein und trotzdem moralisch gewaltig. Eine Ohrfeige und eine Vergewaltigung unterscheiden sich auch graduell hinsichtlich der Schwere des Übergriffs. Niemand käme deshalb auf die Idee, den Unterschied für moralisch irrelevant zu erklären.

Langsam wirkt das eher wie der ziemlich verzweifelte Versuch, die Schuld immer irgendwo bei den Veganern zu suchen, damit man sich mit der eigenen vermeidbaren Beteiligung an Tierausbeutung nicht beschäftigen muss. Dafür ist mittlerweile offenbar wirklich kein Beispiel zu absurd.

Aber vielleicht kommt ja irgendwann noch die eigentliche Begründung dafür, warum deine „graduellen Unterschiede“ ausgerechnet dort keine Rolle mehr spielen sollen, wo sie für deine Opfer ziemlich gewaltig sind. :)


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.10.2026 um 17:12
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Veganismus behauptet nicht, dass man in unserer Gesellschaft plötzlich vollkommen frei von Tierausbeutung leben kann.
Na dann sind wir in dem Punkt schon mal d'accord.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Das ist aber etwas völlig anderes als die Behauptung, deshalb seien alle Formen der Beteiligung an Tierausbeutung moralisch mehr oder weniger dasselbe.
Es gibt graduelle Unterschiede in der Ausbeutung, völlig klar.
Wenn du jetzt zusätzlich noch irgendwelche moralischen Unterschiede etablieren möchtest, gerne.
Fühl dich frei.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Langsam wirkt das eher wie der ziemlich verzweifelte Versuch, die Schuld immer irgendwo bei den Veganern zu suchen, damit man sich mit der eigenen vermeidbaren Beteiligung an Tierausbeutung nicht beschäftigen muss
Das ist deine Interpretation und dir daher völlig unbenommen.
Trifft auf mich allerdings nicht zu.
Sie ist daher sozusagen noch neuwertig und du kannst sie irgendeinem anderen überstülpen.
SpoilerWenn dein Nick aus dem Lateinischen entnommen wurde, würde ich, je nachdem, was du ausdrücken möchtest, AnimaLibera oder LiberateAnimam empfehlen.
aber, wie gesagt, ich weiß ja nicht, was du ausdrücken willst.



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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

06.10.2026 um 07:05
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Da liegt schon beim Begriff Veganismus ein Missverständnis vor. Veganismus ist eben nicht „erstmal nur die Ernährungsform“
Doch genau das bedeutet es:
Veganer, Dudendefinition:
männliche Person, die [aus ethischen Gründen] völlig auf tierische Produkte bei der Ernährung u. a. verzichtet
(Bitte beachte die [])

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Veganer

Veganismus, Duden:
[ethisch motivierter] völliger Verzicht auf tierische Produkte bei der Ernährung u. a.
Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Veganismus

Ausführlicher ist Wikipedia:
Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Ernährungs- und Lebensweise.[1] Veganer verzichten auf alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Einige meiden darüber hinaus auch andere Tierprodukte (z. B. Leder) und lehnen weitere Formen der Nutzung von Tieren ab (z. B. Tierversuche).[2]
(Hervorhebung durch mich)
Quelle: Wikipedia: Veganismus

Was du beschreibst ist eine spezielle Strömung, nicht das was allgemein unter Veganer / Veganismus verstanden wird.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Und aus der Ablehnung von Tierhaltung zur menschlichen Nutzung folgt selbstverständlich auch keine „Auslöschung aller Nutztiere“. Niemand muss dafür Kühe, Schweine oder Hühner ausrotten. Man hört schlicht damit auf, immer weitere Tiere gezielt in die Welt zu setzen, um sie anschließend für menschliche Zwecke auszubeuten und zu töten. Das ist doch nun wirklich simpel zu verstehen.
Das läuft doch exakt auf die Ausrottung aller Nutztiere hinaus. Und das zu ihrem eigenen Wohl. Da bin ich komplett raus, das ist für mich Gaga Ethik.
Schau, ich setze mich ua. für den Erhalt bedrohter Nutztierrassen ein, zum Beispiel dem bergischen Kräher. Da kommt es mir natürlich ziemlich verrückt vor, wenn mir jemand aus diesem moralischen Veganismus heraus erzählt wir sollten die einfach alle aussterben lassen.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Die grundlegende Frage bleibt aber bestehen: Warum sollten wir überhaupt das Recht haben, ein empfindungsfähiges Individuum für unsere Zwecke zu züchten, zu halten und letztlich über seinen Körper und sein Leben zu verfügen, wenn wir darauf nicht angewiesen sind?
Findest du das grundlegend? Für mich ist das Theoretisieren. Wir haben haufenweise Tiere domestiziert im Verlauf unserer Geschichte. Das verpflichtet uns.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Die Gegenüberstellung „Eigenverantwortung im Konsum oder Einsatz für gesellschaftlichen Wandel“ ergibt für mich deshalb überhaupt keinen Sinn. Das eine ist die Konsequenz aus der eigenen ethischen Überzeugung, das andere der Versuch, diese Veränderung auch gesellschaftlich voranzubringen.
Siehst du doch, dass das keinesfalls automatisch so läuft. Du hast Menschen wie mich die den Veganismus komplett ablehnen (gerade die Variante die du vertrittst) und sich konsequent für Tierrechte einsetzen. Und moralische Veganer die über den Konsum nicht hinauskommen.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Und beim Threadthema sind wir damit tatsächlich wieder angekommen: Für mich bedeutet Tierfreund eben nicht, lediglich dafür einzutreten, dass Tiere etwas angenehmer ausgebeutet werden. Wenn ich ein Tier tatsächlich um seiner selbst willen respektiere, dann stelle ich irgendwann auch die Frage, warum ich es überhaupt für meine Zwecke benutzen sollte.
Und aus lauter Tierfreundschaft sollen alle Hühner, Gänse, Ziegen, Schafe, Schweine, Kühe usw. aussterben. Sorry, aber dir muss klar sein, dass das nicht besonders überzeugend ist.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

06.10.2026 um 07:27
@AnimaLiberate
Ich verdeutliche meine Meinung nochmal an einem Beispiel. Schafe und Deiche. Von den Schafen profitieren wir gleich mehrfach, sie halten die Grasdecke geschlossen (wichtig bei Fluten), verdichten den Boden und liefern Wolle. Aber es ist kein Ausbeutungsverhältnis, sondern symbiotisch. Die Schafe profitieren von der künstlichen Weidefläche und dem menschlichen Schutz (vor Raubtieren, medizinische Versorgung usw.).
Warum sollte man damit aufhören? Was soll an so einer Form der Tierhaltung moralisch verwerflich sein? Und warum sollte es darüber hinaus noch moralisch geboten sein diesen Tieren unseren Schutz zu entziehen und sie sich selbst zu überlassen? Nachdem wir Jahrhunderte von ihnen profitierten?
Dieses symbiotische Element (das in der industriellen Massentierhaltung völlig pervertiert wird) kommt in deiner Sicht einfach nicht vor.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

06.10.2026 um 09:47
Zitat von paxitopaxito schrieb:Auslöschung aller Nutztiere? Zu deren eigenem Wohl? Da landen wir wirklich wieder bei der Diskussion die ich mit einem anderen Vertreter des moralischen Veganismus hatte.
Ich würde nicht von "allen" sprechen..... oder auslöschen.... Eine reduzierung des tierbestandes auf ein "gesundes" maß wäre aber wünschenswert und "qualzuchten" würde ich tatsächlich ganz abschaffen. Ich nenne es liebevoll teilzeitveganismus. Dazu muss man allerdings nicht "auslöschen".... weniger nachzüchten wäre machbar. Geschlachtet wird eh :shrug:


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

06.10.2026 um 10:36
@gastric
Da kann man drüber reden.
So wie @AnimaLiberate argumentiert (und er ist da ja nicht allein) wird aber jede Form der Tierhaltung als moralisch nicht zu rechtfertigende Ausbeutung eines fühlenden Wesens verstanden und gehört abgeschafft. Die wenigsten Nutztiere sind aber ohne uns Menschen dauerhaft überlebensfähig. Heißt im Klartext: aus moralischen Überlegungen müssten wir diese Tierrassen sehenden Augens ausrotten. Nicht durch aktives Abschlachten, sondern durch passives Nichtstun. Kann ich wirklich nix mit anfangen, da kümmere ich mich lieber um den Erhalt des bergischen Krähers. Der kann durch 15 Sekundenlanges Krähen jeden Nachbar in den Wahnsinn treiben. Wenn das nicht erhaltenswert ist, was dann?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

06.10.2026 um 12:51
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich verdeutliche meine Meinung nochmal an einem Beispiel. Schafe und Deiche.
Daran sehe ich persönlich nun nichts Verwerfliches.
Man könnte sich aber durchaus überlegen, nicht zu schlachten und die Nachtzucht in dem Maße zu belassen, dass nur die Tiere die sterben ersetzt werden. Man könnte sich auch überlegen, Schafrassen zu halten die nicht geschoren werden müssen.
Zitat von gastricgastric schrieb:Ich würde nicht von "allen" sprechen..... oder auslöschen.... Eine reduzierung des tierbestandes auf ein "gesundes" maß wäre aber wünschenswert und "qualzuchten" würde ich tatsächlich ganz abschaffen. Ich nenne es liebevoll teilzeitveganismus. Dazu muss man allerdings nicht "auslöschen".... weniger nachzüchten wäre machbar. Geschlachtet wird eh :shrug:
Dito.

Was mich v.a. stört:
Zitat von paxitopaxito schrieb:industriellen Massentierhaltung
Und: Man muss ein Tier nicht essen oder anderweitig seinen Körper verwenden*. Zumindest hierzulande nicht nötig um zu überleben.
Geht doch bei Haustieren auch...

*Falls das nicht nach dem Schlachten, sondern nach einem natürlichen Tod oder nach z.B. Einschläfern eines schwer erkrankten/verletzten, leidenden Tieres passiert, fände ich das gar nicht mal problematisch. Z.B. das Fell vom Haustier noch verwenden - schadet dem Tier nicht.


Es gibt eben auch Menschen, die überhaupt nichts gegen Deichschafe oder ohne zu schlachten gehaltene Haustier-Hühner mit massenweise Platz haben, ebenso auch niemandem die Fleischmahlzeit vom Teller kicken, sich aber trotzdem gegen Kantinenschnitzel, Lederhandtasche und Zirkusbärenfoto entscheiden.


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