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Ist alles schon entschieden?

161 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schicksal, Zufall, Entscheidung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist alles schon entschieden?

11.01.2017 um 15:38
@Zahnrad
Stimmt genau. Nur ist die Illusion des freie Willens nichts fehlerhaftes oder dummes sondern eine geniale Vorrichtung der Natur, auf der schlussendlich unser
Reflektierendes Ichbewusstsein gründet.


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Ist alles schon entschieden?

11.01.2017 um 22:59
@Zahnrad
Der freie Wille ist nötiger Bestandteil bei manchen Entscheidungen. Nehmen wir an du mußt eine Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten treffen. Mathematisch sind aber alle gegenüberliegenden Kräfte die dich beeinflussen gleich groß (bzw. so gleich groß dass du sie als gleichgroß empfindest). Du findest in dir kein Gefühl, keinen Gedanken oder irgend etwas anderes, was dir sonst helfen könnte eine Entscheidung zu treffen. In dem Moment bist du zwangsweise frei in deiner Entscheidung. Diese Entscheidung kann aber alles weitere entscheiden, praktisch dein ganzes Leben anders verlaufen lassen. Denk mal an z.B. Roulett. Da sucht man praktisch nach irgendwelchen Gründen, warum z.B. Rot jetzt besser wäre. Aber so sehr man auch sucht, es gibt keinen Grund, warum jetzt Rot besser wäre als Schwarz. Manchmal wird einem das klar und man setzt trozdem - praktisch völlig frei. Oder bein Ausfüllen eines kompletten Lottoscheins in 1 Minute. Da denkst du nicht nach, da handelst du frei und doch kann dieser Bruchteil einer Sekunde der für die Wahl einer Zahl steht dein ganzes Leben verändern.

Ein Computer könnte sich nicht für eine von zwei Positionen entscheiden, wenn die zwei Kräfte gleich groß sind. Im Taschenrechner steht dann ERROR, oder? Ein PC läßt sich nicht zwingen, eine Entscheidung zu treffen. Ein lebendiges Wesen schon, denn man muß ja weiter machen. Man muß sich ja entscheiden.


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Ist alles schon entschieden?

12.01.2017 um 21:15
@benihispeed
Kann dir nur zustimmen!

Ich betrachte zwar alles als entschieden, aber dennoch will ich in dem Anschein leben, dass ich etwas entschieden habe. Wenn man das nicht tut, geht man mit dieser Erkenntnis zu Grunde bzw. das eigene Ich...


@Clainem
Hm...ich betrachte es mal von einer anderen Seite. Was sind Voraussetzungen dafür, dass der Mensch Entscheidungen treffen kann?
Er muss zu aller erst Argumente sammeln können und sie dann in Pro und Contra einteilen bzw. in Was-ist-gut und Was-ist-schlecht für mich und/oder die anderen.
Die reine Vernunft(ratio) gibt nur Auskunft über Wahr oder Falsch...also kann man diese als Entscheidungsträger auslassen. Gefühle(irratio) hingegen lassen sich einteilen in Wut, Trauer, Freude, Angst, Schmerz, Interesse, Überraschung...also in Negative und Positive. Sie sind nicht nur Kommunikationsmittel, sondern ermöglichen überhaupt die Unterteilung in Gut und Schlecht. Sie allein ermöglichen erst Moral, Gewissen und Emphatie.

"Du findest in dir kein Gefühl, […] was dir sonst helfen könnte eine Entscheidung zu treffen. In dem Moment bist du zwangsweise frei in deiner Entscheidung."

Aber ohne Gefühle ist der Mensch überhaupt nicht in der Lage zu entscheiden. Das bedeute, wenn nicht er entscheidet, wird er "entschieden".


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12.01.2017 um 22:09
@Chairon
Zitat von ChaironChairon schrieb:Allerdings haben wir Einfluss auf unsere Erfahrungen durch die Wahl unserer Inkarnation, ähnlich wie man bei einem Kinobesuch die Wahl des Films hat, aber natürlich nicht den Inhalt des Films beeinflussen kann.
Ist die Frage, ob wir uns unsere Inkarnation selbst aussuchen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man hier aus freien Stücken inkarniert oder inkarnieren kann, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich alles im Leben selbst aussucht oder selbst ausgesucht hat, denn man erfährt ja auch viele Dinge, die niemand erfahren will, wie Schmerz, Leid etc...


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13.01.2017 um 01:58
Wenn man einen Einfluss auf alles hat, könnte man dann selber nicht Krankheiten komplett vermeiden?

Krebs, Diabetes etc.


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13.01.2017 um 06:40
@Katori
Natürlich nicht denn die erwähnten Krankheiten sind zum grossen Teil auch genetisch bedingt.
Du kannst sie durch dein Verhalten nur mehr oder ehniger wahrscheinlich machen.


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13.01.2017 um 09:29
Zitat von ClainemClainem schrieb:Mathematisch sind aber alle gegenüberliegenden Kräfte die dich beeinflussen gleich groß (bzw. so gleich groß dass du sie als gleichgroß empfindest). Du findest in dir kein Gefühl, keinen Gedanken oder irgend etwas anderes, was dir sonst helfen könnte eine Entscheidung zu treffen. In dem Moment bist du zwangsweise frei in deiner Entscheidung.
Nur dass die mathematische Analogie nicht auf die menschliche Entscheidungsfindung anwendbar ist.
Entscheidungen werden nicht nur rational, sondern auch intuitiv getroffen. Das, was Du beschreibst, ist eine Zwickmühle. Menschen "entkommen" Zwickmühlen, indem sie rational gleichwertige Situationen ungleich machen. Z.B. indem sie Bewertungsmaßstäbe ändern. Oder ganz plump eine Münze werfen.

Bei einer Maschine, die vor eine ähnliche Situation gestellt wird, hängt es alleine von deren Programmierung zur Entscheidungsfindung ab.
Wenn diese nur darin besteht, stets die Lösung mit der größten Erfolgswahrscheinlichkeit zu wählen, wird sie nichts tun, wenn die Möglichkeiten mit den höchsten Wahrscheinlichkeitswerten gleiche Werte aufweisen.
Aber das ist eben nur eine Frage, wie ich den Entscheidungsprozess vor gebe. Füge ich für diesen Fall eine weitere Option hinzu - z.B. eben eine Zufallskomponente - kann auch die Maschine diese Situation lösen.
Zitat von ZahnradZahnrad schrieb:Er muss zu aller erst Argumente sammeln können und sie dann in Pro und Contra einteilen bzw. in Was-ist-gut und Was-ist-schlecht für mich und/oder die anderen.
Das stimmt für rationale Entscheidungsfindung. Bei der intuitiven macht er das gerade nicht.
Zitat von ZahnradZahnrad schrieb:Sie sind nicht nur Kommunikationsmittel, sondern ermöglichen überhaupt die Unterteilung in Gut und Schlecht. Sie allein ermöglichen erst Moral, Gewissen und Emphatie.
Nein. In eine rationale Abwägung können selbstverständlich auch emotionale Aspekte ein fließen. Die Frage, wie meine Entscheidung auf andere wirkt, ist per se rational. Ich muss nur in der Lage sein, die emotionalen Komponenten wahr zu nehmen. Die wahrgenommenen emotionalen Aspekte kann ich dann rational in die Entscheidung ein binden.
Zitat von ZahnradZahnrad schrieb:Aber ohne Gefühle ist der Mensch überhaupt nicht in der Lage zu entscheiden. Das bedeute, wenn nicht er entscheidet, wird er "entschieden".
Natürlich ist er das. Es ist dann eben eine rein rationale Entscheidung. Kaufe ich ein Auto oder nicht. Tröste ich das weinende Kind oder nicht. Wohin fahre ich in den Urlaub.
Alle diese Entscheidungen könnten rein rational, rein intuitiv oder gemischt getroffen werden.
Zitat von KatoriKatori schrieb:Wenn man einen Einfluss auf alles hat, könnte man dann selber nicht Krankheiten komplett vermeiden?
Man hat nie Einfluss auf alles, da der menschliche Wirkbereich begrenzt ist. Und zwar zwingend.
Und wenn man auf alles Einfluss hätte, würde es davon abhängen, wie relevant dieser Einfluss für das Ergebnis ist.
Wenn ich am Strand stehe, habe ich Einfluss darauf, wie manche Sandkörner liegen - aber dann weht der Wind oder das Meer überspült die Stelle und mein Einfluss auf die Lage der Sandkörner wird reduziert oder schwindet ganz.


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13.01.2017 um 09:31
@Katori

Sri Yukteswar an Paramahansa Yogananda(aus Autobiographie eines Yogi):
Die Botschaft, die im Augenblick der Geburt in leuchtender Schrift am Himmel geschrieben steht, soll nicht etwa das Schicksal -die Folgen der ehemaligen guten oder bösen Taten- betonen, sondern den Menschen dazu anspornen, sich aus seiner irdischen Knechtschaft zu befreien. Was er getan hat, kann er wiedergutmachen. Kein anderer als er selbst ist der Urheber der Ereignisse, die jetzt in seinem Leben zur Auswirkung kommen. Er kann alle Hindernisse aus dem Weg räumen, weil er sie selbst durch sein Handeln geschaffen hat und weil ihm außerdem geistige Hilfsquellen zur Verfügung stehen, die keinen planetarischen Einflüssen unterliegen.
Manche mögen Genetik, manche mögen Geistiges. Den eigenen Spielraum kann jeder selbst bestimmen.


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13.01.2017 um 12:08
@dedux dein Post ist divergent zu denen von @benihispeed & @kleinundgrün oder?


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13.01.2017 um 12:31
@Katori
Divergent mag ich dazu nicht sagen, er hat einen anderen Schwerpunkt. Eine wirkliche Trennung gibt es nicht aber unterschiedliche Perspektiven. Meine persönliche Erfahrung hat mich dazu geführt, mich geistigen Dingen zu öffnen, gestartet bin ich als hardcore Wissenschaftsgläubiger, daher mag ich mich gar nicht so von jenen abgrenzen, weil es auch ein Teil von mir immer noch ist.
Ein festes Regelwerk gibt Sicherheit, doch wenn diese Sicherheit zum Gefängnis wird, ist es an der Zeit, seine Perspektive zu erweitern.

Krankheiten existieren nicht auf allen Ebenen der Person.
Es gibt übrigens auch interessante wissenschaftliche Untersuchungen von psychisch Kranken, die multiple Persönlichkeiten zeigen. Manche Krankheiten sind nur auf jeweilige spezielle Persönlichkeiten in diesen Menschen begrenzt.


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13.01.2017 um 12:32
Zitat von deduxdedux schrieb:Krankheiten existieren nicht auf allen Ebenen der Person.
Es gibt übrigens auch interessante wissenschaftliche Untersuchungen von psychisch Kranken, die multiple Persönlichkeiten zeigen. Manche Krankheiten sind nur auf jeweilige spezielle Persönlichkeiten in diesen Menschen begrenzt.
Das ist mal interessant *-*


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13.01.2017 um 12:37
@Katori
Selbsterkenntnis ist ein Weg, der immer gegangen werden kann. Wer sich seinen Ängsten stellt, der wird an ihnen wachsen und sie überwinden.


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13.01.2017 um 14:08
Das ist natürlich sehr wahr, auch wissenschaftlich
Gesehen gibt es Experimente die zeigen das Psyche und Immunsystem zusammenhängen.
Und gerade Diabetes kann man durch gute Ernährung und viel Bewegung sehr stark beeinflussen.
Aber das alles heisst natürlich nicht dass das nur mit positivem Denken zu machen wäre.


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13.01.2017 um 14:36
@dedux wie wird man sich unterbewussten Ängsten bewusst?

@benihispeed dann könnte man wohl auch einfach aus dem Raum, egal was materialisieren etc.


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13.01.2017 um 14:44
@Katori
Das geht ganz gut durch den Spiegel der Beziehungen. In welchem sozialen Gefüge befinde ich mich? Welche Eigenschaften mag ich an Menschen, welche mag ich nicht, welche mag ich an mir selbst und welche mag ich an mir selbst nicht? In ungeliebten Eigenschaften verbergen sich Ängste, die gelockert werden können, indem die entsprechenden Eigenschaften weiter analysiert werden, wobei dann auch verborgene positive Aspekte hervortreten können, die durch Ängste bisher unsichtbar waren.


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13.01.2017 um 15:15
@Katori
Natürlich nicht. Oder wie hast du das gemeint?


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13.01.2017 um 15:27
Also mal davon ausgegangen, dass diese Frage noch nicht entschieden war ...


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13.01.2017 um 16:21
@Katori
Interessant ist im Hinblick auf die Eigenschaften auch das Ziel, zu dem die Entdeckung der persönlichen Eigenschaften und deren Transformation führt. Die Hindus sehen Anahata(das Herzchakra) als den Sitz des göttlichen Selbst.

600px-Anahata green.svg Original anzeigen (0,2 MB)

Die Blütenblätter stehen für folgende Eigenschaften, die freigelegt werden können:

Glückseligkeit, Friede, Harmonie, Liebe, Verständnis, Mitgefühl, Klarheit, Reinheit, Einheit, Barmherzigkeit, Güte und Verzeihung.

Interessanterweise ist diesem Chakra auf der organischen Ebene die Thymusdrüse zugeordnet, die das Immunsystem reguliert.

Nimmt man sich die obigen Eigenschaften als Ziel, hat man direkt schon Anhaltspunkte, welche Eigenschaften zu entwickeln und welche Ängste abzubauen sind.

Anahata-Vibes art.jpgv1391896020

Die Entwicklung sollte nicht mit Strenge, sondern mit Selbstmitgefühl angestrebt werden.


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14.01.2017 um 08:45
@kleinundgrün
An den Punkt habe ich nicht gedacht! Da muss ich dir zustimmen, dass es auch Entscheidungen gibt, bei denen das Ich Pro und Contra nicht abwägt z.B. wie genannt, bei der intuitiven Entscheidung :)

Eine wissenschaftlich bewiesene Erkenntnis der Neuropsychologie besteht jedoch darin, dass jeglich Entscheidungen auf Gefühlen basieren. Die Vernunft, das zielgerichtete und bewusste Denken, selbst gibt dabei nur Auskunft über wahr und falsch bzw. sie gibt nur die Rechtfertigung für die Entscheidung.
Der Rationalist Descartes hat das sehr gut verdeutlicht an seinem Beispiel mit Wachs, dass die Vernunft nur die Frage nach dem, was wir wissen können, beantwortet. Denn sie ist das einzige, was uns nicht täuscht/beeinflusst.

So klein nun der Teil auch wäre der Entscheidungen, die nur die reine Ratio betreffen, es wäre der Tod des Menschen.
Er, das Subjekt, kann nur subjektiv (oder intersubjektiv) sein. Zu meinen er könne die Objektivität bzw. die reine Vernunft bedienen, bedeute das Sein eines subjektiven Objekts....ein Stein mit Gefühlen...zu bejahn. Denn um etwas zu erkennen und überhaubt zu definieren, ist dessen Gegenteil nötig oder zumindestens die Illusion davon.


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16.01.2017 um 08:08
Zitat von ZahnradZahnrad schrieb:Eine wissenschaftlich bewiesene Erkenntnis der Neuropsychologie besteht jedoch darin, dass jeglich Entscheidungen auf Gefühlen basieren.
hast du da etwa weiter gehendes?
Zitat von ZahnradZahnrad schrieb:Der Rationalist Descartes hat das sehr gut verdeutlicht an seinem Beispiel mit Wachs
Descartes lebte vor 400 Jahren - da waren die Erkenntnisse menschlicher Entscheidungsfindungsprozesse noch rar gesäht.


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