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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

219 Beiträge, Schlüsselwörter: Schaden, Hochwasser
def
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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

12.06.2013 um 14:20
blackout schrieb:So ironisch es ist... es stimmt schon irgendwie. Wer über 45 Millarden Euro nach Griechenland pumpen kann, der sollte vielleicht auch ein wenig Kleingeld für die eigene Bevölkerung übrig haben - selbst wenn diese vielleicht und teilweise durch eigenen Leichtsinn oder fehlende Konzepte in Not geraten ist.
Hat sie doch:

Presse: Bund zahlt bis zu 4 Milliarden Euro für Fluthilfe-Fonds
Die Bundesregierung will sich nach einem Bericht der "Rheinischen Post" mit drei bis vier Milliarden Euro an einem Fluthilfe-Fonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe beteiligen.


http://www.stern.de/wirtschaft/bund-zahlt-bis-zu-4-milliarden-euro-fuer-fluthilfe-fonds-2023646.html


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12.06.2013 um 14:24
@def

Ich weiß - ich wollte ja nur sagen, dass ich das schon richtig finde.


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def
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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

12.06.2013 um 14:25
@blackout

Dann sind wir einer Meinung!


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25h.nox
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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

12.06.2013 um 16:32
def schrieb:Das da draußen fern der Städte nennt sich Natur.
weiden und felder sind eben keine natur. natur braucht vorallem platz. den könnte man durch die umsiedlung einiger weniger tausend menschen schaffen, und gleichzeitig könnte man millionen von menschen vor hochwasser schützen.

und zum thema bevölkerungsentwicklung im osten, nimt da die landbevölkerung nicht rapide ab?
http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/bevoelkerung/prognose/index.html
das sieht aber eher so aus wie ich es beschrieben hab.


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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

12.06.2013 um 17:18
Ashert001 schrieb:Je tiefer und gradliniger man einen Fluss macht um so schneller wird wird Hochwasser ins Meer abgetragen, nimmt die Wirtschaftlichkeit zu und der Straßenverkehr ab!

Natürlich nur wenn man die Deiche dazu auch angepasst hat.
Die Bedingung der Geradlinigkeit ist ausreichend erfüllt, hoffe ich.

- Oder sind die Flüsse noch nicht tief genug ausgebaggert ? (Beispiel Elbsandsteingebirge)
- Zur "Anpassung" der Deiche:
Sollte tendenziell mehr Rückverlegung oder mehr Deicherhöhung sein?
- Zur Fließgeschwindigkeit:
Die Fließgeschwindigkeit ist im Allgemeinen in den Oberläufen der Flüsse höher und wird geringer, wenn die Flüsse in ihren Unterläufen die Tiefebenen erreichen.
In den Tideflussläufen steigt die Fließgeschwindigkeit dagegen wieder rasant an.

Die Fließgeschwindigkeit ist also höchst unterschiedlich.
Sollte sie überall gleich sein, wäre ein gleichbleibendes Gefälle Bedingung.

Was schlägst Du vor ?


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12.06.2013 um 17:18
Oh man immer diese bescheuerten Griechenland vergleiche.


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12.06.2013 um 17:27
@def
Das stimmt zum Teil. Lange Zeit haben die Chemieindustrien in Chomutov oder Litvinov
Auch ohne die !
Die LPGs und jetzt die Bauern hätten sich und haben sich(!) auch so ihre landwirtschaftliche Anbaufläche geholt.

Im Erzgebirge kannst Du nirgends mehr ein Loch graben , ohne dutzende Drainagerohre zu zerstören.
Dort wurde auf Teufel komm heraus melioriert, damit es schnell schönes Hochwasser gibt,


ähm .. ich meine, damit die Erträge steigen.


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def
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12.06.2013 um 17:47
25h.nox schrieb:weiden und felder sind eben keine natur. natur braucht vorallem platz.
Das ist wohl wahr aber all die Mäuler wollen gestopfft sein... es braucht unsere Bauern. Würde man allerdings nicht viele Anbauflächen brach liegen lassen sondern nachhaltig bepflanzen könnte man viel mehr wilde Landschaften schaffen.
25h.nox schrieb:und zum thema bevölkerungsentwicklung im osten, nimt da die landbevölkerung nicht rapide ab?
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, und die Kita Plätze auf dem Land sind lang nicht genug. Wer einen Job hat und sich das Gefahre leisten kann bleibt auf dem Land. Die Ruhe und Nähe zur Natur ist unbezahlbar...
Die LPGs und jetzt die Bauern hätten sich und haben sich(!) auch so ihre landwirtschaftliche Anbaufläche geholt.
Ich gebe dir ja grundsätzlich recht aber heute nutzt man Flächen die schon lange existieren. Die Agrargenossenschaften sind meist aus den in der DDR existierenden Strukturen entstanden und da führt man das fort was man damalsgelernt hat. Die müssen Quantität liefern um zu existieren. Würde sich Landwirtschaft im kleinen Maß zum Erzielen des Lebensunterhalt eignen gäbe es sicher viel bessere Strukturen... Ich würde dann sicherl nicht den ganzen Tag im Büro hocken.
eckhart schrieb:Im Erzgebirge kannst Du nirgends mehr ein Loch graben , ohne dutzende Drainagerohre zu zerstören.
Das gilt so extrem nur für die Ortschaften... Rund um meinen Heimatort gibts tausende Hektar Wälder. Bei den Bergkämen geb ich dir recht, da ist fast ausschließlich Weide bzw. Anbauflächen. Ich denke das hängt damit zusammen, dass diese einfach leichter zu bewirtschaften sind.


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25h.nox
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12.06.2013 um 17:53
def schrieb:Das ist wohl wahr aber all die Mäuler wollen gestopfft sein... es braucht unsere Bauern.
nein, das bäuerliche system ist mittelalterlich, es brauch große hightech betriebe, keine kleinbauern.


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def
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12.06.2013 um 17:54
25h.nox schrieb:nein, das bäuerliche system ist mittelalterlich, es brauch große hightech betriebe, keine kleinbauern.
Definiere mal bitte groß. Die Genossenschaften bewirtschaften hier schon extreme Flächen. Oder meinst du Anlagen wie Almeria?


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12.06.2013 um 19:00
def schrieb:Das gilt so extrem nur für die Ortschaften...
Die Drainagerohre?
Nein, praktisch überall.
Kürzlich habe ich im Fersehen in Zusammenhang mit Hochwasserschäden eine Sendung gesehen, in der u.a. die Melioration thematisiert wurde.
Dort wurden Vergleiche mit der Kanalisation von Großstädten gezogen, was ich mit meinen Erfahrungen voll bestätigen würde.
Drainagerohre liegen, wo und in welcher Dichte man es sich beim besten Willen nicht vorstellen kann, zB. gerade auch in Wäldern und in Hanglagen bis hinauf auf die Hochflächen, jedes Tal , Seitental oder -senke entlang!
Das kann auch nicht nur das Werk des letzten Jahrhunderts sein (sieht man an der Art der Rohre), sondern geht schon viel länger so !
Zu DDR Zeiten wurde dann nochmal intensiver mit Grabenfräsen verlegt ohne Rücksicht auf die bereits vorhandenen Altanlagen.


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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

12.06.2013 um 20:45
Jetzt gerade kam im MDR (Exakt) etwas, was eigentlich bekannt ist,
aber an das immer wieder erinnert werden muss:

Halle-Neustadt würde seit 1970 (!) bereits ohne jedes Hochwasser permanent absaufen.
Der Betrieb der Brunnengalerie, mit der man bereits seit Anfang der 1970er Jahre versucht, hochstehendes Grundwasser aus den Kellern der Neustädter zu halten, kostet die Stadt jährlich rund 200 000 Euro.
http://dietmar-weihrich.de/?p=873


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12.06.2013 um 23:22
Hat zwar mit dem eigentlichen Threadthema wenig zu tun, aber lest mal diesen Artikel, ist ein gutes Beispiel wie im Zuge der Hochwasserschäden manche Komunalpolitiker ihr eigenes Versagen anderen in die Schuhe schieben.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/B-95-Sperrung-in-Oberwiesenthal-Keine-Aussage-zu-moeglichem-Baubeginn-ar...

Vor allem interessant im Hinblick darauf, wie manche Menschen die, aus welchen Gründen auch immer, gegen Hochwasserschutzmaßnahmen geklagt haben, deswegen jetzt angegangen werden.


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13.06.2013 um 08:03
@eckhart

Das ist nicht nur da so. Quasi jede größere deutsche Stadt liegt an einem Wasserlauf - und diese Wasserläufe sind in der Regel durch den Menschen begradigt/umgeleitet/sonstwie manipuliert. Und in quasi jeder dieser Städte gibt es - mal größere, mal kleinere - Bereiche, die nur durch permanenten Pumpeneinsatz davor bewahrt werden, durch das nachdrückende Grundwasser abzusaufen.

@Kerbenok

Ach, Schuld sind sie doch nie. Gestern hab ich nen Bericht gesehen über einen Ort, der bereits 2002 abgesoffen ist, da wurde damals zugesagt, dass entsprechende Maßnahmen getroffen werden. 11 Jahre ist nix passiert, jetzt schwimmt wieder alles. Aber die Politiker waren natürlich nicht Schuld ;)


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aeryo
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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

13.06.2013 um 08:20
Hallo, ich lenke vielleicht ein wenig vom Thema ab, aber ich finde, ich sitze direkt an der Quelle. (Höhö, welch makaberer Wortwitz) Ich wohne in Genthin und hier werden immer mehr Stimmen laut, dass der Deich bei Fischbeck bewusst gesprengt wurde! Am Abend vor Eindringen des Wassers, konnte man von Stendal bis hier hin nach Genthin einen gewaltigen Knall hören. Auch in Wust war er zu hören. Mitten in der Nacht. (Genaue Uhrzeit momentan unklar) Man vermutet, dass man dadurch die Elbe entlasten will und Richtung Norden weniger Wasser fließt. Ein Kollateralschaden also.
Außerdem werden etliche Berichte in Radio und Fernsehen nicht oder nur einmal gesendet, bei denen Politiker die Notunterkünfte der Flutopfer besuchen. Sie trafen auf absolute Ablehnung seitens der Opfer, was aber schlecht für den Wahlkampf sein dürfte und darum wird es nicht gesendet. Es besteht große Wut in der Bevölkerung, weil wirklich SEHR VIELE vermuten, dass dieser Deich absichtlich eingerissen oder gesprengt wurde. Fischbeck wurde evakuiert, bevor man überhaupt einen Anstieg des Pegels beobachten konnte. Prävention kann man vermuten. Wäre da nicht der Deich, der auf jeden Fall gehalten hätte. (Ich bin öfters durch Fischbeck gefahren und konnte mir selbst ein Bild machen)

Tausende von Tiere mussten erschossen werden, bevor die Menschen fliehen konnten. Häuser sind eingefallen. Ganze Existenzen stehen jetzt auf dem Spiel und es ist unsicher, ob das Wasser nicht auch nach Genthin kommt. Spätestens wenn der Elbe-Havel-Kanal erneut geflutet wird. Fischbeck jedenfalls wird nie wieder bewohnbar sein.


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13.06.2013 um 08:24
@aeryo

oh man, das ist krass.
und , nicht böse sein, am meisten tun mir die Tiere leid.
aeryo schrieb: Fischbeck jedenfalls wird nie wieder bewohnbar sein.
OO echt? ich bin grad sprachlos...


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def
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Keinen Cent mehr für Hochwasser-Schäden!

13.06.2013 um 08:25
aeryo schrieb:Fischbeck jedenfalls wird nie wieder bewohnbar sein.
Lass mal etwas Zeit ins Land gehen. 8 Milliarden € sind ne Menge Holz...


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aeryo
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13.06.2013 um 08:26
@Sternenhell
Da bist du nicht allein. Vielen tun die Tiere am meisten leid.

@def
Jeder Haushalt darf MAXIMAL 2400€ beantragen. Um eine neue Existenz aufzubauen dürfte das absolut nicht reichen. Zumal der Rest des Fonds ganz woanders landen wird, als im Aufbau eines Dorfes. Das Geld erreicht doch wieder nicht die wahren Flutopfer.


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def
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13.06.2013 um 08:31
aeryo schrieb:Jeder Haushalt darf MAXIMAL 2400€ beantragen. Um eine neue Existenz aufzubauen dürfte das absolut nicht reichen. Zumal der Rest des Fonds ganz woanders landen wird, als im Aufbau eines Dorfes. Das Geld erreicht doch wieder nicht die wahren Flutopfer.
Wieder? Also nach 2002 hat das bei uns in der Gegend wunderbar geklappt... klar geht einiges für die Orga drauf, aber ich würde da jetzt nicht voreilig die Sau durchs Dorf treiben.


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13.06.2013 um 08:34
@aeryo

ich sehe in den Nachrichten oift, das man sich so ein Antrag ausdrucken kann. Ich frage mich, nicht alle haben die Möglichkeit Internet zu nutzen oder haben kein Drucker. Gibt es da Anlaufstellen, wo einem dabei geholfen wird?

und mit 2400€ kann man sich mit Sicherheit, keine neue Existenz aufbauen.


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