OK, machen wir also eine Übersetzung der letzten Aal-Moves.
Der Ausgangslage, die
@Panaetius hier versucht kleinzureden, ist heruntergebrochen ja die folgende:
Der Kreml hoffte auf den politisch-militärischen Zusammenbruch der Ukraine, welcher im Zuge des Überfalls in Blitzkrieg-Manie dann durch Schock + Führungsausfall hätte hervorgerufen werden sollen.
Desorganisation, Kommunikationsbruch, fehlende zentrale Führung, Panik & Chaos...
Wäre die plausible Kriegslogik - nur, all dies passierte ja nicht, da Russland eben dabei auf ganzer Linie versagte.
Wenn
@Panaetius jetzt logisch (konsistent zu seinen Aussagen) und im Rahmen der Fakten argumentieren wollte, dann müsste er demzufolge dann also jetzt eigentlich die folgende Position vertreten:
„Der Blitzkrieg war nicht auf Systemkollaps ausgelegt“
Tja, steile These...
Kiew anzugreifen ergibt nur Sinn, wenn man den Staat lahmlegen will — nicht, wenn man nur Territorium im Osten sucht.
Genau an diesem Punkt verlässt
@Panaetius dann die Sachebene und weicht auf diverse argumentative Ausweichmanöver aus, welche wir uns nun mal etwas genauer anschauen:
1) Verschiebung der Beweislast ins Absurde:
Panaetius schrieb:Oder siehst du Hinweise darauf, dass sagen wir so um die 45% (mind.) der ukrainischen Soldaten prorussisch waren?
Das ist ein Strohmann mit unrealistischer Hürde.
Niemand hat behauptet, die Armee sei prorussisch gewesen oder massenhaft übergelaufen.
Er tut jetzt aber so, als ginge Systemkollaps nur mit ideologischer Massenüberläuferei.
Das ist zwar sachlich falsch – aber rhetorisch bequem.
2) Er verkleinert strategische Ziele zu „relativ kleinen Städten“.
Bezogen auf Charkiw und Cherson mit folgender Aussage:
Panaetius schrieb:Das sind relativ kleine Städte im Vergleich zu der Gesamtukraine.
Das ist militärisch schlicht Unsinn:
Charkiw:
• zweitgrößte Stadt der Ukraine
• Industrie-, Verkehrs- und Logistikzentrum
• Nähe zur russischen Grenze = Schlüsselraum
Cherson:
• Zugang zum Süden
• Kontrolle über Wasserwege & Krim-Versorgung
• Brückenkopf Richtung Odessa
Das sind strategische Knotenpunkte, keine „kleinen Städte“.
Er reduziert systemrelevante Ziele auf Größenvergleiche → klassische Verharmlosung
3) Er ersetzt „Systemzusammenbruch“ durch „vollständigen Überlauf“
Wenn
@Ahmose jetzt richtigerweise sagte, dass der Kreml auf einen Zusammenbruch hoffte, dann macht Panaetius daraus, dass massenhaft ukrainische Soldaten prorussisch gewesen sein müssen.
Das ist eine falsche Übersetzung des Arguments, um es leichter angreifen zu können.
Zusammenbruch ≠ Loyalitätswechsel
Zusammenbruch = Funktionsverlust
Fazit: Unterm Strich sehen wir also folgende Reaktion von Panaetius:
unrealistischen Bedingungen
Verkleinerung strategischer Fakten
Strohmann-Fragen
Ablenkung von der Kernaussage