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Bundeswehr am Boden

1.549 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bundeswehr ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bundeswehr am Boden

21.12.2019 um 19:42
Zitat von WardenWarden schrieb:Aber das kann ja auch nicht Jahrzehnte dauern, oder?
Wenn man sich die anderen Projekte anschaut, sollte man mit einem größeren Zeitraum rechnen.
Zitat von WardenWarden schrieb:Es ist sicherlich mit Zeit und Aufwand verbunden aber wo ein Wille ist...
Ja, aber wie schon geschrieben: Man löst ein Problem nicht damit, das man ein anderes schafft.
Zitat von WardenWarden schrieb:Wenn es jetzt ein Abwärtstrend ist weil ausreichend Attraktivität fehlt, sehe ich da eher schwarz.
Soweit ich weiß, halten sich die Personalstände derzeit ziemlich in der Waage. Immer +/- 10.000 oder so. Natürlich kann es besser sein, aber es könnte auch schlimmer sein.


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Bundeswehr am Boden

20.06.2020 um 15:38
Da, fande ich die Idee einer Dienstpflicht, wie sie AKK angeschoben hatte eigentlich ganz sympathisch. Oder man re-aktiviert die Wehrpflicht. Denn die Deaktivierung der Wehrpflicht, hat mit zur Verschärfung der Personalproblemathik beigetragen. Aber leider, wurde die Idee nicht forciert weiter verfolgt. Leider. Wie ihre Idee, die US Truppen 1:1 in Syrien zu ersetzen. Hätte sie es vernünftiger vorgetragen im Kabinett. Wäre H. Erdogan dann immer noch in Nord-Ost Syrien einmarschiert, während deutsche Soldaten mit Kurden, die Grenze kontrolliert hätten!? Die Wahrscheinlichkeit stünde 50/ 50. Aber auch diese Idee war unausgereift und so wie die BW aufgestellt war, ganz ohne eigenes schweres Transportflugzeug oder ganz ohne eigen Marine-Transporter, kaum umsetzbar. Denn dann, hätte man tatsächlich Leo II und auch Tornado Kampfjets ins Spiel bringen müssen. AKK, hat einiges Richtig gemacht, der Stopp der immer wieder diskutierten schließung weiterer Panzerwerkstätten...Oder der mögliche Verkauf des Beschaffungsamtes....Unter FlintenUschi und Suder, war dies immer wieder im Gespräch. Warum ich den Thread wieder auskrame ist folgende Idee. Könnte man aus einer A400M einen Seefernaufklärer entwickeln? Der Frachtraum müsste eigentlich ausreichend Volumen haben um die ganze Aufklärungstechnik/ Verkabelung, samt der Schränke für die Monitore, aufnehmen zu können. Ohne, das diese mit der bord-eigenen Technik kollidiert. Die Heckklappe kann man zuschweissen und Geld, Zeit spielen keine Rolle. Vielleicht, gibt es hier ja Luftfahrttechniket von Airbus? ;) Die US Amerikaner können aus einer zivilen Variante, als Basis dient die Boeing 737-800ERX, einen Seefernaufklärer/ U-Bootjäger entwickeln. Wenn es nicht geht, aus technischen Gründen, bitte vernünftig erklären.


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20.06.2020 um 15:50
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Leider. Wie ihre Idee, die US Truppen 1:1 in Syrien zu ersetzen. Hätte sie es vernünftiger vorgetragen im Kabinett
Ja, wo wollen wir da anfangen?
Fehlende Ausrüstung für einen dritten Einsatz?
Nicht genügend Personal für einen dritten Einsatz?
Nicht genug ausgebildete Leute für einen dritten Einsatz?
Wer zahlt den Kram?
Fehlendes Mandat?
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Warum ich den Thread wieder auskrame ist folgende Idee. Könnte man aus einer A400M einen Seefernaufklärer entwickeln? Der Frachtraum müsste eigentlich ausreichend Volumen haben um die ganze Aufklärungstechnik/ Verkabelung, samt der Schränke für die Monitore, aufnehmen zu können. Ohne, das diese mit der bord-eigenen Technik kollidiert. Die Heckklappe kann man zuschweissen und Geld, Zeit spielen keine Rolle
Also, du möchtest ein bereits entwickeltes Flugzeug nehmen und für die U-Jagd/Seefernaufklärung umrüsten, soweit verständliche.
Und du glaubst, es ist ein. Vorteil, den A400M zu nehmen weil?
Der Aufwand, ne 737 umzurüsten ist doch der gleiche wie der, den A400M umzurüsten.
Den Part mit "Heckklappe zuschweißen fand ich besonders witzig.
Aluminiumbeplankungen an Flugzeugen werden im allgemeinen genietet.
Alu würd eher bei Schiffen geschweißt und dann sind das auch deutlich höhere Materialstärken


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Bundeswehr am Boden

20.06.2020 um 17:08
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Wenn es nicht geht, aus technischen Gründen, bitte vernünftig erklären.
Möglich ist das sicherlich, wird nur wohl so zwischen 20-30 Jahre dauern bis so ein Teil dann mal abhebt. :) und dann wäre noch die Frage ob andere europäische Nationen diese Fähigkeit nicht vielleicht schon haben? Ich weiß es ehrlich gesagt gerade nicht.


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Bundeswehr am Boden

20.06.2020 um 21:05
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Wie ihre Idee, die US Truppen 1:1 in Syrien zu ersetzen. Hätte sie es vernünftiger vorgetragen im Kabinett. Wäre H. Erdogan dann immer noch in Nord-Ost Syrien einmarschiert, während deutsche Soldaten mit Kurden, die Grenze kontrolliert hätten!?
Zum Glück ist man davon abgekommen. Nicht nur wegen der Materiallage, dem Personalstand und anderen Unklarheiten (wie @HF schon schrieb). Wie sollte ein solcher Einsatz den aussehen? Deutsche Truppen werden auf der kurdischen Seite in den syrischen Konflikt hineingezogen, während auf der einen Seite der Grenze die Russen mit den verbündeten Syrern stehen (mit dem Iran im Hintergrund) und auf der anderen Seite Erdos Schergen mit der türkischen Armee warten? Den Ansatz halte ich, unabhängig von der Ausstattung unserer Truppe, für mindestens hochriskant.
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Aber auch diese Idee war unausgereift und so wie die BW aufgestellt war, ganz ohne eigenes schweres Transportflugzeug oder ganz ohne eigen Marine-Transporter, kaum umsetzbar. Denn dann, hätte man tatsächlich Leo II und auch Tornado Kampfjets ins Spiel bringen müssen.
Zum Glück. Das Eskalationspotential ist zu hoch.
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Könnte man aus einer A400M einen Seefernaufklärer entwickeln?
Theoretisch sicherlich. Die Frage ist nur, was es bringen soll? Die Amerikaner suchen seit den 1980er Jahren nach Ersatz für ihre P3 Flotte, weil die recht teuer sind. Daraus ist dann um 2000 herum das P8 Programm entstanden (mit der von dir beschriebenen Boeing 737 800).

Wikipedia: Boeing P-8
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Die US Amerikaner können aus einer zivilen Variante, als Basis dient die Boeing 737-800ERX, einen Seefernaufklärer/ U-Bootjäger entwickeln.
Die Amerikaner haben eine zivile Maschine militarisiert, das ist etwas anders. Die Maschine wurde fast komplett umgebaut und mit Radar/Sonar und verschiedenen Waffen aufgerüstet.


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Bundeswehr am Boden

05.08.2020 um 21:57
Ich nehme mittlerweile an, dem einen oder der anderen ist hier die Neuerung mit dem "Heimatschutz" aufgefallen (ansonsten möge man eine Suchmaschine bedienen, da dürfte schon "Bundeswehr" + "Heimatschutz" reichen.

Laien- oder Expertenmeinungen dazu? Es war ja zumindest in sozialen Netzwerken von "Links" aus umstritten weil man sich mitunter am Begriff Heimat(schutz) echauffierte. Mal davon ab:

Wie sieht man diese Art des neuen freiwilligen Wehrdienstes mit Reserveintegration? Flickenteppich oder sinnvolle Neuerung? Irgendwas anderes?


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Bundeswehr am Boden

05.08.2020 um 22:10
Zitat von WardenWarden schrieb:Wie sieht man diese Art des neuen freiwilligen Wehrdienstes mit Reserveintegration? Flickenteppich oder sinnvolle Neuerung? Irgendwas anderes?
Alleine wegen der geringen Zahl der Personen, die da mitmachen sollen, und der kurzen Dauer eher eine PR-Maßnahme als eine sinnvolle Ergänzung der Truppe. Kann natürlich als "Schnupperpraktikum" immer noch Leute begeistern, aber an sich bringt es nicht viel.


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Bundeswehr am Boden

06.08.2020 um 19:31
Vielleicht für manche interessant.

Ich war mir erst nicht sicher ob das im "Bundeswehr am Boden" Thread passt weil es auch die Struktur des KSK und irgendwo der BW berührt, oder nicht eher in den Extremismusthread passt. Weil es sowohl den Extremismuskontext berührt aber auch strukturelle Aspekte, poste ich es in beiden Threads um eine Diskussionsgrundlage für die jeweiligen Themenbereiche zu bieten.

"Business Insider" (Kurzrecherche dazu zeigt mir zumindest nicht, dass es ein Portal wie "Deutsche Wirtschaftsnachrichten" o.Ä wäre und Falschinformationen zu erwarten sind) veröffentlicht einen anonymen Brief eines vermeintlichen Kommandosoldaten, der angeblich auch adressiert wurde an:

  • Die Bundesministerin der Verteidigung (AKK)
  • den parlamentarischen Staatssekretär (Unklar welcher oder ob alle)
  • die Wehrbeauftragte und
  • Abgeordnete des Bundestages

Ich kann das schlecht adäquat / vollumfänglich zusammenfassen bis auf: Ein vermeintlicher Kommandosoldat bezieht aus seiner Sicht Stellung zum aktuellen Geschehen und die Lage dort. Sofern authentisch, ein Einblick in das Selbstverständnis sowie Stimmung von Personen in dieser Einheit.

Quelle und weitere Verlinkung für einen Artikel der den Brief aufgreift, sowie der Brief selbst: https://twitter.com/Josh_Groeneveld/status/1291326816486133760

Für den Thread hier als Kontext Versuch einer eigenen Zusammenfassung: Neben den für den Extremismus(thread)kontext relevanten Abgrenzungen und Beteuerungen des Verfassers sieht jener wohl auch die strukturellen Änderungen kritisch und sieht Einbußen. Daher ist das für den Thread hier vielleicht in dem Kontext interessant und eine mögliche weitere Diskussionsgrundlage. Ich bin kein militärischer Experte, entnahm Artikeln und Mutmaßungen aber, dass manche angeplanten Änderungen die Schlagfertigkeit der Truppe minimieren werden und vielleicht mancher Wagenburgmentalität oder Extremismuswahrscheinlichkeit vorbeugen aber dafür einen anderen Preis fordern.

Letztendlich sollte sich jeder den das interessiert aber selbst den Brief ansehen und für sich bewerten, ehe man vielleicht vorschnell Zusammenfassungen kommentiert. Es wird sich ferner zeigen, ob die Authentizität mit der Zeit zementiert werden kann oder hier Zweifel entstehen.


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Bundeswehr am Boden

08.01.2021 um 12:32
Ich sehe die Bundeswehr bedingt gut aufgestellt! Um all das ohne nervliche Anspannung umzusetzen, was die Bundespolitik fordert! Die Bundeswehr besitzt unzureichende Transportlogistik um schweres Gerät zeitnah von A nach B zu transportieren. Es fehlen Grossraumtransportfluge vom Typ Antonov An 124 oder vom Typ Boeing C-17. Jetzt zeigt sich in Afghanistan bei einem US Präsidenten Trump, was es bedeutet, unzureichend ausgerüstet zu sein. Die C-17, hätte bis 2015/ 18 fester Bestandteil der Luftwaffe sein können, man hätte das LTG 63 erhalten können, anstatt es Ende 2021 aufzulösen. Die Luftwaffe hätte 2021 im eigenem Bestand haben können: 30 C-17 Transportflugzeuge und 53 A400M. Bis zur Einführung des Tiger Kampfhubschraubers, hatte man in der Bw nichts vergleichbares. Als der Tiger in die Truppe kam verzichtete man politisch motiviert, auf die bewegl. Bordkanone, und es wurden nur 53 Tiger in den aktiven Dienst übernommen. Die Transportlogistik in der Marine, sieht genauso mau aus! Die Marine hat kein eigenes Transportschiff um Kampfpsnzer, Panzerhaubitzen, LKW und SPz transportieren zu können. Man teilt sich ein derartiges, zivil-genutztes Schiff, das man sich mit Dänemark teilt. Deswegen dauerte der Transport von gut 10.000 Soldaten, Kampfpanzern, Schützenpanzern, entsprechendem Material nach Norwegen in 2018 auch viel zu lange, was auch CDU Fraktionschef Ralph Brinkhaus kritisierte. Hätte unsere Marine 2 Schiffe der Mistral-Klasse und oder 2-3 Schiffe der Rotterdam-Klasse, hätte man alle Kampfpanzer und SPzs, die an Trident Juncture teilnahmen 2018, in 1 Woche in Norwegen haben können. Mit Schiffen der Rotterdam-Klasse, hätte auch das Seebatallion aus Eckernförde, am Manöver teilnehmen können. Ähnlich, wie es ihre niederländischen Kollegen gemacht hatten. Die Nato Verantwortlichen kritisieren, das die U-Boot-Ortung zu wünschen übrig lässt. Mit der Aufgabe der echten Zerstörer Klasse, die Lütjens-Klasse, und die nicht Beschaffung von echten Zerstörern der Arleigh-Burke-Klasse, die ständig, Einsatzbereite Hubschrauber an Bord haben, ging diese Fähigkeit nicht verloren. Es wurde aber sehr star an Material/ Ausrüstung eingespart. Früher, hatten die Marinefliegergeschwader Kampfflugzeuge wie den Panavia Tornado und die Luftwaffe hatte mindestens 1.000 Kampfflugzeuge wie den Starfighter... Heute, hat man nur noch 224 Kampfflugzeuge insgesamt. Ich verlange keine 1.000 Kampfflugzeuge, aber wir haben wenigstens 100 Kampfflugzeuge weniger als die Mittelmacht Frankreich. Die Deutsche Marine hat 16.400 Soldaten, die SanTruppe hat 19.000+. Die Zahl der Zivilangestellten ist höher als die Zahl der Soldaten bei der Teilstreitkraft Heer. Australien, beschafft neue Seeaufklärer, hat jetzt schon 11 im Dienst und nur noch 3 P3 Orion im Bestand. Wir, wollten und halten am immer älter werdenden P3 Orion Seeaufkläree fest, und erhalten es mit einem verkompliziertem Instandsetzungsverfahren. Geplant war die Erhaltung bis 2035. Ein Nachfolger für den Panavia Tornado existiert seit 5 Jahren Diskussion immer noch nicht. Die Marine, hat nur noch 15 Überwasserkampfschiffe. Entschuldigt, den langen Text.


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Bundeswehr am Boden

08.01.2021 um 13:46
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Ein Nachfolger für den Panavia Tornado existiert seit 5 Jahren Diskussion immer noch nicht.
Ach kein Problem, bekommen doch noch ein paar Eurofighter. Ok die ersetzen Maschinen aus Tranche 1.

Aber wir bekommen doch die F-18, vielleicht.

Und 2040 kommt doch schon FCAS. 🤡

Was haben wir denn noch für Baustellen? 🤔

2. Los Puma Panzer, Entscheidung auf Ende 2022 verschoben. Vielleicht sind die vorhanden dann ja endlich einsatzreif. 🙄

Rechtliches Theater um den Ersatz der 40 Jahre alten Betriebsstofftanker der Bundeswehr. Nachfolgersuche aber auch viel zu spät angefangen.

Vergabeverfahren für den neuen schweren Transporthubschrauber abgebrochen. Angebote für King Stallion und F Chinook aus den USA lt. Politik zu hoch.

Taktisches Luftverteidigungssystem im politischen Sande verlaufen, Industrie verfolgt das Projekt nicht weiter.

Die Beschaffung des neuen Sturmgewehrs hängt in einem Patentstreit zwischen Haenel und H&K fest.

Und dann natürlich noch das Schreckgespenst fürs Wahljahr. 👻

Bewaffnete Drohnen. 😱 Hier will die SPD natürlich lieber noch die fünfundachzigste Diskussion führen. Ganz zufällig wahrscheinlich mit ins Bundestagswahljahr reingezogen.

Die Bundeswehr bleibt also weiter in der Unfähigkeit der Politik gefangen und dümpelt auf unzureichendem Niveau vor sich hin.


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08.01.2021 um 15:05
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Die Bundeswehr bleibt also weiter in der Unfähigkeit der Politik gefangen und dümpelt auf unzureichendem Niveau vor sich hin.
Ich denke, so kann man das Dilemma vereinfacht und für alle gut zusammenfassen. Der politische Wille ist neben einer abstrakten Gesellschaftlichen Akzeptanz für gewisse Dinge das A und O.

Ich sehe das als eine Art böses Erwachsen aus einer Zeit der "Friedensdividende". Das ist aber nichts Neues und seit jeher besteht augenscheinlich eine Art des politischen Unwillens oder der Unfähigkeit, adäquat die Streitkräfte voranzutreiben. Natürlich gibt es viele Baustellen im Land, natürlich sind Bundes- und Landeshaushalte endlich. Aber man sollte gerade das Feld bzw. Resort der "Verteidigung" nicht zu kleinlich betrachten. Das ist nämlich grob wie IT-Sicherheit ein Feld, dass man zwar vernachlässigen kann, aber nicht so einfach aufbauen und erweitern. Es ist wie IT-Sicherheit etwas, in das man immer robust investieren sollte. Tut man es nicht und tritt ein (V-)Fall ein, dann ist es nämlich zu spät.

Mein Eindruck als Laie ist, dass sich zwar Dinge tun, aber scheinbar der "Problemberg" so groß ist, dass es immer noch gefühlt ewig dauern wird und manche auch ständig "falsch" (ineffizient) angegangen wird, wir also auf nicht absehbare Zeit weiter markante Probleme erleiden werden.

Dank politischer Unfähigkeit oder politischem Unwillen.

Da kann man eigentlich nur hoffen, dass wir zu Lebzeiten keinen Fall erleben werden, in der wir unsere Streitkräfte maßgeblich zur akuten Landesverteidigung ggü. einer gut ausgerüsteten feindlichen Streitmacht brauchen. Da wird das Ergebnis dann absehbar sein.


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Bundeswehr am Boden

08.01.2021 um 15:57
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Ach kein Problem, bekommen doch noch ein paar Eurofighter. Ok die ersetzen Maschinen aus Tranche 1
Kein Ersatz als "strike" Flugzeug
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Aber wir bekommen doch die F-18, vielleicht.
Genau.. Die f35 hatte nur unnötige Synergien erzeugt mit unseren Nato Partnern... Ironie off
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Die Bundeswehr bleibt also weiter in der Unfähigkeit der Politik gefangen und dümpelt auf unzureichendem Niveau vor sich hin
Japp... Solang die Politik sich nicht cden Realitäten stellen will.... Die Drohnendebatte.. :palm:


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08.01.2021 um 17:00
Zitat von tomkyletomkyle schrieb:Als der Tiger in die Truppe kam verzichtete man politisch motiviert, auf die bewegl. Bordkanone
Zu der Zeit, in der er bestellt wurde, ging es noch um Landesverteidigung und der Tiger war als PAH ausgelegt. Da war die BMK nicht notwendig...


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08.01.2021 um 20:59
Hätte man in den 90ern aber abpassen können... Die Franz. Haben es ja auch geschafft... Aber da hat man noch nicht in die Zukunft geschaut


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08.01.2021 um 21:09
Zitat von WardenWarden schrieb:Da kann man eigentlich nur hoffen, dass wir zu Lebzeiten keinen Fall erleben werden, in der wir unsere Streitkräfte maßgeblich zur akuten Landesverteidigung ggü. einer gut ausgerüsteten feindlichen Streitmacht brauchen. Da wird das Ergebnis dann absehbar sein.
Ein Problem ist auch das viele nicht verstehen, dass man jetzt wo eben keine aktue Gefahr besteht, schon eine gut ausgestattete Armee braucht, weil man im Ernstfall nicht mal eben die Industrie anwerfen kann und dann ein paar hundert Panzer, Schiffe, Flugzeuge etc bauen kann.

Nur mal als Beispiel die erste Einheit der F 125 Fregatten.

Kiellegung 02.11.2011, Indienststellung 17.06.!!2019!!.

Wikipedia: Baden-Württemberg-Klasse

Fast 8 Jahre.

Wir können auch keine hunderte Panzer pro Monat produzieren oder dutzende Flugzeug.

Den meisten ist nicht bewusst, wie lange diese Prozesse inzwischen dauern bevor man eine einsatzfähige Einheit hat.


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Bundeswehr am Boden

08.01.2021 um 21:50
Eben, ist nicht mehr ww2 wo man umstellen konnte..

Was nicht da ist ist nicht da


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Bundeswehr am Boden

11.01.2021 um 11:57
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Eben, ist nicht mehr ww2 wo man umstellen konnte..

Was nicht da ist ist nicht da
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Ein Problem ist auch das viele nicht verstehen, dass man jetzt wo eben keine aktue Gefahr besteht, schon eine gut ausgestattete Armee braucht, weil man im Ernstfall nicht mal eben die Industrie anwerfen kann und dann ein paar hundert Panzer, Schiffe, Flugzeuge etc bauen kann.
Ich sah neulich auf YT ein Video, das mich daran erinnert. Leider finde ich es nicht mehr, reiche es nach wenn es mir doch vor den Mauszeiger kommt.

Es ging kurzum um das fiktive Szenario eines heißen kalten Krieges. Ausgelöst von einer westlichen Übung, die die Sowjets einerseits provozierten und die diese andererseits falsch als Vorbereitung eines echten Angriffs deuteten. So griff die paranoide Führung dann "proaktiv" den Westen an und ein zehrender Krieg in Europa ist die Folge, der leider mittelfristig zügig atomar wird. Die Welt liegt aber nicht in Schutt und Asche und der atomare Schlagabtausch bleibt in dem Szenario relativ taktisch. Irgendwann geben die Seiten auf bzw. stellen die Kampfhandlungen ein, weil auch die Leute genug haben.

Das Video war in der Aufmachung her von einem realistischen Ansatz geprägt, soll heißen, es wirkte so als hätte man sich Gedanken gemacht und nicht einfach nur ein Szenario hingeklatscht. Ich gehe also mal davon aus, das Szenario hätte sich möglicherweise so zutragen können weil die Macher da Recherche und Co reingesteckt haben. Mitunter trägt das insofern Rechnung, dass man beispielsweise halbwegs realistisch die US-Verstärkungen einberechnet hat, und welche Probleme die transatlantische Logistik haben würde. Oder wie sich die Mentalität im Krieg entfaltet hätte, wo vermehrt Kampfhandlungen stattgefunden hätten, etc .pp.
Ich bin kein Militärexperte der beide Seiten eingehend studiert hat, aber es wirkt kurzum halbwegs realistisch auf mich in der Darstellung, will ich damit sagen.

Jetzt komme ich nach diesem "Disclaimer" zum Zitat oben. Im Video fiel die Kernaussage, dass selbst der kalte Krieg ein Krieg gewesen wäre, wo man nicht mal zügig und massenhaft neue Fahrzeuge in den Kampf werfen kann. Aus etwaigen Gründen, wie der vorhandenen Infrastruktur, oder, dass noch relevante Infrastruktur vermutlich schnell angegriffen und zerstört worden wäre und man nur schleppend nachliefen könnte. Dass der kalte bzw. heiße Krieg also kurzum ein Krieg gewesen wäre, den man im Kern mit den Mitteln ausgetragen hätte, die man zu Beginn hat. Mensch wie Material.

Ich mutmaße also, heute ist das umso mehr der Fall. Das würde aber in der Schlussfolgerung bedeuten: Es ist umso wichtiger, eine abwehrbereite gut ausgerüstete Armee zu haben. Menschen kann man im Notfall "nachziehen" wenn es hart auf hart kommt, auch wenn natürlich vor Konfliktfall X gut ausgebildete Berufssoldaten besser sind, als in einen Krieg "nachgeworfene" Eingezogene oder Reservisten die keine vergleichbare Erfahrung haben. Aber Material, das ist noch tückischer nachzuliefern. Zeitnah, versteht sich.

Augenscheinlich würde ein neuer konventioneller Konflikt nicht mehr viele Jahre dauern sondern in einer überschaubaren Zeit "ausgetragen" sein. In dieser vermutlich überschaubaren Zeit heißt es dann: Da kommt zeitnah kein entsprechendes Material nach was es nicht schon gibt oder was nahezu fertig ist. Zumindest keine Vehikel.






Als Laie vergleiche ich immer gern mit einer Krankenversicherung oder IT-Sicherheit. Oder Rechtsschutz. Was auch immer. Erst dann investieren zu wollen wenn etwas passiert, nützt nichts. Dann ist es zu spät. Ergo will man vor dem "Schadensfall" einen soliden Schutz haben. Das gibt es aber nicht zum Nulltarif oder indem man hofft, sich hinter den anderen NATO-Partnern verstecken zu können. Da muss im Idealfall jeder robuster werden.

Natürlich kostet das bei einem endlichen Haushalt Geld und man kann nicht endlos Mittel hineinpumpen. Gerade auch jetzt wo die Wirtschaft in Teilen Probleme erleidet, da Mittel aufgewendet werden müssen und man auch das Ressort "Gesundheit" insgesamt stärken / aufpeppeln möchte. Aber wenn man die Mangel- und Misswirtschaft im Bereich Verteidigung immer wieder mitbekommt, dann kann es das auch nicht sein.

Gerade mit dem Kerngedanken einer "Wehrhaften Demokratie". Ja, wehrhaft dürfte auch nach außen, nicht nur nach innen heißen und bedeuten. Ich kann schlecht den Fokus rein nach innen und auf z.B. Extremisten und Terroristen legen und im Sinne der wehrhaften Demokratie argumentieren (soweit ja ok oder wichtig), aber dann ziemlich die Verteidigung ggü. fremder Mächte vernachlässigen, die im Worst-Case bei einer Besetzung Fremdbestimmung ausüben. Will sagen, es wirkt inkonsequent.

Vielleicht wünsche ich mir aber auch einfach als Bürger grundsätzlich, dass man diese empfundene Inkompetenz und einen "Unwillen" nicht nur im Bereich Verteidigung, sondern generell los wird. "Made in Germany" und Co, das stand mal für was. Heute? Gibt es zwar immer noch, aber man könnte meinen, politische Unfähigkeit, ständig kränkelnder Schienenverkehr (die Bahn ist quasi ein "Meme" im Sinne verbesserungswürdiger Pünktlichkeit), links und rechts im internationalen Wettbewerb von anderen überholt werden, die Unfähigkeit, zeitnah bzw. halbwegs effizient einen Flughafen zu errichten, und und und. Beruflich kriege ich dann auch noch die eine oder andere wiederkehrende Lage oder Misswirtschaft mit, wo ich mir denke:

Mein Gott, wann begann dieser empfundene Abwärtstrend in vielen Bereichen und wie kann man das zeitnah beheben?

Es gibt im wahrsten Sinne wie auch übertragenen Sinne viele Baustellen im Land. Aber ich würde mir bei unbekannter Zukunft zumindest wünschen, dass man sich auch als Bürger "nach außen hin" sicher fühlen kann. Ich meine damit auch nicht unsere innereuropäischen Nachbarn. Aber starke Streitkräfte sind national wie auch international in der Allianz nunmal "deterrence", also Abschreckung und so gesehen meistens Faktor für Sicherheit.

Okay, genug ranting.


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Bundeswehr am Boden

11.01.2021 um 12:07
Sehr geehrter Larry. Wir haben 7 Jahre nach der Krim-Annektierung. Ein bisschen mehr, weiter hätte man schon sein können! Das darf ich auch Erwarten und muss ich auch erwarten dürfen. Vor allem mit dem Hintergrund, das Frau Merkel, seit wenigstens 5 Jahren erzählt: Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen. Seit dem Jahr 2000, massiv aber seit 2005, wurde die Bundeswehr in übertriebenerweise an Material, Ausrüstung und Einheiten abgebaut. Besser, wurde wenig. Dazu wurde die Bw inner-betrieblich auf Privat-wirtschaftliche Füsse gestellt. Zu vieles wurde ausgelagert und verkauft. Siehe HIL Standorte. Erst, AKK, hat den weiteren Ausverkauf gestoppt, 1 Standort wird dennoch geschlossen. Mit der Ausmusterung des Lufttransportgeschwaders 63, bei Rendsburg, wird die Luftwaffe nur noch das LTG 62 besitzen, mit 40A400M. Deutschland, als Mittelmacht, sollte sich eher den französischen Zahlen annähern, was die Truppenstärke angeht. Unsere Marine, musste unter den Sparpläne, allein der letzten 20 Jahre am ehesten leiden. Die Marine hat gerade einmal insgesamt knapp unter 50 Schiffe. Viele Hilfsschiffe sind weit über 40 Jahre alt! Überwasserkampfschiffe hat man nur noch 15, plus 6 U-Boote. Warum, hat England wie auch Australien 8 Flugzeuge vom Typ C-17 und Deutschland hat nichts dergleichen? Obwohl man welt-weite Einsätze fährt. Frankreich, hat immer noch Staatswerften und eine Flugzeugindustrie. Deutschland gab seine Flugzeugindustrie auf, weniger, ging in Airbus auf. Bei Airbus, hat man dss Gefühl, das eher Frankreich das Sagen hat als Deutschland. Will De, neue Flugzeuge aus den USA beschaffen jammert Airbus rum und es kommt Kritik aus Frankreich. Warum, verzichtet Frankreich nicht auf ihre Dassailt, Mirage und Rafale Flugzeuge zugunsten des Eurofighter? Wir, De, hält an der immer älter werdenden P3 Orion fest, die mit einem verkomplizierten Instandsetzungsverfahren, bis 2035 laufen sollte. Wieso beteiligte man sich nicht am P8 Projekt von Boeing? Australien, hat 11 P8 im Bestand und nur noch 3 P3....


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Bundeswehr am Boden

11.01.2021 um 15:05
Zitat von WardenWarden schrieb:überschaubaren Zeit "ausgetragen" sein. In dieser vermutlich überschaubaren Zeit heißt es dann: Da kommt zeitnah kein entsprechendes Material nach was es nicht schon gibt oder was nahezu fertig ist. Zumindest keine Vehikel.
Das ist richtig, Wochen nicht mal Monate..

Yomkippur 1973 zeigte das im kleinen


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Bundeswehr am Boden

11.01.2021 um 18:53
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Ein Problem ist auch das viele nicht verstehen, dass man jetzt wo eben keine aktue Gefahr besteht, schon eine gut ausgestattete Armee braucht, weil man im Ernstfall nicht mal eben die Industrie anwerfen kann und dann ein paar hundert Panzer, Schiffe, Flugzeuge etc bauen kann.
Was man heute braucht sind nicht Panzer, Luftfahrzeuge und Schiffe sondern gut ausgebildete Cyberangriff und Verteidigungsmöglichkeiten. Wer im Stande ist die digitale Infrastruktur des Angreifer oder des Verteidigers nachhaltig lahmzulegen gewinnt einen Konflikt ohne grossen Einsatz von Kriegsgerät. Denn ohne digitale Infrastruktur und Kommunikationsmöglichkeiten bewegt sich vom Gegner schnell gar nichts mehr. In Panzer und Co. Investieren ist also im Prinzip nicht mehr sehr sinnvoll. Das Geld ist anderweitig immer sinnvoller ausgegeben als für marodes Kriegsgerät.


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