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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

48.595 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Flüchtlinge, Gesetze, Asyl ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 15:30
@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich sehe die Realität
Meiner Erfahrung nach trifft das bei Leuten, die sich einbilden, sie sehen die Realität, oftmals nicht zu. Mancher meint, er sei ein Adler, und ist dennoch nur ein Pfau.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich zB kann trotz Pass nicht verreisen, dazu fehlt mir das nötige Kleingeld (aber bin trotzdem froh, in D zu leben)
Andere, also auch Unberechtigte, würden aber auch ganz gerne froh darüber sein, so wie du in Deutschland zu leben. Gönnst du es ihnen nicht?

Übrigens, wer ist eigentlich dafür verantwortlich dass dir das Geld zum verreisen fehlt?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 15:33
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:wer ist eigentlich dafür verantwortlich dass dir das Geld zum verreisen fehlt?
Die Reichen und die Armen, beide "Parteien" sorgen dafür dass beim Mittelstand nichts hängen bleibt.
...nicht wirklich reich, aber reich genug um keine Zuschüsse zu bekommen - kommen weitere Reiche oder Arme dazu verschlechtert sich die Lage.
Sehe ich das richtig - sind wir soweit das jemanden sein Geburtsort als Glück vorgeworfen wird? Hauptsache anderen gar nichts vorwerfen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 15:45
@Kc

Ich denke mal, es ist auch so ein bisschen Trugschluss dabei, dass ein Land wie Deutschland IMMER Deutschland bleiben wird. Dass es unkaputtbar ist, dass Sozialstaat und Wohlstand unendlich sind, dass sozialer Frieden und Ordnung für immer Bestand haben.

Die Einsicht, dass auch ein Land wie Deutschland kaputtbar ist, stellt sich irgendwann mal viel zu spät ein, dann lassen sich Korrekturen aber auch kaum mehr durchführen oder einstellen.

Wenn ich meine Heimatstadt ankucke: Die zeigt durchaus schon (gefühlt) Verfallsprozesse oder zeigt zumindest, dass deutsche Städte kaputt gehen können. Nur: Sowas geschieht schleichend und unbeobachtet, weil die Wirkung von Gewohnheit so stark ist.

Eine Nachbarin in meiner Wohngegend ist mit 56 Messerstichen getötet worden...und? Das Leben geht weiter, in der Wohngegend gibt es jetzt kein Blumenmeer oder sowas. Auch Raubüberfälle und dergleichen gehören doch mittlerweile dazu. Man passt sich an. Ich hab einen Kumpel, der lebt in einer Kleinstadt, und wenn ich ihm erzähle, dann ist er überrascht und schockiert und ich wundere mich dann wieso eigentlich. Und dann reift in mir die Erkenntnis, dass genau solche Menschen wahrscheinlich guten Herzens noch Angela Merkel zu ihrer möglichen absoluten Mehrheit im Bundestag bei der nächsten Wahl verhelfen. Das sind die regionalen Unterschiede bzw. Wahrnehmungsunterschiede, wie hoch der Problemdruck tatsächlich ist. Für mich als Stadtbürger ist es kurz vor 12, ist der Problemdruck durch das Thema Asyl, die Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, Verarmung, Verwahrlosung des öffentlichen Raumes sehr groß. Für Bürger/innen in anderen Städten dagegen ist das Panikmache und Übertreibung. Aber dennoch ist es so, dass ich in anderen Städten meine Heimatstadt, ganz paradox, vermisse. Oder sind es neue Gefühle, dass ich mich zum Beispiel ungewohnt sicher fühle, dass mich keiner anbettelt, dass ich niemanden im Müll rumsuchen sehe.

Nur: Die Mitglieder von Pro Asyl, Grünen und dergleichen leben ab und an selbst in den Städten und ich hab selbst schon gesehen, dass Einzelne durchaus zu wanken beginnen, wenn sie selbst mal von (neuen) sozialen Phänomen betroffen sind. Ich habe mal einen völlig schockierten Nachwuchs SPD´ler vor mir gehabt, der überfallen worden ist. Du kannst mir glauben, dass der das Themengebiet Asyl und Migration mittlerweile meidet. Die schockierten Gesichter von Grünen habe ich auch noch im Kopf, als schwule Grüne bei einem Fest von so ner arabischen Kindergang verfolgt wurden, die sie schlagen wollten.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 15:52
@kofi

Tja, wenn man Jahrzehnte lang die Gebiete vernachlässigt und grõßtenteils dem Schicksal überlässt, kommt das dabei raus. Die Flüchtlingskrise hat nur die Offensichtlichkeit des politischen Versagens etwas schneller und deutlicher an die Oberfläche gespült


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:05
Zitat von FrozzyFrozzy schrieb:Die Flüchtlingskrise hat nur die Offensichtlichkeit des politischen Versagens etwas schneller und deutlicher an die Oberfläche gespült
Du hättest es natürlich besser gemacht. Was ist deine Lösung? (Aber bitte nur eine rechtsstaatliche, auf Populismus mag ich nicht so abfahren)


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:05
@Frozzy

Wirklich in Anbetracht dessen, dass Angela Merkel auf die absolute Mehrheit zu steuert, warum fällt dir das auf? Also das politische Versagen? Heute Morgen kam ja die Nachrichtenmeldung, dass sich die Umfragewerte für die CDU bzw. Angela Merkel wieder auf Rekordniveau oder sowas befinden. Das ist ja quasi eine überwältigende Zustimmung von breiten Teilen der Gesellschaft.

Also wie geschrieben, vieles gehört auch zu meinem Lebensalltag mittlerweile dazu. Auch viele neue soziale Phänomene. Aber ich habe trotzdem nicht vergessen, wie das Leben einst (gefühlt) war. Ich komme darauf, wie meine Mutter die Tage wieder mit ihrer fast schon Paranoia nervt. Sie hat so dermaßen Angst vor Einbruch und Raubüberfall...obwohl, es ist genau genommen keine "fast schon Paranoia".

Das Thema Asyl ist nicht DAS Thema im Zusammenhang, sondern hat tatsächlich Problemlagen verschärft. Wie du eigentlich richtig schreibst, dass lange, lange politische Versagen deutlicher an die Öberfläche gespült.

Als Stadtbürger hat man sich sozusagen abgefunden und eingestellt mit der Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien und entstandenen Problemlagen. Das Thema Asyl kommt dazu, und die Politik kriegt verdammt nochmal in Bezug auf Migration beide Themen einfach nicht gerockt. Überforderung? Wenn man sich zwei Themen gleichzeitig auf den Rücken schnallt, tja.

Aber so zeigt sich eben nunmal auch deutlich, wie endlich alles ist. Auch ein Land, auch eine Stadt, auch eine Gesellschaft können kaputt gehen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:05
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:kommen weitere Reiche oder Arme dazu verschlechtert sich die Lage.
Du meinst, wenn Optimist oder auch jemand anderes arm wird, ist dieser daran Schuld das sich die Lage für den Mittelstand verschlechtert?
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Sehe ich das richtig
Nein, du bildest dir den Vorwurf nur ein.
Zitat von FrozzyFrozzy schrieb:Die Flüchtlingskrise hat nur die Offensichtlichkeit des politischen Versagens etwas schneller und deutlicher an die Oberfläche gespült
..und deutlich gezeigt das die Entnazifizierung noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen ist.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:07
@peekaboo
Danke für die Richtigstellung, also die Sache mit Glück und Geburtsort ist gegessen.(werden wir nicht mehr lesen)


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:11
@Realo nicht überall kürzen, wos geht, nur um die schwarze Null zu erreichen. Und auch mal investieren statt die Gelder zu bunkern.

Ist zwar mõglich, dass das ein oder andere populistisch klingen mag, da ich gar nicht vom Fach bin und nur rudimentãre Kenntnisse habe. Nach aller erstem Kommentar von Populismus zu reden gibt mir jedoch zu denken. Hallo zusammen übrigens


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:14
@abahatschi
Das kann ich dir nicht versprechen. Wenn jemand festhält, das man Glück hatte in D geboren worden zu sein, dann musst du das akzeptieren.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:16
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:sie sind dazu da, um denen, die Verantwortung tragen, zu sagen, was falsch läuft, den ganzen Mist zu dokumentieren, zu recherchieren, publik zu machen, damit die Verantwortlichen nicht einfach machen, was sie wollen, denn es merkt ja keiner. Außerdem kümmern sie sich auch um Flüchtlinge und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte beruft sich gerne mal in seinen Urteilen auf eben diese Recherchen und Dokumentationen, aber das alles ist natürlich "keine" gesellschaftliche Verantwortung, nur eine menschliche
Wie gesagt:

AI, PA und andere sehen ihre Verantwortung allein darin, andere zum richtigen Verhalten im Sinne ihrer moralischen Werte anzuhalten.
Über die Details der Umsetzung machen sie sich keine Gedanken und sehen sich auch nicht in der Verantwortung, ihre eigenen Forderungen zu realisieren.
Pro Asyl oder Amnesty International haben Vorstellungen davon, wie die Welt zu sein habe. Das ist ok. Ich teile theoretisch auch viele dieser Vorstellungen. Aber die Organisationen haben kein Bewusstsein für die Details und die Realisierung ihrer Forderungen.
Das sollen andere dann erledigen, dafür ist man nicht zuständig.
Zitat von RealoRealo schrieb:Und diesbezüglich verhält sich unsere Kultur nach wie vor imperialistisch und versucht Unterwerfung unter sie zu erzwingen ("Leitkultur").
:D

Jaaa, wir sind Imperialisten, weil wir gerne möchten, dass in unserem eigenen Land unsere Kultur gewürdigt wird. Göttlich, ich lach mich schief.
Aber das war sicherlich nur ein Verschreiber, du weißt natürlich, dass Imperialismus eigentlich bedeutet, FREMDEN Ländern und DORTIGEN Völkern die eigene Lebensweise aufzuzwingen. Und dass es 0,0 mit Imperialismus zu tun hat, wenn man wünscht, dass Zuwanderer im eigenen Land die dortigen Regeln würdigen und befolgen.

Auch scheint da wieder ein Problem beim Leseverstehen vorzuliegen: du schreibst in Bezug auf Leitkultur von ,,zwingen" und ,,unterwerfen". Und das ist nicht die Absicht von Leitkultur. Niemand ist gezwungen, sich in Deutschland nach den kulturellen Gepflogenheiten zu richten. Aber es empfiehlt sich, dies zu tun. Es ist von Vorteil.
Dir ist hoffentlich bewusst, dass Begriffe wie Zwang, Unterwerfung, Empfehlung oder von Vorteil sein unterschiedliche Bedeutungsgehalte haben?
Zitat von RealoRealo schrieb:statt endlich die EU-Asylpolitik anzugehen und auf die Beine zu stellen, faselt er wieder von "Hot Spots" irgendwo in der Wüste, nur nicht in Europa.
Macron faselt nicht und schon gar nicht von ,,Hot Spots irgendwo in der Wüste". Wo die entstehen würden, ist noch gar nicht raus und die Vernunft gebietet es bereits, dass diese in Küstennähe sind.
Darüber hinaus handelt Macron, statt nur über die Schlechtigkeit der Welt zu heulen und Gründe zu finden, warum XY auf keinen Fall geht, während wieder mal Menschen absaufen.
Zitat von RealoRealo schrieb:Ähm... wenn ich mal schmunzeln darf. Wenn Herr Macron da ankommt, wird sich Libyen natürlich ganz von allein über Nacht in eine Musterdemokratie verwandeln.
Du darfst machen, was du willst :D
Allerdings offenbarst du damit auch, dass an dir offensichtlich die erfolgreichen jüngsten Vermittlungen Macrons zwischen der anerkannten lybischen Regierung und dem einflussreichsten Rebellenführer/Kriegsherrn des Landes vorbeigegangen sind.
Was die Chance für Sicherheit und Frieden drastisch erhöht.

Aber wer weiß, vielleicht lässt du es nur gelten, wenn der französische Präsi mit dem Finger schnippt und bumm, wie durch Zauberhand sieht ganz Lybien aus, wie das moderne Deutschland.
Zitat von RealoRealo schrieb:Ja, und solange er nur auf dsem Papier steht und nicht mehr wert ist als eben selbiges, auf das er gedruckt ist, sind alle schönen Pläne zu einer Neugestaltung und "Optimierung" der Flüchtlingspolitik Opium fürs Volk.
Die vernünftige Vorgehensweise ist: Erst denken, dann handeln.
Du scheinst erstmal irgendwie irgendwas machen und danach dann zu überlegen, ob und wie das überhaupt geht und ob es sinnvoll ist.

Ich bin ja dafür, dass man sich erstmal drüber einig ist, was und wie man es tun will, bevor man handelt.
Damit man nicht mitten im Fahrwasser merkt:,,Oh Scheiße, geht doch nicht" oder ,,oh, ähm, was machen wir denn nun...".
Zitat von RealoRealo schrieb:Und genau deshalb wollte ich dioe Visegradstaaten raus aus der EU haben, weil die jede solcher Ideen grundsätzlich ablehnen und das Prozedere blockieren, selbst wenn sich die Staaten der Kern-EU einig wären, aber sogar das ist weiterhin nur ein Wunschdenken. Es wäre Macrons einmalige Chance gewesen, genau dies zu bewirken - Merkel ist zu verbraucht dafür und hat in der EU zu viele Feinde - aber offenbar will er lieber in die entgegengesetzte Richtung.
Das zeigt natürlich eine stabile EU - die Querulanten wirft man einfach raus (kann man natürlich nicht real, das geben die Gesetze nicht her aber naja...). Zudem heißt es natürlich, aber wen kümmert das schon, dass auf weniger Fläche und weniger Versorger im Verhältnis wesentlich mehr Bedürftige und Zuwanderer kommen.
Jop, das klingt doch sinnvoll, so löst sich alles in Wohlgefallen auf.
Zitat von RealoRealo schrieb:Und genau das könnte verhindert werden, wennn man es bei "Hot Spots" in Europa belässt und zusätzlich die Leute von Libyen aus legal übernimmt (wie gesagt, hierzu reicht ein einfacher Vertrag mit der libyschen Regierung) und so den Schleppern das Handwerk legt und dafür sorgt, dass es keine Ertrinkende mehr gibt. Da Macron aber die Lager eher noch verstärkt in Afrika errichten will, wird sich die illegale Reise übers Mittelmeer eher noch verstärken, zumal jetzt auch der kleine Hoffnungsschimmer Macron geplatzt ist.
Macron macht das völlig richtig. Er strebt danach, die Überfahrten nach Europa einzuschränken und die Kontrolle über Zuwanderung und Asyl zu erlangen ohne die Tür vollkommen zuzuwerfen.

Du selbst hattest schon mal zugegeben, dass Europa die Kontrolle über die Ströme von Asylbewerbern und Zuwanderern erlangen müsse.
Zitat von RealoRealo schrieb:Joa, genau wie die Todesstrafe, die sich in allen Diktaturen seit Jahrtausenden "bewährt" hat. Dass es mal ein Schengen-Abkommen gab, das die Grenzen in der EU beseitigte, liegt für viele jenseits des Erinnerungshorizonts wohl schon so weit in der Vergangenheit, das sie es längst vergessen haben oder nur noch als smiling footnote of history mit einem Smiley den Fußnoten der bizarrsten Einfälle der Menschheit zufügen.
Was willst du jetzt wieder mit der Todesstrafe?
Die hat doch mit der Sinnhaftigkeit von Grenzen überhaupt nichts gemein, das ist eine vollkommen andere Thematik!
Nur so viel dazu: obwohl es ja heute eine beliebte Ansicht ist, dass Todesstrafe mit einem modernen, zivilisierten Rechtsstaat selbstverständlich nicht vereinbar ist, ist diese Annahme keineswegs in Stein gemeißelt.

Liegt ein Rechtsstaat vor, bedeutet das lediglich, dass der Staat in seinem Handeln durch geltendes Recht, auf welches sich die dauerhaften Bewohner des Staates geeinigt haben, beschränkt ist.
Es gibt kein Naturgesetz, das Todesstrafe verbietet. Wenn die Einwohner eines Staates sich darauf einigen, dass für ein bestimmtes Verbrechen die Todesstrafe verhängt wird, kann der Staat trotzdem eindeutig ein geordneter Rechtsstaat sein.

Er wäre nur DANN kein Rechtsstaat, wenn beispielsweise der gerade vom Pizzaboten angefahrene Staatschef, obwohl dies im Gesetzeskanon nicht vorgesehen ist, den Pizzaboten wegen Körperverletzung erschießen lässt.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:27
Zitat von kofikofi schrieb:Nur: Die Mitglieder von Pro Asyl, Grünen und dergleichen leben ab und an selbst in den Städten und ich hab selbst schon gesehen, dass Einzelne durchaus zu wanken beginnen, wenn sie selbst mal von (neuen) sozialen Phänomen betroffen sind. Ich habe mal einen völlig schockierten Nachwuchs SPD´ler vor mir gehabt, der überfallen worden ist. Du kannst mir glauben, dass der das Themengebiet Asyl und Migration mittlerweile meidet. Die schockierten Gesichter von Grünen habe ich auch noch im Kopf, als schwule Grüne bei einem Fest von so ner arabischen Kindergang verfolgt wurden, die sie schlagen wollten.
Ja, das sind dann halt die Erfahrungen des bösen Erwachens.

Es herrschen große Diskrepanzen zwischen den einzelnen Lebensrealitäten. Gleichzeitig besteht die Überzeugung, dass die eigene Lebensrealität gleichbedeutend sei mit DER Realität schlechthin.
Das heißt: wenn ich nur arbeitsame, anständige normale Zuwanderer, Asylbewerber oder Angehörige einer bestimmten Glaubensrichtung kenne und mich nur in einem solchen Umfeld bewege, prägt das meine Wahrnehmung und Überzeugung.
Ich gehe dann eher davon aus, dass alle Zuwanderer, Asylbewerber und Angehörige dieser Glaubensrichtung so sind.
Sind sie es nicht, dann muss der Fehler woanders liegen, nicht bei ihnen.

Es findet zu wenig Reflexion statt, also die Erkenntnis: Moment, ich kenne nur einen Teil der Realität. Natürlich ist sie in Wahrheit viel komplexer. Ich kann nicht nur so stark vereinfachen und denken, dass meine Erfahrungen gleichsam für alle gelten.
Die Realität ist vielschichtiger und komplizierter. Das festzustellen ist nicht feindlich oder gemein oder extremistisch. Sondern das festzustellen ist der erste Schritt zur Lösung von Herausforderungen und zur Schaffung einer besseren Gesellschaft.

Ich glaube, dass ein erfolgreiches Zusammenleben in Deutschland für viele Menschen möglich ist. Eine stabile, lebenswerte Gesellschaft mit angemessenem Wohlstand und Sicherheit.
Aber nur mit viel Engagement und Arbeit. Und auch mit dem ungeschminkten Ansprechen von Problemzuständen sowie dem nachdrücklichen Einfordern, sich an gewisse Regen des Zusammenlebens zu halten. An Gesetze sowieso.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:37
Zitat von KcKc schrieb:ch glaube, dass ein erfolgreiches Zusammenleben in Deutschland für viele Menschen möglich ist. Eine stabile, lebenswerte Gesellschaft mit angemessenem Wohlstand und Sicherheit.
Aber nur mit viel Engagement und Arbeit. Und auch mit dem ungeschminkten Ansprechen von Problemzuständen sowie dem nachdrücklichen Einfordern, sich an gewisse Regen des Zusammenlebens zu halten. An Gesetze sowieso.
So sehe ich das auch.

Vor dem IS und sonstigen menschenverachtenden Regimes flüchten, sich selbst aber nichtanders im aufnehmenden Land aufführen ... ehmmm und tschüß


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:43
@Kc

Ja.

Ich habe viel Verständnis für all jene, die nach D kommen oder kommen möchten. Mir ist es im Prinzip auch egal, wieviele kommen. Aber ich habe gelernt, ohne Steuerung funktioniert es nicht. Ich habe gedacht, Wirtschaftsflüchtlinge kann man anders rein holen in die Gesellschaft, sie in ein reguläres Einwanderungsverfahren überführen. Aber mit dem Menschen an sich scheint das nicht zu klappen. Überhaupt scheint mir das eigentlich gute Ansinnen am Faktor Mensch zu scheitern. Wir können Menschen nicht programmieren, sie funktionieren nicht nach Einstellung. Wir wollten Flüchtlinge, und es kamen Menschen. Mit allen Eigenschaften, ob gut oder böse. Ich glaube, das wird sich nie ändern.

@insideman, du schreibst von Frauen und Kindern, die kommen sollen. Aber aus den Kindern werden auch Erwachsene. Kindern kann man noch viel beibringen, dass stimmt. Sie kann man durch intensive Sozialarbeit und Begleitung im Lebensalltag "auf den richtigen Weg" bringen.

Am wichtigsten beizubringen:

- Respekt vor fremdem Eigentum
- Reden ist besser als Gewalt

und nebenbei noch alltägliche Dinge, wie Mülleimer oder Toilette benutzen, also sein Geschäft nicht an Ort und Stelle verrichten.

In meiner Flüchtlingsunterkunft haben wir (gefühlt) schon Erfolge, in einer kurzen Zeit gehabt, vielen Kindern solche Dinge beizubringen. Deswegen glaube ich die Konzentration auf Familien, joa. Aber mit der richtigen Begleitung. Nicht, wie es bisher ist, dass die Möglichkeit durchzuschlüpfen im System viel zu groß ist. Das viele ohne soziale Begleitung so schnell abrutschen oder das "survival of the fittest" nicht hinter sich lassen können und das einer Stadtgesellschaft echt zusetzen kann.

Wobei ich habe eine Flüchtlingsfamilie aus Österreich ein halbes Jahr lang begleitet, und naja, die Kinder bzw. die Familie war außergewöhnlich gut vorbereitet auf das Leben in Europa. Das deutsch sprechen nahezu perfekt, eigentlich ein gutes Sozialverhalten. Einigermaßen iel Verständnis für europäische oder deutsche "Sitten". Die Österreicher machen aus diesem Eindruck etwas richtiger.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 16:47
Zitat von KcKc schrieb:Jaaa, wir sind Imperialisten, weil wir gerne möchten, dass in unserem eigenen Land unsere Kultur gewürdigt wird
Du kannst es auch, wie das andere tun, Kulturchauvinismus nennen, kommt auifs Gleiche raus. "Mia san mia."
Dazu ist genug gesagt worden, und wer es nicht verstehen will oder kann... der kann auch nicht geholfen werden. Nur müsst ihr euch dann nciht wundern, dass es immer wieder Reibereien mit "unseren ausländischen Mitbürgern" gibt, die partout nicht konvertieren wollen.
Zitat von KcKc schrieb:du weißt natürlich, dass Imperialismus eigentlich bedeutet, FREMDEN Ländern und DORTIGEN Völkern die eigene Lebensweise aufzuzwingen.


Ich schrieb gestern etwas von einem Imperialismus nach innen. Einige rufen ja sogar schon nach der Bundeswehr, um der Polizei zu helfen "Ordnung zu schaffen". (im G20-Thread)
Zitat von KcKc schrieb:Dir ist hoffentlich bewusst, dass Begriffe wie Zwang, Unterwerfung, Empfehlung oder von Vorteil sein unterschiedliche Bedeutungsgehalte haben?
Nö, dazu bin ich zu doof. Nur du bist klug. Wenn du dann auch noch lernst "Libyen" richtig zu schreiben, bist du perfekt. Es gibt auch eine sanfte Gewalt. Man kriegt die Sozialleistungen zwar nicht gekürzt, weil man ja gegen keine Gesetze verstößt, sondern wird nur von den Eingeborneen gemieden. Hm, aber alle anderen, die begierig sind die Leitkultur anzunehmen, ebenfalls. Zu dumm aber auch. Woran das woihl liegen mag?
Zitat von KcKc schrieb:Macron faselt nicht und schon gar nicht von ,,Hot Spots irgendwo in der Wüste".
Dann gibts wahrscheinlich 2 Macrons: Deinen und meinen. Meiner ist so wie ich ihn skizziert hab.
Zitat von KcKc schrieb:dass diese in Küstennähe sind.
Du warst wohl noch nie da unten, daher kannst du auch nicht wissen, dass die Wüste bis ans Meer reicht.
Zitat von KcKc schrieb:Die vernünftige Vorgehensweise ist: Erst denken, dann handeln.
Ja, inzwischen denken sie schon 1 Jahrzehnt lang. Vor etwa 10 Jahren las ich zum ersten Mal von ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer. Wie die Zeit vergeht...
Zitat von KcKc schrieb: aber wen kümmert das schon, dass auf weniger Fläche und weniger Versorger im Verhältnis wesentlich mehr Bedürftige und Zuwanderer kommen.
Es gibt seit Jahren einen Verteilerschlüssel, der genau auf diese Dinge Rücksicht nimmt und auf den sich alle damals 28 EU-Staaten geeinigt hatten. In der Theorie.
Zitat von KcKc schrieb:Macron macht das völlig richtig. Er strebt danach, die Überfahrten nach Europa einzuschränken und die Kontrolle über Zuwanderung und Asyl zu erlangen ohne die Tür vollkommen zuzuwerfen.
Ja, ist klar, bist halt wieder auf der ursprünglichen Linie. Festung Europa. Ich denke, das wars dann mit unserer Diskussion.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 17:04
Zitat von KcKc schrieb:Ich glaube, dass ein erfolgreiches Zusammenleben in Deutschland für viele Menschen möglich ist. Eine stabile, lebenswerte Gesellschaft mit angemessenem Wohlstand und Sicherheit.
Aber nur mit viel Engagement und Arbeit. Und auch mit dem ungeschminkten Ansprechen von Problemzuständen sowie dem nachdrücklichen Einfordern, sich an gewisse Regen des Zusammenlebens zu halten. An Gesetze sowieso.
Richtig. Aber damit dieses erfolgreiche Zusammenleben funktioniert, sollte man darauf achten, WEN! man aufnimmt.  Wenn erkennbar ist, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen wird, denen man dann nicht mehr Herr wird, weil sie sich absehbar auswachsen werden, muss man auch STOP! sagen und zum Wohl aller Bürger (auch der Migranten) konsequent aussieben und abschieben. Wir brauchen keine religiösen gewalttätigen Extremisten, die mit Clan/Mafia-Strukturen den Frieden im Land stören!
Eine Gruppe von islamistischen Schlägern soll in Berlin lebende Tschetschenen, insbesondere Frauen und deren Kontakte wegen vermeintlichen Verstößen gegen ihre archaischen Moralvorstellungen bedroht und angegriffen haben. Einige Opfer sollen schwer verletzt worden sein. Nun ermittelt nach Informationen des Tagesspiegels der Staatsschutz des Landeskriminalamtes gegen Unbekannt wegen „Störung des Rechtsfriedens durch Androhung von Straftaten“.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/staatsschutz-ermittelt-gegen-schlaegertruppe-islamistische-moralwaechter-terrorisieren-berliner/20018170.html
Die Gewalt, von der die tschetschenische Gesellschaft durchdrungen ist, kommt auch in Deutschland an. In den Unterkünften der Asylbewerber spielt sie eine Rolle. Immer wieder, so heißt es in Eisenhüttenstadt, werden tschetschenische Frauen von ihren Männern verprügelt. Ältere Tschetschenen fordern jüngere Männer dazu auf, ihre Frauen zu züchtigen. Die Gewalt bleibt nicht auf die Familien beschränkt. Im Dezember gab es im Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt eine Massenschlägerei zwischen Tschetschenen und Afrikanern. Die Bereitschaftspolizei brauchte zwei Tage, um die Lage zu beruhigen.

Zumindest ein Teil solcher Vorfälle ist radikalislamisch motiviert. Im Juli griffen in Eisenhüttenstadt zehn tschetschenische Männer ein Ehepaar in seinem Zimmer an, verletzten die Frau und richteten den Ehemann so zu, dass er mehrere Tage im Krankenhaus versorgt werden musste. Der Grund für den Überfall: Die Frau kleidete sich unislamisch, trug Jeans und kein Kopftuch.
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlinge-aus-tschetschenien-verroht-und-hoch-aggressiv-12574365.html

und

http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/tschetschenische-moralwaechter-in-berlin-sag-nicht-du-seist-nicht-gewarnt-worden/20018744.html

und

http://www.queer.de/detail.php?article_id=28904 (Archiv-Version vom 21.06.2017)


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 17:13
Zitat von buntervogelbuntervogel schrieb:Richtig. Aber damit dieses erfolgreiche Zusammenleben funktioniert, sollte man darauf achten, WEN man aufnimmt.  Wenn erkennbar ist, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen wird, denen man dann nicht mehr Herr wird, weil sie sich absehbar auswachsen werden, muss man auch STOP sagen und zum Wohl aller Bürger (auch der Migranten) konsequent aussieben und abschieben. Wir brauchen keine religiösen gewalttätigen Extremisten, die mit Clan/Mafia-Strukturen den Frieden im Land stören!
Richtig GfK steht sogar drin, dass Personen, die die die innere Sicherheit gefärhden, garnicht aufgenommen werden müssen.

Aber einen echten Feind lässt das jeweilige Land ja garnicht am leben. Also im endeffekt ist asylverfahren gleichzeitig ein strafverfahren.

Irgendwie funktioniert das nicht. Strengere Kontrollen ok. Trotzdem ist asyl was anderes als Kriegsflüchtling


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28.07.2017 um 17:13
Zitat von kofikofi schrieb: du schreibst von Frauen und Kindern, die kommen sollen. Aber aus den Kindern werden auch Erwachsene. Kindern kann man noch viel beibringen, dass stimmt. Sie kann man durch intensive Sozialarbeit und Begleitung im Lebensalltag "auf den richtigen Weg" bringen.

Am wichtigsten beizubringen:

- Respekt vor fremdem Eigentum
- Reden ist besser als Gewalt

und nebenbei noch alltägliche Dinge, wie Mülleimer oder Toilette benutzen, also sein Geschäft nicht an Ort und Stelle verrichten.
Familien sollten hier auch nicht monate- oder jahrelang in irgendwelchen Massenunterkünften hausen, sondern eben so schnell wie möglich in reguläre Wohnverhältnisse gebracht werden.

Das klingt momentan etwas optimistisch, da ja Wohnen nicht billig ist, aber wenn wir nicht "lauter" 17 jährige Burschen aufnehmen, dann wird es auch nicht jeden nach Wien ziehen wo "was los ist".

Job gibt es auch außerhalb und je breiter die Menschen aufgeteilt werden können, desto leichter lässt sich die Wohnsituation verbessern. Weiter gehe ich stark davon aus, ich hoffe du erzählst mir hier nichts Gegenteiliges, dass Familien die hier her kommen, denen man auch rasch eine Bleibeperspektive aufzeigt, sich auch wirtschaftlich besser einbringen, als junge Männer aus Nigeria und Co von denen einige nach wenigen Monaten schon das Prädikat "für Ö verzichtbar" verdienen. ( Gründe sind durchaus komplexer als dass man die alleinige Schuld bei den Menschen selbst suchen könnte)

Die Kinder lernen ohnehin sehr schnell die Sprache und können das Defizit besser ausgleichen, je jünger sie sind. Und Menschen die wissen, sie können bleiben, werden sich bestimmt sehr bemühen sich zu integrieren.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

28.07.2017 um 17:18
Zitat von buntervogelbuntervogel schrieb:Richtig. Aber damit dieses erfolgreiche Zusammenleben funktioniert, sollte man darauf achten, WEN man aufnimmt.  Wenn erkennbar ist, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen wird, denen man dann nicht mehr Herr wird, weil sie sich absehbar auswachsen werden, muss man auch STOP sagen und zum Wohl aller Bürger (auch der Migranten) konsequent aussieben und abschieben. Wir brauchen keine religiösen gewalttätigen Extremisten, die mit Clan/Mafia-Strukturen den Frieden im Land stören!
Richtig GfK steht sogar drin, dass Personen, die die die innere Sicherheit gefärhden, garnicht aufgenommen werden müssen.

Aber einen echten Feind lässt das jeweilige Land ja garnicht am leben. Also im endeffekt ist asylverfahren gleichzeitig ein strafverfahren.

Irgendwie funktioniert das nicht. Strengere Kontrollen ok. Trotzdem ist asyl was anderes als Kriegsflüchtling


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28.07.2017 um 17:24
Zitat von RealoRealo schrieb:Wer Leitkultur sagt, will eigentlich Kulturkrieg mit dem unausgesprochenen Ziel, alles was mit Islam zu tun hat hier rauszukriegen.
In diesem Zitat gipfeln Deine Ansichten im Leitkulturdisput. Was veranlasst Dich, Ursache und Wirkung reflexhaft ausschließlich beim hiesigen Bürger zu verorten anstatt vielleicht mal auch Dein Augenmerk auf eventuell vorhandene Adaptionsprobleme der Migranten hinzuweisen? Siehst Du da bei dieser Gruppe keinerlei Bedarf?


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